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	<title>Rosa Schmitz, Autor bei</title>
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	<description>Das offizielle Magazin der ÖH Innsbruck</description>
	<lastBuildDate>Mon, 29 Apr 2024 10:23:04 +0000</lastBuildDate>
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		<title>„Man kann sich nicht an einem Katalog abarbeiten“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa Schmitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Apr 2024 10:30:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Vorstellung, einen Partner zu haben, der keinerlei Fehler hat, ist verlockend. Doch „Traumpartner“ sind ein Liebesmythos, sagt Dr. Ulrike Paul im Gespräch mit UNIpress und erklärt, was langfristige Beziehungen&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Die Vorstellung, einen Partner zu haben, der keinerlei Fehler hat, ist verlockend. Doch „Traumpartner“ sind ein Liebesmythos, sagt Dr. Ulrike Paul im Gespräch mit UNIpress und erklärt, was langfristige Beziehungen wirklich ausmacht. </span></div>
<p><span id="more-20599"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dr. Ulrike Paul hat viel gesehen, wenn es um Partnerschaften geht. Die Psychologin ist systemische Einzel-, Paar- und Familientherapeutin. An ihre Praxis in Innsbruck wenden sich Menschen in den unterschiedlichsten Phasen ihrer Beziehungen. Bei romantischen Paaren drehen sich die Sitzungen oft um deren Erwartungen, Wünsche und Bedürfnisse an- und voneinander. Jeder hat diesbezüglich eine Art mentale Checkliste. Um gesunde und dauerhafte Beziehungen aufzubauen und aufrechtzuerhalten, muss gelernt werden, dieses statische Denken loszulassen. Warum und wie, erklärt Paul im Austausch mit UNIpress.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>UNIpress:</strong></em> Frau Dr. Paul, gibt es so etwas wie einen „Traumpartner“ überhaupt?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>Dr. Ulrike Paul:</strong> </em>Träume sind Schäume. Und da heißt es ja… Also, in der Verliebtheit ist es wirklich so, dass man sagt: Das ist mein Traumpartner. Das kann bedeuten, dass der- oder diejenige vieles von dem verkörpert – beziehungsweise gewisse Eigenschaften, Verhaltensweisen und so weiter hat – was man sich „erträumt“ hat. Zum Beispiel das Aussehen, die Intellektualität, die Interessen der Person. Es gibt ganz viele Dinge, die das im Kopf erstellte „Profil“ von einer Traumfrau, von einem Traummann erfüllen. Gleichzeitig ist es aber auch so, dass das nichts Statisches ist. Irgendwann werden andere Eigenschaften und Verhaltensweisen zum Vorschein treten. Und gewisse Potenziale lernt man überhaupt erst in bestimmten Lebensphasen kennen. Diese können einen dann positiv oder unerfreulich überraschen… Es kann reizvoll sein, jemanden in einem anderen Kontext zu erleben. Sich sagen zu können: Aha, die Seite kenn ich gar nicht. Oder: So habe ich die Person schon lange nicht mehr gesehen. Die Kunst ist es, Subjekt zu bleiben. Spannend zu bleiben. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>UP:</strong></em> Auch was einen selbst angeht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>Paul:</strong></em> So ist es. Beide Partner sind stets in der Entwicklung. Und somit die Partnerschaft. Den „statischen“ Traumpartner gibt es also nicht. Aber es gibt durchaus Personen, von denen man sagt „Wow – genau so habe ich mir ihn/sie vorgestellt“. Wobei man sagen muss, dass es glücklicherweise auch die Situation gibt, wo man sich verliebt und sagt: „Eigentlich entspricht er oder sie gar nicht dem, was ich mir ursprünglich vorgestellt habe“. Also, dass das kein Ausschlussgrund ist. Daher denke ich, dass beides da ist. Dieses Träumen, diese Sehnsucht nach einer Person, bei der man Geborgenheit findet und die einen irgendwie ergänzt, bestärkt und bestätigt, ist auch etwas Gutes. Ein Motor, der einen mit Hoffnungen erfüllt, der einen in Bewegung hält. Wodurch man sich eher auf andere einlässt. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>UP:</strong> </em>Wie finden die meisten Menschen ihre Partner?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>Paul:</strong> </em>Von meinen Klientinnen haben sich ganz viele über Plattformen kennengelernt. Sicher 50 Prozent. Tinder und Co. sind inzwischen Alltag und Normalität und nicht mehr etwas, das man hinter vorgehaltener Hand sagt, wie früher bei Kontaktanzeigen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>UP:</strong></em> Stellen diese Plattformen irgendwelche modernen Probleme da?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>Paul:</strong> </em>Sie erwecken bei vielen den Eindruck, dass man einen Partner mit gewissen Kriterien so einfach suchen kann, weil sich alle ja über ein Profil präsentieren. Und dadurch kann wiederum der Anschein entstehen, dass man genau denjenigen oder diejenige gefunden hat, die mit einem so kompatibel ist. Aber das Profil einer Person sagt noch nicht sehr viel über ihr Wesen aus. Nur weil jemand ähnliche Musik mag oder die gleiche Sportart betreibt… Ich meine, das kann als Basis toll sein, verbindend. Aber, wie man harmoniert, ist nochmal eine andere Geschichte. Man kann sich nicht an einem Katalog abarbeiten. Glücklicherweise ist der Mensch ja zu vielschichtig, dass das so funktionieren würde!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>UP:</strong> </em>Sind sie zu oberflächlich?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>Paul:</strong></em> Naja. Vieles von dem, was uns an anderen anzieht, ist halt höchst unbewusst. Wie Freud gesagt hat, sind wir nicht Herr im eigenen Haus. Vieles, was uns antreibt, was uns reizt, interessiert und von dem wir meinen, dass wir das so ganz kognitiv und rational und bewusst entscheiden, sind höchst unbewusste Motive. Und sie haben viel mit dem zu tun, was wir aus der eigenen Familie mitbringen. Also Themen, die man… und das finde ich auch das Spannende in meiner Arbeit… mit dem Partner reinszeniert, aber erst viel später draufkommt, dass man das aus seiner Kindheit oder von seinen Eltern kennt. Das sind Sachen, die dann vielleicht viel bestimmender sind, als irgendein vordergründiges Kriterium.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>UP:</strong></em> Muss man diese abarbeiten, bevor man eine Beziehung eingeht?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>Paul:</strong> </em>Nein, nicht unbedingt. Man kann ja auch Sachen miteinander abarbeiten. Oder nach einer Trennung, wenn man merkt: „Hoppla, ich möchte das Ganze nicht so wiederholen.“ Wenn einem erst dann bewusst wird, dass man einen Partner mit einer anderen Persönlichkeitsstruktur sucht. Aber es können absolut auch in einer Beziehung frühere Wunden verheilen. Ein Partner kann einem in einem Bereich so gut tun, dass man genau die Anerkennung, die Bestätigung, die Wertschätzung bekommt, die man schon so lange sucht – „So wie du bist, mag ich dich“. Oder: „Ich finde das an dir ganz toll und ausgezeichnet.“ Dadurch wird das Selbstbild vielleicht so sehr gestärkt, dass frühere Wunden heilen können. Da haben Partnerschaften einen unglaublichen Wert für die eigene Entwicklung und die Aussöhnung mit der eigenen Geschichte. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>UP:</strong></em> Sehnsüchte sind also nichts Schlechtes. Sollten wir uns aber prinzipiell mehr herausfordern, uns nicht an einer Traumpartner-Checkliste zu orientieren?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>Paul:</strong> </em>Ich denke, dass man sich sicher nicht zwingen kann, jemanden erotisch zu finden. Aber die erotische Anziehung ist auch etwas, das aus Verschiedenem resultieren kann. Nicht unbedingt nur, aus der äußeren Erscheinung. Man kann jemanden schön finden, aber nicht erotisch. Und ich denke mir umgekehrt… Also, sich auf das einzulassen. Erotik lässt sich über Fotos überhaupt nicht beurteilen. Sie setzt sich aus ganz vielen Komponenten zusammen. Und es wäre wahrscheinlich ein Fehler, jemanden gleich „wegzuwischen“, weil er/sie ein Attribut hat, das nicht so ins Schema passt. Damit lässt man sich Möglichkeiten entgehen. Gleichzeitig ist es aber auch nicht sinnvoll, sich jemanden einzureden. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>UP:</strong></em> Kann eine Beziehung langfristig ohne Erotik funktionieren?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>Paul:</strong></em> Das kann man nicht so pauschal sagen. Viele Leute machen sich ja einen zu großen Stress, weil zu irgendeinem Zeitpunkt in der Beziehung – und das kann früher oder später sein – die Erotik, die Sinnlichkeit oder eben die Sexualität in den Hintergrund tritt oder die Libido von einem der Partner nicht so präsent ist. Sie stellen dann alles in Frage. Weil Sex für sie so zentral ist und eben Partnerschaft und Freundschaft angeblich unterschiedet. Da versuche ich meinen Klientinnen den Druck zu nehmen. Ohne jetzt die Bedürfnisdifferenzen zwischen Partnern in Bezug auf die Lust und die Sexualität bagatellisieren zu wollen… Eine Partnerschaft steht auf vielen verschiedenen Säulen. Es verbindet einen vieles. Deswegen ist es jetzt nicht ein Mangel, wenn die Sexualität mal in den Hintergrund tritt. Oder eine geringere Rolle spielt. Das ist im Laufe von Partnerschaften so. Sie sind Schwankungen unterworfen. Typischerweise nach der Familiengründung. Jetzt hat man alles miteinander aufgebaut… Haus und Heim und Kinder. Und sexuell läuft nichts mehr.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>UP:</strong></em> Warum gerade dann?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>Paul:</strong></em> Oft, weil die Familie so im Zentrum steht. Weil man gar keine Zeit mehr zu zweit verbringt, verbringen kann. Weil die Kinder so präsent sind. Körperlich sogar. Oder weil es irgendeine Rivalität zwischen Kind und einem Elternteil gibt. Oder es jahrelang im Elternbett schläft und somit wirklich Sexualität verhindert. Aber das bedeutet nicht, dass die Beziehung jetzt am Endpunkt ist. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>UP:</strong></em> Sondern?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>Paul:</strong></em> Man kann zu Lust und Sinnlichkeit durchaus wieder hinkommen. </span><span style="font-weight: 400;">Wenn man seinen Partner aber von vornherein gar nicht erotisch findet… dann ist die Frage: Was sucht man in der Beziehung? Kommen zwei Menschen zusammen, die keine Sexualität wollen, weil sie sich asexuell fühlen, können sie trotzdem eine gute Partnerschaft führen. Aber sonst ist Erotik durchaus wichtig.  </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>UP:</strong> </em>Sind wir heutzutage grundsätzlich offener für Partner, die auf dem Papier nicht unsere Traumpartner sind, als früher? Oder sind wir wählerischer geworden?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>Paul:</strong> </em>Was ich erlebe, ist, dass Menschen relativ früh – anders als in meiner Jugend – Vorstellungen vom Lebensentwurf haben und sagen: „Ja, ich will da jemanden haben, der kompatibel ist“. Zum Beispiel ist in Tirol der Sport ein großes Thema. Also, es sollte unbedingt jemand sein, der auch Skitouren geht oder so. Aber auch was das Reisen angeht, gibt es gewisse Vorstellungen. Die Familienplanung. Et cetera. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>UP:</strong></em> Gibt es Eigenschaft oder Verhaltensweisen, die man sich selbst aneignen sollte, um die Qualität eines Traumpartners eher zu erreichen?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><em><strong>Paul:</strong> </em>Selbstwert. Sich zu sagen: „So wie ich bin, bin ich ok“. Nicht zu außenorientiert zu sein. Zu schauen, dass man sich nicht in irgendein Ideal-Profil zwängt. Ich meine, klar: Wenn man laufend Leute vor den Kopf stößt, muss man sich vielleicht irgendwann denken: „Das könnte auch mit mir zu tun haben.“ Aber grundsätzlich sollte man mit sich zufrieden sein. Das kann auch dazu führen, dass man früher merkt, dass man mit jemandem gar nicht so kompatibel ist. Weil man ehrlich mit sich selbst und seinem Partner ist. Weil man nicht mehr einfach um des Friedens willen Sachen erträgt, die einen wirklich stören. So vergisst man nicht, dass man eine Einzelperson ist, mit eigenen Interessen und Bedürfnisse, die man bewahren muss – auch jenseits der Partnerschaft. </span></p>
