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	<title>Campus Archives - UNIpress</title>
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	<description>Das offizielle Magazin der ÖH Innsbruck</description>
	<lastBuildDate>Thu, 05 Mar 2026 21:20:17 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Semesterbeginn und keine Wohnung: Drei Studierende erzählen von ihrer Wohnungssuche</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anna Mayr]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2026 13:24:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Studieren in Innsbruck bedeutet nicht nur Ausgehen und Skifahren, sondern vor allem: Wohnungsstress. Ob im Camper an der Autobahnraststätte, mit einer fremden Person im 14-Quadratmeter-Zimmer oder im gemischten Schlafsaal im&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Studieren in Innsbruck bedeutet nicht nur Ausgehen und Skifahren, sondern vor allem: Wohnungsstress. Ob im Camper an der Autobahnraststätte, mit einer fremden Person im 14-Quadratmeter-Zimmer oder im gemischten Schlafsaal im Hostel – drei Studierende erzählen von ihrem holprigen Studienstart. Mit ihrer Erfahrung sind sie nur ein paar von vielen.</span></div>
<p><span id="more-22087"></span></p>
<h3 class="subtitle_up"><strong>„</strong>Erstmal war ich froh, dass ich angenommen wurde, und dann konnte ich mich wegen der Wohnungssuche gar nicht so recht freuen&#8221; <strong>–</strong> Mine, 19</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Als die 19-jährige Mine aus Deutschland Anfang September ihre Zusage für das Psychologiestudium in Innsbruck erhielt, war ihre Freude groß. Sie bewarb sich für WGs und träumte von einem schönen Zimmer für ihren neuen Lebensabschnitt. Niemals hätte sie gedacht, wie schwierig die Suche tatsächlich wird: Nach zwei Wochen noch immer keine Antwort auf nur eine einzige ihrer Anfragen. </span><span style="font-weight: 400;"> </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">All das hat mich sehr gestresst“, sagt sie rückblickend am Telefon. „Erstmal war ich froh, dass ich angenommen wurde, und dann konnte ich mich wegen der Wohnungssuche gar nicht so recht freuen.“ Mine holt sich die Premiumversion von </span><i><span style="font-weight: 400;">WG-gesucht</span></i><span style="font-weight: 400;">, die zeigt, wie viele Anfragen bestimmte Inserate seit Veröffentlichung bekommen haben: Ihr zufolge waren das im September teilweise 80 Bewerbungen pro Anzeige innerhalb von zwei Tagen. Dann endlich bekam sie eine Rückmeldung für ein Zimmer in Mieders und sagte notgedrungen zu. In die Stadt braucht sie von dort 45 Minuten, der letzte Bus fährt um 23 Uhr – und sie muss sich das Zimmer mit einer anderen Studentin teilen. 320 Euro zahlt Mine für ihre Hälfte der 14 Quadratmeter. Airbnb, Hostel, bis zu zwei Stunden Pendeln: In Mines Psychologiestudium gibt es viele, die Ähnliches erlebt haben. „Es ist echt krass“, betont sie.</span></p>
<h3>Vizebürgermeister: 1230 neue Wohnheimplätze seit 2019 geplant, 580 bereits übergeben</h3>
<p><span style="font-weight: 400;"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter wp-image-22100" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/4_20260302_074440_00012.jpg" alt="" width="363" height="454" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/4_20260302_074440_00012.jpg 1080w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/4_20260302_074440_00012-240x300.jpg 240w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/4_20260302_074440_00012-819x1024.jpg 819w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/4_20260302_074440_00012-768x960.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/4_20260302_074440_00012-585x731.jpg 585w" sizes="(max-width: 363px) 100vw, 363px" />Die Nachfrage nach Wohnraum, aber auch touristischen Unterkünften ist in Innsbruck besonders hoch und spiegelt sich dementsprechend im angespannten Wohnungsmarkt wider. Das betont auch Innsbrucks Vizebürgermeister Georg Willi auf schriftliche Anfrage der UNIpress: </span><span style="font-weight: 400;"> </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Wir sind als Universitätsstadt attraktiv für Studierende und Lehrende. Tourist:innen zieht das alpin-urbane Flair im Herzen der Alpen an. Innsbruck punktet als Wirtschaftsstandort im Zentrum von Mitteleuropa.“ Dem Vizebürgermeister zufolge habe die Stadt viel getan, um die Situation auf dem Wohnungsmarkt zu entspannen. „Der größte Hebel für leistbares Wohnen sind die 17.500 Wohnungen, für die die Stadt das Vergaberecht hat“, so Willi. Dadurch seien die Zugangsbedingungen für Stadtwohnungen erleichtert und der Personenkreis erweitert worden, obwohl die Wartelisten lang seien. Trotzdem: </span><span style="font-weight: 400;"> </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Große Projekte sind in der Pipeline.“ So soll zum Beispiel das Projekt </span><i><span style="font-weight: 400;">Sicheres Wohnen</span></i><span style="font-weight: 400;"> des Landes Tirol einen Anreiz für Vermieter:innen schaffen, ihre Wohnungen am Markt anzubieten und nicht zum Beispiel über Airbnb. Außerdem wolle die Stadt Mieter:innen durch Mietzins- und Wohnbeihilfe sowie Kautionsfonds noch weiter unterstützen. Mit der Leerstandsabgabe, die die Stadt beim Land Tirol erkämpft hat, soll das Leerstehenlassen von Wohnungen unattraktiv gemacht werden. Ein großer Haken bleibt jedoch: </span><span style="font-weight: 400;"> </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Ohne den Bundesgesetzgeber, der die Mietsteigerungen für alle Wohnungen deckeln muss, kommen wir nicht weiter“, betont Willi. Für Studierende seien seit 2019 580 Wohnheimplätze übergeben worden, rund 150 seien kurz vor der Fertigstellung und weitere 500 stehen vor der Umsetzung. Die Stadt Innsbruck überträgt einen Teil der Vergabe von Heimplätzen an die ÖHs, die dafür eine eigene Vergaberichtlinie erarbeitet haben. </span><span style="font-weight: 400;"> </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Hier sind wir in der Finalisierung“, sagt Willi. Ausgelöst wurde dies mit der Studie </span><i><span style="font-weight: 400;">Studentisches Wohnen 2019</span></i><span style="font-weight: 400;">. Die Stadtplanung hatte dabei die Rahmenbedingungen und potenzielle Standorte für Studierenden-Wohnheime definiert und den Zimmerpreis mit rund 400 bis 500 Euro definiert.</span></p>
<h3>„Jede Person schreibt, sie ist naturverbunden. In Innsbruck hebt einen das nicht aus der Masse heraus&#8221; <span style="font-weight: 400;"><strong>–</strong> </span>Milo, 21</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Wer ein Zimmer in Innsbruck für unter 500 Euro findet – wenn es endlich eine Zusage gibt – kann sich glücklich schätzen. Der 21-jährige Milo aus Graz hat im November endlich eine Zusage für ein Zimmer für 430 Euro bekommen. Die ersten sechs Nächte seines Semesters verbrachte der Biologiestudent mit seinem Kumpel im Camper. Zunächst parkten sie bei der Technik, wichen nach einer Ermahnung jedoch an die Raststation bei der Autobahn aus. Anschließend kamen sie bei Bekannten von Bekannten unter. Bereits im Mai hatte er begonnen, sich nach Zimmern umzuhören, ab August suchte er dann intensiv. Vier Besichtigungen hatte er in dieser Zeit – darunter auch Massenbesichtigungen, wie er sie nennt. Erst vier Wochen nach Studienbeginn bekam er eine Zusage für eine Wohnung, die er mit seinem Kumpel für insgesamt 860 Euro teilt. Anderen Wohnungssuchenden rät er, bei der Bewerbung so genau wie möglich zu sein: „Jede Person schreibt rein, sie ist naturverbunden und viel in den Bergen unterwegs. In Innsbruck hebt einen das nicht aus der Masse heraus.“ Rückblickend hätte er, abgesehen davon, aber nichts anders gemacht: „Es war ein lässiger Monat und ich war auch bereit, mal nicht so komfortabel ins Studium zu starten.“</span></p>
<h3><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter wp-image-22093" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Milo-camper-Bild-2.jpeg" alt="" width="405" height="304" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Milo-camper-Bild-2.jpeg 1600w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Milo-camper-Bild-2-300x225.jpeg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Milo-camper-Bild-2-1024x768.jpeg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Milo-camper-Bild-2-768x576.jpeg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Milo-camper-Bild-2-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Milo-camper-Bild-2-1170x878.jpeg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Milo-camper-Bild-2-585x439.jpeg 585w" sizes="(max-width: 405px) 100vw, 405px" /></h3>
<div class="bildunterschrift"><span style="font-weight: 400;">Im Camper übernachtete der 21-jährige Milo mit seinem Kumpel für sechs Nächte, zuerst bei der Technik, dann auf der Autobahnraststätte (Foto: privat)</span></div>
<h3><br style="font-weight: 400;" /><strong>„I</strong>ch habe versucht, mich abzulenken. Wenn ich ständig im Hostel geblieben wäre, hätte ich wahrscheinlich nie aufgehört zu weinen&#8221; <strong>– </strong>Vanessa, 21</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Alles andere als komfortabel ist auch Vanessa aus Italien in Innsbruck gestartet. Die 21-Jährige studiert in Sardinien Translationswissenschaft und bekam im Mai ihre Zusage für ihr Auslandssemester in Innsbruck. Kurz darauf setzte sie sich auf die Wartelisten der Wohnheime. </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Ich habe dem Ganzen zu viel vertraut“, sagt sie rückblickend bei einem Spaziergang. Sie bekam eine Zusage für ein Wohnheimzimmer, überwies 300 Euro Kaution und 250 Euro Bearbeitungsgebühr. Das Wohnheim schrieb, dass sie sich wieder melden. Als Vanessa später nachhakte, kam keine Antwort. </span><span style="font-weight: 400;"> </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Es war so seltsam und sehr unprofessionell“, berichtet sie. Zwei Wochen vor ihrem Abflug dann die Rückmeldung: Das Zimmer sei an jemand anderen vermietet worden, es hätte ein Missverständnis gegeben, entschuldigung! Besorgt schrieb Vanessa WGs an, doch keine einzige Anfrage wurde auch nur beantwortet. Auf den 250 Euro Bearbeitungsgebühren des Wohnheims bleibt sie bis heute sitzen. „Ich habe mir sehr viele Sorgen gemacht“, sagt sie. Glücklicherweise unterstützten sie ihre Eltern und ermutigten sie, es zunächst ohne Unterkunft in Innsbruck zu versuchen. Schließlich zog sie Anfang des Semesters in einen Schlafsaal im Hostel, wo eine Nacht zwischen 40 und 50 Euro kostete.</span> <span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Ich habe versucht, mich abzulenken und bin ausgegangen. Wenn ich ständig im Hostel geblieben wäre, hätte ich wahrscheinlich nie aufgehört zu weinen“, blickt sie zurück.  </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Hostel lernte sie schließlich einen 23-jährigen Mitarbeiter aus Brasilien kennen, der ihr anbot, bei ihm einzuziehen. </span><span style="font-weight: 400;"> </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Zuerst war ich besorgt, ein Zimmer mit einem fremden Mann zu teilen, aber er ist sehr nett und es läuft gut”, sagt sie. Natürlich vermisse sie manchmal ihre Privatsphäre, aber es seien ja nur fünf Monate, meint Vanessa. Für die Hälfte vom Zimmer in zentraler Lage zahlt sie alles in allem 500 Euro. </span><span style="font-weight: 400;"> </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Es ist auf jeden Fall ein Abenteuer”, sagt sie lachend. Trotzdem betont sie, dass sie sich von den Erasmus-Organisationen in Innsbruck und Sardinien mehr Unterstützung erhofft hatte: </span><span style="font-weight: 400;"> </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Ich ziehe in eine fremde Stadt für mein Erasmus und bin komplett auf mich alleine gestellt.” Bei ihrem ersten Auslandssemester in Litauen habe sie innerhalb von einer Woche ein Zimmer gefunden. Nach Innsbruck kämen jedes Semester zwei Austauschstudierende aus Sardinien, wundert sie sich: Wieso könne man da nicht einen Abmachung treffen? Vier Wochen nach Unistart kann Vanessa endlich ihr Auslandssemester genießen: </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Ich liebe Innsbruck!“ </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Rückweg führt an der Innbrücke vorbei. Dort fällt sofort ein Flyer mit Bildern, Telefonnummer und E-Mai-Adresse auf, der an der Ampel hängt: Robin, 21, sucht einen Monat nach Studienstart immer noch nach einer Unterkunft. Damit ist er nur einer von vielen. </span></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter wp-image-22095" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Flyer-Bild-3-scaled.jpeg" alt="" width="485" height="364" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Flyer-Bild-3-scaled.jpeg 2560w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Flyer-Bild-3-300x225.jpeg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Flyer-Bild-3-1024x768.jpeg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Flyer-Bild-3-768x576.jpeg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Flyer-Bild-3-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Flyer-Bild-3-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Flyer-Bild-3-1920x1440.jpeg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Flyer-Bild-3-1170x878.jpeg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Flyer-Bild-3-585x439.jpeg 585w" sizes="(max-width: 485px) 100vw, 485px" /></p>
<div class="bildunterschrift">„Wohnung oder WG gesucht”: Ein Student sucht selbst vier Wochen nach Unistart immer noch verzweifelt nach einer Unterkunft und versucht es per Flyer mitten in der Stadt. (Foto: Anna Mayr)</div>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
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		<title>Was wir als Erstis gern gewusst hätten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[UNIpress]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Mar 2026 07:36:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Anfang des Studiums ist eine aufregende, tolle, herausfordernde Zeit. Die Redakteurinnen und Redakteure von UNIpress verraten, was sie damals gern gewusst hätten. Katharina Isser (24): Es gibt so einiges,&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Der Anfang des Studiums ist eine aufregende, tolle, herausfordernde Zeit. Die Redakteurinnen und Redakteure von UNIpress verraten, was sie damals gern gewusst hätten.</div>
<p><span id="more-21840"></span></p>
<p><b>Katharina Isser (24)</b>: Es gibt so einiges, was ich gerne gewusst hätte. Angefangen dabei, dass man die <a href="https://www.oesterreich.gv.at/de/themen/familie_und_partnerschaft/familienbeihilfe/Seite.080712">Familienbeihilfe verliert</a>, wenn man nach dem zweiten Semester das Studium wechselt. Auch, wenn man mehr als zweimal wechselt, erlischt der Anspruch. Hätte ich das gewusst, hätte ich vielleicht nicht erst im dritten Semester mein Studium gewechselt, sondern schon früher den Mut gefasst, auf mein Bauchgefühl zu hören. Denn was ich auch gerne gewusst hätte, ist: Den Studiengang zu wechseln, würde sich als eine der besten Entscheidungen meines Lebens herausstellen.</p>
<p>Außerdem: Uni-Romanzen können Freundesgruppen zerstören und Seminare sehr unangenehm machen – und sich trotzdem lohnen, allein für die Erfahrung. Vormittags-LVs sind manchmal hart, aber bringen dich aus dem Bett und lassen dich den Tag produktiv beginnen. Und es gibt unglaublich viele Angebote und Anlaufstellen für Studierende, zum Beispiel die <a href="https://www.oehweb.at/referate/">ÖH-Referate</a> oder das Zuhörtelefon <a href="https://www.nightline-innsbruck.at/">Nightline</a>, die du nutzen kannst und solltest, wenn du sie brauchst.</p>
