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	<title>Kristina Kerber, Autor bei</title>
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	<description>Das offizielle Magazin der ÖH Innsbruck</description>
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		<title>Latein: Ein Trauma in zwei Akten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kristina Kerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Apr 2025 10:30:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von der Schulbank bis zum Hörsaal: Das Latinum ist nicht nur Grund vieler Albträume, sondern auch Grundvoraussetzung für viele Studienrichtungen. Latein ist mehr als nur eine tote Sprache: eine untote&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Von der Schulbank bis zum Hörsaal: Das Latinum ist nicht nur Grund vieler Albträume, sondern auch Grundvoraussetzung für viele Studienrichtungen. Latein ist mehr als nur eine tote Sprache: eine untote Sprache, ein Vampir, der seit Generationen unsere Schulen und Unis heimsucht. Zwei Geschichten, zwei Perspektiven, ein Fazit: Latein hinterlässt (Biss-)Spuren.</div>
<p><span id="more-21332"></span></p>
<h3>Akt I: Langzeittrauma</h3>
<div class="bildunterschrift">von Kristina Kerber</div>
<p>qui, quae, quod</p>
<p>cuius</p>
<p>cui</p>
<p>quem, quam, quod</p>
<p>quo, qua, quo</p>
<p>Kein Haiku und auch kein Hatschi, sondern die Wurzel meines Urtraumas. Jahre vor den meisten anderen Schicksalsschlägen in meinem Leben gab es Latein. Angefangen hat alles vor meiner Geburt. Und vor Christi Geburt! Aber so richtig getroffen hat es mich erst im schicksalhaften Alter von 10 Jahren, als es plötzlich hieß: Nein, Gendern gab es auch schon damals. Ab da hieß es dann Deklination und Deformation meines absolut unentwickelten präfrontalen Cortex. Latein war der Grund vieler meiner ersten Male: erste Frühwarnung. Erster schulischer Nervenzusammenbruch – zumindest der erste, nachdem ich erfahren hatte, dass man Pluto den Planetenstatus aberkannt hat. Und auch das erste Mal, dass ich bewusst eine berufliche Zukunft als Päpstin ausschloss. Latein als vatikanische Amtssprache schien mir wie ein größeres Hindernis als mein weibliches Geschlecht.</p>
<p>Als ich dann mit meinem pubertären vierzehnjährigen Gehirn erneut vor die Entscheidung zwischen Fremdsprachen gestellt wurde, tat ich, was jeder normal denkende Mensch mit halb entwickeltem präfrontalen Cortex getan hätte: Im Grund meiner schulischen Misere zu bohren wie in einer offenen Wunde. Latein wurde auch in meiner Oberstufenzeit zum Salz. Wie die Nägel in Christis Händen und Füßen gab ich mich weitere vier Jahre geschlagen. In die Gruft hinabgelassen wurde ich erst, als ich angefangen habe, Latein zu sehen wie die erste verflossene Liebe: So ewig während es sich anfühlt, irgendwann ist es vorbei. Auf der Uni trennte sich dann schnell die Spreu vom Weizen: Traumatisierte, Trauma-Anwärter:innen und die geheime dritte Getreidekategorie: Nicht-Humanisten. Denn sie sind es, die dem kleinen Latinum auf ewig entkommen und sich so trotz Nicht-Humanistentum ihre Menschlichkeit bewahren können.</p>
<p>Aber wo ich mir die Lateinflüchtlinge so anschaue, beschleicht mich ein Gedanke: Lorem ipsum.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Akt II: Trauma im Schnelldurchlauf</h3>
<div class="bildunterschrift">von Marie Eisele</div>
<p>Latein, das waren für mich immer nur Asterix-Sprüche und verstaubte Historie. Veni vedi vici, und sonst nicht viel. Am Gymnasium hatte ich deswegen eine Art Gottkomplex. Ich fühlte mich sehr modern mit meinem Französisch und Spanisch. So nützliche Sprachen! Latein ist tot, das werde ich niemals brauchen. Oder?</p>
<p>Skip zum letzten Sommersemester: Latein ist aus dem Grab auferstanden, um mich heimzusuchen. In meinem Stundenplan hängen wie hässliche Banner zwei Blöcke Latein pro Woche. Jeweils 2:45 Stunden, bis in den Abend hinein. Mein Curriculum zwingt mich. Was man nicht alles tut für die liebe Geisteswissenschaft! Hic sedet Marie, und leidet. Auch mein Geldbeutel leidet: Ich muss 300 Euro abdrücken für Online-Kurs und Prüfung. Mit dem linearen Wachstum meiner Lateinkenntnisse, schön Lektion für Lektion, wächst meine Frustration exponentiell. Insgeheim bin ich froh, dass die Römer ausgestorben sind, sie haben’s bei dieser Sprache nicht anders verdient. Ich bin nicht die Einzige: Die Teilnehmerliste auf Big Blue Button wird kleiner und kleiner. Anfang Sommer gehe ich nicht mehr hin. Den Rest werde ich mir schon selbst beibringen können.</p>
<p>Skip zum Juli: Ich sitze im Prüfungssaal, vor mir ein Text über einen Wolf im Schafspelz, der Plot ähnlich sinnlos wie bei allen lateinischen Texten, die mir untergekommen sind. Ich habe eine Woche Ultra-Latein hinter mir. Von morgens um acht bis abends um sieben habe ich nichts anderes gemacht, als Latein zu pauken. Ich habe Latein gelebt, Latein geatmet, Latein zum Frühstück gegessen und 200 Seiten Skript in meinem Gehirn abgespeichert. Ich übersetze wie wild und schaffe die Prüfung. Dann komme ich raus aus dem Saal und – was ist das? Das ganze Latein ist von der Festplatte gelöscht. Wo gerade noch Deklinationen und Konjugationen waren – gähnende Leere. Und wieder kann ich auf Latein nur eines sagen: Veni vidi vici. Gut, dass ich’s im Studium eh noch nie gebraucht habe.</p>
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		<title>Vinted: Wiederbeleben und neu erleben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kristina Kerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Mar 2025 11:32:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schluss mit Chaos und Smalltalk: Mit Vinted wird der Kleiderschrank zum Flohmarkt im Taschenformat. Kaufrausch trifft auf Verkaufsfieber. Keine Alkoholsucht oder Grippe, sondern die Lösung all deiner modebasierten Probleme. Das&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Schluss mit Chaos und Smalltalk: Mit Vinted wird der Kleiderschrank zum Flohmarkt im Taschenformat.</div>
<p><span id="more-21253"></span></p>
<div>
<p>Kaufrausch trifft auf Verkaufsfieber. Keine Alkoholsucht oder Grippe, sondern die Lösung all deiner modebasierten Probleme. Das Kleid, das dich seit Mittelschulzeiten verfolgt? Bald zehn Euro in deiner Tasche – vielleicht reicht das schon für eine neue Tasche? Neues tragen und Altes nicht mehr ertragen müssen: Das ist die Prämisse von Vinted, einer App zum Kaufen und Verkaufen von Kleidung und anderen Gegenständen. Wie bei einem Flohmarkt gibt es Schnäppchen zu entdecken und Deals zu machen, ganz ohne Chaos und Kaffeeflecken.</p>
<h3>Flohmarkt im Taschenformat</h3>
<p>Vinted ist wie ein digitaler Flohmarkt, nur ohne die Notwendigkeit, das Haus zu verlassen, Smalltalk zu führen und dem (Ver-)Käufer beim Verhandeln in die Augen sehen zu müssen. Neben Schnäppchen ist es auch ein nachhaltiger Weg an neue Kleidung zu kommen, insbesondere wenn es sich um Secondhand Fast Fashion handelt oder du nach einer bestimmten Marke suchst. Vinted ist auch für Voyeurist:innen geeignet – immerhin bietet die App eine Möglichkeit, sich durch fremde Kleiderschränke zu klicken und einen Blick in die Modewelt anderer Leute zu erhaschen. Hier sollte man jedoch auf der Verkaufsseite aufpassen, da es tatsächlich Menschen gibt, die sich nicht nur an den präsentierten Kleidungsstücken erfreuen. Wenn also jemand besonders intensiv über den Zustand gewisser Kleidung nachfragt oder man insbesondere freizügige Klamotten hochlädt, empfiehlt sich ein gewisser Pessimismus gegenüber der Natur des Gegenübers.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter wp-image-21256 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/redder-2465726_1280-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/redder-2465726_1280-768x1024.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/redder-2465726_1280-225x300.jpg 225w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/redder-2465726_1280-585x780.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/redder-2465726_1280.jpg 960w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></p>
<h3>Wenn der Preis stimmt, ist alles möglich</h3>
<p>Wo der Flohmarkt zu unangenehmen Konfrontationen oder der Verleugnung der eigenen Verhandlungstalente einlädt, kann man auf Vinted seine strategische Ader entfalten lassen. Zwar gibt der Verkaufende die Preise an, doch ist es ganz einfach, diese Vorstellung per Knopfdruck anzufechten und ganz nonchalant ein Gegenangebot zu machen, ohne in eine unangenehme Verhandlungsdynamik zu geraten. Es ist wie ein Tanz: Angebot. Gegenangebot. Deal. Unkompliziert und so persönlich, wie man es selbst haben will. Natürlich kann man auch mit dem (Ver-)Käufer kommunizieren und diesem sogar wie auf Social Media Plattformen folgen, aber wer sich eher auf der scheuen Seite sieht, der kommt auch (fast) ohne Interaktion aus. Die Lieferkosten beschränken sich ebenfalls auf ein Minimum. Während der Verkäufer pauschal von jeglichen Versandkosten befreit ist, muss der Kaufende – je nach Paketgröße – ebenfalls nur einen Bruchteil von dem zahlen, was bei einem normalen Versand verlangt wird.</p>
<h3> „Soll ich’s oder soll ich’s nicht?“</h3>
<p>Natürlich gibt es auch die immerwährende Frage, die beim Stöbern quält: „Soll ich wirklich diese Bluse aus den 2010er Jahren kaufen? Was, wenn sie auch die Geister der Vergangenheit mit sich trägt – und nach ihnen riecht?“ Hier schaffen die Bewertungen Abhilfe. Sie sind das goldene Werkzeug, das (Ver-)Kaufende vor bösen Geistern bewahrt. Auch der Verkäuferschutz, der den Kaufenden bei jeder Transaktion ein paar Cent kostet, schafft ein Sicherheitsnetz bezüglich Datenschutz, sicherem Geldtransfer und Rückerstattung. Der Versand kann ebenfalls transparent nachverfolgt werden und beide Parteien wissen jederzeit Bescheid, wo sich das Paket gerade befindet. George Orwell wäre entsetzt.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter wp-image-21257 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/adult-woman-ready-buy-online-with-credit-card-1024x684.jpg" alt="" width="1024" height="684" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/adult-woman-ready-buy-online-with-credit-card-1024x684.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/adult-woman-ready-buy-online-with-credit-card-300x200.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/adult-woman-ready-buy-online-with-credit-card-768x513.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/adult-woman-ready-buy-online-with-credit-card-1536x1025.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/adult-woman-ready-buy-online-with-credit-card-2048x1367.jpg 2048w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/adult-woman-ready-buy-online-with-credit-card-1920x1282.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/adult-woman-ready-buy-online-with-credit-card-1170x781.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/adult-woman-ready-buy-online-with-credit-card-585x391.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/adult-woman-ready-buy-online-with-credit-card-263x175.jpg 263w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h3>Der Tanz: Verkauf-POV</h3>
