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	<title>Sophie Borbe, Autor bei</title>
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	<description>Das offizielle Magazin der ÖH Innsbruck</description>
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		<title>Schluss mit dem Smartphone </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sophie Borbe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Oct 2024 10:30:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Radikaler Verzicht aufs Smartphone. Diesem Experiment stellt sich unsere Autorin. Ob die Trennung vom ständigen Begleiter zur Erleuchtung des Jahrhunderts oder doch nur zu lästigen Stunden führt? „Moderne ist Schicksal.&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Radikaler Verzicht aufs Smartphone. Diesem Experiment stellt sich unsere Autorin. Ob die Trennung vom ständigen Begleiter zur Erleuchtung des Jahrhunderts oder doch nur zu lästigen Stunden führt?</span></div>
<p><span id="more-20948"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">„Moderne ist Schicksal. Wer in der Moderne lebt, kann nicht woanders leben“, hallt es mir aus der Vorlesung vom letzten Semester nach. Dieser Behauptung werde ich mich diese Woche stellen: Ich verzichte sieben Tage auf mein Smartphone – und steige auf unser noch existierendes Haustelefon um. Das bedeutet: Kein Social Media, kein Google Maps, keine Uni-App, nichts. Nur das Tuten in der Telefonleitung. E-Mails und OLAT nutze ich ausschließlich über den Computer. </span></p>
<h3><b>Die Vorbereitung auf das Selbstexperiment</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">An einem Donnerstagnachmittag beschließe ich, das Experiment am Folgetag zu starten. Schnell wird mir klar, dass es einiges zu bedenken gibt. Ich übertrage meinen Kalender vom Smartphone auf einen analogen Kalender und schreibe mir die wichtigsten Telefonnummern heraus. Aus dem Nachtkästchen meiner Mutter krame ich einen alten Wecker aus, ein echter Goldfund: Neben Uhrzeit und Alarm ist sogar ein Radio integriert. Der Verlust von Spotify lässt sich damit hoffentlich ausgleichen. Auch meine alte Armbanduhr findet wieder ihren Weg an mein Handgelenk, allerdings ohne Batterie. Schnell führe ich noch die wichtigsten Telefonate und suche mein Smartphone auf wichtige Dinge ab. In den sozialen Medien hinterlasse ich noch einen letzten Post, der meine Abschottung ankündigt. Die Reaktionen darauf fallen überraschend positiv aus. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als ich dann am Abend meinen neuen Wecker stelle, ist mein Smartphone bereits im hintersten Eck meines Kastens versenkt. Ein mulmiges Gefühl breitet sich in meinem Bauch aus. Trotz Testversuch bin ich skeptisch, ob der Wecker auch wirklich funktioniert. </span></p>
<h3><b>Tag 1</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Das gnadenlose Piepsen, das mich in exaktem Metrum aus dem Schlaf trällert, nimmt mir diese Sorge. Nervös bin ich trotzdem. Es ist ein komischer Gedanke, dass ich ohne Smartphone aus dem Haus gehen werde. Während die Punktlandung zum Zug sonst meine größte Stärke ist, gehe ich heute lieber fünf Minuten früher los. Denn Uhr habe ich ja keine. Zumindest keine mit Batterie. Und nach dem fünften automatisierten Griff in meine Jackentasche checkt auch die letzte Gehirnzelle, dass das Smartphone immer noch im Kasten liegt. Beim Einsteigen in den Zug fühle ich mich so, als müsse es ein Geheimnis bleiben, dass ich ohne Smartphone unterwegs bin.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In der Uni angekommen habe ich erstmal keinen Plan, in welchem Raum mein Seminar stattfindet. Nach einem kleinen Irrgang durch den 8. und 9. Stock des Geiwi-Turms und Anstrengung meiner räumlichen Erinnerung ist das Problem behoben. Allerdings mit leichter Verspätung.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auf dem Nachhauseweg steuere ich das nächste Uhrengeschäft an, danach fahre ich heim. Die Zugzeiten weiß ich auswendig. Für einige Termine nächste Woche werden dann wohl Zug- und Buspläne (oder besser gesagt ich im Umgang mit ihnen) ihr Können beweisen müssen. Trotzdem fühlt es sich mittlerweile gut an, ohne Handy unterwegs zu sein. Dadurch fällt die ständige Versuchung nämlich automatisch weg. Das Warten auf den Zug fülle ich mit meinen Gedanken und beobachte das Geschehen um mich herum. Trotzdem ploppen mir in Gedanken immer wieder Ideen auf, die ich gerne googeln oder meinen Freunden mitteilen würde. Doch bevor ich daheim zum Festnetz greife, warte ich dann lieber aufs nächste Treffen. Mir gegenüber sitzt eine ältere Dame und ich frage mich, ob wir Gleichgesinnte sind. Wie hat sie den digitalen Wandel in ihrem Leben wahrgenommen? Ihre Erfahrung aus dem smartphonelosen Zeitalter würde immerhin authentisch widerspiegeln, was ich gerade nacherleben will.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Vergleich zu heute Morgen fühle ich mich schon viel vollständiger ohne das Smartphone. Denn irgendwie ist es ja doch so etwas wie ein Teil von uns. Zuhause angekommen, rufe ich eine Freundin an, mit der ich morgen verabredet bin. Ich besuche sie zum ersten Mal in ihrer neuen WG, dorthin muss ich also ohne Google Maps finden. Den Weg lasse ich mir am Telefon genau beschreiben. Ohne Smartphone zu leben, bedeutet auch, Dinge im Vorhinein besser zu planen und abzusprechen. Denn eine spontane Planänderung kommt vermutlich nicht mehr beim Gegenüber an.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am Abend mischt sich ein Gefühl der Entspanntheit dazu. Der ständigen Erreichbarkeit und ewigen Versuchung des Smartphones zu entkommen, fühlt sich ein wenig an wie Urlaub. Und da nun das Wochenende ansteht, ist es nochmal mehr okay, nicht erreichbar zu sein.</span></p>
<h3><b>Wochenende: Tag 2 &amp; 3</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Bei meiner Freundin angekommen, applaudieren mir erst mal alle. Tatsächlich habe ich bis heute schon ewig keinen Blick mehr auf den Busplan geworfen. Eine wichtige Erkenntnis ist, dass sich bis jetzt weniger ich selbst verändert habe, sondern mehr meine Herangehensweise an die Dinge. Man muss sich erst mal daran erinnern, wie früher alles funktioniert hat. Buspläne an Haltestellen und Bahnhöfen statt Apps; Wegbeschreibungen, Stadtpläne und Fragen stellen statt Google Maps.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Später sitze ich zuhause auf der Couch und frage meine Schwester nach der Schreibweise von einem Wort. Als Antwort bekomme ich nur, dass ich das jetzt im Duden nachschlagen muss. Sie hat jedenfalls verstanden, worum es in diesem Experiment geht.</span></p>
<h3><b>Tag 4 bis 7</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach der Ablenkung vom Wochenende sehne ich mich wieder nach dem warmen Gefühl meines Smartphones. Daher zünde ich mir heute protesthalber eine Kerze an und schreibe an diesem Text weiter – natürlich mit der Hand. Während ich in den letzten Tagen selbst keines hatte, blieb mehr Zeit, Menschen mit Smartphone zu beobachten. Müssen wir wirklich jeden Mini-Gedanken per Nachricht oder im Status teilen? Wollen wir unsere freien Minuten und Entspannungsphasen damit verbringen, uns mit Werbung berieseln zu lassen? Wenn wir 24/7 am Handy sind, machen wir es der Welt leicht, uns als Objekte mit Interessen auf Schritt und Tritt zu verfolgen. Stattdessen könnten wir Tagebuch schreiben, Sport machen, kreativ sein, einfach an die Decke starren. Näher bei uns selbst sein.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als ich meinen Hausarzt anrufen will, wird es interessant. Denn die Nummer darf ich ja nicht googeln. Also erinnere ich mich an unser Telefonbuch und krame es aus der Schublade. Nach kurzer Suche werde ich fündig. Aus Neugierde suche ich noch weitere Nummern heraus und bin fast schon überrascht, wie gut dieses System funktioniert. Die Jugend von heute.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Je weiter sich das Selbstexperiment dem Ende zuneigt, desto mehr Hindernisse stellt mir der Alltag. Onlinebanking gegen einen Zahlschein zu ersetzen, den ich erst aus der Bank im Nebenort bekomme, sprengt zum Beispiel meinen Zeitplan. Und jedes Mal, wenn ich das Haustelefon verwende, setzt das WLAN für einige Minuten aus. Verpasste Anrufe zeigt mir das Telefon nicht an, außer jemand spricht auf die Mailbox. Was nicht der Fall ist. Während ich die Abwesenheit meines Smartphones schätze, um meine Zeit sinnvoller zu nutzen, wird auch die gegenteilige Seite deutlich. Das Smartphone ist praktisch. Es erleichtert und ermöglicht vieles. Man kann überall ganz einfach den Weg finden, kann jede Frage googeln, hat Wanderwege auf Apps beschrieben, kann mit weit entfernten Freunden in Kontakt bleiben, Unterkünfte jederzeit buchen. Und trotzdem bin ich der Meinung, dass wir es falsch nutzen. Unnötig oft und zu unreflektiert. Auch wenn uns Instagram inspiriert, wollen wir wirklich täglich bis zu drei Stunden damit verbringen, das Leben anderer Leute zu beobachten? Oder würde zweimal pro Woche reichen? Das Smartphone ist wie ein Alles-Könner, das allem zuvorkommen will. Das führt in eine Abhängigkeit. Dabei sind Armbanduhr, Wecker, Taschenkalender, Notizblock, Land- und Wanderkarten sowie Kameras immer noch sinnvoll.