<p><b>Lisa Heigl (27):</b> Was ich gerne gewusst hätte: das Selbsterhalterstipendium ist an eine Frist gekoppelt. Man muss seinen Master spätestens 30 Monate nach dem Abschluss des Bachelors beginnen, ansonsten entfällt die Förderung. Hätte ich das früher gewusst, wären so manche nächtliche Überlegungsschleifen entfallen, ich hätte meinen Job viel früher gekündigt und mich in meinen Master gestürzt.</p>
<p>Und dass man sich für die USI-Anmeldungen am besten den Wecker etwas früher stellt, um noch Kaffee-Zeit einzuplanen – das würde einige falsche Buchungen ersparen.</p>
<p><b>Selina Stadler (22):</b> Rückblickend erscheint mir vieles im Studium total logisch, aber als Ersti war ich einfach nur überfordert. Zum Beispiel wusste ich überhaupt nicht, dass man sich bereits vor Semesterbeginn zu den Kursen anmelden muss. Ich dachte, man geht in der ersten Woche einfach hin und bekommt dann Infos, wie und zu welchen Kursen man sich anmelden muss. Als ich dann erfahren habe, dass das alles schon vorher online und selbstständig passiert, wusste ich weder, wo ich mich anmelden muss, noch welche Kurse ich überhaupt wählen sollte.</p>
<p>Etwas, das ich auch erst später gelernt habe: Man sollte das studieren, was sich richtig anfühlt, und nicht das, was „alle anderen“ machen oder was man glaubt, machen zu müssen. Schließlich gestaltet man mit dieser Entscheidung seine eigene Zukunft. Ich habe das durch meinen Studienwechsel selbst erfahren und es war die beste Entscheidung überhaupt.</p>
<p>Ein weiterer Punkt ist das riesige Sportangebot der USI. Im ersten Semester habe ich nur gehört, dass andere zu Sportkursen gehen, und mich erst viel später selbst damit beschäftigt. Seitdem habe ich dort richtig tolle und abwechslungsreiche Kurse entdeckt, die nicht nur Spaß machen, sondern auch ein super Ausgleich zum Lernstress sind.</p>
<p>Und zuletzt ein kleiner, aber wichtiger Tipp: Bei manchen Studiengängen sind bereits Kurse aus dem ersten Semester Voraussetzung für jene im zweiten<b>. </b>Deshalb lohnt es sich, gleich beim ersten Prüfungstermin anzutreten. Wenn man die Prüfung nicht gleich besteht und den Kurs bis Semesterende nicht abschließt, kann man sich oft nicht für alle Kurse im nächsten Semester anmelden. Das kann sich über mehrere Semester ziehen und das Studium unnötig verlängern.</p>
<p><b>Marie Eisele (21): </b>Ich glaube, als Ersti ist jeder ein bisschen verloren. Ich zum Beispiel hatte anfangs starke Orientierungsprobleme. Am ersten Tag meines ersten Semesters stand ich total planlos in der Uni. Mit der Zahlenkombination 50105/2 SR konnte ich rein gar nichts anfangen. Der Campus Wegweiser in der App zeigte mir nur, in welchem Gebäude sich dieser mysteriöse Raum befand, aber leider nicht, in welcher Etage. Zum Glück kam ich auf die Idee, am Infopoint nachzufragen. Auch ältere Studierende konnten mir in meinen ersten Wochen häufig weiterhelfen. Mit der Zeit lernte ich die Uni besser kennen. Außerhalb des Geiwi-Turms habe ich das System, mit dem die Räume benannt werden, leider immer noch nicht durchblickt. Letzte Woche saß ich eine Viertelstunde lang im falschen Seminarraum, bis mir mein Fehler auffiel. Ich kann allen raten, zweimal zu checken, ob die Raumnummer in der App mit der Nummer am Raum übereinstimmt. Und am ersten Tag eines neuen Semesters lieber zu früh als zu spät in die Uni zu kommen.</p>
<p><b>Sophie Gasser (21)</b>: Aller Anfang ist (potentiell) schwer – für viele oder gar die allermeisten auch der Start ins Studium. Wenn ich mich an meine Zeit als Ersti zurückerinnere, dann habe ich mich doch etwas verloren gefühlt – neue Stadt, neue Menschen, ein ungewohnter Studienalltag und das erste Mal so richtig von zuhause weg. Rückblickend war mein Motto <i>learning by doing</i>, auch wenn ich das zu jener Zeit weitaus weniger entspannt gesehen habe. OLAT, STEOP, Vorlesung ohne Anwesenheitspflicht, Proseminar mit Anwesenheitspflicht, GeiWi-Turm Stock 11 – naja, anfangs war alles ein wenig fremd, aber das hat sich schnell geändert. Als Ersti mag es sich einerseits so anfühlen, als würde man ins kalte Wasser geworfen werden, andererseits ist man aber nicht alleine damit – und so würde meine Empfehlung an alle diejenigen, die ihr Studium beginnen, lauten: Nutzt die Gelegenheit, neue Menschen kennen zu lernen. Lernt Mitstudierende kennen, knüpft Kontakte, tauscht euch aus. Das mag introvertierte Personen (wie auch ich es bin) nicht besonders erfreuen, es erleichtert den Alltag aber bedeutend – sei es, um ganz eigennützig an eine Mitschrift aus einem verpassten Seminar zu kommen, aber auch für ein wenig Gesellschaft in der kurzen Kaffeepause zwischen zwei Vorlesungen. Und wer weiß, vielleicht entsteht daraus auch die eine oder andere Freundschaft.</p>
<p>Und nun noch zu einem konkreten Tipp, den ich gerne in meinem ersten Semester gewusst hätte (und mir so die ein oder andere unangenehme Situation hätte sparen können): Die Arbeitsplätze in der Bibliothek werden über eine App im Voraus reserviert. Setzt man sich einfach auf einen vermeintlich freien Platz (der aber eigentlich schon reserviert ist), läuft man Gefahr, innerhalb der nächsten zehn Minuten verschickt zu werden <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p><b>Antonio Dordic (22): </b>Ich bestreite nun mein zweites Semester und fühle mich im Grunde immer noch wie ein Ersti, da ich so viele Dinge rund um das Studieren noch nicht ganz durchblickt habe. Die wichtigsten Dinge, wie Präsenz zu zeigen und die Sorgen tatsächlich nicht auf Morgen zu verschieben, klappen aber schon ganz gut. Ein guter Rat, speziell für jene, die im Sommersemester anfangen: Nicht alle Lehrveranstaltungen werden jedes Semester angeboten. Plant im Voraus, welche Lehrveranstaltungen ihr besuchen könnt und füllt die restlichen Ects mit anrechenbaren Wahlfächern ein, um kein Studier-Chaos im zweiten Semester zu haben. Der wichtigste Rat, den ich euch jedoch geben kann, ist immer nach Hilfe zu fragen, wenn etwas unklar ist. Eure Professoren sowie Kommilitonen helfen euch gerne. Ihr seid nicht allein!</p>
<p><b>Johanna Korell (22):</b> Viele meiner Fragen konnten mir damals schon bei der Beratungsstelle der Uni am Innrain oder bei den Ersti-Veranstaltungen beantwortet werden. Ich empfehle wirklich jedem, eine Campus-Tour und eine Bib-Tour zu besuchen.</p>
<p>Ich hätte jedoch gerne gewusst, dass 60 ECTS im ersten Semester sehr überfordernd sein können. Nicht unbedingt während des Semesters – da hatte alles noch Stundenplancharakter wie in der Schule. Der Eklat kam erst zum Semesterende, in der Klausurenphase und als die Schreibabgaben anstanden. Ich habe das absolut nicht geschafft und bin völlig versunken. Das Arbeitspensum ist nämlich nicht wie in der Schule auf die Lehrveranstaltungen selbst konzentriert, sondern erfordert viel Vor- und Nachbereitung, die man sich selbst einräumen muss. Mein Rat: Lieber entspannt ein Studium als drei auf einmal beginnen.</p>
<p>Dann zu ein paar kleineren Punkten, die ich erst viel später selbst entdeckt habe:</p>
<ul>
<li aria-level="1">Dass es eine Kopierkarte in der Studia gibt, die man mit Punkten aufladen kann – und dass die Drucker manchmal etwas zickig sind. Es liegt also nicht an der eigenen Inkompetenz, wenn sie mal nicht drucken.</li>
<li aria-level="1">Dass es coole Wahlpakete gibt, die es sich lohnt, im Vorhinein auszuchecken, um die richtigen Module dafür zu belegen.</li>
<li aria-level="1">Dass Seminararbeiten gar nicht so angsteinflößend sind und oft viel weniger Zeitaufwand brauchen, als man denkt, um eine positive Beurteilung zu bekommen.</li>
<li aria-level="1">Dass man nach drei Jahren Hauptwohnsitz in Innsbruck Anspruch auf Mietzinsbeihilfe mit bis zu 200 Euro Zuschuss haben kann.</li>
<li aria-level="1">Und dass man der UNIpress einfach eine E-Mail schreiben kann, wenn man mitmachen möchte.</li>
</ul>
<p>Abschließend sei gesagt: Im Gespräch mit anderen habe ich festgestellt, dass sehr viele im ersten Semester struggeln – und dass die Welt nicht untergeht, wenn man mal durch eine STEOP-Prüfung fällt, sich von einem Seminar abmeldet oder es wiederholt. Alle sind ein bisschen lost – auch wenn es nicht so wirkt: Ihr schafft das!</p>
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		<title>Winterrezepte für den schmalen Geldbeutel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Biermann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jan 2026 12:20:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der kalten Jahreszeit braucht die Studentenseele leckere und wärmende Gerichte, um dem Winterblues zu entkommen. Wenn man dann noch für kleines Geld große Portionen zaubern kann, sind alle Anforderungen&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">In der kalten Jahreszeit braucht die Studentenseele leckere und wärmende Gerichte, um dem Winterblues zu entkommen. Wenn man dann noch für kleines Geld große Portionen zaubern kann, sind alle Anforderungen an die Studentenküche erfüllt.</div>
<p><span id="more-21985"></span></p>
<p>Beide Gerichte sind jeweils für vier hungrige Student:innen berechnet.</p>
<h2>Kartoffelpuffer mit Rotkohl und Spiegelei</h2>
<p><strong>Zutaten:</strong></p>
<ul>
<li>        1 ganzer Rotkohl</li>
<li>        2 Zwiebeln</li>
<li>        1 Flasche (billiger) Rotwein</li>
<li>        10 El Rotweinessig (Aceto tuts auch)</li>
<li>        4 Äpfel</li>
<li>        1 Glas Preiselbeeren</li>
<li>        2 kg festkochende Kartoffeln</li>
<li>        8 Eier</li>
<li>        6 El Mehl</li>
<li>        Eier</li>
<li>        ein wenig Petersilie</li>
<li>        Salz, Pfeffer</li>
</ul>
<p><strong>Zubereitung:</strong></p>
<p>Für das Rotkraut den Kohl in feine Streifen hobeln oder schneiden und in eine große Schüssel geben. Gut salzen und pfeffern und mit Wein und Essig übergießen. Die Äpfel schälen, vierteln und kurz beiseitestellen. Die Zwiebeln würfeln und in einem großen Topf die Hälfte andünsten. Wenn die Zwiebeln annähernd gar sind, den Kohl hinzugeben und für mindestens eine Stunde köcheln lassen. Wenn der Kohl nach eigenem Gusto gar ist, die Äpfel und die Preiselbeeren hinzugeben und noch zwanzig Minuten mitdünsten.</p>
<p>Für die Puffer die Kartoffeln hobeln, in ein Sieb geben und mit einem Topf unter dem Sieb kräftig ausdrücken. Den Kartoffelsaft stehen lassen und warten, bis sich die Stärke am Boden absetzt. Die geriebenen Kartoffeln mit dem Rest der Zwiebeln, vier Eiern und dem Mehl vermengen und gut pfeffern und salzen. Das Kartoffelwasser abgießen und die Stärke zu den Kartoffeln geben und alles gut vermengen.</p>
<p>Nun zwei Pfannen mit Pflanzenöl heiß werden lassen. Für die Puffer immer je eine Portion Kartoffelmasse in die Pfanne geben, flach drücken und von beiden Seiten anbraten. Fertige Puffer zum Warmhalten in den Backofen geben. In der anderen Pfanne vier Spiegeleier braten.</p>
<p>Rotkraut mit Kartoffelpuffern und Spiegeleiern anrichten, mit gehackter Petersilie bestreuen und servieren.</p>
<h2>Polenta mit rote Bete, Spinat und Bergkäse</h2>
<p><strong>Zutaten:</strong></p>
<ul>
<li>        400g Polenta</li>
<li>        200g guter, würziger Bergkäse</li>
<li>        1 Zwiebel</li>
<li>        500g vorgekochte rote Bete</li>
<li>        ½ kg Blattspinat</li>
<li>        ½ Bund Frühlingszwiebeln</li>
<li>        reichlich Butter</li>
</ul>
<p><strong>Zubereitung:</strong></p>
<p>Polenta nach Packungsanweisung kochen. Am Ende noch zwei gute Stich Butter hinzugeben und unterrühren. Käse grob reiben.</p>
<p>In der Zwischenzeit Blattspinat waschen und Stiele entfernen. Rote Bete in knapp fingerdicke Halbmonde schneiden. Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden. Alles beiseitestellen.</p>
<p>Zwiebel und Knoblauch fein würfeln und in einer großen Pfanne in Butter andünsten. Wenn die Zwiebel gar ist, die Rote Bete hinzugeben und mitdünsten bis diese heiß ist. Dann Blattspinat und Frühlingszwiebel hinzugeben und alles dünsten, bis der Spinat gar ist. Zuletzt noch pfeffern und salzen und mit einem Spritzer Zitronensaft abschmecken.</p>
<p>Die Polenta als Spiegel auf den Tellern anrichten. Das Gemüse grob darüber verteilen und mit Käse bestreut servieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Gleich und doch ganz verschieden: Innsbrucker Studierendenleben 1925 vs. 2025</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie Eisele]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jan 2026 16:21:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie studierte es sich vor 100 Jahren in Innsbruck? Zwischen Studentenheim, Skiverrücktheit und Burschenschaften war damals einiges anders für die Studierenden – und einiges erstaunlich ähnlich. Vor hundert Jahren saßen&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Wie studierte es sich vor 100 Jahren in Innsbruck? Zwischen Studentenheim, Skiverrücktheit und Burschenschaften war damals einiges anders für die Studierenden – und einiges erstaunlich ähnlich.</span></div>
<p><span id="more-21953"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vor hundert Jahren saßen die Studierenden in denselben Räumen wie heute. Zum Teil hatten sie die gleichen Sorgen wie wir heute und verbrachten ihre Freizeit ähnlich. Trotzdem würden wir uns kaum in ihrer Welt zurechtfinden. Nicht nur die Studiengänge und die Geschlechterverteilung, auch das unter Studierenden verbreitete Gedankengut haben sich im letzten Jahrhundert stark gewandelt.</span></p>
<h3>Philosophen überall</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">1925 gab es nur vier Fakultäten an der Universität Innsbruck, die damals die einzige Uni in Innsbruck war: Theologie, Rechts- und Staatswissenschaften, Medizin und Philosophie. Die meisten Studienfächer, die wir heute kennen, waren damals in der philosophischen Fakultät untergebracht. Wer Psychologie, Geschichte, Physik, Germanistik, Geologie oder Chemie – um nur eine Auswahl zu nennen – studierte, war vor einhundert Jahren also irgendwie auch eine Philosophin oder ein Philosoph.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Insgesamt waren 1925 ungefähr 2000 Studierende in Innsbruck eingeschrieben – mehr als je zuvor. Heute sind es etwa 18-mal so viele, wenn man alle Universitäten und Fachhochschulen zusammenrechnet. Vor hundert Jahren war Studieren für viele teurer als heute: Alle mussten eine Gebühr zwischen umgerechnet und auf die heutige Kaufkraft angepasst 57 und 106 Euro pro Semester bezahlen, die Studierendenvertretung wollte noch zusätzliches Geld. Heute zahlt man an der Uni Innsbruck innerhalb der Regelstudienzeit als EU-Bürger:in gar keine Studiengebühren, nur den ÖH-Beitrag.</span></p>
<h3>Frau studiert</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Seit 1897 durften Frauen in Innsbruck studieren, doch erst nach dem Ersten Weltkrieg standen ihnen alle Studiengänge offen. 1925 waren etwa zwölf Prozent der Innsbrucker Studierenden Frauen. „Wir wurden nicht gerade benachteiligt, aber es war eine gewisse Spannung schon da“, zitiert eine Doktorarbeit aus den 1980er-Jahren eine Frau, die in den Zwanzigern in Innsbruck Medizin studierte. Häufig sei auch die Frage gestellt worden, wozu sich das Studium als Frau überhaupt lohne, da Frauen sich später auf ihre Aufgaben als Ehefrau und Mutter konzentrieren sollten und die Berufsaussichten für studierte Frauen schlecht waren. Die Uni war immer noch sehr männlich dominiert: Beispielsweise gab es keine einzige weibliche Lehrende in Innsbruck – das sollte noch fünfzehn Jahre dauern. Heute studieren in Innsbruck mehr Frauen als Männer.</span></p>
<div class="bildunterschrift"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-full wp-image-21954 alignnone" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/640px-Innrain_52_IMG_2559.jpg" alt="" width="640" height="400" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/640px-Innrain_52_IMG_2559.jpg 640w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/640px-Innrain_52_IMG_2559-300x188.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/640px-Innrain_52_IMG_2559-585x366.jpg 585w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div>