<p>Aus Sicht des Verkaufenden kann man sich den Prozess in etwa so vorstellen: Du stehst vor deinem Kleiderschrank und greifst nach allem, was sich in den Ecken versteckt und dich mit Ekel verschreckt. Dann machst du davon ein Foto, fügst eine kurze Beschreibung hinzu („Weiße Bluse. Macht ein super Dekolleté, Lieblingstop vom Ex, sucht neue Augen, um gebührend gewürdigt zu werden“), legst den Preis und wenige weitere Details fest, und schon ist dein Kleidungsstück wieder auf dem Markt. Dann kann es direkt gekauft werden oder dir wird ein Gegenangebot geboten, das du ganz einfach annehmen oder ablehnen kannst. Wenn der Deal dann festgelegt worden ist, erhältst du einen Versandschein, den du entweder ausdrucken oder digital vorzeigen kannst, wenn du das Paket dann aufgibst. Sobald der Kaufende es dann erhalten hat, bekommst du eine Bestätigung, eine Bewertung und das Geld direkt aufs Vinted-Konto, wo du es entweder direkt für eigene Käufe benutzen oder es auf dein Konto buchen kannst.</p>
<p>Das Ganze gilt übrigens auch für jegliche andere Gegenstände, angefangen von Büchern bis hin zur PS5. Versandkosten spielen hierbei keine Rolle, also gern auch das 2kg Sammelbuch nach Italien versenden. Jedoch muss man trotz Regelwerk und Hilfe-Center im Auge behalten, dass es immer wieder Käufer gibt, die es nicht gut mit einem meinen und bei denen Pakete auf mysteriöse Art verschwinden. Hier tritt jedoch der Verkäuferschutz in Kraft, der vor solchen Begebenheiten schützen soll.</p>
<h3>Der Tanz: Kauf-POV</h3>
<p>Als Kaufender läuft das ganze mindestens genauso einfach. Zum Leiden so mancher Geldtasche. Man sucht nach Kleidungsstücken oder verlässt sich auf den gemein-guten Algorithmus, der immer mehr maßgeschneiderte Sachen vorschlägt. Dann klickt man entweder direkt auf Kaufen oder macht ein Gegenangebot, der Versand ist hierbei schon im Preis inkludiert und umfasst meist wenige Cent bis wenige Euro. Dann darf man als Kaufender die Versandmethode auswählen, legt entweder die Wohnadresse oder die gewünschte Abholstation fest, und innerhalb von meist wenigen Tagen ist das neue alte Kleidungsstück schon da.</p>
<p>Es empfiehlt sich, die Bewertungen der Verkaufsperson durchzulesen, um abzuwägen, ob es sich um einen Kettenraucher, Serienscammer oder, wie in den meisten Fällen, einen absolut normalen Menschen mit Kaufs- und Verkaufsambitionen handelt.</p>
<h3>Fazit: Vinted – Dein neues altes</h3>
<p>Vinted hat die Menschheit durchschaut. Im Grunde wollen wir alle kleine Schätze und große Schnäppchen entdecken. Vinted hat das Konzept des traditionellen Flohmarkts revolutioniert und unterstützt unsere kollektive Schnäppchensucht und Business-Ader. Retail-Therapy vom Feinsten. Dazu noch bequem von zuhause mit dem Kuss von Nachhaltigkeit im Nacken und der Möglichkeit, quid-pro-quo Platz im Kleiderschrank zu machen und trotz Käufen vielleicht sogar mit einem Gewinn auszusteigen.</p>
<p>Und noch ein kleiner Blick hinter die Kulissen: Ich selbst hab innerhalb eines Monats 100€ auf Vinted verdient (wie viel dabei wieder ausgegeben worden ist, bleibt redaktionelles Geheimnis).</p>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>„Freiheit. Wir brauchen sie. Aber sie ist kein Geschenk.“</title>
		<link>https://www.unipress.at/kultur/freiheit-wir-brauchen-sie-aber-sie-ist-kein-geschenk/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kristina Kerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Mar 2025 11:16:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Theater. Dokumentation. Spiegel. Codename Brooklyn feierte am 28. Februar 2025 im Tiroler Landestheater seine Uraufführung – ein Moment, der treffender nicht hätte sein können. Drei Darsteller:innen, zehn Jugendliche und zwei&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Theater. Dokumentation. Spiegel. </span><i><span style="font-weight: 400;">Codename Brooklyn</span></i><span style="font-weight: 400;"> feierte am 28. Februar 2025 im Tiroler Landestheater seine Uraufführung – ein Moment, der treffender nicht hätte sein können. Drei Darsteller:innen, zehn Jugendliche und zwei Zeitzeugen halten uns mit diesem Projekt einen schonungslosen Spiegel vor, der die Vergangenheit in die Gegenwart reflektiert.</span></div>
<p><span id="more-21194"></span></p>
<blockquote><p><span style="font-weight: 400;">„Die New York Times verkündet es am 5. Oktober 1945: Ein Sohn Brooklyns, Frederic Mayer, hatte dafür gesorgt, dass der Einmarsch der US-Truppen in Innsbruck unblutig verlaufen war. Er hatte die Nazi-Herrschaft in der berüchtigten «Alpenfestung» sabotiert, der Folter der Gestapo standgehalten und Gauleiter Franz Hofer dazu bewegt, Innsbruck zur offenen Stadt zu erklären.“</span><i><span style="font-weight: 400;"> – </span></i><span style="font-weight: 400;">Programmheft </span><i><span style="font-weight: 400;">Codename Brooklyn</span></i></p></blockquote>
<div id="attachment_21196" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-21196" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-21196 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP2-1024x683.webp" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP2-1024x683.webp 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP2-300x200.webp 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP2-768x512.webp 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP2-1536x1024.webp 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP2-1920x1280.webp 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP2-1170x780.webp 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP2-585x390.webp 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP2-263x175.webp 263w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP2.webp 1980w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-21196" class="wp-caption-text">Stefan Riedl, Ulrike Lasta, Daniela Bjelobradić in Codename Brookyln, Foto: Birgit Gulfer</p></div>
<p><span style="font-weight: 400;">Das dokumentarische Theaterprojekt </span><i><span style="font-weight: 400;">Codename Brooklyn </span></i><span style="font-weight: 400;">schildert die Geschichte der Operation </span><i><span style="font-weight: 400;">Greenup</span></i><span style="font-weight: 400;">. Bei der geheimen Mission des US-Geheimdienstes OSS landete ein Kernteam von drei Agenten – die jüdischen Flüchtlinge Fred Mayer und Hans Wijnberg sowie der Wehrmachtsdeserteur Franz Weber – am 26. Februar 1945 mit dem Fallschirm in den Stubaier Alpen, um in Tirol für die Alliierten zu spionieren. Unverzichtbare Unterstützung erhielten sie von mutigen Frauen, die lange Zeit in der Geschichtsschreibung unsichtbar geblieben sind. Diese Frauen, darunter Webers Schwestern und seine Verlobte sowie lokale Heldinnen wie Maria Hörtnagl und Anna Niederkircher, spielten eine Schlüsselrolle im Widerstand gegen die Nazi-Herrschaft.</span></p>
<h3>Schauspiel trifft Zeitzeugnisse</h3>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Codename Brooklyn</span></i><span style="font-weight: 400;"> ist kein gewöhnliches Theaterstück, sondern ein dokumentarisches Theaterprojekt, das sich von klassischen Formaten abhebt. Anstelle von fiktiven Theaterrollen treten die Darsteller:innen Daniela Bjelobradić, Stefan Riedl und Ulrike Lasta als omnipräsente Stimmen auf, die uns durch die historische Aufarbeitung dieser wahren Geschichte führen. Ab der zweiten Hälfte bildet eine Zehnergruppe an Jugendlichen das Verbindungsstück der Vergangenheit in die Gegenwart. „Es geht uns nicht um laute Proteste – wir fordern echte Veränderungen und langfristige Lösungen“, heißt es, um zu verdeutlichen, dass der Widerstand weitergeht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Seele des Stücks sind jedoch die Zeitzeugen. Ihre Interviews und persönlichen Erinnerungen werden immer wieder auf der projizierten Leinwand eingeblendet, wodurch ihre Leben und Erlebnisse direkt in die Darstellung einfließen. Bernhard Weber ist der Sohn von Franz und Anni Weber, und Josef Weber ein Junge aus der Nachbarschaft in Oberperfuss, wo sich ein Großteil der Geschichte abspielt. Beide kommen immer wieder auf die Bühne und sprechen über ihre Eindrücke, Erfahrungen und Gedanken. </span></p>
<div id="attachment_21198" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-21198" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-21198 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP4-1024x683.webp" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP4-1024x683.webp 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP4-300x200.webp 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP4-768x512.webp 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP4-1536x1024.webp 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP4-1920x1280.webp 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP4-1170x780.webp 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP4-585x390.webp 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP4-263x175.webp 263w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP4.webp 1980w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-21198" class="wp-caption-text">Bernhard Weber und Ulrika Lasta, Foto: Birgit Gulfer</p></div>
<h3>Die Wäsche als Tarnkappe – Wie Tirolerinnen den Nazis trotzten</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Besonders hervorzuheben ist die Rolle starker Frauen, deren Zivilcourage lange übersehen wurde. Zeitzeuge Bernhard Weber spricht von der „heiligen Dreifaltigkeit der Macht“ in Oberperfuss während des Nationalsozialismus: Der Pfarrer, der Bürgermeister und die Anna Niederkircher. „Im Hinterstüberl, man nannte es Sakristei, wurden politische Geschäfte gemacht“, so Weber. Die von Weber mit Schmunzeln angesprochene Sakristei war eigentlich ein Nebenraum von Anna Niederkirchers Hotel „Zur Krone“. Denn es war Anna, die trotz aller Gefahren ihr Hotel als Ort des Schutzes und strategischen Austausches bereitstellte. Und es waren sie und die anderen Frauen in Oberperfuss, die ganz unscheinbar und ungenannt von der Geschichte maßgeblich an der erfolgreichen Durchführung der Operation beteiligt waren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein besonders prägendes Beispiel ist auch das von Maria Hörtnagl, einem „jungen zarten Bauernmädl“ vom Thoma-Hof, die am 22. April 1945 mit klugem Kalkül einen Gestapo-Beamten in eine Falle lockte und ihn kilometerweit über die Berge scheuchte. Das trug dazu bei, die Besatzung in ihrer Heimatregion zu schwächen. Frauen, Kindern und Kriegszurückgebliebene nutzten beispielsweise die Wäsche als Tarnkappe, um entscheidende Informationen in Wäschekörben zu schmuggeln. Sie halfen so ganz waffenlos, die Operation zu unterstützen und auf lange Sicht den Krieg zu gewinnen.</span></p>