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Außerdem bin ich nun weniger abhängig von meinem Handy. Anstatt in Pausen sofort ans Smartphone zu denken, kann ich meine Gedanken nun besser ordnen. Und wenn mir langweilig wird, nehme ich öfter ein neues Projekt in die Hand. Besonders die Wartezeiten auf den Zug haben sich verändert: Schon lange wollte ich mehr Magazine lesen, kam aber selten dazu. Jetzt gibt es jede Menge Zeit dafür. Mir kommt auch die Idee, die Pflichttexte für die Uni ab sofort einfach im Zug zu lesen. Außerdem schränkt das Smartphone unsere Aufmerksamkeit ein, was das Lesen langer Texte betrifft. Es kommt uns anstrengender vor, weil wir die ständigen Stimuli gewohnt sind, für die wir uns nicht großartig anstrengen müssen. Es tut gut, öfter auf die Reize zu verzichten. Verändert hat sich auch meine Einstellung: Ich schätze das Smartphone jetzt mehr für seinen Nutzen und sehe es weniger als essenzielles Unterhaltungsmedium. Daher mein Rat: Wann immer es möglich ist, lieber einmal mehr dem Smartphone entkommen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ist die Moderne nun also wirklich ein unausweichlicher Schicksalschlag? Nein: Man kann ihr auch ein Stück weit entrinnen, ohne sich in die Geschichtswissenschaft stürzen zu müssen. Es gibt immer noch die Möglichkeiten, auf ein Leben ohne Smartphone umzusteigen. Bereits ewig existierende Medien wie das Buch oder Briefe sind bis heute präsent und werden nicht verschwinden. Buspläne, Karten, Zahlscheine und Co. gibt es nach wie vor. Aber: Die Erfindung des Smartphones liegt noch nicht allzu lange zurück. Es wäre schon schwieriger, nur mehr auf Pergament zu schreiben. Und ein Leben ohne Smartphone schottet ab. Oft setzen wichtige Mitteilungen über Studium, Arbeit oder das soziale Umfeld ein Smartphone voraus. Umso wichtiger ist es, mit kritischer Reflexion und Selbstbestimmung gerüstet zu sein. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Polarlichtjägerinnen und -jäger aufgepasst: 2024 wird euer Jahr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sophie Borbe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Apr 2024 10:30:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einmal die Polarlichter zu sehen, steht oft auf der Wunschliste an die Zukunft. 2024 könnte das Jahr für diesen Traum sein. Die Sonnenaktivität erreicht ihr Maximum, was Polarlichter begünstigt. Auch&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Einmal die Polarlichter zu sehen, steht oft auf der Wunschliste an die Zukunft. 2024 könnte das Jahr für diesen Traum sein. Die Sonnenaktivität erreicht ihr Maximum, was Polarlichter begünstigt. Auch in unseren Breiten. </span></div>
<p><span id="more-20575"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Einmal die Polarlichter sehen: Davon träumen viele. Die Chance, dass dieser Traum auch wirklich in Erfüllung geht, steigt mit erhöhter Sonnenaktivität. Polarlichter entstehen nämlich durch Sonnenstürme. Einem Forschungsteam des Center of Excellence in Space Science India ist es jetzt gelungen, genauere Vorhersagen zum nächsten Sonnenmaximum zu treffen: Voraussichtlich soll es zwischen Jänner und September 2024 eintreffen. Derzeit befinden wir uns bereits in der ersten Phase des Maximums, so der Astrophysiker Volker Bothmer im Gespräch mit dem [kursiv] </span><i><span style="font-weight: 400;">Münchner Merkur [kursiv_Ende]</span></i><span style="font-weight: 400;">, und nähern wir uns damit dem Höhepunkt. Erst vor kurzem trat die stärkste Sonneneruption seit 2017 ein. Die erhöhte Sonnenaktivität kommt damit früher als erwartet.</span></p>
<h3><b>Wie Polarlichter entstehen</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Sonne besteht aus Plasma. Ein solcher Aggregatzustand ist durch die extrem hohen Temperaturen möglich. Dabei werden die Atome durch die Hitze zerlegt, das Resultat sind positiv geladene Ionen sowie negativ geladene Elektronen. Dann gibt es auf der Sonnenoberfläche dunkle Flecken, die stark magnetisch wirken. Der Magnetismus der sogenannten Sonnenflecken ist sogar 10-mal stärker als jener des Erdmagnetfeldes. Durch Eruptionen werden diese Magnetfelder gestört und Sonnenstürme entstehen. Strahlung wird freigesetzt und Plasma ins All geschleudert. Treffen die geladenen Teilchen auf das Magnetfeld der Erde, werden sie zu beiden Polen hingezogen. Die hochenergetischen Elektronen regen die Moleküle in der Erdatmosphäre an. Wenn die Moleküle wieder in den Grundzustand übergehen, wird Licht emittiert. Es entstehen Polarlichter. Sauerstoffatome ergeben grüne oder rote Farben, Stickstoffatome Blau-Grün oder Violett.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bei erhöhter Sonnenaktivität nehmen die Sonnenflecken auf der Sonnenoberfläche und der Ausstoß von Plasma ins All zu – so wie momentan. Laut [kursiv] Tagesschau [kursiv_Ende] sei 2023 kein einziger Tag ohne Sonnenflecken vorgekommen. Das war zum letzten Mal 2013, also zehn Jahre vorher, der Fall gewesen. Zum Vergleich: Beim letzten Aktivitätsminimum gab es an drei Viertel der Tage im Jahr gar keine Sonnenflecken. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Elf Jahre dauert ein Sonnenzyklus in etwa, erklärt der Astrophysiker Bothmer. Während eines Zyklus schwankt die Sonnenaktivität stark zwischen Minimum und Maximum, und es kommt insgesamt zu bis zu 10.000 Sonnenstürmen. Die meisten davon sind für die Erde harmlos. Kommt es zu größeren Stürmen, können aber Risiken entstehen. Gefährdet sind dann beispielsweise Satelliten, der Flugverkehr und Navigationssysteme sowie das Internet, die Stromversorgung und biologische Systeme. Allerdings erreichen nur zirka 50 der 10.000 Sonnenstürme eine so hohe Geschwindigkeit, dass es zu negativen Auswirkungen kommen könnte. Und davon gehen längst nicht alle Richtung Erde. „Es kommen unheimlich viele Faktoren zusammen, die man für einen Supersturm braucht“, beruhigt der Experte. Am stärksten sind die Stürme erfahrungsgemäß im Frühling und im Herbst. </span></p>
<h3><b>Nordlichter über Tirol</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Normalerweise sind Polarlichter nur um den Polarkreis des Nordpols oder im Süden in der Antarktis zu sehen. Selbst die südlicheren Regionen von Norwegen und Schweden liegen außerhalb des Bereichs. Nimmt die Sonnenaktivität aber zu – wie momentan –, kann sich das ändern. Im Extremfall können Polarlichter sogar bis zum 20. Breitengrad reichen: 1959 waren sie über Hawaii und der Karibik sichtbar. Auch 2023 waren vereinzelt Nordlichter in Deutschland, aber auch in Tirol zu sehen. Nachdem die Sonnenaktivität 2024 ihr Maximum erreichen soll, stehen die Chancen außergewöhnlich gut.</span></p>
<h3><b>So gelingt die Sichtung</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Um nicht erst am Folgetag von den Nordlichtern über Tirol zu hören, hier ein paar Tipps. Zu den idealen Bedingungen für deine Nordlichter-Jagd gehört ein dunkler Himmel fern von Lichtverschmutzung und Wolken. Auch Vollmond trübt die Sicht. Eine Fahrt aufs Land oder der Blick vom Berg erhöhen die Chancen auf gute Sichtbedingungen. Dann sollte man logischerweise in Richtung Norden Ausschau halten – zumindest, wenn man sich auf der Nordhalbkugel befindet. Auf der Südhalbkugel kann man auf das Südlicht hoffen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein weiterer Tipp ist das Installieren einer Nordlichter-App aufs Smartphone. Die App [kursiv] Meine Polarlicht-Vorhersage [kursiv_Ende] gibt aktuelle Prognosen angepasst an den Nutzerstandort. Der KP-Index zeigt die Wahrscheinlichkeit, zum momentanen Zeitpunkt Polarlichter zu sehen. Außerdem gibt es eine Karte, auf der die weltweite Aktivität angezeigt wird. Daten zu Wetterverhältnissen, Sonnengeschwindigkeit, Sonnenwind und Einschätzungen für die kommenden Tage erleichtern die Planung. Zudem gibt die App Benachrichtigungen, wie die Chancen gerade stehen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Polarlichter sind auf der Kamera besser sichtbar als mit bloßem Auge. Meist reicht dafür schon die Handy-Kamera. Das liegt daran, dass unsere Augen mit der Lichtempfindlichkeit einer elektronischen Kamera nicht mithalten können. Wer Zweifel hegt, ob es sich tatsächlich um Polarlichter handelt, kann so einen Test versuchen. Oft sieht man das Nordlicht nämlich vorerst als grün- oder rötliche Wolke. Bei steigender Aktivität wird es stärker sichtbar und beginnt wortwörtlich am Himmel zu tanzen. Spätestens dann sollten alle Zweifel verflogen sein. Und als letzter Tipp: viel Geduld (!), warme Kleidung und Tee mitbringen. </span></p>
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		<title>So ist Weihnachten in der Klinik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sophie Borbe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Dec 2023 11:30:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>An Weihnachten kommt die Familie zusammen. Studierende sitzen im Zug nach Hause, die Autobahn ist voll, der Christbaum geschmückt. Doch nicht immer ist das möglich. Drei Frauen erzählen von ihrem&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">An Weihnachten kommt die Familie zusammen. Studierende sitzen im Zug nach Hause, die Autobahn ist voll, der Christbaum geschmückt. Doch nicht immer ist das möglich. Drei Frauen erzählen von ihrem Weihnachten in der Klinik <strong>– </strong>als Patientin oder Pflegerin.  <span id="more-20209"></span></div>
<p>Auch die Klinik wird weihnachtlich geschmückt. Für viele Patient:innen gibt es sogar ein Weihnachtsmenü<strong>. </strong>Familien und Freund:innen kommen zu Besuch, Geschenke und Karten werden verteilt. Die besondere Stimmung bleibt nicht fern. Trotzdem ist Heiligabend hier anders. Für Ärzt:innen und Pfleger:innen handelt es sich um einen Arbeitstag. Manche Patient:innen sind allein. Es ist ein Anlass zum Hinterfragen: Muss man an Weihnachten bei der Familie sein? Was bedeutet Schenken eigentlich? Und welche Erwartungen haben wir?</p>
<p>Svenja und Sophia kennen Weihnachten in der Klinik aus der Patientenperspektive, Alex die Gegenseite: Sie hat an Weihnachten schon im Krankenhaus gearbeitet. Sie alle erzählen von den Schattenseiten, aber auch von den schönen Momenten. Und davon, was dem Weihnachtszauber innewohnt.</p>
<h3>„Das Wichtigste: Man ist nicht allein.“</h3>