<div></div>
<div></div>
<div></div>
<div class="bildunterschrift">1924 wurde das neue Universitäts-Hauptgebäude am Innrain eröffnet. (Bild: Wikimedia Commons)</div>
<div></div>
<h3><strong>„Preis für einen Hörer acht Schilling monatlich“</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Die herrschende Wohnungsnot haben viele Innsbrucker Studierende in den letzten Jahren am eigenen Leib zu spüren bekommen. Lange Wartelisten, kleine Zimmer, überteuerte Mieten – in Innsbruck muss man einiges in Kauf nehmen, um zum Semesterstart nicht ohne Wohnung dazustehen. Auch vor hundert Jahren bereitete die Wohnungssuche vielen Erstsemestrigen Kopfzerbrechen. Damals gab es nur ein Wohnheim in Innsbruck, es stand an der Stelle des heutigen Geiwi-Turms und bot hundert männlichen Studenten Platz. Acht Schilling kalt kostete ein Bett dort monatlich, das wären heute etwa 39 Euro. Dass hundert Plätze bei 2000 Studierenden nicht gerade viel sind, kann man sich denken. Wer nicht das Glück hatte, bei seinen Eltern wohnen bleiben zu können oder bei Verwandten unterzukommen, musste sich anderswo ein Zimmer suchen – entweder bei Studentenverbindungen oder privat. Private Zimmer waren oft zugige Kämmerchen zur Untermiete, für die gerne mal umgerechnet 150 Euro Miete verlangt wurde. Die Mitbewohner:innen von heute waren damals meist Zimmergenoss:innen: Sowohl im Wohnheim als auch außerhalb wurden die Zimmer häufig von zwei oder drei Studierenden geteilt.</span></p>
<h3><strong>„Bergstock und Ski“</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">„Vielleicht zwitschert gar ein Vöglein manchmal eine Melodei dazwischen von weißem Schnee und braunem Gefels, von blauem Himmel und goldenem Sonnenschein“ – so wurde schon vor hundert Jahren über den Entscheidungsprozess von auswärtigen Studierenden geschrieben, die es nach Innsbruck zog. Dass Studierende „wegen der Berge“ nach Tirol kommen, ist kein neues Phänomen. Im Universitätskalender des Studienjahres 1925/26 findet sich eine ganze Abhandlung zum Thema Wandern und Skifahren in Innsbruck. Schon damals liebten es die Studierenden, an den Wochenenden das Lernen sein zu lassen und zu Fuß oder auf Skiern auf die umliegenden Gipfel zu steigen und auch ohne Skilift lange Abfahrten zu genießen. Im Sommer schien die Stadt damals wie heute überfüllt mit Bergsportlern: „In Innsbrucks Straßen sind Nagelschuh und Rucksack schier zu Alleinherrschern geworden”, heißt es im Universitätskalender 1925/26 über den Monat August. </span></p>
<div><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-21957" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/Skifahrer-e1767974053351.jpg" alt="" width="1236" height="1600" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/Skifahrer-e1767974053351.jpg 1236w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/Skifahrer-e1767974053351-232x300.jpg 232w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/Skifahrer-e1767974053351-791x1024.jpg 791w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/Skifahrer-e1767974053351-768x994.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/Skifahrer-e1767974053351-1187x1536.jpg 1187w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/Skifahrer-e1767974053351-1170x1515.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/Skifahrer-e1767974053351-585x757.jpg 585w" sizes="(max-width: 1236px) 100vw, 1236px" /></div>
<div class="bildunterschrift">Schon vor hundert Jahren war Skifahren unter Studierenden beliebt. (Bild: Innsbruck Universitätskalender für das Studienjahr 1926/27)</div>
<div></div>
<h3>Mensa Academica</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">75 Groschen das Mittagessen, 35 das Abendessen – diese Preise von 3,60 Euro und 1,70 Euro für jeweils Suppe und Hauptgang können sich Studierende heute nur erträumen. Bedürftige Studierende konnten vor hundert Jahren halbe oder ganze „Freiplätze“ in der Mensa beantragen, für die sie kostenloses oder reduziertes Essen bekamen. Da die Freiplätze nicht ausreichten und die Universität selbst finanziell nicht gut genug aufgestellt war, um noch mehr anzubieten, schrieb der damalige Rektor sogar einen Brief an mehrere Innsbrucker Gasthöfe, in dem er diese darum bat, ein oder zwei Studierende umsonst zu verpflegen. Allerdings erklärte sich nur ein Gasthof dazu bereit. Die Universität riet trotzdem davon ab, in Gemeinschaftsküchen günstigere Preise zu suchen, „da die Zusammensetzung der Speisen unverhältnismäßig minderwertig“ sei.</span></p>
<h3>Ab in die neue Bib</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">1924 bezog die Universität das neue Hauptgebäude am Innrain zwischen dem heutigen Geiwi-Turm und dem Ágnes-Heller-Haus. Im selben Jahr wurde in der Nähe das neue Bibliotheksgebäude eröffnet, beschrieben als „ein modernes, allen Anforderungen einer großen Bücherei entsprechendes Haus“. Der historische Lesesaal sieht heute noch so aus wie vor hundert Jahren. Bis in die Nacht hinein dort zu büffeln, war für die Studierenden nicht drin: Der Lesesaal hatte 1925 nur von 9-12 und 14-18 Uhr geöffnet.</span></p>
<div class="bildunterschrift"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-21958" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/historischer_lesesaal.jpg" alt="" width="1600" height="1200" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/historischer_lesesaal.jpg 1600w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/historischer_lesesaal-300x225.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/historischer_lesesaal-1024x768.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/historischer_lesesaal-768x576.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/historischer_lesesaal-1536x1152.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/historischer_lesesaal-1170x878.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/historischer_lesesaal-585x439.jpg 585w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" />Der historische Lesesaal sieht heute immer noch so aus wie vor hundert Jahren. (Bild: Marie Eisele)</div>
<div></div>
<h3>Studierendenvertretung für Ausgewählte</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Die wichtigste studentische Vereinigung war in den 1920er-Jahren die „Deutsche Studentenschaft der Universität Innsbruck“. Ähnlich wie heute die ÖH vertrat die Deutsche Studentenschaft die Studierenden gegenüber der Universität und der Politik. Vergleichbar mit der heutigen Zeit war auch das Wahlsystem. Es wurde sogar häufiger als heute, nämlich jedes Jahr ein neuer Vorstand gewählt. Anders als bei der ÖH waren aber nicht alle Studierenden automatisch Mitglied – und nicht alle konnten Mitglied werden. „Die Deutsche Studentenschaft der Universität Innsbruck umfasst alle Studenten deutscher Abstammung und Muttersprache“, heißt es im Universitätskalender 1925/26. Jüdinnen und Juden, Studierende aus dem nicht-deutschen Ausland und andere Minderheiten waren von der Studentenschaft ausgeschlossen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ortsgruppen der Deutschen Studentenschaft gab es in ganz Österreich und Deutschland, und es war der Vereinigung ein Dorn im Auge, dass es zwei verschiedene Länder waren. Die Deutsche Studentenschaft sprach sich für den sogenannten </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Anschluss</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;"> Österreichs an Deutschland aus, auch die Universität selbst vertrat diesen Standpunkt. Viele Studierende aus Deutschland, die in Innsbruck studierten, gaben damals an, „den bedrängten Volksgenossen“ am Rande des „deutschen“ Gebiets „in ihrem Kampfe beistehen“ zu wollen.</span></p>
<h3><strong>„Auf dem Rassenstandpunkt“</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Nicht nur die Deutsche Studentenschaft, auch die Universität Innsbruck betrieb in den 1920er-Jahren politische und rassistische Auslese. Es war zwar gesetzlich nicht möglich, jüdischen Studierenden mit österreichischer Staatsbürgerschaft den Eintritt in die Uni zu verwehren. Trotzdem wurde unter anderem von der Deutschen Studentenschaft mehrfach gefordert, die Universitätsordnung so zu ändern, dass alle „rassenfremden“ Studierenden oder Lehrenden von der Uni ausgeschlossen werden würden.</span></p>
<div class="bildunterschrift"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-21955" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/SC_zu_Innsbruck.jpg" alt="" width="1049" height="427" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/SC_zu_Innsbruck.jpg 1049w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/SC_zu_Innsbruck-300x122.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/SC_zu_Innsbruck-1024x417.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/SC_zu_Innsbruck-768x313.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/01/SC_zu_Innsbruck-585x238.jpg 585w" sizes="(max-width: 1049px) 100vw, 1049px" />Zwei der Innsbrucker Studentenverbindungen (Bild: Wikimedia Commons)</div>
<div></div>
<div><span style="font-weight: 400;">Wer 1925 in Innsbruck studierte, kam an den vielen Studentenverbindungen und Burschenschaften nicht vorbei. Wer als Nicht-Mitglied abends ausgehen wollte, musste aufpassen, nicht in ein Saufgelage in einer der vielen Stammkneipen zu stolpern. Jede Burschenschaft hatte ihre eigene Stammkneipe, ein Motto und bestimmte Farben, die sie trug. Ihre Aufnahmebedingungen waren mehr oder minder gleich. „Die Deutsche Burschenschaft steht auf dem Rassenstandpunkt“, schreibt eine, „nur deutsche Studenten arischer Abstammung werden aufgenommen.“ Juden und ausländische Studierende waren nirgendwo willkommen, auch nicht in scheinbar neutralen Vereinen wie dem Alpenverein oder dem akademischen Turnverein. Auch für Frauen war meist kein Platz in den Männerbünden, höchstens als sogenannte „Couleurdamen“ konnten sie zu Veranstaltungen eingeladen werden. Sie waren dann keine Mitglieder, sondern wurden als eine Art Schmuckstück einem männlichen Studenten zugewiesen. Daneben gab es einzelne Studentinnenverbindungen. Auch sie schrieben sich auf die Fahnen, „deutsche Ideale” und „Vaterlandsliebe” pflegen zu wollen.</span></div>
<div></div>
<h3>Nie wieder 1925</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Die meisten Studierenden von heute würden sich im studentischen Leben vor hundert Jahren kaum wohlfühlen. Auch wenn billige Wohnheimplätze, günstiges Mensaessen und unverbaute Berghänge aus heutiger Sicht attraktiv scheinen, war es vor hundert Jahren vor allem eine Gruppe, die davon profitierte: männliche, politisch rechte Studenten aus Österreich und Deutschland. Frauen und vor allem Angehörigen von Minderheiten wurde es an der Universität absichtlich schwer gemacht. Heute ist die Innsbrucker Studierendenwelt glücklicherweise toleranter, vielseitiger und dank Programmen wie Erasmus auch deutlich internationaler. Zwar kämpfen Studierende damals wie heute mit Wohnungs- und Geldnot und zu kurzen Bibliotheksöffnungszeiten am Wochenende. Aber es ist nicht mehr notwendig, in eine Studentenverbindung einzutreten, um ein soziales Leben zu haben. Einige der Burschenschaften von damals existieren übrigens heute noch unter dem gleichen Namen und teilweise mit den gleichen patriotischen Wahlsprüchen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wohin die 1925 unter den Studierenden und dem Universitätspersonal verbreiteten rassistischen Ansichten geführt haben, wissen wir alle. Und genau, wie das Universitätsgebäude von damals noch steht, halten sich diese und ähnliche Ideen hartnäckig und erleben seit Jahren sogar wieder einen Aufschwung. Es ist an uns, dafür zu sorgen, dass Toleranz und Offenheit an den Innsbrucker Universitäten erhalten bleiben. Damit 2025 nicht zu 1925 wird.</span></p>
<p><br style="font-weight: 400;" /><br style="font-weight: 400;" /></p>
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		<item>
		<title>Habemus ÖH: „Twinni-Koalition“ aus AG und GRAS steht</title>
		<link>https://www.unipress.at/campus/habemus-oeh-twinni-koalition-aus-ag-und-gras-steht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Isser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jun 2025 10:30:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der kommenden Funktionsperiode wird eine Koalition aus AG und GRAS die ÖH-Exekutive bilden. 1. Vorsitzender wird Julian Herb (AG). Habemus ÖH: Am Donnerstag, dem 12. Juni, fand die konstituierende&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">In der kommenden Funktionsperiode wird eine Koalition aus AG und GRAS die ÖH-Exekutive bilden. 1. Vorsitzender wird Julian Herb (AG).<span id="more-21636"></span></div>
<p>Habemus ÖH: Am Donnerstag, dem 12. Juni, fand die konstituierende Sitzung der Universitätsvertretung (UV) an der LFU in Innsbruck statt. Ab nun bildet eine Koalition aus AG und GRAS, in Anlehnung an das Wassereis als „Twinni-Koalition“ bezeichnet, die ÖH-Exekutive an der Uni Innsbruck.</p>
<p>Den Vorsitz übernimmt AG-Spitzenkandidat Julian Herb, während Anna Schramm (GRAS) die 1. stellvertretende Vorsitzende wird. Mit Gabriela Crnov (ebenso AG) als 2. stellvertretende Vorsitzende ist die ÖH-Trippelspitze komplett.</p>
<p>In voller Beibehaltung der Eis-Metapher meinte der neue ÖH-Vorsitzende Julian Herb in einer Aussendung: „Die Verhandlungen haben gezeigt: Die orange-grüne Zusammenarbeit gleicht einem Twinni – zwei unterschiedliche Geschmäcker, die gemeinsam ein starkes Ganzes ergeben. Als ÖH haben wir den Auftrag, Vertretungsarbeit zu liefern, die den Studierenden schmeckt.&#8221;</p>
<h3><strong>AG hat Wahlziel erreicht, GRAS trotz Schwächung bei Wahl weiterhin in Exekutive</strong></h3>
<p>Nachdem die AG bei der ÖH-Wahl im Mai ein Mandat dazugewinnen konnte und mit neun Mandaten als klare Wahlsiegerin hervorging, hat sie nun auch ihr erklärtes Wahlziel, nämlich die Rückkehr in die Exekutive, erreicht. „Wir freuen uns, nach zwei Jahren erfolgreicher Oppositionsarbeit wieder Verantwortung in der Exekutive übernehmen zu dürfen“, so die 2. stellvertretende ÖH-Vorsitzende Gabriela Crnov in einer Presseaussendung.</p>
<p>Die GRAS musste bei der Wahl einen Verlust von zwei Mandaten hinnehmen, kann aber dennoch ihre Exekutiv-Beteiligung halten – nun als Junior-Partnerin. Zuvor führte die GRAS eine linke Koalition mit VSStÖ und KSV-LiLi an. Nun kommt der Schwenk Richtung Mitte: Laut Anna Schramm habe man mit der AG „viel inhaltliche Schnittmenge festgestellt – eine gute Basis für gemeinsame Verantwortung.“</p>
<p>Das erarbeitete Arbeitsprogramm für die kommende Periode will die Koalition „demnächst“ der Öffentlichkeit präsentieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>ÖH Innsbruck warnt vor professionellem Wohnbetrug</title>
		<link>https://www.unipress.at/campus/oeh-innsbruck-warnt-vor-professionellem-wohnbetrug/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Isser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jun 2025 10:30:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wohnbetrugsmaschen werden immer dreister. Betrüger:innen bieten als angebliche Vermieter:innen nun teils sogar persönliche Besichtigungen an – für Wohnungen, die ihnen gar nicht gehören. Die ÖH warnt und gibt Tipps. Das&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Wohnbetrugsmaschen werden immer dreister. Betrüger:innen bieten als angebliche Vermieter:innen nun teils sogar persönliche Besichtigungen an – für Wohnungen, die ihnen gar nicht gehören. Die ÖH warnt und gibt Tipps.</div>
<p><span id="more-21608"></span></p>
<p>Das ÖH Referat für Heime und Wohnen warnt vor professionell organisierten Betrugsmaschen, denen Studierende auf Wohnungssuche zum Opfer fallen können. Aus gegebenem Anlass sei besondere Vorsicht geboten.</p>