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		<title>Ein Einblick in die „Wächter des Schlafs“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa Schmitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Apr 2024 11:40:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Traumarbeit kann uns allen helfen, argumentieren manche. Aber was steckt dahinter? Wie arbeiten Experten? Und welchen Nutzen hat es, ihnen unsere innersten Gedanken anzuvertrauen? „Es ist niemals zufällig, dass ein&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Traumarbeit kann uns allen helfen, argumentieren manche. Aber was steckt dahinter? Wie arbeiten Experten? Und welchen Nutzen hat es, ihnen unsere innersten Gedanken anzuvertrauen?</span></div>
<p><span id="more-20488"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">„Es ist niemals zufällig, dass ein Traum erinnert wird“, sagt Frau Magister Louisa Abramov. Die Psychotherapeutin und -analytikerin stellt für die Deutung von Träumen in Wien einen sicheren Platz zur Verfügung. So kann deren Erinnern – und Erzählen – bei ihr als Kommunikationsmittel, als Festhalten an Wunscherfüllungen oder als Versuch, sich selbst besser kennenzulernen, verstanden werden. „Vergessen wir Träume, so kann dies unterschiedliche Gründe haben. Von ‚Ich will es gar nicht wissen‘ bis hin zu ‚Ach wie gut, dass keiner weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß‘“, so Abramov.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Für die Expertin sind lange Träume nicht unbedingt wertvoller als kurze. Sie können entweder viele unterschiedliche Themen beinhalten, versuchen ein Thema aus unterschiedlichen Perspektiven zu bearbeiten oder, wie Abramov sagt, „uns an der Nase herumführen, damit wir ja nicht erkennen, worum es wirklich geht“. Denn das Thema mag verpönt, gar verboten sein. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">„Die Traumarbeit zerteilt den ursprünglichen Traumgedanken in mehrere Stücke“, erklärt Abramov. In der Regel korrespondiert die Anzahl der Teilträume mit der Anzahl der Hauptthemen, der Gedankenreihen. Ein kurzer Vortraum steht also zum nachfolgenden Haupttraum oft in der Beziehung einer Einleitung. Er ist ein Nebensatz. „Dieser wird dann durch einen eingeschalteten Szenenwechsel ersetzt“, führt Abramov aus. Sigmund Freud sei demnach überzeugt gewesen, dass mehrfache Träume, beziehungsweise lange Träume, die Bemühung anzeigen, „einen Reiz von ansteigender Dringlichkeit immer besser zu bewältigen“. </span></p>
<h3><span style="font-weight: 400;">Besserer Ausgang gesucht</span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">„Die Traumtätigkeit hat aber mehrere Gründe“, sagt Abramov. Grundsätzlich sind sie, aus psychoanalytischer Sicht, immer ichbezogen. Freud hätte den Traum einerseits als „Wächter des Schlafes“ und andererseits als Möglichkeit zu einer Wunscherfüllung verstanden. In diesem Zusammenhang sprach er oft von „Bequemlichkeitsträumen“, in denen der Traum das Handeln im echten Leben  ersetzt. Die Quelle hierfür kann eine äußere oder innere Sinneserregung sein, ein innerer – heißt organischer – Leibreiz oder eine psychische Reizquelle sein. „Auch können Träume in Verbindung mit Traumata stehen, welchen der Traum versucht, einen besseren Ausgang zu geben, also psychisch besser zu bewältigen“, führt Abramov aus. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein Alptraum deutet laut Abramov darauf hin, dass der Traum es entweder nicht geschafft hat, etwas Unverstandenes oder etwas Traumatisches zu bewältigen. Oder, die Angst soll den eigentlichen Wunsch hinter dem Traum verkleiden, weil man ihn als Tabu empfindet.  „Im zweiten Fall können wir an Nacktheits-, Angst- oder Prüfungsträume denken“, gibt die Psychotherapeutin an. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Werden Träume adäquat gedeutet, können sie sehr wohl viel über das Unbewusste sagen. So sagt schon Freud, dass die Traumdeutung der Königsweg dorthin ist. Unbewusste Wünsche und Vorgänge bleiben nämlich immer rege. Abramov nennt ein Beispiel: „Denken wir an eine Kränkung aus der Kindheit. Die Lehrerin, die Mitschüler haben… Wird diese bewusst oder unbewusst ‘getriggert’ – um es mit modernen Worten auszudrücken –, so kann die Traumarbeit versuchen, diesen, wieder frisch aufgelebt, loszuwerden.“ Auslöser können ein Blick, eine Situation, selbst ein Geruch sein. </span></p>
<h3><span style="font-weight: 400;">Beruhende Deutung</span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Doch das Ganze ist komplizierter, als manche annehmen mögen. Traumbilder sind sehr stark an den sprachlichen Ausdruck geknüpft. Und nicht übersetzbar. Das Hinzuziehen von „klassischen“ Symbolen, erfolgt in der Deutung nur dann, wenn Betroffene im Augenblick nichts zu bestimmten Worten assoziieren können. Aus unterschiedlichsten Gründen. Zum Beispiel: Die Wünsche, die im Traum erfüllt werden, dürfen nicht zugänglich sein, weil sie eben in die subjektive Kategorie „verpönt“ fallen. In solchen Fällen bedienen sich Psychotherapeutin wie Abramov der Kenntnis „beruhender Deutung“, sagt sie. Das ist als Ergänzung der Technik zu verstehen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Noch komplexer wird Abramovs Arbeit, wenn Betroffene mehrsprachig aufgewachsen sind. Oder wenn verschiedene Sprachen zum Gebrauch gehören, zum Beispiel in Form von Anglizismen. „Da werden Worte und Sätze schon wesentlich mehrdeutiger“, sagt sie. Zudem kommen in Träumen manchmal auch Sprüche vor, die nicht bloß gedacht werden, sondern aus dem Wachleben stammen, aber aus dem Zusammenhang gerissen wurden. „Die Traumrede dient nicht selten als bloße Anspielung auf das Ereignis, bei dem die erinnerte Rede vorfiel“, führt Abramov aus. Ähnlich wie den Umgang mit der Sprache gilt es bei der Traumdeutung auch die kulturellen und soziographischen Hintergründe der Betroffenen zu bedenken. Gewisse Symbole haben schließlich unterschiedliche Bedeutungen, je nach System. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es muss aber auch nicht jeder Traum gedeutet werden. „Vor allem, wenn die Psyche mit gewissen Erkenntnissen noch nicht umgehen kann“, sagt Abramov. Der Umgang mit der Traumdeutung liegt dann in der Verantwortung der Psychoanalytiker. Denn je tiefer man sich auf die Analyse der Träume einlässt, desto häufiger wird man auf Spuren von (Kindheits-)Erlebnissen geführt, die das Leben auch heute noch beeinflussen. Schließlich träumen Menschen am meisten von sich und den eigenen Erfahrungen. „Wo im Trauminhalt nicht mein Ich, sondern nur eine fremde Person vorkommt, da darf ich ruhig annehmen, dass mein Ich durch Identifizierung hinter jener Person versteckt ist. Ich darf mein Ich ergänzen“, schrieb Freud. Dies kann eine große Hilfe sein. So Abramov: „Lernen wir uns besser kennen, dann können wir so einiges auch besser steuern, anderes wird uns wiederum nicht mehr belasten“.</span></p>
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		<title>Dahin schmilzt die nationale Identität</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa Schmitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Mar 2024 11:30:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schwere Ski- und Snowboardunfälle häufen sich. Weil Pisten schlechter werden. Es liegt am Kunstschnee. Natürlicher Schneemangel macht den Wintersport zunehmend unattraktiv. Ein Erfahrungsbericht. “Ich kann nichts sehen”, sagte ich angeblich&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Schwere Ski- und Snowboardunfälle häufen sich. Weil Pisten schlechter werden. Es liegt am Kunstschnee. Natürlicher Schneemangel macht den Wintersport zunehmend unattraktiv. Ein Erfahrungsbericht.</div>
<p><span id="more-20368"></span></p>
<p>“Ich kann nichts sehen”, sagte ich angeblich zum Rettungssanitäter. “Nur schwarze Flecken. Als würde ich eine ganz schlimme Migräne bekommen”. Ich kann mich an nichts erinnern. Nicht an den Unfall. Nicht an die Stunden davor oder die danach. Ich muss mich auf die Beobachtungen anderer verlassen. Aber offensichtlich war ich nicht in guter Verfassung.</p>
<p>Ich hatte eine schwere Gehirnerschütterung, wie mir die Ärzte im Tal Samnaun später sagten. Einer meiner Skier war bei der letzten Abfahrt des Tages im dicken, schweren Kunstschnee hängengeblieben und ich wurde den Hang hinuntergeschleudert. Nach ein paar Salti schlug ich mit dem Hinterkopf – zum Glück durch einen Helm geschützt – und dem ganzen Rücken auf einer dicken Schicht Glatteis auf. Die gefährlichen Mugeln, die ich zugegeben sehr schnell umfahren bin, hatten sich den ganzen Morgen über angesammelt, während Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen ihr ganzes Gewicht in den wässrigen Matsch gruben, der die Schlammflecken der Schweizer Berge bedeckte.</p>
<p>Zwar ist das Verletzungsrisiko beim Wintersport in den letzten Jahren insgesamt gesunken. Aber das ist noch keine wirklich gute Nachricht. Denn auch die österreichische Alpinpolizei beobachtet eine stetige Zunahme bei schweren Verletzungen und spricht nach einem ungewöhnlich schlimmen Start ins neue Jahr eine Warnung aus. Beinahe täglich landeten Sportler im Spital. Mitte Februar ereigneten sich drei Unfälle innerhalb zehn Minuten an derselben Stellen im Tiroler Söll, berichtete die Kronen Zeitung. Im Skigebiet Bad Kleinkirchheim krachte ein Osteuropäer bereits Ende Januar besonders unglücklich mit dem Kopf gegen einen Baum, nachdem er von der Piste abgekommen war. Den Unfall überlebte er nicht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Vermutet wird, dass der Mangel an natürlichem Schnee Ursache ist. Kunstschnee würde durch seine Dichte und Härte zu höherer Fahrgeschwindigkeit und somit höherer Krafteinwirkung bei einem Sturz führen. Liegt wenig Schnee, könnten auch Steine, Felsen oder Wurzeln entlang der Piste eher zum Vorschein kommen und Gefahren darstellen. Und sichere Sturzräume sind wegen hoher Temperaturen und gelegentlicher Regenfälle aktuell Mangelware.</p>
<p>Mein Unfall war selbst verschuldet. Das ist unumstritten. Wie in den meisten Fällen. Nur rund zehn Prozent passieren aufgrund einer Kollision oder weil dem Opfer der Weg abgeschnitten wurde. Ich war nicht vorsichtig genug. Ich bin zu schnell gefahren. Aber genau das ist mein Problem mit der ganzen Situation. Ich bin keine rücksichtslose Skifahrerin. Ich bin sogar eine sehr gute. Jahrelang der Stolz meiner Salzburger Mutter, die zu einer Zeit aufgewachsen ist, wo es noch gar keine Pistenraupen gab. Sie war im österreichischen Nachwuchskader. Ihr Studium finanzierte sie sich als Skilehrerin. Als ich eineinhalb Jahre alt war, stellte sie mich das erste Mal auf Skier. Sie brachte mir alles bei, was sie wusste. Dazu gehörte, darauf zu achten, wo ich hinfahre, andere auf der Piste zu respektieren und niemals ein Tempo zu wählen, das ich nicht kontrollieren kann. Und trotzdem hat es mich auf die “Goschen” gehauen, wie sie sagen würde.</p>
<p>Die Genesung war langwierig und mühsam. Monate voller Kopfschmerzen, verspannter Muskeln, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Verlust des Kurzzeitgedächtnisses und Übelkeit. Obwohl ich jung und sonst gesund bin, machte mir diese Erfahrung Angst. Aber nicht, weil ich dachte, ich könnte den Berg nicht noch einmal bewältigen. Oder weil ich dachte, ich würde wieder verletzt werden. Eher, weil ich nun weiss, dass es den Sport nicht mehr so gibt, wie ich ihn einmal kannte.</p>
