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	<title type="text">UNIpress</title>
	<subtitle type="text">Das offizielle Magazin der ÖH Innsbruck</subtitle>

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		<author>
			<name>Antonio Dordic</name>
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		<title type="html"><![CDATA[Innsbruck: Wie Moral und die Line auf dem Klo zusammenpassen]]></title>
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		<updated>2026-03-31T10:20:51Z</updated>
		<published>2026-03-31T10:20:51Z</published>
		<category scheme="https://www.unipress.at/" term="Gesellschaft" />
		<summary type="html"><![CDATA[<p>Während der Alkoholkonsum sinkt, steigt der Drogengebrauch. Wie Innsbruck gelernt hat, die Drogen zu akzeptieren. Innsbruck ist jung, schnell und selbstbewusst. Eine Stadt, die Leistung, Freiheit und Lebensqualität gleichermaßen verkauft&#8230;</p>
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					<content type="html" xml:base="https://www.unipress.at/gesellschaft/innsbruck-wie-moral-und-die-line-auf-dem-klo-zusammenpassen/"><![CDATA[<div class="subtitle_up"><i><span style="font-weight: 400;">Während der Alkoholkonsum sinkt, steigt der Drogengebrauch. Wie Innsbruck gelernt hat, die Drogen zu akzeptieren.</span></i></div>
<p><span id="more-22145"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Innsbruck ist jung, schnell und selbstbewusst. Eine Stadt, die Leistung, Freiheit und Lebensqualität gleichermaßen verkauft und dabei still eine neue Normalität etabliert hat.</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;">Der Konsum illegaler Substanzen nimmt stetig zu, das berichtet der ORF. Besonders beim Kokain liegt Innsbruck österreichweit ganz weit oben, direkt hinter Wien und Kufstein, den stärksten Konsumenten. Diese Daten stammen aus Abwasseranalysen. Die Reaktionen auf solche Ergebnisse bleiben verhalten.Während andere Themen heiß diskutiert werden, herrscht beim übermäßigen Drogenkonsum Stille.</span></p>
<h3>Auf der Suche in den Bögen</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">In einem Nachtclub in den Bögen begebe ich mich auf die Suche nach Clubbesucher:innen, mit denen ich über den steigenden Drogenkonsum sprechen kann. Auf der Toilette spricht mich dann ein junger Mann an „Brauchst‘ was?“ Meine Standardantwort wäre „Nein danke“, doch ich frage, was er denn hätte. „Cola, Ecken, Ketsch.“ (Kokain, Ecstasy, Ketamin)</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich frage ihn, wie alt er ist. Die Frage gefällt ihm gar nicht und er verschwindet aus dem Klo. Nochmal sehe ich ihn in dieser Nacht nicht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Von den Toiletten verschlägt es mich vor den Club, in den Raucherbereich. Dort komme ich mit einer Besucherin des Clubs (21) ins Gespräch, nachdem sie mich nach einer Zigarette fragt. Sie erzählt mir, dass sie lieber Kokain als Alkohol konsumiert, um am nächsten Tag nicht verkatert im Bett zu liegen. Ein anderer (27) spricht davon, dass der Rave ohne die richtigen Drogen einfach nicht dasselbe sei. In der Menge zu stehen und „drauf“ zu sein, sei für ihn ein unbeschreiblich schönes Gefühl. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Von einem „Problem“ ist nie die Rede. Niemand sieht seinen Konsum als problematisch an. Dabei wird der extreme Suchtfaktor von Drogen – sowie die finanzielle Unterstützung von Bandenkriminalität – völlig außen vor gelassen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein lokaler DJ (25), der schon unzählige Sets in den Bögen spielte, berichtet mir, dass die „Clans in den Bögen“, wie er sie nennt, immer jüngere Menschen zum Verkauf von Drogen anstellen würden, da diese noch nicht strafmündig seien und aufgrund ihres Unwissens und Alters weniger Ansprüche sowie Anteile erhalten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Konsum ist beiläufig und wird mit banalen Gründen relativiert. In der Szene ist das Angebot selbstverständlich geworden und keiner fragt sich, woher das gesamte Produkt stammt.</span></p>
<h3>&#8220;Vom Bier zur Chemie&#8221;</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Der klassische Alkoholrausch verliert an Bedeutung. Das zeigen Zahlen aus dem österreichischen Drogenbericht deutlich. Besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist der Alkoholkonsum rückläufig.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Doch was auf den ersten Blick nach gesellschaftlichem Fortschritt aussieht, ist in Wahrheit eine Verlagerung. An die Stelle des Alkohols treten synthetische Substanzen, Kokain, MDMA und Ketamin. Der Konsum wird diskreter. Der Rausch dient der „besseren Stimmung“. Was viele jedoch nicht begreifen, ist, dass der wiederholte Konsum auf lange Frist zu einer Sucht führen kann. Es fängt damit an, dass man ohne die Droge beim Ausgehen keinen Spaß mehr hat, und führt dazu, dass man vor der Vorlesung eine Line am Uni-Klo zieht.</span></p>
<h3>Der Rausch als Statement</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Innsbrucker Szene nimmt sich selbst ernst. DJs, Musiker:innen, Künstler:innen, Sportler:innen, sie alle folgen denselben Idealen: Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. In Innsbruck gilt der Drogenkonsum oft nicht als Risiko, sondern als Ausdruck von Freiheit. Es gehört zum Lifestyle und zur Identität. Ganz besonders in der Drum-and-Bass Szene wird das sichtbar. Der Konsum ist ein integraler Bestandteil der Musikszene und der Clubs. Die Musik ist wie ein Katalysator. Ob in Clubs, auf Raves oder Festivals – die kulturelle Szene prägt die Wahrnehmung des Rausches. In Texten, Symbolen und Haltungen wird der Konsum nicht selten romantisiert: als Mittel zur Selbstfindung, zur Verbindung, zur Flucht. Viele der Szene-Ikonen leben offen mit Drogen und sehen dies auch nicht als Problem an, sondern als Teil ihrer „künstlerischen Identität“.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">So entsteht ein stiller Konsens: Drogen sind kein Problem, sondern Teil eines Lifestyles.</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;">Ein ästhetischer, kontrollierter Rausch, den man sich leisten kann – intellektuell, sozial, finanziell. Viele wissen, dass Polizei und Kontrollen im Nachtleben präsent sind. Viele wissen auch, dass schon ein kleines Geständnis rechtliche Konsequenzen haben kann. Das erzeugt ein Klima der Vorsicht; das Schweigen wird kaum gebrochen. Ein Gespräch mit größeren DJs der Szene oder Clubbesitzern erweist sich als unmöglich. Niemand ist bereit, darüber zu sprechen.</span></p>
<h3>Die harte Realität</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Das weiße Pulver auf Innsbrucks Toiletten hat einen Ursprung, der weit entfernt scheint:</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;">In Südamerika auf Plantagen in Kolumbien, Bolivien oder Peru. Von dort gelangt es über Schmuggelrouten, kontrolliert von Kartellen, nach Europa. Mit jedem Gramm, das hier konsumiert wird, finanziert sich ein System aus Gewalt, Ausbeutung und Tod.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Doch dieser Zusammenhang ist in der Innsbrucker Gesellschaft kaum präsent.</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;">Man trennt das Produkt vom Ursprung, den Konsum von der Konsequenz. Auffällig ist dabei der Widerspruch. Große Teile der Stadtgesellschaft engagieren sich sichtbar für Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Frieden. Sie gehen auf Demos, setzen sich ein und ignorieren gleichzeitig, dass der in Nachtclubs normalisierte Konsum ebenso für Ausbeutung und Leid steht. Wünschenswert ist eine Demo, die genau das Drogenproblem anspricht.  Die Herkunft ist bekannt, die Folgen sind dokumentiert. Das Problem wäre theoretisch leicht zu lösen: </span><b>nicht konsumieren.</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Man redet lieber über Missstände, die weit weg sind, als über jene, die im eigenen Nachtleben beginnen. Innsbruck will sich nicht als Teil eines Systems sehen, das man kritisiert.</span><br style="font-weight: 400;" /><br style="font-weight: 400;" /></p>