<h3>Die Schreie von gestern als Weckruf für heute</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Inszenierung erzählt von unvorstellbarem Leid, aber auch von Widerstand und einer nicht tot zu kriegenden Hoffnung. Ein zentrales Anliegen des Stücks ist es, das Feuer des Widerstands auch heute neu zu entfachen und aufzuklären – über Teile der Vergangenheit und Parallelen zur Gegenwart, die oft ignoriert wurden und werden. Lange wurden die Verdienste der Operation Greenup in Österreich verschwiegen. Generell wurde die Schuld des Landes im Nationalsozialismus lange Zeit heruntergespielt. Bei Nazideutschland denken wohl die meisten an München oder Berlin, und nur wenige an Innsbruck oder Oberperfuss.  Dabei erlebte die Pogromnacht, eine Art offizielles Startsignal zum Völkermord in Europa, in Innsbruck selbst im europaweiten Vergleich einen der blutigsten Vollzüge.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Codename Brooklyn</span></i><span style="font-weight: 400;"> setzt sich eindrucksvoll mit Teilen dieser oft willentlich fehlinterpretierten Themen auseinander und stellt sie ins Zentrum der öffentlichen Erinnerung. Besonders ergreifend wird dies durch die Aussagen der Zeitzeugen gewahr. Die physische Präsenz von Bernhard Weber, Sohn des Wehrmachtsdeserteurs und Spions Franz Weber, sowie des Nachbarsjungen Josef Weber, die nicht nur eine Geschichte, sondern ein ganzes Leben verkörpern, lässt das Publikum mehrfach mitten im Stück in Applaus ausbrechen – übertönt nur von Momenten erdrückender Stille und betroffener Gänsehaut.</span></p>
<div id="attachment_21199" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-21199" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-21199 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP5-1024x683.webp" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP5-1024x683.webp 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP5-300x200.webp 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP5-768x512.webp 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP5-1536x1024.webp 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP5-1920x1280.webp 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP5-1170x780.webp 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP5-585x390.webp 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP5-263x175.webp 263w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP5.webp 1980w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-21199" class="wp-caption-text">Josef Weber und Daniela Bjelobradić, Foto: Birgit Gulfer</p></div>
<h3>Aufarbeitung: Ein Großteil Tirols war pro-Nazi</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">“Ein Großteil Tirols war die ersten zwei Kriegsjahre pro-Nazi”, verdeutlicht Bernhard Weber. Wir müssen uns von dem Narrativ entfernen, dass Österreich das erste Opfer der Nazis war. Die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in Österreich war lange von der Opferthese geprägt, wonach Österreich als erstes „Opfer“ des Nationalsozialismus galt. Erst in den 1980er Jahren, insbesondere durch die Waldheim-Affäre, begann eine intensivere Auseinandersetzung. Bundeskanzler Franz Vranitzky erklärte 1991: „Wir bekennen uns zu allen Taten unserer Geschichte und haben uns für die bösen zu entschuldigen – bei den Überlebenden und bei den Nachkommen der Toten.“ Diese Worte spiegeln die fortlaufende Herausforderung wider, sich der eigenen Geschichte zu stellen. Trotz Fortschritten bleibt die vollständige Aufarbeitung ein offenes Thema und auch direkt nach dem Krieg wurde viel geschwiegen. </span><i><span style="font-weight: 400;">Codename Brooklyn</span></i><span style="font-weight: 400;"> hat sich vorgenommen zu sprechen. „Wenn alle desertiert wären, wär der Krieg aus gewesen“, erklingt die nachdenkliche Stimme einer eingeblendeten Zeitzeugin. „Der Faschismus war nie weg.“ Und auch Josef Weber betont: „Heute zeichnet sich beunruhigend eine andere Richtung ab: Vom Gemeinsamen zum Trennenden.“</span></p>
<h3>Dissonanzen einer Rebellion im zweiten Akt</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Während der erste Akt vor allem durch seine Gänsehaut-Momente beeindruckt, wird der zweite Akt von den Jugendlichen getragen, die in roten Beanies, fingerlosen schwarzen Handschuhen und Straßenkleidung auftreten. Die zehn Jugendlichen stoßen zu den drei Theaterdarstellenden und repräsentieren weitere „Stimmen der Sichtweisen“. Anders als im  ersten Akt, der durch historische Aufarbeitung und Zeitzeugen die Vergangenheit aufrollt, verschiebt sich der Fokus im zweiten Akt auf die Gegenwart. Aktuelle Entwicklungen werden offen benannt und in das Narrativ des Stücks eingebunden: Fridays for Future, Black Lives Matter, #MeToo, die Präsidentschaft des verurteilten Straftäters Donald Trump und die österreichischen Wahlergebnisse, bei denen die FPÖ, eine Partei mit Wurzeln im Nationalsozialismus, zur stimmgewaltigsten Kraft wurde. Ein Zitat des österreichischen Bundespräsidenten, gesprochen im Kanon der Jugendlichen, unterstreicht dabei die Dringlichkeit: „Wann wäre denn der richtige Zeitpunkt, um sich mit den schlimmsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte auseinanderzusetzen? Wann? Die Antwort ist ganz einfach: Gestern! Heute! Und morgen!“</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ihre durchdringenden Worte und choreografischen Gesten bringen die Botschaft des Stücks unmittelbar und körperlich zum Publikum. Der Kontrast zwischen der bedrückenden, professionell inszenierten ersten Hälfte und der „in-your-face“ wirkenden zweiten Hälfte, die teils Jugendtheater-Techniken nutzt, ist zwar provokant und kreiert eine stilistische Dissonanz, doch ist genau diese Diskrepanz Teil der Botschaft: Die Vergangenheit ist nicht nur ein abgehakter Teil der Geschichte, sondern eine lebendige, fortwährende Auseinandersetzung. </span></p>
<div id="attachment_21200" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-21200" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-21200 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP6-1024x683.webp" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP6-1024x683.webp 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP6-300x200.webp 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP6-768x512.webp 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP6-1536x1024.webp 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP6-1920x1280.webp 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP6-1170x780.webp 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP6-585x390.webp 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP6-263x175.webp 263w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP6.webp 1980w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-21200" class="wp-caption-text">Stimmen der Sichtweisen, Foto: Birgit Gulfer</p></div>
<h3>Minimalistisches Bühnenbild mit maximalem Effekt</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Bühnenbild ist minimalistisch und schafft mit wenigen, aber wirkungsvollen Komponenten eine starke visuelle Sprache. Im ersten Akt dominieren zwei zentrale Elemente: eine aufgespannte Fläche, die an eine Mauer erinnert, und ein herauffahrbarer Gang, der die beengten Verstecke symbolisiert, die ebenfalls zum Schauplatz des Einsatzes wurden. Im Laufe der Geschichte werden die markanten grüne Anzüge der drei Darsteller:innen zunehmend weniger uniform, was den Widerstand, die wachsende Unruhe, aber auch den Wandel hin zum wiedergefundenen Individualismus in der Gesellschaft widerspiegelt. Der zweite Akt wird zusätzlich von Boxsäcken begleitet, die von der Decke hängen und als Choreografie-Elemente eingesetzt werden. Sie erzeugen Tonalität und visuelle Dynamik, die das Tempo und die Dringlichkeit der aktuellen politischen Bewegungen verstärken. Untermalt wird die Szenerie musikalisch von Andreas Schiffer, mal mit Schritten im Schnee, mal mit Paukenschlag, mal mit Sirene, was gerade bei Letzterem bei der Bombardierung Gänsehaut und Grauen hervorruft.</span></p>
<div id="attachment_21197" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-21197" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-21197 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP3-1024x683.webp" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP3-1024x683.webp 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP3-300x200.webp 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP3-768x512.webp 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP3-1536x1024.webp 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP3-1920x1280.webp 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP3-1170x780.webp 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP3-585x390.webp 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP3-263x175.webp 263w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2025/03/UP3.webp 1980w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-21197" class="wp-caption-text">Stefan Riedl, Ulrike Lasta, Daniela Bjelobradić in Codename Brookyln, Foto: Birgit Gulfer</p></div>
<h3>Konklusion</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Wer nach dem Besuch von </span><i><span style="font-weight: 400;">Codename Brooklyn</span></i><span style="font-weight: 400;"> nicht von den Parallelen zwischen damals und heute erschüttert ist, dem fehlt es nicht nur an Empathie, sondern auch an historischem Bewusstsein. Dieses Theaterprojekt trägt dazu bei, einen lange verdrängten Teil der Tiroler Geschichte in den öffentlichen Raum zu bringen und geht in seiner Wirkung weit über das bloße Erzählen von Geschichten hinaus. Besonders die Interviews mit den Zeitzeugen gehen unter die Haut und verleihen der Inszenierung eine greifbare, emotionale Tiefe.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Inmitten eines weltweit spürbaren Rechtsrucks und der zunehmenden politischen Polarisierung kommt dieses Stück genau zur richtigen Zeit. Es ist ein notwendiger Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte und eine Mahnung, die Lehren aus der Vergangenheit nicht zu vergessen. Auf die Phrase, dass man es damals nicht besser wissen hätte können, wird prompt erwidert: „</span><span style="font-weight: 400;">Aber heute kann man es besser wissen.“ </span><i><span style="font-weight: 400;">Nie wieder ist jetzt.</span></i></p>