<p>Svenja ist 21. Vor einem Jahr verbrachte sie die Weihnachtszeit in der Psychosomatischen Klinik in Rosenheim. Dort werden Menschen therapiert, die beispielsweise Traumata oder auch Ess-, Zwangs- oder Persönlichkeitsstörungen haben. In der Klinik war sie in einem Doppelzimmer mit einer Gleichaltrigen. „Ich finde, die Vorweihnachtszeit war den Umständen entsprechend gut gestaltet“, erinnert sie sich. „An Feiertagen oder Adventswochenenden haben wir uns oft im Zimmer getroffen und haben zum Beispiel Punsch gemacht und uns zusammengesetzt“. Das Personal war darum bemüht, dass die Patient:innen an Weihnachten heimfahren konnten. Heiligabend verbrachte sie daher mit ihrer Familie, morgens am 25. fuhr sie wieder zurück. „Ich hatte das Gefühl, dass es irgendwie mit dazugehört, an Weihnachten bei der Familie zu sein“, begründet sie die damalige Entscheidung. Einige ihrer Zimmerkolleginnen seien zusammen in der Klinik geblieben oder gemeinsam zu einer ihrer Familien gefahren. „Das Wichtigste war: Man ist nicht allein.“</p>
<h3>Mit Tabu-Themen brechen</h3>
<p>Das Weihnachtsfest ist oft mit hohen Erwartungen verbunden. Im besten Fall soll alles harmonisch ablaufen: ein glückliches Familienfest eben. Das kann eine zusätzliche Belastung sein. „Der Druck war schon sehr, sehr groß“, erinnert sich Svenja. Heute weiß sie, dass die Zeit in Therapie für sie sehr wichtig war. „Ich hatte zuhause immer den Druck, dass Weihnachten schön werden muss, dass alles klappt und alle happy sind. Auch dieses Jahr stresst es mich wieder.“ Mittlerweile macht sie sich trotzdem weniger Sorgen, denn erzwingen kann man nichts. „Ich merke, dass ich viel mehr Akzeptanz für die Dinge habe. Ich kann es jetzt auch viel mehr genießen.“</p>
<p>Für Svenja ist es wichtig, über psychische Krankheiten zu sprechen. Sie hatte selbst großen Respekt vor dem Aufenthalt in der Klinik. Dabei spielte auch die Veränderung im Alltag ein Rolle. Zum Beispiel muss man auf der Arbeit kommunizieren, dass man in Therapie gehen will. Svenja möchte anderen Mut machen, den Schritt zur Therapie zu wagen. „Mir hat es wirklich viel geholfen und man hat sehr viel Unterstützung bekommen. Ich kann es allen empfehlen, die darüber nachdenken“.</p>
<h3>Geschenke der besonderen Art</h3>
<p>Sophia verbrachte Weihnachten bereits zweimal in Österreich in der Klinik, unter anderem in der Schön Klinik in Prien. Dort wurde sie seit dem Sommer stationär behandelt. Im anderen Jahr kam der Aufenthalt über die Weihnachtstage plötzlicher. Da ging sie zwei Tage vor Weihnachten ins Krankenhaus.</p>
<p>Für die Patient:innen gab es Regelungen, wie viel Zeit sie außerhalb der Klinik verbringen durften. In Prien entschied sie sich, an Weihnachten in der Klinik zu bleiben. So konnten Freund:innen und Familie sie auch an den Tagen nach Weihnachten besuchen. Den Heiligabend verbrachte sie mit wenigen anderen Patient:innen. Sie erinnert sich an das nette Personal und ein besonderes Weihnachtsmenü. Trotz der Situation kam bei ihr Weihnachtsstimmung auf. Nicht zuletzt lag das auch am Schnee, den dieses Weihnachten bescherte. „Ich habe es nicht als schlimm in Erinnerung. Trotzdem war es anders als gewohnt. Man hat sich gegenseitig Karten geschenkt und Mut gemacht.“</p>
<p>Auch Besucher:innen können ein Licht in dieser Zeit sein. Am 23. Dezember feierte sie mit Freund:innen aus Tirol, am Weihnachtstag bekam sie Besuch von ihrer Familie. Auch an den Tagen nach Weihnachten hatte sie Besuch um sich. Ihre kleinen Cousinen bastelten ihr eine Weihnachtskrippe. Selbst Mitpatient:innen wurden zu Freund:innen. <strong><br />
</strong></p>
<p>„Wenn man kein kleines Kind mehr ist und nicht mehr, wie in unseren Breiten üblich, ans Christkind glaubt, dann ist es nicht so schlimm, wenn an Weihnachten einmal nicht alle zusammen sind.“ Sie denkt dabei auch an andere. Ihre Schwester arbeitet dieses Jahr zum zweiten Mal am Heiligabend. Auch viele andere müssen arbeiten. „Weihnachten ist auch das Fest, an dem man schenkt. Und all jene, die an diesem Tag arbeiten, tun das ganz besonders“. Sie dankt damit der eigenen Schwester und den Pfleger:innen, die ihr Weihnachten besonders machten.</p>
<h3>„Man schätzt viel mehr.“</h3>
<p>Alex ist Krankenschwester auf der Innsbrucker Strahlentherapiestation. Die 29-Jährige ist eine der vielen, die oft an Weihnachten arbeiten müssen. Das Wort „müssen“ ist bei ihr allerdings fehl am Platz – denn am Weihnachtstag arbeitet sie gern. „Ich arbeite auch sonst gern, aber an Weihnachten ist meine Laune besonders gut. Es herrscht einfach eine besondere Stimmung. Vielleicht auch deshalb, weil ich Weihnachten eben mag.“ In ihrem ersten Dienstjahr arbeitete sie auf der 4A für Infektionskrankheiten, auch an Weihnachten. Im darauffolgenden Jahr ebenso, da war sie auf der Coronastation.</p>
<p>„In der Weihnachtszeit richten wir die Station weihnachtlich her. Damit die Patient:innen auch ein bisschen in Weihnachtsstimmung kommen“. Trotzdem versuchen sie, dass alle, die können, am Heiligabend nach Hause gehen dürfen. Zumindest jene, die mobil und nicht isoliert sind. Besonders für ältere Menschen, die Weihnachten schon viele Male erlebt haben, wäre die Weihnachtszeit oft eher anstrengend. Auch die Besuchszeiten seien wichtig. Angehörige gestalteten dadurch viel mit.</p>
<p>Doch neben den guten sieht auch sie die Schattenseiten. Viele Patient:innen erzählen, dass sie an Weihnachten allein sind. „Im Fernsehen siehst du die Filme, in denen die Familie zusammensitzt. Du weißt: Es gibt Leute, die ihre Familie haben. Und du bist allein. Der Tag ist für manche Menschen nicht einfach“, erzählt Alex. „Oft sind diese Menschen gern zu Weihnachten in der Klinik. Das sehe ich auch bei einigen meiner Patient:innen. Sie sagen, dass sie daheim niemanden haben. Manchmal wollen sie auch nicht mehr heimgehen. Einfach, weil so jemand mit einem redet und für einen da ist.“ Das öffnet einem die Augen für Lebenswelten, die nicht immer sichtbar sind. Und auch dafür, wie wichtig es ist, die eigene Familie schätzen zu wissen.</p>
<p>Ob sie auch dieses Jahr an Weihnachten arbeiten darf, ist noch unklar. Aber freiwillig gemeldet hat sie sich bereits.</p>
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		<title>Herbstwandern in Innsbruck und Umgebung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sophie Borbe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Oct 2023 10:30:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lokal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer nach Innsbruck zum Studieren kommt, tut das nicht selten wegen der Berge. Hier also der Herbst-Wander-Guide für alle neuen Studis in Innsbruck und für all jene, die ihre Wanderbegeisterung&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Wer nach Innsbruck zum Studieren kommt, tut das nicht selten wegen der Berge. Hier also der Herbst-Wander-Guide für alle neuen Studis in Innsbruck und für all jene, die ihre Wanderbegeisterung noch finden wollen.</div>
<p><span id="more-19884"></span></p>
<h3>Der Work-Life-Balancer: die Höttinger Alm</h3>
<p>Nach der Vorlesung noch gemütlich eine Wanderung starten? In Innsbruck ist das möglich. Schon so mancher Student wurde auf dem Weg zur Höttinger Alm gesichtet, allein in Gedanken versunken oder in Gesellschaft mit anderen Studierenden. Direkt aus der Stadt kann man die Linie J zur Hungerburg, Haltestelle Innsbruck Nordkette, nehmen. Alternativ fährt auch vom Kongress die Hungerburgbahn zum Ausgangspunkt. Von dort geht es dann in etwa eineinhalb Stunden auf die Höttinger Alm, die auf 1.487 Metern Seehöhe liegt. Auf der Sonnenterrasse kann man sich dann wieder stärken, während man gelassen hinunter auf die Stadt blickt und die To-Do-List für einen Moment lang in Vergessenheit gerät.</p>
<p>Geöffnet ist die Alm bis zum 5. November; montags bis freitags von 9:00-19:00 Uhr und am Wochenende von 9:00 bis 18:00 Uhr. Und ganz wichtig: Die Zahlung ist nur mit Bargeld möglich.</p>
<h3>Für Genusswanderer: die Arzler Alm</h3>
<p>Du magst es lieber gemütlich? Dann ist die Arzleralm vielleicht die richtige Wahl. In nur 30 bis 40 Minuten erreicht man die Alm, beim Aufstieg sind nur 200 Höhenmeter zu bewältigen. Oben angekommen darf man sich auf Tiroler Spezialitäten freuen; sei es der Kaspressknödel, die Brettljause oder der Apfelstrudel – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Bei der Zubereitung der Speisen wird besonders Wert auf Regionalität und Saisonalität gelegt. Die Anreise erfolgt ebenfalls mit dem J, Ausgangspunkt ist wieder die Bergstation der Hungerburgbahn.</p>
<p>Wer nach dieser Wanderung noch Energie übrig hat, kann die Route zu einer Rundwanderung Richtung Rumer Alm ausdehnen. Dafür den Wegschildern Richtung Rumer Alm folgen und dann bei der Abzweigung zur Rumeralm links dem Höttinger Almweg folgen. Dieser führt dann zurück zur Arzler Alm.</p>
<p>Achtung: Jetzt im Herbst ist die Arzler Alm montags und dienstags geschlossen und nur noch bis zum 26. November bewirtschaftet. Von Mittwoch bis Samstag ist sie von 9:00-19:00 Uhr geöffnet, sonntags und an Feiertagen von 9:00-18:00 Uhr .</p>
<h3>Vom Patscherkofel bis zum Glungezer: der Zirbenweg</h3>
<p>Wer Ausblicke ins Tal ohne viel Anstrengung sucht, ist hier an der richtigen Adresse: Bei dieser Wanderung werden nämlich die meisten Höhenmeter mit der Bahn bezwungen. Mit dem Bus J geht’s von Innsbruck zur Haltestelle Igls Patscherkofel, von dort kann man die Bahn bis zur Bergstation nehmen. Dann geht’s immer entlang dem Zirbenweg, mit wunderschönen Aussichten ins Inntal und aufs gegenüberliegende Karwendel. Der Zirbenbestand entlang des Weges zählt zu einem der ältesten in Europa. Die älteste Zirbe ist sogar mehr als 700 Jahre alt. Im Anschluss geht es am Alpengasthof Boscheben und an der Tulfeinalm vorbei. Der Weg wird als leicht bis mittelschwierig beschrieben. Bei der Bergstation der Glungezerbahn angekommen, führt einen die Gondel ins Tal nach Tulfes. Von dort fährt der Bus zurück nach Igls zum Ausgangspunkt. Insgesamt ist mit einer Gehzeit von ungefähr zweieinhalb Stunden zu rechnen.</p>
<p>Es empfiehlt sich das Zirbenweg Rundwanderticket, das beide Gondelfahrten plus den Bus zurück zum Ausgangspunkt inkludiert.</p>