<p>Die klassische, weniger ausgeklügelte Masche läuft meistens so ab: Ein attraktives Inserat lockt mit guter Lage und günstiger Miete. Die angeblichen Vermieter:innen wirken seriös und freundlich. Oft sind Fotos von echten Wohnungen dabei, eine persönliche Besichtigung bleibt aber aus.</p>
<p>Wenn Wohnungssuchende ernsthaftes Interesse signalisieren, bitten die angeblichen Vermieter:innen dann um eine Vorauszahlung (z.B. Kaution, erste Monatsmiete). Sie soll auf ein ausländisches Konto überwiesen werden, weil die Vermieter:innen behaupten, z.B. in Spanien, Italien, Großbritannien oder Skandinavien zu wohnen. Die Schlüsselübergabe soll dann über die Post oder per Hinterlegung erfolgen – was aber nie geschieht. Nach erfolgter Zahlung melden sich die angeblichen Vermieter:innen nie mehr. Deshalb hat die ÖH in der Vergangenheit dazu geraten, Zahlungen erst nach einer persönlichen Besichtigung durchzuführen.</p>
<h3>Mittlerweile auch Fake-Besichtigungen</h3>
<p>Mittlerweile nutzen die Betrüger:innen aber eine besonders perfide und ausgeklügelte Vorgehensweise: Sie bieten nun auch persönliche Besichtigungen an und treten dort als Vermieter:innen auf. Die Wohnungen gehören aber gar nicht ihnen, sondern sind beispielsweise AirBnBs, die extra gebucht wurden, um Menschen auf Wohnungssuche zu täuschen.</p>
<p>Auch österreichische Konten, Scheinfirmen und seriös aussehende Websites werden genutzt. Alles wirkt also täuschend echt. Laut ÖH Referat für Heime und Wohnen wurden Studierende so schon um Beträge im hohen vierstelligen Bereich betrogen.</p>
<h3>Tipps gegen Wohnbetrug</h3>
<p>Die ÖH ruft deshalb zur Vorsicht auf und gibt folgende Tipps:</p>
<ul style="list-style-type: circle;">
<li><strong>Inserate genau prüfen</strong>: Besonders auffallend niedrige Preise und Angebote, die zu gut um wahr zu sein wirken, sind Warnsignale. Eine Google-Bildersuche kann gestohlene Bilder identifizieren.</li>
<li><strong>Kontaktperson(en) hinterfragen</strong>: Angebliche Kontaktpersonen und deren Daten sollten genau beäugt werden. Seriöse Angebote sollten nachvollziehbare Informationen (z.B. Firmenbuchnummer, Impressum, Meldeadresse) enthalten. Ein Grundbuchauszug beim Bezirksgericht kann außerdem Auskunft darüber geben, wem die Wohnung gehört. Allerdings ist zu beachten, dass auch eine seriöse Vermietung nicht zwingend durch den Eigentümer bzw. die Eigentümerin erfolgen muss.</li>
<li><strong>Besichtigungen nicht blind vertrauen</strong>: Auch eine persönliche Besichtigung ist leider keine Garantie, dass die Person die Wohnung tatsächlich vermietet. Nachbar:innen oder die Hausverwaltung können Auskunft darüber geben, ob die Wohnung wirklich zur Vermietung steht. Auch sollte die Identität und Seriosität der angeblichen Vermieter:innen bzw. von Immobilien-/Maklerfirmen immer bestmöglich überprüft werden.</li>
<li><strong>Keine Zahlungen unter Druck</strong>: Betrüger:innen haben es oft eilig. Vorsicht ist geboten, wenn angebliche Vermieter:innen Zeitdruck aufbauen und die Zahlung besonders schnell erfolgen soll.</li>
<li><strong>Misstrauen bei ausländischen Kontonummer</strong>n: Oft nutzen Betrüger:innen ausländische Kontonummern. Mittlerweile werden teils aber auch österreichische IBANs genutzt. So oder so sollte ein Angebot vor der Zahlung also genauestens geprüft werden.</li>
<li><strong>Im Fall von Betrug</strong>: Meldet den Betrug bei eurer Bank. Eventuell ist eine Rückbuchung möglich. Erstattet außerdem Anzeige bei der Polizei und meldet die Fake-Inserate auf den Online-Plattformen zur Wohnungssuche.</li>
<li><strong>Spread the word</strong>: Vor allem, falls in eurem Umfeld gerade Leute auf Wohnungssuche sind, solltet ihr sie vor den Betrugsmaschen warnen.</li>
</ul>
<p>Bei Problemen und Anliegen bezüglich der Wohnungssuche hilft das <a href="https://www.oehweb.at/deine-oeh/referate/heime-und-wohnen/">ÖH Referat für Heime und Wohnen</a> weiter.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>ÖH-Wahl 2025: Die Ergebnisse für die Universitätsvertretung in Innsbruck</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Isser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 May 2025 14:23:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[ÖH-Wahl 2025]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem die GRAS ganze zwei Mandate verlor, geht sich die bisherige linke ÖH-Koalition nicht mehr aus. An der Wahlsiegerin AG führt nun kein Weg vorbei. Für einen Verstoß gegen das&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Nachdem die GRAS ganze zwei Mandate verlor, geht sich die bisherige linke ÖH-Koalition nicht mehr aus. An der Wahlsiegerin AG führt nun kein Weg vorbei. Für einen Verstoß gegen das Fairnessabkommen zwischen den Fraktionen musste sich die AG am Donnerstag öffentlich entschuldigen.</div>
<p><span id="more-21509"></span></p>
<p>Die ÖH-Wahl 2025 ist geschlagen. An der Uni Innsbruck ging die <strong>AG</strong> als Sieger hervor: Auf Hochschul-Ebene konnte sie ein Mandat dazu gewinnen und hat somit neun der 19 Mandate in der Universitätsvertretung (UV) inne. Die <strong>GRAS</strong>, die zuletzt sechs Mandate in der UV und die 1. ÖH-Vorsitzende stellte, verlor zwei Mandate und kommt somit nun auf vier. Stimmenmäßig rutschte sie etwas hinter den <strong>VSStÖ</strong>, der im Vergleich zur letzten Wahl ein Mandat dazu gewinnen konnte und nun ebenso vier hat.</p>
<p>Die <strong>JUNOS</strong> verloren zwar drei Prozentpunkte, aber kein Mandat, und kommen somit weiterhin auf ein Mandat in der UV. Umgekehrt ging es dem <strong>KSV-Lili</strong>: Er gewann leicht an Stimmen dazu, für ein weiteres Mandat reichte der Zugewinn allerdings nicht aus – es bleibt bei einem Mandat. Der <strong>RFS</strong> konnte wieder kein Mandat erringen.</p>
<p>Die <strong>Wahlbeteiligung</strong> lag diesmal bei 27,52 Prozent und somit auf einem ähnlichen Niveau wie schon 2023. Die Ergebnisse im Detail können unter diesem <a href="https://www.oehweb.at/wp-content/uploads/2025/05/Wahlergebnisse_Hochschulvertretungswahl.pdf">Link</a> heruntergeladen werden.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-21511 size-full" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/05/OeH-2025-vs-2023-e1747384856650.png" alt="" width="1122" height="687" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/05/OeH-2025-vs-2023-e1747384856650.png 1122w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/05/OeH-2025-vs-2023-e1747384856650-300x184.png 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/05/OeH-2025-vs-2023-e1747384856650-1024x627.png 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/05/OeH-2025-vs-2023-e1747384856650-768x470.png 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/05/OeH-2025-vs-2023-e1747384856650-585x358.png 585w" sizes="(max-width: 1122px) 100vw, 1122px" /></p>
<h2>GRAS: „Wir akzeptieren das Ergebnis“</h2>
<p>Anna Schramm, Innsbrucker Spitzenkandidatin der GRAS, meint telefonisch zu den Mandats-Verlusten: „Wir finden das sehr schade. Wir hätten uns schon ein bisschen mehr erwartet. Aber wir akzeptieren das Ergebnis und gratulieren natürlich allen Wahlsiegern.“</p>
<p>Gründe für die Verluste sieht Anna unter anderem darin, dass GRAS und VSStÖ heuer sehr ähnliche Themen in den Fokus gerückt hätten. „Vielleicht hat der VSStÖ die Menschen einfach besser abgeholt. Und die AG hat einfach super Wahlmobilisierung gemacht. Uns haben auch einfach Leute gefehlt, würde ich sagen.“ Genau ließe sich der Grund für die Verluste aber nicht feststellen, vor allem wegen der niedrigen Wahlbeteiligung. Man wolle sich das noch genau anschauen und Strategien entwickeln, um bei der nächsten Wahl wieder besser auszusteigen.</p>
<p>Dass die Verluste daher kommen, dass Studierende mit der Performance der GRAS als ÖH-Vorsitzfraktion in der letzten Periode unzufrieden waren, glaubt Anna nicht: „Unsere Vorsitzende Sophia Neßler hat super Arbeit geleistet und wir konnten auch wirklich gute Projekte umsetzen. Was man schon kritisieren kann, ist, dass vielleicht die Öffentlichkeitsarbeit am Anfang nicht optimal gelaufen ist. Aber wir mussten uns da auch einfach einmal einarbeiten und haben uns dann stark verbessert.“</p>
<h2>AG „brutal dankbar&#8221;, entschuldigte sich für Verstoß gegen Fairnessabkommen</h2>
<p>AG-Spitzenkandidat Julian Herb zeigt sich „brutal dankbar. Das ist ein überwältigendes Ergebnis für uns mit fast 45 Prozent der Stimmen. Vielen Dank an alle, die wählen waren und ihre Stimme der Aktionsgemeinschaft geschenkt haben. Was hier von meinem Team geleistet wurde in den letzten Wochen und Monaten – wow, einfach Hammer! Mich freut es für jeden einzelnen, dass wir hier so ein grandioses Ergebnis einfahren konnten!“</p>
<p>Getrübt wird der Erfolg der AG allerdings durch einen Vorfall am Mittwoch: Eine Gruppe hat am Sonnendeck Gratis-Getränke verteilt und Studierende gefragt, ob sie „eh die AG gewählt“ hätten. Damit verstieß die AG gegen das Fairnessabkommen zwischen den wahlwerbenden Gruppen für die ÖH-Wahl. Dieses Abkommen verbietet jegliche Form des physischen Wahlkampfs an den Wahltagen und soll verhindern, dass Fraktionen Studierende zu ihren Gunsten beeinflussen – beispielsweise durch Goodies im Gegenzug für eine bestimmte Wahlentscheidung.</p>
<p>Am Donnerstag entschuldigte sich die AG öffentlich mit einem Posting auf Instagram für den Vorfall. Im Fairnessabkommen festgelegt ist, dass bei Verstoß ein solches Posting für einen bestimmten Zeitraum online gestellt werden muss. Mittlerweile (Stand Freitag Vormittag) ist der Post wieder offline.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-21513 size-medium aligncenter" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/05/AG-Posting-1-e1747385183313-197x300.jpeg" alt="" width="197" height="300" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/05/AG-Posting-1-e1747385183313-197x300.jpeg 197w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/05/AG-Posting-1-e1747385183313.jpeg 300w" sizes="(max-width: 197px) 100vw, 197px" /><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-21512 size-medium aligncenter" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/05/AG-Posting-2-e1747385103300-196x300.jpeg" alt="" width="196" height="300" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/05/AG-Posting-2-e1747385103300-196x300.jpeg 196w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/05/AG-Posting-2-e1747385103300-670x1024.jpeg 670w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/05/AG-Posting-2-e1747385103300-585x894.jpeg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/05/AG-Posting-2-e1747385103300.jpeg 728w" sizes="(max-width: 196px) 100vw, 196px" /></p>
<p><em>Bildbeschreibung: Screenshots vom Instagram-Account der AG Innsbruck, aufgenommen am Donnerstag Abend. Freitag Vormittag war der Post nicht mehr auffindbar.</em></p>
<p>AG-Spitzenkandidat Julian Herb sagt telefonisch zu dem Vorfall: „Wir haben noch Drinks gehabt, die aus dem Lagerraum weg mussten. Wir haben diese dann ausgeteilt und penibel darauf geachtet, dass da keine Fraktions-Logos gezeigt werden. Ich selber war leider nicht die ganze Zeit dabei, aber anscheinend hat es Leute gegeben, die so etwas gesagt hätten. Ich habe das selber nur von Dritten gehört. Wir wollten dann den anderen entgegen kommen und das posten, auch wenn wir das nur über Hören-Sagen wissen. Dann passt das hoffentlich für alle.“</p>
<p>Man habe auch nach einer Beschreibung gefragt, um die entsprechenden Personen identifizieren zu können. „Da kam dann keine Rückmeldung mehr“, so Julian. Es seien auch Personen beim Austeilen dabei gewesen, die gar nicht zum Verein gehören; von daher wisse man gar nicht, ob die Aussage tatsächlich von AG-Mitgliedern getätigt worden sei.</p>
<p>Dass das Statement nicht mehr online ist, begründet Julian damit, dass das Fairness-Abkommen Freitag Vormittag um 8 Uhr ausgelaufen sei. Somit erübrige sich das Posting.</p>
<p>Julia Hofer vom VSSTÖ kommentiert die Geschehnisse wie folgt: „Leider greift die AG öfter auf unfaire Tricks zurück. Wir als VSStÖ haben das nicht notwendig und konnten auch so Dazugewinne machen.“</p>
<h2>Diese Koalitionen könnten kommen</h2>
<p>Weil die Verluste der GRAS von zwei Mandaten durch den Zugewinn des VSStÖ von einem Mandat nicht ausgeglichen wird, geht sich die bisher bestehende linke Koalition aus GRAS, VSStÖ und KSV-LiLi nicht mehr aus. Für die kommende Funktionsperiode führt wohl kein Weg an der AG vorbei, deren erklärtes Wahlziel es war, wieder in die Exekutive zu kommen.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-21510 size-full" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/05/OeH-2025-Mandate-UV.png" alt="" width="1131" height="686" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/05/OeH-2025-Mandate-UV.png 1131w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/05/OeH-2025-Mandate-UV-300x182.png 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/05/OeH-2025-Mandate-UV-1024x621.png 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/05/OeH-2025-Mandate-UV-768x466.png 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/05/OeH-2025-Mandate-UV-585x355.png 585w" sizes="(max-width: 1131px) 100vw, 1131px" /></p>
<h3>AG-JUNOS</h3>
<p>Möglich ist nun eine AG-JUNOS-Koalition, wie sie in Innsbruck schon in der Funktionsperiode 2021-2023 bestand. Hierfür spricht, dass beide Fraktionen eine ähnliche Auslegung der ÖH-Arbeit teilen: Sie sehen die Rolle der ÖH primär darin, den Studierenden Services anzubieten, statt sich allgemeinpolitisch zu positionieren. Da die JUNOS nur ein Mandat in diese Koalition mitbringen, wäre die AG in dieser Konstellation stärker vis-à-vis ihrem Juniorpartner. Das könnte die AG aus strategischen Gründen bevorzugen.</p>
<p>Florian Luxner von den JUNOS verrät in einem Telefongespräch: „Man muss ehrlich sagen, dass das Ergebnis nicht das ist, was wir uns vorher gewünscht haben.“ Das waren nämlich zwei Mandate gewesen, stattdessen blieb es bei einem. „Wir haben die Probleme ehrlich benannt, aber Ehrlichkeit ist auch unbequem.“ Ihr Mandat, das die JUNOS halten konnten, möchten sie „weiterhin gut nutzen.“ Das müsse nicht unbedingt in einer Exekutive sein: „Wir sind auf jeden Fall bereit, über eine Exekutiv-Beteiligung zu reden. Es ist noch nichts festgelegt. In der Exekutive wollen wir auch unsere Inhalte fördern. Wir gehen nicht nur in eine Koalition, damit wir Teil einer Mehrheit sind, sondern wollen uns klar dafür einsetzen, dass die Studierenden eine gute Vertretung haben.“</p>
<h3>AG-GRAS</h3>
<p>Auch möglich ist eine AG-GRAS-Koalition. Nach den letzten zwei Jahren als Vorsitz-Fraktion bringt die GRAS nun Exekutiv-Erfahrung mit. Kontinuität kann vor allem bei der Übergabe von der einen Funktionsperiode zur nächsten ein Vorteil sein, da zumindest ein Partner schon eingespielt ist. Da die Aufgaben der ÖH-Vertreter:innen nämlich gewissermaßen ungenau definiert sind, ist die neue Exekutive von der Auskunft der vorherigen über ihre genauen Tätigkeiten abhängig. Wenn ein Partner bereits vorher in der ÖH war und sich auskennt, könnte die Übergabe geregelter und geschmeidiger ablaufen, und die ÖH könnte schneller und effizienter ihre Arbeit aufnehmen.</p>
<p>Mit der GRAS stände die AG zwar einem etwas stärkeren Juniorpartner gegenüber, als die JUNOS das wären. Nach dem Verlust von zwei Mandaten ist die GRAS aber geschwächt. Ein Vorteil der breiteren Mehrheit: AG und GRAS kommen gemeinsam auf 13 Mandate und somit exakt auf die Zwei-Drittel-Mehrheit, die für Satzungsänderungen benötigt wird. Somit wären hier umfassendere Projekte möglich.</p>
<p>Am Telefon meint GRAS-Spitzenkandidatin Anna Schramm: „Exekutive wäre cool, aber wir verkaufen uns sicher nicht unter unserem Wert. Wenn unsere Themen in der Koalition nicht umsetzbar sind, haben wir auch gar kein Problem damit, in die Opposition zu gehen. Man muss sehen, wie die Gespräche laufen – falls es überhaupt welche gibt, denn das weiß man ja auch nicht.“</p>