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		<title>Innsbruck stirbt!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kristina Kerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 May 2024 10:30:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Clubszene in Innsbruck stirbt aus. Dieses Massensterben ist nicht nur ein Ärgernis für Feierwütige, sondern auch eine Bedrohung der Innsbrucker Kultur. Allein Ende letzten Jahres ist die Musik in&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Die Clubszene in Innsbruck stirbt aus. Dieses Massensterben ist nicht nur ein Ärgernis für Feierwütige, sondern auch eine Bedrohung der Innsbrucker Kultur.</div>
<p><span id="more-20685"></span></p>
<div>
<p>Allein Ende letzten Jahres ist die Musik in zwei heimischen Clubs dauerhaft verstummt. Anfang November im Dachsbau, und nur wenige Wochen später fiel dann das Cubique der Sensenhand zum Opfer. Die Debatte rund ums Clubsterben ist nicht neu. So musste bereits 2017 der beliebte Weekender Club seine Türen schließen. 2019 folgte das Veranstaltungszentrum Hafen. Der Grundbesitzer hatte andere Pläne, hieß es. Den Ersatz, den die Politik damals versprochen hatte, gab es nie.</p>
<p>Als Gründe fürs Schließen der Clubs werden meist dieselben genannt. Und sie klingen langsam wie alte Parolen, die uns immer und immer (und immer) wieder ins Ohr gesäuselt werden. Mit den leeren Versprechungen rund um Alternativen und Plänen. Zuckerbrot und Peitsche, nur ist ersteres langfristig wenig ergiebig und Innsbruck muss nach und nach verhungern. So haben die Coronapandemie und die Inflationskrise bestehende Probleme wie steigende Mieten und Betriebserhaltungskosten verschärft. Dazu kommen noch veraltete Lärmschutzverordnungen und komplizierte Bauvorschriften, die das Leben von Clubbetreibenden erschweren.</p>
<p>Aber nicht nur sie sind betroffen. Das Leben in Innsbruck ist für viele Menschen zu teuer geworden – was sich auch auf das Ausgehverhalten auswirkt. Abgesehen von den finanziellen und rechtlichen Hürden hat Innsbruck noch einige weitreichendere Probleme.</p>
<h3>Junge Menschen fühlen sich im Stich gelassen</h3>
<p>In Gesprächen mit Studierenden wird vor allem eines deutlich: Viel Frustration gepaart mit dem Gefühl, von der Politik vergessen zu werden. Kein Wunder. Denn abseits von schließenden Clubs, die als wichtiger Ort des Zusammentreffens junger Menschen gelten, sind auch andere Veranstaltungsorte betroffen. Konsumfreie Räume wie die Sillschlucht, in der partyfreudige Menschen zusammenkommen, um gemeinsam zu tanzen, ohne dabei tief in die Tasche greifen zu müssen. Die privat organisierten Raves wurden seitens der Stadt mit der Begründung verboten, sie seien zu unsicher. Das Resultat – noch mehr Unmut.</p>
<p>Eine ähnliche Diskussion löste das umstrittene Bauvorhaben am Sonnendeck aus. Ebenfalls ein wichtiger konsumfreier Raum für Studierende und Veranstaltungsort für Musikbegeisterte, der jedoch immer weiter den Händen der Heimischen entgleitet. Oder besser gesagt: entzogen wird. Clubs, Sillschlucht, Sonnendeck. Alle haben eines gemeinsam: Sie bieten Menschen die Möglichkeit, den Alltagsstress für einen Moment zu vergessen. Zusammen mit Freund:innen Spaß haben und einfach mal Dampf ablassen. Verschwinden diese Räume, sollte es niemanden wundern, dass sich junge Menschen vernachlässigt fühlen.</p>
<p>Zum urbanen Leben gehört mehr als unzählige überteuerte Shoppingmöglichkeiten, Tourismusfallen und verwässerter Kaffee mit Ausblick auf die Betonböden des Innsbrucker Fleckenteppichs. Der Fokus sollte nicht nur auf dem Tourismus liegen, sondern vor allem auf den Menschen, die Innsbruck ein Zuhause nennen. Sämtliche Räume kulturellen Austauschs – Bars, Clubs oder konsumfreie Räume wie das Sonnendeck – <i>müssen</i> geschützt werden. Nur so wird die Stadt ihrem Image als „Student:innenstadt“ auch wirklich gerecht.</p>
<h3>Clubs als Kultur</h3>
<p>Wer in den letzten Monaten Vertreter:innen der Innsbrucker Clubkommission – eine Interessenvertretung aller Beteiligten in der Tiroler Clubkultur – zugehört hat, vernimmt vor allem folgende Botschaft: Clubs müssen endlich als wichtiges Kulturgut betrachtet werden. Clubs werden von der Politik seit jeher als unangenehmer Beigeschmack des Innsbrucker Alltags in Kauf genommen statt als wichtige Kulturstätten wertgeschätzt. Clubs sind Begegnungsräume. Orte, wo Menschen sich treffen, austauschen und leben können. Sich entfalten, sich finden, sich verlieren. Einfach sind. Wenn jedoch immer mehr dieser Räume wegfallen, dann auch wichtige Orte für Begegnung.</p>
<p>Andere Kunst- und Kulturräume wie Theater werden als Hochkultur angesehen und bekommen (immerhin) ein gewisses Maß an Förderung.  Diese Unterscheidung zwischen minderwertigen und höherwertigen Kulturinstitutionen ist keiner kunstschaffenden Person und keinem Kulturbetrieb dienlich. Dass das Geld im Kulturbetrieb im Allgemeinen knapp ist, ist bekannt. Gerade deswegen ist es wenig hilfreich, Kulturbetriebe gegeneinander auszuspielen, indem die einen gelobt, die anderen belächelt werden. Indem den einen geraten wird, doch tagsüber bitte Autos zu waschen, wenn sie sich über Wasser halten wollen. Hochkultur und Clubkultur haben zwar eine ähnliche Funktion, genießen jedoch in der Politik keineswegs denselben Stellenwert.</p>
<h3>Nicht nur labern, sondern handeln</h3>
<p>Wir halten fest: Die Nachtkultur liegt im Sterben. Clubs und Bars können sich kaum noch über Wasser halten. Studierende fühlen sich von der Politik betrogen. Seit Jahren fordert die Clubkommission mehr Unterstützung und setzt sich dafür ein, dass das Nachtleben endlich als Kultur anerkannt und dementsprechend gefördert werden muss. Die Politik macht Versprechungen, gehandelt wird aber nicht. Das liegt oft an den Mehrheitsverhältnissen im Gemeinderat. Obwohl es sich hier sehr wohl um ein überparteiliches Thema handelt, scheiterten Konzepte und Anträge dort ständig an Blockaden.</p>
<p>Dennoch – der Druck auf die politischen Verantwortlichen wird immer größer. Sonnendeck, Sillschlucht, Clubsterben. Viele Studierende haben genug. Und in Anbetracht der Gemeinderatswahl im Frühling 2024 schien so langsam auch der und die Letzte verstanden zu haben, dass man mit diesen Themen bei der jungen Wählerschaft punkten kann. Versprechen und Zugeständnisse während des Wahlkampfes sind aber mit Vorsicht zu genießen. Entscheidend ist die Arbeit der politischen Verantwortlichen nach der Wahl. Daran sollten sie auch gemessen werden.</p>
<p>Innsbruck steht an einem kritischen Scheideweg. Die Stadt läuft Gefahr, sich zu einer primär auf Tourismus ausgelegten Stadt zu entwickeln und dabei die Interessen und Bedürfnisse der eigenen Bevölkerung zu vernachlässigen. Wenn nicht bald umfassende Maßnahmen ergriffen werden, um diesen Trend umzukehren, droht der Stadt eine Entwicklung, die die Lebensqualität der eigenen Bevölkerung beeinträchtigt. Diese Lebensqualität ist abhängig vom kulturellen Angebot der Stadt. Dazu zählt auch die Clubkultur. Nur durch solche Maßnahmen kann Innsbruck als lebenswerte Stadt für alle erhalten bleiben. Wir fordern: Nicht nur labern, sondern handeln.</p>
</div>
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		<title>Tatort Körper</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kristina Kerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 May 2024 10:30:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Feminismus lautet die Diagnose des 21. Jahrhunderts. Doch wenn es darum geht, als Frau zu entscheiden, wem der eigene Körper ein Zuhause schenkt, stirbt die Gleichberechtigung mit der Teilung eines&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Feminismus lautet die Diagnose des 21. Jahrhunderts. Doch wenn es darum geht, als Frau zu entscheiden, wem der eigene Körper ein Zuhause schenkt, stirbt die Gleichberechtigung mit der Teilung eines Zellklumpens.</div>
<p><span id="more-20661"></span></p>
<p>Seit 1975 ist ein Schwangerschaftsabbruch bis zum dritten Schwangerschaftsmonats nicht strafbar – zwar illegal, aber zumindest straffrei. Die zwölfte Woche. 84 Tage. Bis dahin muss die Schwangerschaft festgestellt werden, ein ärztliches Gutachten erstellt, die Kostenübernahme beantragt und der Fötus beseitigt sein. Ansonsten heißt es: Herzlichen Glückwunsch, Sie sind Mutter. Alternativ gibt es eine Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe von bis zu 720 Tagessätzen für den Preis eines freien Körpers.</p>
<p>Erlaubt – nein, <i>straffrei </i>– ist ein Schwangerschaftsabbruch danach dann, wenn einer der folgenden Gründe vorliegt: Erstens, es besteht eine ernste Gefahr für die seelische oder körperliche Gesundheit oder das Leben der Schwangeren. Man notiere hierbei die Betonung einer <i>ernsten </i>Gefahr. Eine Depression, andere  psychische Erkrankungen oder sonstige mentale, physische oder qualitative Beeinträchtigungen des eigenen Lebens durch das Freigeben des Körpers als Brutstätte, geschweige denn die lebenslangen Konsequenzen nach der Geburt, spielen weder für die Mutter noch für das – potentielle – Kind eine Rolle.</p>
<p>Zweitens, es ist eine schwere geistige oder körperliche Behinderung des Kindes zu erwarten. Hier notiere man erneut die Betonung einer <i>schweren </i>geistigen oder körperlichen Behinderung. Festgelegt von wem? Wie das weitere Leben des – potentiellen – Kindes durch eine Adoption, das Leben in einem Waisenhaus oder das Leben bei einer überforderten Mutter, die finanziell, psychisch oder psychosozial nicht für die Elternschaft bereit war<b>,</b> ausfällt, ist hierbei scheinbar vollkommen egal.</p>
<p>Drittens, die Frau – wobei man in dieser Argumentation nicht von einer Frau, sondern von einem <i>Kind </i>sprechen müsste – ist zum Zeitpunkt der Schwangerschaft jünger als 14 Jahre alt. Festgehalten werden muss, dass es sich beim beschriebenen Szenario um eine Vergewaltigung handelt. Vor Vollendung des 14. Lebensjahres ist Einverständnis zu einvernehmlichem Geschlechtsverkehr laut Gesetz nicht möglich. Was andere Arten der Vergewaltigung betrifft, bleibt eine Strafe dennoch nicht aus – und zwar für die schwangere Frau, nicht etwa für den Vergewaltiger.</p>
