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	<title>Wahlfisch Archives - UNIpress</title>
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	<description>Das offizielle Magazin der ÖH Innsbruck</description>
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		<title>Leere Uni oder volle Lehre?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Simon Riegler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2023 11:30:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlfisch]]></category>
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			<div class="subtitle_up">Nach zweieinhalb Jahren ist die Universität einmal wieder richtig voll. Während die einen am belebten Campus finden, wonach sie sich lange gesehnt haben, irren andere verloren durch die Gänge, ausgesaugt vom überschäumenden Leben.</div>
<p><span id="more-18260"></span></p>

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			<h3>Die pulsierende Ader</h3>
<div class="bildunterschrift">von Simon Riegler</div>
<p>Wir Studierende mussten uns in der Pandemie in unsere WGs und Kinderzimmer zurückziehen, mit der Kamera als einzigem Kontakt zum Lehrzirkus. Seit einigen Monaten erlebt der Campus seine Renaissance. Die Studierenden sind zurückgekehrt.</p>
<p>Der Campus ist die pulsierende Ader der Universität. Er dient als Treffpunkt und ist Anfang und Ende eines jeden Studierendenlebens. Die Studierenden scharen sich auf ihm, vereinzelt oder in Gruppen, besprechen bestandene und bevorstehende Prüfungen und laufen leicht beschämt an den Lehrenden vorbei. Wenn der Campus lebt, dann lebt auch die Universität. Dann gibt es den nötigen Austausch zwischen den Studierenden vor und nach den Vorlesungen und Seminaren.</p>
<p>Der Campus zeigt sein wahres Gesicht erst, wenn er voll ist. Die Campushändler, die Demonstrationen und Besetzungen, die Gruppenarbeiten, die Rudelbildungen vor den Prüfungen, die Aufkleber auf den WCs – all dies geht verloren, wenn der Campus nicht mehr atmet. Ohne den großen Andrang hätte es nie den historischen Bib-Run gegeben, der nach der Einführung von Platzreservierungen nur mehr als Video auf YouTube für die Nachwelt erhalten bleibt.</p>
<p>Der belebte Campus ruft ein Gemeinschaftsgefühl hervor: Wir halten uns in denselben  Gängen auf, lernen auf denselben Plätzen, warten vor denselben Hörsälen und nutzen dieselben Kaffeeautomaten. Wenn der Campus nicht pulsiert, dann stirbt mit ihm auch ein Teil der Universität.</p>

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			<h3>Auf der Suche nach der verlorenen Einsamkeit</h3>
<div class="bildunterschrift">von Tobias Jakober</div>
<p>Wie könnte man nicht zum Misanthropen werden angesichts der Massen, die einem auf dem Campus entgegenrollen?  Angesichts der ewig bitteren Vergeblichkeit der Suche nach einem Platz für sein Fahrrad? Angesichts der trägen Herden Erstsemestriger vor den Hörsälen, die einem den Weg versperren, bei jedem Schritt, den man geht? Wenn die Studenten sich wie Mastvieh dicht gedrängt über die Bücher gebeugt mit Fakten vollfressen – kein Lernplatz, auf dem man es sich ohne Reservierung bequem machen könnte. Die überströmende Masse, sie dringt in jeden geheimen Winkel der Uni, schwappt über jeden Geheimplatz hinweg.</p>
<p>Was waren das für herrliche Zeiten, als man in stiller Einsamkeit durch die Gänge der Universität wandeln konnte? Es fühlte sich an wie im Elfenbeinturm, auch wenn man nur durch das Erdgeschoss spazierte – und die Aussicht von diesem Turm, die war schön. Ist es nicht der Wunschtraum eines jeden Akademikers, sich endlich losgelöst von allen irdischen Belangen seinen Studien zu widmen? Zumindest in der Universität könnte man einmal den sozialen Dynamo leerlaufen lassen. Die Welt da draußen, sie wartet sowieso hinter den Glastüren – lassen wir sie noch eine Weile zugesperrt.</p>

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		<title>Wahlfisch: Neujahrsvorsätze</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura Klemm]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jan 2023 11:45:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlfisch]]></category>
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			<div class="subtitle_up">Der erste Punkt im Jahr, an dem sich die Geister scheiden: die Neujahrsvorsätze. Fast alle machen sich insgeheim welche, auch wenn dies nicht alle zugeben wollen. Über die Effizienz des Vorhabens lässt sich jedoch streiten.</div>
<p><span id="more-18088"></span></p>

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			<h3>Sei SMART!</h3>
<div class="bildunterschrift">Laura Klemm</div>
<p>Mehr als die Hälfte aller Neujahrsvorsätze verlaufen ins Leere. Doch deine müssen dieses Jahr nicht dazugehören. Schließlich haben sich Wissenschaftler:innen schon längst der Erforschung von guten Vorsätzen gewidmet, und die Ergebnisse lassen sich in Sekundenschnelle in den Tiefen des Internets aufstöbern. Dort wird geraten, sich anlässlich des diesjährigen Jahreswechsels aus Selbstliebe statt aus Selbsthass das Sektglas schwingend für einen Kurswechsel zu entscheiden.</p>
<p>Es heißt die Vorsätze sollen “SMART” sein: spezifisch, messbar, erreichbar, realistisch und zeitlich definiert. Zugegeben, auf Englisch funktioniert das Akronym besser… Aber das Prinzip bleibt das gleiche.</p>
<p>Schon Jesus forderte zur Umkehr auf. Wer also über Vorsätze nachdenkt, der handelt in einer langen und ehrenwerten Tradition. Neujahr bietet netterweise die alljährliche Möglichkeit, das eigene Leben zu reflektieren. Nach zwölf Monaten langen Wartens ist am 31. Dezember dann der ersehnte Moment gekommen: Endlich können wir entscheiden, was wirklich wichtig ist.</p>
<p>Ohnehin ist es nicht sonderlich zeitintensiv, sich Gedanken über Ausmaß und Inhalt der Vorsätze zu machen. Schließlich entscheiden wir uns meist sowieso dafür, die Umsetzung derselben Ziele anzupeilen, an denen wir im vorherigen Jahr gescheitert sind. Und macht es nicht Spaß, aus der Sektlaune heraus große Ziele in die Nachtluft zu brüllen?</p>
<p>Möglich, dass auch dieses Jahr wieder die Hälfte aller Ambitionierten an ihren Vorsätzen scheitert… Doch wer’s versucht, der hat es wenigstens probiert. Daher: Nur Mut zum Scheitern! Lasst uns umkehren. Entscheiden wir uns gegen das verpönte „Vielleicht“ und das ewige „Irgendwann“. Lasst uns sie endlich leben, die Utopie.</p>