<p>Auch Schweizer Skigebiete – wie Samnaun – bleiben nicht verschont. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung zählt dortzulande rund 63.000 Personen, die pro Jahr beim Wintersport verunfallen. Auch starben heuer bereits zwei Skifahrer. “Der Wintersport steht aus verschiedenen Gründen etwas unter Druck”, sagt Markus Berger, Mediensprecher von Schweiz Tourismus. “Dazu zählen neben den Auswirkungen des Klimawandels und der gesellschaftlichen Veränderung auch Mode- und Trenderscheinungen, bei denen plötzlich auch eher individuelle Winteraktivitäten in den Vordergrund rücken können”. Als Beispiel nennt er Schneedschuhwandern oder Eisklettern. Allerdings würde Schweiz Tourismus keine Ängste vor einer Unfallgefahr bei Ski- oder Snowboardfahrern beobachten. “Im Gegenteil”, führt Berger aus. Nachdem beispielsweise die Anzahl der “Skierdays” – also Tages-Ersteintritt in ein Skigebiet – während mehrerer Jahre bis 2017 jedes Jahr abnahm, setzte danach eine Trendwende ein und die Zahlen nahmen wieder zu.</p>
<p>Gemäß einer Studie des Bundesamts für Sport aus dem Jahr 2022 zum Verhalten der Schweizer Bevölkerung ist Skifahren immer noch auf Rang vier aller Sportarten – hinter Wandern, Radfahren und Schwimmen. Aber Fakt ist: Die Pisten hinunterzurasen, bei tollen Bedingungen, viel Neuschnee und ohne Menschenmengen – das gehört der Vergangenheit an. Das ist für viele in Ordnung. Sie passen sich an. Für Schweizer und Österreicher ist Skifahren nach wie vor Teil ihrer nationalen Identität. Und es ist noch immer Touristenattraktion. “Dass dies auch in Zukunft so bleibt, dafür sorgen die Tourismusanbieter durch laufende Investitionen in Anlagen, Infrastruktur, Pisten; durch das Anbieten neuer, zusätzlicher Aktivitäten; und durch aufmerksames Beobachten der Gästebedürfnisse”, sagt Berger. Doch, ob die Branche dies einsehen will oder nicht, mit fortschreitendem Klimawandel und Mangel an Naturschnee könnte sich die Situation doch langsam ändern.</p>
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			</item>
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		<title>Für und Wider: Monogamie vs. Promiskuität</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa Schmitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jan 2024 11:30:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The post <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at/gesellschaft/wahlfisch-monogamie-vs-promiskuitaet/">Für und Wider: Monogamie vs. Promiskuität</a> appeared first on <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at">UNIpress</a>.</p>
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			<p><span style="font-weight: 400;">Sexualität findet im Rahmen verschiedenster Bindungs- und Beziehungsmodelle statt. Bringt ein One-Night-Stand unausweichliche Enttäuschung oder doch ultimative Freiheit? </span></p>

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			<h3><strong>Die enttäuschendste Überraschungstüte am Markt</strong></h3>
<p><em><span style="font-weight: 400;">Von Katharina Isser </span></em></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Für und Wider zwischen Monogamie und Promiskuität ist mindestens so alt wie die Verhütung. Lange war Monogamie eindeutig das Standardmodell mit Legitimitätsmonopol, zumindest für Frauen. Wer sexuell einen Blick aus dem eigenen Ehebett wagte (oder, Gott verhüte, ans andere Ufer) oder sich gar schon vor der Ehe der Fleischeslust hingegeben hatte, galt als unrein und sündhaft. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dass das Bullshit ist, ist irgendwie logisch. Sex mit vielen wechselnden Partnern zu haben, macht jemanden weder schmutzig, noch ist es irgendwie moralisch verwerflich. Allerdings ist es unglaublich, unglaublich anstrengend.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zuerst muss man sich jemanden organisieren, sich beispielsweise durch dutzende Tinder-Profile swipen (wenn man nicht eh schon alle durch hat), ein Gespräch mit jemandem aufbauen und ein Treffen einfädeln. Nur um sich dort, bevor man zur Hauptaktivität des Abends überschreitet, eine Stunde lang anhören zu dürfen, was jemandes Lieblingsfarbe ist, ob die Person Geschwister hat und dass die Ex des Gegenübers „voll psycho“ war. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Oder man überspringt diese Phase des Prozesses, landet direkt in der Horizontalen und weiß dann nicht einmal, welchen Namen man beim Orgasmus rufen soll. Wenn es überhaupt zu einem kommt (Hahaha. Ha). Besonders für Frauen kann das ganze Theater nämlich ein sehr unbefriedigendes Ende nehmen, wenn eine Person nicht weiß, was beim Sex gefällt, was funktioniert und was nicht – schließlich macht der Orgasm-Gap dem Pay-Gap in Sachen Breite Konkurrenz. Man hat kaum Zeit, sich aufeinander einzustimmen, und muss beim nächsten Mal (neue Person, neues Glück) wieder ganz von vorne anfangen. Das ganze Prozedere ist ermüdend und ungewiss. Da lob ich mir die Monogamie, das überraschungsfreie Beziehungsmodell. Da ist der Sex zumindest immer gleich schlecht. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Noch dazu fällt beim Gelegenheitssex die Intimität weg. Sex mit Fremden ist oft eher wie Konsum, irgendwo zwischen Selbstbewusstseinsbestätigung und sexueller Bedürfnisbewältigung. Etwas sehr Gemeinschaftliches wird auf einmal vom Individualismus dominiert; es geht nicht um Uns, sondern um Mich. In einer Beziehung kann man schlechten Sex vielleicht noch eher tolerieren, wenn man die Person (hoffentlich) zumindest mag. Wenn ich mich aber nur mit einer Person abgebe, damit ich einen Orgasmus abstauben kann, und das dann nicht passiert, wurden nur Zeit und Kondome verschwendet – und die sind bekanntlich beide bares Geld. </span></p>

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			<h3><strong>Frei Ficken statt Zwangsjacke</strong></h3>
<p><em><span style="font-weight: 400;">Von Rosa Schmitz</span></em></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Monogamie? Ist doch wie Zwangsjacke. Wer will sich die schon freiwillig anziehen? Dadurch gibt es Sicherheit? Ha. Geht doch eh fast jeder fremd. </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Ich bin dir treu.</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;"> Ist doch meist Fake News. Zum Einlullen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Brauch ich alles nicht. Laberei mit Hundeblick. Außerdem habe ich schon mit mir selbst genug zu tun. Mich ständig </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">auseinandersetzen</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;"> will ich nicht. Mich festlegen? Oh Gott, nein. Nichts geht über meine Freiheit. Meine eigenen Emotionen machen es mir eh schon schwer genug. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Beziehungs-Debatten sind immer kompliziert. Nervenaufwendig. Unsexy. </span><span style="font-weight: 400;">Ich will’s einfach. Eine gemeinsame Nacht – ohne Gefühle, einfach Spaß. Höchstens zwei. Dann ist es Zeit, auf Distanz zu gehen. Wenn einer lästig wird, ist Ghosting eine Option. SMS und Anrufe einfach unbeantwortet lassen… Irgendwelche Erklärungen abgeben? Lieber nicht. Ich will mich nicht rechtfertigen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Manche Typen meinen, ich spiel Spielchen. Dabei tue ich denen, die ich abwimmel, einen Gefallen. Es würde eh nicht gut gehen mit uns. Bei zu vielen Ansprüchen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Bett bin ich gut. Doch was hab ich eigentlich sonst zu bieten, was Bindungen begünstigt? Ich bin eine einsame Wölfin. So bin ich eben. Nichts dagegen zu machen. Liegt in meinen Genen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zumindest sag ich das so… Damit sich keiner falsche Hoffnungen macht. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch wenn ich jemanden mag, finde ich ihn nicht jeden Tag toll, alles schon gar nicht. Ich hege Zweifel, habe Bedenken, ob ich bleiben will. Bei einer idealen Beziehung dürfte das nicht sein.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein- oder zweimal dachte ich, dass es sich vielleicht lohnt, langfristig, mich auf einen bestimmten Typen einzulassen. Hat ja doch was. Vielleicht. Sex ohne Aufwand. Ohne Kondom – ein Bonus, denn billig sind die Gummis ja nicht und fühlen tu ich damit auch nie was. Man kann sich einen Netflix-Account teilen. Und nachts muss man nicht noch die Dating-Apps absuchen, damit man nicht einsam ist.  </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Aber lieben… geliebt werden… Das ist immer mit Forderungen verbunden. </span><span style="font-weight: 400;">Außerdem ist Offenheit gefährlich. Sie macht verletzlich. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Was wäre, wenn ich mich mal tatsächlich in einem Typen verliere? Meine Bedenken, die manche Hilfspsychos mir als </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Ängste</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;"> vorhalten, überwinde. Und einfach rein springe? Und wenn er dann geht? Wär doch blöd. Ich wäre die Verlassene. Peinlich. Besser, ich riskier es nicht. </span></p>

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			<p>&nbsp;</p>
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			<p><em><span style="font-weight: 400;">Dieser Text erschien erstmals in der zurückgezogenen Ausgabe vom Sommersemester 2022. Für die Wiederveröffentlichung wurde er leicht überarbeitet. </span></em></p>

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		<title>Desaster für Winzer und Obstbauern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa Schmitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Nov 2023 11:30:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Winzer schlagen Alarm. Auch Obstbauern. Hitze und Trockenheit, die Folgen des Klimawandels, machen ihren Anbau kaputt und bedrohen ihre Existenz.  Österreichische Weinbauern sehen den Schaden unmittelbar. Klassischen Rebsorten droht das&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Winzer schlagen Alarm. Auch Obstbauern. Hitze und Trockenheit, die Folgen des Klimawandels, machen ihren Anbau kaputt und bedrohen ihre Existenz.<span class="Apple-converted-space"> </span></div>
<p><span id="more-20063"></span></p>
<p>Österreichische Weinbauern sehen den Schaden unmittelbar. Klassischen Rebsorten droht das Aus. Reben, die überhaupt noch reifen, verlieren durch veränderte Tag-Nacht-Temperaturen ihren typischen Charakter, heißt: ihren typischen, so beliebten Geschmack. Die zunehmenden Hitzeperioden sorgen für mehr Zucker und mehr Alkohol. Leichte Weine sind so kaum zu produzieren. Ausgereifte Reben lassen in der Vinifizierung einen zu hohen Alkoholanteil entstehen. Weine verlieren ihre frische und feine Aromatik. Qualitätsstandards, etwa bezüglich Säure, können dann kaum mehr erreicht werden. Falls es etwas zu ernten gibt, fallen die Lesen klimabedingt geringer aus. Es gibt weniger zu verkaufen. Die Einkommen stürzen ab.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Lokale Produzenten sind nicht die einzigen, die mit diesen Problemen konfrontiert sind. Durch den Klimawandel sind etwa die Hälfte sämtlicher Weinanbaugebiete der Welt in Gefahr. Das berichteten kanadische und spanische Wissenschaftler und Weinbauexperten bereits im Jahr 2020 in einer gemeinsamen Studie. Dazu analysierten sie weltweite Daten und Aufzeichnungen zur Reifeentwicklung zwischen 1956 und 2015 der Sorten Cabernet Sauvignon, Chasselas, Chardonnay, Grenache, Merlot, Mourvèdre, Pinot noir, Riesling, Sauvignon Blanc, Syrah und Trebbiano. Die Ergebnisse wurden mit Daten zur globalen Temperaturentwicklung zwischen 1880 und 2013 kombiniert und daraus Schlüsse gezogen, wie sich die Sorten bei steigender Wärme entwickeln könnten. Die Prognose ist pessimistisch. Bei einem Anstieg der Durchschnittstemperaturen um zwei Grad würde die weltweite Fläche der Weinbauregionen um 56 Prozent schrumpfen, wenn der Anbau der einzelnen Rebsorten auf dem heutigen Stand bleibt. Bei einem Anstieg um vier Grad 85 Prozent.</p>
<h2>Gewohnter Genuss geht verloren</h2>
