„Schneller, höher, stärker“ ist die eingedeutschte Form des olympischen Mottos Citius, altius, fortius, das 1894 von Pierre de Coubertin geprägt wurde. Es steht für das Streben nach sportlicher Höchstleistung, Wettbewerb und kontinuierlicher Leistungssteigerung. Dieses Prinzip findet sich auch im Trailrunning wieder, einer Sportart, in der körperliche Grenzen im alpinen Gelände immer wieder neu getestet werden.
Ein Laufevent im Herzen der Alpen
Das Innsbruck Alpine Trailrun Festival ist das größte Lauffestival im deutschsprachigen Alpenraum und findet dieses Jahr vom 29. April bis zum 2. Mai statt. Jährlich zieht das Event Top-Athlet:innen aus der internationalen Trailrunning-Szene an, viele der Distanzen sind frühzeitig ausverkauft. Mit rund 8.500 Teilnehmenden aus 82 Nationen und etwa 60.000 erwarteten Zuschauer:innen hat das Event internationale Bedeutung.
Angeboten werden 12 unterschiedliche Strecken von 7 km mit 280 Höhenmetern bis hin zu 110 km und 5500 Höhenmetern. Das Event verbindet damit urbanes Laufen in Innsbruck mit alpinem Gelände in den Nordalpen.
Im Vordergrund steht dabei nicht nur der sportliche Wettkampf, sondern auch der Festivalcharakter. Eine Expo, Community-Events und die sogenannten Cheering Busse, die Zuschauer:innen zu verschiedenen Streckenpunkten bringen und für Stimmung entlang der Strecke sorgen, tragen dazu bei, dass das Ganze für Athlet:innen wie auch für Zuschauer:innen zu einem Erlebnis wird.
Die Starts der einzelnen Disziplinen erfolgen an verschiedenen Standorten zu unterschiedlichen Zeiten, das Ziel befindet sich jedoch immer am Vorplatz des Landestheater, mit Ausnahme des Vertical Runs, dessen Ziel oben bei der Seegrube liegt. Für nähere Informationen kann die offizielle Webseite https://www.innsbruckalpine.at/ direkt aufgerufen werden.
Traillauf im Fokus
Traillauf, auch Trailrunning oder Geländelauf genannt, hat in den letzten Jahren deutlich an Aufmerksamkeit gewonnen. Beim Traillauf geht es um das Laufen in der freien Natur fernab von asphaltierten Straßen. Entgegen der oft verbreiteten Meinung braucht es dafür nicht zwingend Berge, sondern vielmehr Natur und abwechslungsreiches Gelände.
Einer der Hauptunterschiede zwischen dem Straßen- und Geländelauf besteht darin, dass das Laufen im Gelände technisch anspruchsvoller ist. Unebene Untergründe, Anstiege und Abstiege, Wurzeln, Steine oder auch kleine Bäche, auf die man möglicherweise stößt, machen das Laufen schwieriger, aber gleichzeitig auch vielseitiger. Traillauf bedeutet damit auch eine intensive Naturerfahrung, weshalb sich ein Standort mit vielseitiger Natur wie Innsbruck besonders gut dafür anbietet. Bei vielen Trailläufer:innen steht nicht die Zeit im Vordergrund, sondern das Erlebnis selbst, also Höhenmeter, technische Passagen und der Weg als solcher.
Das Event auf Social Media
Das Innsbruck Alpine Trailrun Festival hinterlässt viele Eindrücke und Emotionen, die auf der Strecke entstehen und anschließend digital geteilt werden. Läuferinnen und Läufer teilen ihre Ergebnisse und Strecken auf Plattformen wie Strava, während Instagram und TikTok genutzt werden, um Bilder und kurze Videos vom Rennen zu teilen. Besondere typische Szenen sind Bergpassagen, Ausblicke über die Alpen oder der Zieleinlauf.
Das Festival ist somit nicht nur ein einmaliges Sportereignis, sondern bleibt auch danach im Gedächtnis und kann immer wieder aufgerufen und „nacherlebt“ werden. Für viele Athlet:innen gehört das Teilen der eigenen Leistung mittlerweile einfach dazu. Die Strecke wird nicht nur gelaufen, sondern auch dokumentiert und in der Community sichtbar gemacht.
Dieser Aspekt kann sich positiv auf die eigene Leistung auswirken. Wenn man seine Zeiten, die Höhenmeter oder Bilder teilt, bekommt man Anerkennung und Feedback von der Community, was sehr motivierend ist. Gleichzeitig kann der Wunsch entstehen, sich selbst zu verbessern oder neue Herausforderungen anzunehmen.
Allen Teilnehmenden wünschen wir viel Erfolg und vor allem ein verletzungsfreies Rennen.