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			<h3>Genau so nicht.</h3>
<div class="bildunterschrift">Nadine Schmidhammer</div>
<p>Der einfachste Weg, der eigenen Psyche Schaden zuzufügen, ist es, sich Neujahrsvorsätze zu machen. Zunächst beginnt das Ganze zwar noch feuchtfröhlich. Der Optimismus-Pegel steigt rasant in den Tagen vor Neujahr und, insbesondere, am Silvesterabend selbst. Während man mit Tante Helga ordentlich Sekt tankt, entstehen detaillierte Pläne dafür, wie man im neuen Jahr endlich alles schafft, wofür man 21 Jahre davor nicht genügend Energie aufbringen konnte. Denn dieses Mal wird alles anders. Genau.</p>
<p>Wenn unsereins dann Anfang Januar das Fitnessstudio immer noch nur von der Straße aus in Augenschein nimmt, die Zigarettenschachtel in der Hosentasche immer noch ihren festen Platz hat und man immer noch mehr als drei Stunden täglich vor irgendwelchen Bildschirmen verbringt, wird einem langsam, aber sicher klar: „Wird heuer wohl doch nicht das Jahr, das alles verändert…“ Ab diesem Punkt geht es bergab. Und man kann niemandem außer sich selbst die Schuld in die Schuhe schieben. Leid im Doppelpack.</p>
<p>Nun stellt sich mir die Frage, ob es Sinn macht, sich dieser Form der Selbstverletzung hinzugeben, oder ob es nicht doch klüger wäre, die Neujahrsvorsätze dieses Jahr zu den weihnachtlichen Essensresten in den Mülleimer zu schmeißen. Wenn etwas gut gemacht werden soll, braucht es viel Willenskraft. Wenn man diese irgendwo neben dem inneren Schweinehund in sich findet, sollte man sie sich nicht für einen alkoholgetränkten Abend aufsparen und gleich mit der Selbstoptimierung beginnen.</p>

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		<title>Wahlfisch: Skifahren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura Wallner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Dec 2022 11:30:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlfisch]]></category>
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			<div class="subtitle_up">Ein verschneiter Wintertag steht vor der Tür und die Innsbrucker Studierenden stehen vor einem bergigen Dilemma: To ski or not to ski, das ist hier die Frage.</div>
<p><span id="more-17827"></span></p>

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			<h3>Schifoan is des leiwaundste</h3>
<div class="bildunterschrift">Laura Wallner</div>
<p>Endlich ist es wieder so weit, der winterliche Pistenspaß schreit.</p>
<p>Rauf ins Paradies geht es mit der frühsten Gondel, Ellenbogen an Ellenbogen, jeder will die ersten Spuren ziehen und nur für einen Tag dem Alltag entfliehen. Nicht nur eine sportliche Herausforderung stellt einem der Tag, auch kulturell gibt’s Schockgarantie ohne Frage. Der „Melting-Pot“ namens Bergstation vereint Profisportler und Après-Skifahrer, zusammengewürfeltes Keller-Fundstück-Chic und Pelzjackerl im Wert von sechs Monatsmieten.</p>
<p>A Traumtagerl: strahlend blauer Himmel, Weitblick ohne Ende und präpariertes Gelände. Was gibt es Schöneres, als seine Kurven zu ziehen, sich nur auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, wie man den nächsten Schwung macht, und merkt, wie der Stress abfällt und man ein bisserl in sich hineinlacht. Wenn die Wangen vor Kälte glühen und die Wadenmuskeln brennen, wird es Zeit für die Einkehr inklusive Dessert. Beim Betreten der urigen Hütte wird es einem dann bewusst – „Hier ist Selbstbedienung“, sagt jemand voller Frust.  Mit Skischuhen wackelt man in Richtung Buffet. Da steigt einem der überwältigende Duft von Käsespätzle in die Nase. Oder sind es die Skischuhe, die der Nachbartisch über dem Kachelofen trocknet? Bei einem Verdauungsschnaps mit guten Freunden sinniert man über das Leben. Was könnte es schon Schöneres geben? Und im Hintergrund trällert Wolfgang Ambros: „Weil Schifoan is des leiwanundste, wos ma se nur vurstelln ka, […] I foar no ned z`Haus i bleib am Montag ano do.“ Ich erinnere mich, dass heute Montag ist, und in dem Moment wird mir meine verdrängte To-Do-Liste präsent. Ich schieb den Gedanken weg wie einen sulzigen Haufen Schnee und bei der nächsten perfekten Kurve entwischt mir ein „Juche!“.</p>
<p>Ja, ich gebe es zu, ich liebe Schifahren und den Schnee – gern erfüll ich das Innsbrucker Klischee.</p>

