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	<title>Kultur Archives - UNIpress</title>
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	<description>Das offizielle Magazin der ÖH Innsbruck</description>
	<lastBuildDate>Sun, 03 May 2026 21:48:29 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Innsbruck feiert den Journalismus mit spannendem Programm</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie Eisele]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 May 2026 11:02:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom 8. bis 10. Mai findet in Innsbruck wieder das Journalismusfest statt. Über 80 vielfältige Veranstaltungen zu aktuellen Themen locken an mehr als 20 Standorten im Stadtzentrum. Der Eintritt ist&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Vom 8. bis 10. Mai findet in Innsbruck wieder das Journalismusfest statt. Über 80 vielfältige Veranstaltungen zu aktuellen Themen locken an mehr als 20 Standorten im Stadtzentrum. Der Eintritt ist fast immer frei.</span></div>
<p><span id="more-22173"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Von Freitag, 8. Mai bis Sonntag, 10. Mai verwandelt sich Innsbruck in einen Ort der Begegnung und des kulturellen Austauschs. Journalist:innen aus aller Welt geben Einblick in ihre Arbeit und diskutieren mit Wissenschaftler:innen und Aktivist:innen zu aktuellen Krisen und drängenden Fragestellungen. Unter den größtenteils kostenlosen Veranstaltungen sind daneben Lesungen, Live-Podcasts, Ausstellungen, Filmvorstellungen, ein Festival am Bozner Platz und vieles mehr.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dieses Jahr sind verschiedene bekannte Zeitungen wie der Standard oder die Süddeutsche Zeitung vertreten und geben zusammen mit einzelnen Journalist:innen Einblick in den journalistischen Arbeitsalltag. Außerdem geht es in den Veranstaltungen um Themen wie bedrohte Meinungsfreiheit, digitale Gewalt an Frauen und Berichte aus Palästina, dem Iran und der Ukraine. Mehrere Veranstaltungen drehen sich außerdem darum, wie die Trump-Ära die USA und die Welt verändert.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Schon am Freitag, 1. Mai liefert eine Open-Air-Kinovorstellung auf der Seegrube einen ersten Vorgeschmack. Gezeigt wird </span><i><span style="font-weight: 400;">La cordillera de los sueños</span></i><span style="font-weight: 400;">, ein Film über die bewegte politische Geschichte des chilenischen Anden-Massivs. Weitere Filmvorstellungen finden vom 8. bis 10. Mai verteilt im Treibhaus und im Cinematograph statt. Der Film </span><i><span style="font-weight: 400;">Escape for a Goal</span></i><span style="font-weight: 400;"> erzählt am 8. Mai im Treibhaus die Geschichte zweier afghanischer Fußballspielerinnen auf der Flucht vor der Taliban.</span></p>
<div id="attachment_22174" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-22174" decoding="async" class="size-large wp-image-22174" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/04/cDaniel-Jarosch-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/04/cDaniel-Jarosch-1024x683.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/04/cDaniel-Jarosch-300x200.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/04/cDaniel-Jarosch-768x512.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/04/cDaniel-Jarosch-1536x1024.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/04/cDaniel-Jarosch-2048x1365.jpg 2048w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/04/cDaniel-Jarosch-1920x1280.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/04/cDaniel-Jarosch-1170x780.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/04/cDaniel-Jarosch-585x390.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/04/cDaniel-Jarosch-263x175.jpg 263w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-22174" class="wp-caption-text">Bild: Daniel Jarosch</p></div>
<div class="bildunterschrift"><span style="font-weight: 400;">Beim Journalismusfest ist von Diskussionen zu aktuellen politischen Themen bis hin zu Filmen und Konzerten für jede:n etwas dabei. </span></div>
<p><span style="font-weight: 400;">Am Samstag und Sonntag führen Stadtspaziergänge Interessierte an spannende Orte in Innsbruck. Zwei Ausstellungen zeichnen Lebensrealitäten im Libanon und in Russland nach. Einen Höhepunkt bildet am Samstag, 9. Mai um 21 Uhr der Auftritt der russischen Punk-Rock-Band </span><i><span style="font-weight: 400;">Pussy Riot </span></i><span style="font-weight: 400;">im Treibhaus </span><span style="font-weight: 400;">–</span><span style="font-weight: 400;"> ein Mix aus </span><span style="font-weight: 400;">Konzert, Kundgebung und Theater</span><span style="font-weight: 400;">. Tickets gibt es im Vorverkauf um 25 Euro.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bei den über 80 Veranstaltungen ist für alle etwas dabei, die sich für Journalismus oder aktuelle politische und gesellschaftliche Themen interessieren. Zum Programmheft geht es </span><a href="https://www.journalismusfest.org/wp-content/uploads/2026/04/folder_journalismusfest_2026_web.pdf"><span style="font-weight: 400;">HIER</span></a><span style="font-weight: 400;">. Die </span><a href="https://www.journalismusfest.org/"><span style="font-weight: 400;">WEBSITE</span></a><span style="font-weight: 400;"> liefert einen Überblick über Veranstaltungsorte und Mitwirkende. Klare Empfehlung der UNIPress-Redaktion: Hingehen und mitfeiern! </span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Großes Theater auf kleiner Bühne: Die „alte Dame“ besucht Schwaz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Isser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Feb 2026 14:05:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Besuch der alten Dame nimmt sich das Theater im Lendbräukeller eines Stücks von Weltbedeutung an. Die Inszenierung (Regie Markus Plattner) von Dürrenmatts brillanter Tragikomödie rund um Geld, Rache&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Mit dem<em> Besuch der alten Dame</em> nimmt sich das Theater im Lendbräukeller eines Stücks von Weltbedeutung an. Die Inszenierung (Regie Markus Plattner) von Dürrenmatts brillanter Tragikomödie rund um Geld, Rache und Schuld ist gelungen – und bereits vollständig ausverkauft. <span id="more-22068"></span></div>
<p>Seit dem obligatorischen Gymnasiums-Ausflug in die Silberbergwerke hat mich nichts mehr nach Schwaz bewogen. Bis heute. Es ist Valentinstag, und ich habe eine Verabredung mit Friedrich Dürrenmatt im Theater im Lendbräukeller.</p>
<p>Zuhause, in meinem Bücherregal neben dem Schreibtisch, stehen neun Werke des großen Schweizer Schriftstellers: Von den <em>Physikern</em> über <em>Romulus den Großen</em> bis zur <em>Panne</em>, ich bin Dürrenmatt-Veteranin. Doch angefangen hat alles mit dem <em>Besuch der alten Dame</em> – damals Schullektüre und Stoff für die endjährliche Theateraufführung (mit mir als Alfred Ill in der Hosenrolle meines Lebens). Im Gegensatz zu so manchen Reclam-Heften, die unangetastet im Schulrucksack blieben, bis sie wieder eingesammelt wurden, habe ich das Werk verschlungen. Bis heute bleibt es eines meiner Lieblingsbücher.</p>
<p>Was ist so faszinierend an dem Klassiker? Dürrenmatt zeigt, wie Geld korrumpiert (oder Armut wenig Wahl lässt). Wie Moral und Prinzipien zum Mordwerkzeug verkommen, ein ganzes Dorf sich etwas schönredet, und wie kollektive Schuld entsteht. Alle waren’s, also war’s keiner.</p>
<p>Dabei ist das Stück nicht belehrend oder schwer, sondern tatsächlich wahnsinnig unterhaltsam. Das bewirken groteske Charaktere, eine übertriebene Sprache und das bewusste Spiel mit Theaterkonventionen (beispielsweise müssen die Dorfbewohner auch als Bäume fürs Bühnenbild herhalten). Dürrenmatt verfremdet unsere Welt – hält uns dabei aber einen schonungslos ehrlichen Spiegel vor.</p>
<h3><strong><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter wp-image-22080" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Buch_Besuch-der-alten-Dame-768x1024.jpeg" alt="" width="500" height="667" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Buch_Besuch-der-alten-Dame-768x1024.jpeg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Buch_Besuch-der-alten-Dame-225x300.jpeg 225w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Buch_Besuch-der-alten-Dame-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Buch_Besuch-der-alten-Dame-1170x1560.jpeg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Buch_Besuch-der-alten-Dame-585x780.jpeg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Buch_Besuch-der-alten-Dame.jpeg 1536w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></strong></h3>
<h3><strong>„Güllen für einen Mord, Konjunktur für eine Leiche“</strong></h3>
<p>Güllen ist „ein Dorf, das es nie gegeben hat, und doch überall gibt“, hält Markus Plattner in der Einführung zum Stück fest. Ein durch und durch ruiniertes Städtchen, dessen Einwohner:innen praktisch allesamt von der Arbeitslosenunterstützung leben. „Leben? – Vegetieren. – Krepieren“, so ein Austausch zwischen Dorfbewohnern.</p>
<p>Doch nun soll sich alles ändern. Claire Zachanassian, in Güllen geboren und aufgewachsen als Kläri Wäscher, nunmehr Milliardärin, kehrt zurück in das mittlerweile verarmte Städtchen ihrer Jugend. Die Güllener:innen erhoffen sich eine großzügige Spende und tun dafür alles. In der Begrüßungsrede des Bürgermeisters schwärmt dieser von den schulischen Leistungen der jungen Kläri, die in Wahrheit ein ungezogenes Kind mit miserablen Noten war. Außerdem wartet das Dorf mit Turnvorführungen, einem gemischten Chor und dem einzigen Zylinder der Stadt (von Kopf zu Kopf wandernd) auf.</p>
<p>Die Zachanassian ist von den Darbietungen höflich unbeeindruckt, enthüllt aber, dass sie zu einer großzügigen Spende bereit ist. Unter einer Bedingung.</p>
<blockquote><p><strong>„Eine Milliarde für Güllen, wenn jemand Alfred Ill tötet.“</strong></p></blockquote>
<p>Dieser Alfred Ill (der Nachname bitte zu lesen wie das englische Wort für „krank“, nicht als „der Dritte“, wie das schon manchem Leser passiert sein soll) war Kläri Wäschers große Jugendliebe. Doch als Ill sie schwängerte, bestritt er die Vaterschaft und bestach sogar zwei Zeugen im folgenden Gerichtsprozess. Kläri Wäscher unterlag in der Vaterschaftsklage, wurde aus dem Dorf verstoßen und durch ihre Umstände in die Prostitution gezwungen. Das Kind musste sie an eine fremde Familie abgeben, in deren Obhut es mit einem Jahr verstarb. Zu ihrem Vermögen kam das junge Mädchen durch die Heirat mit dem alten Milliardär Zachanassian – er fand sie in einem Bordell.</p>
<p>Nun ist Claire Zachanassian selbst alt geworden, und will abrechnen. Ill, der vorher wegen seiner Jugendliaison mit der Milliardärin der beliebteste Bürger der Stadt war, wird zum Gejagten. Denn obwohl die Güllener:innen anfangs beteuern, sich auf den Deal nicht einlassen zu wollen, beginnen sie, immer mehr Schulden zu machen&#8230;</p>
<h3><strong>Gelungene Darbietung vor vollem Haus</strong></h3>
<p>Die Tragikomödie kann offenbar viele Tiroler Fans vorweisen: Die Inszenierung des Theaters im Lendbräukeller ist bereits vor der Premiere, trotz Zusatzvorstellungen, restlos ausverkauft. Das Endprodukt enttäuscht nicht: Im Gegenteil beweist das kleine alternative Theater, dass große Kunst keine große Bühne verlangt. Der begrenzte Platz und die wenigen Requisiten werden clever und passend eingesetzt. Das Blocking, also die Aufstellung der Schauspieler:innen auf der Bühne, ist besonders hervorzuheben. Regisseur Markus Plattner arbeitet mit Dreieckskompositionen: Die Güllener – mit Ausnahme von Ill – stehen meist im Trio auf der Bühne, während die Zachanassian hinten auf einer Leiter thront wie auf der Spitze einer Pyramide, zu ihrer Rechten ihr Bodyguard, zu ihrer Linken ihr achter Ehemann (oder wars der neunte?), wie die Dreifaltigkeit einer Rachegöttin.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone size-large wp-image-22075" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Ensemble_Besuch-1024x726.jpg" alt="" width="1024" height="726" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Ensemble_Besuch-1024x726.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Ensemble_Besuch-300x213.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Ensemble_Besuch-768x545.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Ensemble_Besuch-1170x830.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Ensemble_Besuch-585x415.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Ensemble_Besuch.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" />Das Ensemble rund um Beate Palfrader und Peter Hörhager liefert, mit Ausnahme ein paar zu früher Einsätze, eine überzeugende Darbietung ab. Leider wurde der Text an manchen Stellen großzügig gekürzt; dabei hätte das kurzweilige Stück ruhig noch 10 Minuten länger gehen können.</p>
<p>Toll ist der Einsatz der Kostüme, die gelungen nachzeichnen, wie die Güllener:innen von ruinierten Städtern zu Menschen von geliehenem Wohlstand und flexibler Moral übergehen. Am Ende werden die abgelegten Regenmäntel zu einem mächtigen Symbol der Summierung individueller Teilschuld zum kollektiven Verbrechen.</p>
<h3><strong>Zum Lachen, zum Weinen</strong></h3>
<p>Das Zusammenspiel aus Ernst und Absurdität ist gelungen. Vielleicht weil gerade Fasching ist, driftet die raffinierte Tragikomödie in dieser Inszenierung aber leider doch ein-, zweimal in den Klamauk ab. Das vom Bürgerchor angestimmte „schlichte Volkslied“ – im Originaltext durch das Dröhnen eines vorbeifahrenden Zuges übertönt – ist in Schwaz „Aramsamsam, Aramsamsam, Gülli [sic!] Gülli Gülli, Ramsamsam“ und geht mit „Kohlrabi, Kohlrabi“ weiter. Ein paar billige Lacher werden dadurch eingesammelt, wirklich passend ist es aber nicht. Auch andere Stellen, an denen Musik eingesetzt wurde, sind eher ablenkend als unterstützend.</p>
<p>Nichtsdestotrotz hat das Theater im Lendbräukeller mit dieser Inszenierung Großes geleistet. Visuell stimmig, überzeugend gespielt, clever inszeniert: Diese „alte Dame“ bringt zum Lachen, bis es einem im Hals stecken bleibt.</p>