<p>&nbsp;</p>
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			<name>Daniela Filipovic</name>
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		<title type="html"><![CDATA[Eine Stadt im Wandel: Innsbruck in den 1920ern]]></title>
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		<updated>2026-03-26T13:17:30Z</updated>
		<published>2026-03-26T13:17:30Z</published>
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		<summary type="html"><![CDATA[<p>Ein Jahrzehnt zwischen Armut, Inflation und Aufbruch. Leben in den goldenen Zwanzigern: Allein der Gedanke daran füllt meine Kopf mit Bildern aus „The Great Gatsby“: Frauen in schillernden Cocktailkleidern, mit&#8230;</p>
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					<content type="html" xml:base="https://www.unipress.at/gesellschaft/eine-stadt-im-wandel-innsbruck-in-den-1920ern/"><![CDATA[<div class="subtitle_up"><i><span style="font-weight: 400;">Ein Jahrzehnt zwischen Armut, Inflation und Aufbruch.</span></i></div>
<p><span id="more-22133"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Leben in den goldenen Zwanzigern: Allein der Gedanke daran füllt meine Kopf mit Bildern aus „The Great Gatsby“: Frauen in schillernden Cocktailkleidern, mit dem Fuß wippend zu Swing und hinten an der Bar steht Leonardo DiCaprio mit seinem Martini. Okay, offensichtlich hänge ich fest in Hollywood – doch vielleicht ist ja etwas Glitzer auch im Innsbruck der 1920er Jahre zu finden. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Start in dieses Jahrzehnt war in Innsbruck alles andere als glamourös: Der Erste Weltkrieg war gerade vorbei, und seine Folgen prägten das Leben der Menschen nachhaltig. Mangelwirtschaft und eine beginnende Inflation erschwerten den Alltag: Lebensmittel und Wohnraum waren knapp und der Schwarzmarkt erblühte geradezu. Die Innsbrucker Nachrichten berichteten von einer „panikartigen Wohnungsnot“. Als Übergangslösung wurden Notwohnungen errichtet, und sogar leerstehende Räume konnten beschlagnahmt und an Wohnungssuchende vergeben werden. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-22134 alignnone" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Bild-1_Maria-Theresienstrasse_Innsbruck_1890_1920_public-domain-scaled.jpg" alt="" width="380" height="285" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Bild-1_Maria-Theresienstrasse_Innsbruck_1890_1920_public-domain-scaled.jpg 2560w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Bild-1_Maria-Theresienstrasse_Innsbruck_1890_1920_public-domain-300x225.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Bild-1_Maria-Theresienstrasse_Innsbruck_1890_1920_public-domain-1024x769.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Bild-1_Maria-Theresienstrasse_Innsbruck_1890_1920_public-domain-768x577.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Bild-1_Maria-Theresienstrasse_Innsbruck_1890_1920_public-domain-1536x1154.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Bild-1_Maria-Theresienstrasse_Innsbruck_1890_1920_public-domain-2048x1538.jpg 2048w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Bild-1_Maria-Theresienstrasse_Innsbruck_1890_1920_public-domain-1920x1442.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Bild-1_Maria-Theresienstrasse_Innsbruck_1890_1920_public-domain-1170x879.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Bild-1_Maria-Theresienstrasse_Innsbruck_1890_1920_public-domain-585x439.jpg 585w" sizes="(max-width: 380px) 100vw, 380px" /></span></p>
<div class="bildunterschrift">Blick durch die Maria-Theresien-Straße auf die Annasäule. (Quelle: gemeinfrei)</div>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Alltag zwischen Arbeitslosigkeit, Inflation und Wohnungsnot bildete einen Nährboden für nationalistische Strömungen. In Innsbruck organisierten sich diese Bewegungen zunehmend in Parteien und hielten öffentliche Versammlungen ab. Ein Beispiel liefert die Innsbrucker Zeitung vom 28. Jänner 1925:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">„Nationalsozialistische Partei. Der Bezirk Wilten veranstaltet heute eine öffentliche Versammlung im Gasthaus Speckbacher, Maximilianstraße 35, zu dem Thema: Arbeitslosigkeit und Teuerung, die österreichische Sanierungskrise.“ (</span><i><span style="font-weight: 400;">Innsbruck informiert</span></i><span style="font-weight: 400;">, Innsbruck vor 100 Jahren, 16. November 2025).  </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Was 1921 noch als kleine Partei mit nur 2,8 Prozent der Stimmen begann, wuchs über die Jahre. Bis zur Wahl 1929 kandidierten bereits drei von acht Listen aus dem nationalen Lager. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-22135 alignleft" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Bild-3_Seilergasse_Insnbruck_1890_1920_public-domain-scaled.jpg" alt="" width="236" height="305" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Bild-3_Seilergasse_Insnbruck_1890_1920_public-domain-scaled.jpg 1979w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Bild-3_Seilergasse_Insnbruck_1890_1920_public-domain-232x300.jpg 232w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Bild-3_Seilergasse_Insnbruck_1890_1920_public-domain-792x1024.jpg 792w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Bild-3_Seilergasse_Insnbruck_1890_1920_public-domain-768x993.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Bild-3_Seilergasse_Insnbruck_1890_1920_public-domain-1188x1536.jpg 1188w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Bild-3_Seilergasse_Insnbruck_1890_1920_public-domain-1584x2048.jpg 1584w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Bild-3_Seilergasse_Insnbruck_1890_1920_public-domain-1920x2483.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Bild-3_Seilergasse_Insnbruck_1890_1920_public-domain-1170x1513.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Bild-3_Seilergasse_Insnbruck_1890_1920_public-domain-585x757.jpg 585w" sizes="(max-width: 236px) 100vw, 236px" />Parallel dazu entwickelte sich Mitte der 1920er Jahre der Fremdenverkehr in Innsbruck rasant. Vor allem im Sommer zog die Stadt viele Besucher in die Berge, während der Wintertourismus erst in den 1930er Jahren richtig entstand.</span> <span style="font-weight: 400;">Dabei legten die Innsbrucker:innen durchaus Wert auf ein präsentables Aussehen der Stadt, wie die Innsbrucker Nachrichten vom 17. Juli 1925 berichteten: </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">„In der Altstadt und auch noch anderwärts werden größere und kleinere Herstellungsarbeiten an den Häusern, am Straßenkörper und an den Geleiseanlagen der Straßenbahn durchgeführt. Gerüste, Schotter- und Sandhaufen, Kessel und sonstiges Gerät verstellen die Gehsteige, und man kann von Glück reden, wenn man ungefährdet durch die verschiedenen Hindernisse kommt.“ (Innsbruck informiert, Innsbruck vor 100 Jahren, 16. November 2025). </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Für den aufkeimenden Tourismus wurde 1925 der Innsbrucker Flughafen eröffnet, sodass man bald bequem von Innsbruck nach München fliegen konnte. Ebenfalls 1925 berichteten die Innsbrucker Nachrichten über das erste Auto für Bürgermeister Anton Eder: Ein 60-PS-Daimler sollte fortan für Repräsentationszwecke zur Verfügung stehen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die 1920er Jahre in Innsbruck waren ein Jahrzehnt zwischen Armut und Aufbruch – und voller Gegensätze. Und bestimmt wird es auch das ein oder andere Swing-Lokal gegeben haben, in dem Drinks geschlürft und das Tanzbein geschwungen wurden – nur sicher ohne Leonardo an der Bar.  </span></p>