		</div>
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			<h3>Patscherkofel Patscherl</h3>
<div class="bildunterschrift">Kristina Kerber</div>
<p>Egal ob man an Gott, den Urknall oder das Spaghettimonster glaubt: Wer oder was auch immer uns erschaffen hat, hätte sicher nicht gewollt, dass wir uns von Fischbeinen zu vollfunktionalen Füßen bis hin zu Brettern an den Sohlen entwickeln. Skifahrende sind also nichts anderes als eine degenerierte Generation. Zehnmal rauf, zehnmal runter (wenn man Glück hat). Beim Rodeln kann ich diese Nahtoderfahrung wenigstens im Sitzen machen. Was man übrigens noch im Sitzen machen kann, ist gemütlich Glühweintrinken und Nicht-In-Lebensgefahr-Schweben. Und zwar da, wo’s warm ist.</p>
<p>Ob man nun lebensmüde ist oder nicht, sei dahingestellt, aber ich kann mir schönere Arten vorstellen zu verenden, als drei Purzigagel zu schlagen und dann am anderen Ende des ach so tollen Hangs zu liegen. Und selbst der Tod ist nicht garantiert. Immerhin kann’s ganz blöd laufen und man landet noch am selben Tag in einem Krankenhauszimmer mit drei anderen sportunfähigen Sportverrückten, die im allerschlimmsten Fall sogar noch weitaus mehr bestürzende Sturzgeschichten zu erzählen haben.</p>
<p>In Skimontur gezwängt kommt man sich ohnehin gleich vor wie in der Zwangsjacke, was für viele ohnehin die bessere Ausgangsposition wäre. Und mit den Leuten im skischuhinduzierten Watschelgang kommt man sich auch gleich vor wie beim Klapsenwandertag. Bei vielen frag ich mich auch, ob der besagte Watschelgang, der oft zum Watschellauf mutiert, daran liegt, dass jemand gerade metaphorischen gelben Schnee innerhalb des luftdichten Skianzugs produziert, weil die Kloschlange mal wieder zu lang war. Und selbst wenn man freie Bahn hat, ist’s spätestens dann zu spät, wenn’s drum geht, die Schneehose samt sexy Skiunterwäsche, für deren Montur man wertvolle Lebenszeit verschwendet hat, wieder loszuwerden.</p>
<p>Après-Ski kann ich mir schon eher einreden lassen. Was in meinen Augen allerdings gar nicht geht ist, dass ich mit ein, zwei zu vielen Glühweingläsern intus nach dem Törggelen auf dem Rad angehalten werde, aber mein Wolfgang Ambros liebender Ski-Sympathisant sogar ganz ohne Führerschein mit drei Promille schlagermusikschmetternd die Piste runterbrettern darf.</p>
<p>Das Beste am Skifahren ist meist das Fahren selbst. Immerhin kann man sich beim kurzwelligen Genießen der Weihnachtskartenaussicht vorstellen, wie man bald wieder im warmen, beheizten Wohnzimmer sitzt, die bretterbefreiten Beine ausstreckt und das schlechte Gewissen des sonst eher unsportlichen Daseins abgeschüttelt hat. Und während man drüber nachdenkt, sitzt man schon wieder im Lift nach oben, weil die Belohnung nach dem Schifoan is des leiwaundste, wos ma sich nur vurstelln kann.</p>

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		<title>Wahlfisch: Weihnachten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa Schmitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Nov 2022 11:30:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlfisch]]></category>
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			<div class="subtitle_up">Was gibt es nicht an Weihnacht zu lieben? Glühwein in Hülle und Fülle. Eine Entschuldigung, endlos Kekse zu essen. Nur ein Grinch würde sich über solchen Luxus beschweren. Oder?</div>

		</div>
	</div>
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			<h3>Wie schön sind deine Blätter</h3>
<div class="bildunterschrift">Rosa Schmitz</div>
<p>Weihnachten. Die schönste Zeit des Jahres. Ich liebe die Feierlichkeiten. Viel mehr noch all die aufregenden Vorbereitungen und begleitenden Aktivitäten.</p>
<p>Es ist völlig akzeptabel, sein persönliches Gewicht in Keksen zu essen, da Kalorien von Mitte Dezember bis zum 1. Januar nicht zählen. Genauso ist es in Ordnung, sich auf Stadttouren mit Glühwein und Punsch zu betrinken.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Auch kann man unendlich oft dieselben wohlklingenden Weihnachtslieder hören. Und sich in festlicher Stimmung von der Familie befragen lassen: “Wie läuft das Studium? Bist du bald fertig? ” “Machst du nach deinem Abschluss was Sinnvolles?” “Wann, denkst du, schaffst du’s, finanziell unabhängig zu sein?”<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Bei solch sorgenvollen Gesprächen geht mein Herz auf.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Saisonale “Angst” tut gut. Sie hält einen so lange wach, bis man ganz Amazon für Geschenke abgeklappert hat. Schließlich gibt es nichts Großartigeres, als sein hart verdientes und krampfhaft gespartes Geld für andere auszugeben. Ein erzwungenes Lächeln und ein schrilles „Genau das, was ich wollte“ beim Auspacken sind so viel lohnender, als sich selbst mehr zu gönnen.</p>
<p>Online-Shopping ist lässig. Aber es wird nie so wohlig wie das persönliche Einkaufen. Nur im Gedränge der Innsbrucker Innenstadt kann man sich so vielen Mitmenschen so nah fühlen. Herrlich.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ja, die Geduld aller ist geringer, ihr Ton schroffer und ihre Nerven sind erschöpfter. Aber zum Ergattern eines eigenen, frischgefällten Weihnachtsbaums lohnt sich die Anspannung. Geschmückt wird er mit Lichterketten, die freilich einiges an Energie verbrauchen, mit Plastikkugeln, über deren möglichst umweltfreundliche Entsorgung wir besser nicht nachdenken. Was gibt es Schöneres, als am 24. mit rechtschaffender Ermattung vor der Tanne zu liegen?</p>