<h3>AG-VSStÖ</h3>
<p>Eine AG-VSStÖ-Koalition ist zwar theoretisch möglich, aber unwahrscheinlich. Weder AG noch VSStÖ schlossen im Wahlkampf eine Exekutiv-Zusammenarbeit mit dem anderen aus, aber ihre Herangehensweisen an die Hochschulpolitik sind sehr verschieden und traditionell bestehen zwischen den Mitgliedern nicht die größten Sympathien. Sollte es wider Erwarten aber doch zu einer AG-VSStÖ-Exekutive kommen, hätte diese wiederum 13 Mandate in der UV und somit eine Zwei-Drittel-Mehrheit.</p>
<p>VSStÖ-Spitzenkandidatin Julia Hofer freut sich über den Zugewinn von einem Mandat auf Hochschul-Ebene. Gleichzeitig meinte sie in einem Telefongespräch: „Es ist natürlich sehr schade, dass die linke Mehrheit verloren gegangen ist.“ Ob eine AG-VSStÖ-Koalition in Frage kommt, müsse intern abgeklärt werden. „Ich halte so eine Koalition aber eher nicht für wahrscheinlich. Wir haben unsere Ansprüche, zum Beispiel das allgemeinpolitische Mandat. Das würde mit der AG in der Koalition eher nicht funktionieren.“ Deswegen sagt sie: „Wir bereiten uns eher auf eine starke Oppositionsarbeit vor.“</p>
<h3>Und sonst?</h3>
<p>AG und KSV-LiLi schlossen die Exekutiv-Zusammenarbeit miteinander im Vorfeld gegenseitig aus. Eine rein numerisch mögliche „Anti-AG“-Vierer-Koalition aus GRAS, VSStÖ, KSV-LiLi und JUNOS wäre nicht nur ein logistischer Wahnsinn, sondern scheitert auch daran, dass der KSV-LiLi eine Koalition mit den JUNOS ausschloss. Somit ist der AG die Exekutiv-Beteiligung sicher.</p>
<p>Lina Brantsch, Listenerste des KSV-LiLi, meint am Telefon: „Wir sind froh, dass wir unser Ergebnis verbessern konnten. Es ist aber natürlich trotzdem extrem bitter, dass wir die zwei Jahre ÖH-Arbeit nicht weiterführen können und dass es keine progressive Mehrheit an der ÖH Innsbruck mehr gibt.“</p>
<p>Vonseiten der AG heißt es: „Wichtig ist, dass man nach dem intensiven Wahlkampf jetzt erst einmal kurz durchatmet. Dann werden wir uns mit allen zusammenhocken und mit ihnen reden,“ so Julian Herb. Welche Koalitionsform am wahrscheinlichsten ist, könne man noch gar nicht sagen.</p>
<p>Es bleibt also spannend. Bis spätestens Mitte Juni sollte dann klar sein, wer in den nächsten zwei Jahren an der ÖH Innsbruck das Sagen hat.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>„Es braucht uns für eine linke ÖH” – KSV-LiLi-Spitzenkandidatin Lina Brantsch im Interview</title>
		<link>https://www.unipress.at/campus/es-braucht-uns-fuer-eine-linke-oeh-ksv-lili-spitzenkandidatin-lina-brantsch-im-interview/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Isser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 May 2025 12:30:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[ÖH-Wahl 2025]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei den ÖH-Wahlen von 13. bis 15. Mai schickt der KSV-LiLi Lina Brantsch als Listenerste ins Rennen. Im Interview hat uns Lina unter anderem verraten, wie der KSV-LiLi zum Real-Sozialismus&#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Bei den ÖH-Wahlen von 13. bis 15. Mai schickt der KSV-LiLi Lina Brantsch als Listenerste ins Rennen. Im Interview hat uns Lina unter anderem verraten, wie der KSV-LiLi zum Real-Sozialismus steht, was die ÖH in der letzten Funktionsperiode erreicht hat und wieso große ÖH-Partys nicht ihre Priorität sind.</div>
<p><span id="more-21369"></span></p>
<p>Von <b>13. bis 15. Mai</b> finden die <b>ÖH-Wahlen</b> statt. Du kannst dabei auf drei Ebenen deine Stimme nutzen: für deinen Studiengang wählst du die <b>Studienvertretung</b> (StV), für deine Universität die <b>Universitätsvertretung</b> (UV) und österreichweit die <b>Bundesvertretung</b> (BV). Wahlberechtigt sind <i>alle</i> Studierenden, die ihren ÖH-Beitrag fürs Sommersemester 2025 bis spätestens 25. März eingezahlt haben. In der <a href="https://www.unipress.at/ueber-uns/archiv-2/"><b>UNIpress-Wahlausgabe</b></a> findest du eine Übersicht über die Kandidat:innen für die STVen (sortiert nach Studiengang) sowie eine Vorstellung der Spitzenkandidat:innen und Listen für die UV an der Uni Innsbruck.</p>
<p>Um dir eine weitere Orientierung bei deiner Wahlentscheidung zu geben, haben wir außerdem die Innsbrucker Spitzenkandidat:innen zum ausführlichen Interview getroffen (nur vom RFS erhielten wir keine Rückmeldung auf unsere Anfragen). Am Wahlzettel stehen diesmal (sortiert nach ihren Stimmen bei der letzten ÖH-Wahl):</p>
<ul>
<li aria-level="1"><a href="https://www.unipress.at/campus/wir-wollen-wieder-in-die-exekutive-ag-spitzenkandidat-julian-herb-im-interview/"><b>AG</b> – AktionsGemeinschaft Innsbruck: Uni lebt!</a></li>
<li aria-level="1"><a href="https://www.unipress.at/campus/wir-halten-an-unseren-forderungen-fest-gras-spitzenkandidat-niklas-krantz-im-interview/"><b>GRAS</b> – Grüne und Alternative Student_innen</a></li>
<li aria-level="1"><a href="https://www.unipress.at/campus/die-oeh-wurde-gegruendet-um-politisch-zu-sein-vsstoe-spitzenkandidatin-julia-hofer-im-interview/"><b>VSStÖ</b> – Verband Sozialistischer Student_innen in Österreich</a></li>
<li aria-level="1"><a href="https://www.unipress.at/campus/wir-setzen-auf-konkrete-services-anstatt-politische-postings-junos-spitzenkandidat-florian-luxner-im-interview/"><b>JUNOS</b> – Junge liberale Studierende</a></li>
<li aria-level="1"><a href="https://www.unipress.at/campus/es-braucht-uns-fuer-eine-linke-oeh-ksv-lili-spitzenkandidatin-lina-brantsch-im-interview/"><b>KSV-LiLi</b> – Kommunistischer Student_innenverband – Linke Liste</a></li>
<li aria-level="1"><b>RFS</b> –  Ring Freiheitlicher Studenten – Liste Biermann</li>
</ul>
<p>Seit der letzten Wahl 2023 bildet eine „linke Koalition“ aus GRAS, VSStÖ und KSV-LiLi die ÖH-Exekutive in Innsbruck. AG und JUNOS, die in der Vergangenheit eine Koalition gebildet hatten, sind in der Opposition. Der RFS konnte 2023 kein Mandat in der Universitätsvertretung erreichen und wagt jetzt einen erneuten Anlauf.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Interview mit Lina Brantsch (KSV-LiLi)</h3>
<p>Listenerste des <strong>KSV-LiLi</strong> ist <strong>Lina Brantsch</strong> (<em>Mitte im Bild</em>). Die Studentin der Philosophie und Erziehungswissenschaft ist als 2. Stv. Vorsitzende aktuell auch Teil des Vorsitzteams der ÖH-Innsbruck. Wir haben sie zum Interview getroffen.</p>
<p><b>UNIpress: Lina, der KSV-LiLi spricht immer wieder vom „schönen Leben“. Im geschichtlich real existierenden Kommunismus kann davon aber keine Rede sein. Aufgrund der Not, Unterdrückung, des Terrors und des ideologisch motivierten Massenmordens in der Sowjetunion ist für viele Menschen das Wort „Kommunismus“ ein absolutes No-Go. Wieso schreibt man sich das stolz auf die Fahne?</b></p>
<p>Lina Brantsch: Die Diskussion ist absolut berechtigt, und es ist total wichtig, sich mit dem Realsozialismus auseinanderzusetzen. Das haben wir gemacht und uns auch darüber unterhalten, ob man das „K“ für den Kommunismus braucht in unserem Namen. Wir würden schon sagen, dass man das braucht, weil „Kommunismus“ für uns der Name für die befreite Gesellschaft ist. Wir lehnen aber eindeutig jede Form von Real-Sozialismus, der  existiert hat, ab und sind auch explizit  anti-autoritär – wir wollen eben keinen autoritären Kommunismus. Aber es ist absolut wichtig, sich kritisch damit auseinanderzusetzen und sich zu distanzieren.</p>
<p><b>Ihr nennt euch selber „linksradikal“. „Radikal“ klingt für viele wohl aber auch nicht gerade nach einer sanften, offenen, demokratischen Einstellung.</b></p>
<p>„Radikal“ bedeutet für uns, dass wir radikal gesellschaftliche Ungleichheiten anprangern und auch verändern wollen. Und das ist für uns einfach nicht umsetzbar unter den gegebenen Verhältnissen, weil diese Ungleichheit, Armut et cetera produzieren.</p>
<p><b>Du hast gesagt, ihr distanziert euch von jedem realsozialistischen Regime, das es je gegeben hat. Warum hält man denn dann überhaupt noch am Sozialismus oder Kommunismus fest, wenn man sagt: Das hat in echt eigentlich nie so funktioniert, wie wir uns das vorstellen?</b></p>
<p>Das hat ja auch noch nie so existiert. Sozialismus ist ja nur eine Übergangsform zum Kommunismus. Der Kommunismus ist sozusagen die befreite Gesellschaft, und der Weg dahin wurde von realsozialistischen Regimen aus unserer Sicht falsch gestaltet. Kommunismus ist, wie gesagt, nicht das, was Realsozialismus ist, der wirklich nicht kommunistisch war.</p>
<p><b>Es gibt ja in Österreich noch eine andere kommunistische Studierendenliste, den KSV-KJÖ. Der steht für die Universitätsvertretung in Innsbruck nicht auf dem Wahlzettel – hier habt offensichtlich ihr euch durchgesetzt –, aber man kann sich schon wundern: Kommunistische Bewegungen haben immer so einen universalistischen Anspruch, für alle da zu sein, alle mitnehmen zu wollen. Und dann schaffen es die kommunistischen Bewegungen offenbar nicht einmal, sich miteinander zusammenzuschließen oder gemeinsame Sachen zu machen.</b></p>
<p>Ich denke prinzipiell, dass es auch gut ist, dass man sich nicht auf Teufel komm raus miteinander einigt, nur weil man eine ähnliche Zielvorstellung hat. Gerade die Distanzierung vom Realsozialismus unterscheidet uns sehr stark und auch die Frage danach, ob man sein Ziel autoritär oder anti-autoritär erreichen möchte.</p>
<p><b>Der KSV-KJÖ ist autoritär, deiner Meinung nach?</b></p>
<p>Das müssten sie für sich selbst erklären. Aber ihre Herangehensweise ist nicht damit vereinbar, wie wir uns das vorstellen und wie wir Politik machen möchten. Dazu kommt, dass wir bezüglich der ÖH insgesamt eine andere Vorstellung davon haben, was wir verändern möchten. Auch, dass wir jetzt in der Exekutive waren – im Bund, in Wien und in Innsbruck. Das ist für den KSV-KJÖ keine Option.</p>
<p><b>Manchmal hat man als Beobachterin das Gefühl, Streitigkeiten und Absplitterungen sind ein speziell linkes Phänomen. Da gibt es zum Beispiel so einen überspitzten Witz: Gehen zwei Linke in eine Bar – bilden sich drei Splitterparteien. Wie siehst du das?</b></p>
<p>[<i>lacht</i>] Dem würde ich schon zustimmen, dass das vor allem ein linkes Problem ist. Wie gesagt, ich empfinde das eigentlich schon auch ein bisschen als Stärke. Das zeigt ja auch, dass man die Dinge differenziert betrachtet und Konsequenzen ziehen kann. Dass man nicht, wie es die Rechten sozusagen „besser“ können, um jeden Preis miteinander Zielvorstellungen durchsetzt, auch wenn es große Differenzen in der politischen Ausrichtung gibt. Das ist bei der Linken anders, und das finde ich an sich nicht schlecht. Obwohl natürlich klar ist, dass es auch teilweise komplett übertrieben ist [<i>lacht</i>] und man schon oft Möglichkeiten hätte, zusammen Projekte zu machen und sich auf Sachen zu einigen.</p>
<p><b>Apropos Zusammenarbeit: Wie hat denn aus deiner Sicht die Zusammenarbeit mit GRAS und VSStÖ in der ÖH-Exekutive in den letzten zwei Jahren funktioniert?</b></p>
<p>Ich würde sagen, es hat gut funktioniert. Wir haben natürlich schon alle ein bisschen andere Vorstellungen, verschiedene Ideen, verschiedene Schwerpunkte. Ich würde aber sagen, wir haben immer gut miteinander geredet, haben uns gut auf Sachen geeinigt.</p>
<p><b>Dreierkoalitionen sind generell nicht für ihre Effizienz bekannt. Wie hast du das wahrgenommen? Haben Dinge länger gebraucht, weil mehr Fraktionen involviert waren? </b></p>
<p>Ich weiß nicht, ob man das daran festmachen kann, dass es mehrere Fraktionen sind. Abläufe sind natürlich insgesamt nicht so, dass etwas von heute auf morgen umgesetzt wird. Und man hat natürlich einen Prozess, der Diskussionen erfordert. Ich würde schon sagen, dass wir Sachen gut umgesetzt haben und dass die Arbeit zu dritt gut funktioniert hat.</p>
<p><b>Was habt ihr konkret erreicht? Einerseits die Koalition als Ganzes, andererseits der KSV-LiLi als Teil dieser größeren Koalition?</b></p>
<p>Es ist  toll, dass wir geschafft haben, dass es auf ausgewählten Toilettenstandorten jetzt gratis Menstruationsartikel geben wird. Auch für die nächste Funktionsperiode wollen wir, dass das noch ausgeweitet wird, damit es einen inklusiveren Zugang zu Menstruationsprodukten gibt. Wobei das schon wirklich super ist, dass wir das geschafft haben, weil es echt lange gedauert hat und sehr anstrengend war.</p>
<p>Der KSV-LiLi hatte da auch eine Person im Referat für Frauen, Gleichbehandlung und Queer, die da maßgeblich dazu beigetragen hat. Aber es war auf jeden Fall ein gemeinsames Projekt.</p>
<p>Was wir als Fraktion viel gemacht haben: Durch uns ist die politische Handschrift der ÖH ein bisschen besser hervorgekommen. Dafür braucht es uns auf jeden Fall in der nächsten Funktionsperiode, dass man – wenn man sagt, man ist eine linke ÖH – sich auch wirklich daran hält. Dafür sind wir maßgeblich verantwortlich.</p>
<p>Vor allem durch uns wurden auch viele Veranstaltungen gefördert, von denen wir denken, dass es wichtig ist, dass es sie gibt. Zum Beispiel wurden verschiedene Kulturveranstaltungen gefördert, die Studierenden zugutekommen, die aber auch insgesamt für die Stadt total wichtig sind.</p>
<p><b>Thema Veranstaltungen: Die AG hat kritisiert, dass unter der linken ÖH-Exekutive Angebote und Veranstaltungen weggefallen seien. Beispielsweise, dass das Sportangebot nicht ausreichend weitergeführt oder ausgebaut wurde. Und dass das Semester-Opening nicht mehr von der ÖH Innsbruck unterstützt wird, wodurch die Tickets an der LFU teurer geworden seien.</b></p>
<p>Bezüglich Sportangebote: Es gibt das Fußballtraining und das Kampfsporttraining. An der USI gibt es allgemein auch Sportangebote – da müsste man nicht nochmal das Gleiche anbieten. Unsere Idee als ÖH wäre gewesen, das Trans-Schwimmen umzusetzen – das wäre etwas, was es so noch nicht gibt. Das gestaltet sich allerdings in der Umsetzung schwierig. Aber wir wollen das auch in der kommenden Funktionsperiode gerne weiterverfolgen.</p>
<p>Die Exekutive hat letztes und dieses Semester schon die SoWi-Party organisiert. Ich muss aber schon sagen, dass das nicht unsere Priorität ist, die wir in der ÖH-Arbeit sehen. Wir sind prinzipiell nicht dagegen, auch solche Partys in dem großen Stil anzubieten. Aber man muss schon auch sehen, dass das viel Geld kostet. Tendenziell wollen wir Leute fördern, die selber was auf die Beine stellen wollen. Prinzipiell sind wir natürlich dafür, zu feiern. Aber es ist nicht unsere Priorität.</p>
<p>Die Art und Weise, wie die Partys früher organisiert wurden, entspricht uns auch nicht. Beispielsweise das Line-Up der DJs. Es ist auch nicht nachhaltig, eine Party nach der anderen zu organisieren. Da gibt es drumherum keine Struktur, dass sich das selber trägt.</p>
<p><b>Was meinst du mit dieser Struktur?</b></p>
<p>Dass es auch in anderen Lokalitäten Veranstaltungen gibt. Dass Leute die Möglichkeit haben, niederschwellige Veranstaltungen anzubieten. Beispielsweise auch auf dem Uni-Gelände.</p>
<p>Diese Partys, also das Semester-Opening und so weiter, sind so riesig und so teuer, dass das nur über die ÖH laufen kann. Wir würden eher gerne fördern, dass man selber etwas veranstalten kann.</p>
<p><b>Also eher kleinere, diverse Veranstaltungen als eine große Uni-Party für alle?</b></p>
<p>Ja.</p>
<p><b>Was ist euer Ziel für die Wahl? Wollt ihr wieder in die Exekutive?</b></p>
<p>Wir sind offen, wieder in die Exekutive zu kommen. Aber nur mit GRAS und/oder VSStÖ, in einer Zweier- oder Dreierkoalition. Uns ist wichtig, dass man gemerkt hat: Das war jetzt ein Anfang nach jahrelanger AG-Exekutive, Strukturen langsam aufzubrechen. Wir glauben, es ist total wichtig, da weiter dran zu bleiben. Das ist auch nicht getan in zwei Jahren, das so zu machen, wie man sich das vorstellt.</p>
<p><b>AG, JUNOS und RFS schließt ihr also als Koalitionspartner aus?</b></p>
<p>Ja.</p>
<p><b>Was sind eure wichtigsten inhaltlichen Forderungen?</b></p>