<p>Wie bereits erwähnt, ist <em>Der Besuch der Alten Dame</em> bereits restlos ausverkauft. Leser:innen, die Lust auf das Stück bekommen haben, sei auch der Originaltext (unter anderem verfügbar zum Ausleihen in der ULB) empfohlen. Und: Als nächste Produktion zeigt das Theater im Lendbräukeller <em>Herzliche Grüße aus Grado</em> von Franz Xaver Kroetz. Premiere ist am 9. Mai; Karten (für Studierende zum Preis von €20) sind noch auf der Website des Theaters erhältlich.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wie wird man Autor:in? – Der Innsbrucker Literaturagent Felix Schreiner im Gespräch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna Korell]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Feb 2026 14:34:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Weg vom Manuskript zur Veröffentlichung ist selten geradlinig und führt durch einen Literaturbetrieb, dessen Strukturen vielen Schreibenden zunächst verborgen bleiben. Gerade in den ersten Monaten des Jahres widmen sich&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Der Weg vom Manuskript zur Veröffentlichung ist selten geradlinig und führt durch einen Literaturbetrieb, dessen Strukturen vielen Schreibenden zunächst verborgen bleiben.</div>
<p><span id="more-22040"></span></p>
<div>
<p>Gerade in den ersten Monaten des Jahres widmen sich viele der Umsetzung ihrer Neujahrsvorsätze. Dazu kann auch gehören, sich endlich den Traum vom eigenen Buch zu erfüllen. Egal, ob ein Roman, Gedichtband oder Sachbuch in der Schublade liegt – die Frage stellt sich früher oder später: Wie kommen die eigenen Worte in die Welt?</p>
<p>Zwischen Manuskript und Buchhandlung liegen nämlich unzählige Hürden, die kaum jemand kennt. Während der Traum in vielen Köpfen präsent ist, scheitert es oft an der Unkenntnis darüber, wie der Buchmarkt funktioniert. Wie gelingt also der Einstieg in den Literaturbetrieb? Und welche Rolle spielen Literaturagent:innen dabei? Darüber sprach UNIpress mit Felix Schreiner, dem derzeit einzigen Literaturagenten in Tirol. Seine Agentur in Innsbruck ist eine von nur drei in ganz Österreich.</p>
<h3>Zwischen Text und Netzwerk</h3>
<p>Felix Schreiner ist kein Autor, sondern jemand, der Texte sichtbar macht. Als Literaturagent vertritt er Autor:innen gegenüber Verlagen, prüft und vermittelt Manuskripte, verhandelt Verträge und begleitet Bücher vom Entwurf bis zur Veröffentlichung. Seine Agentur besteht erst seit August 2025, doch Schreiner bewegt sich bereits seit einigen Jahren in der Branche.</p>
<p>Nach einem Bachelorstudium der Literaturwissenschaft in Erfurt folgte ein Volontariat bei der renommierten Literaturagentur Kossack in Hamburg. Danach studierte er im Master in Innsbruck, arbeitete parallel als studentische Hilfskraft bei Kossack, war später dort Junioragent und sammelte darüber hinaus durch Praktika Erfahrung im Verlagsbetrieb – unter anderem beim Verlag DuMont in Köln. Zudem studierte er in Istanbul und Limerick.</p>
<h3>Traumberuf Literaturagent?</h3>
<p>Ob Literaturagent schon immer sein Traumberuf war? „Nein, nicht im klassischen Sinne“, sagt Schreiner. Literaturagent:in ist ein klarer Nischenberuf, für den es keine traditionelle Ausbildung gibt. Er erfordert viel Expertise, langjährige Erfahrung, ein großes Netzwerk – und in Schreiners Fall den Mut, sich selbstständig zu machen.</p>
<p>„Es gibt viele spannende Agenturen im deutschsprachigen Raum und es war eine tolle Zeit in Hamburg, doch habe ich irgendwann gemerkt, dass es ein großer Wunsch von mir ist, meine eigene Agentur zu gründen“, so Schreiner. „Das war natürlich ein Prozess, der über Monate in mir stattfand. Am Ende stand jedoch der Entschluss, dass ich mit meinen eigenen Ideen und Ansätzen versuchen möchte, eine erfolgreiche und angesehene Literaturagentur aufzubauen.“</p>
<h3>Connections sind das A und O</h3>
<p>Wie in vielen Bereichen ist auch im Literaturbetrieb das sogenannte „Vitamin B“ – also persönliche Beziehungen <b>– </b>entscheidend: „Alles läuft über persönliche Verbindungen im Literaturbetrieb. So kannte mein damaliger Chef die heutige Verlegerin des Piper Verlags Felicitas von Lovenberg beispielsweise noch aus dem Studium“, sagt Schreiner und fügt schmunzelnd hinzu: „Ich bin schon gespannt, welche Kommiliton:innen ich später wiedertreffen darf!“</p>
<p>Ebenso wie der Weg zum Literaturagenten funktioniert auch der Weg für Autor:innen nur über Kontakte. Gespräche auf Buchmessen, Empfehlungen, Literaturveranstaltungen und eine Portion Glück spielen eine große Rolle. Gerade das persönliche Vernetzen mit Literatur-Hubs in seinem eigenen regionalen Umfeld kann entscheidend sein.</p>
<p>Für angehende Autor:innen bedeutet das: Lesungen besuchen, Literaturhäuser nutzen und Wettbewerbe wahrnehmen. Eine hilfreiche Ressource dafür ist die Plattform Literaturport (<a href="https://www.literaturport.de/">https://www.literaturport.de/</a>), auf der aktuelle Ausschreibungen, Wettbewerbe und Stipendien gesammelt werden. Ein gewonnener Wettbewerb oder ein Stipendium können als erste literarische Erfolge dabei helfen, sich in der Szene zu etablieren.</p>
<p>Auch Schreibwerkstätten können hilfreich sein, um das eigene Handwerk zu schulen. Weitere Anlaufstellen wären kleinere Literaturzeitschriften oder regionale Verlage – sie bieten erste Möglichkeiten, sichtbar zu werden.</p>
<h3>„Ein Manuskript gilt schnell als verbrannt“</h3>
<p>Eine der zentralen Empfehlungen von Schreiner für angehende Autor:innen ist, sich zuerst bei einer Agentur zu bewerben, dann bei Verlagen – Selfpublishing erst ganz am Ende, falls nichts klappt.</p>
<p>Besonders für Debütant:innen könne ein vorschneller direkter Kontakt zu Verlagen problematisch sein, so Schreiner. „Ein Manuskript gilt schnell als verbrannt. So werden allgemein Manuskripte genannt, die schon eine große Verlagsrunde gedreht haben, also vielen Verlagen angeboten wurden, und keinen Erfolg hatten.“ Wird es unvorbereitet eingereicht und abgelehnt, bleibe dieser Eindruck oft bestehen. „Wenn ein Verlag ein Manuskript bereits vorliegen hatte und ablehnt, wird es für mich schwer, es später erneut zu pitchen.“</p>
<p>Zudem werden Verlage – insbesondere renommierte – mit Einsendungen überflutet, von denen viele ungelesen aussortiert werden. Ohne persönliche Kontakte zu Lektor:innen oder Verlagen ist es heute deutlich schwieriger, im Literaturbetrieb Fuß zu fassen.</p>
<h3>Warum Agenturen der wichtigste Zugang zu Verlagen sind</h3>
<p>Literaturagent:innen fungieren als Filter und Fürsprecher. Sie kennen die Programme der Verlage, wissen, welche Lektor:innen wofür offen sind, und platzieren Texte gezielt. „Im Grunde bin ich wie ein Anwalt“, sagt Schreiner. „Ich gewährleiste durch meine Arbeit, dass Autor:innen sich nur aufs Schreiben konzentrieren können. Konkret kümmere ich mich dabei um die Verlagsverträge, Honorare und rechtlichen Angelegenheiten. Als Partner vermittle ich natürlich grundlegend die Interessen meiner Autor:innen, jedoch habe ich das Anliegen, im besten Fall eine gute Lösung für beide Seiten zu finden, also Autor:in und Verlag. Das erfordert manchmal auch ein wenig diplomatisches Geschick.“ Bestes Beispiel seien die Konflikte rund ums Cover-Design.</p>
<p>Agenturen arbeiten auf Provisionsbasis: In der Regel erhalten sie 15 Prozent der Einnahmen aus einem erfolgreichen Verlagsvertrag. Verdient wird also nur dann, wenn auch die Autor:innen verdienen. „Wenn eine Agentur im Vorhinein Geld verlangt, ist das sehr unseriös. Davon würde ich jedem abraten“, betont Schreiner. Grundsätzlich bedeute eine Ablehnung durch eine Agentur nicht, dass ein Manuskript schlecht ist – sondern lediglich, dass es die Agentur nicht vollends für eine Zusammenarbeit überzeugen konnte. „Es kann sehr lange dauern, bis ein Manuskript verkauft ist, und nicht selten wird es nie verkauft“, berichtet Schreiner. „Deswegen ist es umso wichtiger für die Agenturen, Manuskripte zu vertreten, die sie wirklich begeistern und für verkäuflich halten.“</p>
<h3>Was macht ein gutes Manuskript aus?</h3>
<p>Auf die Frage nach dem „perfekten“ Manuskript reagiert Schreiner nüchtern. „Das ist extrem subjektiv.“ Entscheidend sei zum einen die Stilistik – also Schreibstil, Satzbau und Wortwahl –, aber auch die Geschichte müsse interessant sein. Eine entscheidende Rolle hinsichtlich der Bewertung spielt das Genre des Manuskripts. So liegt im Bereich der Gegenwartsliteratur das Hauptaugenmerk natürlich deutlich mehr auf der Sprache, als es beispielsweise bei einem Krimi der Fall ist. Dort ist der Plot entscheidender. Bei Biografien funktionieren laut Schreiner grundsätzlich nur zwei Arten von Geschichten: Lebensgeschichten bekannter Persönlichkeiten, zum Beispiel von Politiker:innen oder Schauspieler:innen, oder Erzählungen von außergewöhnlichen Schicksalen, wie etwa Menschen, die dramatische Krisen oder extreme Abenteuer überstanden haben.</p>
<p>Nicht empfehlen würde Schreiner, nach dem Markt zu schreiben. Wer versuche, Trends hinterherzulaufen, schneide sich oft „ins eigene Fleisch“. Schreiben brauche Leidenschaft und einen langen Atem. „Der Angebots- und Lektoratsprozess kann sich über Monate erstrecken. Die Geschichte sollte einem selbst wirklich wichtig sein.“</p>
<p>Vor einer Einreichung empfiehlt es sich, den Text von Freund:innen oder vertrauten Leser:innen Korrektur lesen zu lassen. Flüchtigkeitsfehler, unfertige Stellen oder unklare Strukturen wirken unprofessionell – und können einen die Chance kosten.</p>
<h3>So kontaktiert man eine Agentur richtig</h3>
<p>Wer eine Literaturagentur anschreiben möchte, sollte strukturiert und respektvoll vorgehen. Schreiner empfiehlt:</p>
<ul>
<li aria-level="1">eine persönlich adressierte E-Mail (keine Massenmails),</li>
<li aria-level="1">ein Exposé,</li>
<li aria-level="1">eine Leseprobe von etwa 30–50 Seiten (vom Anfang des Textes),</li>
<li aria-level="1">sowie eine Kurzvita, idealerweise mit ersten literarischen Erfolgen.</li>
</ul>
<p>Das komplette Manuskript sollte nicht ungefragt mitgeschickt werden. „Prüfer:innen haben am Anfang nicht die Zeit, sich das ganze Manuskript durchzulesen. Es ist Standard, nur eine Leseprobe der ersten Seiten zu senden.“ Nicht empfehlenswert sei, aus der Mitte des Romans „tolle Kapitel“ auszuwählen, da dadurch leicht der Eindruck entstehen könne, der Anfang sei nicht gelungen.</p>
<p>Geduld ist ebenfalls essenziell: Antworten können Wochen oder Monate dauern. Zudem sollten sich Autor:innen genau informieren, welche Agenturen sie anschreiben. Meist ist auf den Webseiten angegeben, welche Genres vertreten werden. Schreiner beispielsweise sagt: „Ich vertrete Belletristik und Sachbücher aller Genres ausgenommen Fantasy, Science-Fiction sowie Kinder- und Jugendbücher. Zudem betreue ich keine Lyrik.“ Diese Abgrenzung sei bewusst gewählt, da es sich beispielsweise bei Fantasy und Kinder- und Jugendbuch um eigenständige Märkte handle, mit eigenen Verlagen.</p>
<h3>Absagen und Frust gehören dazu</h3>
<p>Zu den häufigsten Problemen bei Nachwuchsautor:innen zählt Schreiner nicht mangelndes Talent, sondern zu wenig Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen. Absagen seien Teil des Prozesses und auch Teil des Berufsalltags von Agenturen, was viele Autor:innen oftmals vergessen. „Frustration und Traurigkeit gehören dazu, aber es sollte einen nicht davon abbringen, an sich zu glauben. Eine Absage zu erhalten ist nichts Schönes, und auch mir tut es weh, wenn ein Verlag nicht dieselbe Begeisterung für ein Manuskript empfindet wie ich. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass das Manuskript nicht gut ist. Gleiches gilt natürlich auch für Autor:innen, die sich bei Agenturen bewerben.“ Auch prominente Beispiele zeigen, dass Zurückweisungen zum Literaturbetrieb gehören – etwa J. K. Rowling, deren Manuskript zu <i>Harry Potter</i> zwölfmal abgelehnt wurde.</p>
<h3>Keine klassische Geschäftsbeziehung</h3>
<p>Schreiner betont, dass es auch menschlich zwischen Autor:in und Agent:in passen muss. „Schreiben ist für viele Menschen etwas sehr Intimes, gerade das Teilen eines Manuskripts. Mir ist wichtig, damit wertschätzend umzugehen.“ Gerade, weil es beim Geschriebenen oft um persönliche Erlebnisse geht, entsteht eine enge Partnerschaft, die nicht leichtfertig eingegangen werden sollte. Besprechungen über Korrekturen und Überarbeitungen zu Gunsten des Textes müssen möglich sein.</p>
<h3>Neue Stimmen gesucht</h3>
<p>Dass Schreiner mit UNIpress spricht, ist kein Zufall. Der Austausch mit Studierenden liegt ihm am Herzen. „Universitäten sind Orte, an denen neue Stimmen entstehen“, sagt er. Gerade junge Autor:innen möchte er ermutigen, ihre Werke bei Literaturagenturen einzureichen. „Gute Geschichten werden immer gesucht. Die Welt braucht junge Stimmen. Ich bin auf der Suche nach Geschichten, die faszinieren, und möchte mich dafür einsetzen, dass diese auch gehört werden.“</p>
<p>Autor:in zu werden bedeutet mehr als nur zu schreiben: Es heißt, sich in einem komplexen System zu bewegen – und die richtigen Verbündeten zu finden.</p>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Sicht auf den Heldenplatz – „das ist ja Wahnsinn“</title>
		<link>https://www.unipress.at/kultur/sicht-auf-den-heldenplatz-das-ist-ja-wahnsinn/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Isser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jan 2026 18:22:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heldenplatz löste 1988 einen der größten Theaterskandale in der Geschichte der Zweiten Republik aus. Erweitert um einen Laien-Sprechchor und „fischige“ Videoinstallationen hatte die Inszenierung von Jessica Glause am 24. Januar&#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><em>Heldenplatz</em> löste 1988 einen der größten Theaterskandale in der Geschichte der Zweiten Republik aus. Erweitert um einen Laien-Sprechchor und „fischige“ Videoinstallationen hatte die Inszenierung von Jessica Glause am 24. Januar 2026 Premiere am Landestheater.<span id="more-22007"></span></div>
<p><em>Hinweis: Dieser Artikel thematisiert den Suizid einer fiktiven Person. </em></p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>„Wir sind in die Wiener Falle gegangen<br />
