ÖH-Wahl 2021: Die Ergebnisse

von Simon Riegler
Lesezeit: 4 min
Die Gewinner der ÖH-Wahl stehen fest: Die AG konnte sich auch in diesem Wahljahr wieder in der Hochschulvertretung mit den meisten Stimmen durchsetzen, verlor jedoch jeweils einen Sitz an die VSSTÖ und die JUNOS und damit die absolute Mehrheit.

Zwischen Dienstag, 18. und Donnerstag, 20. Mai 2021 fanden die Wahlen zur Österreichischen Hochschülerschaft statt. Studierende aller Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen hatten die Möglichkeit, ihre Bundesvertretung, Hochschulvertretung sowie Studienvertretung für die kommenden zwei Jahre zu bestimmen. Die Wahlbeteiligung ist in diesem Jahr coronabedingt so gering wie noch nie. Österreichweit liegt sie bei circa 16%, an der Uni Innsbruck machten 4704 von 27 000 Studierenden von ihrem Stimmrecht Gebrauch.

Als großer Verlierer für die Wahl zur Hochschulvertretung der Universität Innsbruck geht die AG hervor, die ihren ersten Platz zwar verteidigen konnte, jedoch knapp 7 Prozentpunkte verlor und damit ihre absolute Mehrheit abgeben muss. Die Gewinner der Wahl hingegen sind der VSSTÖ sowie die JUNOS, die jeweils einen Sitz hinzubekommen haben. Auch auf Bundesebene hat sich ein ähnliches Bild abgezeichnet. So können sowohl der VSSTÖ mit 24,6% sowie auch die GRAS mit 21,7% an der AG (21%) vorbeiziehen. Alle Ergebnisse zur Studienvertretung können hier eingesehen werden.

Die Hochschulvertretung

Nach 14 Jahren wurde in diesem Jahr die absolute Mehrheit der AG in der Hochschulvertretung gebrochen. Mit 38,43% verliert die AG gut 7% im Vergleich zur letzten Wahl. Auch die zweitstärkste Kraft in Innsbruck, GRAS, musste knapp 3 Prozentpunkte einbüßen. Die Gewinner der Hochschulvertretung in diesem Jahr sind der VSSTÖ mit 20,31% (+3%) sowie die JUNOS mit 8,93% (+2%). Auf den hinteren Plätzen liegen die KSV-LiLi (2,76%), der RFS (2,59%) sowie die KSV-KJÖ (2,57%) beinahe gleich auf. Das Ergebnis ist besonders für die KSV-LiLi, die in diesem Jahr erstmals auch auf Hochschulebene für die Universität Innsbruck kandidiert, ein starker Einstieg in die Wahl.

 

© Simon Riegler

 

Durch den Verlust an Wählern kann die AG nur mehr acht Mandate besetzen und verliert somit die Mehrheit in der Hochschulvertretung. Auch die GRAS hat einige Prozentpunkte verloren, behält aber ihre fünf Mandate bei. Der VSSTÖ sowie die JUNOS hingegen konnten jeweils einen Sitz gutmachen und verändern somit für die kommenden zwei Jahre das Kräfteverhältnis. So könnte es gut sein, dass die AG eine Oppositionsrolle einnehmen muss, wenn die anderen Fraktionen zu keiner Zusammenarbeit bereit sind die kommenden Monate werden dies noch zeigen. Für die KSV-LiLi, den RFS sowie die KSV-KJÖ reichte es auch in diesem Jahr zu keinem Mandat.

 

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Die Bundesvertretung

Auch auf Bundesebene kam es zu einer Wahlüberraschung: So konnte sich der VSSTÖ mit 24,55% an die erste Stelle manövrieren und knapp 3% mehr an Wählern überzeugen als noch vor zwei Jahren. Dicht gefolgt mit 21,72% liegt die GRAS an zweiter Stelle, sowie die AG mit 21,02% an dritter Stelle. Beide mussten Prozentpunkte fallen lassen klarer Verlierer dieser Wahl ist die AG mit einem Minus von 6%. Sie verliert dadurch den ersten Platz und kann ihr Ergebnis der letzten Wahlen nicht wiederholen. Dahinter liegen die JUNOS (11,28%), die FLÖ (10,53%), die KSV-LiLi (4,51%), die KSV-KJÖ (3,74%) sowie der RFS (2,65%), welche jeweils einige Prozentpunkte zur Wahl im Jahr 2019 gutmachen konnten.

 

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Mit Blick auf die Mandatare konnte der VSSTÖ als Sieger der Wahl einen Sitz gut machen und führt nun die Bundesvertretung mit 14 Mandataren an. Dicht gefolgt mit jeweils zwölf Mandataren sind die GRAS sowie die AG, welche einen bzw. drei Sitze eingebüßt haben. Die JUNOS hingegen konnten ihre sechs Mandatare verteidigen, die FLÖ (6), die KSV-LiLi (2) sowie die KSV-KJÖ (2) jeweils einen Sitz hinzugewinnen. Der RFS bleibt bei einem Mandatar für die Bundesvertretung.

 

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Geringe Wahlbeteiligung

Es kam, wie es kommen musste: Trotz großer Wahlwerbung der einzelnen Fraktionen sowie Wahlaufrufen der ÖHs und der Universitäten liegt die Wahlbeteiligung für die diesjährige ÖH-Wahl auf einem Rekordtief. Nur knapp 16% aller Wahlbeteiligten gaben vom 18 – 20. Mai 2021 ihre Stimme im Wahllokal oder per Briefwahl ab. Faktoren für diese geringe Anteilnahme lassen sich, so die ersten Reaktionen, sehr wahrscheinlich in der Pandemie und der damit einhergehenden Leere der Campus finden. Im Vergleich: Vor zwei Jahren lag die Wahlbeteiligung noch bei 25,8%.

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