<p>Die Wissenschaftler rieten den Winzern daher, künftig auf Sorten umzusteigen, die mit Hitze besser klarkommen als die bisherigen. Gewünschter Geschmack und gewohnter Genuss gehen dabei verloren. Doch selbst bei einer vegetativ optimalen Anpassung des Weinbaus prognostiziert das Team einen Rückgang der Rebflächen um 24 Prozent. Sie schlagen etwa vor, im Burgund die wärmeresistenten Sorten Mourvèdre oder Grenache statt Pinot noir anzubauen. Pinot adé. Da schmerzt das Kennerherz. Im Bordelais könnten Cabernet Sauvignon und Merlot ebenfalls durch Mourvèdre ersetzt werden. Verbunden mit einem Trauerflor. Kühlere Anbauregionen wie Neuseeland, der Nordwesten der USA und auch Deutschland würden einen Temperaturanstieg von zwei Grad dagegen relativ unbeschadet überstehen. Sie könnten eine neue Heimat für Sorten wie Merlot oder Grenache werden. Sie haben aber einen anderen Boden, ein anderes, wie Weinbauern sagen, „Terroir“, und damit einen anderen Geschmack. Ungewiss, wie der ist und wie sich solche Weine vermarkten ließen. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<div id="attachment_20065" style="width: 210px" class="wp-caption alignright"><img aria-describedby="caption-attachment-20065" decoding="async" class="size-medium wp-image-20065" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Wein-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Wein-200x300.jpg 200w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Wein-683x1024.jpg 683w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Wein-768x1152.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Wein-1024x1536.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Wein-1365x2048.jpg 1365w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Wein-1920x2880.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Wein-1170x1755.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Wein-585x878.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Wein-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /><p id="caption-attachment-20065" class="wp-caption-text">Foto: Corina Rainer, Unsplash</p></div>
<p>Für die renommierteste österreichische Rebsorte Grüner Veltliner gibt es keine guten Nachrichten, merkt Willi Bründlmayer an. Der Mann aus Langenlois (Bezirk Krems) ist einer der österreichischen Top-Winzer mit auch international hervorragendem Ruf. Bründlmayer zählt mit jährlich 600.000 Flaschen zu den größten Produzenten des Landes. Früher fand die Weinlese im Oktober/November statt, mittlerweile bereits im September/Oktober. Im ORF erklärte Bründlmayer: „Wir haben in den letzten 30 Jahren erlebt, dass [der Wein] immer früher reif wurde, und wir konnten mit verschiedenen Maßnahmen reagieren. Wenn das so weitergeht, ist es bei uns zu warm und zu südlich für den typischen österreichischen Grünen Veltliner.” Und er führt aus: „Dabei handelt es sich mit Abstand um die wichtigste Weißweinsorte in Niederösterreich und den Hauptexportartikel der Weinwirtschaft.” Gut ein Drittel der Rebfläche ist damit bepflanzt. Im Jahresdurchschnitt werden in Österreich 2,5 Millionen Hektoliter Wein erzeugt, der Großteil wird im Inland konsumiert. In den Export flossen 2018 knapp 53 Millionen Liter im Wert von 170 Millionen Euro.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nun droht der Kult-Traube das Aus.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ganz akut.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2>Sortenumstellung nicht einfach</h2>
<p>Bei Neupflanzungen seiner Reben weicht Bründlmayer seit einigen Jahren auf höhere Lagen aus. In den wärmeren hat der Weinbauer begonnen, hitzeresistentere Rotweinsorten anzupflanzen. Diese sind dankbar für mehr Sonne und höhere Temperaturen. Eine Sortenumstellung ist aber grundsätzlich nicht so einfach. Der Weingarten ist eine langlebige Kultur, die steht 40 bis 50 Jahre. Und die Konsumenten wollen ja den Grünen Veltliner. Er ist ein Stück österreichische Identität.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Fakt ist: Heuer war der wärmste Sommer der Messgeschichte. Weltweit.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ähnlich wie mit dem Wein verhält es sich – wenig überraschend – mit den Marillenbauern in Österreich. Dieses Jahr stand die Ernte in der Wachau, dem Hauptanbaugebiet, vor dem Totalausfall. Grund dafür waren die Frostschäden Anfang April, die im Juni zu einem übermäßig hohen Fruchtfall führten. Daran dürfte wiederum die globale Erhitzung schuld sein. Darüber zu spekulieren, dass ein Ausfall eintritt (der dann meist eh nicht total ist), gehört zwar zur alljährlichen Folklore. Dass aber mit dem Klimawandel und den damit einhergehenden Wetterkapriolen wirklich nicht gut Marillen essen ist, dämmert mittlerweile jedem.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2>Deutliche Warnung für Österreich</h2>
<p>In der Steiermark werden von rund 200 Betrieben auf etwa 130 Hektar Marillen kultiviert. Die Produktion ist fast ausschließlich auf den Frischmarkt ausgerichtet. Die Früchte müssen nicht nur makellos aussehen, sondern müssen auch reif sein und gut schmecken. Steirische Marillen sind bei Kunden aufgrund ihrer hervorragenden Qualität sehr beliebt – sind aber wegen der stark schwankenden Erträge nicht jedes Jahr entsprechend der Nachfrage verfügbar, trotz Bemühungen, die Gärten mit Öfen zu heizen. Der aufsteigende Rauch schützt nämlich nicht immer genug vor großen Ausfällen.</p>
<p>Ende Juli hieß es dann auch, dass es heuer so gut wie keine heimischen Zwetschgen geben wird. Im Burgenland kam es zu einem dramatischen Ernteausfall wegen Frost, Nässe und Schädlingsbefall.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Diese Beispiele notleidender Produktionen sind eine deutliche Warnung für Österreich und seine Wirtschaft. Die Alpenrepublik steht vor massiven Verlusten in Bereichen mit großer Tradition.</p>
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		<title>Wie steht Österreich da?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa Schmitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Oct 2023 11:45:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es kann keiner mehr abstreiten, dass er uns trifft. Mit Wucht und immer offensichtlicheren Folgen. Der Klimawandel. Getan wird dagegen allerdings viel zu wenig. In der Politik regieren Ignoranz und&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up" style="font-weight: 400;">Es kann keiner mehr abstreiten, dass er uns trifft. Mit Wucht und immer offensichtlicheren Folgen. Der Klimawandel. Getan wird dagegen allerdings viel zu wenig. In der Politik regieren Ignoranz und Zögerlichkeit. Dabei steht unsere Zukunft auf dem Spiel.</div>
<p><span id="more-19890"></span></p>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Die österreichische Klimapolitik kommt nicht vom Fleck. Im September 2014 wurde der erste österreichische Sachstandsbericht zum Klimawandel veröffentlicht – gefördert vom Klima- und Energiefond. Mehr als 240 Klimaforscher haben hierzulande an der Erstellung mitgewirkt. Der über 1.000 Seiten starke Bericht enthält den </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">aktuellsten“ Kenntnisstand über den Klimawandel und seine Auswirkungen in Österreich sowie über Maßnahmen zur Minderung und Anpassung.</span></p>
<p>Laut den Klimaforschern werden die Durchschnittstemperaturen in Österreich bis zur Mitte dieses Jahrhunderts weiter ansteigen. Zu erwarten sind heiße, trockene Sommer mit etwa doppelt so vielen Tagen über 30 Grad Celsius wie bisher. Aufgrund des direkten Hitzestresses ergeben sich nicht zu unterschätzende Gefahren für die Gesundheit des Menschen. Einschließlich dank geringer nächtlicher Abkühlung. Und dann sind da natürlich noch die drastischen Folgen für die Natur.</p>
<p>Die alpinen Gletscher haben in den letzten 100 Jahren rund 50 Prozent ihres Eises aufgrund von Temperaturanstieg und veränderter Niederschlagssituation verloren. Der Trend setzt sich fort. Der sichtbare Rückgang bedeutet einen Verlust natürlicher Wasserspeicher – und eine deutlich verminderte Attraktivität der Bergregionen. Mit erheblichen Folgen für den Tourismus.</p>
<p style="font-weight: 400;">So dürften die Winter im Durchschnitt weniger kalt und schneereich werden. Dementsprechend ist eine Abnahme der Tage mit Bedeckung für eine Reihe von Wintersportorten zu erwarten. Sowie einer zunehmenden Gefahr von Bergstürzen, wegen des Anstiegs der Permafrostgrenze. Aber auch eine wachsende Frequenz von Niederschlägen, Hagel, Dürreperioden, Verringerung des Bodenwassergehalts, Hochwasser und so weiter ist eine absehbare Konsequenz im Alpenraum.</p>
<p>Mit dem Klimarat startete die Alpenrepublik ein demokratiepolitisches Experiment. Doch die Bilanz ein Jahr später ist trüb. Von 93 formulierten Empfehlungen wurden bisher nur wenige umgesetzt. Große Umbrüche sind nicht zu spüren. Hier ein paar Statistiken zum Stand der Dinge hierzulande:</p>
<ul style="font-weight: 400;">
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">900.000 Tonnen Plastikmüll fallen jährlich in Österreich an. (Quelle: ZIB)</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Österreicher.innen nehmen wöchentlich Mikroplastik in Menge einer Kreditkarte auf – heißt: ein Viertelkilo Plastik pro Jahr. (Quelle: Die Presse)</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">1 Million Tonnen vermeidbare Lebensmittelabfälle entstehen in Österreich jedes Jahr – valide Zahlen der Landwirtschaft fehlen allerdings. Weltweit werden jährlich 12.800 Tonnen Rindfleisch gekauft, aber nicht gegessen. Pro österreichischen Haushalt heißt das: Etwa drei verschwendete Kilo. Das sind 66 Kilo CO</span><span style="font-weight: 400;">2</span><span style="font-weight: 400;">eq, die sinnlos das Klima belasten. (Quelle: WWF Österreich)</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Die reichsten zehn Prozent des Landes verursachen übrigens rund doppelt so viel klimaschädliche Emissionen wie österreichische Durchschnittsverdiener, welche bei 21,3 Tonnen CO</span><span style="font-weight: 400;">2</span><span style="font-weight: 400;"> pro Haushalt und Jahr liegen. (Quelle: Greenpeace)</span></li>
</ul>
<p>Ende Mai 2022 hat der Nationalrat eine Novelle des Abfallwirtschaftsgesetzes beschlossen. Dieses enthält eine Meldepflicht für Supermärkte. Sie sollen ab Oktober dem Umweltministerium unter anderem darlegen, wie viele Lebensmittel sie weggeworfen haben. Ein guter erster Schritt. Aber er allein wird nicht ausreichen, um der Lebensmittelverschwendung einen Riegel vorzuschieben. Auch auf andere Branchen – zum Beispiel der Gastronomie, der öffentlichen Versorgung und Lebensmittelproduzenten – sollte eine Meldepflicht ausgerollt werden. Und es sollten konkrete Reduktionsziele vorgegeben werden.</p>
<p>Die Auswirkungen des Klimawandels sind vielfältig. An erster Stelle: der globale Temperaturanstieg. Allerdings ist auch die Zunahme von Naturkatastrophen und sogenannten Extremereignissen mit dem katastrophalen Phänomen verbunden, wie schwere Stürme, Überschwemmungen, Hitzewellen, Bodenerosionen, der Anstieg des Meeresspiegels und Gletscherschmelze. Diese bringen eine lange Liste drastischer Nebenwirkungen mit sich. All das nahezu tatenlos hinzunehmen, ist unverantwortlich.</p>
<p>Einige positive Entwicklungen sind festzuhalten:</p>
<ul style="font-weight: 400;">