		</div>
	</div>
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			<h3>Oh du Schreckliche…</h3>
<div class="bildunterschrift">Annalena Haller</div>
<p>Gerade noch schwelgst du nostalgisch in den bittersüßen Nachwehen des Sommers, ehe dich die Stimme von Miss Mariah Carey höchstpersönlich und pünktlich mit dem ersten verfärbten Laub aus dem Traum reißt.</p>
<p>Ihr Kinderlein, es ist wieder so weit: Weihnachten steht vor der Tür und wie jedes Jahr kommt es Hand in Hand mit dem wehmütigen Gefühl der Erkenntnis, dass schon wieder ein Jahr in Lichtgeschwindigkeit an einem vorbeigezogen ist, ohne groß was gerissen zu haben.</p>
<p>Der Herbst-Deko wurde nicht ansatzweise Zeit und Raum geboten sich zu entfalten, denn ganze Armeen von Schokoladen-Nikoläusen bauschen sich in den Schaufenstern von Kaufläden auf und starren dir mit ihren auf Aluminiumfolie bedruckten Augen direkt in deine Seele. Lange bevor der erste Adventsonntag auf dem Kalender auftaucht, erkämpfen sich auch alle Jahre wieder die Glühweinstände, wie Löwenzahn durch Beton, ihren Weg auf die Straßen und drehen durstiger Kundschaft billigen Rotwein gespickt mit Zucker und Zimt zu einem viel zu hohen Preis an. Es ist dann jedermanns freier Wille, ob man die 2 Euro Pfand zurücknimmt und gleich in den nächsten Schluck investiert oder ob man eine weitere Tasse, bedruckt mit den Noten von „Stille Nacht“, zum Sortiment in der WG-Küche stellt, um vielleicht mal alle heiligen Zeiten daraus Tee zu schlürfen.</p>
<p>Der eigentliche Spaß an der ganzen Sache hat noch nicht mal richtig angefangen, denn wie so mancher kritischer Denker es betiteln würde, ist Weihnachten „nur wieder so eine Erfindung der Wirtschaft“. Die alljährliche Jagd auf Geschenke gepaart mit unzähligen Grübelstunden darüber, was man am Ende überhaupt schenken soll, hat offiziell begonnen. Sicher will man damit seinen Liebsten in erster Linie eine Freude machen, beruhigt aber damit auch das eigene Gewissen. Die enttäuschten Gesichter, denen man mit leeren Händen gegenübertreten würde, wären nur schwer zu ertragen, obwohl man sich wie die ganzen Jahre zuvor im Voraus auf ein diplomatisches „Wir schenken uns nichts“ geeinigt hat.</p>
<p>An den eigentlichen Festtagen sollte man sich nicht nur wegen der fröstelnden Temperaturen eine dicke Weste zulegen, auch die alljährlichen Fragen von neugierigen Familienmitgliedern können einen ganz schön durchlöchern. Nachdem man zum x-ten Mal erklären musste, warum man denn jetzt in seinen Zwanzigern noch unverheiratet ist oder was man überhaupt so in der Uni macht, ist einem der Appetit auf das Fondue auch endgültig vergangen.</p>
<p>Und dann, irgendwo zwischen dem dummen Geschwätz,  den Geschenken und dem penetranten Geruch nach Weihrauch, wandert die volle Aufmerksamkeit plötzlich zu diesem einen Keks, der seit seiner Geburtsstunde Anfang Dezember in der Keksdose vor sich hin vegetiert. Jener zerbröckelt nur vom Anschauen, schmecken tut er schon lang nicht mehr. In Gedanken verspeist man aber schon den zweiten. Vielleicht auch noch einen dritten.</p>

		</div>
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		<title>Wahlfisch: Halloween</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kristina Kerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2022 11:30:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlfisch]]></category>
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			<div class="subtitle_up">Süßes oder Saures? Oder vielleicht einfach nur bitter? Die Meinungen zu Halloween gehen oft auseinander. Wir sind hier, um der Debatte ein blutiges Ende zu bereiten.</div>

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			<h3>Schaurig schöne Saufballaden</h3>
<div class="bildunterschrift">Kristina Kerber</div>
<p>Halloween ist der letzte Reiter der Apokalypse, der zwischen dir und Weihnachten steht. Die Lebkuchen schmelzen schon seit September in den Regalen vor sich hin – so betrachtet sind also Totenköpfe und Fake-Spinnweben (oder je nach Wohnsituation auch echte) die letzte Hoffnung, um nicht übermorgen schon ins gute alte neue Jahr geworfen zu werden wie ein unbemaltes Osterei.</p>
<p>Zwar bietet die Realität in letzter Zeit (sprich seit Verlassen der Kinderschuhe, die dazumal noch jemand anderer gebunden hat) eine ausgereifte Horrorschau, aber was hilft besser gegen den Schrecken des Alltags, als ihn zurück zu erschrecken und ihm damit bestenfalls einen doppelten Herzinfarkt mit Schlaganfall zu verpassen, damit er endlich Ruhe gibt? Rest in peace Leber und rest in pieces sexy Halloweenkostüm. Zwar droht am nächsten Tag eine Alkoholrechnung, die sogar die diesjährigen Stromkosten übersteigt, aber immerhin kann man sagen, sich in seinen jungen Jahren (oder zumindest inmitten der sich anbahnenden Quarter-Life-Crisis) ausgelebt zu haben.</p>
<p>Halloween ist außerdem ein Fest der Liebe. Nicht jeden Tag kann sexy Taylor Swift mit sexy Kayne West Frieden schließen. Auch wenn’s auf der Couch eines Bekannten von einer Bekannten dritten Grades oder in einem durch den spukend-schaurigen Schleier nicht mehr so ganz erkennbaren Hinterzimmer ist. In besagtem Hinterzimmer ist dann auch gleich der Halloween Gruselfaktor „Adrenalinkick“ und „Lebensangst“ erfüllt. Die wahrlich grusligen Existenzängste kicken dann spätestens am Folgetag ein.</p>
<p>Darüber hinaus ist Halloween die perfekte Ausrede, seinem Idol nachzueifern – sei es sexy Elvis, sexy Power Puff Girl oder sexy Hälfte eines Erdbeermarmelade-Sandwiches. Sei du selbst, heißt es immer. Aber was, wenn wer man ist, scheiße ist? Halloween ist (je nach Lifestyle-Präferenzen) der einzige Tag, an dem öffentliches Roleplaying nicht nur akzeptiert, sondern auch zelebriert wird. Psychische, physische und materielle Alkoholkosten? Das Problem vom Ich der Zukunft – heute bin ich sexy Bob Ross.</p>

		</div>
	</div>
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			<h3>Halloween is coming</h3>
<div class="bildunterschrift">Simon Riegler</div>
<p>Es ist wieder soweit! Alle Jahre wieder… klingeln süßigkeitensüchtige Kinder an meiner Tür. Es ist Halloween. Einer der schlimmeren Trends, die wir aus den USA übernommen haben. Wobei die USA den Brauch an sich eigentlich aus Irland importiert haben.</p>
<p>Entgegen dem Grundgedanken des Gruselns verkleiden sich die meisten Kinder als Elsa aus Frozen. Haben wir für solch ungruselige Verkleidungen nicht schon Fasching? Egal. Die Spielwarenladen freut’s, mit Kindern macht man am Ende immer noch das beste Geschäft. Mit den Eltern im Schlepptau wandern die Süßigkeitensuchenden dann in der Nachbarschaft von Tür zu Tür und erbetteln sich von den Menschen zuckerhaltige Naschwaren.</p>
<p>Währenddessen treffen sich die Erwachsenen (unter dem Vorwand von Halloween) verkleidet in WGs, um ihrem Alkoholkonsum einen weiteren „guten“ Grund vorzuschieben. Getrunken wird hier ja eh nur an Feiertagen. Dekoriert ist die Wohnung mit Kürbissen, Spinnen (meist unecht) und Zauberhüten. Den Dekoladen um die Ecke freut’s. Über Pumpkin-Spice-Latte möchte ich mich an dieser Stelle nicht echauffieren, den nimmt schon das gesamte Internet auseinander.</p>
<p>Zudem sind seit Wochen die Regale der Supermarktketten des Landes mit Kürbissen und allerlei „Halloween-Spezial-Süßigkeiten“ befüllt, nur um dann pünktlich am 1. November vollends von den im hinteren Teil des Regals auf der Lauer liegenden Lebkuchen und Adventskalendern verdrängt zu werden. Weihnachten is coming.</p>