wir sind in die Österreichfalle gegangen<br />
Wir haben alle gedacht wir haben ein Vaterland<br />
aber wir haben keins“<br />
(Heldenplatz von Thomas Bernhard)</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Skandal ist riesig, als <em>Heldenplatz</em> im November 1988 uraufgeführt wird. Ein Journalist fordert im <em>Standard</em> das Publikum zu Störaktionen auf; zahlreiche Politiker:innen – unter ihnen der amtierende Bundespräsident Kurt Waldheim – verlangen schon vor der Premiere eine teilweise Zensur oder gar komplette Absetzung des Stücks.</p>
<p>Thomas Bernhard hat das Stück anlässlich des „Bedenkjahrs“ 1988 geschrieben: Es markiert ein halbes Jahrhundert seit dem „Anschluss“. Während Österreich öffentlich die Eingliederung ins nationalsozialistische Deutsche Reich „bedenkt“, sitzt mit Kurt Waldheim ein ehemaliger Wehrmachts-Offizier in der Hofburg, dem die Beteiligung an Kriegsverbrechen vorgeworfen wird. Die Hauptaussage von Thomas Bernhards Drama: Die Nazis sind aus Österreich nie verschwunden – sie streifen nach wie vor durch die Straßen, sitzen in den Gremien der Universitäten, stehen wahlweise in roter oder schwarzer Couleur am Wahlzettel. Mit harter Sprache wird ein ganzes Land angeklagt.</p>
<h3>Von Hitler heimgesucht</h3>
<p>März 1988. Der jüdische Professor Josef Schuster stürzt sich aus seinem Fenster und ist sofort tot. Durch das Fenster hat die Wohnung Aussicht auf den <a href="https://www.mediathek.at/onlineausstellungen/das-jahr-1938/heldenplatz/der-heldenplatz-am-15-maerz-1938">Heldenplatz</a> – jenen Ort, an dem Adolf Hitler genau 50 Jahre zuvor von der Wiener Bevölkerung unter tosenden Jubelrufen in Empfang genommen wurde.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-22009 size-full" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/Bundesarchiv_Bild_183-1987-0922-500_Wien_Heldenplatz_Rede_Adolf_Hitler.jpg" alt="" width="796" height="561" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/Bundesarchiv_Bild_183-1987-0922-500_Wien_Heldenplatz_Rede_Adolf_Hitler.jpg 796w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/Bundesarchiv_Bild_183-1987-0922-500_Wien_Heldenplatz_Rede_Adolf_Hitler-300x211.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/Bundesarchiv_Bild_183-1987-0922-500_Wien_Heldenplatz_Rede_Adolf_Hitler-768x541.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/Bundesarchiv_Bild_183-1987-0922-500_Wien_Heldenplatz_Rede_Adolf_Hitler-585x412.jpg 585w" sizes="(max-width: 796px) 100vw, 796px" /></p>
<div class="bildunterschrift">Hitlers Rede am Heldenplatz 1938. Bundesarchiv, Bild 183-1987-0922-500 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE &lt;https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en&gt;, via Wikimedia Commons</div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eigentlich war alles bereit für einen Umzug nach Oxford. 1938 war der jungen Familie die Emigration nach England gelungen, nun sollte es wieder dorthin zurückgehen. Die Ehefrau des Professors wollte nicht in der Wohnung in Wien bleiben. Seit dem Einzug hat sie furchtbare auditive Halluzinationen. Sie hört noch immer, wie die Menge feiert und „Sieg Heil“ schreit.</p>
<p>Der Professor wollte nicht, dass ihn Hitler ein zweites Mal aus Wien vertreibt. Doch auch für ihn waren die Zustände im Österreich der Gegenwart unaushaltbar geworden. Weder in Österreich noch in England fand er jemals eine Heimat.</p>
<p>Das Stück setzt am Tag der Beerdigung des Professors ein (er selbst erscheint nie auf der Bühne). In langen Monologen reflektieren die Menschen aus dem Umfeld des Professors, vorrangig seine Wirtschafterin und sein Bruder, über sein Leben sowie die österreichische Gesellschaft, die als feindlich und verloren dargestellt wird. Für die Jüdinnen und Juden in dem Stück hat das Deutsche Reich nie aufgehört zu existieren. Typisch für Thomas Bernhard sind die absoluten, stark negativen Aussagen seiner Charaktere. So heißt es „In Österreich musst du entweder katholisch oder nationalsozialistisch sein / alles andere wird nicht geduldet / alles andere wird vernichtet.“</p>
<h3>Ein Chor von Mitläufern</h3>
<p>Das Tiroler Landestheater widmet sich mit Heldenplatz einem Stoff, der fast 38 Jahre nach der Premiere und 88 Jahre nach dem „Anschluss“ erschreckend aktuell ist. Regisseurin Jessica Glause erweitert ihre Inszenierung um einen Bürger:innen-Chor aus Laien-Schauspieler:innen, der für die österreichische Mehrheitsbevölkerung steht und so den Gegenpol zu den Charakteren Thomas Bernhards bildet. Die Texte für den Sprechchor lieferte Elias Hirschl, dessen Poetry-Slam-Hintergrund in der Rhythmik unverkennbar ist. Warum sie sich um andere Menschen kümmern sollten, fragen sich die Bürger:innen, und was das überhaupt alles mit ihnen zu tun hätte. In die Menge am Heldenplatz rutschen sie einfach so hinein, vergleichen den Wirbel mit dem Fasching und freuen sich, dass es hier endlich einmal nur um sie geht.</p>
<p>Hirschls Texte kritisieren richtigerweise den Egoismus und die Ignoranz, die autoritären Entwicklungen den Weg ebnen. Zu kurz kommt allerdings, was damals wie heute die vielleicht noch größere Rolle spielt als Gleichgültigkeit: die Begeisterung, die Überzeugung, die <em>Lust</em> am Hassen. Durch den starken Fokus auf das impulsive Mitlaufen lässt sich leicht vergessen, wie organisiert, bewusst und genüsslich die Nazis – auch in Österreich – den Terror planten.</p>
<h3>Schräges Pop-Konzert am Heldenplatz?</h3>
<p>Vielleicht würde der Bürger:innen-Chor stärker wirken, wenn die begeisterten „Sieg heil!“-Rufe am Ende des Stücks von ihm kämen – nicht (nur) vom Original-Video von 1938. Das würde die Halluzinationen der Frau Professor unmittelbar greifbar machen. Die Aufnahmen von Hitlers Rede am Heldenplatz gehen unter: Sie werden nicht laut genug abgespielt und durch das hohe Bühnenbild im dritten Akt (Nicole Marianna Wytyczak) zum Teil verdeckt.</p>
<p>Andere im Stück projizierte Videos (ebenso von Nicole Marianna Wytyczak) sind gut sichtbar, doch sie irritieren aus ganz anderen Gründen: Wie aus dem Nichts werden die Charaktere von Aufnahmen unterbrochen, die an ein buntes Musikvideo erinnern. Eine der Darstellerinnen hat darin ein Lachsfilet im Gesicht liegen. Als das Video endet, geht es weiter mit der Besprechung von Vergasungen. Das Intermezzo darf man unpassend bis geschmacklos finden.</p>
<p>Auch die kurzen Poplieder (Liedtexte von Mira Lu Kovacs), die ab und an angestimmt werden, wirken deplatziert. Das Stück prangert den Fortbestand des nationalsozialistischen Gedankenguts an – das ist offensichtlich, ohne dass inbrünstig „Can’t you feel their hate was never defeated? Are you really so naive and deceived?” gesungen werden muss. Der Wechsel ins Englische ist – trotz gepackter Kisten für Oxford – holprig.</p>
<h3>Ausdauerndes Spiel</h3>
<blockquote><p>„Ich habe ja immer gesagt<br />
nicht in der inneren Stadt wohnen<br />
die Fenster auf den Heldenplatz<br />
das ist ja Wahnsinn“<br />
(<em>Heldenplatz</em> von Thomas Bernhard)</p></blockquote>
<p>Beeindruckend sind die Leistungen der Schauspieler:innen. Die langen Monologe, die für Bernhard charakteristisch sind, verlangen ihnen sehr viel ab. Marie-Therese Futterknecht gibt trotz ein, zwei kleiner Versprecher am Premierenabend eine selbstbewusste Frau Zittel. Besonders hervorzuheben ist Christoph Kail als Professor Robert Schuster, der Bruder des Verstorbenen, dessen harte verbitterte Monologe Dreh- und Angelpunkt des Stücks sind. Den ausgiebigen Applaus hat er sich redlich verdient. Seinem Fatalismus begegnet Julia Posch als Anna mit viel Einsatz. Sarah Nunius spricht als Herta in tranceartiger, monotoner Theatersprache, die die einfältige Haushaltshilfe eher als unheimliche Aufziehpuppe erscheinen lässt. Als Frau Professor Schuster ist Nunius aber konsequent und stürzt bewundernswert mutig den Kopf in die Suppenschüssel.</p>
<div id="attachment_22011" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-22011" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-22011 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/Heldenplatz_HP2_c_Ruiz-Cruz_PRESSE_1167-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/Heldenplatz_HP2_c_Ruiz-Cruz_PRESSE_1167-1024x683.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/Heldenplatz_HP2_c_Ruiz-Cruz_PRESSE_1167-300x200.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/Heldenplatz_HP2_c_Ruiz-Cruz_PRESSE_1167-768x512.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/Heldenplatz_HP2_c_Ruiz-Cruz_PRESSE_1167-1536x1025.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/Heldenplatz_HP2_c_Ruiz-Cruz_PRESSE_1167-1920x1281.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/Heldenplatz_HP2_c_Ruiz-Cruz_PRESSE_1167-1170x780.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/Heldenplatz_HP2_c_Ruiz-Cruz_PRESSE_1167-585x390.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/Heldenplatz_HP2_c_Ruiz-Cruz_PRESSE_1167-263x175.jpg 263w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/Heldenplatz_HP2_c_Ruiz-Cruz_PRESSE_1167.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-22011" class="wp-caption-text">Foto: Marcella Ruiz Cruz</p></div>
<div class="download__item-description bildunterschrift">
<p>Christoph Kail (Prof. Robert Schuster) und Julia Posch (Anna).</p>
</div>
<p>Dass die Charaktere um Professor Schuster alle schwarz tragen, während die Bürger:innen im Chor bunt gekleidet sind, streicht deren verschiedene Lebensrealitäten hervor (Kostüme von Florian Buder). Durch die grellen Farben einerseits, die ausgiebigen Schulterpolster andererseits wird der Bezug zum Setting in den 80er-Jahren hergestellt. Dennoch existiert das Stück visuell außerhalb der Zeit: Die ausladenden Röcke der Dienstbotinnen erinnern ans Rokoko, und die Räume auf der Bühne sind an die späten 1930er angelehnt. Diese Mosaiktechnik unterstreicht die bedauernswert zeitlose Relevanz des Stücks. Allerdings muss man sich als Zuschauerin auch ständig ins Bewusstsein rufen, dass der Suizid des Professors eben nicht irgendwann passiert, sondern genau 50 Jahre nach dem „Anschluss“.</p>
<p>Etwas befremdlich ist, wie humoristisch einige Passagen vorgetragen oder zumindest aufgenommen werden. Eigentlich ist <em>Heldenplatz</em> eher zum Weinen. Als Frau Zittel (Marie-Therese Futterknecht) mit lockerer Stimme den Professor zitiert: „Dass ich Österreicher bin, ist mein größtes Unglück“, lachen einige Zuschauer:innen laut auf. Das kann man wohl nur lustig finden, wenn man denkt, es sei eine Übertreibung. Für viele Jüdinnen und Juden bedeutete ihr Österreicher-Sein in der Nazi-Zeit tatsächlich den Tod oder die lebenslange Traumatisierung.</p>
<h3>1938 – 1988 – 2026</h3>
<p>Gleichgültigkeit, Hass, autoritäre Tendenzen: <em>Heldenplatz</em> ist 2026 erschreckend relevant und allein deshalb schon lesens- oder sehenswert. Leider wird in der Inszenierung am Tiroler Landestheater durch viel Drumherum ein Teil der Kraft des schlichten Originaltextes verspielt. Trotzdem geht man erschüttert nach Hause – wie es sich bei dem Stück gehört.</p>
<p><em>Das Theaterstück </em>Heldenplatz <em>läuft noch bis April im Tiroler Landestheater. Karten gibt es für alle unter 27 um 40 Prozent ermäßigt. </em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Superheldenfilme: Zwischen Kult und Krise</title>
		<link>https://www.unipress.at/kultur/superheldenfilme-zwischen-kult-und-krise/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie Eisele]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Dec 2025 12:03:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Noch vor ein paar Jahren kam man kaum an ihnen vorbei: Superheldenfilme dominierten in den späten 2010ern die Kinos, lockten Millionen vor die Leinwand und brachten den Machern Milliarden ein.&#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Noch vor ein paar Jahren kam man kaum an ihnen vorbei: Superheldenfilme dominierten in den späten 2010ern die Kinos, lockten Millionen vor die Leinwand und brachten den Machern Milliarden ein. Nun scheinen Marvel und Co. nach einigen Misserfolgen in der Krise zu stecken. Woran lag der Superhelden-Hype? Warum konnte er sich nicht halten? Und: Gibt es noch Hoffnung für den Superheldenfilm?</span></div>
<p><span id="more-21897"></span></p>
<p><strong><em>Dieser Artikel erschien ursprünglich in unserer Printausgabe</em> <em>Vorbilder und Helden</em><i> im Sommersemester 2025.</i></strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Superheldengeschichten gibt es, seit es Menschen gibt. Unsere Mythen und Sagen sind voller Wesen mit übermenschlichen Kräften. Auch in der modernen Popkultur spielen Superhelden schon länger eine große Rolle: Der erste Superheldenfilm kam 1943 ins Kino. Seitdem werden die Comic-Helden regelmäßig zu Helden der Leinwand. In den frühen 2000er-Jahren wurden sie richtig beliebt: Vor allem die Marvel-Filmstudios machten Superheldenfilme zum Kult. Jahrelang brachten sie einen Kassenschlager nach dem anderen in die Kinos, und das alle paar Monate. Mit dem Erscheinen von „Avengers Endgame“ 2019 war der Superhelden-Hype auf seinem Höhepunkt angekommen: Das drei Stunden lange Epos voller Action und aufwendigen Special Effects wurde zum erfolgreichsten Film aller Zeiten.</span></p>