<h3>Mit der Waldstraßenbahn zum Lanser See</h3>
<p>Wer geglaubt hat, Straßenbahnen könnten nicht durch Wälder fahren, hat sich geirrt! In Innsbruck fährt die Linie 6 vom Bergisel bis zum Bahnhof in Igels. Die Haltestellen klingen genauso verträumt wie der Name: Da gibt es unter anderem den Tummelplatz, den Herzsee, das Waldmoor und nicht zuletzt den Lanser See! Wer sich entscheidet, dort auszusteigen, kann einen herbstlichen Spaziergang am See entlang machen oder zur Jausenstation Vogelhütte weiter gehen. Dafür am Seegebäude rechts den Weg in den Wald nehmen, vorbei am Seerosenweiher und den Wegweisern Richtung Jausenstation Vogelhütte folgen. Bevor man zur Hütte kommt, passiert man noch den Golfplatz Sperberegg.<br />
Jetzt im Herbst fährt die Straßenbahn immer samstags und sonntags zwischen 10:00 und 16:00 Uhr.</p>
<h3>Brennende Lärchen: das Mieminger Plateau</h3>
<p>Ein Herbsterlebnis der besonderen Art wartet am Mieminger Plateau etwas außerhalb von Innsbruck. Die vielen Lärchen leuchten dort in feurigem Rot und Orange. Besonders schön soll das Naturspektakel Anfang November sein. Am Plateau gibt es mehrere Spazierwege mit vielen schönen Plätzen, die zum Verweilen einladen. Perfekt für ein herbstliches Picknick, zum Fotografieren von Herbstmotiven oder einfach nur zum Abschalten. Auch die umliegenden Almen bieten sich für eine Wanderung an, wie zum Beispiel die Stöttlalm. Von Innsbruck kann man den Bus 355 zur Haltestelle <em>Mieming Gasthof Post</em> nehmen.</p>
<h3>Für Nachteu<span style="letter-spacing: 0px;">len und Früh</span><span style="letter-spacing: 0px;">aufsteher: die Saile</span></h3>
<p>Gleich vorweg: Jetzt im Herbst erreicht man den Ausgangspunkt Parkplatz Axamer Lizum leider nur mit dem Auto. In den Sommermonaten fährt ein Wanderbus.</p>
<p>Die Saile &#8211; auch Nockspitze genannt – ist ein Klassiker unter den Sonnenaufgangs- und Sonnenuntergangstouren um Innsbruck. Als Hausberg von Mutters, Götzens, Axams und Telfes ist bei Schönwetter der Ausblick ins Inntal garantiert. Umso schöner ist es dann, wenn die Herbstsonne die Landschaft in goldenes Licht taucht.</p>
<p>Los geht’s am Parkplatz der Axamer Lizum. Immer den Wegschildern <em>Saile/Nockspitze</em> über das „Halsl“ folgend, erreicht man in zwei bis zweieinhalb Stunden das Gipfelkreuz. Insgesamt ist mit einer Gehzeit von dreieinhalb bis vier Stunden zu rechnen, die Höhendifferenz umfasst 889 Höhenmeter. Die Bergwege sind als rot, mittelschwierig ausgewiesen.<br />
Um dabei sicher unterwegs zu sein, sind den Weg zu kennen und die Wetterverhältnisse zu überprüfen das A und O.  Auch Stirnlampe und warme Kleidung (!) dürfen im Rucksack nicht fehlen.</p>
<div id="attachment_19905" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-19905" decoding="async" class="wp-image-19905 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/10/IMG_0512-scaled-e1697742953934-1024x1024.jpeg" alt="Sonnenuntergang am Berg" width="1024" height="1024" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/10/IMG_0512-scaled-e1697742953934-1024x1024.jpeg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/10/IMG_0512-scaled-e1697742953934-300x300.jpeg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/10/IMG_0512-scaled-e1697742953934-150x150.jpeg 150w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/10/IMG_0512-scaled-e1697742953934-768x768.jpeg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/10/IMG_0512-scaled-e1697742953934-1170x1170.jpeg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/10/IMG_0512-scaled-e1697742953934-585x585.jpeg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/10/IMG_0512-scaled-e1697742953934.jpeg 1440w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-19905" class="wp-caption-text">Foto: Sonja Mair</p></div>
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		<title>Einsamkeit im Studium</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sophie Borbe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jul 2023 10:30:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Studentisches WG-Leben, Gleichgesinnte finden, jeden Tag eine andere Party schmeißen – die Erwartungen ans Studentenleben sind oft groß. Doch nicht immer wird die Realität diesen Vorstellungen gerecht. Im Gespräch mit&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Studentisches WG-Leben, Gleichgesinnte finden, jeden Tag eine andere Party schmeißen – die Erwartungen ans Studentenleben sind oft groß. Doch nicht immer wird die Realität diesen Vorstellungen gerecht. Im Gespräch mit UNIpress teilen Studierende der Uni Innsbruck ihre Gedanken darüber.</div>
<p><span id="more-19514"></span></p>
<p>„Vor dem Studium hatte ich ein Bild von einem richtigen Studentenleben, auch wegen Erzählungen meiner Eltern über deren Studienzeit. Dass es bei mir dann gar nicht so war, hat mich schon enttäuscht“, sagt eine 22-jährige Studentin der Erziehungswissenschaft. Bei ihr spielten mehrere Faktoren zusammen: Studienstart während Corona, Umzug in eine neue Stadt, sehr großer Studiengang. Da es bei Erziehungswissenschaften gut möglich ist, die Lehrveranstaltungen nicht nach Empfehlungen des Studienverlaufs zu setzen, zerstreue sich alles noch mehr. Zudem werden die gleichen Vorlesungen und Kurse oft öfters pro Woche angeboten. Das macht es schwerer, Kontakte zu knüpfen. „Ich finde es schade, dass man dann gar nicht gemeinsam studiert“, führt die Studentin aus.</p>
<p>Einer 21-jährigen Lehramt-Studentin geht es ähnlich. Auch sie vermisste anfangs die Gemeinschaft einer Schulklasse, die jeden Tag gemeinsam verbringt. Neben Mathematik und Geografie auf Lehramt studiert sie zudem noch Geografie im BA. Außerdem ist sie ebenfalls während Corona ins Studium gestartet. „Ich würde sagen, dass ich prinzipiell ein sehr geselliger Mensch bin. Aber im Studium fand ich es schwierig, Anschluss zu finden“, sagt sie. Gründe sieht sie in vor allem darin, dass in ihrem ersten Studienjahr fast alles online war. Aber auch die Dreiteilung des Lehramtsstudiums in die zwei Fächer und die Bildungswissenschaft machte es nicht leichter. Erst, als dann einige Kurse in Präsenz waren, ging es für sie langsam bergauf.</p>
<h2>Wege aus der Einsamkeit</h2>
<p>„Einen Tipp, den ich auf jeden Fall geben kann, ist zur STV zu gehen. Weil da sind Leute aus deinem Studiengang, oft auch aus höheren Semestern, und wenn man Fragen hat, ist das sehr gut. Und das ist auch etwas, das mich an die Uni gebunden hat“, rät die Erziehungswissenschaft-Studentin. Mittlerweile kennt sie Leute in Innsbruck, in den Lehrveranstaltungen selbst sei aber weiterhin noch alles sehr zerstreut. Einfach auch deshalb, weil oft in jeder Vorlesung andere Leute sitzen und sich schon Gruppen gebildet haben. Und selbst wenn man jemanden kennenlerne, käme man oft nicht über die Schwelle, sich auch in der Freizeit zu verabreden. Gruppenarbeiten, die über einen längeren Zeitraum gehen, haben ihr teils geholfen, mehr mit anderen ins Gespräch zu kommen. Vor allem, wenn die Gruppen nicht zu oft durchgemischt wurden. Aber auch Referate seien hilfreich. Schade findet sie, dass es keine Art Gemeinschaftsraum für ihren Studiengang gibt. Denn so etwas würde auch ein besseres Kennenlernen ermöglichen.</p>
<h2>Den ersten Schritt wagen</h2>
<p>Die Lehramt- und Geographiestudentin empfiehlt aus eigener Erfahrung, Lerngruppen zu bilden. Den vor allem damit habe sie schließlich Freunde im Mathematikstudium gefunden. Dafür kann man einfach selbst in der gemeinsamen Whats-App-Gruppe des Studiengangs fragen, ob auch andere daran interessiert wären. Ihre Lerngruppe hat sich damals regelmäßig jede Woche getroffen. Das habe geholfen, weil man so einen Weg hatte, sich auch außerhalb des Seminars zu treffen. Oder auch auf andere im Kurs zuzugehen und einfach mal eine Frage zu stellen, sei ein guter Weg, Kontakte zu schließen. Themen wie die besuchte Lehrveranstaltung oder das Studium haben schließlich alle gemeinsam.</p>
<p>„Ich habe auch das Gefühl, dass zu wenig darüber gesprochen wird, wie verloren man sich an der Uni fühlen kann“, sagt die 22-Jährige. Denn erfahren haben Einsamkeit im Studium sicher viele schon. Sei es in der WG, im Studiengang oder anderswo. Wichtig ist, den Mut nicht zu verlieren und das Thema auch anzusprechen. Denn wer weiß – vielleicht trifft man dabei ja jemanden, dem es genau gleich geht.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die schönsten Sommerideen in Innsbruck</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sophie Borbe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jun 2023 10:30:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Sachen Schönheit hat auch Innsbruck viele Facetten. Vom entspannten Tag in der Stadt bis zum alpinen Abenteuer – hier ist alles möglich. Überzeugt euch auf eigene Faust! Besuch auf&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up" style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">In Sachen Schönheit hat auch Innsbruck viele Facetten. Vom entspannten Tag in der Stadt bis zum alpinen Abenteuer – hier ist alles möglich. Überzeugt euch auf eigene Faust!</span></div>