<p><br style="font-weight: 400;" /><br style="font-weight: 400;" /></p>
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		<author>
			<name>Jonas Krabichler</name>
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		<title type="html"><![CDATA[Untauglich für die Zukunft: Wohin steuert Österreichs Wehrdienst?]]></title>
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		<id>https://www.unipress.at/?p=22130</id>
		<updated>2026-03-19T12:02:37Z</updated>
		<published>2026-03-19T12:02:37Z</published>
		<category scheme="https://www.unipress.at/" term="Gesellschaft" />
		<summary type="html"><![CDATA[<p>Der österreichische Wehr- und Zivildienst wird regelmäßig diskutiert, die aktuellen Reformpläne der Bundesregierung Stocker sehen eine Verlängerung der Dienstpflicht vor. Doch statt nur über eine Verlängerung, Verringerung oder Abschaffung zu&#8230;</p>
<p>The post <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at/gesellschaft/untauglich-fuer-die-zukunft-wohin-steuert-oesterreichs-wehrdienst/">Untauglich für die Zukunft: Wohin steuert Österreichs Wehrdienst?</a> appeared first on <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at">UNIpress</a>.</p>
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					<content type="html" xml:base="https://www.unipress.at/gesellschaft/untauglich-fuer-die-zukunft-wohin-steuert-oesterreichs-wehrdienst/"><![CDATA[<div class="subtitle_up">Der österreichische Wehr- und Zivildienst wird regelmäßig diskutiert, die aktuellen Reformpläne der Bundesregierung Stocker sehen eine Verlängerung der Dienstpflicht vor. Doch statt nur über eine Verlängerung, Verringerung oder Abschaffung zu reden, soll eine andere Frage im Mittelpunkt stehen: Wie kann das System moderner und fairer gestaltet werden?<span id="more-22130"></span></div>
<p>Sechs Monate Bundesheer oder neun Monate Zivildienst – für junge Österreicher ist diese Entscheidung Normalität. Doch die Bundesregierung plant nun eine umfassende Reform: Der Dienst soll deutlich verlängert werden. Während Befürworter von einer dringend nötigen Verteidigungsfähigkeit und der Entlastung des Gesundheitssystems sprechen, warnen Kritiker vor „Zwangsarbeit“ zum Hungerlohn. Zeit für einen Blick auf die Fakten – und die Frage: Wäre eine Dienstpflicht für alle nicht ohnehin die fairste Lösung?</p>
<h3><b>Von der Musterung zur Abrüstung </b></h3>
<p>Österreich ist einer der wenigen europäischen Staaten, der noch auf eine aktive Wehrpflicht setzt. Das betrifft alle männlichen Staatsbürger: Mit 17 Jahren flattert die Einladung zur Musterung ins Haus. Jeder muss hingehen, egal ob man will oder nicht. Nach zwei intensiven Tagen bei der Stellungskommission, vollgepackt mit physischen und psychischen Tests, steht das Ergebnis fest. Die Einstufungen reichen von „voll tauglich“ (selbst eine spätere Karriere als Kampfpilot wäre denkbar) bis hin zu „untauglich“. Laut Statistik Austria betrifft Letzteres etwa 17 Prozent der jungen Männer.</p>
<p>Die restlichen 83 Prozent müssen sich nach der Musterung entscheiden: Grundwehrdienst (Präsenzdienst) oder Zivildienst? Einer der beiden Dienste muss zwischen dem 18. und 35. Lebensjahr geleistet werden. Wer sich für das Bundesheer entscheidet, dient sechs Monate. Nach acht Wochen Basisausbildung geht es in die jeweiligen, ausgesuchten Funktionen – ob als Soldat, Pionier, Koch, Kraftfahrer, Sanitäter oder Cybergrundwehrdiener. Wer danach noch bleiben möchte, kann sich für drei weitere Monate verpflichten und erhält dafür ein ansehnliches Gehalt von 3.750 Euro pro Monat. Das ist deutlich mehr als die reguläre Grundvergütung von 605,58 Euro (plus Zulagen). Auch der Beitritt zur Miliz ist eine Option: Hier geht man primär seinem zivilen Beruf nach, rückt aber für Übungen oder im Ernstfall ein.</p>
<p>Das Gegenmodell dazu ist der Zivildienst. Wichtig dabei: Man muss aktiv eine Zivildiensterklärung abgeben, sonst wird man automatisch dem Militär zugeteilt. Rund 45 Prozent der Tauglichen entscheiden sich für diese neunmonatige Alternative. Die Einsatzbereiche sind extrem vielfältig: Etwa 40 Prozent sind im Rettungsdienst tätig, 26 Prozent in der Sozial- und Behindertenhilfe und 11 Prozent in der Altenbetreuung. Auch Spitäler, Kindergärten, Katastrophenschutz oder sogar die Bergrettung sind mögliche Stationen. Finanziell gibt es das gleiche Grundgehalt wie beim Heer. Da Zivildiener aber oft auswärts essen müssen (etwa im Rettungswagen), können sie sich für ein Verpflegungsgeld entscheiden. Damit kommen sie so auf etwa 900 bis 1.000 Euro im Monat.</p>
<p>Am Ende des Dienstes, auch beim Militär, findet die Abrüstung statt – man bekommt eine Bestätigung der Ableistung des Dienstes, gibt seine Kleidung und Ausrüstung zurück und kann nun dem restlichen Leben nachgehen.</p>
<h3><b>Die geplante Reform 2026</b></h3>
<p>Dieses System existiert in seinen Grundzügen bereits seit Jahrzehnten. Die aktuelle Bundesregierung Stocker, bestehend aus ÖVP, SPÖ und NEOS, sieht hier jedoch Reformbedarf. Nachdem eine Kommission an verschiedenen Modellen gearbeitet hat, wurde im Januar 2026 das Ergebnis präsentiert: Das bevorzugte Modell „Österreich plus“ sieht vor, den Präsenzdienst auf acht Monate plus verpflichtende Milizübungen (circa zwei Monate) aufzustocken und den Zivildienst auf zwölf Monate zu verlängern.</p>
<p>Die Begründung der Regierung: Das Bundesheer sei im aktuellen Zustand nicht adäquat verteidigungsfähig – ein großes Problem angesichts der angespannten globalen Sicherheitslage. Mehr Zeit beim Heer soll also die Verteidigungsfähigkeit der Republik stärken. Der längere Zivildienst wiederum soll unserem chronisch überlasteten und unterfinanzierten Gesundheitswesen zugutekommen. Bundeskanzler Stocker (ÖVP) möchte diesen Plan mittels einer Volksbefragung direktdemokratisch absegnen lassen – das Ergebnis ist für Parlament und Regierung jedoch rechtlich nicht bindend. Wann diese stattfinden soll, ist aktuell noch unklar.</p>
<h3><b>Was spricht für die Reform?</b></h3>
<p>Befürworter der Reform verweisen auf ein Heer, das aktuell kaum verteidigungsfähig ist – eine Einschätzung, die auch die Regierung teilt und mit dem „Aufbauplan 2032+“ beheben möchte. In einer Zeit globaler Krisen sei eine funktionierende Landesverteidigung schlichtweg essenziell. Aber moderne Ausrüstung bringt wenig, wenn das Personal fehlt oder niemand weiß, wie man das Material bedient. Im aktuellen System verlassen viele junge Männer das Militär genau dann, wenn sie nach der Ausbildung eigentlich erst richtig effektiv für die Landesverteidigung eingesetzt werden könnten. Ein längerer Dienst plus Milizübungen würde diesen Personalengpass spürbar lindern.</p>
<p>Eine Verlängerung beim Heer würde Hand in Hand mit einem längeren Zivildienst gehen. Zivildiener sind mittlerweile eine unverzichtbare Säule unseres Gesundheitssystems. Sie stellen extrem günstige Arbeitskräfte dar (ca. 1.000 Euro bei Vollzeit) und entlasten das Budget der Gesundheitsinstitutionen massiv. Da unser Staatshaushalt ohnehin mit explodierenden Kosten kämpft, kämen mehr geleistete Stunden der Zivildiener der Finanzlage sehr zugute.</p>
<p>Außerdem wird mit dem persönlichen Mehrwert für die jungen Männer argumentiert. Ob LKW-Führerschein beim Heer oder die Ausbildung zum Rettungssanitäter beim Zivildienst – man nimmt durchaus praktische Fähigkeiten fürs Leben mit. Die Regierung plant zudem, den längeren Zivildienst mit weiteren nützlichen Zusatzausbildungen aufzuwerten.</p>
<h3><b>Hungerlohn und Zwangsarbeit?</b></h3>