<h3><strong>Flacher Plot und tiefe Helden</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Superheldenfilme folgen meist dem gleichen Schema. Der Superheld – noch immer ist nur etwa eine von vier Superheld:innen weiblich – erhält seine Superkräfte durch einen Spinnenbiss, radioaktive Strahlung oder Ähnliches. Manchmal nutzt er auch seinen Verstand und sein Geld und baut sich seine Superkräfte selbst. Dann muss er lernen, sie zu kontrollieren und für das Gute einzusetzen, schließlich haben alle Helden das gleiche Ziel: Menschen beschützen und das Böse bekämpfen. Am Ende gibt es einen spektakulären Kampf gegen den Superschurken, aus dem der Held siegreich hervorgeht und die Welt rettet.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Vorhersehbarkeit des inhaltlichen Grundgerüsts macht zwar einen Teil des Erfolges aus, ist aber nicht alles. Auch die visuellen Effekte und bekannten Schauspieler sind es nicht. Superheldenfilme sind gerade deshalb so beliebt, weil sie heutzutage mehr sind als schrille Kostüme und coole Sprüche. Die Helden sind menschlicher und ihre Geschichten komplexer. In neueren Filmen wird viel Wert darauf gelegt, die Superhelden trotz ihrer übermenschlichen Kräfte nahbar erscheinen zu lassen. Spiderman ist in der Schule ein Außenseiter, Iron Man hat Alkoholprobleme.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch die Geschichten sind komplexer geworden. Häufig spielt ein Moralkonflikt mit. „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung“ – trotzdem muss sich Spiderman der Tatsache stellen, dass er nicht alle retten kann. Batman bestraft diejenigen, die sich nicht ans Gesetz halten – und steht dabei selbst über dem Gesetz. Oder es gibt einen Identitätskonflikt, bei dem der Superheld zwischen seiner Existenz als Held oder als Privatperson wählen muss.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">bwohl sie immer menschlicher werden, sind Superhelden im Kern immer eines: moralisch gut. Sie setzen sich für das Allgemeinwohl ein, für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit – das sind Werte, die jeder unterschreiben würde. Und sie siegen am Ende immer. Zwar mit Gewalt, pazifistisch sind sie nicht, aber vielleicht befriedigen sie in uns trotzdem eine ganz grundlegende Sehnsucht nach dem Guten. Superhelden sind Vorbilder, „weil sie es schaffen, alle möglichen Krisen und Herausforderungen zu überstehen und zu überwinden“, sagt Felix Brinker, der an der Universität Hannover zu Superhelden forscht, im Corso-Podcast des Deutschlandfunks.</span></p>
<h3><strong>Das Super-Universum</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein großer Faktor, der Superheldenfilme in den letzten Jahren so beliebt machte, ist die Cross-Promotion. Marvel meisterte in den 2010ern die Anspielung auf Figuren und Handlungsstränge in Filmen, die sich eigentlich um einen ganz anderen Helden drehen. So hatten Fans immer die Chance, Neues über ihren Lieblingshelden zu erfahren. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Cinematic Universe, in dem die Helden miteinander interagieren und Teams bilden können, sorgte außerdem dafür, dass jeder Film mehr oder weniger seinen Teil zur alles übergreifenden Handlung beitrug. So konnten Zuschauer keinen Film auslassen, wenn sie den nächsten verstehen wollten. Und schon hatte man bei jedem neuen Release volle Kinosäle.</span></p>
<h3><strong>Vom Hype zum Flop</strong><span style="font-weight: 400;"><br style="font-weight: 400;" /></span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Während zuvor allein der Name Marvel die Massen ins Kino lockte, floppten 2021 und 2022 erschienene Filme wie „Ant Man and the Wasp: Quantumania“ oder „The Marvels“. Warum hielt sich der Hype nicht? Was sorgte dafür, dass die Beliebtheit von Superheldenfilmen in den Jahren nach 2019 so stark abnahm? </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dem Superheldenfilm scheint das ehemalige Erfolgsrezept zum Verhängnis geworden zu sein. Ähnliche Plots, ähnliche Figuren, ähnliche Konflikte – den Zuschauern fehlen neue Ansätze. Hingegen wurde der Animationsfilm „Spider-Man: Across the Spiderverse“ dank seines unkonventionellen Konzepts von Zuschauern und Kritikern gefeiert und originellere Marvel-Serien wie „WandaVision“ waren auch nach dem Marvel-Flop erfolgreich.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch die steigende Wichtigkeit von Streaming-Diensten könnte man zum Teil verantwortlich machen. Vor allem seit Corona warten viele Menschen lieber auf den Release eines Films auf Disney+ und Co., anstatt im Kino viel Geld für Tickets auszugeben. Der Name Marvel oder DC allein reicht als Motivation nicht mehr aus.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dazu kommt, dass die bekanntesten Superhelden immer mehr aus der Zeit gefallen wirken. Sie sind weiß, männlich und strahlen neben den aktuellen Krisen eine gewisse Naivität aus. Diversität gibt es noch wenig in der Superheldenbranche, auch wenn die Macher seit einigen Jahren daran arbeiten, diese zu stärken.</span></p>
<h3><strong>Neustart eines Genres</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Ist der Superheldenfilm also tot? Das kann man so nun auch nicht sagen. Die großen Produktionsfirmen bereiten sich momentan auf einen Neuanfang vor, millionenschwere Projekte stehen in den Startlöchern. DC will diesen Sommer ein ganz neues Cinematic Universe aufbauen. Auch neue Avengers-Filme sind geplant. Mit den richtigen Ideen und frischen Ansätzen sollte es möglich sein, dass der Superheldenfilm auch die aktuelle Krise überwindet – so wie die Superhelden selbst, die nach jeder Niederlage wieder aufstehen.</span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Rett Smith: “I wouldn’t be playing music if I hadn’t lived here”</title>
		<link>https://www.unipress.at/kultur/rett-smith-i-wouldnt-be-playing-music-if-i-hadnt-lived-here/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Isser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Dec 2025 11:30:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>An American skier turned rockstar returns to Innsbruck. Rett Smith is sitting across from me in a hotel bar in a black leather jacket (what else?), sipping on a gin&#8230;</p>
<p>The post <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at/kultur/rett-smith-i-wouldnt-be-playing-music-if-i-hadnt-lived-here/">Rett Smith: “I wouldn’t be playing music if I hadn’t lived here”</a> appeared first on <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at">UNIpress</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">An American skier turned rockstar returns to Innsbruck. <span id="more-21857"></span></div>
<p>Rett Smith is sitting across from me in a hotel bar in a black leather jacket (what else?), sipping on a gin and tonic. It’s the first really cold day of the waning fall and waxing winter. In about two hours, Smith will take the stage at Treibhaus – he just came from the sound check. He is self-assured, calm and collected, and I can tell that he’s intelligent. I can also tell that he doesn’t take any shit from anyone.</p>
<h3>From Texas to Axams and back</h3>
<p>What you might not be able to tell about Smith, with his American rockstar aura, is that he was a competitive alpine skier in a previous life – a career path that had him living in Tyrol part-time as a teenager. Originally from Texas, this is his first time being back since he started playing music.</p>
<p>“I spent the majority of my life from 12 to almost 16 at Axamer Lizum and living in Axams, and so I&#8217;ve spent a lot of time in Innsbruck. I remember hopping on the bus and coming down on off days as a kid and being in this exact area. It brings back some feelings that I didn&#8217;t expect,” he says. “It is funny, the things that your body remembers that your conscious mind doesn&#8217;t. Walking around, and the market and the Glühwein, and the smells, and remembering corners and knowing to turn right, and just strange, strange things.”</p>
<p>Does he miss it? “No,” he responds decisively. But he also wouldn’t change anything about his trajectory and how that time in his life shaped him. “I wouldn’t be playing music if I hadn’t lived here.”</p>
<p>Smith wrote, mixed, and produced his new album <em>A Physical Persistence</em> completely on his own. “This was very much a singular effort, in the sense of, ‘Stay out of the way.’ I just wanted it to sound a very specific way. Right now, everything sounds so fucking similar in every genre that I was like, I have to make one that sounds the way I want it to, to the end.” Still, Smith didn’t do everything on his own. “I had it mastered at Abbey Road with Stefan [Brown], who&#8217;s a good friend of mine. We collaborated a lot on the final mixes.” While making the record, Smith says he became obsessive and lived like a hermit, completely giving himself to the process. “I wouldn&#8217;t recommend it. There&#8217;s ways to do the work without being ridiculous.”</p>
<h3>Lyrics first</h3>
<p>The record is defined by guitar riffs. Over the instruments, it’s sometimes difficult to make out the words. But that doesn’t mean that lyrics are secondary to Smith – in his process, they actually come first. “I write lyrics more like prose on the page. Once you already have a great lyric or at least a decent lyric or <em>my</em> lyric or whatever, you can actually fit that into a melody pretty easy. It keeps you from writing stupid songs because, unless you&#8217;re the Beatles, you should probably make sure that your lyrics are holding up.”</p>
<p>And he thinks they do. Looking back at some of his previous work, Smith says, “I have songs that I would change. Of course I cringe at stuff. But the lyrics hold up. Like, if it was in a book, I&#8217;m cool.”</p>
<p>Smith says his lyrics have “narrative characters” that ultimately go back to him but aren’t him – not exactly anyway. “Not to get Freud 101 over here, but, like, are your dreams you? Songs can be extreme thoughts that have nothing to do with you. That have everything to do with you. The song is the place to be the most extreme version of yourself.”</p>
<div id="attachment_21860" style="width: 693px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-21860" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-21860 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/RettSmith-Innsbruck_3-683x1024.jpg" alt="" width="683" height="1024" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/RettSmith-Innsbruck_3-683x1024.jpg 683w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/RettSmith-Innsbruck_3-200x300.jpg 200w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/RettSmith-Innsbruck_3-768x1152.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/RettSmith-Innsbruck_3-1024x1536.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/RettSmith-Innsbruck_3-1365x2048.jpg 1365w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/RettSmith-Innsbruck_3-1920x2880.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/RettSmith-Innsbruck_3-1170x1755.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/RettSmith-Innsbruck_3-585x877.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/RettSmith-Innsbruck_3-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /><p id="caption-attachment-21860" class="wp-caption-text">Photo: Cristina Fisher</p></div>
<p><em>Rett Smith playing at Treibhaus. Photo: Cristina Fisher</em></p>
<h3>Media, music, money, and a message to our readers</h3>
<p>Many of the lyrics on Smith’s new album clearly speak to the current cultural and political moment. The song <em>November 63’</em> is about the Kennedy assassination, but it feels just as relevant in November 2025. Smith chose the subject because his then eight-year-old mother was just down the street when President John F. Kennedy was shot in Dallas on November 22, 1963. “I remember her casually talking at times about how scarring that was for the nation, and for her as a little girl.” Looking at the state of the country over 60 years later, Smith is worried about <a href="https://www.politico.com/news/2025/11/03/poll-americans-political-violence-00632864">political violence increasing</a> and the possibility of another assassination on the President. “I really hope that doesn&#8217;t happen because I think that it&#8217;s so amplified and so scary that it would be catastrophic.”</p>
<p>When I ask Smith whether he thinks artists should speak out about political issues online, he responds “I think you have the right to say whatever you want to say. And I also think the world has the right to make you have proper repercussions to that, if you&#8217;re fucking insane. But I think that Facebook and Instagram should not decide what that is behind the scenes. Because they&#8217;re the most corrupt people on the planet.” (A line in Smith’s song <em>Mobile Lord</em> goes “Tell that man on Instagram about my useless fucking vote.”)</p>
<p>It’s the financial interests behind artists’ social media activism, if you can call it that, that alarm Smith. About Taylor Swift’s endorsing Kamala Harris in September 2024, he says “Her stance, I guarantee you, had fucking Deloitte. She probably spent a million dollars on consulting firms before she said anything. That&#8217;s no joke. Like, she&#8217;s an enterprise.” Authenticity of expression is what’s important to Smith. “I&#8217;m never going to knock an artist for doing what they do. Just don&#8217;t get paid for it. If you&#8217;re getting paid for it, that&#8217;s not an opinion anymore.”</p>
<p>Smith is painfully aware of how people with money can make or break your career in music. “The number of girls and boys, and young women and young men, and older women and older men, that have done the work and would have been incredible, who did everything to get there, and then had that stripped away by the pariahs that think they fucking know something. They couldn&#8217;t work the lowest level job on the planet, and they&#8217;re in in control of tens of thousands of dollars for someone that needs it.”</p>
<p>The situation being what it is, Smith has a message to our readers. “I just want to put it in the university press, because I think that if you&#8217;re smart, and you may not have a musical aptitude, but you care about art: go work in music. Because the business needs you. And the ones that are there need to get the fuck out. They&#8217;re horrendous. So, go take their jobs, please.”</p>
<h3>Performativity versus performing</h3>
<p>In his song <em>Soft Boy</em>, Smith takes on the “performative male.” By that, he doesn’t primarily mean the mustached, matcha-drinking, Camus-carrying college student – an association on which he is quick to correct me. “I didn&#8217;t want a record that made it sound like I might be some right-wing nutter on this stuff.” It’s the “tough guy shit”, not men being genuinely sensitive, that he’s criticizing. “Performative male, to me, isn&#8217;t just the tote bag and the trying-to-get-pussy weirdo, or trying-to-get-guys weirdo. It&#8217;s the tech guy pretending to support the arts. It&#8217;s the performative cowboy. There&#8217;s a huge cosplay-cowboy thing in music that&#8217;s really strange to me.” He adds, “‘Neck tat, fuck that’ is the lyric. So, like, you&#8217;re all tatted up, and your mom&#8217;s paying your rent. You&#8217;re acting like a tough guy. Like, be careful that you don&#8217;t run into a tough girl. She might do something.”</p>
