ÖH für Dich: Referat für ausländische Studierende

von Stine F.M.
Lesezeit: 4 min
Um internationale Verbindungen aufzubauen, wertvolle Kontakte zu knüpfen und transdisziplinäre Bündnisse zu schaffen, braucht es Verbindungsstellen. Eine davon ist das Ausländerreferat.

Als Studentin oder Student muss man sich neben der Qual der Studienfachwahl über einige andere Dinge Gedanken machen: Wo werde ich wohnen? Wie viel Geld werde ich brauchen? Werde ich arbeiten können? Bin ich ausreichend versichert? Möchte man im Heimatland studieren, sind die Fragen meist schnell beantwortet. Komplizierter wird die Suche nach Antworten, wenn man in einem anderen Land studieren möchte. Die ÖH hat mit dem Referat für ausländische Studierende eine Abteilung geschaffen, die Studieninteressierte aus dem Ausland dabei unterstützt, ein Studium an der Universität Innsbruck klaglos aufzunehmen. Das Referat kann ausländische Studierende vom ersten Schritt an begleiten: von Informationen zu Aufnahmevoraussetzungen und Zulassung zum Studium über Versicherungsmöglichkeiten bis zur allgemeinen Beratung zum Leben als Studentin oder Student in Innsbruck weiß das Referat ausländische Studierende zu unterstützen.

„Innsbruck ist eine sehr offene, internationale Stadt, in der jeder Mensch Freunde finden kann.“

Nachdem ihm ein Kollege empfohlen hatte, sich für die ausgeschriebene Stelle als Sachbearbeiter im Referat zu bewerben, wurde Dmitri Himmelreich kurzerhand zum Referenten. Sein Vorgänger habe ihn gut eingearbeitet, sagt Dmitri bei unserem Gespräch, somit könne er auch mit komplizierten Fällen gut umgehen. Schon in seinem Heimatland Estland hat sich Dmitri engagiert. Er war dort SchülerInnen-Vertreter von russischen Schulen. Die Rolle als Vermittler ist ihm also nicht unbekannt. Das Referat für ausländische Studierende umfasst neben Dmitri als Referenten noch eine Sachbearbeiterin. „Die Sprachenvielfalt ist das Herz des Referats“, beschreibt Dmitri. Allerdings wünscht er sich noch jemanden mit Arabischkenntnissen, um das multilinguale Team abzurunden.

Das Referat bietet ein Rundum-Beratungspaket

Um an der Uni Innsbruck studieren zu können, braucht es einige bewilligte Anträge, vor allem für Studierende aus Drittstaaten. Das Referat unterstützt Studierende bei Wohnungs- und Jobsuche und dem Erhalt der Aufenthaltsbewilligung.. Da die Lebensunterhaltungskosten, wie Mietpreise und Lebensmittel, in Innsbruck eher teuer sind, ist es für viele Studierende sehr wichtig, in Österreich neben dem Studium auch arbeiten zu können.

Eine Arbeitsbewilligung ist dabei unumgänglich, wovon viele Studierende und ArbeitgeberInnen jedoch oft nichts wissen. Eine weitere Möglichkeit der Finanzierung sind Stipendien. Die können aber nur EU/EWR-StaatsbürgerInnen unter bestimmten Bedingungen in Anspruch nehmen. Für Studierende aus den EWR Staaten sind die Hürden demnach lange nicht so hoch, wie für interessierte Studierende aus Drittstaaten. Das Referat stellt Informationen bereit, die dabei helfen, ein passendes Stipendium zu finden und unterstützt bei der Bewerbung.
Allerdings stellt das Arbeiten für viele nicht nur eine Option der Abdeckung des Lebensunterhalts dar, sondern bietet auch die Gelegenheit, Anschluss und FreundInnen zu finden und sich in Innsbruck angenommen zu fühlen. „Innsbruck ist eine sehr offene, internationale Stadt, in der jeder Mensch Freunde finden kann“, meint Dmitri. Vor der Pandemie hat das Referat sogar Reisen organisiert, auf denen man sich kennenlernen und vom Uni-Alltag Abstand nehmen konnte.

Deutsche Sprache schwere Sprache

Eine weitere Hürde stellt die deutsche Sprache dar. Die meisten Bachelor- und Master-Studiengänge an der Uni Innsbruck sind auf Deutsch, weswegen „ausreichende“ Deutschkenntnisse auf einem Sprachniveau von B2 gefordert werden. Das Referat gibt Informationen über Deutschkurse, damit man sich anfangs auf der Internetseite der UIBK zurecht finden kann, um sich für einen Studiengang zu bewerben. 

Für die Verlängerung des Aufenthaltstitels für Drittstaatsangehörige wird eine Quittierung über mindestens 16 gesammelte ECTS gefordert. Dmitri betont, dass die Rechtsprechung in Bezug auf Verlängerung des Aufenthaltstitels sehr streng sei. Falls man diesen Studienerfolgsnachweis mal nicht bringen kann, hilft das Referat mit weiterführenden Kontakten aus. 

Ohne das Referat keine Brücken 

Die Universität Innsbruck schmückt sich mit dem Slogan “Wir bauen Brücken.” Dabei hilft das referat für ausländische Studierende ordentlich mit. Das Referat steht in direktem Kontakt mit der Studienabteilung, dem Stadtmagistrat, dem Arbeitsmarktservice Innsbruck und natürlich im Dialog mit den ausländischen Studierenden. „Wir können immer Verbindungen herstellen und etwas bewirken“, erzählt Dmitri, der als Referent des Referats für ausländische Studierende vermittelt, berät und unterstützt.

 

Die Beratung findet zurzeit telefonisch, per E-Mail oder über Facebook statt. Man könne jederzeit eine Nachricht hinterlassen und das Referat melde sich so bald wie möglich zurück. 

https://www.oehweb.at/services/auslaendische-studierende/
E-Mail: auslaenderreferat@oeh.cc
Telefon: +43 512 507-35560
Adresse: Josef-Hirn Straße 7, 2. Stock

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