<p><span id="more-19654"></span></p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Besuch auf 2.256 Metern Seehöhe</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Ein Innsbrucker Sommer ohne die Nordkette kann wohl kaum ein solcher sein. Die Gebirgskette, der sich Innsbruck zu Füßen legt, sollte in jedem Fall von oben erkundet werden. Mit der Seilbahn ist man in etwa 20 Minuten von der Hungerburg auf der Seegrube. Wer möchte, kann dann auch noch mit der Hafelekarbahn weiterfahren. Freizeitticket-Besitzer:innen können sich hier besonders glücklich schätzen, denn die Fahrt ist darin enthalten. Ansonsten kostet eine Hin- und Retourfahrt um die 40 Euro. Dies wird jedoch mit Aussichten vom Inntal übers Ziller- und Stubaital bis hin ins Wipptal belohnt. Noch dazu befindet man sich am perfekten Startpunkt im Karwendelgebirge. Ganz gleich, ob Wandern, Klettern oder Radfahren: hier ist für jeden etwas dabei.</span></p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Sonnenuntergang am Hausberg</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Der gegenüber gelegene Patscherkofel kann allerdings  auch so einiges. Wie wär&#8217;s zum Beispiel mit einem Sonnenuntergang über den Lichtern Innsbrucks? Jeden Donnerstag fährt die Gondel in den Sommermonaten dort bis 23:00 Uhr, ein bequemer Aufstieg ist also garantiert. Von der Bergstation geht es dann noch über einen Forstweg ein kurzes Stück zum Gipfel. Die ganz Fleißigen können natürlich auch die Gondel gegen die eigene Muskelkraft ersetzen, dafür sollte man aber früh genug starten. Dann nur noch den Wetterbericht überprüfen, die Stirnlampe nicht vergessen und das Abenteuer geht los.</span></p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Abkühlung gefällig?</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Auch hier wird man in Innsbruck fündig. Beim Baggersee am Stadtrand findet man vom Volleyballfeld bis zum Kiosk alles, was an einem Hitzetag gefragt ist. Mit dem Fahrrad oder den Buslinien F und R ist dieser direkt aus der Stadt zu erreichen. Auch der Lansersee bietet sich an, dafür einfach den Bus J aus der Stadt nehmen. Wem das nicht genug ist, der kann einen Tagesausflug zum Piburgersee im Ötztal machen. Vom Bahnhof Ötztal nimmt man dafür den Bus 320 und wandert dann das letzte Stück durch den Wald hinauf. Es bietet sich an, eine Hängematte mitzubringen. In idyllischer Kulisse können dort sogar Ruderboote ausgeliehen werden. </span></p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Italienisches Flair in der Waffel</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Was wäre der Sommer, ohne sich den Tag mit Eis zu versüßen? In der ganzen Stadt beliebt ist die Eisdiele Tomaselli mit ihren Standorten in der Maria-Theresien-Straße, in der Hofgasse und am Baggersee. Und wenn sich der Italienurlaub dieses Jahr nicht ausging, sorgt das Eiscafé Lago di Garda beim Marktgraben definitiv für italienisches Flair. Wer etwas Originelles sucht, kann sich in der Konditorei Peintner mit selbstgemachtem Eis beglücken.</span></p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Idyllische Picknick-Spots</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Wer gute Ausblicke auf die Stadt sucht, wird im Stadtteil Hötting fündig. Am Waldrand bieten sich die Sommerwiesen an, um die Sicht über Innsbruck zu genießen. Kombiniert werden kann der Ausflug mit einem Spaziergang durch den Wald zur Kapelle Höttinger Bild. Kulturell punktet wiederum das Schloss Ambras, wo die Wiesen des Schlossparks und der umliegende Wald einladend fürs Aufschlagen einer Picknickdecke sind. Für entspannte Stimmung und Vegetation aller Art ist hingegen im botanischen Garten gesorgt. Und zuletzt ist natürlich der zentral gelegene Hofgarten nicht zu vergessen. Seine Wiesen und Bänke laden unter den Schatten der vielen Bäume zum gemütlichen Abhängen ein. </span></p>
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			</item>
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		<title>„Wir wollen dem Publikum einen Moment schenken“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sophie Borbe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 May 2023 10:30:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Sommer voller Melodie und Klang: Die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik beleben vom 11. Juli bis 29. August wieder die Stadt. Auch an unerwarteten Orten. Die international bekannten Festwochen wurden&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Ein Sommer voller Melodie und Klang: Die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik beleben vom 11. Juli bis 29. August wieder die Stadt. Auch an unerwarteten Orten.</div>
<p><span id="more-19512"></span></p>
<p>Die international bekannten Festwochen wurden bereits 1976 ins Leben gerufen. Seitdem reisen hierfür mitwirkende Musiker:innen aus der ganzen Welt an. Insgesamt lassen sich zwischen 300 und 400 Beteiligte zählen. Nicht ohne Grund! Innsbruck war zu Zeiten der Alten Musik eine bedeutsame Kulturhochburg.</p>
<p>Gespielt wird eine erstaunliche Bandbreite: von Opern über Oratorien bis zu Tanz- und Unterhaltungsmusik. Das Programm ist so bunt wie die Zeitspanne von etwa 500 Jahren, die die Alte Musik abdeckt. Denn auch wenn die Alte Musik ihrem Namen nach etwas Angestaubtes habe, ist sie „eine der lebendigsten Arten der Musik“, betont Betriebsdirektorin Eva-Maria Sens. Auch gibt es Parallelen auf melodischer und rhythmischer Ebene zwischen der heutigen Pop-Musik und der Alten Musik.</p>
<h2>Start im Schloss Ambras</h2>
<p>Im Juli starten die Konzerte im Schloss Ambras und im Spanischen Saal, wo die Geburtsstätte der Festwochen liegt. Das Kulturerbe Innsbrucks fasziniert erneut: Die Konzertreihe zählt als älteste existierende für Alte Musik weltweit. In den Anfängen der Festwochen konnten dort Musikstudent:innen die Praxis des Originalklangs der Alten Musik lernen. Auch heute noch wird in den Aufführungen versucht, die Musik möglichst nahe am Originalklang wiederzugeben.</p>
<p>Mit August beginnen dann die drei großen szenischen Aufführungen. Diese sind die Opern „Olimpiade“, die Barockoper:Jung „La fida ninfa“ sowie das Oratorium „Juditha triumphans“. Die Aufführungen finden im Haus der Musik und im Landestheater statt. Weitere Konzerte sind im Haus der Musik, in der Jesuiten- und der Hofkirche, in Stift Stams sowie in der Stiftskirche Wilten zu erwarten. Der Cesti-Wettbewerb wurde von Intendant Alessandro De Marchi selbst ins Leben gerufen. Dabei werden junge Sänger*innen aus aller Welt kommen, um ihr Talent unter Beweis zu stellen. Für viele Finalist:innen der vergangenen Jahre war das der Start einer großen Karriere.</p>
<p><strong><img decoding="async" loading="lazy" class="size-medium wp-image-19518 aligncenter" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/Bild-3-Lunchkonzert_Hofgarten-©-Celina-Friedrichs-300x200.jpeg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/Bild-3-Lunchkonzert_Hofgarten-©-Celina-Friedrichs-300x200.jpeg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/Bild-3-Lunchkonzert_Hofgarten-©-Celina-Friedrichs-1024x682.jpeg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/Bild-3-Lunchkonzert_Hofgarten-©-Celina-Friedrichs-768x511.jpeg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/Bild-3-Lunchkonzert_Hofgarten-©-Celina-Friedrichs-1536x1023.jpeg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/Bild-3-Lunchkonzert_Hofgarten-©-Celina-Friedrichs-2048x1363.jpeg 2048w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/Bild-3-Lunchkonzert_Hofgarten-©-Celina-Friedrichs-1920x1278.jpeg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/Bild-3-Lunchkonzert_Hofgarten-©-Celina-Friedrichs-1170x779.jpeg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/Bild-3-Lunchkonzert_Hofgarten-©-Celina-Friedrichs-585x389.jpeg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/Bild-3-Lunchkonzert_Hofgarten-©-Celina-Friedrichs-263x175.jpeg 263w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></strong></p>
<p>Allerdings finden die Konzerte nicht nur hinter verschlossenen Türen statt – sondern auch im Freien. Und das sogar bei kostenlosem Eintritt. So gibt es im Musikpavillon des Hofgartens Lunchkonzerte, bei denen man eigenes Mittagessen mitbringen und das Konzert genießen kann. An zwei Wochenenden im Juli wird es außerdem beim „Concerto mobile“ Straßenmusik geben. Teils ganz zentral in der Altstadt, aber auch an Orten außerhalb, an denen normalerweise keine Musik gespielt wird. Auch auf der Arzler Alm und beim Alpengasthaus Heilig Wasser wird es bei „Musica montana“ unterhaltsame Musik mit malerischer Aussicht geben.</p>
<h2>Letzte Festwochen für Intendant</h2>
<p>Für Intendant Alessandro De Marchi schließt sich diesen Sommer ein Kapitel. Für ihn sind diese Festwoche nach 14 Jahren die letzten. Aus diesem Grund wird es Ende August ein Abschiedskonzert mit Vivaldi-Musik geben. Am meisten freut sich De Marchi darauf, wenn in einer Vorstellung wieder Dirigent, Solisten, Orchester und Publikum in Einklang kommen, gemeinsam schwingen und zu einer Einheit werden.</p>
<p>Im Zentrum der Aufführungen stehen Antonio Vivaldi und seine Geburtsstadt Venedig. Von dort aus werden nach dem Leitmotto „Wege“ verschiedene Richtungen eingeschlagen, welche sich in den Aufführungen widerspiegeln. Da gibt es vieles zu erwarten: versteckte Identitäten und Karneval, talentierte Waisenkinder und geheime Liebe bis hin zu einem Weg nach Südamerika in die Heimat des Tangos.</p>
<h2>Vergünstigungen für U30</h2>
<p>Um jungen Menschen den Zugang zu erleichtern, gibt es bei allen Aufführungen Vergünstigungen für alle unter 30 Jahren: Die Tickets können für die Hälfte des Preises erworben werden. Betriebsdirektorin Eva-Maria Sens ist dieses Angebot sehr wichtig, damit ein Besuch der Veranstaltungen leistbar ist. Auch Intendant Alessandro De Marchi heißt junge Menschen im Publikum willkommen: „Man muss keine Angst vor Alter Musik haben. Ich kann nur empfehlen, diese schöne Zeitreise mit uns zu gehen.“</p>
<p>Betriebsdirektorin Eva-Maria Sens blickt den Festwochen mit Vorfreude entgegen: „Wir wollen dem Publikum einen Moment schenken, den sie so schnell nicht vergessen werden, der einen vielleicht aus dem Alltag heraus geholt hat. Und wir sind mit so viel Herzblut dabei, das alles wahrhaftig werden zu lassen.“</p>
<div class="fusnote"><em>Weitere Informationen zu Programm und Vorverkaufskarten sind auf der Homepage der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik zu finden.</em></div>