<p>I have to ask. “How performative is Rett Smith?” Immediately, he responds, “Highly. It takes one to know one.” Right now, he says, he is highly conscious that our conversation is being recorded, that I’ll choose quotes and print them, so of course he’s thinking about how he wants to come across. Ironically, Smith says this is different when he is actively performing. “On stage is when I&#8217;m not performative. It&#8217;s the biggest performance – it&#8217;s the most exaggerated version of myself, though. That&#8217;s me to the core. I want to be the truest version myself because then maybe the people in the audience can be theirs. Then we have a room.” He adds, “The best way to make someone dance is to go dance.”</p>
<h3>The show – Rett Smitt “to the core”</h3>
<p>This proves true. At the concert later, Smith climbs on his drummer’s instrument, roughhouses his equipment, dances like a maniac, and jumps off the stage to play right in the audience’s face. (They love it.)</p>
<p>In a surprising turn, he at one point ditches his electric guitar, sends his drummer backstage, and tells us he will sing a couple of different songs now. He wants to pay tribute to the people who originated blues and rock music – “people that don’t really look like me”, he says – that is, Black people in the South of the USA.</p>
<p>This is my favorite moment of the night. He yells, “You can cut this mic!”, takes a big step away from the microphone and looks straight at the crowd. Almost unrecognizable from earlier, he now stands still, alone on the stage. The crowd listens, silent and captivated, as he sings acoustic in a heartbreaking but strong tone that transports pain and pleading and hope.</p>
<p>And then, this part of the set is over, and he is back to playing rock. For the last song, he takes his shirt off and lets it all out on the stage one last time.</p>
<p>Throughout and after the show, he thanks the audience time and time again for being present in this moment with him. Which we are – I have rarely been at a concert where the connection between the artist and the crowd is this palpable. Smith seems very moved by playing in Innsbruck on this day, two decades after he left Tyrol, and I get the sense that tonight is a second chance.</p>
<div id="attachment_21861" style="width: 693px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-21861" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-21861 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/RettSmith-Innsbruck_8-683x1024.jpg" alt="" width="683" height="1024" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/RettSmith-Innsbruck_8-683x1024.jpg 683w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/RettSmith-Innsbruck_8-200x300.jpg 200w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/RettSmith-Innsbruck_8-768x1152.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/RettSmith-Innsbruck_8-1024x1536.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/RettSmith-Innsbruck_8-1365x2048.jpg 1365w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/RettSmith-Innsbruck_8-1920x2880.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/RettSmith-Innsbruck_8-1170x1755.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/RettSmith-Innsbruck_8-585x877.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/RettSmith-Innsbruck_8-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /><p id="caption-attachment-21861" class="wp-caption-text">Photo: Cristina Fisher</p></div>
<div class="bildunterschrift">The last song of the night. Photo: Cristina Fisher</div>
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		<item>
		<title>„Da draußen gibt es so viel Inspiration.“ &#8211; Christina Anna Kasseroler im Interview</title>
		<link>https://www.unipress.at/kultur/da-draussen-gibt-es-so-viel-inspiration-christina-anna-kasseroler-im-interview/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie Eisele]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2025 11:30:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Christina Anna Kasseroler ist Kinderbuchautorin und hat im Eigenverlag bisher drei Bücher herausgebracht. Im Interview spricht sie über ihren Weg zur Veröffentlichung, Inspiration in den Tiroler Bergen und darüber, was&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Christina Anna Kasseroler ist Kinderbuchautorin und hat im Eigenverlag bisher drei Bücher herausgebracht. Im Interview spricht sie über ihren Weg zur Veröffentlichung, Inspiration in den Tiroler Bergen und darüber, was sie als Autorin zum Vorbild macht. </span></div>
<p><span id="more-21808"></span></p>
<p><strong><em>Dieser Artikel erschien ursprünglich in unserer Printausgabe</em> <em>Vorbilder und Helden</em><i> im Sommersemester 2025.</i></strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Traumberuf Kinderbuchautor:in? Was man sich als Kind noch spielerisch vorstellt, erfordert im Erwachsenenalter Mut, finanzielle Risikobereitschaft und die Überwindung der Angst vor Ablehnung. Christina Anna Kasseroler hat diesen Schritt gewagt. Vor mehr als zehn Jahren erschien ihr erstes Kinderbuch </span><em><span style="font-weight: 400;">Zirbelzapfenzwergs</span></em><i><span style="font-weight: 400;"> wundersame Reise</span></i><span style="font-weight: 400;">, in dem ein kleiner Zwerg den Weg nach Hause sucht.</span></p>
<div class="mceTemp">
<div id="attachment_21812" style="width: 510px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-21812" decoding="async" loading="lazy" class=" wp-image-21812" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/zirbelzapfenzwerg-kinderbuch.jpg" alt="" width="500" height="383" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/zirbelzapfenzwerg-kinderbuch.jpg 750w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/zirbelzapfenzwerg-kinderbuch-300x230.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/zirbelzapfenzwerg-kinderbuch-585x449.jpg 585w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /><p id="caption-attachment-21812" class="wp-caption-text">Christina Anna Kasserolers erstes Buch (Foto: Christina Anna Kasseroler)</p></div>
<p><span style="font-weight: 400;">Es folgten </span><i><span style="font-weight: 400;">Kleine Anna</span></i><span style="font-weight: 400;">, die Geschichte eines Sommers in den Tiroler Bergen, und </span><i><span style="font-weight: 400;">Emifant und Mia Mau</span></i><span style="font-weight: 400;">, ein Gedichtband aus kindlichen Wortkreationen. Alle ihre Bücher hat Kasseroler bisher im Eigenverlag veröffentlicht und selbst vermarktet. Welche Rolle dabei soziale Medien spielen, erzählt sie im Interview. Außerdem geht es um die Wichtigkeit der kleinen Dinge im Leben, die Frage, wie viel man Kindern zutrauen kann – und darum, wie Kasseroler durch ihre Arbeit als Autorin zum Vorbild wird.</span></p>
<p><b> UNIpress: Christina, wusstest du schon immer, dass du einmal Autorin sein würdest?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Christina Anna Kasseroler: Tatsächlich habe ich mein erstes Buch mit drei Jahren geschrieben, mit der Hilfe meiner Mutter. Später schrieb ich Gedichte und Lieder, meine Geschichten blieben aber immer unvollendet. Ich wurde Deutschlehrerin. Eines Tages lag ich in meinem Bett und plötzlich war ein Name da: Zirbelzapfenzwerg. Das war der Startschuss zu meinem ersten Buch.</span></p>
<p><b><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-21813 alignnone" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/Bild_Kasseroler.jpeg" alt="" width="470" height="313" data-wp-editing="1" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/Bild_Kasseroler.jpeg 1000w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/Bild_Kasseroler-300x200.jpeg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/Bild_Kasseroler-768x512.jpeg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/Bild_Kasseroler-585x390.jpeg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/11/Bild_Kasseroler-263x175.jpeg 263w" sizes="(max-width: 470px) 100vw, 470px" /></b></p>
<div class="bildunterschrift">Foto: Christina Anna Kasseroler</div>
<p><b>Wie sah der Weg von der Idee zur Publikation aus?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Meine Geschichten entstehen aus dem Moment heraus. Ich kann stundenlang einfach schreiben und merke gar nicht, wie die Zeit vergeht. Plötzlich war es für mich greifbar, ein Buch zu schreiben. Gleichzeitig dachte ich mir aber: Es gibt schon so viele herausragende Schriftsteller und fantastische Geschichten – wieso sollte man ausgerechnet mir zuhören? Meine Mutter hat mich damals sehr ermutigt, es einfach zu machen. Ich suchte also einen Tiroler Verlag. Der Verlag wollte aber einiges ändern, weil mein Buch mit der bildhaften Sprache und den Illustrationen nicht für massentauglich gehalten wurde. Von meiner ursprünglichen Idee blieb nicht mehr viel übrig – also entschied ich mich für den Eigenverlag. Das war der beste Schritt, den ich machen konnte.</span></p>
<p><b>Was ist eigentlich ein Eigenverlag und wie funktioniert das?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Grunde genommen ist das eine einfache Sache. Einen Eigenverlag kann man sehr unkompliziert anmelden. Der schwierige Teil ist, dass man sich um Produktion und Vermarktung selbst kümmern muss. Dafür braucht man natürlich ein Startkapital. </span></p>
<p><b>Du kümmerst dich also selbst um die Vermarktung deiner Bücher. Wie machst du das?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es war ein sehr guter Schritt, eine Homepage zu erstellen, auf der man meine Bücher auch direkt kaufen kann. Auch die Wagner’sche, die Tyrolia, Haymon und Zangerl und einige kleine Geschäfte haben viele meiner Bücher verkauft. Und ich habe auch einen Instagram-Account eingerichtet – obwohl ich mich lange dagegen gesträubt habe <em>lacht</em>. Heutzutage geht es einfach nicht ohne Social Media. Über die Instagram-Seite sind schon viele tolle Sachen entstanden.</span></p>
<p><b>Gerade junge Autor:innen werden heute häufig dazu angehalten, zuerst eine Social-Media-Präsenz aufzubauen, bevor sie etwas veröffentlichen.</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das kann ich nicht bestätigen. Bei mir ist es andersherum gelaufen, erst kamen zwei Bücher, dann Instagram. Also – es geht auch anders. Ich finde, gerade als Autorin sollte man sich da selbst treu bleiben. Das was du ausstrahlst, was du authentisch wiedergibst, kommt zu dir zurück. Davon bin ich überzeugt.</span></p>
<p><b>Woher kommt die Inspiration für deine Bücher?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Mittlerweile ist meine Tochter eine große Inspirationsquelle. Das Buch <em>Emifant und Mia Mau</em> ist durch ihre Wortkreationen als Kleinkind entstanden. Inspiration geben mir auch die kleinen Momente, die man erlebt, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht. Da draußen gibt es so viel Inspiration. Ich glaube, jeder könnte damit seine eigenen besonderen Geschichten schreiben.</span></p>
<p><b>Was macht es für dich aus, Bücher für Kinder zu schreiben?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Mir ist es wichtig, die Kinder in der Magie und Unbeschwertheit abzuholen. Es gibt in meinen Büchern keine negativ behafteten Figuren oder Handlungen. Stattdessen geht es um einen positiven Weg und die Frage, worauf es im Leben wirklich ankommt. Was macht mich glücklich? Wo muss ich hinschauen, um die Besonderheiten im Leben zu sehen? Das steht immer in Verbindung mit der Natur. Kinder brauchen die Anbindung an die Natur ganz dringend.</span></p>
<p><b>Auf deiner Website steht, dass deine Kinderbücher auch für Erwachsene geeignet sind. Was können Erwachsene aus deinen Büchern mitnehmen?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Erwachsene fühlen sich durch meine Bücher in ihre Kindheit zurückversetzt. Die Lektüre ist für sie eine Auszeit vom Alltag, ein Loslassen. Die Message vom Zirbelzapfenzwerg ist zum Beispiel: Das eigentliche Glück sind die Weggefährten oder auch das Nachhausekommen. Es geht um den Blick von oben und darum, die kleinen Dinge im Leben wertzuschätzen. Damit holt man die Erwachsenen sehr gut ab.</span></p>
<p><b>Hast du schon einmal überlegt, Bücher für Erwachsene zu schreiben?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ja, habe ich. Das finde ich sehr anspruchsvoll. Gleichzeitig gibt es viel, über das ich gern erzählen würde. Zurzeit arbeite ich mit einer Kollegin zusammen an einem locker-flockigen Roman. Es gibt aber auch tiefgreifendere Themen, über die ich eines Tages gerne schreiben würde.</span></p>
<p><b>Du bist in Innsbruck geboren und hast dein ganzes Leben in Tirol verbracht. Wie beeinflusst das Leben in den Alpen dein Werk?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich bin in Saggen aufgewachsen, heute lebe ich in Hall. Berge gehören zu meinem Leben. Die Ruhe und Inspiration, die man oben in den Bergen findet, ist absolut einzigartig. Hier finde ich meine Verbindung zur Natur und kann mich erden. Außerdem gibt es so viele Sagen und Geschichten rund um die Berge, die immer irgendeinen wahren Kern haben. Und wir haben hier Naturgeister. Wenn man lernt, zuzuhören und hinein zu spüren, kann man das wahrnehmen. Da hole ich mir sehr viel Inspiration.</span></p>
<p><b>Was ist das Beste am Leben als Autorin?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ganz spontan würde ich sagen: Der Moment, wenn das fertige Buch aus der Druckerei kommt und ich es zum ersten Mal in der Hand halte. Das ist eine unbeschreibliche Glückseligkeit. In weiterer Folge ist es der Kontakt zum Publikum über die Lesungen, gerade auch der Kontakt mit Kindern. Es gibt Momente, die mich völlig entwaffnen. Kinder verstehen sehr viel. Man traut ihnen zu wenig zu, wenn man die Sprache für sie ausdünnen und vereinfachen will. Die Sprache dürfen wir nicht verarmen lassen – wir müssen sie fördern.</span></p>