<p>Dass Österreichs Gesetzeslage an vielerlei Stellen Verbesserungsbedarf hat, ist wohl den meisten bewusst. Dass die Gesetzeslage bei Frauenrechten jedoch noch dermaßen weit in der Vergangenheit steckt, dürfte dennoch für viele Menschen erschreckend sein. Eine Lösung wäre, das Leben der schwangeren Person zu priorisieren – und zwar nicht nur, wenn es um Leben und Tod geht. Abtreibungen sollten bis zu einem medizinisch vertretbaren Monat kostenfrei, leicht zugänglich und psychologisch sowie physiologisch betreut sein. Wenn eine Abtreibung aus medizinischen Gründen nicht mehr ohne die Gefährdung der Schwangeren möglich ist oder eine Abtreibung für die schwangere Person nicht in Frage kommt, sollten Alternativoptionen wie Adoption, Sozialdienste und Kinderbetreuung mit der Schwangeren besprochen und durchgeplant werden, sodass auf der betrofffenen Person möglichst wenig Stigma und psychosozialer Stress lastet. Der Stichtag des dritten Monats ist aus vielerlei Gründen unrealistisch, vor allem, wenn dies nicht nur der Stichtag der Entscheidung, sondern auch der Stichtag für die rechtliche und medizinische Abklärung der Prozedur ist. Diese ist nämlich in vielen Fällen nicht möglich und sollte daher überdacht werden.</p>
<p>Abtreibung ist kein Mord, eine erzwungene Mutterschaft jedoch ein Verbrechen. Der weibliche Körper ist keine Brutstätte, sondern ein schützenswertes Leben.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Und dann war ich plötzlich nackt&#8221;</title>
		<link>https://www.unipress.at/gesellschaft/20536/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kristina Kerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Apr 2024 10:30:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jeder hat sie. Aber nicht jeder kann sich erinnern, sie gehabt zu haben. Träume. Hirngespinste, Prophezeiungen oder Hirnwellen? Wir machen die Augen zu und blicken hinein. Schon den alten Griechen&#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Jeder hat sie. Aber nicht jeder kann sich erinnern, sie gehabt zu haben. Träume. Hirngespinste, Prophezeiungen oder Hirnwellen? Wir machen die Augen zu und blicken hinein.</div>
<p><span id="more-20536"></span></p>
<div class="column">
<p>Schon den alten Griechen war Traumdeutung ein Begriff. Artemidor von Daldis durfte Traumdeutungen im zweiten Jahrhundert sogar zu seinem Beruf machen. Der griechische Arzt Hippokrates von Kos sollte vor allem Medizinstudierenden ein Begriff sein – auch er nutzte Traumdeutung. Und zwar als Diagnoseinstrument. Seine These? Im Schlaf entspannt sich der Körper, und der Organismus kann sich gänzlich dem Körperempfinden widmen. Träumt der Geist also von schönen Motiven, so ist der Körper gesund. Leidet er jedoch an Albträumen, weist dies laut Hippokrates auf Krankheiten hin. Und wer könnte je den guten alten Sigmund Freud vergessen? Laut ihm offenbaren unsere Träume unterbewusste Wünsche und Empfindungen, die am Tag unterdrückt werden. Egal ob Treppen, Taranteln oder Tulpen, bei Freud läuft alles auf Sex hinaus. Differenzierter geht da Jung vor, laut dem jedes Traumsymbol für weitreichende Archetypen steht, die individuell interpretierbar sind. Für alle, die Einblick in die häufigsten Traumsymbole wollen und sich nicht von Freuds lüsternen Blick abschrecken lassen: Augen auf und ab in die Welt der Träume.</p>
</div>
<div class="page" title="Page 7">
<div class="section">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<h3>Spinnen, Schlangen und Ungeziefer</h3>
<p>Schon im Wachzustand bereitet der Gedanke an die Kleintiere meist keine Freude. Die Trauminterpretation ist hier also recht einfach: Wir fürchten sie und daher begleiten sie uns sogar in den Schlaf. Freud sieht das Ganze etwas komplexer: Spinnen, kleine Tiere und Ungeziefer sind für ihn Sinnbilder für kleine Kinder. Und die Schlange? Laut Freud Sinnbild für das stolzeste männliche Sinnesorgan.</p>
<h3>Fallen</h3>
<p>Wie bei einem realen Fall geht dieses (Alb-) Traumszenario mit Kontrollverlust einher. Als Sinnbild kann Fallen in vielerlei Hinsicht ausgelegt werden: Man kann in Ungnade fallen, auffallen, aus der Rolle fallen. Aber in allen Fällen ist der Fall ein Zeichen für Überforderung, der wir zum Opfer fallen. Gleichzeitig kann dies aber auch bedeuten, dass es Zeit wird, etwas loszulassen und sich dem Fall hinzugeben.</p>
</div>
<div class="column">
<h3>Prüfungssituation</h3>
<p>Der Albtraum aller Studierenden. Prüfung. Seien es Flashbacks zur Matheschularbeit in Schulzeiten oder zum Examen vom Vortag. Naheliegenderweise bedeutet dieser Traum Stress und Leistungsdruck. Die gute Nachricht? Die Erleichterung, wenn man die Augen öffnet und kein Fetzen vor einem liegt.</p>
<h3>Verfolgungsjagd</h3>
<p>Schon der Gedanke, verfolgt zu werden, löst Stress aus. In Traumsprache könnte dies ein Sinnbild für das Weglaufen vor Alltagsproblemen oder Konfrontation sein. Wie bei Albträumen enden solche Situationen im echten Leben oft durchs Augen öffnen: Nämlich, indem man die Gefahr zulässt und sich der Angst stellt.</p>
</div>
<div class="column">
<h3>Nackt in der Öffentlichkeit</h3>
<p>Wer kennt‘s nicht. Da ist man an der Uni und auf einmal merkt man, dass man die Klamotten daheim vergessen hat. Klassiker. Zumindest in der Traumwelt (oder so mancher Traumvorstellung). Nacktheit geht oft mit Verletzlichkeit einher und kann daher auf Unsicherheiten hinweisen. Oft weist es auf eine unterbewusste Sehnsucht nach Sicherheit hin und äußert ein Bedürfnis, sich einer anderen Person in sicherem Kontext zu offenbaren (was, wohlgemerkt, nicht gleichbedeutend mit Blankziehen ist. Aber wer weiß.)</p>
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<div class="page" title="Page 8">
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<div class="column">
<h3>Tod</h3>
<p>Beginnen wir am Ende. Für die meisten, Ausnahmen angenommenerweise ausgenommen, ist der Tod keine freudige Angelegenheit. Doch was hat es zu bedeuten, wenn wir ihm im Traum begegnen? Laut traditioneller Traumdeutung müssen Träume metaphorisch aufgefasst werden. Der Tod kann auch ein sinnbildliches Ende darstellen und somit auf Veränderung hinweisen. Diese mag zwar auch nicht immer erfreulich sein, jedoch ist sie oft notwendig und in vielen Fällen sogar langfristig positiv. Allerdings macht es auch einen Unterschied, wessen Tod man sich erträumt. Ist man nämlich selbst dem Sensenmann zum Opfer gefallen, so kann dies auf einen anbahnenden Rückschlag hinweisen. Ist es ein Unsympathler, steht es eher für eine Konfrontation mit negativen Aspekten im Leben. Produktiv kann diese Traum-Metapher dafür genutzt werden, den eigenen Ist-Zustand ins Auge zu fassen und zu überlegen, welche Aspekte Veränderung verdienen. Tod den alltäglichen Störenfrieden. Im Sinne der Veränderung, versteht sich.</p>
</div>
<div class="column">
<h3>Zahnverlust</h3>
<p>Traum eines jeden Zahnarztes, Albtraum für Normalsterbliche. Wie beim Adventkranz heißt es: erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier – dann steht der Leichenwagen vor der Tür. Der Traum von herausfallenden Zähnen kann auf ein Gefühl von Hilflosigkeit hinweisen. Also darauf, dass es eine missliche Situation im Leben gibt, der man sich ausgeliefert fühlt. Begibt man sich tiefer in die Ebene der Metaphern, kann Zahnverlust auch Kommunikationsprobleme bedeuten – im Alltag werden die Zähne zusammengebissen, Worte hinuntergeschluckt, und im Traum steht man dann mit leerem Mund da. Interessanterweise erleben Frauen diesen Traum öfter als Männer.</p>
<p>Freud interpretiert den Zahnverlust als ein Bedürfnis nach Masturbation, welche durch das Ziehen der Zähne bestraft wird. Zahnausfall steht für ihn also, wie auch Träume von Haarausfall, für Kastrationsangst. In jedem Falle ein unangenehm ausfallendes Unterfangen.</p>
</div>
<div class="column">
<h3>Fliegen</h3>
<p>Statt bergab geht es hier bergauf. Fliegen ist ein Gefühl von Freiheit. Entweder gelebte Freiheit oder das Streben danach. So kann ein Traum vom Fliegen auf den Wunsch hindeuten, seinen Problemen zu entfliehen und sich (vom Boden) loszulösen. Jedoch kann es auch bedeuten, dass man bereits abgehoben hat und den eigenen Überflug einfach genießt. Fühlt man sich jedoch nicht ganz schwindelfrei, so kann es daran liegen, dass man sich im realen Leben oftmals fühlt, als hätte man keinen Boden unter den Füßen. Freud wiederum interpretiert Fliegen als das Bedürfnis nach Sex. Und auch sein Zeitgenosse Alfred Adler sieht den Traum in einem Beziehungskontext – nämlich als Wunsch auf Machtausübung innerhalb der Beziehung. Die moderne Psychoanalyse nach Jung deutet diesen Traum hingegen als Drang nach Befreiung.</p>
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		<title>Ihr Konsumerlein kommet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kristina Kerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Dec 2023 14:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Winter ist geprägt vom Stehenbleiben. Sobald der erste Schnee den Boden kleidet, bleibt alles stehen. Vor allem die Züge. Ein Weihnachtsspaziergang am Christkindlmarkt lädt zum Sinnieren ein. Glühwein, Kiachl und&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Winter ist geprägt vom Stehenbleiben. Sobald der erste Schnee den Boden kleidet, bleibt alles stehen. Vor allem die Züge. Ein Weihnachtsspaziergang am Christkindlmarkt lädt zum Sinnieren ein.</span></div>
<p><span id="more-20182"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Glühwein, Kiachl und Speck. Der Duft von angestautem Schweiß unter dicken Winterjacken. Ein Gefühl von eingeläutetem Weihnachtsstress und sinnbefreiter Besinnlichkeit. Am Punschstand schielt das gescheiterte Tinderdate um die Ecke, in der Crêpe-Schlange wartet die Ex vom Ex, und drei Schritte weiter sieht man seinen Hausarzt rumknutschen. Alle Jahre wieder öffnet der Christkindlmarkt, und somit die winterliche Weihnachtszeit, seine Türen – und ganz Innsbruck rennt hinein. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Über den besten Christkindlmarkt kann gestritten werden – aber gestritten wird zu Weihnachten ohnehin viel. Kaum hat man es geschafft, sich in mehreren Schichten zu verpacken, wie das bald weggeworfene Weihnachtsgeschenk an die Schwiegermutter, kann man sich frohen Gemütes und mit vollem Geldbeutel in die Masse werfen. Die bunt beleuchteten Verkaufsstände zieren die sonst von fahrradfahrenden Studierenden bestückten Flächen Innsbrucks. Fahrradfahrende Studierende gibt es zwar immer noch, aber wenigstens werden sie jetzt zu zahlenden Aushängeschildern für die Tourismusnation Tirol.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> Zwar kann dieses Tirol nicht mit fairen Preisen und sonst teils fragwürdiger Fairness punkten, jedoch sieht es schon schön aus, in der alpinen Idylle. Neben Verkaufsständen, die von Klassikern wie Kerzen bis hin zu ironisch-bis-unironisch hässlichen Weihnachtspullovern reichen, gibt es auch Gastronomieangebote, bei denen die Gelegenheitsalkoholikerin gleichermaßen auf ihre Kosten kommt wie der Vegetarier, der veganen Speckersatz verspeisen will. Das Angebot ist überwältigend, ebenso wie die Duftkulisse und die dazugehörigen Preise. Getränke gibt es natürlich mit dem altvertrauten Pfand, der sich dann von Bargeld in eine jahrzehntelang unangetastete Tasse im eigenen Schrank verwandelt.</span></p>