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">So kommt man binnen acht Stunden per Bahn ab Wien in jede vierte EU-Hauptstadt. Ab Innsbruck sogar jede dritte Stunde. Die Bahn ist also nicht nur für den Österreich-Urlaub geeignet! Bereits 2022 wurden laut Daten der Statistik Austria von Österreich aus 3,36 Millionen Urlaubsreisen per Zug angetreten, so viele wie noch nie und im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 ein Plus von einem Drittel. Neben dem verstärkten Umweltbewusstsein gibt es auch einen Klimaticket-Effekt. (Quelle: Mobilitätsorganisation Verkehrsclub Österreich)</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Dank des Klimatickets sind die Öffis in Österreich auf Platz 3 im Europa-Ranking. (Quelle: Greenpeace)</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">In Österreich gibt es deutlich mehr Nichtflieger als Vielflieger. 18 Prozent von Österreichs Bevölkerung ab dem 16. Lebensjahr fliegen laut repräsentativer Umfrage des MARKET-Instituts mehrmals im Jahr oder häufiger. Hingegen fliegen 29 Prozent nie und weitere 52 Prozent einmal im Jahr oder seltener. (Quelle: Mobilitätsorganisation Verkehrsclub Österreich)</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Ab Herbst kommt an allen öffentlichen Wiener Pflichtschulen auch ein wöchentlicher </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Veggie-Day!</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;">. Damit werde der Qualitätsanspruch beim Schulessen weiter gesteigert und das Klima geschont, so Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr. Allerdings ist laut Bildungsminister Polaschek keine Ausweitung des Fleischverzichts auf Österreichs Bundesschulen geplant. Laut den von Ernährungsberatern erstellten Speiseplänen ist im Schnitt einmal pro Woche ein Fleischgericht für Schulkinder vorgesehen. Allerdings würden viele Schulen bis zu drei Mal pro Woche Fleisch bestellen. Wird ein Menü mit Fleisch angeboten, wählen es rund 40 Prozent der Schulen aus.</span></li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Auch sanken Österreichs CO2-Emissionen 2022 auf den niedrigsten Wert seit 1990 – um 6,4 Prozent auf 72,6 Millionen Tonnen. Damit bewegt sich das Land endlich in Richtung der EU-Ziele für 2030. Doch dies wäre nie und nimmer möglich gewesen, ohne den warmen Winter und den russischen Einmarsch in die Ukraine, der die Gaspreise so stark ansteigen ließ. Zu jubeln, dass die Alpenrepublik die Sache im Griff hat, wäre also reichlich verfrüht. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Der Schaden, der angerichtet wird, übersteigt trotz diverser sinnvoller Maßnahmen immer noch die Wiedergutmachung. Und ein massives Problem ist die Realitätsverweigerung in der Gesellschaft. So glaubt laut Statista ein Drittel der Bevölkerung immer noch fest daran, dass der Klimawandel entweder nicht real ist oder keine Bedrohung darstellt, gegen die mehr getan werden muss. Ein Grund mehr, den anderen zwei Dritteln zu helfen, die Regierung zu ernsthaften, weitreichenden und dauerhaften Veränderungen zu drängen. Und nicht nur mit leeren Versprechungen oder weit entfernten Fristen so tun, als sei alles gar nicht schlimm. </span></p>
<p>So sagte auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen bei der heurigen Eröffnung des Austrian World Summit: „Wir Politiker müssen aufhören, Lösungen zu versprechen, die keine sind, nur weil es unter Umständen innenpolitisch gerade opportun erscheint. Was wir brauchen, ist der Mut, die Augen aufzumachen und der Realität ins Auge zu schauen.“</p>
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		<title>Der Wind dreht sich nach links</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa Schmitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Oct 2023 10:30:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[ÖH]]></category>
		<category><![CDATA[ÖH-Wahl 2023]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach über 15 Jahren ungebrochener Exekutiv-Beteiligung der AG leitet nun eine dezidiert linke Koalition die ÖH-Innsbruck. Im Interview mit UNIpress spricht das neue Vorsitzteam über Servicepolitik, Linksextremismus und darüber, was&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up" style="font-weight: 400;">Nach über 15 Jahren ungebrochener Exekutiv-Beteiligung der AG leitet nun eine dezidiert linke Koalition die ÖH-Innsbruck. Im Interview mit UNIpress spricht das neue Vorsitzteam über Servicepolitik, Linksextremismus und darüber, was sich an der Uni klimatechnisch ändern müsse.</div>
<p style="font-weight: 400;"><b><br />
</b>Als am Morgen des 12. Mai die Wahlergebnisse der Hochschulvertretungswahl an der Universität Innsbruck verkündet wurden, war das Erstaunen groß. Die JUNOS hatten ein Mandat verloren; die bisherige Koalition aus AG und JUNOS ging sich folglich nicht mehr aus. Stattdessen kamen GRAS, VSStÖ und KSV-LiLi gemeinsam auf die für eine Mehrheit erforderlichen 10 Mandate. Eine Dreierkoalition dieser linksgerichteten Fraktionen entspräche, aus damaliger Sicht, einer kleinen Sensation: Denn eine Innsbrucker ÖH-Exekutive ohne Beteiligung der AG hatte es seit 2007 nicht mehr gegeben.</p>
<p style="font-weight: 400;">Lange blieb für die Öffentlichkeit unklar, ob es dazu wirklich kommen würde. Seit dem 27. Juni steht die linke Koalition nun aber fest. Wie verliefen die Koalitionsverhandlungen? Was wird sich nun ändern? Was hat der bisherige Vorsitz gut gemacht? Was ist schwierig an der Zusammenarbeit? Und wie extrem ist der KSV-LiLi? Im UNIpress-Interview stehen die neuen Mitglieder des Vorsitzteams Rede und Antwort.</p>
<p><b>UNIpress: Erstmals herzlichen Glückwunsch an euch zum Gewinn.</b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Sophia und Hannah:</b><span style="font-weight: 400;"> Danke, danke. </span></p>
<p><b>UP: Das Wahlergebnis hat die AG und die JUNOS, wie&#8217;s scheint, etwas überrascht. Euch auch?</b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Sophia: </b><span style="font-weight: 400;">Ja, mich hat das Ergebnis schon sehr stark überrascht. Andere – jetzt in meiner Fraktion – weniger. Aber ich finde das alles so schwierig einzuschätzen. Weil doch so ein extremer Wechsel an Studierenden ist. Und wenn man sich die politischen Ergebnisse sonst so auf der Welt anschaut… Da habe ich mir schon gedacht, dass wir verlieren. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Hannah:</b><span style="font-weight: 400;"> Uns hat’s auch überrascht, würde ich sagen. Wir hatten ja eigentlich damit gerechnet, dass wir ein Mandat dazugewinnen – oder bei der gleichen Anzahl bleiben. Vor allem, weil unsere Themen doch recht aktuell sind. Zum Beispiel die Teuerung. Dass wir wie schon seit jeher wieder unseren Fokus darauf gelegt haben, hätte uns in die Hände spielen sollen. Aber vor allem, dass wir jetzt eine linke Mehrheit haben… Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Deswegen finde ich den Verlust jetzt auch nicht ganz so schlimm. Wir haben so ja dann doch irgendwie eine Mehrheit.</span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: Lola, warst du überrascht? </b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Lola: </b><span style="font-weight: 400;">Haha, eher erleichtert! Vielleicht auch positiv überrascht. Aber da wir sehr viel Arbeit in den Wahlkampf reingesteckt haben, sind wir zufrieden. Ich begrüße auf jeden Fall das wiederkehrende politische Interesse der Studierenden an der Universität Innsbruck. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: Warum, glaubst du, Hannah, habt ihr ein Mandat verloren?</b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Hannah:</b><span style="font-weight: 400;"> Wir haben sicher viele Stimmen an KSV-Lili verloren. Und an GRAS.</span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: An die AG nicht?</b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Hannah: </b><span style="font-weight: 400;">Ich glaube nicht.</span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: War für euch direkt nach Verkündung der Wahlresultate klar, dass ihr eine linke Dreierkoalition wollt? </b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Hannah: </b><span style="font-weight: 400;">Für uns, also den VSStÖ, schon. Weil das einfach die bestmögliche Koalition für uns ist. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Sophia:</b><span style="font-weight: 400;"> Wir haben natürlich Gespräche mit der AG gesucht, geführt. Aber wir haben von Anfang an eine Dreierkoalition bevorzugt. In den Gesprächen mit all den Fraktionen hat sich das umso mehr herauskristallisiert. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: Woran liegt die notorisch niedrige Beteiligung bei den ÖH-Wahlen?</b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Sophia: </b><span style="font-weight: 400;">An ganz vielen Faktoren. Ein gewisser Prozentsatz wird nie wählen gehen… Studierende, die nicht wissen, dass sie dürfen. Oder wieso sie sollten. Vielleicht weil sie nur </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">kurz</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;"> studieren, und es sie </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">eh nicht beeinflusst“.</span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Hannah: </b><span style="font-weight: 400;">Ja. Aber wir hoffen halt, dass wir jetzt mehr von ihnen dadurch motivieren können, dass wir die ÖH politischer gestalten wollen. Wir wollen ihnen vermitteln, dass wir – und sie – etwas verändern, bewegen können. Vielleicht bringen sie sich dann mehr in die ÖH ein. Oder zumindest ihre Stimmen. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: Wie viel kann die ÖH denn allgemein politisch bewegen?</b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Hannah: </b><span style="font-weight: 400;">(hält kurz inne) Wir können auf jeden Fall mit Politiker:innen reden und versuchen, unsere Anliegen einzubringen. Und innerhalb der Universität Rahmenbedingungen schaffen, wo sich alle wohlfühlen.</span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Sophia: </b><span style="font-weight: 400;">Vieles ist da noch im Aufbauprozess, sozusagen. Natürlich haben wir schon ein paar Ideen. Was dann möglich ist und was wirklich Gehör findet, ist dann aber die andere Sache.</span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: Inwiefern ist die Universität noch kein Ort für alle?</b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Hannah: </b><span style="font-weight: 400;">Es arbeiten zum Beispiel sehr viele Studierende nebenher. Weswegen sie nicht immer alle Lehrveranstaltungen besuchen können. Sie sind ausgeschlossen. Brauchen länger. Müssen mehr Studiengebühren zahlen. Das ist ein Teufelskreis.</span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Sophia: </b><span style="font-weight: 400;">Ja, genau. Auf sogenannte  </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Arbeiter:innenkinder</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;">, die sozial oder finanziell nicht so gut aufgestellt sind, wird gar nicht geachtet. Sie haben es viel schwerer. Man stelle sich vor: Man kommt neu an die Universität. Man hat niemanden, der einen unterstützt. Das überfordert extrem. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: Wie kann die ÖH in solchen Fällen helfen?</b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Sophia: </b><span style="font-weight: 400;">Wir versuchen, mit Fördertöpfen einen Ausgleich zu schaffen. So gut es geht. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Hannah:</b><span style="font-weight: 400;"> Aber – nur um auszuführen – sie sind nicht die einzigen, die vergessen gehen. Auch für queere Studierende braucht es mehr Unterstützung – zum Beispiel in der Form von genderneutralen Toiletten. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: Lukas Schobesberger, der ehemalige 2. Vorsitzende der ÖH Innsbruck, hat die Beteiligung des KSV-Lilis in der Bundes-ÖH kritisiert. Extremistisches Gedankengut habe in politischer Verantwortung nichts verloren. Sophia, Hannah – koaliert ihr mit einer linksextremen Fraktion?</b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Sophia: </b><span style="font-weight: 400;">Also </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">linksextrem</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;"> würde ich jetzt nicht sagen (lacht). Ich finde das ein bisschen übertrieben. Immer wenn jemand Kommunismus oder so im Titel hat, dann wird gleich das Vorurteil gesetzt: Die sind extrem! Sie sind links. Eh ganz klar. Aber nicht Linksextreme. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Hannah:</b><span style="font-weight: 400;"> (nickt zustimmend)</span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: Lola, was meinst du? Bist du linksextrem?</b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Lola:</b><span style="font-weight: 400;"> Dass eine kapitalistische studierendenfeindliche Fraktion ein Problem damit haben wird, dass Kommunist:innen in der ÖH vertreten sind, war mir von Anfang an klar. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Ich bezeichne mich lieber als linksradikal, da ich glaube, dass wir, statt nur die Symptome bekämpfen zu wollen, die Probleme in unserer Gesellschaft an der Wurzel ändern sollten. Radix heißt ja auf Latein „Wurzel</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;">. Die Wurzel für viele dieser Probleme sehe ich im Kapitalismus und im Patriarchat. Deswegen bin ich auch materialistische Feministin. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Und dass für Lukas Schobesberger der Kampf für ein freie Uni, eine Gesellschaft ohne Diskriminierung und ein schönes Leben für alle „extrem</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;"> ist – das find ich bezeichnend.</span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: Was wird für euch die größte Herausforderung in der Zusammenarbeit zwischen GRAS, VSStÖ und KSV-Lili sein?</b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Hannah: </b><span style="font-weight: 400;">Manchmal haben wir andere Zugangsweisen. Das merkten wir auch in den Koalitionsgesprächen. Aber da muss man einfach schauen, dass man auf einen Konsens kommt, damit wir für die Studierenden Gutes erreichen.</span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: Gibt es da konkrete Beispiele?</b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Sophia: </b><span style="font-weight: 400;">Manche vertreten ihre Grundsätze halt stärker. Sie konzentrieren sich eher darauf, wofür die Fraktion prinzipiell steht, statt das Ganze zu sehen. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: Es ist also eher eine Frage der verschiedenen Zugänge – nicht der Inhalte?</b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Sophia: </b><span style="font-weight: 400;">Genau. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: Was wird euch in der Zusammenarbeit am einfachsten fallen?</b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Hannah:</b><span style="font-weight: 400;"> Die Themen, für die wir uns einsetzen wollen. Da sind wir uns einfach einig. Der Zweck eint uns. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: Die AG Innsbruck hat kritisiert, dass ihr ein Bündnis ohne die stimmenstärkste Fraktion eingegangen seid.</b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Sophia:</b><span style="font-weight: 400;"> Ich finde, das ist in Ordnung so. Ihr Argument ergibt jetzt wenig Sinn… Vor zwei Jahren hätten sie die Chance gehabt, mit GRAS – der zweitstärksten Fraktion – eine Koalition zu bilden. Und wir haben ja eine linke Mehrheit. Das ist für uns wichtiger. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Hannah:</b><span style="font-weight: 400;"> Ich denke außerdem, dass es gut ist, dass jetzt jemand anderes dran ist. Es war doch 17 Jahre lang die AG an der Spitze. So kommt mal ein bisschen frischer Wind in die ÖH rein. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: Was werdet ihr denn anderes machen?</b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Sophia: </b><span style="font-weight: 400;">Ganz klar unsere Positionierung. Das allgemeinpolitische Mandat werden wir wahrnehmen. Aber auch die Projekte, die wir verfolgen wollen. Mal grob gesagt. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Lola: </b><span style="font-weight: 400;">Wir wollen, wie bereits angesprochen, dass die ÖH ihren eigentlichen Sinn als politische Interessensvertretung für Studierende wahrnimmt. Wir sind Teil der Gesellschaft, deswegen geht uns die Allgemeinpolitik sehr wohl was an!</span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: Also sind die Veränderungen allumfassend – und nicht auf irgendetwas Spezifisches bezogen?</b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Hannah: </b><span style="font-weight: 400;">Ja. Wir wollen nicht </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">nur” einen Service anbieten. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: Werdet ihr die Studierenden dabei vergessen?</b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Sophia: </b><span style="font-weight: 400;">(lacht) Nein. Sie stehen immer noch im Fokus. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: Was hat der vorherige Vorsitz denn gut gemacht?</b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Sophia: </b><span style="font-weight: 400;">Also, ein paar Projekte muss man schon loben. Den Psychotherapie-Topf, zum Beispiel. Er hat extrem vielen Studierenden geholfen. Auch die Service, die sie angeboten haben, waren… nicht alle… nicht schlecht.</span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Lola:</b><span style="font-weight: 400;"> Glaube ich auch. Aber die ÖH Arbeit hört nicht bei der Servicepolitik auf. Wir wollen mehr als das!</span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: Sehr vorsichtig formuliert. </b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Sophia: </b><span style="font-weight: 400;">Ja, es gibt natürlich ein paar Sachen – da hätten sie sich mehr Mühe machen können. Aber sie haben auch gute Arbeit geleistet.</span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Hannah: </b><span style="font-weight: 400;">Ich würde zum Beispiel auch sagen, dass die Stadträder eine gute Idee waren. Sie werden rege genutzt. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: Wo du’s ansprichst – was muss in puncto Klimaschutz an der Uni Innsbruck passieren?</b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Sophia: </b><span style="font-weight: 400;">Ganz klar: Uni-Begrünung. Das bringt dem Klima jetzt nicht unbedingt extrem viel. Aber es nimmt Hitze. Sonst: PV-Anlagen auf den Dächern. Die Sanierung des GeiWi-Turms. Da verlieren wir sehr an Energie. Die Universität heizt zu viel mit Gas. Da müssen wir umstellen. Und bei den Studierenden muss mehr Bewusstsein geschaffen werden.</span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Hannah:</b><span style="font-weight: 400;"> Auch Thema Mobilität: Wir wollen das Öffi-Ticket gratis machen. Oder zumindest auf 194 Euro reduzieren – dann könnte man die Kosten eins zu eins mit der Familienbeihilfe decken.</span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: Hannah, du bist ja nichtbinär. Wie möchtest du angesprochen werden? Du bist ja vermutlich weder stv. Vorsitzen</b><b>de </b><b>noch stv. Vorsitzen</b><b>der</b><b>. </b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Hannah: </b><span style="font-weight: 400;">Ohne Pronomen. Es ist ein bisschen blöd, dass es in der deutschen Sprache keine genderneutralen gibt. Aber ist halt einfach so – und deswegen bitte einfach keine verwenden. Sondern meinen Vornamen. Titel: 1. Stv. Vorsitz. Das geht eigentlich ganz gut. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: Wie steht eigentlich ihr zur UNIpress – sollten wir frei von Einfluss der ÖH agieren können? </b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Hannah: </b><span style="font-weight: 400;">Absolut. Es ist wichtig, dass ihr unabhängig agiert. Der damalige Vorsitz Daniel Müller hat ja mal eine Ausgabe zurückgezogen… Das ist sehr stark zu kritisieren. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Sophia: </b><span style="font-weight: 400;">Dem kann ich nur zustimmen. Ihr habt zwar da ein Büro. Aber ihr müsst nicht da arbeiten. Ihr könnt machen, was ihr wollt.</span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: (lacht) Vorsicht.</b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Sophia: (schmunzelt) </b><span style="font-weight: 400;">Nah, wir wollen euch da nicht beschränken oder kontrollieren, ob das, was ihr macht, im Studi-Kontext passt oder nicht. Das könnt ihr selber beurteilen.</span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: Wie bereits angesprochen, wurde vergangenes Jahr eben die Sommersemester Printausgabe #1 zum Thema „Sex</b><span style="font-weight: 400;">“</span><b> vom ÖH-Vorsitz beschlagnahmt und durfte nicht verteilt werden. Es hieß, diese sei nicht </b><span style="font-weight: 400;">„</span><b>relevant für Studierende</b><span style="font-weight: 400;">“</span><b>. Wie seht ihr das?</b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Sophia und Hannah: </b><span style="font-weight: 400;">Es gibt kein Thema, das für die Gesellschaft relevant ist, aber nicht für Studierende. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: Wie wichtig ist Pressefreiheit auf Hochschulniveau?</b></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Sophia: </b><span style="font-weight: 400;">Genauso wichtig wie sonst. </span></p>
<p style="font-weight: 400;"><b>UP: We will hold you to that. </b></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Klimawandel betrifft uns alle</title>
		<link>https://www.unipress.at/gesellschaft/klimawandel-betrifft-uns-alle/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa Schmitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Oct 2023 13:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Editorial]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>“The era of global boiling has arrived” –  António Guterres, UN secretary general Liebe Leserin, lieber Leser! Dienstag, 4. Juli, war der weltweit heißeste Tag der Messgeschichte – also seit&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<div class="subtitle_up" style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">“The era of global boiling has arrived” </span></div>
<div class="subtitle_up" style="font-weight: 400;">–  António Guterres, UN secretary general</div>
</blockquote>
<h2>Liebe Leserin, lieber Leser!</h2>
<p>Dienstag, 4. Juli, war der weltweit heißeste Tag der Messgeschichte – also seit mindestens 1979 (Stand August 2023). Die durchschnittliche globale Temperatur ist auf 17,18 Grad Celsius gestiegen. Das ist kein Meilenstein, den wir feiern sollten. Fachleute sehen ein dramatisches Signal und warnen vor den massiven Folgen der Klimakrise. Zu denken, wir könnten einfach die Klimaanlage aufdrehen, ist eine gefährliche Art zu leben. Wenn an einem heißen Tag der Strom für längere Zeit ausfällt, bleiben Geschäfte leer, Schulen werden geschlossen und Menschen sterben.</p>
<p>Laut dem Journalisten Jeff Goodell hat die Hitze ein Marketingproblem. Im Gegensatz zu dem verzweifelten Politiker, dessen PR-Berater auf Kurzwahl steht, liege ihr Problem aber nicht an zu niedrigen Beliebtheitswerten. Sondern sie werde bei weitem nicht genug verabscheut. Der Meinung sind auch wir von der UNIpress. Wir müssen das heiße Wetter viel ernster nehmen.</p>
<p>Denn die globale Erwärmung und der Anstieg des Meeresspiegels sind miteinander verbunden und haben katastrophale Auswirkungen – Gletscher schmelzen und Ozeane erwärmen sich, was zu einem Anstieg des Wasserspiegels führt. Es kommt häufiger zu Extremwetterereignissen wie Dürren, Überschwemmungen, Stürmen und Starkregen. Und diese kaskadenartigen Katastrophen haben alle dieselben Schuldigen: uns, und unseren Umgang mit unserem Planeten.</p>
<p>Die Klimakrise ist auch eine Herausforderung für ernsthafte Berichterstattung. In Österreich, Deutschland und der Schweiz haben sich mittlerweile Netzwerke für Klimajournalismus gebildet. In Redaktionen von Qualitätsmedien und Nachrichtenagenturen gibt es Klimaressorts, Klimahubs. Doch trotz immer stärkerer Evidenz bleibt der Klimawandel in der (Medien-)Öffentlichkeit umstritten. Sowohl die Tatsache, dass er auf menschliche Aktivitäten zurückgeht, als auch seine Existenz an sich werden von manchen Medien infrage gestellt.</p>