<p><b>Würdest du sagen, dass du als Kinderbuchautorin ein Vorbild bist?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich freue mich, wenn ich Menschen inspirieren kann. Mir haben schon Leute erzählt, dass ich ihnen Mut gemacht habe, ihren eigenen Weg zu gehen. Wenn du also schreiben möchtest: Mach es einfach! Meistens steht man sich selbst im Weg. Vor allem als junger Mensch hat man oft das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Auch ich habe vor meinem ersten Buch Ermutigung von den Menschen um mich herum gebraucht. Jetzt bin ich sehr froh, dass ich es gemacht habe – so kann ich etwas hinterlassen. Ich hoffe, dass meine Bücher Menschen dabei unterstützen können, im Moment zu leben und den Mut zu haben, Dinge einfach zu tun.</span></p>
<p><br style="font-weight: 400;" /><br style="font-weight: 400;" /></p>
</div>
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		<title>Hoch hinaus, tief verbunden: Literatur in Innsbruck erleben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna Korell]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2025 10:30:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wo lebt die Literatur in Innsbruck? Das Literaturhaus am Inn und der Turmbund laden zu kostenlosen Veranstaltungen ein und öffnen Türen zu einer Gemeinschaft voller Herz und inspirierender Worte. Dieser&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Wo lebt die Literatur in Innsbruck? Das Literaturhaus am Inn und der Turmbund laden zu kostenlosen Veranstaltungen ein und öffnen Türen zu einer Gemeinschaft voller Herz und inspirierender Worte.</div>
<p><span id="more-21762"></span></p>
<p><strong><em>Dieser Artikel erschien ursprünglich in unserer Printausgabe </em>Zusammen-Sein<em> im Sommersemester 2025.</em></strong></p>
<p>In Innsbruck gibt es zahlreiche Veranstaltungsorte, die Literatur Raum geben: von lokalen Buchhandlungen über das Theater praesent bis hin zur Bäckerei und dem BRUX Theater. Vielleicht weniger bekannt sind das Literaturhaus am Inn und der Turmbund – Gesellschaft für Literatur und Kunst. Versteckt in ihrer Unscheinbarkeit, bleiben sie ohne Empfehlung oft unentdeckt – und genau darin liegt ihr Charme als wahrer Geheimtipp. Das Literaturhaus sowie der Literaturverein Turmbund schaffen offene, wertfreie Räume für Diskurs, Literatur und Kunst. Es sind Orte, die man besuchen sollte, um die vielfältigen kostenlosen Angeboten und Möglichkeiten zu erleben.</p>
<h3>Ganz oben: Das Literaturhaus am Inn</h3>
<p>Im 10. Stock der Josef-Hirn-Straße 5, gleich neben der Hauptuniversität, liegt das Literaturhaus am Inn. Dort trifft man auf Dr. Maria Piok, die Leiterin des Hauses. Sie ist außerdem wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsinstitut Brenner-Archiv.</p>
<div class="bildunterschrift"><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone wp-image-21771 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/IMG_0327-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/IMG_0327-1024x683.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/IMG_0327-300x200.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/IMG_0327-768x512.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/IMG_0327-1536x1024.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/IMG_0327-2048x1365.jpg 2048w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/IMG_0327-1920x1280.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/IMG_0327-1170x780.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/IMG_0327-585x390.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/IMG_0327-263x175.jpg 263w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" />Dr. Maria Piok, Leiterin des Literaturhauses und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Brenner-Archivs. Foto: Johanna Korell</div>
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<p>Piok beschreibt das Haus als einen Ort, der weit mehr als nur Bücher bietet: „Wir wollen Literatur und Themen präsentieren, die Diskussionen anregen und Gedanken aufbrechen. Kunst soll aus der Bahn werfen und stören, Denken verändern, verwirren. Literatur, die wir hier präsentieren, ist oft ungemütlich.“ Doch trotz der unbequemen Themen lädt der behagliche Raum zum Verweilen ein, begleitet von wechselnden Ausstellungen, unter anderem vom renommierten Brenner-Archiv – einem Forschungsinstitut der Universität Innsbruck. Es verwahrt derzeit über 300 Nachlässe, Vorlässe und Teilnachlässe, vor allem von Schriftsteller:innen.</p>
<h3>Ein Raum zum Einbringen</h3>
<p>In den Räumlichkeiten haben bis zu 80 Literaturinteressierte Platz. Nicht immer reicht das: „Als Monika Helfer bei uns zu Besuch war, mussten wir Leute wegschicken“, sagt Piok. Das Literaturhaus empfängt regelmäßig Gegenwartsliteraten. Neben Helfer waren auch schon Michael Köhlmeyer, Stefanie Sargnagel und vor kurzem erst Kurt Palm zu Besuch. Piok empfiehlt gerade bei bekannten Autor:innen, einen Platz per Mail zu reservieren.</p>
<p>Das Literaturhaus am Inn hat neben Lesungen aber auch viele andere Formate. Ein Leseforum, literarische Spaziergänge, eine Schreibwerkstatt für 12–19 Jährige und vieles mehr. Ein Buchkreis für Studierende wurde letztes Jahr schon mal organisiert und ist wieder in Planung. Auch ein Open-Mic sei geplant. „Wenn jemand Ideen für ein Format hat, Wünsche, Anregungen: Wir sind für alles offen! Einfach eine Mail schreiben, wir freuen uns!“, so Piok. Denn: „Das Literaturhaus ist für alle da.“</p>
<h3>Aktuelle Herausforderung: Die Finanzen</h3>
<p>Piok betont: „Unser größtes Problem ist das Geld.“ Das Literaturhaus wird (ebenso wie der Turmbund) von Bund, Land und der Stadt finanziert, aber die letzten Jahre wurden zunehmend Gelder für den Kulturbetrieb gekürzt beziehungsweise nicht an die Inflation angepasst. „Wir haben das Glück, dass uns die Universität Innsbruck die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt und meine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin übernimmt. Das Literaturhaus bietet somit einen Raum zur Verbindung von Literatur, Kultur und Wissenschaft.“ Für Werbung reiche es nicht mehr. Früher hätten sie mal eine Agentur beauftragt, heute fahren die Mitarbeiterinnen die Flyer selber mit dem Fahrrad aus in nahegelegene Cafés. Sie wollen das Geld ausschließlich dem vielfältigen Programm zu Gute kommen lassen. „Bei 1000 Euro kommen wir jedoch an unsere Schmerzgrenze“, sagt Piok. Die Summe könne schnell mal für aktuell relevante Literaten verlangt werden. „Da müssen wir immer abwägen, ob wir einen großen Namen einladen, aber dafür auf zwei kleinere Veranstaltungen verzichten“, so Piok.</p>
<h3>Mit Genuss, Gedanken und Kipferln</h3>
<p>Eine empfehlenswerte Veranstaltung des Literaturhauses stellt das Format <b>Montagsfrühstück. Forum für strategische Langsamkeit</b> dar. Das Literaturhaus bietet einmal im Monat den perfekten Start in die Woche mit anregenden Diskussionsthemen von Wissenschaftler:innen und Künstler:innen sowie kostenlosen Kipferln und Kaffee. Piok sagt: „Manche kommen nur wegen der Kipferln zum Montagsfrühstück, aber das finde ich auch völlig in Ordnung. Wir freuen uns, wenn jeder etwas mitnehmen kann, und sei es nur ein Kipferl. Ich muss ehrlich sagen, für mich ist auch nicht jede Veranstaltung was, einige Bücher haben mir gar nicht gefallen – aber Literatur ist einfach Geschmackssache, daher auch unser vielfältiges Programm!“</p>
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<h3><strong>Worte über Innsbruck: Der Turmbund</strong></h3>
<h3><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-21781 alignright" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/stadtturm-208x300.jpg" alt="" width="205" height="295" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/stadtturm-208x300.jpg 208w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/stadtturm.jpg 568w" sizes="(max-width: 205px) 100vw, 205px" /></h3>
<p>Der Turmbund ist einer der ältesten Literaturvereine Tirols und wurde bereits 1951 gegründet. Seinen Namen verdankt er den ersten Treffen hoch oben im Innsbrucker Stadtturm, wo sich die Gründungsmitglieder in einer kleinen „Turmstube“ versammelten – einem Raum, der maximal zehn Personen Platz bietet.</p>
<p>Heute hat der Verein seinen Hauptsitz ausgeweitet auf eine gemütliche Drei-Zimmer-Wohnung in der Müllerstraße 3, unweit der Annasäule. Zwischen hohen Bücherregalen finden hier bis zu 30 Menschen Platz, um bei Kaffee, Kuchen und Orangensaft über Literatur und Kunst zu sprechen. Die Treffen sind geprägt von einer familiären Atmosphäre, die neue Besucher:innen herzlich willkommen heißt.</p>
<h3>Fördern, vernetzen, gemeinsam wachsen – offline, wie früher</h3>
<p>Der Turmbund hat es sich zur Aufgabe gemacht, Schreibtalente zu fördern und kreative Räume zu schaffen. Bereits seit 76 Jahren bietet der Verein Schreibworkshops, Stimmtrainings, Lesungen und Veröffentlichungsmöglichkeiten an. Schreibkenntnisse sind keine Voraussetzung – im Vordergrund steht die Freude an der Literatur. Auch Künstler:innen haben die Möglichkeit, ihre Werke auszustellen.</p>
<p>Bei der Vernetzung läuft es noch eher oldschool: Am besten wird man über ihre Veranstaltungen via Post oder Mail-Newsletter informiert. Anmeldungen für Events mit begrenzter Personenanzahl werden via Telefonanruf entgegengenommen. Man versucht aber auch, mit den Veränderungen des Zeitgeists Schritt zu halten: Der Turmbund hat auch eine Webseite (<a href="http://www.turmbund.org">www.turmbund.org</a>) und einen Facebook-Account. Während der Corona-Zeit gab es auch Videoformate auf Youtube.</p>
<div class="bildunterschrift"><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone size-large wp-image-21765" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/IMG_0339-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/IMG_0339-1024x683.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/IMG_0339-300x200.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/IMG_0339-768x512.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/IMG_0339-1536x1024.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/IMG_0339-2048x1365.jpg 2048w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/IMG_0339-1920x1280.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/IMG_0339-1170x780.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/IMG_0339-585x390.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/IMG_0339-263x175.jpg 263w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" />Vorstandsmitglieder des Turmbundes: Josef Beneder (links), Jenny Zeiß (mitte), Christine Oberauer mit Wasti (rechts). Foto: Johanna Korell</div>
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<p>„Wir sind wie eine Familie“, sagt Christine Oberauer, die selbst mit 18 Jahren zum Turmbund fand. „Manche kommen einmal und nie wieder, andere bleiben ein Leben lang. Unsere Arme sind ganz weit offen – wir freuen uns über jeden, der sich auch für Literatur, Kunst und Kultur interessiert und uns besuchen mag! Wir haben immer ein offenes Ohr.“</p>
<p>„Hier kommt man aus der Vereinzelung, die Lesen und Schreiben bedingt. Wir machen uns gegenseitig Mut, damit Worte ein Gehör finden“, sagt Jenny Zeiß.</p>
<h3>Turnbund? Nein, Turmbund! Hä? Mit M!</h3>
<p>„Nervt euch eigentlich die Verwechslungsgefahr mit einem <b>Turn</b>verein?“, frage ich. „Nervt total“, sagt Josef Beneder, Präsident des Vereins. „Das hören wir immer wieder. Es gab da auch mal ein Missverständnis am Telefon. Wirklich, das hat über 10 Minuten gedauert, bis dann das Stichwort Yogamatte fiel. Wir hatten ja auch mal eine Namensänderung überlegt, aber unser Name hat ja nun mal perfekten Bezug zu unserer Geschichte.“</p>
<h3>Aktuelle Herausforderung: Verjüngung</h3>
<p>Beim Turmbund heißt es vordergründig: „Uns fehlen junge Leit.“ Beide Einrichtungen, das Literaturhaus wie der Turmbund, stehen vor der Herausforderung, junge Menschen für Literatur zu begeistern. „Für junge Menschen sind Poetry Slams wie ein Sogfenster, dabei gibt es uns als Literatursparte auch noch“, sagt Jenny Zeiß. Poetry Slams sind Dichterwettstreite, bei denen die Teilnehmer:innen in direkter Konkurrenz stehen und das Publikum einen Siegertext bestimmt. Bei Literaturtreffen oder Open Mics hingegen, wie der Turmbund sie anbietet, geht es nicht um Wetteifern. Dort stehen die Worte im Fokus, ohne den Druck, gewinnen zu müssen. „Jeder Text ist so einzigartig und individuell. Literatur erhebt keinen Anspruch auf Massentauglichkeit – solange ein Text auch nur eine Person berührt, hat sie einen Wert“, sagt Christine.</p>
<p>Wasti ist das jüngste Mitglied des Vereins. Mit vier Jahren ist der literaturinteressierte Yorkshire Terrier auch „Stammbesucher“ und Liebling des Literaturhauses. „Er senkt definitiv unseren Altersdurchschnitt“, sagt Christine. „Kommen wir mit Ü50 hin? Ach, das kann ich doch nicht sagen, dann kommt doch keiner von den jungen Leuten.“ „Aber es ist so, da müssen wir schon bei der Wahrheit bleiben“, meint Jenny.</p>
<div><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone wp-image-21777" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/Wasti-Oberauer-cropped-min-300x200.jpg" alt="" width="713" height="475" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/Wasti-Oberauer-cropped-min-300x200.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/Wasti-Oberauer-cropped-min-1024x683.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/Wasti-Oberauer-cropped-min-768x512.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/Wasti-Oberauer-cropped-min-1536x1024.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/Wasti-Oberauer-cropped-min-2048x1365.jpg 2048w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/Wasti-Oberauer-cropped-min-1920x1280.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/Wasti-Oberauer-cropped-min-1170x780.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/Wasti-Oberauer-cropped-min-585x390.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/Wasti-Oberauer-cropped-min-263x175.jpg 263w" sizes="(max-width: 713px) 100vw, 713px" /></div>
