Erbaut wurde das Schloss im 10. Jahrhundert. Ab 1363 gehörte es zu den Besitztümern der Habsburger. Erzherzog Ferdinand II. ließ die mittelalterliche Burg als Geschenk an seine Frau ausbauen. Dabei wurde eine Museumsanlage errichtet, die dem Schloss vorgelagert ist. Damit ist Schloss Ambras das älteste Museum der Welt.
Das Schloss wurde zwischenzeitlich für viele verschiedene Zwecke genutzt, etwa als Militärspital und Kaserne. Zum Besitz der Republik Österreich wurde Schloss Ambras erst wieder 1919. Grund dafür war die Abschaffung der Monarchie und das daraufhin erlassene Habsburgergesetz.
Von Grotten und Gärten
Schloss Ambras hat auch eine weitläufige Parkanlage zu bieten, die seit 2007 unter Denkmalschutz steht. Dort findet man die Bacchusgrotte, den Keuchengarten und einen künstlichen Wasserfall. Neben dem Schloss und dem Museum kann man auch die St. Nikolauskapelle sowie den Paradies- und Arzneimittelgarten besichtigen. Das Herzstück des Schlosses ist der Innenhof. Dieser ist verziert mit Malereien, die Szenen aus der römischen Geschichte und der antiken Mythologie darstellen.
Im Innenteil des Schlosses sollte unbedingt das Bad der Philippine Welser – der Frau von Erzherzog Ferdinand II. – besichtigt werden. Das Besondere an dieser Badeanlage ist, dass es die einzige noch vollständige Badeanlage des 16. Jahrhunderts ist.

© Nina Brillinger
Das erste Museum der Welt
Das Museum ist auf drei Stockwerke aufgeteilt und beinhaltet neben der berühmten Habsburger Porträtgalerie auch eine Sammlung gotischer Skulpturen und die Glassammlung Strasser. Die Ausstellungsstücke sind verteilt auf drei Rüstkammern, die Kunst- und Wunderkammer und das Antiquarium. Dort sind Rüstungen, Waffen, Gemälde, kostbare Kunstkammerstücke und noch viel mehr ausgestellt. Ein weiteres Highlight ist der von Erzherzog Ferdinand II. 1569-1572 errichtete Spanische Saal. Dieser zählt zu den schönsten freistehenden Saalbauten der Renaissance.
Funfact: Schloss Ambras gehörte eigentlich nicht zu Innsbruck, sondern zum heutigen Stadtteil Ambras, der früher ein eigenständiges Dorf war.
Das Schloss ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Im November ist es für Besucher geschlossen. Es können vor Ort Audio-Guides ausgeliehen werden und auch Jahreskarten und Führungen werden angeboten. Außerdem gibt es einen ermäßigten Preis für Studierende unter 25.