<div id="attachment_20183" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-20183" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-20183 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/12/WhatsApp-Bild-2023-12-04-um-23.18.26_1078be58-e1701728466555-1024x867.jpg" alt="" width="1024" height="867" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/12/WhatsApp-Bild-2023-12-04-um-23.18.26_1078be58-e1701728466555-1024x867.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/12/WhatsApp-Bild-2023-12-04-um-23.18.26_1078be58-e1701728466555-300x254.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/12/WhatsApp-Bild-2023-12-04-um-23.18.26_1078be58-e1701728466555-768x650.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/12/WhatsApp-Bild-2023-12-04-um-23.18.26_1078be58-e1701728466555-1170x990.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/12/WhatsApp-Bild-2023-12-04-um-23.18.26_1078be58-e1701728466555-585x495.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/12/WhatsApp-Bild-2023-12-04-um-23.18.26_1078be58-e1701728466555.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-20183" class="wp-caption-text">@Sabina Malik</p></div>
<p><span style="font-weight: 400;">Weihnachtsstimmung? Wer&#8217;s glaubt, wird selig. Beim hell beleuchteten Eingangstor zum Innsbrucker Weihnachtswunderland überkommt einen doch eine gewisse Weihnachtseuphorie. Dicht gefolgt von der beängstigenden Erkenntnis, dass die Zeit vergeht wie das eigene Bargeld und dass es neben anbahnendem Prüfungsstress und Co. an der Zeit ist, wieder Geschenke und Therapiestunden für Familientreffen zu kaufen. Schafft man es dann trotz Rückenschauern, den Christkindlmarkt zu betreten, trifft einen gleich der nächste Schlag – und zwar in den Oberarm, weil ein Typ mit Santa-Mütze es auf einmal besonders eilig hat, sich noch Glühweinnachschlag zu holen. Um einen der wackeligen Tische scharen sich vier Freundinnen mit pommeligen Wollmützen und roten Nasen. Man hört sie lachen, lacht kurz mit und fragt sich dann, ob man vielleicht selbst gerade zum Rudolph geworden ist. Reizüberflutung oder Emotionssurfing, egal wo man hinhört – überall rauschen ineinanderfließende Stimmen ins Ohr, die sich fast anhören wie ein Chor alkoholisierter Engel.</span></p>
<div id="attachment_20184" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-20184" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-20184 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/12/WhatsApp-Bild-2023-12-04-um-23.18.25_8d7ccc97-e1701728497951-1024x997.jpg" alt="" width="1024" height="997" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/12/WhatsApp-Bild-2023-12-04-um-23.18.25_8d7ccc97-e1701728497951-1024x997.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/12/WhatsApp-Bild-2023-12-04-um-23.18.25_8d7ccc97-e1701728497951-300x292.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/12/WhatsApp-Bild-2023-12-04-um-23.18.25_8d7ccc97-e1701728497951-768x748.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/12/WhatsApp-Bild-2023-12-04-um-23.18.25_8d7ccc97-e1701728497951-1170x1139.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/12/WhatsApp-Bild-2023-12-04-um-23.18.25_8d7ccc97-e1701728497951-585x569.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/12/WhatsApp-Bild-2023-12-04-um-23.18.25_8d7ccc97-e1701728497951.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-20184" class="wp-caption-text">@Sabina Malik</p></div>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Kälte schlägt einem um die Ohren wie die Luftwatschn am Morgen danach. Weihnachten, die Zeit der Besinnlichkeit. Danach, Neujahr, die Zeit des Zu-Sinnen-Kommens und des Über-den Sinn-des-Lebens-Sinnierens. Der Schnee knirscht unter den Schuhen wie die eigenen Zähne und Stille dröhnt in den Gehörgängen wie die mahnenden Worte der Mutter, die eine wärmere Jacke ans Herz gelegt hat. Im eigenen Atem zeichnet sich der Geist des Winters in der Luft ab. Er flüstert von der Magie eines warmen Bettes, von roten Nasenspitzen und spitzfindigen Einfällen für Weihnachtsgeschenke – nicht nur aufgrund des Konsumzwangs, sondern auch der unkommerziellen Freude des Schenkens. Die Welt ist still, zumindest für einen Moment, die Natur hat sich schlafen gelegt und es gibt eine plausible Ausrede, dasselbe zu tun. Frost klopft am Fenster, das neue Jahr stapft mit lauten Schritten durch den Schnee, es wird nicht mehr lange dauern, bis es nichts als Matsch und miese Laune hinterlässt. Aber für diesen Moment, diesen einen Moment des fallenden Schnees darf die Welt kurz zuckrig und süß zugleich sein. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Beim Verlassen des Weihnachtsmarktes überkommt einen das Gefühl des Aufatmens. Kaum hat man sich Augen und Magen vollgeschlagen, sofern die Geduld für beides gereicht hat, betritt man wieder die reale Welt. Und beim Heimgehen denkt man sich: &#8220;Alle Jahre wieder. Aber für dieses Jahr reichts erstmal.&#8221;</span></p>
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		<title>Konsum ist König:in</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kristina Kerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Nov 2023 11:30:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit bewussten Konsumentscheidungen die Welt retten: Das Märchen der Eigenverantwortung, erzählt von den Verantwortlichen. Auch kleine Steine ziehen große Kreise und wir alle sind Hauptcharaktere, die Wellen schlagen. Ein unschlagbares&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Mit bewussten Konsumentscheidungen die Welt retten: Das Märchen der Eigenverantwortung, erzählt von den Verantwortlichen.</div>
<p><span id="more-20131"></span></p>
<p>Auch kleine Steine ziehen große Kreise und wir alle sind Hauptcharaktere, die Wellen schlagen. Ein unschlagbares Argument, das uns in die Wiege gelegt wurde. Hauptcharaktersyndrom. Aber ist das denn wahr oder sind wir nur Protagonist:innen einer schlechten Gutenachtgeschichte? Wie schwer sind die Steine in unseren Händen, wenn wir mit ihnen auf Goliat zielen? Das Problem: Klimakrise, Klimawandel, antiklimaktischer klimabedingter Weltuntergang. Die Lösung: Wir. Wir müssen uns ändern. Bewusster Konsum. Nachhaltiger Lifestyle. Kauf dich gesund und glücklich. Ich kauf mir eine Glasflasche, steig für meine zwei Urlaube pro Jahr in den Zug statt ins Flugzeug und, zack, ist die Welt gerettet. Wie schön es doch ist, die Macht über die Welt mit den eigenen Fingern zu umschlingen. Was dabei ignoriert wird? Wir halten dann zwar die Macht, aber die Verantwortlichen halten uns. Klimakritik schiebt uns nicht nur die Macht der Veränderung in die Hände, sondern auch die Verantwortung in die Schuhe. Während wir mit dieser Schuld auf leisen Kunstledersohlen um die veganen Bio-Optionen in den Verkaufsregalen schleichen, in ÖVB-Ticketschalterschlangen an unseren Ökoflaschen nippen und uns um unseren CO2-Fußabdruck sorgen, sitzt ein Milliardär mit importiertem Steak zwischen den vergoldeten Zähnen im Privatjet und schaut von oben herab zu.</p>
<h2>Hauptcharaktersyndrom einer Weltrettergeneration</h2>
<p>Wir haben die Macht, wir sind die Hauptcharaktere, wir retten die Welt. Eigenverantwortung ist uns auf die Stirn tätowiert. Mit heimisch-hergestellten, biologisch abbaubaren Farben, versteht sich. Natürlich ist es ratsam, gar die einzig verantwortbare Option, bei Möglichkeit zu umweltfreundlichen Alternativen zu greifen und den eigenen Beitrag zu leisten, der Klimakrise entgegenzusteuern und nicht zusätzlich Erdöl ins Feuer zu gießen. Jedoch ist es auch an uns, die Märchenfigur der Einzelmacht inmitten eines kapitalistischen Systems als bösen Wolf zu enttarnen, der sich der Verantwortung entziehen will und bestenfalls sogar Geld mit der Verzweiflung der fleißigen Schäfchen macht. Produktionszahlen werden nicht nach Bedürfnis, sondern nach Profit errechnet. Statt Wohnungen werden Büros gebaut, statt bezahlbaren Wohnflächen sind es Luxusvillen, die aus dem Boden gezaubert werden. Angebot und Nachfrage – das alte Spiel. Aber wie sehr können Konsumierende wirklich den Markt kontrollieren? Produkte schaffen oft Bedürfnisse, sowohl durch den gepflanzten Gedanken, wir könnten uns auch durch Konsum ein gutes Gewissen erkaufen, wie auch durch steigende Preise moralisch vertretbarer Produkte. Im Endeffekt sind es jedoch wir, die auf dem Wohnungsmarkt kämpfen, während die Quadratmeterpreise steigen, da sich’s die Reichen ja leisten können, und die Bürokomplexe und Villen leer stehend dahinrotten wie der importierte Bio-Käse im stromfressenden Kühlschrank. Gewinnerwartung und Profit siegen, wir Konsumierenden spielen nur.</p>
<h2 class="subtitle_up">Konsum als Klassenkampf</h2>
<p>Von der Gleichwertigkeit der Menschen wird gern gesprochen. Zumindest, wenn’s gelegen kommt. Plötzlich sind wir alle gleich und müssen gleichermaßen am selben Strang ziehen. Dass der Strang für einige einer Existenzgrenze und für andere einer vergoldeten Zahnseide gleicht, scheint der Konsumkritik dabei egal zu sein. Die Klimakrise mag zwar menschengemacht sein und wir mögen zwar alle dazu veranlasst sein, unseren bestmöglichen Beitrag zu leisten, dennoch ist es Fakt, dass der Beitrag exponentiell mit dem eigenen Wohlstand steigt. So ist es also nicht primär ein Otto Normalverbraucher mit seinem morgendlichen Avocado-Toast, der dafür sorgt, dass im Nachbarort tägliche Gewitter zu Boden dreschen und Hitzewellen für Grillverbote sorgen, sondern eher ein Jeff Spezialverbraucher, der sich heute schon zum fünften Mal eine Avocado gönnt, während seine fünfzig Firmen ordentlich Dampf ablassen. Einer aktuellen Oxfam-Studie zufolge sind die reichsten 10 Prozent für 52 Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Hochgerechnet sind das pro Kopf 175-mal mehr als die einer Person der ärmsten 10 Prozent. Wir alle sind betroffen von der Klimakrise – der Strang, an dem gezogen wird, ist also derselbe – jedoch hängen manche schon in der Schwebe, während die Stärksten kaum den kleinen Finger schmutzig machen wollen, obwohl sie es waren, die den Abgrund (mit-)erschaffen haben.</p>
<p>Auch das Spielfeld macht beim Seilziehen gegen die Klimakrise einen Unterschied.</p>
<p>Ziehen zwar alle gemeinsam gegen die Klimakrise an, stehen ärmere Menschen weiter vorne und haben dadurch einen wesentlich höheren Kraftaufwand. Es mögen alle auf derselben Seite sein, und doch stehen viele am (Existenz-)Abgrund, während viele, die mehr Kapital haben, gemütlich am hinteren Ende stehen und mit leichtem Griff den Wetterumschwung beobachten.</p>