<p>Kritiker sehen diese Pläne jedoch äußerst skeptisch und verweisen auf die gewaltigen Baustellen des aktuellen Systems. Trotz Zusatzleistungen wie einem gratis Klimaticket oder der Rezeptgebührenbefreiung fällt die Bezahlung dennoch extrem niedrig aus. Ein Zivildiener, der Vollzeit in einer Sozialinstitution arbeitet (ca. 170 Stunden) und 1.000 Euro überwiesen bekommt, arbeitet eine Stunde für 5,88 Euro. Der formale Trick dabei: Es handelt sich rechtlich nicht um einen „Lohn“, sondern um eine „Entschädigung“ – so fallen keine Abgaben oder Steuern an. Dennoch sehen Kritiker hier eine Ausbeutung junger Männer, die das eigene Leben stark beeinträchtigt. Gerade Lehrlinge, die bereits ein eigenes Einkommen haben, sehen sich plötzlich mit einem Bruchteil ihres vorigen monatlichen Budgets konfrontiert.</p>
<p>Auch der oft raue Umgangston steht in der Kritik. Der tragische Hitzetod eines Grundwehrdieners bei einem Marsch im Jahr 2017, der trotz Flehens ignoriert und angeschrien wurde, ist zwar kein alltägliches Ereignis, zeigt aber ein tieferliegendes Problem auf: Oft werden die jungen Männer wenig respektiert und vielmehr als „Staatseigentum“ betrachtet, über dessen Einsatz einfach nach Lust und Laune verfügt wird.</p>
<p>Für Reformgegner sind all das starke Argumente, die eigentlich eine Abschaffung des Systems rechtfertigen würden. Eine Verlängerung würde diese Missstände nur noch ausdehnen – und dazu führen, dass taugliche Männer gegenüber Frauen und Untauglichen noch mehr Lebenszeit einbüßen. Auch der Pazifismus spielt eine Rolle: Ein signifikanter Teil der Jugend ist nicht bereit, im Ernstfall das eigene Leben für Österreich zu riskieren. Eine Ausweitung der Wehrpflicht würde die Republik nur weiter auf einen möglichen Krieg vorbereiten, was dem Weltbild vieler widerspricht.</p>
<h3><b>Ein alternatives Modell</b></h3>
<p>Es gibt auf beiden Seiten berechtigte Argumente. Das eigentliche Problem der geplanten Reform ist jedoch, dass sie das aktuelle System lediglich fortführt, anstatt grundlegende und notwendige Änderungen vorzunehmen. Dabei ist der Grundgedanke des Dienstes für Österreich durchaus von Vorteil. Eine wehrhafte Landesverteidigung ist für uns als neutraler Staat in der aktuellen geopolitischen Lage beinahe unumgänglich. Und ohne den Zivildienst müssten wir den Gesundheitssektor noch massiver über Steuern finanzieren. Die Ersparnisse, die durch die Arbeit der Zivildiener entstehen, kommen letztlich der Allgemeinheit zugute und entlasten den Staatshaushalt.</p>
<p>Die Zeit beim Heer oder Zivildienst ist für viele prägend – für mich persönlich war es das ebenfalls. Ich und viele andere sahen uns plötzlich mit einer neuen Realität konfrontiert, in der echte Verantwortung von uns erwartet wurde. Für mich, der zuvor nur die Schule besucht hatte, war dieser Zwang, die eigene Komfortzone zu verlassen, eine extrem wertvolle Erfahrung. Gerade im Sozialbereich sammelt man Lebenserfahrung, die einen als Menschen bereichert. Natürlich ist nicht alles perfekt, und der mangelnde Respekt ist oft spürbar. Eine echte Reform müsste daher zwingend dafür sorgen, dass diese Arbeit aufrichtige Anerkennung findet und man nicht nur eine Nummer im System ist.</p>
<p>Ein Punkt, der im öffentlichen Diskurs vernachlässigt wird, bleibt aber die Fairness: Das System betrifft aktuell nur Männer. Wer echte Gleichberechtigung fordert, muss neben gleichen Rechten auch gleiche Pflichten akzeptieren. Wenn <i>alle</i> einen Dienst leisten würden, wäre das ein wichtiger Schritt in Richtung echter Gleichheit. Mehr Frauen im Bundesheer würden männerdominierte Strukturen aufbrechen, und unser überlastetes Sozialsystem bekäme die dringend benötigte personelle Verstärkung, die angesichts der alternden Gesellschaft bald unverzichtbar sein wird – schließlich will jeder später eine brauchbare Pension beziehen. Unser Gesundheitssystem wird schon zu einem signifikanten Teil durch die wichtige Arbeit von Frauen getragen, doch eine Mithilfe der Gesamtbevölkerung würde der Finanzierung des Systems dennoch zugutekommen.</p>
<h3><b>Der Blick nach Norden</b></h3>
<p>Wer nach Dänemark, Schweden oder Norwegen schaut, sieht, dass eine Pflicht für alle absolut machbar ist und dass sie sich bestens mit einer modernen, gleichberechtigten Gesellschaft verträgt . Norwegen gilt hierfür als Paradebeispiel. Seit 2015 können auch Frauen zum Militärdienst verpflichtet werden, im Gegensatz zu Österreich muss jedoch nicht jede/r Taugliche/r den Dienst antreten: Nach einer Selektion werden von den jährlich 60.000 bis 70.0000 gemusterten Personen etwa 10.000 bis 15.000 eingezogen, der Rest fungiert als Reserve. Die Teilnahme an der Musterung sowie die Rolle als Reservist/in ist jedoch verpflichtend.</p>
<p>Seit der Rekrutierung von Frauen verzeichneten die norwegischen Streitkräfte eine deutlich höhere Motivation, den Dienst anzutreten – sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Männliche Soldaten sehen ihre weiblichen Kameradinnen als geschätzte Soldatinnen, die die gleiche Ausbildung erlangt haben und in der gleichen Kaserne hausen. Das norwegische Militär konnte auch eine Steigerung der Qualität verzeichnen: Schließlich bringen Frauen wertvolle Eigenschaften und Skills mit, die unter der männlichen Bevölkerung seltener vorkommen. So konnte das norwegische Militär durch die Kombination der besten Eigenschaften der Gesamtbevölkerung (statt nur einer Hälfte) ein motivierteres, vielfältigeres und leistungsfähigeres Heer schaffen, bei dem ein regelrechter Wettkampf besteht, den Dienst ausüben zu dürfen.</p>
<p>All dies berichtete der norwegische Verteidigungsminister Tore O. Sandvik 2025 in einer Pressekonferenz anlässlich des zehnjährigen Bestehens der geschlechtsneutralen Wehrpflicht. Die norwegische Politik sieht dies ähnlich und befürwortet ihr System größtenteils. Nennenswerte Abschaffungs- oder Änderungsversuche gab es seit der Einführung keine. Auch die norwegische Bevölkerung unterstützt ihr System: Bereits vor der Einführung gaben 60 Prozent der Norweger/innen an, eine Pflicht für alle zu befürworten. Interessanterweise zeigten auch Jüngere sowie Frauen eine hohe Zustimmung.</p>
<p>Heute sind etwa 33 Prozent der eingezogenen wehrpflichtigen Personen in Norwegen Frauen, was zeigt, dass die Motivation besteht. Denn auch in Norwegen lässt sich der Wehrdienst abseits der Waffe ausüben, was viele Frauen ausnutzen. In Österreich kommt auch der Fakt hinzu, dass der Zivildienst als Alternative besteht. Damit kann der eigene Einsatz noch passender gewählt werden als in Norwegen, was ein Vorteil unseres Systems ist.</p>
<h3><b>Gleichheit als Voraussetzung</b></h3>
<p>Die Gleichheit ist ein zentraler Unterschied zwischen uns und Skandinavien: Dort ist die allgemeine Geschlechtergleichheit höher, was einen Dienstverpflichtung für alle nach dem Modell „Gleiche Rechte, gleiche Pflichten“ ermöglicht. In Österreich besteht hingegen noch ein größeres Ausmaß an Ungerechtigkeit, zum Beispiel bei Gehältern. Das aktuelle System in Österreich fungiert als Gegenspieler zur sonstigen gesamtgesellschaftlichen Ungleichheit, indem es alle Männer zu einem Dienst (oder zumindest zur Musterung) verpflichtet, während dies für Frauen freiwillig ist. Doch hier wird Ungerechtigkeit mit noch mehr Ungerechtigkeit bekämpft.</p>
<p>Die geplante Reform der Bundesregierung verstärkt dies bloß, anstelle das Problem der Ungerechtigkeit wirklich zu beseitigen. Wie so oft bleibt Österreich damit in der eigenen Komfortzone, statt sich selbst kritisch zu betrachten und die eigene Vorgehensweise zu überdenken. Eine zukunftsorientierte Reform muss geschlechterbasierte Ungleichheit anpacken, was den Weg zu einem Dienst für alle ebnet. Denn genau dieser Dienst ist für eine effektive Landesverteidigung sowie für ein Gesundheitssystem, das der Herausforderung der Überalterung gewappnet ist, unumgänglich.</p>