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		<title>Innsbruck vs. Die Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa Schmitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jun 2022 10:30:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlfisch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Innsbruck: Die kleinste Großstadt der Welt? Oder die weltweit größte Kleinstadt? Egal wie man’s sieht, die Tiroler Landeshauptstadt hat auf jeden Fall einiges zu bieten.  Unendliche Freuden in Innsbruck Sie&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Innsbruck: Die kleinste Großstadt der Welt? Oder die weltweit größte Kleinstadt? Egal wie man’s sieht, die Tiroler Landeshauptstadt hat auf jeden Fall einiges zu bieten. </span></div>
<p><span id="more-17000"></span></p>
<h3>Unendliche Freuden in Innsbruck</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Sie ist in alle Himmelsrichtungen von Bergen umgeben. 13 Skigebiete gibt es in der Region. Darunter die bei Freeridern beliebte Axamer Lizum, das familienfreundliche Rangger Köpfl und der 3.210 Meter hohe Stubaier Gletscher. 300 Pistenkilometer. 111 Bergbahnen. Die Vielseitigkeit ist riesig. Außerdem ist alles in kurzer Zeit erreichbar. Vor allem das Haus-Skigebiet der Innsbrucker, die Seegrube. Aber nicht nur zum Shredden, sondern auch zum Sonnen ist die Nordkette ein beliebter Spot. Und in den Sommermonaten stehen von hier oder der Stadt aus tausende Wanderrouten zur Auswahl. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Angebot allein macht es für jede andere Stadt unmöglich, mitzuhalten. Aber es ist nur ein Grund, warum Innsbruck der beste Ort zum Leben ist. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach einem ganzen Tag im Schnee ist es Zeit für Après Ski. Im “legendärsten Club der Welt”: die Mausefalle. Auf voller Lautstärke werden hier heimische Hits wie “Mama Lauda”, “Ich Bin Solo” und “Anton aus Tirol” gespielt. Schwitzend, schubsend, schaukelnd – alle singen, oder – ehrlicher gesagt – schreien mit. Wo sonst gibt es eine solche ausgelassene Atmosphäre?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Berlin. London. New York. Keiner kann damit konkurrieren. Natürlich haben sie alle mehr und größere Veranstaltungsorte. Aber haben sie kostenlosen Eintritt? Haben sie Ahoj-Brause mit Vodka? Haben sie die Bögen? Anreise mit dem Rad. Wird lässig getanzt in Skihosen oder Wanderschuhen? Nein. Die bekannte Partymeile ist einzigartig. Ein Techno-, Deep-House- und sogar Trance-Musik-Club neben dem anderen. Dazwischen ein Pizza-Mann, der Bosnawürstel in Pizzabrot serviert. Die vielleicht beste Hangover-Cure. Und für alle, die nicht drinnen sein wollen: Irgendwo läuft immer grad ein Rave… in der Sillschlucht, unter der Autobahn, draußen beim Flughafen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und sobald es warm genug ist, liegt Kranebitten nicht nur in der Sonne, sondern auch voll im Trend. Tagsüber wird hier geschwommen, gebräunt, gegrillt: saftiges Fleisch, vegane Wurst und blasse Haut. Abends wird groß gefeiert. Als Alternative nahe der Innenstadt bietet sich das Sonnendeck an. Auch hier kann man die Füße und die Seele über dem Inn baumeln lassen. Sogar Surfen ist hier eine Möglichkeit. Wildes Wasser statt hohe Wellen. Wer braucht Hawaii oder Kalifornien? Die australische Gold Küste, Jeffrey’s Bay in Südafrika und die Bukit Peninsula in Bali, Indonesien, sind doch alle mit Touristen überrannt. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich hab’s gesehen. Ich kenn mich aus. Glaubt’s ma. I bleib gern dahoam. Pfiat-enk!</span></p>
<h3>Wieso ausgerechnet diese Kleinstadt?</h3>
<p>Es stimmt: Wenn die Sonne scheint, ist Innsbruck ein schönes Plätzchen. Zwischen Mietpreisen, die beinahe höher sind als die umliegenden Berge, stellt sich allerdings doch die Frage: Wieso ausgerechnet diese Kleinstadt? Willkommen geheißen werden hier vor allem die Wintersportelnden. Falls man (noch) nicht dazu gehört, wird einem nahegelegt, dies schleunigst zu ändern. Gelegenheit dazu hat man ja reichlich – auch wenn das bedeutet auf der Nase zu landen. Das kann einem auf der Piste passieren, oder auch auf den „fehlenden“.</p>
<p>Die Stadt ist „klein und fein“, man erreicht hier locker alles mit dem Rad. Aber man sollte sich der Gefahr, die von den mangelnden Fahrradwegen und der an Straßenbahnschienen umso reicheren Fahrbahn ausgeht, bewusst sein (nur ein Ratschlag nebenbei). Die größte Zeit des Jahres fröstelt es dich, wehe dem, der die Mütze über die Ohren zieht! Der „Windsbrucker“ Föhn beschert manch einem Kopfschmerzen, verstärkt werden diese fix durch den Tiroler Dialekt, woasch eh.</p>
<p>Beim Ausgehen lande ich persönlich immer nur in der Falle (wobei, da bin ich, glaube ich, selbst dran schuld). Die Kulinarik ist eher mau, wenn man von den Hipster-Lokalen nicht angetan ist… sogar die Nicht-Veganer haben irgendwann genug vom „Leberkas“. „Die Stadt hat so viel zu bieten!“, heißt es.</p>
<p>Ja, wer Langeweile, Sport und Ruhe sucht, ist hier genau richtig. Für die Pension herziehen? Auf alle Fälle! Aber fürs Studium? Hier ist es weder übermäßig geil noch übertrieben uncool. Ein Mittelding aus kleiner Stadt und großem Dorf. Klar ist alles nicht nur schwarz und weiß – Innsbruck bleibt daher wohl grau.</p>
<p><em>Dieser Artikel erschien erstmals in der <a href="https://www.unipress.at/ueber-uns/archiv/mai-2022/">Mai/Juni-Ausgabe 2022</a>.</em></p>