<p>Insgesamt sind die großen Forderungen, Studiengebühren abzuschaffen, die Mensa-Situation zu verändern – radikal, kann man da sagen [<i>lacht</i>] – und dass die ÖH sich antifaschistisch engagiert und das strukturell verankert wird. Deswegen würden wir gerne ein Antifa-Referat haben, wie es jetzt auch in der Bundes-ÖH umgesetzt wurde.</p>
<p><b>Ein Antifaschismus-Referat hat 2023 schon eure damalige Spitzenkandidatin Lola Fürst in einem Interview mit der </b><b><i>Zeitlos </i></b><b>gefordert und gemeint, wenn der KSV genug Stimmen bekommt, wolle man das in Innsbruck umsetzen. So etwas gibt es z.B. auch schon länger an der Uni Wien – allerdings in einer etwas kuriosen Kombination als Referat für „Antifaschistische Gesellschaftskritik und Sport“. Jedenfalls wart ihr jetzt in Innsbruck in der Exekutive: Wieso habt ihr das nicht schon umgesetzt?</b></p>
<p>Es braucht eine Satzungsänderung dafür, also eine Zweidrittel-Mehrheit. Die hatten wir in der Koalition nicht. In der Universitätsvertretung mit der AG ist das natürlich nicht umsetzbar.</p>
<p><b>Was sollte so ein Referat dann tun? </b></p>
<p>Sich aktiv für antifaschistische Politik engagieren. Zum Beispiel hat die Bundes-ÖH Gedenk-Reisen organisiert. Außerdem soll es Stellungnahmen schreiben, et cetera. Es soll für die antifaschistische Politik der ÖH verantwortlich sein und diese auch in der Uni aktiv fördern.</p>
<p><b>Ihr wollt eine freie Namen- und Pronomenwahl auf den Hochschulplattformen (z.B. OLAT) umsetzen. Könnte man sich dann einfach als jemand anderes ausgeben? Oder jede Woche seinen Namen wechseln, bis sich die anderen gar nicht mehr auskennen?</b></p>
<p>Nein, davon gehen wir nicht aus, dass das passiert. Es ist ein reales Problem für Leute, dass sie sich immer wieder outen müssen. Denen muss einfach die Möglichkeit gegeben werden, niederschwellig ihren Namen und ihre Pronomen zu ändern. Die Stammdaten bleiben prinzipiell auch gleich, solange keine offizielle Namensänderung erfolgt ist. Deswegen kann man sich nicht einfach so als jemand anderes ausgeben. Die Matrikelnummer bleibt gleich. Wir sehen da überhaupt kein Problem.</p>
<p><b>Was sind da die Hürden?</b></p>
<p>Vor allem technische Probleme, die von Seiten der Uni angegangen werden müssen.</p>
<p><b>Ihr habt ja einen großen Fokus auf Antidiskriminierung und Gesellschaftspolitik. Aber im Vergleich zu anderen Fraktionen habt ihr eher wenig zu Themen im Programm, die eine große Zahl Studierender ganz unmittelbar im Alltag betreffen, wie Digitalisierung oder Flexibilisierung des Studiums.</b></p>
<p>Erst einmal würde ich nicht sagen, dass das nicht viele Studierende unmittelbar betrifft. Diskrimierung findet statt. Auch der Zugang zur Universität ist in dem Sinne diskriminierend, dass es gar nicht alle an die Uni schaffen. Deswegen ist die Zugänglichkeit zum Studium schon mal ein großer Punkt.</p>
<p>Flexibilität ist natürlich wichtig, wobei da aber vor allem die Finanzierung eine große Rolle spielt. Deswegen müssen die Studiengebühren abgeschafft werden und die Studienbeihilfe sollte erhöht werden. Sodass man sich auf sein Studium fokussieren und das in Ruhe machen kann, ohne dass man nebenbei noch arbeiten muss und sich das Studium irgendwie reinquetschen muss, damit man das irgendwie hinbekommt. Das ist nicht unser Ziel oder unsere Vorstellung davon, wie man sich bilden sollte an einer Universität.</p>
<p>Insgesamt sind gesellschaftspolitische Fragen oft auch auf die Universität übertragbar. Es geht um die Grundvorstellung davon, was die Uni sein soll, für <i>wen </i>die Uni sein soll. Wir setzen uns dafür ein, dass sie inklusiv und zugänglich für alle ist.</p>
<p><b>Danke für das Gespräch!</b></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>„Wir wollen wieder in die Exekutive“ – AG-Spitzenkandidat Julian Herb im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Isser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 May 2025 12:30:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[ÖH-Wahl 2025]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei den ÖH-Wahlen von 13. bis 15. Mai tritt Julian Herb als Spitzenkandidat für die AG Innsbruck an. Im Interview verrät er unter anderem, was er die letzte Funktionsperiode anders&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Bei den ÖH-Wahlen von 13. bis 15. Mai tritt Julian Herb als Spitzenkandidat für die AG Innsbruck an. Im Interview verrät er unter anderem, was er die letzte Funktionsperiode anders als die amtierende ÖH-Exekutive gemacht hätte – Stichwort Semester-Opening – und welches Verhältnis die AG Innsbruck zur Bundes-AG und zur ÖVP hat.</div>
<p><span id="more-21366"></span></p>
<p>Von <b>13. bis 15. Mai</b> finden die <b>ÖH-Wahlen</b> statt. Du kannst dabei auf drei Ebenen deine Stimme nutzen: für deinen Studiengang wählst du die <b>Studienvertretung</b> (StV), für deine Universität die <b>Universitätsvertretung</b> (UV) und österreichweit die <b>Bundesvertretung</b> (BV). Wahlberechtigt sind <i>alle</i> Studierenden, die ihren ÖH-Beitrag fürs Sommersemester 2025 bis spätestens 25. März eingezahlt haben. In der <a href="https://www.unipress.at/ueber-uns/archiv-2/"><b>UNIpress-Wahlausgabe</b></a> findest du eine Übersicht über die Kandidat:innen für die STVen (sortiert nach Studiengang) sowie eine Vorstellung der Spitzenkandidat:innen und Listen für die UV an der Uni Innsbruck.</p>
<p>Um dir eine weitere Orientierung bei deiner Wahlentscheidung zu geben, haben wir außerdem die Innsbrucker Spitzenkandidat:innen zum ausführlichen Interview getroffen (nur vom RFS erhielten wir keine Rückmeldung auf unsere Anfragen). Am Wahlzettel stehen diesmal (sortiert nach ihren Stimmen bei der letzten ÖH-Wahl):</p>
<ul>
<li aria-level="1"><a href="https://www.unipress.at/campus/wir-wollen-wieder-in-die-exekutive-ag-spitzenkandidat-julian-herb-im-interview/"><b>AG</b> – AktionsGemeinschaft Innsbruck: Uni lebt!</a></li>
<li aria-level="1"><a href="https://www.unipress.at/campus/wir-halten-an-unseren-forderungen-fest-gras-spitzenkandidat-niklas-krantz-im-interview/"><b>GRAS</b> – Grüne und Alternative Student_innen</a></li>
<li aria-level="1"><a href="https://www.unipress.at/campus/die-oeh-wurde-gegruendet-um-politisch-zu-sein-vsstoe-spitzenkandidatin-julia-hofer-im-interview/"><b>VSStÖ</b> – Verband Sozialistischer Student_innen in Österreich</a></li>
<li aria-level="1"><a href="https://www.unipress.at/campus/wir-setzen-auf-konkrete-services-anstatt-politische-postings-junos-spitzenkandidat-florian-luxner-im-interview/"><b>JUNOS</b> – Junge liberale Studierende</a></li>
<li aria-level="1"><a href="https://www.unipress.at/campus/es-braucht-uns-fuer-eine-linke-oeh-ksv-lili-spitzenkandidatin-lina-brantsch-im-interview/"><b>KSV-LiLi</b> – Kommunistischer Student_innenverband – Linke Liste</a></li>
<li aria-level="1"><b>RFS</b> –  Ring Freiheitlicher Studenten – Liste Biermann</li>
</ul>
<p>Seit der letzten Wahl 2023 bildet eine „linke Koalition“ aus GRAS, VSStÖ und KSV-LiLi die ÖH-Exekutive in Innsbruck. AG und JUNOS, die in der Vergangenheit eine Koalition gebildet hatten, sind in der Opposition. Der RFS konnte 2023 kein Mandat in der Universitätsvertretung erreichen und wagt jetzt einen erneuten Anlauf.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Interview mit Julian Herb (AG)</h3>
<p>Spitzenkandidat der <b>Aktionsgemeinschaft Innsbruck</b> ist diesmal <b>Julian Herb</b>. Der 21-Jährige studiert Pharmazie und ist bereits in der Fakultätsvertretung NatWi Innrain aktiv. Jetzt will er in den Vorsitz der ÖH, wie er uns im Interview verraten hat.</p>
<p><strong>UNIpress: Julian, ist die AG eine „Party-Partei“?</strong></p>
<p>Julian Herb: Ich finde, der Ausdruck „Party-Partei“ reduziert uns auf dieses Thema. Wir sind die größte Studierendenvertretung an der Uni Innsbruck und wir setzen uns für alle Themen, die die Studierenden betreffen, ein. Natürlich machen Studierende auch gern Party und gehen feiern – sie brauchen einen Ausgleich zum Uni-Alltag. Aber der Ausdruck „Party-Partei“ oder „Party-Fraktion“ ignoriert die vielen anderen Qualitäten, die die AG hat.</p>
<p><b>Apropos Party: Das bekannte Semester-Opening wird von verschiedenen Tiroler ÖHs, unter anderem der ÖH MedUni und der ÖH MCI, mit organisiert. An der Uni Innsbruck trägt das aber nicht mehr die ÖH-Exekutive aus GRAS, VSStÖ und KSV-LiLi mit, sondern durch die FV SoWi und NatWi Technik mittlerweile de facto die AG. Wieso?</b></p>
<p>Warum die ÖH Innsbruck das nicht mehr trägt, kann ich nicht beantworten. Unsere AG-Vereinsmitglieder in den Fakultätsvertretungen unterstützen das, weil es uns wichtig ist, dass die Studierenden dieses Angebot kriegen.</p>
<p>Dass die ÖH der LFU Innsbruck das nicht mehr unterstützt, ist zum Nachteil der Studierenden. An der LFU hat man die höchsten Ticketpreise fürs Semester-Opening. Die Studierenden, die gern dahin gehen würden – auch viele Erstis, die neu in Innsbruck sind und Kontakte knüpfen möchten, – haben jetzt ein teureres Angebot im Vergleich.</p>
<p><b>Warum?</b></p>
<p>Die Ticketpreise an der UMIT oder an der MedUni sind meines Wissens nach deswegen billiger als an der LFU, weil die ÖH an der LFU das finanziell nicht mehr mitträgt.</p>
<p><b>Wenn ihr die letzten zwei Jahre in der Exekutive gewesen wärt, hättet ihr das weiterhin mitgetragen und die Preise wären auch an der LFU billiger – deiner Einschätzung nach?</b></p>
<p>Ja.</p>
<p><b>Ihr seid seit Jahrzehnten die größte Fraktion an der Uni Innsbruck, wart aber die letzten zwei Jahre in der Opposition. Wie war diese Erfahrung für euch?</b></p>
<p>Erfrischend. Oppositionsarbeit ist wichtig und hat uns jetzt die letzten zwei Jahre auch Spaß gemacht. Wir haben auch in der Opposition versucht, uns für die Interessen der Studierenden einzusetzen, und geschaut, dass die ÖH so transparent wie möglich ist. Aber natürlich ist der Wille da, wieder in die Exekutive zu kommen. So schön Oppositionsarbeit auch ist: Arbeit in der Exekutive ist effektiver und macht mehr Spaß.</p>
<p><b>Was hättet ihr in der Exekutive die letzten zwei Jahre besser gemacht als die Koalition aus GRAS, VSStÖ und KSV-LiLi?</b></p>
<p>[<i>überlegt</i>] Es gibt natürlich einiges, was wir anders gemacht hätten. Wie gerade schon angesprochen: Angebote wie das Semesteropening den Studierenden preiswert näherzubringen, anstatt Gelder was weiß ich wohin sonst zu geben.</p>
<p>Auch das Sportangebot an der Uni Innsbruck: Als wir in der Exekutive waren, gab es noch das ÖH-Fußballteam. Das wurde dann nicht mehr weitergeführt. Wir haben das dann als Aktionsgemeinschaft selbst übernommen – die Gruppe existiert als AG-Fußball weiter. Auch ein weiteres Sportangebot hätte ich den Studierenden zur Verfügung gestellt.</p>
<p>Auch der Umgang mit den Studierendenvertretungen und Fakultätsvertretungen hat viele gestört. Die machen ja die große Arbeit für die Studierenden und sind am Campus für die Studierenden da. Die sollten so gut wie möglich von der Exekutive entlastet werden. Da hat viele auch die personelle Besetzung seitens der ÖH gestört, und wie sich Leute in ihren Funktionen verhalten haben – wie viel Zeit sie investiert haben und wie sehr sie für die STVen und FVen da waren.</p>
<p><b>Geht es da um das Basisreferat [Anm.: für die STVen verantwortliches Referat an der ÖH]?</b></p>
<p>Ich denke da in erster Linie an die vielen verschiedenen Wirtschaftsreferenten. Teilweise sind die Ersti-Tutorien auf der Kippe gestanden, weil die Frist zur Beantwortung von Anfragen vom Wirtschaftsreferent sehr weit ausgenutzt wurde.</p>
<p><b>Was hat die Dreierkoalition gut gemacht? </b></p>
<p>Aus ihrer Sicht: ihr gesellschaftspolitisches Mandat ausgeübt. Wir als AG halten uns aus der Gesellschaftspolitik ja größtenteils heraus.</p>
<p><b>Aber aus deiner Sicht?</b></p>
<p>Ich würde ihnen anrechnen, dass sie es geschafft haben, dass sich die Dreierkoalition doch bis zum nächsten Wahltermin gehalten hat. Es ist ja oft nicht leicht, mit drei unterschiedlichen Interessen einen gemeinsamen Konsens zu finden.</p>
<p><b>Ihr wollt zurück in die Exekutive. Angenommen, die Wahlergebnisse fallen genau gleich aus wie bei der letzten Wahl vor zwei Jahren. Würdet ihr euch dann bei den Verhandlungen stärker bemühen, beispielsweise um einen Kompromiss mit der GRAS, damit ihr wieder zurück in die ÖH kommt?</b></p>
<p>Ich glaube, wir haben uns nach der letzten Wahl schon sehr um einen Kompromiss bemüht. Warum es dann gescheitert ist, kann ich nicht sagen – ich war bei den Verhandlungen damals nicht dabei. Wir sind daran interessiert, dass es den Studierenden gut geht. Wenn die GRAS sagt: „Wir arbeiten mit euch im Sinne der Studierenden zusammen“, dann steht dem nichts im Weg.</p>
<p><b>Ihr beschränkt euch nicht nur auf die JUNOS als möglichen Koalitionspartner, mit denen ihr in der Vergangenheit schon koaliert habt? </b></p>
<p>Nein. Aber ich finde, solche Sachen sollte man erst besprechen, wenn die Wahl um ist und man weiß, wo man steht.</p>
<p><b>Gibt es eine Gruppe, die ihr jetzt schon fix ausschließt?</b></p>
<p>Ich würde den RFS ausschließen, auf jeden Fall. Ich finde, Extremismus hat nichts an der Uni zu suchen.</p>
<p><b>Und der KSV-LiLi – ist der linksextrem?</b></p>
<p>Wie sich der KSV-LiLi diesbezüglich positioniert, müsste ich mir genau anschauen. Ob der gemeinsame Konsens da ist, ist halt die Frage.</p>
<p><b>Kurz zusammengefasst, was sind eure wichtigsten Forderungen? </b></p>
<p>Ein wertvolles Studium, ein leistbarer Alltag und eine lebenswerte Freizeit. Unter diesen Punkten haben wir verschiedene Anliegen gesammelt, von denen wir glauben, dass sie den Studierenden sehr zu gute kommen. Das ist günstigeres Mensaessen für alle an der Uni an allen Standorten. Das sind bessere Freizeitangebote, auch im Sinne einer möglichen Vergünstigung des Freizeittickets. Aber auch allgemein ein größeres Sportangebot.</p>
<p>Ein weiterer Punkt wären ECTS für Ehrenamt und Praktika. In vielen Curricula werden die Praktika nicht in Form von ECTS angerechnet. Und viele Studierende sind im Ehrenamt tätig – beispielsweise bei der Rettung oder der Feuerwehr. Unserer Meinung nach sollten solche wichtigen Tätigkeiten Anerkennung finden.</p>
<p>Ein weiterer Punkt wären flexiblere Lernplätze, im Sinne von Uni-Zugang mit Studierendenausweis, wie’s ja an der MedUni aktuell schon länger der Fall ist. Man kommt mit dem Studierendenausweis in die Universität und kann dort auch lernen, wenn man Frühaufsteher ist, später am Abend, oder auch am Sonntag oder in den Ferien.</p>
<p><b>Könnte ein 24/7-Zugang zu Lernplätzen aber nicht ausgenutzt werden? Sagen wir, wenn beispielsweise eine Gruppe Studierender nachts um 3 Uhr betrunken um die Häuser zieht und auf die Idee kommt, sie würden jetzt gerne an die Uni, um kurz aufs Klo zu gehen. Da könnte es ja auch zu Beschädigungen oder Ähnlichem kommen. </b></p>
<p>Nachdem man mit seinem Studierendenausweis in die Uni geht, ist ja erkennbar, wer den Zugang genutzt hat. Ich kann die Frage nachvollziehen – ich glaube aber nicht, dass es großartig ausgenutzt werden würde. Es funktioniert ja auch an der MedUni.</p>
<p><b>Bräuchte es dann auch 24/7 Sicherheitspersonal oder reicht das, dass durch den Studierendenausweis nachvollziehbar ist, wer in der Uni ist?</b></p>
<p>Es gibt ja aktuell schon Sicherheitspersonal von der Uni, das durch die Gebäude geht und schaut, wer da ist. Ob es zusätzliches Sicherheitspersonal braucht, muss man dann in den Gesprächen mit der Uni klären, sobald das Thema wird.</p>
<p><b>Das wäre dann ja auch eine Finanzierungsfrage – gerade durch Nacht- und Feiertagszuschläge.</b></p>
<p>Falls man zusätzliches Sicherheitspersonal bräuchte, wäre das richtig, ja.</p>
<p><b>Auf Instagram habt ihr die Einführung von gratis Menstruationsartikeln an der Uni als euren Erfolg gefeiert. Das wurde aber von der ÖH-Exekutive aus GRAS, VSStÖ und KSV-LiLi mit der Uni ausgehandelt. Schmückt ihr euch da nicht mit fremden Federn?</b></p>