<p>Solch eine umfassende Reform kann selbstverständlich nicht von heute auf morgen umgesetzt werden. Doch die Pläne der Bundesregierung sehen nicht einmal die Möglichkeit einer Verpflichtung für alle vor. Hier könnte ein rechtlicher Mechanismus geschaffen werden, der dies ab einem gewissen Fortschritt in puncto Gleichberechtigung ermöglicht. Dies könnte auch stufenweise geschehen. Die aktuelle Dienstdauer könnte im Rahmen einer Reform für Frauen gelten, während die Verlängerung für Frauen zu einem späteren Zeitpunkt, mit mehr Gerechtigkeit, vollzogen wird.</p>
<h3><b>Die Zukunft des Wehrdienstes</b></h3>
<p>Wann über die Reform abgestimmt werden soll, ist noch nicht abschließend geklärt. Aktuelle Umfragen sehen die Pläne der Regierung im Plus – vor allem die ältere Generation befürwortet sie, aber auch in der Gruppe der 16- bis 29-Jährigen gibt es eine Mehrheit. Marktforscher betonen jedoch: Würde man nur die 16- und 17-Jährigen befragen, die der Dienst bald direkt betreffen wird, gäbe es wohl eine deutliche Ablehnung.</p>
<p>Fest steht: Angesichts der Lage des Bundesheeres und unseres Sozialsystems müssen wir handeln. Die Regierung verpasst es jedoch, die grundlegenden Systemfehler zu beheben, und verlängert stattdessen nur den Status quo. Ein Dienst für <i>alle</i>, gepaart mit echtem Respekt für die geleistete Arbeit, würde Österreichs in die Jahre gekommenes System endlich an unsere modernen Herausforderungen anpassen – und uns auf eine Stufe mit den nordischen Vorzeigestaaten heben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at/gesellschaft/untauglich-fuer-die-zukunft-wohin-steuert-oesterreichs-wehrdienst/">Untauglich für die Zukunft: Wohin steuert Österreichs Wehrdienst?</a> appeared first on <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at">UNIpress</a>.</p>
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		<author>
			<name>Johanna Korell</name>
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		<title type="html"><![CDATA[15 Low-Budget-Ideen für deinen Frühling in Innsbruck]]></title>
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		<updated>2026-03-15T21:07:01Z</updated>
		<published>2026-03-15T21:07:01Z</published>
		<category scheme="https://www.unipress.at/" term="Gesellschaft" />
		<summary type="html"><![CDATA[<p>Es wird Zeit für Live-Laugh-Love! Von Kulturabenden bis Frühlingsmarkt – hier sind 15 Tipps, wie du die ersten sonnigen Tage in Innsbruck verbringen kannst. Die ersten Sonnenstrahlen, blauer Himmel, 17&#8230;</p>
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					<content type="html" xml:base="https://www.unipress.at/gesellschaft/15-low-budget-ideen-fuer-deinen-fruehling-in-innsbruck/"><![CDATA[<div class="subtitle_up">Es wird Zeit für Live-Laugh-Love! Von Kulturabenden bis Frühlingsmarkt – hier sind 15 Tipps, wie du die ersten sonnigen Tage in Innsbruck verbringen kannst.</div>
<p><span id="more-22122"></span></p>
<p>Die ersten Sonnenstrahlen, blauer Himmel, 17 Grad. Auf Social Media haben kürzlich viele geteilt, was wir uns alle denken: Tschüss Winterblues, Sommer wir kommen! Das gute Wetter schreit danach, genutzt zu werden – aber was tun in Innsbruck, solange die Almen noch nicht offen haben?</p>
<ol>
<li aria-level="1"><b>Mittagspausen-Glow-up.</b> In der Pause raus. Sofort. Draußen chillen und Sonne tanken! Sei es im Hofgarten, Rapoldipark, Botanischen Garten oder am Innufer. Falls ihr das Klischee als Studierende leben wollt: Campuswiesen beim Ágnes-Heller-Haus oder bei der Sowi. Sonnenbrille auf, Lernunterlagen demonstrativ neben euch platzieren, effektiv aber maximal sieben Minuten hineinschauen.</li>
<li aria-level="1"><b>Spaziergang, aber mit Plot.</b> Innsbruck Tourismus hat verschiedene „<a href="https://www.innsbruck.info/sehenswuerdigkeiten/d/walks-to-explore.html">Walks to explore</a>“ für Innsbruck und die Region zusammengestellt. Dazu gibt es kostenlose Audio-Guides via App. Beim „Walk 2“ führt es euch von der Triumphpforte durch die Sillschlucht und beim „Walk 3“ könnt ihr den Habsburgern durch die Altstadt auf die Spur gehen. Einfach Walk auswählen und Wetter genießen!</li>
<li aria-level="1"><b>Urban Sketching ausprobieren.</b> Skizzenbuch schnappen, in die Maria-Theresien-Straße oder an den Inn setzen und einfach draufloszeichnen. Talent ist optional – Hauptsache, man schaut sich seine Umgebung bewusst an. Dazu ein Eis?</li>
<li aria-level="1"><b>Sich neu erfinden beim Trommeln. </b>Die Free Beat Company bietet kostenloses gemeinsames Trommeln für alle an. Getrommelt wird überall: In der Free Beat Zentrale in der Matthias-Schmid-Straße 10, aber auch auf verschiedenen öffentlichen Plätzen in der Stadt. In der Zentrale findet das gemeinsame Trommeln Montag bis Samstag jeweils um 20 Uhr statt – samstags zusätzlich auch um 17 Uhr.</li>
<li aria-level="1"><b>Treibhaus-Abende oder Theater statt Netflix.</b> Leider wird es abends immer noch früh dunkel und kalt, aber das lässt sich aushalten: Im <a href="https://treibhaus.at/programm">Treibhaus</a> warten spannende Konzerte am Abend. Ebenfalls gibt es immer ein Abendprogramm im Tiroler Landestheater. Aktuell wird „Schwanensee“, ein Tanzstück mit Musik von Pjotr I. Tschaikowski, und „Die Gerechten“, ein Schauspiel von Albert Camus, aufgeführt. Es gibt günstige U27-Tickets und manchmal auch Tickets um 10 Euro an der Abendkassa eine halbe Stunde vor Beginn.</li>
<li aria-level="1"><b>Literaturfrühling leben. </b>Die „<a href="https://igautorinnenautorentirol.at/woche-der-tiroler-literatur/">Woche der Tiroler Literatur</a>“ vom <b>16. März bis 22. März</b> <b>2026 </b>lädt zu Lesungen ein. Zum Semesterstart gibt es außerdem viele Open-Mics und Poetry-Slam-Veranstaltungen. Im <a href="https://literaturtirol.at/kalender">Literaturkalender</a> werden kreative Köpfe und Literaturbegeisterte fündig. Geheimtipp: Die „Offline-Ausgaben“ enthalten immer Insider-Veranstaltungen. Dafür am besten die Augen offen halten nach Broschüren in Bars und Cafés.</li>
<li aria-level="1"><b>Semester Opening. </b>Der Party-Klassiker zum Semesterstart findet auch diesen Frühling statt. Am Mittwoch, den <b>18. März 2026, </b>von 21 bis 4 Uhr im Congress Innsbruck geht’s auf den Dancefloor mit Karaoke Floor und einer gratis Fotobox. Tickets bekommt ihr <a href="https://www.eventim-light.com/at/a/611611c89b80760ede22825c/e/6992f754352c9522ce70639b?lang=en">hier</a>.</li>
<li aria-level="1"><b>Frühlingsmarkt mit Repair Café in Wilten</b>. Am <b>21. März 2026</b> von 14 bis 18 Uhr werden im Stadtteiltreff Wilten (Leopoldstraße 33a) ein buntes Buffet, Selbstgemachtes und Second-hand-Artikel angeboten, die zum Austausch und zur Begegnung einladen. Zudem könnt ihr selbst kreativ werden in der Häkel- und Upcyclingecke. Egal, ob kaputte Kaffeemaschine oder platte Fahrradreifen: Gemeinsam werden kostenlos eure Lieblingsstücke repariert. Unterstützung gibt es an der Nähmaschine, beim Fahrrad, in Sachen Elektronik und Wolle.</li>
<li aria-level="1"><b>Ostermarkt-Atmosphäre inhalieren.</b> Am Marktplatz findet vom <b>27. März bis 6. April 2026</b> von 11 bis 20 Uhr der Ostermarkt statt und lädt zum Bummeln, Entdecken und Genießen Tiroler Ostertraditionen ein.</li>
<li aria-level="1"><b>Umwelt- und Bewegungsfest am Marktplatz Innsbruck.</b> Am <b>11. April</b> <b>2026</b> gibt es von 10 bis 18 Uhr Live-Musik sowie Info- und Snackstände. Die Polizei präsentiert zum Beispiel die Initiative „SICHER am (E-)Bike“.</li>
<li aria-level="1"><b>Sommer-Vibe catchen bei Tropenausstellung.</b> Vom <b>5. März bis zum 16. April 2026</b> eröffnet im <a href="https://www.uibk.ac.at/de/botany/botanical-garden/news-und-veranstaltungen/la-gamba/">Botanischen Garten</a> die „Foto-Ausstellung 30 Jahre Tropenstation La Gamba in Costa Rica“. Öffnungszeiten: 13 bis 15:30 Uhr. Freier Eintritt!</li>