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		<title>Februja oder Februnein?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Flunger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Feb 2021 16:18:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlfisch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwölf abwechslungsreiche und kunterbunte Monate bietet uns das Kalenderjahr, wobei jeder so seine Eigenheiten hat, die uns gefallen – oder auch nicht. Mit lediglich 28 Tagen besonders kurz ist der&#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Zwölf abwechslungsreiche und kunterbunte Monate bietet uns das Kalenderjahr, wobei jeder so seine Eigenheiten hat, die uns gefallen – oder auch nicht. Mit lediglich 28 Tagen besonders kurz ist der Februar, deshalb haben wir uns mit der Daseinsberechtigung dieses Monats auseinandergesetzt: Februja oder Februnein? Braucht es diesen Monat überhaupt?</div>
<div></div>
<h2>Der Tiefpunkt des Jahres</h2>
<div class="bildunterschrift">Julia Flunger</div>
<div></div>
<div></div>
<p>Ich kann es kaum glauben, liebe Fischgemeinde. Schon wieder schwimmen wir durch meinen Hassmonat. Er wird auch assoziiert mit Kälte, Schneematsch, Straßen voll mit betrunkenen, äußert unlustig verkleideten Menschen und dem einen Tag, der jedermanns und jederfraus Nerven für das restliche Jahr aufbraucht. Freut euch auf den Valentinstag. Während Verliebte uns schon Wochen vor diesem Pflichttermin des Rosenschenkens mit ihren vor Kitsch triefenden, nicht umsetzbaren Plänen in den Wahnsinn treiben, stürzen uns all die verzweifelten Singles in eine Zeit der Peinlichkeit. Spätestens wenn wir ungewollt mitbekommen, wie unsere geliebten und vernünftigen Freundinnen und Freunde alle Hemmungen über Bord werfen, um ein Valentinstagsdate in letzter Sekunde zu ergattern, erscheint der Untergang der Menschheit plötzlich sehr realistisch.</p>
<p>Die von der Bildfläche verschwundenen, notorischen Auf-den-letzten-Drücker-Lerner erstehen langsam wieder von den Toten auf, nur um zu bemerken, dass das neue Semester schon bald wieder vor der Türe steht und sie die lang ersehnte Pause wohl in die Pension verschieben müssen. Wäre ja nicht so, als würde sich der Februar zumindest an die Tagesanzahl eines normalen Monats halten. Er bringt uns nicht nur jede Menge sinnloser gesellschaftlicher Ereignisse, Stress ohne Ende, sondern auch das schlechte Gewissen. Liebste Fischfreunde, ich habe es euch im Jänner ja schon geraten: vergesst die guten Vorsätze für das neue Jahr. Denn wer von euch hat sich an seine Pläne gehalten? Eben.</p>
<p>Um euch noch ein kleines bisschen für euren Unglauben und das falsch investierte Vertrauen in euch selbst zu bestrafen, hat der Februar noch eine Gratisportion Schlechtfühlen für euch. Die Fastenzeit. Egal ob es um den Verzicht auf Zigaretten, Schokolade oder Alkohol geht, das Debakel des eigenen Scheiterns wird sich wiederholen. Also mein Rat an alle: entscheidet euch für eine Bärenfaschingsverkleidung und haltet einen genüsslichen und ausgiebigen Winterschlaf. So kann der Hassmonat vorbeiziehen, ihr erleidet keinen Nervenzusammenbruch und seid zudem endlich wieder ausgeschlafen.</p>
<h2>Februar &#8211; oh ja!</h2>
<div class="bildunterschrift">Kristina Oberlechner</div>
<div></div>
<p>Natürlich gehört der Februar in den Kalender wie das Amen ins Gebet. Man stelle sich vor, wie es wäre, wenn man am 31. Dezember plötzlich feststellt, dass das Jahr nur elf Monate hatte, um alle nicht erledigten Versäumnisse ins Trockene zu bringen. Allein die Tatsache, dass die Summe dieser wertvollen 28 Tage zwei verschiedene Bezeichnungen hat (heißt es nun Februar oder Feber?), räumt jeden Zweifel aus. Nur der große Bruder Januar (oder Jänner?) schafft ebenfalls dieses Double.</p>
<p>Ausgelassenheit, Spaß und Liebe, aber auch Verzicht und Dauerstress – sprich ein einziges Gefühlschaos – werden auf wunderbar kurze, knackige 657 Februar-Stunden komprimiert: Während sich FaschingsnärrInnen gleich zu Beginn des Monats ihrer Hoch-Zeit erfreuen und verkleidet in unterschiedlichsten Kostümen dem Alkoholkonsum hingeben, läutet der Aschermittwoch die Fastenzeit und damit, für die gläubigen Fische unter uns, die 40-tägige Zeit des bewussten Verzichts ein. Zugegeben, eine harte Umstellung, welche hier nicht nur in einem Monat, sondern innerhalb einer Woche von uns verlangt wird. Die RomanFische unter uns werden einem anderen, besonderen Tag entgegenfiebern: dem Valentinstag am 14. Februar. Übrigens 2018 am selben Tag wie der Aschermittwoch – ein Zufall? Für alle Uni-gestressten StudentInnen, welche zwischen Prüfungen und der Abgabe von Seminararbeiten rudern, zählt wohl weniger Februar-Liebe oder Februar Hass, sondern nur die magische Grenze, welcher es hinterherjagen zu gilt: Abgabetermin, 1. März.</p>
<p><em>Dieser Artikel erschien erstmals in der <a href="https://unipress.at/archive/UP2018_2.pdf">Feber-Ausgabe 2018</a>.</em></p>
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		<title>Online vs. Print</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marina Raidl]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2020 12:45:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlfisch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit allen zehn auf Tasten tippend setzen wir den Print unter Druck und stellen uns die Frage, wie wir unsere Zeichen setzen sollen. Von Haptikern und der Kulturschickeria: Das Format&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Mit allen zehn auf Tasten tippend setzen wir den Print unter Druck und stellen uns die Frage, wie wir unsere Zeichen setzen sollen.</div>
