Schwarze Feder Innsbruck – Das neue linke Online-Magazin

von Nina Brillinger
Lesezeit: 3 min
Ganz nach dem Motto „Write the book you want to read” hat die Schwarze Feder Innsbruck ihren Wunsch in die Tat umgesetzt und eine interaktive, linke Social Media Plattform erschaffen.

Hinter der Schwarzen Feder versteckt sich ein unabhängiges, linkes und kritisches Online-Magazin und Info-Portal. Die Betreiber wollten damit ein zentrales Portal schaffen, mit dessen Hilfe sich Menschen über bevorstehende oder vergangene Veranstaltungen informieren können. Außerdem wollen sie jungen Leuten in Tirol die Möglichkeit geben, mit eigenen Inhalten eine größere Zielgruppe zu erreichen. Dabei kann es sich um Aufrufe, Kunst oder Artikel handeln.

Die Schwarze Feder verfügt dabei nicht über eine fixe Redaktion oder Mitarbeiter. Es kann jeder mitmachen und Inhalte schaffen, aber auch organisatorische oder grafische Arbeiten übernehmen. Damit wollen sie eine vielfältige Nachrichtenerstattung ermöglichen. Genau das haben sie bis jetzt auch erreicht. Ihre bisherigen Artikel und Beiträge behandeln Polizeigewalt, Hausbesetzungen, Wohnungsnot und Demos in Innsbruck.

 

Die Schwarze Feder im Interview

Was bedeutet für euch kritische Berichterstattung? Und inwiefern spiegeln sich eure politischen Ansichten in eurer Berichterstattung wider?

Echte Objektivität gibt es nicht, deshalb erheben wir auch keinen Anspruch darauf. Was wir aber wollen, ist kritisch berichten. Das bedeutet in erster Linie, Themen Raum zu geben, die in herkömmlichen Medien oft keinen Platz finden oder verkürzt behandelt werden. Kritische Berichterstattung bedeutet für uns das Aufzeigen von Unterdrückung, die von rassistischer Polizeigewalt bis zu sexistischen Denkmustern in unseren eigenen Köpfen reichen kann. Ziel muss es sein, mit derartigen Systemen zu brechen. Das kann jedoch erst passieren, wenn man weiß, dass sie überhaupt existieren.

Wie würdet ihr euch im politischen Spektrum genau einordnen?

Wir berufen uns auf Grundwerte und wollen keine bestimmte Richtung vorgeben. Wir sind klar antifaschistisch, antirassistisch, antikapitalistisch, feministisch, intersektional und antihomophob. Wer das auch ist, kann unsere Plattform nutzen.

Welche Themen liegen euch am Herzen? Über was möchtet ihr vermehrt berichten?

Zum einen natürlich tagespolitische Ereignisse, zum anderen möchten wir aber gerade auch die grundlegenden Probleme unserer Gesellschaft ansprechen. Ob Transphobie oder Rassismus: um Unterdrückungsmuster effektiv zu bekämpfen, braucht es erst eine klare Aufarbeitung.

Wollt ihr in nächster Zeit eure Webseite ausbauen oder soll das Hauptpublikationsmedium Instagram bleiben?

Die Hauptplattform soll Instagram bleiben, da wir dort einfach mehr und vor allem junge Leute erreichen können. Durch Soziale Medien wird auch eine schnellere Kommunikation von Inhalten ermöglicht.

Wie kann man bei euch mitmachen?

Mitmachen kann bei uns prinzipiell jede_r, genau das ist unser Konzept. Wir wollen jungen Menschen eine Plattform für ihre Texte, Aktionen und Bilder geben.

Man kann uns jederzeit über Instagram oder per Mail kontaktieren, für letztere Option gibt es natürlich auch die Möglichkeit, dies anonym und verschlüsselt zu tun. Uns ist wichtig, dass wirklich jede_r die Möglichkeit hat, uns zu erreichen, ohne Bedenken zu haben. Wir leben von der Interaktion mit unserer Community, ohne sie hat unser Konzept keinen Sinn.

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