<li aria-level="1"><b>Lange Nacht der Forschung. </b>Am <b>24. April 2026 </b>kann man in Innsbruck von 17 bis 23 Uhr wieder an diversen Standorten Forschung hautnah erleben. Es gibt ein vielfältiges Programm mit Mitmach-Stationen, Experimenten und Vorträgen. Stände wird es unter anderem beim Hauptgebäude der Universität Innsbruck am Innrain, bei der Medizinischen Universität und beim CCB geben.</li>
<li aria-level="1"><b>Tag der offenen Tür in der Musikschule. </b>Um den Vögeln draußen Konkurrenz zu machen: Wie wär’s mit einem neuen Musikinstrument? Alle Musikinteressierten sind zum Tag der offenen Tür eingeladen, um Instrumente kennenzulernen und auszuprobieren. Er findet am Dienstag,<b> 28. April 2026</b> von 14 bis 18 Uhr in der Musikschule (Innrain 5) statt. Perfekt, wenn ihr schon immer wissen wolltet, ob Geige oder Hackbrett euer Ding sein könnte.</li>
<li aria-level="1"><b>Frühlingsluft schnuppern mit Hund. </b>Das Tierheim am Mentlberg freut sich immer über ehrenamtliche Unterstützung. Es gibt die Möglichkeit, auf den verschiedenen Tierstationen zu helfen und beim <a href="https://www.tierschutzverein-tirol.at/ehrenamtlich-mithelfen/gassigeh-programm/">Gassi-Programm</a> mitzumachen. Ihr könnt euch über das Online-Formular zu einer Gassi-Geh-Schulung anmelden, um zukünftig Spaziergänge mit einem Hund zu vereinbaren.</li>
<li aria-level="1"><b>Flohmärkte gehen immer.</b> Für neues WG-Interior oder einfach zum Stöbern im Freien bieten sich jeden</li>
</ol>
<ul>
<li><b>Samstag:</b> Flohmarkt am Tivoli (6 bis 12 Uhr)</li>
<li><b>Sonntag:</b> Greifmarkt beim Greifcenter (5:30 bis 13 Uhr)</li>
</ul>
<p>Falls du jetzt denkst: „Ja eh, klingt alles nett, aber ich bleib trotzdem lieber im Bett“ – fair. Der Winter war lang. Aber der Frühling in Innsbruck ist kurz. Vielleicht bist du zumindest bei einem dieser Punkte am Start. Wer weiß – vielleicht wird dieser Frühling dann ein bisschen mehr Live, ein bisschen mehr Laugh und überraschend viel Love.</p>
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		<author>
			<name>Katharina Stotter</name>
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		<title type="html"><![CDATA[Quo vadat: Eine Bildungsreform gegen eine Totgesagte?]]></title>
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		<id>https://www.unipress.at/?p=22089</id>
		<updated>2026-03-12T13:44:05Z</updated>
		<published>2026-03-12T13:44:05Z</published>
		<category scheme="https://www.unipress.at/" term="Politik" />
		<summary type="html"><![CDATA[<p>Es hätte nur der erste Schritt der erwarteten Bildungsreform werden sollen, die Bildungsminister Christoph Wiederkehr Anfang Februar angekündigt hat. Stattdessen hat die Aussicht auf Latein- bzw. Fremdsprachen-Stundenkürzung eine Grundsatzdebatte über&#8230;</p>
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					<content type="html" xml:base="https://www.unipress.at/politik/quo-vadat-eine-bildungsreform-gegen-eine-totgesagte/"><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Es hätte nur der erste Schritt der erwarteten Bildungsreform werden sollen, die Bildungsminister Christoph Wiederkehr Anfang Februar angekündigt hat. Stattdessen hat die Aussicht auf Latein- bzw. Fremdsprachen-Stundenkürzung eine Grundsatzdebatte über den Sinn und die Ziele von Bildung ausgelöst….</span></div>
<p><span id="more-22089"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Eigentlich könnte es ganz doch einfach sein, wenn die AHS-Oberstufe  vor dem Aufbruch in die Zukunft ihre Altlasten zurücklässt: Weg (natürlich nicht ganz) mit Latein oder der zweiten lebenden Fremdsprache, her mit KI und Demokratiebildung. Einmalig, einfach, effizient. Wenn es da nicht ein paar winzige Probleme gäbe… Aber davon lässt sich eine echte Reformregierung natürlich nicht aufhalten. Per aspera ad astra, richtig?</span></p>
<h3> Die Faktenlage</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Bildungsminister Christoph Wiederkehr hat für April 2026 die neuen AHS-Lehrpläne angekündigt: Lehrpläne, die auch KI und „Medien und Demokratiebildung“ enthalten sollen. Diese sollen aber nicht als fächerübergreifende Materien in bestehende Fächer integriert werden, sondern als eigene Gegenstände, für die vier Stunden Latein am Gymnasium beziehungsweise an den Realgymnasien zwei Stunden einer lebenden Fremdsprache gestrichen werden sollen. Schließlich könnten den Schüler:innen nicht immer mehr Fächer aufgebürdet werden. Wiederkehrs Betonung lag dabei klar auf dem toten Latein, nicht den quietschlebendigen Fremdsprachen – selbstverständlich kein pinker Populismus. Wo denken Sie hin?</span></p>
<h3>Alia iacta est?</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Blöd nur, dass ausgerechnet Latein eine sehr energische Fürsprache genießt. Sogar an vorderster Front knirscht es, spätestens seit der „Arbeitsverweigerung“ der Latein-Gruppe, die eben diese neuen Lehrpläne ausarbeiten sollte. Aber ausgerechnet die hat jetzt einstimmig hingeschmissen. Die Begründung: Der Zeitrahmen sei zu knapp und gefährde die europäische Vergleichbarkeit und die Reputation Österreichs als Bildungsstandort. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Um genau diesen geht es auch der Petition „Latein ist kein Luxus – es ist Bildung“, unterstützt mit bereits über 41.100 Stimmen, unter anderem von den Nobelpreisträger:innen Elfriede Jelinek und Anton Zeilinger sowie zahlreichen weiteren prominenten Persönlichkeiten aus der österreichischen Wissenschafts-, Kunst- und Kulturszene. Für sie leistet humanistische Bildung, bestehend wesentlich auch aus Latein- und Literaturunterricht, dessen Rückbau im selben Atemzug kritisiert wird, einen unverzichtbaren Beitrag zur Ausbildung mündiger, selbst denkender Staatsbürger:innen. Acht Stunden würden zur seriösen Aneignung schlicht nicht ausreichen. Wobei acht Stunden wohlgemerkt zum Beispiel  zwei Wochenstunden über vier Jahre Oberstufe bedeuten würden, nicht acht Wochenstunden.</span></p>
<h3>Non vitae sed scuolae discimus?</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">KI ist viel wichtiger als Fremdsprachen, übersetzen kann sie sie zum Beispiel längst. Demokratiebildung wird demokratiebewusste Bürger:innen heranbilden, und wer übersetzt schon Cicero im „echten Leben“?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Sicher? Vielleicht besteht zukunftssichere Bildung doch aus mehr als dem Vermitteln am Arbeitsmarkt direkt gefragter Kompetenzen. Vor diesem Hintergrund könnte auch etwas dran sein an dem, was zahlreichen Unterzeichner:innen der Petition zwischen den Zeilen orten: Eine grassiere Nützlichkeitsepidemie im Bildungssystem. </span>Dieser drohen übertragbare Fähigkeiten zum Opfer zu fallen, wie interkulturelles Verständnis, Wissen um historische und heute noch erschreckend ähnliche Propaganda, Jahrtausende alte, aber immer noch kaum anders klingende Vorurteile und zeitlose literarische Motive. <span style="font-weight: 400;">Ganz abgesehen davon, dass das Überbordwerfen von antikem Wissen historisch gesehen auch eher selten zu einer fortschrittlicheren Gesellschaft beigetragen hat. So war es schließlich das (bewusste) Vergessen der griechischen und römischen Literatur und damit verbundener Erkenntnisse, dass den wissenschaftlichen und kulturellen Verfall Europas am Übergang zum Mittelalter wesentlich ausgelöst hat. </span><span style="font-weight: 400;">Andererseits waren Jahrhunderte später Sophie Scholl und die „Weiße Rose“ in ihrem Weltbild und ihren Flugblätter stark von der Übersetzung antiker Quellen und dem daraus gezogenen humanistischen Weltbild geprägt. Wobei gerade dieses Beispiel zeigt, wie die Fähigkeit zum selbständigen Verständnis antiker Texte, in einer Zeit, in der sie gleichzeitig für Propaganda missbraucht wurden, essenziell war. Und es sind Momente der Geschichte wie diese, die hinter abstrakten Begriffen wie „geistige Grundlage Europas“ oder „humanistische Grundbildung“ stehen, und die uns auch in Zeiten weniger unmittelbar zivilisations- und menschlichkeitsgefährdender Bedrohungslagen in Europa innehalten lassen sollten, bevor wir reformieren.</span></p>