<p><span id="more-4778"></span></p>
<h3>Von Haptikern und der Kulturschickeria: Das Format Verzweiflung</h3>
<p>Die possierlichen Pusseleien der Haptiker und ihrer absurd umständlich gefalteten Käseblätter sind bereits tausende gewisperte Tode gestorben.</p>
<p>Printmedien gleichen einem verwundeten Wild; angefahren und schwer getroffen vom Fortschritt und für immer und langsam verendend liegen gelassen auf dem Pannenstreifen. Eigentlich möchten sie ihren tiefschürfenden Wunden erliegen, werden aber erzwungen lebendig gehalten von barmherzigkeitslosen Haptikern und der Kulturschickeria. Der Print steht sich selbst am nächsten, da jeder andere von ihm Abstand hält – und das zurecht.</p>
<p>Wieso ausgerechnet Onlinemedien und ihr schwer erleichterter Zugang zu Neuigkeiten im Mainstream-Milieu der Hipster, die sich freiwillig rückständig und schwerfällig durch Informationen wälzen, regelmäßig für Furore sorgen, bleibt offen. Das Format Verzweiflung bietet lediglich unbeholfenes Gefalte von Fehldrucken und schwerlich zielführendes Zusammensuchen einzelner Informationen in mühevoll detektivischer Kleinarbeit. Haptiker und ihre Patschhändchen wedeln ein dreifaches Hurra und unzählige Lobpreisungen auf vermeintlich relevanzstiftendes Geschreibsel „zum Anfassen“. Sie stoßen an auf Informationen, die bereits morgen wieder obsolet sind – und doch immer und immer wieder in typischer Sisyphus-Manier täglich aufs Neue verdruckt werden.</p>
<p>Printmedien sind wie eine verlorene Romanze, hinter deren Rücken man absichtlich diskreditiert und verleugnet, um sich seinen eigenen Gefühlen nicht stellen zu müssen – einzig üble Nachrede hilft, den Verlustschmerz in semi-transparenten, einlagigen Schichten langsam zu überdecken.</p>
<p>Der Print war unser Zuhause, und jetzt sind wir obdachlos. Einzig übrig ist der Rückzug in die digitale Sphäre, weil uns keine andere mehr bleibt. Ja, die Nasenspitze zwischen die Seiten eines digitalen Netzanbieters zu stecken, bietet möglicherweise nicht das leicht betörende Aroma bedruckten Zellstoffs. Doch ist es nicht überheblich und anmaßend, täglich massenweise Altpapier zu produzieren, einzig und allein, um den Duft der Druckerschwärze in seinen Riechkolben aufnehmen zu können? Um vermeintlich – und wortwörtlich – gegen den <em>Strom</em> zu schwimmen? Können wir das nicht ein bisschen zurückschrauben? Der Umwelt zuliebe?</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<h3 class="subtitle_up">Von Fortschrittsgläubigen und Saubere-Finger-Liebenden</h3>
<p>Jeder wird nun wohl schon einen Menschen kennen, der behauptet, die Zeitung lieber online zu lesen: Aufgemacht, die Artikel durchgescrollt und wieder zu. Natürlich kein Premium-Abo, wer braucht denn schon mehr Infos als jene in den Überschriften und den Teasern? Nur wer morgens mit Fingern schwarz von Druckerpresse auf die Uni kommt, wer bereits morgens zum Duft des frischgebrühten Kaffees auch jenen der frischgedruckten Zeitung in sich aufgenommen hat, hat die Zeitung wahrscheinlich wirklich gelesen. Und natürlich braucht es dafür noch einen Spaziergang mit dem imaginären Hund (ein Relikt aus der Coronazeit?) zum nächsten Zeitungskiosk.</p>
<p>Wisch und weg. Das Online-lesen ist nur ein neues Symptom unserer Zeit. Die Aufmerksamkeitsspanne wird kürzer und kürzer, nicht nur jene in den Beziehungen. Durch die Straßen laufen halbinformierte Menschen, denn wer sich wirklich dazu aufgerafft hat, den gesamten Artikel zu lesen, wurde nach acht Zeilen schon wieder von blinkender Werbung abgelenkt. Gleichzeitig glauben wir, den Durchblick zu haben, alle Informationen aus dem World-Wide-Web saugen zu können während wir in kleinsten Häppchen – denn mehr kann der Handyleser nicht mehr verdauen – Halbinformationen vorgesetzt bekommen.</p>
<p>Und erzählt jetzt bitte nicht, liebe Fische, dass es sich um ein Platzproblem handelt, dass das Bücherregal fast übergeht und deshalb der E-Reader die letzte Möglichkeit ist. Für einige mag das stimmen, für den Rest ist dies wohl bloß das standardmäßige Sich-selbst-Anlügen – wie die Versicherung, eh am nächsten Tag Sport zu machen.</p>
<p>Tja, liebe Fische, Fischer und Fischerinnen, liebe Fortschrittsgläubige und Saubere-Finger-Liebende, leider ist das Handy nicht der Weisheit letzter Schluss, die alles entscheidende Erfindung. Es ist vielmehr die Ablenkung für Lesefaule, die Bestätigung für Weltverschwörer, die Beschäftigung für Stromkabelsucher. Die Zukunft liegt im Print.</p>
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		<title>Introvertiert vs. Extrovertiert</title>
		<link>https://www.unipress.at/gesellschaft/introvertiert-vs-extrovertiert/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Häusle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2020 12:25:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlfisch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir sind, was von uns gesehen wird, aber das alles ist alles nicht alles nicht wahr. Über unsere Innen- und Außenwelt. Sternstunde: Introversion Marina Raidl Das extrovertierte Glas der sozialen&#8230;</p>
<p>The post <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at/gesellschaft/introvertiert-vs-extrovertiert/">Introvertiert vs. Extrovertiert</a> appeared first on <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at">UNIpress</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span class="wp-caption">Wir sind, was von uns gesehen wird, aber das alles ist alles nicht alles nicht wahr. Über unsere Innen- und Au</span><span class="wp-caption">ßenwelt.</span></div>