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		<title>Offener Brief: Bildung oder ECTS-Sammeln?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sophie Borbe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 May 2023 10:30:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist soweit. Die ÖH-Wahl steht an. In einem Offenen Brief an die Universität Innsbruck und all ihre Mitwirkenden beschreibt UNIpress-Redakteurin Sophie Borbe, welche Änderungen die Hochschulpolitik vornehmen sollte. Denn&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Es ist soweit. Die ÖH-Wahl steht an. In einem Offenen Brief an die Universität Innsbruck und all ihre Mitwirkenden beschreibt UNIpress-Redakteurin Sophie Borbe, welche Änderungen die Hochschulpolitik vornehmen sollte. Denn perfekt läuft die Lehre noch nicht.</div>
<p><span id="more-19289"></span></p>
<p>Universität ist Bildung, heißt es immer. Doch um der Bildung treu zu bleiben, braucht es Reflexion, Verständnis und Bereitschaft zur Veränderung.</p>
<p>Die Universität in Innsbruck wird dem in vielerlei Hinsicht gerecht: Sie bietet uns viele Wege, wie durch das breit gefächerte Studienangebot oder Auslandsaufenthalte. Doch wie es Wege so an sich haben, gibt es auch Sackgassen, überdenkbare Strukturen und Erneuerungsbedarf. Daher gilt es, immer wach zu bleiben.</p>
<p>„Bildung ist die Anregung aller Kräfte des Menschen, damit diese sich über die Aneignung der Welt entfalten und zu einer sich selbst bestimmenden Individualität und Persönlichkeit führen.“ Mit diesen Worten definierte bereits Wilhelm von Humboldt den Bildungsbegriff. Bildung ist also Persönlichkeitsentwicklung, Selbstentfaltung und Selbstbestimmung. Und vor allem ist Bildung eines: Sie ist mehr als Kompetenz. Und sie ist auch nicht messbar.</p>
<p>Unser System, das jede unserer Leistungen mit ECTS-Punkten messen und belohnen will, wird diesem Bildungsverständnis nicht ganz gerecht.</p>
<p>Daher erachte ich es als wichtig, mehr Raum für Leistungen zu schaffen, die frei von Bewertung sind. Es sollte auch das Konzept des Hörsaals reflektiert werden. Zum Beispiel darin, dass es in einem Hörsaal willkommen sein darf, mehr zu tun, als „zuzuhören“, wie im Namen steckt. 90 Minuten Frontalvortrag ist nicht gerade förderlich für die Aufmerksamkeit. Diskussionsfragen, Gruppenarbeiten oder kurze Pausen unterstützen hingegen effektives Lernen. Und auch im Hinblick auf Seminare sollten diese vor allem dazu genutzt werden, auf mehreren Ebenen und mit ganzheitlichen Methoden zu lernen.</p>
<p>Im Hinblick auf den Begriff der Selbstbestimmung kann bei den Prüfungsmodi der suchende Blick nach Wahlmöglichkeiten ins Leere laufen. Gerade bei bewerteten Abschlussübungen wäre es leicht, verschiedene Wahlmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Und auch so manche Prüfungsformate von Vorlesungen sollten überprüft werden. Denn wo lässt zum Beispiel eine klassische Multiple-Choice-Prüfung Raum für meine eigenen Gedanken zur Thematik?</p>
<p>Zeitlich geballte Prüfungstermine tragen außerdem nicht dazu bei, dass wir uns den Lernstoff nachhaltig merken können. Denn auch wenn es mehrere Prüfungstermine gibt, liegen diese oft eine lange Zeit nach dem ersten, teilweise bereits im nächsten Semester. Das frühere Abschließen von manchen Lehrveranstaltungen, die dafür auf kürzerer Dauer zeitintensiver sind, wäre eine Alternative.</p>
<p>Ich wünsche mir eine Universität, die weiß, was Bildung für die Gesellschaft bedeutet. Dass es um Persönlichkeitsbildung geht, um Erkenntnisse, angeregten Austausch. Eine Universität, die dies auch regelmäßig zu reflektieren wagt und sich nicht blind der Entwicklung der Zeit hingibt. Und zuletzt auch mit Immanuel Kants berühmten Worten im Kopf: „Sapere Aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“</p>
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		<title>Deutsch lernen auf die besondere Art</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sophie Borbe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Apr 2023 10:30:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wo lernen Menschen, die nach Österreich immigrieren oder flüchten, eigentlich Deutsch? Zum Beispiel im Verein “Beziehungsweise lernen” – einem kreativen Ort der Begegnung und des kulturellen Austauschs. Die Tür geht&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Wo lernen Menschen, die nach Österreich immigrieren oder flüchten, eigentlich Deutsch? Zum Beispiel im Verein “Beziehungsweise lernen” – einem kreativen Ort der Begegnung und des kulturellen Austauschs.</span></div>
<p><span id="more-19108"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Tür geht auf und ein Mann mittleren Alters kommt herein: „Griaß enk!“, begrüßt er die Runde. Er kommt aus Syrien und lebt mittlerweile seit zwei Jahren in Österreich. Die Stimmung ist fröhlich und vertraut. Zwei freiwillige Deutschlehrer, ein 32-jähriger Mann aus Italien und ich sind bereits da. Sie kennen sich, weil sie alle öfter hierher kommen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Jeden Donnerstag findet in der Innstraße 2 in Innsbruck zwischen 18 und 20 Uhr das Sprachlerncafe statt. Mit der Unterstützung von Freiwilligen wird dabei ein Rahmen geschaffen, um individuelle Deutsch-Nachhilfe anzubieten oder einfach nur miteinander ins Gespräch zu kommen. Deutschlernende können dafür eigene Unterlagen mitbringen oder die vielen Lehrbücher und Materialien des Vereins nutzen. Insgesamt stehen zwei Räume mit Tischen und einer Couch sowie eine Küche zur Verfügung.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch Ninja ist da, die Leiterin des Vereins. Sie erzählt mir, dass sie damals selbst als Freiwillige im Verein begonnen hat. Ihre Motivation für den Verein sei es, einen Ort zu schaffen, an dem sich alle auf Augenhöhe begegnen. Die Menschen, die zum Deutschlernen kommen, seien ihr gegenüber immer offen</span><span style="font-weight: 400;">.</span><span style="font-weight: 400;"> Jeder teile gerne seine Kultur, und auch Freundschaften würden entstehen. Im Gegenzug dafür möchte sie ihnen einen Ort zurückgeben, an dem sie in Österreich willkommen sind. Einen Raum des Vertrauten, in einem für viele fremden Land. Wohin man gerne kommt, wo man gerne lernt.</span></p>
<h2><b>„Ich mag es sehr, hier zu sein“</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich spüre diese Gemeinschaft, von der sie spricht. Der Mann aus Syrien, der uns vorher im Tiroler Dialekt begrüßt hat, stellt nun einen Teller mit einer von ihm kunstvoll zubereiteten Speise auf den Tisch, die er für uns mitgebracht hat. Das vegetarische Gericht nennt man „j Ciköfte Kippe Naie“, es schmeckt ausgezeichnet und scharf.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">[Absatz]</span> <span style="font-weight: 400;">Wir kommen ins Gespräch und die Deutschlernenden erzählen mir, warum sie diesen Verein so besonders finden. Der Mann aus Italien betont, dass es für ihn wichtig sei, in der Praxis zu lernen. Es helfe ihm, Deutsch im Gespräch mit anderen zu üben, ohne den Druck eines regulären Deutschkurses. „Ich mag es sehr, hier zu sein“, sagt er.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">[Absatz]</span> <span style="font-weight: 400;">Der Mann aus Syrien stimmt dem zu und erzählt, dass er zuerst in Wien gewohnt hat, bevor er nach Innsbruck gekommen ist. Doch erst hier habe er begonnen, besser Deutsch zu sprechen. Das liege daran, dass es ihm in Innsbruck leichter falle, Kontakte mit Einheimischen zu knüpfen. Das wirkt sich natürlich auch auf das Lernen der Sprache aus. Auch seinen Dialekt-Wortschatz erweitere er mit voller Motivation weit über das „Griaß di“ hinaus. Immer, wenn er ein neues Wort höre, frage er gleich nach der Bedeutung.</span></p>
<h2><b>Lernen in der Gemeinschaft</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie schon im Namen „Beziehungsweise Lernen“ anklingt, wird Beziehung als Grundlage für Lernprozesse verstanden. Gemeinschaft und Diversität stehen dabei im Fokus. Daher sind neben den Freiwilligen auch Einheimische jederzeit eingeladen, am Erzähl- und Sprachlerncafe oder an vom Verein organisierten Freizeitangeboten teilzunehmen. Gerade der Kontakt mit Einheimischen hilft beim Erlernen einer neuen Sprache.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Neben dem Erzähl- und Sprachlerncafe werden außerdem weitere transkulturelle Sprach- und Integrationsprogramme angeboten, wie das Sprachtrainingsprogramm „Deutsch als FreundInsprache“, ein regelmäßiger interkultureller Mittagstisch sowie Freizeitaktivitäten. Das Sprachtraining dauert insgesamt acht Wochen und ist eine Ergänzung zu den klassischen Deutschkursen. Teil dessen sind auch Aktivitäten wie gemeinsame Ausflüge, Gartenarbeit und Kochen.</span></p>
<h2><b>Erste Vokabeln und diese verflixten Artikel</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Mittlerweile ist eine weitere Gruppe zum Sprachlerncafe dazu gestoßen. Zwei der Männer sind 20 Jahre alt, der dritte 42. Auch sie kommen aus Syrien und sprechen Arabisch. Einer von ihnen ist erst seit 25 Tagen in Österreich, ein anderer seit zwei Monaten. Sie sprechen kaum ein Wort Deutsch, doch jetzt sind sie hier, um das zu ändern. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Anfangs fällt die Kommunikation etwas schwer, doch ein Anwesender spricht sowohl Arabisch als auch Deutsch und kann dolmetschen, wenn wir uns gar nicht verstehen. Dann beginnen wir mit einer kurzen Vorstellungsrunde auf Deutsch. In kürzester Zeit sind wir schließlich vom Lernen von „Hallo“ und „Guten Tag“ schon bei unseren Herkunftsländern angelangt. Beim „Ich komme aus …“, „Er/Sie kommt aus…“ und „Wir kommen aus…“ wird es dann etwas zu komplex, doch trotz leichter Verwirrung motivieren wir uns gegenseitig. Jemand erzählt, dass er einmal versehentlich „Lieblingsmittel“ statt „Lebensmittel“ geschrieben hat, und wir lachen. Außerdem diskutieren wir darüber, ob man in Österreich in der Schule wirklich im Dialekt spricht oder ob dann alle Hochdeutsch reden müssen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In der Zwischenzeit sind auch zwei jugendliche Mädchen gekommen. Wir stellen uns erneut vor und erfahren, dass die beiden aus der Ukraine kommen. Auch sie sind noch nicht lange hier und hatten erst wenige Unterrichtseinheiten im Deutschkurs, den sie besuchen. Zum Verein „Beziehungsweise lernen“ kommen sie dann noch zusätzlich, um ihr Deutsch ergänzend zum Kurs zu verbessern.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Obwohl die beiden erst vor kurzer Zeit mit dem Deutschlernen begonnen haben, sind sie schon sehr weit fortgeschritten. Sie widmen sich dann mit einem der Freiwilligen dem Lernen neuer Vokabeln rund ums Thema Schule und Schreibutensilien. Es wäre ja ganz okay, wenn es nicht „der“, „die“ und „das“ gäbe und noch dazu das „ein“ und „eine“. Doch die beiden nehmen das Deutschlernen mit Humor und saugen das Wissen regelrecht auf.</span></p>