<h3>Ende offen</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Aber zurück in die Gegenwart, wo besagte Bildungsreform noch ganz am Anfang steht und Österreich damit ein bildungspolitisch turbulenter Frühling mit einigen Zukunftsentscheidungen erwartet. Frei nach dem Motto „Quo vadat?“ – „Wohin soll es gehen?“ Ach, und Totgesagte, die leben bekanntlich länger. </span></p>
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		<author>
			<name>Daniela Filipovic</name>
					</author>

		<title type="html"><![CDATA[Lernstress, aber bitte mit Matcha: Wo es den besten Matcha Latte in Innsbruck gibt]]></title>
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		<updated>2026-03-10T11:19:59Z</updated>
		<published>2026-03-10T11:19:59Z</published>
		<category scheme="https://www.unipress.at/" term="Lokal" />
		<summary type="html"><![CDATA[<p>Wenn Kaffee nur noch nervös macht, aber die Prüfung trotzdem näher rückt, muss eine Alternative her. Matcha Latte gilt als sanfter Wachmacher – doch wo in Innsbruck schmeckt er wirklich?&#8230;</p>
<p>The post <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at/lokal/lernstress-aber-bitte-mit-matcha-wo-es-den-besten-matcha-latte-in-innsbruck-gibt/">Lernstress, aber bitte mit Matcha: Wo es den besten Matcha Latte in Innsbruck gibt</a> appeared first on <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at">UNIpress</a>.</p>
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					<content type="html" xml:base="https://www.unipress.at/lokal/lernstress-aber-bitte-mit-matcha-wo-es-den-besten-matcha-latte-in-innsbruck-gibt/"><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Wenn Kaffee nur noch nervös macht, aber die Prüfung trotzdem näher rückt, muss eine Alternative her. Matcha Latte gilt als sanfter Wachmacher – doch wo in Innsbruck schmeckt er wirklich? Als selbstgekürte Matcha-Expertin habe ich Innsbrucks Cafés getestet und den besten Matcha-Spot gefunden. </span></div>
<p><span id="more-22111"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Matcha hat sich in den vergangenen Jahren von einem Nischenprodukt zu einem festen Bestandteil moderner Cafékultur entwickelt. Der fein gemahlene grüne Tee, ursprünglich aus Japan, steht heute für bewussten Genuss und eine gesunde Alternative zu klassischem Kaffee. Auch in Innsbruck ist der Trend deutlich spürbar: Immer mehr Cafés nehmen Matcha Latte – inklusive kreativster Matcha-Varianten – in ihre Karten auf und reagieren somit auf eine wachsende Nachfrage, unter anderem seitens der Studierenden. Nicht zuletzt, weil Matcha Konzentration ohne den typischen Koffein-Crash verspricht. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Doch wie gut ist der Matcha Latte in Innsbruck wirklich? Um das herauszufinden, habe ich in den vergangenen Wochen verschiedene Cafés in der Stadt besucht und ihre besten Matcha Lattes getestet. Dabei standen nicht nur Geschmack und Konsistenz im Fokus, sondern auch Faktoren wie Preis, Atmosphäre und Eignung als Lernort. Gerade in der Prüfungsphase spielt das schließlich zusätzlich zum Inhalt der Tasse eine Rolle. Nach mehreren Verkostungen und Vergleichen kristallisierten sich drei Cafés heraus, die mich besonders überzeugen konnten. Das sind die drei besten Matcha Latte-Spots in Innsbruck:</span></p>
<h3>Platz 3: hæpinest</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Das hæpinest ist vor allem eines: ein Top-Spot für Brunch, Kuchen und liebevoll zubereitete Getränke. Schon beim Eintreten fällt die gemütliche Einrichtung auf: Warme Farben, viel Holz und kleine Deko-Details schaffen eine gemütliche Atmosphäre, in der man sich gleich wie zu Hause fühlt. Der Fokus liegt hier klar auf Genuss und Verweilen, weniger auf „schnell rein, schnell raus“.</span></p>
<div id="attachment_22112" style="width: 278px" class="wp-caption alignleft"><img aria-describedby="caption-attachment-22112" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-22112" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/IMG_9839-removebg-preview.png" alt="" width="268" height="357" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/IMG_9839-removebg-preview.png 433w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/IMG_9839-removebg-preview-225x300.png 225w" sizes="(max-width: 268px) 100vw, 268px" /><p id="caption-attachment-22112" class="wp-caption-text">Bild: Privat</p></div>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch der Matcha überzeugt besonders durch die Zubereitung. Man merkt, dass hier mit Sorgfalt gearbeitet wird. Geschmacklich wirkt der Matcha rund, angenehm mild und ausgewogen. Ein schönes Extra ist die kleine  Latte Art in Herzform, die dem Getränk eine persönliche Note verleiht und die Liebe zum Detail unterstreicht. Serviert wird der Matcha in individuellen, ästhetischen Tassen, die jede Bestellung ein wenig besonders wirken lassen und perfekt zum Gesamtbild des Cafés pass</span><span style="font-weight: 400;">en. Abgerundet wird das Ganze durch den Preis: 4,80 € für einen Matcha finde ich für diese Qualität ausgesprochen günstig. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als klassischer Lernspot eignet sich das hæpinest allerdings nur bedingt. Durch seine Beliebtheit ist es häufig sehr gut besucht und füllt sich relativ schnell, wodurch es logischerweise lebhafter und lauter werden kann. Aufgrund der hohen Besucherzahl kann es zudem zu längeren Wartezeiten kommen. Wer es entspannter mag, kommt daher am besten außerhalb der Stoßzeiten oder nimmt sich den Matcha einfach to-go. Für gemütliche Treffen, ausgedehnte Frühstücke oder eine bewusste Matcha-Pause ist das Café hingegen ideal.</span></p>
<h3>Platz 2: Kula.Lab</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Der zweite Platz geht an Kula.Lab. Schon beim Betreten fällt auf, dass hier viel Wert auf Handwerk und Produkt gelegt wird. Die Zubereitung der Getränke auf der offenen Theke schafft nicht nur Vertrauen, sondern verdeutlicht auch die Authentizität und Qualität der Produkte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Besonders beeindruckend fand ich die Qualität des Matchas selbst: ein sattes, kräftiges Grün – ein klares Zeichen für hochwertigen Tee. Geschmacklich überzeugt der Matcha Latte auf ganzer Linie: weder zu grasig noch zu bitter, sondern angenehm rund und weich im Abgang. In der getesteten Variante mit Vanille entsteht eine dezente Süße, die den Matcha perfekt ergänzt, ohne ihn zu überdecken. Auch optisch hebt sich Kula.Lab ab: Die liebevoll selbstgetöpferten Tassen, in denen der Matcha serviert wird, sorgen für einen zusätzlichen optischen Höhepunkt. </span></p>