<p>Ich weiß, welches Reel du da ansprichst. Bei dem Reel ging es nicht darum, sich mit fremden Federn zu schmücken. Bereits in einem vorherigen Reel hatten wir angekündigt, dass wir selbst als Fraktion jetzt gratis Menstruationsartikel an den Standorten zur Verfügung stellen, weil da bislang noch nichts passiert war. Im zweiten Reel, das du ansprichst, wollten wir kommunizieren: Jetzt sollen Menstruationsartikel an der Uni kommen. Wir haben da auch Druck gemacht, indem wir selbst gratis Menstruationsartikel an der Uni zur Verfügung gestellt haben. Wir wollten zeigen: Die Aktionsgemeinschaft macht das, es funktioniert also.</p>
<p>Schon, als wir in der Exekutive waren, hat sich unsere damalige ÖH-Vorsitzende Anna Fill für gratis Menstruationsartikel eingesetzt. Von daher ist es auch schon eine längere Forderung von uns.</p>
<p><b>Auch die Wiedereröffnung des Sonnendecks habt ihr als euren Erfolg gefeiert. Die Petition gegen das Baugitter haben aber die JUNOS gestartet – und 11.000 Unterschriften erzielt. Was habt ihr konkret getan?</b></p>
<p>Wir haben dem Thema mediale Aufmerksamkeit geschenkt. Wir haben mehrere Reels dazu gedreht, dass es eine Schande ist, dass das Sonnendeck gesperrt ist, und dass da bitte schnell gehandelt werden soll, denn die Studierenden leiden ja darunter. Wie die JUNOS haben wir uns dafür eingesetzt, und darum geht es. Man schaut, dass das Thema möglichst viele Menschen erreicht. Ob jetzt die JUNOS da zusätzlich noch eine Petition dazu machen… ja.</p>
<p><b>Die AG bezeichnet sich selbst als parteiunabhängig. Allgemein gilt sie aber als ÖVP-nah. 2021 hat auch die Bundes-Spitzenkandidatin der AG, Sabine Hanger, in einem Interview mit der </b><b><i>Presse </i></b><b>zugegeben, dass es „ein gewisses Naheverhältnis“ gebe. Die ÖVP hat die AG in der Vergangenheit auch finanziell unterstützt – laut einem Bericht des Rechnungshofs in den Jahren 1995 bis 1997 gemeinsam mit dem Verein „Kulturmaschine“ und der Schüler_innenvertretung „Schülerunion“ in einer Höhe von rund 8,2 Millionen Schilling, also rund 600.000 Euro. Das klingt für mich nicht parteiunabhängig.</b></p>
<p>Ich kann es nur bestätigen: Die Aktionsgemeinschaft Innsbruck ist parteiunabhängig. Es besteht auch kein Naheverhältnis zur ÖVP. Bei dem, was du ansprichst, Ende der 90er-Jahre: Das war meines Wissens nach die Aktionsgemeinschaft Bund und nicht die Aktionsgemeinschaft Innsbruck und hat darum mit unserem Verein nichts zu tun. Auch dein anderes Beispiel betrifft den Bund. Wir sind ein eigener Verein in Innsbruck, und wir haben jetzt auch nicht großartig viel mit dem Bund zu tun. Darum kann ich diese Aussage nicht unterschreiben.</p>
<p><b>Die Aktionsgemeinschaft Innsbruck ist also parteiunabhängig und die Aktionsgemeinschaft Bund ÖVP-nah?</b></p>
<p>Das musst du den Bund fragen. [<i>lacht</i>] Über das, was der Bund macht, kann ich in Innsbruck keine Aussage treffen.</p>
<p><b>Bekommt ihr also auch keine Gelder vom Bund?</b></p>
<p>Nein.</p>
<p><b>Wie steht ihr zum allgemeinpolitischen Mandat der ÖH? Soll sich die ÖH auch allgemeinpolitisch positionieren?</b></p>
<p>Wir positionieren uns in erster Linie nur hochschulpolitisch. Wir lassen die Gesellschaftspolitik völlig außen vor. Wir stellen die Studierenden in den Mittelpunkt und versuchen, den bestmöglichen Service zu leisten. Solange es nicht die Studierenden betrifft, ist es für uns kein Thema.</p>
<p><b>Aber betrifft nicht jedes Thema irgendwo die Studierenden? Klimapolitik, Budgetpolitik, Sozialpolitik…alles, was allgemeinpolitisch passiert, betrifft ja jeden, der in Österreich lebt.</b></p>
<p>Das ist halt Allgemeinpolitik. In der Hochschulpolitik geht es in erster Linie um die Bedürfnisse der Studierenden an der Universität, und um die kümmern wir uns als Aktionsgemeinschaft.</p>
<p><b>Ihr habt ja aber auch genauso Programm zum Thema Wohnen. Das ist ja auch irgendwie Allgemeinpolitik.</b></p>
<p>Das betrifft die Studierenden im Alltag. Wir kümmern uns um diese Interessen, aber wir bespielen das nicht allgemeinpolitisch.</p>
<p><b>Wie stehst du, wie steht die AG generell zur Pressefreiheit im Hochschuljournalismus – gerade in Bezug auf die UNIpress?</b></p>
<p>Die Pressefreiheit ist extrem wichtig. Wir stehen vollkommen hinter der Pressefreiheit.</p>
<p><b>Ich frage, weil im Jahr 2022 eine Ausgabe der UNIpress von der Exekutive aus AG und JUNOS zensiert. Bereits gedruckte Ausgaben wurden einfach weggeschmissen, weil es in der Ausgabe um Sex ging.</b></p>
<p>Das wär mir ehrlich gesagt neu. Das hab ich bis jetzt noch nie so gehört. Dazu, was die damalige Exekutive gemacht hat, kann ich leider nichts sagen. Ich kann nur sagen, dass uns als Verein Pressefreiheit extrem wichtig ist.</p>
<p><b>In der neuen Funktionsperiode, wenn ihr jetzt wieder in die Exekutive kommen würdet, dürften wir als UNIpress also machen, was wir wollen.</b></p>
<p>Im Rahmen der Pressefreiheit natürlich, ja. Solang ihr euch an geltende Gesetze haltet. [<i>lacht</i>]</p>
<p><b>Da haben wir die Garantie von dir?</b></p>
<p>Fix.</p>
<p><b>Danke für das Gespräch!</b></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>„Wir halten an unseren Forderungen fest“ – GRAS-Spitzenkandidat Niklas Krantz im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannah Mayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 May 2025 12:30:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[ÖH-Wahl 2025]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei den ÖH-Wahlen vom 13. bis 15. Mai tritt Niklas Krantz als Listen-Zweiter zusammen mit Anna Schramm im Spitzenduo der GRAS an. Im Interview spricht er unter anderem über freien&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Bei den ÖH-Wahlen vom 13. bis 15. Mai tritt Niklas Krantz als Listen-Zweiter zusammen mit Anna Schramm im Spitzenduo der GRAS an. Im Interview spricht er unter anderem über freien Hochschulzugang, mobile Lehre und warum die GRAS trotz politischer Hürden weiterhin an ihren sozialen und nachhaltigen Forderungen festhält.</div>
<p><span id="more-21415"></span></p>
<p>Von <b>13. bis 15. Mai</b> finden die <b>ÖH-Wahlen</b> statt. Du kannst dabei auf drei Ebenen deine Stimme nutzen: für deinen Studiengang wählst du die <b>Studienvertretung</b> (StV), für deine Universität die <b>Universitätsvertretung</b> (UV) und österreichweit die <b>Bundesvertretung</b> (BV). Wahlberechtigt sind <i>alle</i> Studierenden, die ihren ÖH-Beitrag fürs Sommersemester 2025 bis spätestens 25. März eingezahlt haben. In der <a href="https://www.unipress.at/ueber-uns/archiv-2/"><b>UNIpress-Wahlausgabe</b></a> findest du eine Übersicht über die Kandidat:innen für die STVen (sortiert nach Studiengang) sowie eine Vorstellung der Spitzenkandidat:innen und Listen für die UV an der Uni Innsbruck.</p>
<p>Um dir eine weitere Orientierung bei deiner Wahlentscheidung zu geben, haben wir außerdem die Innsbrucker Spitzenkandidat:innen zum ausführlichen Interview getroffen (nur vom RFS erhielten wir keine Rückmeldung auf unsere Anfragen). Am Wahlzettel stehen diesmal (sortiert nach ihren Stimmen bei der letzten ÖH-Wahl):</p>
<ul>
<li aria-level="1"><a href="https://www.unipress.at/campus/wir-wollen-wieder-in-die-exekutive-ag-spitzenkandidat-julian-herb-im-interview/"><b>AG</b> – AktionsGemeinschaft Innsbruck: Uni lebt!</a></li>
<li aria-level="1"><a href="https://www.unipress.at/campus/wir-halten-an-unseren-forderungen-fest-gras-spitzenkandidat-niklas-krantz-im-interview/"><b>GRAS</b> – Grüne und Alternative Student_innen</a></li>
<li aria-level="1"><a href="https://www.unipress.at/campus/die-oeh-wurde-gegruendet-um-politisch-zu-sein-vsstoe-spitzenkandidatin-julia-hofer-im-interview/"><b>VSStÖ</b> – Verband Sozialistischer Student_innen in Österreich</a></li>
<li aria-level="1"><a href="https://www.unipress.at/campus/wir-setzen-auf-konkrete-services-anstatt-politische-postings-junos-spitzenkandidat-florian-luxner-im-interview/"><b>JUNOS</b> – Junge liberale Studierende</a></li>
<li aria-level="1"><a href="https://www.unipress.at/campus/es-braucht-uns-fuer-eine-linke-oeh-ksv-lili-spitzenkandidatin-lina-brantsch-im-interview/"><b>KSV-LiLi</b> – Kommunistischer Student_innenverband – Linke Liste</a></li>
<li aria-level="1"><b>RFS</b> –  Ring Freiheitlicher Studenten – Liste Biermann</li>
</ul>
<p>Seit der letzten Wahl 2023 bildet eine „linke Koalition“ aus GRAS, VSStÖ und KSV-LiLi die ÖH-Exekutive in Innsbruck. AG und JUNOS, die in der Vergangenheit eine Koalition gebildet hatten, sind in der Opposition. Der RFS konnte 2023 kein Mandat in der Universitätsvertretung erreichen und wagt jetzt einen erneuten Anlauf.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Interview mit Niklas Krantz (GRAS)</h3>
<p>Niklas Krantz studiert Architektur und engagiert sich als Teil des GRAS-Spitzenduos für eine gerechte und nachhaltige Hochschulpolitik. Wir haben ihn zum Interview getroffen.</p>
<p><b>UNIpress: Niklas, ihr wart in den letzten zwei Jahren Teil der ÖH-Exekutive. Einige eurer jetzigen Forderungen – wie das Klimaticket, die Öffi-Offensive oder auch Safe Spaces – standen schon damals auf eurer Agenda. Warum konntet ihr diese Punkte bisher nicht umsetzen?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Niklas Krantz: Ich würde sagen, das liegt daran, dass wir mit unterschiedlichen Instanzen sprechen müssen. Bei der Öffi-Offensive ist beispielsweise die Stadt zuständig, während die Uni in anderen Bereichen ihre Rolle spielt. Beim Klimaticket hingegen ist vor allem der Bund gefragt – hier setzt sich jedoch primär die Bundes-GRAS ein. Von der ÖH aus haben wir durchaus Hebel, aber es ist oft schwierig, sich mit den höheren Instanzen auseinanderzusetzen. Trotzdem bleiben wir dran – auch wenn es manchmal Gegenwind gibt.</span></p>
<p><b>Das bekannte Semester-Opening wird von verschiedenen Tiroler ÖHs, unter anderem der ÖH MedUni, der ÖH MCI und der ÖH Umit, mit organisiert. An der Uni Innsbruck trägt das aber nicht mehr die ÖH-Exekutive aus GRAS, VSStÖ und KSV-LiLi mit, sondern durch die FV Sowi und Natwi Technik mittlerweile de facto die AG. Wieso?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Semester-Opening war lange ein Hauptprojekt der AG. Die Exekutive organisiert jetzt andere Veranstaltungen wie das GEIWI-Fest und die SOWI-Party. Warum das Semester-Opening nicht mehr von der Exekutive unterstützt wird, ist mir nicht bekannt, aber es wäre erfreulich, wenn das in Zukunft wieder möglich wäre.</span></p>
<p><b>Warum verzögert sich die Wiedereröffnung der SOWI Mensa und des UBI Chat immer weiter?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Problem bei den Mensen ist, dass die bisherigen Träger:innen abgetreten sind. Die Uni plant schrittweise Neueröffnungen, wobei die Technik-Mensa laut Plan zum kommenden Wintersemester starten soll. In der SOWI-Mensa muss einiges renoviert werden, was die Neueröffnung erschwert. Außerdem wollen sich die neuen Träger auch nach ihren Vorstellungen einrichten. Unser letzter Stand ist aber: Die Wiedereröffnung soll fix im Wintersemester erfolgen.</span></p>
<p><b>Wenn du auf die letzten zwei Jahre in der Exekutive zurückblickst: Was habt ihr erreicht? </b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich war in der Exekutive gar nicht so aktiv, aber einige wichtige Dinge wurden umgesetzt, wie die gratis Menstruationsartikel auf allen Toiletten. Das war ein langes Debakel, aber wir haben es schließlich endlich durchbekommen. Zudem haben wir das gratis Stadtrad verlängert und den Mensabon wieder eingeführt. In jeder Mensa gibt es nun mindestens eine vegane Option pro Tag, was vor allem von der GRAS kam. Wir sind außerdem gut mit unserer Bundesfraktion vernetzt, von der unter anderem die gratis HPV-Impfung und eine starke Lobbyarbeit für Studierende in Österreich kamen.</span></p>
<p><b>Wie hat aus deiner Sicht die Koalition mit KSV-LiLi und VSStÖ funktioniert? </b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Anfangs gab es schon ein relativ großes Maß an Differenzen zwischen den drei Fraktionen – sowohl auf ideologischer Ebene als auch in persönlicher Hinsicht. Man musste sich erst einmal annähern, bevor man wirklich gemeinsam, in Anführungszeichen, „regieren“ konnte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich glaube aber, dass sich das mit der Zeit deutlich verbessert hat. Nach und nach hat man sich besser eingespielt, und letztlich haben viele der Projekte, die gemeinsam umgesetzt wurden, auch wirklich Früchte getragen.</span></p>
<p><b>Was ist euer politisches Ziel für diese ÖH-Wahlen? Wollt ihr wieder in die Exekutive? </b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ja. Das liegt uns sehr am Herzen. Wir wollen unsere Politik weiter vorantreiben, wie in den letzten zwei Jahren. Im Wahlprogramm sieht man auch, dass es noch einige Punkte gibt, die aktuell nur teilweise umgesetzt sind – und genau dafür wollen wir weiterhin pushen. Mit wem eine Zusammenarbeit möglich ist, wird sich natürlich erst nach der Wahl zeigen. Aber wir hoffen sehr, dass wir auch weiterhin Teil der Exekutive bleiben können.</span></p>
<p><b>Was steckt da gerade halb in der Umsetzung, was ihr weiter verfolgen wollt?</b><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Momentan stehen unter anderem Campusbegrünungen an, wie die des GEIWI-Hofs, die bereits vom Rektorat genehmigt wurde. Auch an anderen Standorten, etwa an der Technik, sind weitere Begrünungsmaßnahmen in Planung. Darüber hinaus wollen wir den Mensabon erhöhen, was vor allem in der Zuständigkeit des Ministeriums liegt, aber wir stehen im Austausch mit der Bundes-ÖH. Ein weiteres wichtiges Thema sind Projekte zur Klimaneutralität wie Photovoltaikanlagen und nachhaltiger Wasserverbrauch, die derzeit noch in der Planungsphase sind. Außerdem setzen wir uns weiterhin für eine bessere Öffi-Taktung in Zusammenarbeit mit Stadt und Land ein. </span></p>
<p><b>Angenommen, ihr schafft es erneut in die Exekutive: mit wem würdet ihr am liebsten koalieren?</b><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das würde ich erstmal relativ offen lassen. Persönlich bin ich ein großer Fan einer linken Exekutive – rein aus ideologischer Sicht. Aber grundsätzlich gibt es bei uns einen breiten Konsens, dass wir uns alle Optionen offenhalten wollen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das heißt konkret: Wir möchten im Vorfeld niemandem den Vorzug geben. Im Mittelpunkt steht für uns, dass wir unsere Politik – also die linke und die Klimapolitik – weiter voranbringen. Mit wem das am besten umsetzbar ist, wird sich nach der Wahl herausstellen.</span></p>
<p><b>Gibt es eine Fraktion, mit der ihr eine Zusammenarbeit jetzt schon fix ausschließt? </b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Endeffekt gibt es da eine Fraktion, die man ziemlich sicher ausschließen kann – das ist der RFS. Meines Wissens nach hat er es auch noch nie in die Hochschulvertretung geschafft. Bei den anderen Fraktionen sagen wir im Vorfeld grundsätzlich nicht nein.</span></p>
<p><b>Wie steht ihr zum allgemeinpolitischen Mandat der ÖH? Soll sich die ÖH auch allgemeinpolitisch positionieren?</b><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das allgemeinpolitische Mandat der ÖH ist für uns einer der wichtigsten Aspekte. Die linke Exekutive hat auch dazu beigetragen, dass sich die ÖH klar positioniert – zum Beispiel durch die Kampagne gegen Rechts oder durch Kundgebungen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die ÖH ist mittlerweile auch politisch gut vernetzt – ganz im Gegensatz zur Zeit unter der AG, die solche Vernetzung nicht gefordert hat.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und die ÖH ist die Vertretung der Studierenden – wie jede andere Vertretung hat auch sie die Aufgabe, die Interessen bundesweit sichtbar zu machen und sich dafür einzusetzen, dass Studierende Zugang zu Wohnraum, Essen und sonstigem haben. Und das in ausreichender Menge und so günstig wie möglich.</span></p>
