Tipps & Tricks für ein klimafreundlicheres Leben

von UNIpress
Lesezeit: 3 min

Pflanzenbasierte Ernährung

Weniger Fleisch, mehr Gemüse: Diese Ernährungsweise bringt Vorteile im Ackerbau und für das Klima, weil weniger Wasser und Fläche benötigt werden und Emissionen und Nährstoffbelastung reduziert werden können – das ist altbekannt. Konkret verursachen Veganer 75 Prozent weniger Treibhausgasemissionen. Laut einer Langzeitstudie, die im Sommer 2023 publiziert wurde, kann eine vorrangig pflanzenbasierte Ernährung aber auch die Mortalität von Menschen verringern. 100.000 Teilnehmer hatten am Ende der Analyse ein um 25 Prozent geringeres Sterblichkeitsrisiko.

Richtig kompostieren

Wird sie richtig gemacht, kann die Kompostierung eure Essensreste und Gartenabfälle in einen nährstoffreichen Dünger verwandeln, der euren CO2-Fußabdruck verringert und gleichzeitig euren Hauspflanzen hilft. Ohne die richtige Pflege könnten eure guten Absichten aber mit einem stinkenden, unbrauchbaren Durcheinander belohnt werden. Zu den häufigsten Anzeichen dafür, dass mit eurem Kompost etwas nicht stimmt, gehören: Er ist durchnässt, er riecht schlecht oder er liegt einfach da und verwandelt sich überhaupt nicht in etwas Brauchbares. Kompost braucht ein Gleichgewicht aus Sauerstoff, Wasser, Stickstoff und Kohlenstoff. Den Stickstoffanteil bilden Grünzeug, wie Gartenabfälle und Essensreste. Der Kohlenstoffanteil, auch bekannt als „Brauntöne“, umfasst trockene Blätter, Papier, Pappe und Holzschnitt. Wenn euer Kompost nach Müll stinkt oder zu feucht erscheint, ist das ein Signal, mehr Brauntöne zu verwenden. Kompost mit der richtigen Menge Feuchtigkeit sollte etwa so nass sein wie ein ausgewrungener Schwamm. Wenn die Konsistenz des Komposts bröckelig oder hellbraun ist oder sich der Abfall nicht zersetzt, ist euer Kompost wahrscheinlich dehydriert. Das Rühren oder Mischen des Komposthaufens unterstützt den Zersetzungsprozess durch die Zugabe von Sauerstoff. Wenn ihr euren Kompost nicht ausreichend umwälzt, riecht er nach Ammoniak. Die fachmännische Empfehlung reicht von ein- bis zweimal pro Monat bis hin zu zweimal pro Woche. Ihr solltet kein Fleisch, keinen Käse und nichts, was zu ölig ist, kompostieren.

Energie beim Betrieb der Klimaanlage sparen

Intelligente Thermostate, die je nach Zeitplan programmiert werden können, können dabei helfen, die Temperatur zu erhöhen, wenn ihr nicht zu Hause seid. Ihr könnt die Temperatur um fünf bis sieben Grad höher ansteigen lassen, als normalerweise für euch angenehm wäre. Achtet außerdem darauf, dass Jalousien oder Vorhänge während der heißesten Tageszeiten geschlossen sind. Vermeidet die Verwendung von Geräten wie Geschirrspülern, Öfen und Herden oder Trocknern, da diese die Räume heißer und feuchter machen und eure Klimaanlage stärker arbeiten lassen können. Weiter kann die ordnungsgemäße Installation und Wartung von Klimaanlagen die Effizienz steigern. Durch den regelmäßigen Austausch und die Reinigung von Filtern kann beispielsweise der Energieverbrauch einer Klimaanlage um 5 bis 15 Prozent gesenkt werden. Der nächste Schritt wäre die Installation von „Kühldächern“, die in warmen Regionen den Einsatz von Klimaanlagen um etwa ein Drittel reduzieren würden.

Thriften statt Neukaufen

Nicht alle Secondhand-Läden sind gleich. Die online am besten bewerteten Shops sind in der Regel sauberer, besser organisiert und haben eine gute Auswahl. Es gibt auch Websites, die sich mit der Auflistung von Estate Sales nach Standort und Produktart befassen. Wo auch immer ihr hingeht: Auch bei Second-Hand Mode lohnt es sich, auf die Qualität und Langlebigkeit der Kleidung zu achten. Wenn ihr ein T-Shirt mit einem physischen Etikett am Hals findet, befindet es sich normalerweise auf der älteren Seite oder ist ein hochwertiges Kleidungsstück, da viele moderne Marken das Etikett aus Kostengründen direkt auf den Stoff unterhalb des Ausschnitts drucken.

Crashkurs im Mülltrennen 

Warum Müll trennen? Österreichische Haushalte produzieren jährlich 1,5 Millionen Tonnen Restmüll. Wer die Umwelt schonen will, sollte Müll richtig trennen. Aber wo kommt was hin? Wenn der Pizzakarton durch Essensreste verschmutzt ist, gehört er in der Restmüll. So auch: Kassenbons, Fotos, Haare, Papiertaschentücher und Backpapier. Leichtverpackungen gehören in die gelbe Tonne. Seit 2023 ist in Österreich nämlich die Sammlung mit der von Kunststoffverpackungen vereinheitlicht. Ab 2025 ist dann die gemeinsame Sammlung gemeinsam mit Metallverpackungen verpflichtend. Auch Plastikflaschen, Joghurtbecher und Schalen für Obst und Gemüse gehören in die gelbe Tonne. Ebenfalls wichtig: Glas ist nicht gleich Glas. Je nach Art gibt es unterschiedliche chemische Zusammensetzung. Wenn Glasarten vermischt werden, kann es zu Problemen beim Recycling kommen. Parfumflaschen; Wein-, Essig-, Öl- und Saftflaschen; Einweg-Gewürzmühlen aus Glas und Medizinflaschen gehören in die Altglasssammlung. Glühbirnen, Glasgeschirr und Spiegel in den Restmüll.

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