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<div class="bildunterschrift">Wasti, der Liebling der Innsbrucker Literaturszene, kommt ursprünglich aus einem bayerischen Tierheim. Foto: Johanna Korell</div>
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<h3>Einladung zum Teilen und Inspirieren</h3>
<p>Dabei bietet der Turmbund kostenlose Programme und offene Formate an, die auch jüngere Menschen ansprechen. Neben regelmäßigen Vorträgen zu unterschiedlichsten Themen – zuletzt etwa ein Beitrag eines Philosophieprofessors zum Weltethos – gibt es das <b>Literaturcafé – offenes Leseforum</b>. Es findet im Turmbund immer am letzten Freitag im Monat statt und bietet Austausch für eigene Texte und Literaturinteressierte mit kostenlosen Snacks und Kaffee. Ein ähnliches Format gibt es auch in der Turmstube des Innsbrucker Stadtturms.</p>
<p>Der Turmbund teilt nicht nur gerne Literatur, sondern auch Pizza. „Zu uns meinte mal jemand, wir wären ja eigentlich nur ein Verein, der sich grundlegend zum Pizzaessen trifft und nebenbei über Literatur spricht. Da ist schon was Wahres dran“, sagt Christine. Nach so gut wie jedem Treffen verschlägt es die Literaten nämlich in die nächstgelegene Pizzeria, wo sie die Diskussionen ausklingen lassen. „Das ist irgendwie zu unserer Tradition geworden.“</p>
<h3>Lesetipps von den Profis</h3>
<p>Welche Bücher die Innsbrucker Literaturprofis empfehlen? „Schwierig, es gibt so viele gute Bücher! Aber wenn ich jetzt ein aktuelles auswählen müsste, hat mir das Buch von Saša Stanišić (<i>Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne</i>) am besten gefallen! Einfach ein großartiges Leseerlebnis, voller Witz und Charme“, sagt Maria Piok vom Literaturhaus. Der Erzählband wurde auch bei Ö1 in der literarischen Soiree diskutiert, die live aus dem Literaturhaus am Inn übertragen wurde. Unter dem Formatnamen “Literatur ist der Rede Wert!” kann die Folge vom 29.11.2024 beim ORF online nachgehört werden.</p>
<p>Die Vorstandsmitglieder vom Turmbund sind als Poeten große Lyrikliebhaber:innen. Neben Nietzsche würden sie die neue Ausgabe „Menschlichkeit. Die Poesie der Nähe“ von <i>Das Gedicht, Zeitschrift für Lyrik, Essay und Kritik</i> empfehlen. „Einer der besten Lyrikbände!“, sagt Josef. „Der Redakteur war letztens sogar zu Besuch bei uns.“</p>
<h3>Literatur in Innsbruck erleben und Gemeinschaft finden</h3>
<p>Literatur verbindet: Obwohl Leser:innen und Autor:innen oft allein sind, schaffen Orte wie das Literaturhaus und der Turmbund Möglichkeiten für Begegnungen. Ob bei Lesungen, Schreibworkshops oder Gesprächsrunden – die Freude an der Sprache steht immer im Vordergrund. Wer bereit ist, in die Räume der Innsbrucker Literaturszene zu schauen, findet hier nicht nur Inspiration, sondern auch Gemeinschaft und jede Menge Geschichten.</p>
<p>Ein zentraler Wegweiser durch die Literaturlandschaft ist der <b>Literaturkalender Tirol,</b> der alle zwei Monate aktuelle Veranstaltungen in der Region bündelt. Online ist er unter <a href="http://www.literaturtirol.at">www.literaturtirol.at</a> verfügbar, Broschüren liegen an vielen Orten in Innsbruck aus. Dennoch lohnt es sich, zusätzlich die Webseiten der Veranstalter zu checken, da nicht immer alles erfasst wird.</p>
<p><b>Kontakt:</b></p>
<p><b>Literaturhaus am Inn – Lieben, Sprechen, Fühlen, Genießen</b><br />
Josef-Hirn-Straße 5, 10. Stock, A-6020 Innsbruck<br />
Tel.: +43 512 507-45014<br />
E-Mail: <a href="mailto:literaturhaus@uibk.ac.at">literaturhaus@uibk.ac.at</a><br />
Webseite: <a href="https://www.literaturhaus-am-inn.at/">https://www.literaturhaus-am-inn.at/</a><br />
Instagram: <a href="https://www.google.com/url?sa=t&amp;source=web&amp;rct=j&amp;opi=89978449&amp;url=https://www.instagram.com/literaturhaus_am_inn/%3Fhl%3Den&amp;ved=2ahUKEwiUo-fO3NCQAxX2SPEDHTDcDoEQFnoECBkQAQ&amp;usg=AOvVaw3kG0OSxN437jP_eCKnWItS">@literaturhaus_am_inn</a></p>
<p><b>Turmbund – Gesellschaft für Literatur und Kunst</b><br />
Müllerstraße 3, 1. Stock, A-6020 Innsbruck<br />
Tel./Fax: +43/(0)512/58 38 52<br />
E-Mail: <a href="mailto:turmbund@gmail.com">turmbund@gmail.com</a><br />
Webseite: <a href="https://www.turmbund.org/">https://www.turmbund.org/</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>“I really like to sing about all the things I do wrong”: NIIA, the Goth Jazz Princess, Sings at Treibhaus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Isser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Oct 2025 11:30:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>American singer and songwriter NIIA on whether there can be a second Jazz Age, why she insisted on performing in Innsbruck on her tour, and why her husband is not&#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">American singer and songwriter NIIA on whether there can be a second Jazz Age, why she insisted on performing in Innsbruck on her tour, and why her husband is not always happy with her lyrics.</div>
<p><span id="more-21724"></span></p>
<div class="bildunterschrift"><em>Cover image by Szilveszter Mako</em></div>
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<p>NIIA (pronounced “Nye-uh”) describes herself as a “goth jazz princess.&#8221; On the black-and-white cover of her new album, <em>V</em>, out since October 10, she has a heretic’s fork lodged under her jaw – a torture device said to have been used to keep victims of the inquisition in agony. Still, she looks calm, self-assured; her chin held high with pride, not pain. It seems she has not only accepted her fate but taken ownership of it.</p>
<p>NIIA sings like she knows who she is – for better and for worse. Throughout her album, her voice is pure but sinful, gentle but strong. And it also sounds captivating live, which she proved when she performed at Treibhaus in Innsbruck on October 16. We met her before the show.</p>
<p><strong>UNIpress: NIIA, you’re playing at Treibhaus tonight. How are you feeling?</strong></p>
<p>NIIA: Good. I love Innsbruck. For one, the landscape is crazy. But I&#8217;ve noticed that people are out, and there seems to be a younger crowd just enjoying life. This was actually my favorite stop on my last tour.</p>
<p>I remember being like, “Where the hell is Innsbruck? Why am I performing there?” Kind of being a brat. But then I came here… And one, I love the venue. And two, I remember it being so special. People did seem to really care about music. It feels like there is a secret art scene.</p>
<p>This time around, I made my team make sure that we were going to go to Innsbruck. And I feel like this will be a stop I continue to do, no matter how big it is.</p>
<div class="bildunterschrift"><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone size-large wp-image-21741" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/0.-Niia-V-Album-Cover-1024x1024.jpg" alt="" width="1024" height="1024" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/0.-Niia-V-Album-Cover-1024x1024.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/0.-Niia-V-Album-Cover-300x300.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/0.-Niia-V-Album-Cover-150x150.jpg 150w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/0.-Niia-V-Album-Cover-768x768.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/0.-Niia-V-Album-Cover-1536x1536.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/0.-Niia-V-Album-Cover-2048x2048.jpg 2048w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/0.-Niia-V-Album-Cover-1920x1920.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/0.-Niia-V-Album-Cover-1170x1170.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/0.-Niia-V-Album-Cover-585x585.jpg 585w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" />The cover of NIIA&#8217;s latest album <em>V</em>, out October 10.</div>
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<p><strong>You draw a lot of inspiration from jazz, which is a quintessentially American genre. It originated in Louisiana, among the African-American community, and has been called “America’s classical music.” Now going on a tour to Europe, what has the reception been? Do you feel like your music works here?</strong></p>
<p>I think so. Europe has a lot of really cool jazz scenes.</p>
<p>Jazz has mutated in so many ways. Of course, everyone has to respect the origin story and the history. But we&#8217;re not living in the 1920s anymore; we&#8217;re living in the 21<sup>st</sup> century. I feel like jazz has room to grow into other kinds of genres.</p>
<p>I wanted to influence this new record with jazz, but asking the question: what does that mean to me now? I didn&#8217;t want to make a throwback record, because if I want to listen to that, I&#8217;ll listen to Ella Fitzgerald. I&#8217;m not going to try to compete with her. So I wanted to make something new and fresh, but still pay tribute to what came before. And I think it works.</p>
<p><strong>You mentioned the 1920s – the so-called Jazz Age. We&#8217;re now in the 2020s, so exactly 100 years later. Do you feel like there&#8217;s a chance for there to be a new Roaring 20s?</strong></p>
<p>That&#8217;s a great question. I hope so.</p>
<p>It seems like it would have been fun, but also pretty difficult, especially for women and certain artists. When I was studying jazz, it blew my mind that certain musicians weren&#8217;t allowed to use the front door. There were so many fucked up things. And they would just let it all out on the stage.</p>
<p>Times are a little dark right now. I do think expressing yourself is necessary, but really scary. We live in an age where everybody has an opinion. The second you say anything, you&#8217;re getting judged and criticized. But then you&#8217;re being pressured to say something if you don&#8217;t. So it&#8217;s scary.</p>
<p>I think that the Roaring 20s were just about doing whatever the fuck we wanted. I hope that we can get to a place where people are saying and creating whatever they want, and just going for it. So, I hope there can be a new Roaring 20s – the good parts of it.</p>
<p><strong>Speaking of creating what you want: congratulations on your new album, <em>V</em>. What does it mean to you personally? </strong></p>
<p>I mean, what it means to me personally is that I&#8217;m just happy I could make more music. It’s such a gift. I&#8217;m so grateful I get to create with people I love and just do this for my job. It&#8217;s the most important thing to remember.</p>
<p>I really wanted to try to find a way to let the band and me become a unit. That&#8217;s what jazz is all about. It was a really fun process, just putting a bunch of great musicians in a room and seeing what happens.</p>
<p><strong>When you’re recording an album, you’re capturing the sound in a particular moment. But jazz relies heavily on experimentation and variation. Is that easier to do when you’re playing live, like tonight?</strong></p>
<p>You know, that&#8217;s a great question. What&#8217;s awesome is that the musicians I have with me on tour have such good ears, and they&#8217;re all so adept at following each other and listening. Every night is different, to some degree. We have the same set, but the songs take on different shapes. We have to really listen. I&#8217;ll change the melody. I can notice when people are picking up different rhythm patterns.</p>
<p>Most artists use in-ears – but then, if I make a mistake, we can&#8217;t start over. Or the band can&#8217;t follow me, because we can&#8217;t really hear everything. Without in-ears, I can just yell over to them, or they follow me if I make a mistake. To me, that&#8217;s freeing. Having to play it the exact same way is terrifying.</p>
<p>To me, that’s what jazz is all about. Let&#8217;s see what the fuck happens.</p>
<p><strong>Is playing live your favorite part of your work then?</strong></p>
<p>Yes and no. I&#8217;m such an introvert, where I love to be alone in a studio with no lights on, just in my safe little cave. It&#8217;s taken me years to enjoy performing. I grew up in jazz ensembles. It was more about accuracy, and not about putting on a show.</p>
<p>Now, I&#8217;ve understood that there&#8217;s a respect between me and the audience. Before, I was just singing for me, and kind of disrespecting everyone. I was so afraid, because there&#8217;s so much power from the audience. I&#8217;m elevated, amplified, looking down. I never got into music to be a giant star.</p>
<p>But there was a moment where I looked out, and everyone was just looking at me, and I realized, “Oh my God, we&#8217;re in this moment together.” That’s when I noticed that performing is really special.</p>
<p>And I can also sing really well live. I thought that was a requirement, and apparently not a lot of artists can, so I&#8217;ll do it. (<em>laughs</em>) But yes, I really do enjoy performing, and I&#8217;m grateful to anybody who shows up.</p>
<p><strong><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone size-full wp-image-21748" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/NIIA_square.png" alt="" width="828" height="828" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/NIIA_square.png 828w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/NIIA_square-300x300.png 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/NIIA_square-150x150.png 150w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/NIIA_square-768x768.png 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/NIIA_square-585x585.png 585w" sizes="(max-width: 828px) 100vw, 828px" /></strong></p>
<div class="bildunterschrift">NIIA says it took her some time to realize the mutuality of the relationship between the artist and the audience at live performances. Photo by Katharina Isser</div>
<div></div>
<p><strong>We’ve talked a lot about jazz, but you draw inspiration from other genres too, like pop or R&amp;B.</strong> <strong>Does the concept of adhering to a genre provide you with guidance, with a sense of belonging? Or do you feel restricted?</strong></p>