<p><span id="more-2169"></span></p>
<h2>Sternstunde: Introversion</h2>
<div class="bildunterschrift">Marina Raidl</div>
<p>Das extrovertierte Glas der sozialen Kontakte bleibt in Quarantänezeiten halb voll, voll leer oder wird in der klebrigen 5er-WG für Beer Pong zweckentfremdet. Das Glas der Introvertierten hingegen ist ein schäbiger Pappbecher, der einmal wöchentlich müde und arrhythmisch geschwungen wird und sich schließlich in einer erbärmlichen Ausbeute entleert. Zu besonderen Anlässen geben sie Rauchzeichen ab, um der Polizei zu signalisieren, dass das Kritzeln ihrer Umrisse mit Kreide auf Parkett gerade noch nicht notwendig ist. So oder so ähnlich denkt sich wohl die eine oder andere extrovertierte Persönlichkeit – sofern Sie denn einmal denkt – den archetypischen Soziallegastheniker zusammen. Doch der Komfort des Schafs im Schafspelz, der handzahmen Rampensau, birgt zuverlässige Qualitytime statt Massenabfertigung.</p>
<p>Währenddessen tanzen Extrovertierte Limbo mit niedrigen Erwartungen – und gewinnen. Ziellos pinkeln sie gemeinsam gegen den Wind und sich selbst ans Bein, haben eine notorische Affinität für Eskapaden und recyclen Einwegbeziehungen schneller, als Introvertierte bei überfüllten Festivitäten fluchtartig „mal eben Zigaretten kaufen“ gehen, um daraufhin sofort und für immer aus dem kollektiven Gedächtnis zu verschwinden – und Zuflucht und Ruhe in den eigenen Armen finden.</p>
<p>Die einzige Selbstreflexion Extrovertierter hingegen spiegelt sich in den jeweiligen Augen ihrer neuen Eroberungen wider. So tümpeln sie fröhlich im Strom der Masse vor sich hin; ziehen Selbstzweifel wie Lines und schlafen nie ruhig in Morpheus Armen ein, denn Monogamie ist das einzig Unvertraute, das sie fürchten. Unsicherheit ertränken sie im nächsten Menschengewimmel und setzen sich ihren nächsten Schuss an Intimität to go in der unbekannten Wohnung des letzten Tinder-Dates. Sie laufen den sozialen Marathon, um allen anderen zu begegnen, nur nicht sich selbst; rubbeln orgasmisch an der Oberfläche herum, dringen aber nie ein. Wer den tiefgreifenden Höhepunkt erleben möchte, spricht dann doch lieber mit denen, die reden, wenn sie etwas zu sagen haben – und nicht zuhören, um zu antworten, sondern verstehen wollen.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<h2><span class="wp-caption">Extroversion: Der erste Schritt</span></h2>
<div class="bildunterschrift">Jakob Häusle</div>
<p>Wenn die Welt wirklich in Tatsachen zerfällt, sollte man lieber von Anspielungen sprechen. Von den Blicken, die einen nachts nicht schlafen lassen. Von den Momenten, die erst später ihre Bedeutsamkeit entfalten. Von einem Gespräch, das im Kopf stattfindet und von dem Gespräch, das tatsächlich stattgefunden hat.</p>
<p>Dumm ist wer Dummes tut und noch viel dümmer ist der, der gar nichts tut. Wie schön es doch ist, in seinem Zimmer zu sitzen, ein achtes Mal „<a href="https://www.youtube.com/watch?v=IXdNnw99-Ic">Wish you were here</a>“ zu horchen und sich dabei besonders zu fühlen. Wenn man sich nur so zeigen könnte, wie man sich selbst sieht. So verletzlich, nuanciert und facettenreich. So einmalig, klug und weich.</p>
<p>Dann geht man in eine Bar. Man hat vor, endlich etwas zu ändern, etwas zu sagen. Natürlich sitzt sie da, wo sie immer sitzt und die Freunde rufen, aber man hört sie nicht. Nur sie ist sichtbar, wie ihre Beine übereinander geschlagen sind, die Haare mit dem Zeigefinger hinters Ohr gerückt werden, ihre Augenwinkel einen bemerken und sich sofort wieder abwenden. Man geht hin und fühlt sich leer und weiß eigentlich nichts mehr, aber sie schaut schon her. Egal was jetzt passiert, man hat sich schon blamiert. Jetzt gibt es zwei Optionen und beide sind schrecklich, aber eine ist ehrlich. Man muss sich entscheiden. Man grinst dämlich und atmet tief durch, die Würfel sind noch in der Luft. Nach fünf Sekunden wird das Schweigen komisch. Jetzt beginnt es: Die Angst und die Befreiung.</p>
<h3>Die introvertierte Option</h3>
<p>„Als du heute Morgen dornröschengleich dein Gemach nach mindestens hundert Jahren Schönheitsschlaf verlassen hast, nicht wusstest wo du bist und doch, wohin du gehst, war es wohl ein Gedanke, der dich überflog und um eine Haaresbreite nicht streifte, aber stattdessen in seiner Andeutung dein Herz umsäuselte und dir die Wahl der Bar, des Getränks und der Bekanntschaft abnahm. All das war notwendig, um deine Silhouette der meinen gegenüberzustellen, uns, denen nichts anderes übrigbleibt, als zu beweisen, dass sich unsere Gesichter im Moment der Vereinigung wie zwei füreinander bestimmte Formen so angleichen, dass kein Zweifel mehr bestehen kann&#8221;, hätte ich fast gesagt. „Hey, was geht&#8221;, sagte ich.</p>
<h3>Die extrovertierte Option</h3>
<p>„Hey, was geht&#8221;, hätte ich fast gesagt. „Als du heute Morgen dornröschengleich dein Gemach nach mindestens hundert Jahren Schönheitsschlaf verlassen hast, nicht wusstest wo du bist und doch, wohin du gehst, war es wohl ein Gedanke, der dich überflog und um eine Haaresbreite nicht streifte, aber stattdessen in seiner Andeutung dein Herz umsäuselte und dir die Wahl der Bar, des Getränks und der Bekanntschaft abnahm. All das war notwendig, um deine Silhouette der meinen gegenüberzustellen, uns, denen nichts anderes übrig bleibt, als zu beweisen, dass sich unsere Gesichter im Moment der Vereinigung wie zwei füreinander bestimmte Formen so angleichen, dass kein Zweifel mehr bestehen kann&#8221;, sagte ich.</p>
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