<p>Dabei wird die Debatte immer aufgeheizter. Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer bezeichnet die Aktivist:innen der Letzten Generation als „nicht normal“, nennt sie in einem Atemzug mit Identitären und Islamisten. Ein Kolumnist verbreitet in einem Kommentar für ein österreichisches Boulevard-Medium Erzählungen über eine Verschwörung von „Ökokommunisten“, die den Klimawandel lediglich als Deckmantel für einen angestrebten Systemwechsel zur Planwirtschaft nutzen würden. Im meistgesehenen Nachrichtensender der USA, Fox News, der immer wieder für Fake News kritisiert wurde, wird der Klimawandel regelmäßig angezweifelt.</p>
<p>Die Berichterstattung über die Klimakrise ist nicht gut genug. Wo polemisiert, polarisiert wird, Falschinformationen und Verschwörungsmythen verbreitet werden, können wir das Problem nicht angehen. Dabei: Wäre es nicht sogar nötig, rund um die Uhr über die Aufgaben und Fragen zu informieren, die sich angesichts einer historisch erstmaligen Herausforderung für die Menschheit stellen?</p>
<p>Die Ausgabe widmet sich Nachrichten zur Klimakrise, die man vielleicht nicht wirklich hören will, aber, wenn man mal ehrlich ist, hören sollte. Oft fühlt es sich so an, als wären die katastrophalen Wetterereignisse noch ziemlich weit weg. Aber auch jetzt schon trifft es zum Beispiel einige Orte in Österreich ziemlich hart. Der Klimawandel betrifft uns eben alle, jung wie alt, egal wo wir auf der Erde leben.</p>
<p>Wir wünschen erdende Lesestunden.</p>
<p>Für die Redaktion<br />
Katharina Isser und Rosa Schmitz</p>
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			</item>
		<item>
		<title>In aller Köpfe verewigt</title>
		<link>https://www.unipress.at/kultur/in-aller-koepfe-verewigt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa Schmitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jun 2023 10:30:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dies sind Österreichs Schönheitsikonen der letzten Jahrhunderte – von Kaiserin Elisabeth (Sisi) bis hin zur Schauspielerin Romy Schneider und allen dazwischen. Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Trotzdem hat&#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up" style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Dies sind Österreichs Schönheitsikonen der letzten Jahrhunderte – von Kaiserin Elisabeth (Sisi) bis hin zur Schauspielerin Romy Schneider und allen dazwischen.</span></div>
<p><span id="more-19672"></span></p>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Trotzdem hat jede Epoche ihr eigenes Schönheitsideal geprägt. So standen mal Erotik und pure Weiblichkeit im Vordergrund, dann wieder androgyne Frauentypen</span><span style="font-weight: 400;">.</span><span style="font-weight: 400;"> Auch die Österreicherinnen, die über Jahrzehnte zu </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Schönheitsikonen</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;"> deklariert wurden, waren alles andere als durchschnittlich: Sie wichen tatsächlich von Generation zu Generation mehr vom Aussehen der „normalen</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;"> Frau ab. Ihre unvergesslichen Merkmale prägten Make-up-, Frisur- und Modetrends – aber auch Charaktereigenschaften. Denn: Schön ist, was schön erscheint. Doch zum Erscheinen gehört eben die Überraschung – eine Art von Offenbarung, eine Verzauberung, die nicht einfach wiederholt werden kann. Sie liegt in den Details unter der Oberfläche, sie liegt in der Ausstrahlung. Hier sind sechs Österreicherinnen, die sich nicht der Deutungshegonomie der dominierenden Standards für Schönheit unterworfen haben, sondern den Begriff immer erweitert und ergänzt haben:</span></p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Die Kaiserin, die bis heute fasziniert</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Jeder kennt sie, die schönen Gemälde und Fotos der außergewöhnlich attraktiven Sisi. Sie ist die erste moderne Bildikone, deren Gesicht sich medial eingeprägt hat. Grund dafür ist, dass sie genau zu dem Zeitpunkt die öffentliche Bühne betrat, als die Fotografie ihren Siegeszug antrat. Auf einmal schienen </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Promis</span><span style="font-weight: 400;">“</span> <span style="font-weight: 400;">wie Sisi zum Greifen nah, waren quasi omnipräsent.</span></p>
<div id="attachment_19675" style="width: 219px" class="wp-caption alignleft"><img aria-describedby="caption-attachment-19675" decoding="async" loading="lazy" class=" wp-image-19675" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Sisi-184x300.png" alt="" width="209" height="340" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Sisi-184x300.png 184w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Sisi-630x1024.png 630w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Sisi-585x952.png 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Sisi.png 640w" sizes="(max-width: 209px) 100vw, 209px" /><p id="caption-attachment-19675" class="wp-caption-text">Quelle: Franz Xaver Winterhalter via Wikimedia Commons</p></div>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Sisi nahm mit ihrer Selbstinszenierung und Selbstzensur außerdem vorweg, was heutzutage Influencer tun: So entschied sie selbst, welche retuschierten Bilder veröffentlicht wurden, und ließ sich ab dem 30. Lebensjahr nicht mehr fotografieren. Mit diesen Entscheidungen kreierte sie den Mythos der ewig jungen Märchenkaiserin – und inspirierte mit ihrer von der Zeit eingefrorenen Schönheit jede Generation aufs Neue.</span></p>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Dazu trug allerdings auch Sisis vielschichtige persönliche Geschichte bei. Sie gibt viel Stoff her, von dem immer wieder neue, bisher unbekannte Facetten aufgedeckt werden. Der klare rote Faden dabei: Sisis Kampf um ein Maß an Freiheit, das für ihre Zeit außergewöhnlich war. Mit der Zeit wurde so aus einem verschreckten Teenager eine Frau, die für sich und ihre Bedürfnisse einstehen konnte. Dies machte ihre inneren Werte genauso faszinierend wie ihr Äußeres.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Das ehemalige Model</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Cordula Reyer lebt heute abwechselnd in Wien und Los Angeles. Als internationales Top-Model war die Österreicherin früher aber auf der ganzen Welt unterwegs. In ihrem Beruf bekam Reyer, wie so viele Frauen, besonders stark zu spüren, wie vergänglich die Jugend in Wahrheit ist. So wusste sie von Anfang an, dass ihre Karriere zeitlich begrenzt war. Doch Reyer nutzte die Zeit voll aus. In den Achtziger- und Neunzigerjahren war sie auf allen wichtigen Covers und Lau</span></p>
<div id="attachment_19677" style="width: 253px" class="wp-caption alignright"><img aria-describedby="caption-attachment-19677" decoding="async" loading="lazy" class=" wp-image-19677" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Cordula-Reyer-277x300.jpeg" alt="" width="243" height="263" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Cordula-Reyer-277x300.jpeg 277w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Cordula-Reyer-585x633.jpeg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Cordula-Reyer.jpeg 640w" sizes="(max-width: 243px) 100vw, 243px" /><p id="caption-attachment-19677" class="wp-caption-text">Quelle: Willyman via Wikimedia Commons</p></div>
<p>fstegen zu sehen und warb für Marken wie Dolce &amp; Gabbana, Prada, Comme des Garçons, Jil Sander, Max Mara, Thierry Mugler und Bottega Veneta. Sie verewigte sich mit ihren unvergesslichen Merkmalen – funkelnden blauen Augen, vollen Lippen und einer sonnengebleichten blonden Mähne – in den Köpfen aller Trend-Interessierten. Jeder Schnappschuss von Reyer ist ikonisch. Fotografiert wurde sie von Berühmtheiten wie Helmut Newton, Annie Leibovitz oder Peter Lindbergh für Magazine wie Vogue, Elle, Glamour oder Marie Claire. So wurden sogar ihre einst verspotteten Augenringe zum Symbol eines modernen Schönheitsideals. <span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Ich möchte zeigen, dass jeder schön ist</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;">, sagte Reyer einst in einem Interview mit Gala. </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Man muss mit sich selbst zufrieden sein.</span><span style="font-weight: 400;">“</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Der Opernstar mit der Jahrhundertstimme</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Anna Netrebko ist der Opernstar unserer Zeit. Die Sopranistin studierte in St. Petersburg Gesang und begann dort ihre Karriere am Theater. Mittlerweile zählt sie zu den bedeutendsten Künstlerinnen und besingt die wichtigsten Musikhäuser der Welt. Auch tritt Netrebko regelmäßig bei den Salzburger Festspielen auf. Sie singt makellos, bedrückend eindringlich, spielt mitreißend körperlich. Doch die Sopranistin – halb Österreicherin, halb Russin – ist nicht nur eine Jahrhundertstimme, die in ihren Rollen Schönheiten verkörpert. Stattdessen ist sie selbst eine klassische Schönheit. Mit ihren großen braunen Augen und ihrem dicken, lockigen Haar raubt sie dem Publikum immer wieder aufs Neue den Atem.</span></p>
<div id="attachment_19676" style="width: 345px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-19676" decoding="async" loading="lazy" class=" wp-image-19676" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Anna-Netrebko-300x200.jpeg" alt="" width="335" height="223" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Anna-Netrebko-300x200.jpeg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Anna-Netrebko-585x390.jpeg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Anna-Netrebko-263x175.jpeg 263w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Anna-Netrebko.jpeg 640w" sizes="(max-width: 335px) 100vw, 335px" /><p id="caption-attachment-19676" class="wp-caption-text">Quelle: Manfred Werner via Wikimedia Commons</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Die Modedesignerin</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Lena Hoschek legte eine unglaubliche Karriere als Modedesignerin hin und ist mittlerweile ein echtes Aushängeschild in der Branche – national wie international. Die Grazerin absolvierte direkt nach ihrer Ausbildung an der Modeschule in</span></p>
<div id="attachment_19679" style="width: 210px" class="wp-caption alignleft"><img aria-describedby="caption-attachment-19679" decoding="async" loading="lazy" class="size-medium wp-image-19679" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Lena-Hoschek-1-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Lena-Hoschek-1-200x300.jpg 200w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Lena-Hoschek-1-683x1024.jpg 683w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Lena-Hoschek-1-768x1152.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Lena-Hoschek-1-1024x1536.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Lena-Hoschek-1-1366x2048.jpg 1366w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Lena-Hoschek-1-1170x1755.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Lena-Hoschek-1-585x877.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Lena-Hoschek-1.jpg 1707w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /><p id="caption-attachment-19679" class="wp-caption-text">Quelle: Michael Zahnschirm</p></div>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Hetzendorf ein Praktikum bei der britischen Designerin Vivienne Westwood in London. Danach eröffnete sie, im zarten Alter von 24 Jahren, ihr eigenes Atelier. Heutzutage tragen Ikonen wie die niederländische Königin Máxima ihre Designs, die von der Schneiderkunst der Vierziger- und Fünfzigerjahre geprägt sind. Vor weiblichen Formen hat die Modedesignerin ganz klar keine Angst. Ganz im Gegenteil: Kurven gehören dazu. Nur bei der Stoffauswahl ist Hoschek sehr akribisch. </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Einen billigen Stoff kann ich nicht angreifen</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;">, sagte sie einst in einem Interview mit dem Standard. Zugegeben sei sie selber auch Erzeuger von Konsumware. Für sie wäre es fatal, wenn die Leute aufhören würden, zu konsumieren. </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Ich halte es aber für sehr wichtig, dass ein Produkt eine sehr lange Lebensdauer hat.</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;"> Mit dieser Einstellung – und viel Biss – hat Hoschek es nach oben geschafft. Ihre Designs machen die, die sie tragen, noch einmal schöner.</span></p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Die Medienmacherin mit Ehrgeiz</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Uschi Fellner startete ihre journalistische Karriere beim Rennbahn-Express und wurde damals die jüngste Chefredakteurin Österreichs. Danach gründete die Medienmacherin 1994 gemeinsam mit ihrem damaligen Ehemann Wolfgang Fellner die Verlagsgruppe </span><i><span style="font-weight: 400;">News</span></i><span style="font-weight: 400;">. 2001 folgte das Frauenmagazin </span><i><span style="font-weight: 400;">Woman</span></i><span style="font-weight: 400;">, 2006 die Tageszeitung </span><i><span style="font-weight: 400;">Österreich</span></i><span style="font-weight: 400;">, 2008 die erste wöchentliche Frauenzeitschrift </span><i><span style="font-weight: 400;">Madonna</span></i><span style="font-weight: 400;"> und 2014 das Frauenmagazin </span><i><span style="font-weight: 400;">look</span></i><span style="font-weight: 400;">!. Mit ihren</span></p>