<p>Ein konkreteres Beispiel: Neben der teuren Fair-Trade Bioschokolade liegt die durch Kinderarbeit hergestellte Billigschokolade im Regal. Jedoch haben kaufende Hände nicht automatisch die gleichen Ressourcen zur Verfügung, um gleichermaßen am Seil zu ziehen und die umweltbewusste Entscheidung zu treffen. Dazu kommt: Wenn sie niemand kaufen würde, würde sie nicht mehr hergestellt werden. Aber wenn sie nicht hergestellt werden würde, würde sie auch niemand kaufen. Wo liegt hier die Verantwortung? Bei einem alleinerziehenden Elternteil, das Schokolade für sein Kind dem Wocheneinkauf hinzufügen will, oder bei den Herstellerfirmen, die die Produktion in Auftrag geben und die Herstellungsumstände für ein möglichst billiges Produkt begünstigen? Und wie sähe es in einer Utopie aus, in der alle ausschließlich zu Bio-Produkten greifen würden?</p>
<h2>Die Affäre von Konsum und Kapitalismus</h2>
<p>Der Umsatz von umweltfreundlichen Alternativen hat sich in den letzten Jahren verdoppelt. Diese Profitsteigerung haben auch die Verantwortlichen im Auge. Somit werden die meisten Produkte nach wie vor billig und für geringe Vergütung im Ausland produziert, Inland-Produzierende können bei diesen Preisen nicht mithalten, und schon beginnt der weltumkreisende Kreislauf erneut. „Fair-Trade“ ist zudem begrifflich mindestens genauso flexibel wie jeglicher Flexitarier auf Erden. Es gibt keine einheitliche Definition und die Kriterien sind organisationsintern verpackt – meist im Gegensatz zu den Produkten selbst. Auch ein Umstieg auf Vegetarismus oder Veganismus besänftigt hauptsächlich das eigene Gewissen. Tiere werden jedoch genauso wenig entlastet wie die eigene Geldtasche. Die Fleischproduktion steigt stetig, auch wenn die Anzahl an Fleischessenden hierzulande sinkt. Die Restprodukte werden ins Ausland geschickt, die Preise sinken, die Herstellungskosten jedoch auch – denn billig-produziertes Fleisch will laut Herstellenden gern gegessen werden, wenn schon nicht hier, dann halt im Ausland. Leidtragende hierbei sind jedoch nicht die Herstellenden, sondern die Tiere und unsere Taschen. Auch der Umstieg auf Ökostrom und Co. hält Produzierende nicht davon ab, weiterhin Kohlestrom zu erzeugen. Firmen kaufen billig und kommen die Erde teuer zu stehen – auch wenn sie diese damit zu Fall bringen.</p>
<p>Auf tägliche Infrastruktur und preiswerte Reisealternativen zu RyanAir und anderen Billigfluganbietern haben wir als Individuen ebenfalls wenig Einfluss. So können wir die bewusste Entscheidung treffen, nach Möglichkeit auf öffentliche Verkehrsmittel zu setzen, aber abhängig sind wir schlussendlich dennoch davon, welche angeboten werden und wie weit wir dafür in die Tasche greifen müssen. Während wir dann auf unserem Fahrrad oder in der ratternden Tram zu unserer Arbeit oder in die Uni fahren, fliegt eine US-Sängerin während ihrer Mittagspause schnell mal nach LA, um dort ihr Gesicht auf Umweltkampagnen drucken zu lassen. Auch in der Politik wird viel Konsumkritik gepredigt. Diese wird von uns dann auf unseren Handys konsumiert, während wir hoffen, dass die Kopfhörer den Baustellenlärm des neuen Privatapartment-Komplexes nebenan ausblenden. Veränderung liegt primär nicht in der Hand der Einzelnen, sondern in der Hand, die deren Münder füttert. Kein Individualismus, sondern Politik.</p>
<p>Die Hoffnung liegt also nicht nur im Handeln, sondern auch im Hinterfragen. Das System muss sich ändern und mit ihm auch wir uns. Auch kleine Steine können große Wellen schlagen. Die Welt retten können sie oft nicht, dafür aber Systeme ins Wanken bringen. Wir, David, gegen Goliath. Und wenn wir ihn nicht mit unseren Steinen stürzen können, dann vielleicht mit dem Seil, an dem ab jetzt in neuer Aufstellung gezogen wird.</p>
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		<title>Chronically Online – Snowflakes im Sommer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kristina Kerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 May 2023 10:30:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Snowflakes fallen nicht nur im Winter von allen Wolken. Wer und was Chronically Online ist und wie man Schneeflöckchen vorm Schmelzen retten kann. Seien es Anglizismen oder Wortfindungsstörungen – Begriffe&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Snowflakes fallen nicht nur im Winter von allen Wolken. Wer und was Chronically Online ist und wie man Schneeflöckchen vorm Schmelzen retten kann.</div>
<p><span id="more-19398"></span></p>
<p>Seien es Anglizismen oder Wortfindungsstörungen – Begriffe aus dem englischsprachigen Raum werden herumgeworfen wie Geschütze: Der Lieblingsschauspieler wird Opfer der Cancel-Culture, das letzte Tinderdate outet sich als Red Flag und die ehemalige beste Freundin ist mittlerweile Lowkey Problematic. Ist jemand „Chronically Online“, verbringt die Person so viel Zeit online, dass es ihr Gefühl für Realität verzerrt und ihre Fähigkeit beeinträchtigt, effektiv über Themen wie Politik oder soziale Gerechtigkeit zu kommunizieren. Oft fehlen reale Erfahrungen und die Personen sind von einer algorithmischen Blase umgeben, die allein ihre Meinungen widerspiegelt und kaninchenbauartig immer weiter radikalisiert. Eine solche Person neigt dazu, wahrgenommen problematisches Verhalten bei jeder Gelegenheit anzusprechen und sich primär verbal dafür einzusetzen, dass dieses korrigiert wird. Klingt ja an sich nicht verwerflich, löblich sogar, jedoch liegt die Betonung auf <em>wahrgenommen</em>. Meist handelt es sich hierbei nämlich nicht um eines der unzähligen realen Problemen, sondern um Themen, die zu Problemen gemacht werden. Wer sich jetzt angesprochen fühlt, hat keinen Grund zur Verzweiflung – höchstens einen Grund zu einem radikalen Social-Media-Detox, oder zum Rausgehen und Gras-Anfassen.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-19400 size-large aligncenter" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/video-calling-with-therapist-concept_23-2148525803-e1683974390189-1024x1024.webp" alt="" width="1024" height="1024" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/video-calling-with-therapist-concept_23-2148525803-e1683974390189-1024x1024.webp 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/video-calling-with-therapist-concept_23-2148525803-e1683974390189-300x300.webp 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/video-calling-with-therapist-concept_23-2148525803-e1683974390189-150x150.webp 150w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/video-calling-with-therapist-concept_23-2148525803-e1683974390189-768x768.webp 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/video-calling-with-therapist-concept_23-2148525803-e1683974390189-585x585.webp 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/video-calling-with-therapist-concept_23-2148525803-e1683974390189.webp 1060w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Klingt jetzt erstmal etwas gemein. Aber es muss erneut betont werden, welche Themen in Internetchroniken aufgearbeitet werden. Man nehme sich Daisey Beaton als Beispiel, die letztes Jahr einen fatalen Fehler begangen hat. Nämlich hat sie mit dem großen bösen Wolf des Internets kommuniziert und ist in einen digitalen Schneesturm geraten. An jenem fatalen Oktobertag begab sie sich auf Twitter, spreizte die Finger und schrieb: „Mein Ehemann und ich wachen jeden Morgen auf, bringen unseren Kaffee in unseren Garten und setzen uns stundenlang hin und reden. Jeden Morgen. Es wird nie langweilig und uns gehen nie die Gesprächsthemen aus. Ich liebe ihn so sehr.”</p>
<p>Idyllisch? Nein! Diabolisch. Perfide. Bösartig. „Wer hat Zeit, stundenlang jeden Tag zu reden? Muss schön sein”, schreibt eine Frau. „Was ist, wenn wir nicht von Natur aus wohlhabend sind und arbeiten müssen und so?”, antwortete eine andere. Privilegierte Schnepfe, was hat die schon glücklich zu sein? „Nur eingebildetes, selbstzufriedenes Angeben. Dein Partner ist höchstwahrscheinlich von dem Tweet peinlich berührt, oder sollte es zumindest sein.” „Ich wache um 6 Uhr morgens auf, dusche und gehe zur Arbeit für eine Schicht, die mindestens 10 Stunden dauert. Das ist ein unerreichbares Ziel für die meisten Menschen.” (Auf letzteres übrigens eine Antwort, die das Ins-Fäustchen-Lachen deren Inspirationsquelle nur erahnen lässt. „Ich wache jeden Tag vollständig in Flammen auf und werde von Wölfen gefressen. Die Tatsache, dass dein Tweet meine Erfahrung nicht widerspiegelt, ist eine persönliche Beleidigung.”)</p>
<p>Ein weiteres Beispiel für einen Chronically Online Take ist, dass es behindertenfeindlich sei, während der Schwangerschaft mit dem Alkoholkonsum aufzuhören. Dies impliziere ja, kein Kind mit Behinderungen zu wollen. Ebenso Chronically Online: einige Fans der Indie-Rockerin Mitski. Diese hatte auf Twitter geschrieben, dass sie es bevorzugen würde, wenn ihre Fans sie nicht die ganze Zeit auf der Bühne filmen würden. Die Antwort der Fans? Sie ist ein schlechter Mensch, da diese Vorderung ja unsensibel gegenüber Menschen mit Gedächtnisproblemen sei.</p>
<p>Die Grenze zwischen Lachen, Kopfschütteln und einem Moment der Stille für den Untergang der ohnehin schon wankenden Offline-Gesellschaft verschwimmt immer mehr<strong>.</strong> Twitteruserin @jaynooch fasst die medizinische Symptomatik chronischer Internetverwendender zusammen: „Hallo, hier spricht die nervigste Person, der du jemals begegnet bist! Mir ist aufgefallen, dass dieser Beitrag, den du in drei Sekunden geschrieben hast, nicht mit jeder Erfahrung übereinstimmt, die ich jemals gemacht habe. Das ist extrem schädlich für mich, den Hauptcharakter des Universums.”</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter wp-image-19403 size-full" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/programmer.webp" alt="" width="1280" height="889" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/programmer.webp 1280w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/programmer-300x208.webp 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/programmer-1024x711.webp 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/programmer-768x533.webp 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/programmer-1170x813.webp 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/05/programmer-585x406.webp 585w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Selbstsprechend bedeutet das nicht, dass jede Thematisierung von Sexismus, Rassismus, Homophobie, Ableismus, Elitismus etc. grundsätzlich weinerlich und unbegründet ist. Oft ist es genau diese Annahme, die potentiell aus der zu großen Präsenz dieser Schneeflöckchen hervorgeht, die dann den echten und bedeutungsvollen Aktivismus schwächt oder gar aktiv schädigt. Unser kollektiver Konsum von Klatsch und Kontroversen hat viele dazu konditioniert, aktiv nach Inhalten zu suchen, die sie aufregen, und sich sofort an ihre extremste Interpretation zu klammern. Dadurch wird gerne ein fiktiver Strohmann erstellt, um eine bestimmte Art von gut hassbarer Person darzustellen, auf die dann projiziert und realer Dampf abgelassen werden kann.</p>