<p>When you’re studying jazz, you realize that blues came out of jazz, and then R&amp;B came out of blues and soul music. All these genres, to me, are connected in some capacity.</p>
<p>I didn&#8217;t like that some of my peers weren&#8217;t listening to jazz when I was young. That was when I started experimenting with more pop or R&amp;B. Also, I was young, and I wanted to make music people would listen to – and I didn&#8217;t think people would listen to jazz.</p>
<p>But I kind of like being genre-less, to be honest. I&#8217;m lucky that people really gravitate to the sound of my voice, which is the staple throughout whatever I&#8217;ll do.</p>
<p>And these days, everything is everything. You can&#8217;t even really put anyone in a box. Who wants to just be pop? It should be pop, slash, slash, slash. We&#8217;re all complex. Sometimes we like different makeup or we change our hair. We can change the channel on our Spotify.</p>
<p><strong>Do you prefer lyrics that draw from your personal life? Or do you also approach writing songs like a fiction author would write a novel?</strong></p>
<p>I wish I was a fiction author. I tell too much in my music. You can know everything about me through my lyrics. My husband doesn&#8217;t love it.</p>
<p>Growing up singing jazz standards, there were these really heavy, serious emotions in the songs. My vocal teacher said, “You&#8217;re 11, so you don&#8217;t understand what it&#8217;s like to be cheated on. But you have to really understand these emotions.” As I got older, feeling them was the easiest way for me to write about them. And now, I can&#8217;t really write about something I haven&#8217;t experienced.</p>
<p>I only work with female lyricists. It wasn&#8217;t intentional; it just happened. They know me really well, and they can help rein it in sometimes when it gets too crazy. But it always has to be autobiographical.</p>
<p>I feel like these days, there are so many great female artists really going there with their lyrics. There’s a lot more courage to show women not always being perfect. I love that everyone&#8217;s really empowering and pro-women, but there’s also another side. It’s hard. And we can talk about our mistakes, too. I really like to sing about all the things I do wrong.</p>
<p><strong>Is it your ambition to make music that appeals to women specifically? To be a female voice?</strong></p>
<p>I mean, it&#8217;s never intentional. I think it maybe happens because of some of the pronouns I&#8217;ll use, like “he”.</p>
<p>I feel lucky that when I see my audience, there are all kinds of people. But I do really worry for young girls. I think the younger generations are really struggling. I&#8217;ve read some statistics recently that really upset me. I went to an all-girls school growing up and that was brutal, but it also showed me that women are supposed to take care of each other. They didn&#8217;t take care of me in high school, but still.</p>
<p>I don&#8217;t try to write just for women. I think it just happens because I happen to be one. But I love some of my gay fans because they&#8217;re just like, “This song is for me.” I&#8217;m like, great. You can hate my husband too. (<em>laughs</em>)</p>
<p>It&#8217;d be weird if I only had one type of fan. No disrespect to people that only want to talk to a certain group of people – I get that, especially in certain genres. But jazz is tricky too, because it&#8217;s a genre where being a skinny white girl can be judged a lot. It&#8217;s really important to be authentic, make it your own, and understand the history.<strong><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone size-large wp-image-21729" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/DSC_3242-1024x681.jpg" alt="" width="1024" height="681" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/DSC_3242-1024x681.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/DSC_3242-300x200.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/DSC_3242-768x511.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/DSC_3242-1536x1022.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/DSC_3242-2048x1362.jpg 2048w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/DSC_3242-1920x1277.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/DSC_3242-1170x778.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/DSC_3242-585x389.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/DSC_3242-263x175.jpg 263w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></strong></p>
<div class="bildunterschrift">&#8220;Innsbruck was my favorite stop on my last tour.&#8221; Photo by Ben Pöhlmann</div>
<div></div>
<p><strong>What do you think it’ll be like to get back to your everyday life after this tour?</strong></p>
<p>Man, if I only knew. I think it&#8217;ll be just walking over my suitcase for about two weeks instead of doing the laundry. I&#8217;ll just probably sleep and try to get back into eating healthy and working out. Seeing some friends, calling my mom, and then figuring out what I want to do next. But taking some time, because I need to absorb everything first.</p>
<p><strong>Of course. The album has been out for less than a week, so you’re still in it all.</strong></p>
<p>I know. I&#8217;m scared to hear what some people have to think about it, but particularly my husband.</p>
<p><strong>Has he not heard it?</strong></p>
<p>He hasn&#8217;t heard a few songs.</p>
<p><strong>Interesting</strong>. <strong>Was that intentional on your part?</strong></p>
<p>Kind of. I don&#8217;t think he&#8217;ll love them, but we&#8217;ll see. Just some relationship stuff that I&#8217;ll have to sort out when I get back.</p>
<p>And then I&#8217;ll take it easy. I can be a little too hard on myself and move fast. But I think I&#8217;ll give myself some grace. And maybe volunteer.</p>
<p>I think sometimes being an artist – I don&#8217;t mean this negatively, but it&#8217;s very narcissistic. And it has to be, because my work has to be true to me. But it&#8217;s important to sometimes step away from yourself, do something for other people, and realize that it&#8217;s not all about you.</p>
<p><strong>I like to ask this at the end: Is there anything that you’ve always wanted to talk about in an interview, but no one has ever asked you?</strong></p>
<p>Maybe if the rumors are true that I&#8217;m a witch. (<em>smiles</em>)</p>
<p><strong>Are you?</strong></p>
<p>I think so. I just have that sixth sense. And even my album cover, that collar I’m wearing is a torture device that was used to silence “witches” and women.</p>
<p>I need everything to make sense. So all the visuals surrounding my album have Easter eggs like that.</p>
<p><strong>Yes, I noticed the white cat on your album/tour art. I haven&#8217;t figured out what it means yet.</strong></p>
<p>I have to make the trail, but it&#8217;ll happen. Her meaning&#8217;s coming.</p>
<p>Nine lives, baby.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter wp-image-21745 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/NIIA_TOUR_FLYER_1080x1080-1024x1024.jpg" alt="" width="1024" height="1024" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/NIIA_TOUR_FLYER_1080x1080-1024x1024.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/NIIA_TOUR_FLYER_1080x1080-300x300.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/NIIA_TOUR_FLYER_1080x1080-150x150.jpg 150w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/NIIA_TOUR_FLYER_1080x1080-768x768.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/NIIA_TOUR_FLYER_1080x1080-585x585.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/10/NIIA_TOUR_FLYER_1080x1080.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<div class="bildunterschrift">NIIA&#8217;s European tour announcement, featuring the mysterious white cat.</div>
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		<title>Entschleunigung im Herbst: Embrace the Granny Lifestyle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna Korell]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Oct 2025 09:37:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vielleicht ist Stille genau das, was uns fehlt. Foto: Pixabay. 15 Ideen, wie ihr den Herbst in Innsbruck entspannt und cozy genießen könnt – ganz im Granny-Style. Während der Lebkuchen&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="bildunterschrift">Vielleicht ist Stille genau das, was uns fehlt. Foto: Pixabay.</div>
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<div></div>
<div class="subtitle_up">15 Ideen, wie ihr den Herbst in Innsbruck entspannt und cozy genießen könnt – ganz im Granny-Style.</div>
<p><span id="more-21711"></span></p>
<p>Während der Lebkuchen im Supermarkt schon Winterstimmung verkündet, geht das Hier und Jetzt oft verloren: der Herbst! Mit seinen bunten Blättern, goldenem Licht und dem Geruch von feuchter Erde lädt gerade diese Jahreszeit zum Stehenbleiben und Romantisieren ein. Zwischen Semesterstart, Zeitgeist-Hektik und Alltagsstress kommt das jedoch meist zu kurz. Der Griff zum Smartphone ist vorprogrammiert – denn was kann man im Herbst schon groß unternehmen?</p>
<p>Dabei können wir gerade von der älteren Generation einiges lernen. Gegen Doom-Scrolling und Herbstblues hilft manchmal einfach ein bisschen <i>Granny Energy</i>. Hier kommen 15 Ideen für eure Relaxing-Fall-Granny-Era in Innsbruck:</p>
<ol>
<li><b>Alles mit Kürbissen!</b> Sie haben jetzt Saison und sind günstig zu haben. Zum Beispiel direkt regional beim Karlhof in Rum oder in der Markthalle. Kürbissuppe mit Kartoffeln, Ofenkürbis mit Rosmarin oder Kürbis schnitzen für Halloween – ob allein oder mit Freund:innen, genießt die Farben und Formen!</li>
<li><b></b>   <b>Kastanien sammeln</b> als simple, kostenlose Herbstdeko. Egal ob auf dem WG-Esstisch oder am Fensterbrett – Natur macht sich immer gut.</li>
<li><b></b>   <b>Bunte Blätter pressen</b> und für euren nächsten Liebesbrief oder ein Herbst-Journal aufbewahren.</li>
<li><b></b>   <b>Herbstspaziergang</b> durch den Hofgarten, den Botanischen Garten oder entlang des Innufers – mit Thermobecher, Decke im Rucksack und Strickmütze inklusive.</li>
<li><b></b>   <b>Häkeln oder Stricken lernen!</b> YouTube ist voll mit einfachen Tutorials. Wer jetzt anfängt, hat zu Weihnachten schon selbstgemachte Geschenke parat.</li>
<li><b></b>   <b>Kaffeehaus-Date mit dir selbst:</b> Apfelstrudel, Melange, vielleicht ein bisschen Tagebuchschreiben – klingt nach perfektem Sonntagnachmittag.</li>
<li><b></b>   <b>Serienmarathon</b>, aber mit Stil: Wollsocken, Kerze, Suppe auf dem Herd.</li>
<li><b></b>   <b>Tee trinken – viel Tee!</b> Ingwer, Zimt, Kurkuma oder Holunderblüte – stärkt Immunsystem und Seele.</li>
<li><b></b>   <b>Endlich das Buch lesen</b>, das schon ewig auf deinem Nachttisch liegt. (Und ja, Hörbücher zählen auch.) Ansonsten: auf zur nächsten Buchhandlung deines Vertrauens! Auch bei Wams, Ho&amp;Ruck und dem Antiquariat Gallus findet ihr günstig gebrauchte Wörterschätze.</li>
<li><b></b> <b>Cinnamon-Rolls backen!</b> Vegan mit Apfelmus werden sie besonders saftig. Dazu ein Podcast deiner Wahl?</li>
<li><b></b> <b>Ein Instrument lernen</b>, vielleicht sogar Ukulele – klingt nach „Wohnzimmerkonzert mit Freunden“. Über Willhaben euer Wahlinstrument suchen und dann mit YouTube starten – günstig möglich!</li>
<li><b>Tanzkurs oder Tanzparty besuchen:</b> Ob Standard, Lindy Hop oder Salsa – Hauptsache Spaß! In Innsbruck gibt es viele Angebote. So beispielsweise von der Bäckerei – die Kulturbackstube oder von Salsa Libre. Sie laden regelmäßig zu entspannten Abenden ein, mit freiem Eintritt.</li>
<li><b>Ein neues Hobby starten. Werdet crafty!</b> In jedem von uns schlummern versteckte Talente und Interessen. Und Granny-Hobbys punkten gerade im Herbst: Brot backen, Kerzen gießen, Schmuck basteln, Nähen, Malen/Zeichnen, Sticken oder Keramikmalen. In Innsbruck wirst du fündig in Bastelläden und bei Müller. Für mehr Anleitung oder gemeinsames Basteln gibt es z. B. Pennello – ein Keramikmalstudio – oder Papelier – ein Raum für Grafik &amp; Kreatives. Wann hattet ihr schon das letzte Mal einen Tuschkasten im Einsatz?</li>
<li><b>Flohmarkt, Kultur &amp; Cozy-Ausflüge! </b>Der Herbst ist Flohmarktzeit! Entrümpeln, stöbern oder einfach bummeln durch Innsbruck – dabei entdeckt man Schätze mit Geschichte. Flohmarkt-Highlights:</li>
</ol>
<ul>
<li aria-level="1">Markt am Tivoli – jeden Samstagvormittag (5–12 Uhr), Stadionstraße 1</li>
<li aria-level="1">Greifmarkt – sonntags (5:30–13 Uhr), Andechsstraße 85</li>
<li aria-level="1">Flohmarkt Völs (CYTA) – sonntags, 7–14 Uhr, überdacht im Parkhaus</li>
<li aria-level="1">Abend-Flohmarkt Hall in Tirol – freitags, 24. &amp; 31. Oktober, 18–21 Uhr</li>
</ul>
<p>Und wenn’s draußen regnet: Kultur geht immer! Checkt Treibhaus, Leokino, Cineplexx oder Literaturhaus am Inn für Lesungen, Filme und Konzerte. Im Veranstaltungskalender Innsbruck findet ihr online aktuelle Tipps.</p>
<ol start="15">
<li><b></b> <strong>Granny-Wellness &amp; Slow Selfcare!</strong> Oma würde sagen: <i>„Kind, zieh ein Unterhemd an!“</i> – und sie hat recht. Der Zwiebel-Look rettet euch durch kühle Tage. Außerdem darf Vitamin D in der dunkleren Jahreszeit nicht fehlen. Abschließend kommen daher die Profi-Granny-Tipps für Alltags-Wellness im Herbst:</li>
</ol>
<ul>
<li aria-level="1">Ein warmes Bad mit Lavendel oder Zirbe wirkt Wunder.</li>
<li aria-level="1">Macht aus eurer Abendroutine ein Ritual: Kerze, Tee, Tagebuch, kein Handy.</li>
<li aria-level="1">Power-Naps! Mittagsschläfchen sind keine Faulheit, sondern Wellness des Rentner-Lifestyles.</li>
<li aria-level="1">Esst bunt und saisonal: Wurzelgemüse, Brokkoli, Äpfel – vor allem regelmäßige Mahlzeiten dreimal am Tag.</li>
<li aria-level="1">Licht tanken, sobald die Sonne sich blicken lässt – ob beim Gang zur Uni oder auf dem Balkon.</li>
</ul>
<p>Der Herbst ist keine Jahreszeit des Verzichts, sondern des Ankommens. Vielleicht wussten unsere Omas es schon: Ruhe, Wärme und Zeit für sich selbst – die Basics! Manchmal reicht ein Tee, ein Spaziergang oder einfach der Duft von Apfelstrudel.</p>
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