<div id="attachment_19680" style="width: 183px" class="wp-caption alignright"><img aria-describedby="caption-attachment-19680" decoding="async" loading="lazy" class=" wp-image-19680" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Uschi-Fellner-200x300.jpeg" alt="" width="173" height="260" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Uschi-Fellner-200x300.jpeg 200w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Uschi-Fellner-585x878.jpeg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Uschi-Fellner.jpeg 640w" sizes="(max-width: 173px) 100vw, 173px" /><p id="caption-attachment-19680" class="wp-caption-text">Quelle: Franz Johann Morgenbesser via Wikimedia Commons</p></div>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">verschiedenen Medienkanälen prägt Fellner seit Jahren Make-Up-, Frisur- und Modetrends und hilft Tausenden von Frauen im ganzen Land, Entscheidungen rund um ihre Schönheit zu treffen. Allerdings sind auch ihre Charaktereigenschaften ikonisch. Wo Fellner heute steht, kommt man nicht ohne Ehrgeiz hin.</span></p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Die heißbegehrte Schauspielerin</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Romy Schneider zählt wohl zu den bekanntesten Schauspielerinnen des Landes. Ihren absoluten Durchbruch verdankte die Österreicherin ihrer Rolle als Kaiserin Elisabeth in der </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Sissi</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;">-Trilogie. Die Schauspielerin starb im Jahr 1982 völlig unerwartet im Alter von 43 Jahren – die Umstände ihres Todes sind bis heute nicht vollständig geklärt. Zu Lebzeiten galt sie als Schönheitsikone. Ähnlich wie die Kaiserin selbst war Schneider ein Unikat. Nicht nur ihre makellosen Gesichtszüge, sondern auch ihre Ausstrahlung zogen jeden in ihren Bann und ließen nicht mehr los. In aller Köpfe verewigt.</span></p>
<div id="attachment_19681" style="width: 242px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-19681" decoding="async" loading="lazy" class="size-medium wp-image-19681" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Romy-Schneider-232x300.jpeg" alt="" width="232" height="300" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Romy-Schneider-232x300.jpeg 232w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Romy-Schneider-585x758.jpeg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Romy-Schneider.jpeg 640w" sizes="(max-width: 232px) 100vw, 232px" /><p id="caption-attachment-19681" class="wp-caption-text">Quelle: Unbekannt via Wikimedia Commons</p></div>
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		<title>Machen statt Matchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa Schmitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jun 2023 10:30:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nase voll davon, Dating-Apps nutzen zu müssen, um Freunde zu finden? Alexander Ebner hat die Lösung. “JOIN.” ist eine Plattform für einfaches, zwangloses Kennenlernen – wo der Kreativität bei der&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Nase voll davon, Dating-Apps nutzen zu müssen, um Freunde zu finden? Alexander Ebner hat die Lösung. “JOIN.” ist eine Plattform für einfaches, zwangloses Kennenlernen – wo der Kreativität bei der Erstellung von Aktivitäten keine Grenze gesetzt ist.</div>
<p><span id="more-19626"></span></p>
<p>Online-Dating-Apps haben in Innsbruck heutzutage gefühlt alle. Sie gelten als eine der besten Quellen, um Menschen kennenzulernen. Nicht nur bei der Suche nach romantischen Partnern. Tinder und Co. sind für einige Studenten auch die erste Anlaufstelle, um neue platonische Freundschaften zu schließen. Allerdings gelingt dies oft nicht so gut – oder mit lästigen Hürden. Zum Beispiel, immer seine Absichten erklären zu müssen, weil andere für Sex, Dates oder Beziehungen da sind.<span class="Apple-converted-space"><br />
</span></p>
<p>Alexander Ebner hat die Lösung: “Einfaches, zwangloses Kennenlernen, wobei die Aktivität und das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt stehen”. Sein Projekt „JOIN. Deine Freizeit-App“ kommt diesem Ziel nach. “Nach einer schwierigen Trennung und über 200 Matches auf der Dating-App des Marktführers ist mir klar geworden, dass eine gewisse Zielgruppe nicht bedient wird”, erklärt der WiWi-Student. “Die, die einfach nach neuen Freunden suchen.” Daraus leitete er eine Plattform ab, welche Unternehmenslustigen in Innsbruck gerecht wird. Sie hat bereits über 700 Anmeldungen, sowie langfristige Werbepartnerschaften mit der Axamer Lizum und der Nordkettenbahn IBK.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Mit “JOIN.” soll aus Matchen Machen werden.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2>Einsamer als je zuvor</h2>
<p>Ebners Timing könnte nicht besser sein. Glaubt man den Studien, ist die österreichische Bevölkerung einsamer als je zuvor. Da Freundschaften nicht nur ein wichtiger Indikator für die geistige und körperliche Gesundheit, sondern auch für das Leben im Allgemeinen sind, könnte man also denken, dass der Markt bereits eine Lösung für dieses Problem gefunden hätte. Doch so ist es nicht. Der unglaublich gesättigte Bereich der Dating-Apps bietet ein Produkt für jede mögliche Bevölkerungsgruppe und jeden “Gimmick”. Aber eine Freundschafts-App, die auch nur annähernd so beliebt ist wie Tinder und Co,… die gibt es nicht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="size-medium wp-image-19645 alignleft" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Portrait-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Portrait-225x300.jpg 225w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Portrait-768x1024.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Portrait-1152x1536.jpg 1152w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Portrait-1536x2048.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Portrait-scaled.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Portrait-1170x1560.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/Portrait-585x780.jpg 585w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></p>
<p>Warum? “Das konnte ich auch nicht verstehen”, sagt Ebner. Die Entwicklung von “JOIN.” schien ihm eine einfache Schlussfolgerung. Auch wenn der Prozess nicht einfach war. “Sondern ein mega Aufwand”, gibt er zu. “Man denkt sich da nix, wenn man als User eine App durchklickt. Aber dahinter steckt viel Arbeit.”</p>
<p>Nun läuft “JOIN.” seit knapp drei Monaten. Der Kreativität ist bei der Erstellung von Aktivitäten keine Grenze gesetzt. Unternehmungen können von Sport betreiben über Party machen bis hin zu touristische Sehenswürdigkeiten besuchen bunt variieren. Genauso das Level: “Easy”, “Mittel”, “Vollgas” und “Egal”. Anders als bei Dating-Apps ist die Teilnehmeranzahl dabei auch nicht auf Eins-zu-eins-Beziehungen ausgelegt, sondern kann aktivitätenbezogen gewählt werden (zwischen 1 und 100). Durch die Filterfunktion können User genau das finden, wonach sie suchen. Dabei kann nach Kategorien sowie nach Entfernung und Datum gefiltert werden. Aber auch umgekehrt, wenn sich User inspirieren lassen wollen und eigentlich keine genaue Vorstellung von ihrer Tagesgestaltung haben, können nur Radius und Datum gewählt werden und es erscheinen Aktivitäten aller Art. Somit kann man Aktivitäten von anderen “joinen”, oder eben selbst kreativ werden. Die App wird zu Beginn auf Deutsch und Englisch programmiert und ist somit ein attraktives Tool für Einheimische, Touristen und speziell für Alleinreisende.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2 class="subtitle_up">User-Freundlichkeit an erster Stelle</h2>
<p>“Ich schließe natürlich nicht aus, dass in einem entspanntem Rahmen wie bei &#8216;JOIN.&#8217; nicht irgendwann mehr aus einer Freundschaft werden kann”, sagt Ebner. Durch die Erstellung eines Profils bekommen Interessierte jedenfalls einen besseren Eindruck darüber, wer die Aktivität “hostet” und der Host kann sich bei der Entscheidung, ob er den Interessierten annimmt, ein besseres Bild machen. Auch vergangene Aktivitäten und die dazugehörige Bewertung der Teilnehmer werden im Profil angezeigt, um Vertrauen zu schaffen. Besonders wichtig ist Ebner die User-Freundlichkeit der Freizeit-App.</p>
<p>Dies bestätigt auch ein Selbsttest: Profil in weniger als fünf Minuten erstellt. Aktivität in weiteren fünf. Ein Brettspielabend für maximal fünf Personen. Erste Anfragen innerhalb von 24 Stunden. Woraufhin automatisch ein Chatraum für die genehmigten Personen erstellt wurde. Datum und Standort problemlos vereinbart. Easy. Meine einzige Kritik: Innsbruck muss noch lernen, wie Machen geht. Nicht nur Matchen. Von den vier Leuten, die „joinen“ wollten, kam nur einer der Verabredung nach. Aber daran können wir arbeiten… Oder?</p>
<p>“Ich glaube schon”, sagt Ebner. “Das bisherige Feedback und erste Treffen von Usern zeigen mir, dass die App funktioniert und eine Lücke zu füllen scheint.” Er ist zuversichtlich, dass der Erfolg der Apps weiter wachsen wird, und ist bereit, sie in anderen Städten zu vermarkten, wenn in Innsbruck alles gut läuft.</p>
<p>Nur Profit macht Ebner noch keinen. “Das irgendwann zu ermöglichen, wäre großartig. Goldesel habe ich keinen zu Hause”, sagt der WiWi-Student. Die Hoffnung ist, irgendwann durch bezahlte Partnerschaften mit Veranstaltern Geld einzunehmen. “Jetzt ist die Task erstmal Werbung machen. Mitglieder zusammentrommeln. Alle, die ich kenne – und alle die ich nicht kenne – auf die App anzusprechen. Und zu schauen, wie sich das Ganze entwickelt.” Wichtig sei, dass “JOIN.” jetzt mal steht.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="size-medium wp-image-19628 aligncenter" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/WhatsApp-Image-2023-06-11-at-18.17.36-300x110.jpeg" alt="" width="300" height="110" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/WhatsApp-Image-2023-06-11-at-18.17.36-300x110.jpeg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/WhatsApp-Image-2023-06-11-at-18.17.36-768x282.jpeg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/WhatsApp-Image-2023-06-11-at-18.17.36-585x215.jpeg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/06/WhatsApp-Image-2023-06-11-at-18.17.36.jpeg 857w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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