<p>Der Grat zwischen einem schlechten Tweet und einer Todesdrohung wird immer schmäler, so auch zwischen pseudo-problematischem Verhalten und einem legitimen Grund, für sein Gesagtes und seine Taten bestraft zu werden. Dass digitale Vergeltung verlautet wird, weil jemand Frühstückskaffee mit seinem Partner genießt oder kein ständiges Blitzlichtgewitter während des eigenen Konzertes abbekommen will, kommentiert einen Teilaspekt der Gefahren des digitalen Lebens: Wenn sich tausende tippende Finger berufen fühlen, ihre Idee von sozialer Gerechtigkeit walten zu lassen, und ein Prozentsatz dieser Reaktionen schon in der Kommentarsektion erwartet wird, stellt sich die Frage, wie weit die Normalisierung einer solch extremen Reaktion geht. Und vor allem auch, welche Auswirkungen dies nicht nur auf die digitalen Späher, sondern vor allem auch auf das alltägliche Leben fernab von blauen Vögelchen und wütenden Emojis hat.</p>
<h3>Abschließend noch ein paar chronically online Takes zum Mitnehmen, weil Kopfschütteln auch eine Art sportlicher Freizeitbeschäftigung ist:</h3>
<p><em>„Die jüngste Diskussion auf Twitter zwingt mich, Sie daran zu erinnern: Zuhause kochen ist rückständig, auf NIMBY ausgerichtet („nicht in meiner Nachbarschaft”), problematisch geschlechtsspezifisch und letztendlich ein Mittel zur Verfestigung bestehender Klassenstrukturen. Die Revolution wird nicht in Ihrer Küche vorbereitet werden; sie wird Ihnen in einem Restaurant serviert werden.”</em> Genau, Kochen ist sexistisch, vive la révolution.</p>
<p>Und ein persönliches Highlight wird an dieser Stelle abschließend unkommentiert stehengelassen: <em>„</em><em>Dass große Penisse als wünschenswert angesehen werden, ist nur ein weiteres Symptom westlicher Degeneration. Große Penisse sind ein Zeichen von geringer Intelligenz und wilden Genen. Kleine Penisse deuten auf hohe Intelligenz und aristokratisches Blut hin.”</em></p>
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		<title>Frühlingsgefühle jenseits einer juckenden Nase</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kristina Kerber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Apr 2023 10:30:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Frühling ist da. Und mit ihm das altbekannte Kribbeln im ganzen Körper. Liegt Liebe in der Luft? Oder sind&#8217;s bloß die Pollen, die für schwellende Körperregionen sorgen? Ein Blick&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Der Frühling ist da. Und mit ihm das altbekannte Kribbeln im ganzen Körper. Liegt Liebe in der Luft? Oder sind&#8217;s bloß die Pollen, die für schwellende Körperregionen sorgen? Ein Blick auf unsere Hormoncocktails.</span></div>
<p><span id="more-18938"></span><span style="font-weight: 400;">Der Begriff <em>Frühlingsgefühle</em> fliegt herum wie übermütige Schmetterlinge – oder Pollen. Er beschreibt die Tendenz, dass in den Frühlingsmonaten besonders viele Menschen Amor zum Opfer fallen und von seinen Liebespfeilen durchbohrt werden, bis sich sogar das allergiebedingte Brennen in den Augen in eine rosarote Brille verwandelt. Auch alte Liebesbeziehungen blühen im Frühling anekdotisch auf und finden zu neuem Leben. Beginnend mit dem März erkranken immer mehr Amoropfer an einer der herzschädigensten aller Krankheiten: dem Frühlingsfieber.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Herbstgrippe, Winterblues, Frühlingsfieber. Wer denkt, mit Pollen in der Nase sei der evolutionsbedingte Mangel schon eingebüßt, der hat die Rechnung noch nicht mit den Schmetterlingen gemacht, die sich im Frühling oft unverfroren im Bauch einnisten und für so manchen Trubel sorgen. So individuell wie wir uns oft gern wahrnehmen – auch wir sind nur die mehr oder minder wohlgeformten Behälter unserer Hormone, die unser Handeln diktieren. Wie diese Hormondiktatur auf Papier aussieht, wissen wir ja. Aber was geht da wirklich in uns vor? </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Winter produzieren wir größere Mengen des Schlafhormons Melatonin, das wir für unseren kognitiven und emotionalen Winterschlaf verantwortlich machen können. Im Sommer hingegen wird unsere Zirbeldrüse über die vermehrte Sonneneinstrahlung angeregt und wir fühlen uns wieder wacher, aktiver und motivierter. Neben dem Abbau von Melatonin steigt auch die Produktion von Endorphinen, den Glückshormonen – der Name ist hier Programm. Frühlingsgefühle sind im Grunde nur ein Synonym für den Cocktail aus Dopamin, Noradrenalin und Serotonin, der uns – ähnlich wie auch ein echter Cocktail – schonmal auf dem Bartresen tanzen und die ganze Nacht aus dem ein oder anderen Grund aufbleiben lässt. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bei Männern steigt zusätzlich auch der Testosteronspiegel, was wieder mehr Leben in die Lenden bringt und nicht nur den Tanzboden in Schwingung versetzt. Dopamin sorgt für die Weiterleitung von Emotionen und Empfindungen. Mit dem Stresshormon Noradrenalin sind wir dann auch geschärft für doppelt schnellen Puls. Serotonin, die dritte Zutat im Bunde, mischt noch die Wohlfühl-Komponente hinzu, die gleichzeitig schmerzhemmend und stimmungsaufhellend wirkt, und schon ist der Hormoncocktail komplett und wir sind im Gefühlsrausch.</span></p>
<div id="attachment_18905" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-18905" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-18905 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Fruehlingsgefuehle-1024x589.jpg" alt="" width="1024" height="589" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Fruehlingsgefuehle-1024x589.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Fruehlingsgefuehle-300x173.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Fruehlingsgefuehle-768x442.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Fruehlingsgefuehle-1170x673.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Fruehlingsgefuehle-585x336.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Fruehlingsgefuehle.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-18905" class="wp-caption-text">@pixabay</p></div>
<h3>Von den Bienchen und Blümchen</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach kalten und oft anstrengenden Wintermonaten erwacht im Frühling alles zu neuem Leben. Bewegung kehrt wieder in die Tier- und Pflanzenwelt zurück, bei vielen Arten wortwörtlich, und irgendwo kommen dann auch wir ins Spiel. Immerhin sind wir nun hormonell aus dem Winterschlaf erwacht, die Tage werden länger und die Klamotten dafür kürzer. Man spricht in den Wintermonaten gern von der „Cuffing Season”, was sich auf die Tendenz bezieht, sich in den kalten Monaten mit einer Beziehung warmzuhalten. Im Frühling jedoch macht dieser Trend eine agile halbe Pirouette  – und so auch der Beziehungsstatus, der vor allem in der Zeit zwischen März und Juni von „glücklich vorm Kaminfeuer kuschelnd” zu „kuscheln kann ich auch, wenn ich dann mal im Feuer lieg“ umschlägt. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Frühling stellt für viele einen Neustart dar. Nicht umsonst gibt es den berühmt-berüchtigten Frühjahrsputz, bei dem alles entstaubt und erneuert wird. Winter ist die Zeit der Besinnung, im Frühling kommt dann die Zeit der Sinnlichkeit. Warme Temperaturen laden einfach zum Herumtreiben ein.</span></p>
<div id="attachment_18904" style="width: 730px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-18904" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-18904 size-full" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/@pixabay.webp" alt="" width="720" height="480" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/@pixabay.webp 720w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/@pixabay-300x200.webp 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/@pixabay-585x390.webp 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/@pixabay-263x175.webp 263w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /><p id="caption-attachment-18904" class="wp-caption-text">@pixabay</p></div>
<h3>Equinox <strong>– m</strong>ehr als nur ein guter Titel für ein Twilight-Sequel</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Frühling steht für einen Neubeginn. In den Worten von Hemmingway: Egal, welch große Verzweiflung man haust, mit derselben Gewissheit, mit der man weiß, dass nach dem Winter immer der Frühling kommt, weiß man auch, dass der Fluss wieder fließen wird, nachdem er zugefroren war. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Angesichts des Klimawandels natürlich mit leicht bittersüßem Beigeschmack, aber dennoch kann der Frühling für Veränderung stehen, die dazu einlädt, das Gesicht der Sonne zuzuwenden. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Equinox, die Tag-und-Nacht-Gleiche, eröffnet in vielen Kulturen den Frühling. Sie bezieht sich auf den Zeitpunkt, an dem die Sonne senkrecht über dem Äquator steht und Tag und Nacht annähernd gleich lang sind. Danach verschieben sich die Tag- und Nachtstunden wieder, im Falle des Frühlings dient dies als Übergangspunkt zu längeren Tagen und somit mehr Zeit für die Ergreifung von Möglichkeiten, die diese zu bieten haben. Henry David Thoreau schrieb: „Lebe jede Jahreszeit, wie sie kommt, atme die Luft, trinke das Wasser, koste die Früchte und unterwerfe dich den Einflüssen jeder Jahreszeit.” Im Frühling bedeutet dies, sich gegebenenfalls vom Frühlingsfieber konsumieren zu lassen und offen für Fieberhallizunationen und jegliche weitere Symptome zu sein, die es so zu bieten hat.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ob man sich nun als Amors verschnupfte Zielscheibe sieht oder die Frühlingsgefühle trotz laufender Nase enthusiastisch inhaliert, ist individueller als die Liebe selbst. Genauso die Frage, ob Liebe nur glorifizierte Chemie ist und wir im Grunde nichts anderes als berührungsbedürftige Blumen sind, die beim ersten Anblick der Sonne den Kopf aus dem Boden recken und ihre Blätter ausfahren. Eins ist allerdings klar – gegen Frühlingsfieber gibt es leider kein Aerius und somit lautet die Devise: fühlen oder daheim bleiben.</span></p>
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