<h2><b>Finanzielle Herausforderungen</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Die gelungene Lernatmosphäre, die ich wahrnehme, ist nicht nur für die Teilnehmer und Freiwilligen Motivation, sondern auch für die Leitung des Vereins selbst. Denn finanziell ist es nicht immer einfach, das Projekt über Wasser zu halten. Gleichzeitig will man die Kosten auch nicht auf die Teilnehmer abschieben. Nach momentanem Stand bezahlen die Deutschlernenden einen Jahresbeitrag von 150 Euro. In Innsbruck gibt es neben diesem Verein nur wenige ähnliche Projekte. Gerade deshalb ist es den Beteiligten so wichtig, dass dieser Raum erhalten bleibt. Die vielen Freiwilligen leisten hier einen wichtigen Beitrag. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Mittlerweile ist es 20 Uhr, das Sprachlerncafe ist somit für heute zu Ende. Wir räumen auf, bedanken uns für das gemeinsame Lernen und verabschieden uns. Dann findet jeder seinen Weg nach draußen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auf dem Nachhauseweg wird mir bewusst, um wie viel reicher ich an diesem Abend geworden bin. Wie vielen Menschen ich begegnet bin, die ich sonst nie getroffen hätte. Dem Verein „Beziehungsweise Lernen“ ist es gelungen, einen multikulturellen Ort, einen Ort der Begegnung zu schaffen. An dem jeder willkommen sein darf. Ganz gleich, ob einheimisch oder neu in Österreich.</span></p>
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		<title>Innsbrucker Frauen sprechen: Hier spüren wir noch Benachteiligung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sophie Borbe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Mar 2023 11:30:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Trotz vieler Fortschritte sind Frauen noch immer mit zahlreichen geschlechtsspezifischen Herausforderungen konfrontiert. UNIPress hat Frauen gefragt, wo sie persönlich heute noch Benachteiligung zu spüren bekommen. So einige Feministinnen wie Clara&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Trotz vieler Fortschritte sind Frauen noch immer mit zahlreichen geschlechtsspezifischen Herausforderungen konfrontiert. UNIPress hat Frauen gefragt, wo sie persönlich heute noch Benachteiligung zu spüren bekommen.</div>
<p><span id="more-18640"></span></p>
<p>So einige Feministinnen wie Clara Zetkin oder Audre Lorde würden sich im Grab umdrehen, wenn sie einen Blick auf die Geschlechter-Bilanzen der heutigen Arbeitswelt, der Politik oder der Gesellschaft werfen würden. Es ist enttäuschend, sich immer wieder aufs Neue den gleichen Hürden zu stellen, um dieselben Chancen und Möglichkeiten zu haben wie Männer. Dabei würde der Aufstieg der Frauen in keinster Weise den Fall der Männer bedeuten. Wir haben bei diversen Frauen mal nachgehakt, wo sie sich als Frau in unserer heutigen Zeit noch benachteiligt fühlen:</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Steffi, 34</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">In der Uni fühle ich mich nirgends benachteiligt. Hier sind die Gehaltsschemen, egal ob männlich oder weiblich, super angepasst. Der Aufholbedarf, beziehungsweise Nachholbedarf liegt klar und deutlich in der Privatwirtschaft, wo Frauen im Vergleich zu Männern für den gleichen Job weniger gezahlt bekommen.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Karolin, 22</strong></p>
<p style="font-weight: 400;"><strong> <img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone size-medium wp-image-18644" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Karolin_UP_-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Karolin_UP_-300x200.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Karolin_UP_-1024x683.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Karolin_UP_-768x512.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Karolin_UP_-1536x1024.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Karolin_UP_-2048x1365.jpg 2048w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Karolin_UP_-1920x1280.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Karolin_UP_-1170x780.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Karolin_UP_-585x390.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Karolin_UP_-263x175.jpg 263w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /> </strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Ich finde, dass Frauen oft die niedrigeren Jobs bekommen, und das nur, weil sie Frauen sind. Das ist mir besonders bei Ferialjobs aufgefallen. Die Frauen kümmern sich um die Buchhaltung und Männer machen die Bilanzierung und den Rechtskram.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Claudia, 25</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Wenn du als Mädchen von einem kleineren Dorf kommst und in eine größere Stadt zum Studieren oder zur Selbstverwirklichung gehst, wirst du oft von der konservativ eingestellten Dorfgesellschaft mit schiefen Augen angeschaut. Teilweise haben viele da eine veraltete Sicht der Frau im Kopf verankert und erwarten schon früh von ihnen, dass sie sich auf die Mutter- und Hausfrauenrolle konzentrieren. Eine Frau im Studium oder einfach nur als selbstständiges Individuum passt ihnen nicht in ihr Bild.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Eva-Maria, 31</strong></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone size-medium wp-image-18643" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/EvaMaria_UP_-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/EvaMaria_UP_-300x200.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/EvaMaria_UP_-1024x683.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/EvaMaria_UP_-768x512.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/EvaMaria_UP_-1536x1024.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/EvaMaria_UP_-2048x1365.jpg 2048w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/EvaMaria_UP_-1920x1280.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/EvaMaria_UP_-1170x780.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/EvaMaria_UP_-585x390.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/EvaMaria_UP_-263x175.jpg 263w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p style="font-weight: 400;">In der Medizin, ich bin Medizinstudentin. In gewissen Bereichen ist es schon so, dass man in der Arbeitswelt härter kämpfen muss. Im Studium haben die Frauen die Männer eh eigentlich überholt, da merkt man nix mehr. Aber besonders die chirurgischen Richtungen sind noch stark von Männern dominiert.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Felizitas, 25</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Ich glaube, ich schätze mich oft selbst als zu wenig gut ein. Das ist eher meine eigene Wahrnehmung und nicht jene, die von außen kommt. Zum Beispiel denke ich mir oft: „Das kann ich nicht so gut.“ Damit meine ich vor allem Reparaturgeschichten oder ganz simple technische Sachen im Alltag, wie zum Beispiel ein Bild in seinem Zimmer aufzuhängen. Ich denke, das liegt eher an mir selbst. Es könnte aber natürlich auch ein übergestülptes Gesellschaftsbild sein, das ich da spüre. Ansonsten habe ich in Bezug auf die Uni tatsächlich sehr positive Erfahrungen gemacht. Ich arbeite auch an der Uni und ich muss ehrlich sagen, die machen das richtig gut.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Morgan, 22</strong></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone size-medium wp-image-18646" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Morgan_UP_-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Morgan_UP_-300x200.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Morgan_UP_-1024x683.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Morgan_UP_-768x512.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Morgan_UP_-1536x1024.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Morgan_UP_-2048x1365.jpg 2048w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Morgan_UP_-1920x1280.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Morgan_UP_-1170x780.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Morgan_UP_-585x390.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Morgan_UP_-263x175.jpg 263w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p style="font-weight: 400;">Wenn ich an Benachteiligung denke, dann kommt mir die Sicherheit in den Kopf. Ich bin gerade alleine am Reisen. Hier merke ich manchmal sehr, dass ich nicht dieselben Privilegien habe wie ein Mann, wie einen Tag mal nicht an meine Sicherheit denken zu müssen. Als Frau ist es in unserer Gesellschaft nicht gerne gesehen, alleine zu sein – was ich nicht denke. Aber abgesehen davon gibt es keinen Bereich, wo ich mich den Männern gegenüber unterlegen fühle, weil ich das auch nicht bin!</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Joya, 34</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Als junge Mutter, die auch wieder ins Berufsleben eingestiegen ist, fühlt man sich des Öfteren etwas belächelt. Viele sehen dich als „Teilzeit-Mutti“ an. Deine Kompetenzen und dein Abschluss, der in den meisten Fällen sogar besser ist als jener der Männer, rutscht dabei komplett in den Hintergrund. Auch wenn man sich als Mutter ab und zu eine kleine Auszeit genehmigt, ist das von der Gesellschaft sehr verpönt. Würde man die Rollen aber drehen und der Vater würde sich eine kleine Auszeit gönnen, würde das als total gerechtfertigt angesehen werden.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Maria, 63, und Conni, 61<br />