<p><b>Kurz zusammengefasst, was sind eure wichtigsten Forderungen?</b><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Unsere wichtigsten Forderungen betreffen zum einen das Thema Wohnen. Wir wollen den Ausbau von Studierendenwohnheimen massiv fördern. Außerdem fordern wir eine Mietzinsbeihilfe ab dem ersten Tag – unabhängig von der Staatsbürgerschaft und auch für Studierende, die in Wohnheimen leben.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein weiteres zentrales Anliegen sind für uns die Mensen. Wir haben hier bereits viele Fortschritte gemacht, aber insbesondere die Preise müssen weiter gesenkt werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir sind die GRAS – wir stehen für Klimaneutralität ein. Uns liegt es am Herzen, dass Hochschulen klimaneutral werden und damit auch eine Vorreiterrolle in der Gesellschaft einnehmen. Denn wenn nicht die Hochschulen mit gutem Beispiel vorangehen – wer dann?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In diesem Zusammenhang wollen wir auch mehr öffentliche Räume schaffen, in denen man sich wirklich gerne aufhält: mit mehr Begrünung und mehr Bänken. Das sind für uns die wichtigsten Aspekte.</span></p>
<p><b>Ihr sprecht euch gegen Zugangsbeschränkungen an Unis aus – also für einen offenen Hochschulzugang. Wie soll das in der Praxis bei stark nachgefragten Studiengängen wie Medizin oder Psychologie funktionieren, wo es jährlich tausende von Bewerber:innen gibt? </b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich kann noch eine Parallele ziehen, wenn ich darf. Im Architekturstudium sehen wir derzeit im Bachelor eine sehr hohe Nachfrage – unter anderem, weil es aktuell einen komplett freien Hochschulzugang gibt. Das hat dazu geführt, dass sich die Zahl der Anmeldungen in den letzten fünf Jahren fast verdoppelt hat. In Zukunft soll deshalb eine niederschwellige Aufnahmeprüfung in Form eines kleinen Bewerbungsschreibens kommen. Das soll aber erst ab einer bestimmten Zahl an Anmeldungen greifen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auf der anderen Seite gibt es Studienrichtungen wie Psychologie oder Medizin, die ohnehin sehr groß sind – und gerade hier wäre es dringend notwendig, die Hochschulen weiter auszubauen. Der Bedarf an Psycholog:innen und Mediziner:innen ist enorm. Ich sehe das auch in meiner Heimat: Es fehlen derzeit überall Ärzt:innen, sowohl auf dem Land als auch in der Stadt. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Medizinstudienplätze in den letzten zehn Jahren halbiert – das ist absolut nicht förderlich.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dabei wäre das Geld eigentlich da, um die Studienplätze weiter auszubauen und zu finanzieren.</span></p>
<p><b>Woher sollen die Mittel und das Personal kommen?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Hauptsächlich aus staatlichen Geldern – so wie bisher. Unserer Meinung nach ist das auch weiterhin möglich. Die Hochschulen erhalten ja bereits einen bestimmten Saldo pro Studierenden, mit dem sie Fakultäten und weiteres finanzieren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Was wir fordern, ist eine klare Ausweitung der Investitionen in Bildung. Denn Bildung ist für uns ein Grundrecht – und jede:r sollte zumindest die Möglichkeit bekommen, zu studieren. Ob man das Studium dann tatsächlich abschließt, ist eine individuelle Entscheidung. Aber es darf auf keinen Fall an fehlendem Personal oder mangelnder Finanzierung scheitern.</span></p>
<p><b>Ihr setzt euch für eine freie Wahl von Namen und Pronomen an der Uni ein. Gleichzeitig stellt sich die Frage: Wie lässt sich das im Prüfungswesen umsetzen, wo die Identität eindeutig verifiziert werden muss? </b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es gibt ein eindeutiges Identitätsverifikationssystem – und das ist der Studierendenausweis. Wenn jemand eine Änderung des Namens oder der Pronomen an der Hochschule wünscht, sollte das selbstverständlich auch auf dem Ausweis sichtbar sein. Ich sehe keinen Grund, warum das nicht umsetzbar sein sollte. Die Identifizierbarkeit der Person ist dadurch keineswegs gefährdet, denn das sollte im Verwaltungssystem abbildbar sein.</span></p>
<p><b>Wie oft sollte eine Namensänderung für Studierende aus eurer Sicht möglich sein?</b><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es gibt nachvollziehbare Gründe, warum Menschen ihren Namen ändern – meist passiert das ein- oder vielleicht zweimal. Und auch wenn es weniger sichtbare Gründe gibt, ist der tatsächliche Anteil an Studierenden, die von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, vermutlich sehr gering.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir sehen aktuell in Deutschland, dass mit dem neuen Selbstbestimmungsgesetz eine jährliche Namensänderung ermöglicht wurde. Das wäre natürlich auch bei uns eine denkbare Option.</span></p>
<p><b>Wie verhindert man, dass sich jemand einfach als jemand anderes ausgibt?</b><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Na ja, dafür gibt es weiterhin Identifikationsmöglichkeiten. Man muss ja ohnehin den Studierendenausweis bei Prüfungen vorlegen. Das Lehrpersonal sollte also auch auf das Foto achten. Wenn man sich auf dem Bild im Ausweis wiederfindet, sollte es auch mit der tatsächlichen Person übereinstimmen – und damit wäre die Identität klar.</span></p>
<p><b>Ihr fordert Chancengleichheit für alle Studierenden – gleichzeitig dürfen laut Satzung nur FINTA*-Personen Spitzenkandidat:innen eurer Bundespartei werden. Und wenn eine FINTA*-Person einen Safe Space einfordert, müssen Cis-Männer den Raum verlassen. Wie passt das zusammen? Besteht da nicht die Gefahr, dass man bestehende Ungleichheiten durch neue Formen von Ausschluss reproduziert?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das glaube ich persönlich nicht. Satzungsgemäß habe ich kein Problem damit, dass nur FINTA*-Personen Bundesspitzenkandidat:innen werden können, vor allem, weil wir in den letzten Jahren unglaublich gute Bundesspitzenkandidat:innen hatten. Unsere Listen sind paritätisch besetzt – das muss auch so sein. Uns geht es darum, als feministische Fraktion die Stimmen von FINTA*-Personen zu stärken, und das liegt uns sehr am Herzen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich sehe keinen großen Widerspruch darin. Persönlich habe ich nicht das Gefühl, dass meine Chancen dadurch beeinträchtigt werden. Klar, ich könnte nicht Bundesspitzenkandidat:in werden, aber das ist auch nicht mein Ziel.</span></p>
<p><b>Ihr setzt euch für mehr Flexibilität im Studium ein, etwa durch den Ausbau von Hybridlehre, ein Recht auf Aufzeichnung von Lehrveranstaltungen und eine leichtere Vereinbarkeit von Job und Studium. Wie wollt ihr diese Maßnahmen konkret umsetzen und sicherstellen, dass alle Studierenden davon tatsächlich profitieren?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Na ja, der weitere Ausbau der hybriden Lehre war während Corona ja mehr oder weniger ein Selbstläufer. Ich denke, das lässt sich auch wiederholen. Der Vorteil wäre wahrscheinlich, dass Studierende nicht 24/7 vor Ort sein müssten. Da sehe ich schon die Möglichkeit, das weiter auszubauen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zudem gibt es eigentlich in jedem Vorlesungssaal und Hörsaal an der Uni Möglichkeiten zur Aufzeichnung von Vorlesungen. Allerdings habe ich auch selbst schon die Erfahrung gemacht, dass sich Lehrpersonal geweigert hat, diese Aufzeichnungen zu erstellen. Ein weiteres Problem ist, dass in einem Hörsaal mit 600 Plätzen oft mehr als 600 Studierende angemeldet sind. Das führt dann dazu, dass man entweder auf den Stufen sitzen muss, was gegen Brandschutzbestimmungen verstößt, oder gar nicht teilnehmen kann. Die technischen Möglichkeiten zur Aufzeichnung sind an der Uni eigentlich recht niederschwellig und gut umsetzbar, vor allem mit der Unterstützung des technischen Supports.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Was das Thema Arbeiten neben dem Studium angeht: Wir fordern einerseits die Möglichkeit für ein Teilzeitstudium. Darüber hinaus möchten wir auch Beurlaubungen für Studierende einführen, die arbeiten müssen, um sich selbst zu finanzieren. Es muss möglich sein, eine Auszeit zu nehmen oder das Studium in reduzierter Form fortzusetzen, ohne dafür benachteiligt zu werden – zum Beispiel durch zusätzliche Stundengebühren nach den Toleranzsemestern. Generell sind wir gegen Studiengebühren und fordern ein Grundstipendium für alle Studierenden, damit Arbeit neben dem Studium nicht mehr notwendig ist. Bis wir dieses Ziel erreichen, braucht es aber dringend konkrete Maßnahmen, die das Studium neben der Arbeit erleichtern.</span></p>
<p><b>Ihr wollt ein Grundstipendium einführen und die Studienbeiträge abschaffen. Wie soll das finanziert werden?</b><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Meines Wissens nach macht der Anteil der Studienbeiträge an der Finanzierung der Hochschule nur einen geringen Teil aus. Besonders, weil diese Gebühren für viele auch ein Anreiz sind, das Studium vor Überschreitung der Toleranzsemester abzuschließen und nicht zu bezahlen. Die Hochschule wird primär aus öffentlichen Geldern finanziert, und das sollte auch weiterhin der Fall sein. Das Grundstipendium soll sicherstellen, dass jeder die Möglichkeit hat, zu studieren – das ist auch freier Hochschulzugang. Diese Grundfinanzierung würde ein solides Standbein bieten, um Studierende aus der Armut zu halten und denen, die sonst keinen Zugang zur Hochschulbildung hätten, die Chance zu geben, zu studieren.</span></p>
<p><b>Ihr fordert ein kostenloses Klimaticket für alle Studierenden.  Jetzt ist Österreich aber in einer Rezession, wir haben ein haushohes Budgetloch und uns drohte schon ein EU-Defizitverfahren. Aus Kostengründen wird das kostenlose Klimaticket für 18-jährige jetzt auch abgeschafft. Wie soll da ein kostenloses Klimaticket für die vielen hunderttausenden Studierenden in Österreich finanziell drin sein?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Endeffekt hat die letzte Regierung gezeigt, dass es möglich ist, das Klimaticket für alle 18-Jährigen anzubieten. Ja, Österreich ist in einer Rezession, aber es ist nicht so, als würde dem Staat wirklich das Geld fehlen. Vieles fließt in die Wirtschaft, und auch klimaschädliche Subventionen sind dabei. Wenn man also beginnen möchte, am Budget zu sparen, könnte es sinnvoll sein, dort anzusetzen. Denn klimaschädliche Subventionen werden uns mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht aus der Rezession heraushelfen – zumindest sieht es momentan nicht danach aus. Diese Gelder könnten stattdessen in den Sozialstaat investiert werden. Eine weitere Möglichkeit wäre, die Gewerbesteuern zu erhöhen.</span></p>
<p><b>Kann sich dann nicht auch einfach jeder immatrikulieren, der ein kostenloses Klimaticket möchte, auch wenn die Person gar nicht studieren will?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Diese Möglichkeit besteht sicherlich – das sieht man auch in Deutschland. Vor dem Deutschlandticket gab es dort die Semestertickets, und viele haben sich immatrikuliert, um einen extrem günstigen Tarif zu bekommen. Andererseits profitieren die Hochschulen trotzdem davon: Auch wenn die Studierenden nicht prüfungsaktiv sind, erhalten die Hochschulen dennoch Gelder pro Student.</span></p>
<p><b>In der jetzigen Bundesregierung ist das unrealistisch – muss man bei seinen Forderungen nicht im Rahmen des Möglichen bleiben?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das halte ich persönlich für den falschen Ansatz. Ich finde, man muss immer mehr fordern, als man tatsächlich durchsetzen kann – sonst nimmt man sich selbst die Grundlage für Verhandlungen. In Gesprächen kann man dann sagen: Okay, wir geben an der einen Stelle nach, dafür behalten wir einen anderen Punkt bei oder versuchen es ein anderes Mal noch einmal.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und ich halte die meisten unserer Forderungen auch für realistisch und umsetzbar. Unser Wahlprogramm besteht aus Dingen, von denen wir uns erhoffen, dass sie durchzubringen sind.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn wir weniger fordern würden, hätten wir wahrscheinlich auch weniger Hoffnung, überhaupt etwas verändern zu können. Es ist also auch eine Frage des Antriebs. Wir halten an unseren Forderungen fest.</span></p>
<p><b>Darüber hinaus fordert ihr den Ausbau der Fernzüge. Aber gerade grenzüberschreitender Zugverkehr ist doch oft eine zwischenstaatliche Angelegenheit, die in der Verantwortung von Verkehrsministerien oder der EU liegt. Wie wollt ihr als Studierendenvertretung hier realistisch gesehen Einfluss nehmen?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Na ja, das Verkehrsministerium – sowohl vom Land Tirol als auch vom Staat Österreich – ist doch sehr stark an diesem zwischenstaatlichen Abkommen beteiligt. Wir haben dazu auch einmal mit einem unserer grünen Landtagsabgeordneten gesprochen. Dabei ging es zum Beispiel um die Strecke Innsbruck–München, bei der es relativ schwierig ist, die Taktung zu erhöhen, da sie gewissermaßen in privater Hand der ÖBB liegt – da kommt man schlecht ran. Der Handlungsspielraum ist dort also begrenzt, aber man kann sich trotzdem weiterhin dafür einsetzen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein besonderes Anliegen ist uns die Verbindung zum Brenner. Wir möchten erreichen, dass die Taktung dorthin verbessert wird – sowohl für Südtiroler Studierende als auch für alle anderen, die in ihrer Freizeit Richtung Südtirol oder Italien reisen möchten. Auch wenn das primär eine Entscheidung der ÖBB ist – abgesehen von der Gleisvergabe, die zwischen ÖBB und Trenitalia abgestimmt werden muss – hoffen wir, hier Gespräche mit den zuständigen Stellen führen zu können. Das Anliegen ist aus Sicht der Studierenden jedenfalls dringlich.</span></p>
<p><b>Welche Lehren habt ihr aus den letzten zwei Jahren gezogen – und welche Veränderungen oder Verbesserungen wollt ihr in den kommenden Jahren umsetzen, um mehr für die Studierenden zu erreichen?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich glaube, eine der wichtigsten Lehren, die wir aus unserer Zeit in der Exekutive gezogen haben, ist, zunächst einmal den Rahmen der Möglichkeiten auszutasten: Wo kommen wir leicht ran, wo lassen sich gute Connections aufbauen, wo lässt sich effektiv etwas fordern und tatsächlich auch durchsetzen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein Bereich, den wir in Zukunft noch stärker ausbauen wollen, sind die Verbindungen der ÖH – sowohl zum Bund als auch innerhalb der Universität. Wir wollen die Position der ÖH weiter stärken und verankern. Ein konkretes Beispiel ist der neue Vizerektor für Infrastruktur, der sich aktuell noch einarbeitet. Die Zusammenarbeit mit seinem Vorgänger war sehr positiv, und wir hoffen, dass wir daran anknüpfen können – insbesondere bei unseren Zielen rund um Klimaneutralität und Umweltschutz.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Darüber hinaus wird es immer wichtiger, die Wahlbeteiligung zu erhöhen – und dafür muss sich auch die Öffentlichkeitsarbeit der ÖH verbessern. Viele Studierende wissen gar nicht, welche Angebote es vonseiten der ÖH gibt. Ein gutes Beispiel ist der neu aufgesetzte psychotherapeutische und psychologische Fördertopf: Mehr als die Hälfte der Studierenden, mit denen ich darüber gesprochen habe, hatte davon noch nie gehört. Und das ist schade, denn es ist ein wichtiges Projekt zur Förderung der psychischen Gesundheit.</span></p>
<p><b>Danke für das Gespräch!</b></p>
<p>&nbsp;</p>
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