</strong></p>
<div id="attachment_18645" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-18645" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-18645 size-medium" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Maria_Conni_UP-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Maria_Conni_UP-300x200.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Maria_Conni_UP-1024x683.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Maria_Conni_UP-768x512.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Maria_Conni_UP-1536x1024.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Maria_Conni_UP-2048x1365.jpg 2048w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Maria_Conni_UP-1920x1280.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Maria_Conni_UP-1170x780.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Maria_Conni_UP-585x390.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Maria_Conni_UP-263x175.jpg 263w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-18645" class="wp-caption-text">Maria links, Conni rechts</p></div>
<p style="font-weight: 400;">Maria: Das Problem liegt meiner Meinung nach auch im Gesundheitssystem. Die Personalnot kommt nicht von irgendwo her, und da ich selbst in dieser Branche tätig bin, kann ich sagen, dass für einige Stellen einfach Männer bevorzugt werden. Ihnen wird mehr zugetraut, was natürlich Schwachsinn ist. Auch die Debatte mit der Elternzeit für Frauen, dass man da gar nicht oder nur in Teilzeit arbeiten kann und es dir nicht als Vollzeit für die Pension angerechnet wird, ist meiner Meinung nach ein ganz großer Punkt, den man komplett überarbeiten sollte.</p>
<p>Conni: Im Berufsleben brauchen wir nicht reden, der Unterschied vom Verdienst schlägt sich immer noch gravierend auf die Gehälter der Frauen aus. Wo Frauen bis heute noch benachteiligt sind, ist die Mutterzeit. Wenn du selbst dein Kind erziehst, werden dir diese Jahre nicht angerechnet. Du bekommst weniger Pension, obwohl du selbst aufs Kind geschaut hast. Ein Teil sollte angerechnet werden. Ich glaube schon, dass Männer auch heute noch in der Arbeitswelt bevorzugt werden.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Yosser, 25</strong></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone size-medium wp-image-18650" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Yosser_UP_-300x217.jpeg" alt="" width="300" height="217" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Yosser_UP_-300x217.jpeg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Yosser_UP_-1024x742.jpeg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Yosser_UP_-768x557.jpeg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Yosser_UP_-585x424.jpeg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Yosser_UP_.jpeg 1170w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p style="font-weight: 400;">Eigentlich nirgends, denn von den richtigen Männern wirst du respektiert und gleich angesehen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Ein Beispiel, das mir aber einfällt, ist aus meiner Studienzeit. Ich habe Chemie im Bachelor studiert und meine Professorin hat mir aber damals schon früh ans Herz gelegt, mich mehr anzustrengen, da ich eh als Frau schon benachteiligt bin.</p>
<p style="font-weight: 400;">Auch in der Erziehung sind oft klar die Mütter im Nachteil. Wenn dort etwas schief läuft, wird die Schuld gleich der Mutter zugeschoben. Der Vater hat auch einen großen Einfluss, auch durch seine Abwesenheit.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Leonie, 23</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Ich merke es in meinem Beruf, weil ich das Gefühl habe, oft mit einem anderen Selbstbewusstsein an Dinge ranzugehen als meine männlichen Freunde – und ich habe jetzt generell keine Selbstbewusstseinsprobleme. Ich begegne neuen Aufgaben mehr nach dem Motto „Mal sehen, ob ich das kann“ und sichere ungern etwas zu, von dem ich mir noch nicht sicher bin, ob ich der Aufgabe gerecht werden kann. Und ich sehe, dass das bei meinen männlichen Freunden eine andere Sache ist.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Anna-Maria, 21</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Mir fällt vor allem in der Arbeitswelt auf, dass Frauen benachteiligt sind. Ich arbeite im medizinischen Bereich und dort spürt man schon, dass einfach der Mann dominant ist. Da ist es für eine Frau oft viel schwieriger, sich dann auch zu verwirklichen.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Clara, 15</strong></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone size-medium wp-image-18649" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Clara_UP_-225x300.jpeg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Clara_UP_-225x300.jpeg 225w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Clara_UP_-768x1024.jpeg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Clara_UP_-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Clara_UP_-1170x1560.jpeg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Clara_UP_-585x780.jpeg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Clara_UP_.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></p>
<p style="font-weight: 400;">In meinem Fall nirgends, denn ich bin im Modezweig der Ferrarischule und in meiner Klasse sind ausschließlich Mädchen. Auch meine Lehrpersonen sind fast alle weiblich. Ich glaube aber schon, dass Mädchen in anderen Schulen vielleicht benachteiligt werden. Viele Leute haben noch die Ansicht, dass Frauen weniger wert sind. Manchmal fallen daher auch Sprüche wie „Frauen gehören vor den Herd“ und das ist einfach nicht okay, auch wenn es angeblich als Spaß gemeint sei. Außerdem glaube ich, dass man der Benachteiligung als Frau später im Leben noch öfter begegnet, wie zum Beispiel bei der Jobsuche.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Zoe, 24</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Ich bin in einem weiblich dominierten Berufsfeld unterwegs, da ich mit Kindern arbeite. Daher würde ich sagen, dass ich mich in meinem Alltag nicht benachteiligt fühle und als Frau ganz gut lebe. Zumindest, solange ich nicht um Mitternacht allein am Inn entlang gehen muss. Aber auch im Sommer, wenn man als Frau mit dem Hund spazieren geht, werden einem schon mal ein paar Küsse hinterhergeworfen, die man nicht unbedingt haben will.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Lisa, 22</strong></p>
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<p style="font-weight: 400;">Ich bin froh, in Österreich zu wohnen, denn Frauen haben hier im Vergleich zu anderen Ländern auf der Welt schon sehr viele Rechte. Dies betrifft besonders den Bildungsbereich: Frauen können zur Schule gehen, lernen und arbeiten gehen. Trotzdem gibt es auch in Österreich noch Lücken, hier fällt mir der Gender-Pay-Gap ein. Das heißt, dass Frauen in vielen Berufen weniger verdienen als Männer, obwohl die gleiche Arbeit verrichtet wird. Das sollte sich in Zukunft ändern.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Carla, 23</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Im Großen und Ganzen hatte ich in meinem Leben Glück, als Frau keine großen Nachteile zu spüren. Gerade, wenn es aber um technische Sachen im Alltag geht, wo man sich „auskennen“ sollte, dann wird man nicht immer ganz ernst genommen. Das habe ich neulich beim Skikauf gemerkt.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Andrea, 52</strong></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone size-medium wp-image-18648" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Andrea_UP_-225x300.jpeg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Andrea_UP_-225x300.jpeg 225w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Andrea_UP_-768x1023.jpeg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Andrea_UP_-1153x1536.jpeg 1153w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Andrea_UP_-1170x1559.jpeg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Andrea_UP_-585x780.jpeg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Andrea_UP_.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></p>
<p style="font-weight: 400;">Man fühlt sich als Frau in der Pension stark benachteiligt, wenn man während der Kindererziehung gar nicht oder nur Teilzeit gearbeitet hat. Daraus folgt nämlich, dass man dann weniger Pension als sein Mann bekommt und daher finanziell abhängig ist. Außerdem wird die Übernahme von Aufgaben wie Haushalt und Kindererziehung oft noch immer mehr der Frau als dem Mann zugeschrieben. Die skandinavischen Länder sind in diesen Dingen schon weiter, da sollte Österreich sich ein Beispiel nehmen.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Julika, 23</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Beruflich fühle ich mich eigentlich nicht benachteiligt. Ich bin im Wirtschaftssektor tätig und arbeite auch viel mit Frauen zusammen. Als ich mich für Jobs bewerben musste, ist mir aber aufgefallen, dass Frauen häufig versuchen, 150 Prozent der Voraussetzungen für einen Job zu erfüllen. Männer hingegen denken da eher: „Ich kann diese eine Sache, ich bewerbe mich mal.“ Aber ich glaube, es sind auch die ganz grundsätzlichen Themen, wie wenn man abends allein nach Hause läuft oder in einer Großstadt unterwegs ist. Da fragt man sich dann schon: „Wie kann ich mich verteidigen? Wo ist mein Licht? Wie komme ich am besten nach Hause?“ Das ist es für mich vor allem.</p>
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