<div id="attachment_22114" style="width: 479px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/IMG_9784.heic"><img aria-describedby="caption-attachment-22114" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-22114" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/IMG_9784.heic" alt="" width="469" height="234" /></a><p id="caption-attachment-22114" class="wp-caption-text">Bild: Daniela F.</p></div>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Service ist aufmerksam und herzlich. Besonders positiv fiel mir auf, dass das Personal nach dem Servieren noch einmal vorbeikam und nachfragte, ob alles in Ordnung sei und ob mir der Matcha schmecke. Eine kleine Geste, die jedoch viel zur Gesamtwahrnehmung beiträgt. Preislich überzeugt Kula.Lab ebenfalls: 5,80 € für einen Ceremonial Matcha Latte mit Vanille sind für diese Qualität und die Menge mehr als fair. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein kleiner Minuspunkt bleibt dennoch: Als Lerncafé eignet sich Kula.Lab nur bedingt. Die Tische sind eher niedrig, die Sitzplätze eng beieinander und die Geräuschkulisse aufgrund der Größe des Lokals entsprechend lebhaft. Für einen bewussten Matcha-Moment vor oder nach dem Lernen ist der Spot jedoch ideal. Wer seinen Matcha während einer längeren Lernsitzung braucht, nimmt ihn auch hier am besten to-go. Insgesamt ein Ort für Qualität und Genuss, der sich verdient den zweiten Platz sichert.</span></p>
<h3>Platz 1: Midori Teehaus</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Der erste Platz geht an das Midori Teehaus, das vor allem durch seine besondere Atmosphäre überzeugt. Der Raum ist minimalistisch und ästhetisch gestaltet, mit einem klaren Blick fürs Detail: schlicht, aber wunderschön. Dezente Lofi-Musik im Hintergrund sorgt für eine ruhige, fast schon meditative Stimmung, die sich ideal zum Abschalten oder Lernen eignet – vorausgesetzt, man ergattert einen der begehrten Sitzplätze. Gerade zu Stoßzeiten merkt man, wie beliebt der Spot mittlerweile schon ist. </span></p>
<div id="attachment_22117" style="width: 368px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/IMG_9705.heic"><img aria-describedby="caption-attachment-22117" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-22117" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/IMG_9705.heic" alt="" width="358" height="477" /></a><p id="caption-attachment-22117" class="wp-caption-text">Bild: Daniela F.</p></div>
<p><span style="font-weight: 400;">Geschmacklich punkten vor allem die Matcha-Kreationen: Der Iced Strawberry Matcha, der mir vom Besitzer empfohlen wurde, überzeugt mit einer harmonischen Kombination aus hochwertigem, fein abgestimmten Matcha und einer fruchtigen Erdbeernote. Ebenso empfehlenswert ist der Banana Matcha Iced, bei dem der Tee ähnlich stimmig mit einer fruchtigen, leicht cremigen Bananennote kombiniert wird. In beiden Varianten gelingt es, dem Matcha eine dezente Süße und einen frischen Touch zu verleihen, ohne seinen charakteristischen Geschmack zu überdecken. Zwar sind die Getränke etwas süßer, wirken jedoch keineswegs künstlich, sondern angenehm ausgewogen und durchdacht. Besonders positiv fällt die Präsentation auf: Getrocknete Erdbeeren oder Bananen werden sorgfältig als Dekoration platziert – ein kleines Detail, das zeigt, wie viel Wert hier auf Qualität und Ästhetik gelegt wird. Auch der klassische Matcha Latte überzeugt durch sein intensives Grün und eine cremige Konsistenz. </span></p>
<div id="attachment_22116" style="width: 586px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/IMG_9710-2.heic"><img aria-describedby="caption-attachment-22116" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-22116" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/IMG_9710-2.heic" alt="" width="576" height="432" /></a><p id="caption-attachment-22116" class="wp-caption-text">Bild: Daniela F.</p></div>
<p><span style="font-weight: 400;">Abgerundet wird der Besuch durch das ausgesprochen freundliche Personal. Schon beim Bestellen entsteht eine lockere, herzliche Gesprächsatmosphäre, die den Aufenthalt zusätzlich aufwertet und dem Café eine sehr persönliche Note verleiht. Preislich liegt das Midori Teehaus im fairen Bereich: 6,50 € für den Iced Strawberry Matcha und 5,90 € für einen klassischen Matcha Latte sind angesichts der Qualität, Präsentation und Gesamtstimmung gerechtfertigt. Insgesamt ergibt sich ein rundes Gesamtpaket aus Geschmack, Ästhetik und Service. Klare 10/10 Punkte und damit verdient auf Platz eins.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wer in Innsbruck also einen Matcha trinken möchte, wird auf jeden Fall fündig – und merkt schnell, dass der grüne Tee hier längst mehr ist als nur ein Trendgetränk. Zwischen gemütlichen Brunch-Locations, handwerklich geprägten Spezialitäten-Spots und stilvollen Teehäusern zeigt sich, wie vielseitig Matcha interpretiert werden kann. Ob als Lernbegleiter in der Prüfungsphase, als kleine Auszeit zwischendurch oder als bewusste Alternative zum Kaffee: Die Qualität stimmt, die Auswahl ebenso. Am Ende entscheidet der persönliche Geschmack – doch eines ist sicher: Ein richtig guter Matcha macht selbst stressige Uni-Wochen ein Stück angenehmer.</span></p>
<p><br style="font-weight: 400;" /><br style="font-weight: 400;" /></p>
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		<author>
			<name>Anna Stotter</name>
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		<title type="html"><![CDATA[Der kleine, unfeine Lohnunterschied: Ein fiktives Streitgespräch zum Gender Pay Gap]]></title>
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		<updated>2026-03-08T09:28:05Z</updated>
		<published>2026-03-08T09:27:53Z</published>
		<category scheme="https://www.unipress.at/" term="Gesellschaft" />
		<summary type="html"><![CDATA[<p>8. März – der Feministische Kampftag. Frauen werden gefeiert, mit roten Venussymbolen, kämpferisch gereckten Fäusten und knallpinken Schlagzeilen. Hinter der ersten glitzernden Fassade geht es dann zentral um knallharte Ungleichheiten&#8230;</p>
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					<content type="html" xml:base="https://www.unipress.at/gesellschaft/der-kleine-unfeine-lohnunterschied-ein-fiktives-streitgespraech-zum-gender-pay-gap/"><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">8. März – der Feministische Kampftag. Frauen werden gefeiert, mit roten Venussymbolen, kämpferisch gereckten Fäusten und knallpinken Schlagzeilen. Hinter der ersten glitzernden Fassade geht es dann zentral um knallharte Ungleichheiten – darunter auch der Gender Pay Gap von 17,6 Prozent in Österreich.</span><span id="more-22091"></span></div>
<p><span style="font-weight: 400;">Zeit also, bestimmte Konversationen – wieder einmal – zu führen, Zeit, in diesem Artikel ein paar Hard Facts zum Gender Pay Gap zu beleuchten und Zeit, bei gleichgültigen, bagatellisierenden oder zynischen Kommentaren nicht ins Stocken zu geraten. (Wir haben die besseren Argumente.) Eines schon vorneweg: Dieses Gefühl von unterdrückter Wut, brennendem Wunsch nach Veränderung und Gerechtigkeit ist verdammt berechtigt, die Statistiken lügen nicht.</span></p>
<h3>„Lohndiskriminierung existiert nicht mehr. Frauen und Männer ungleich zu bezahlen ist seit den 70ern verboten.“</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Stimmt, aber wenn der Gender Pay Gap so „einfach“ wäre, dass Männer und Frauen Seite an Seite zum Beispiel die genau gleichen Supermarktregale einräumen und dann Männer am Ende einfach 17,6 Prozent (Stand 2024) mehr verdienen, wäre er wohl schon seit Jahren Geschichte. Fakt ist, die Lohnschere weitet sich im Verlauf des Erwerbslebens durch zahlreiche Faktoren aus: insbesondere durch höhere Teilzeitraten bei Frauen, aber auch, weil weiblich dominierte Branchen weniger gut bezahlt sind.</span></p>
<h3>„Eben, das mit dem Gap klingt vielleicht einmal hart. Aber was da alles hineingerechnet wird, verzerrt die Realität doch total. Am Ende bleiben nur eins-Komma-irgendwas Prozent über, also gar nichts.“</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Okay, interessant, das Gegenüber weiß offenbar genau, was in den Gender Pay Gap eingerechnet wird, aber nicht, wie hoch er tatsächlich ist. Eins-Komma-irgendwas Prozent sind nämlich falsch. Tatsächlich beträgt der unbereinigte Gender Pay Gap 17,6 Prozent und der bereinigte Gender Pay Gap laut WIFO-Berechnungen von 2023 6,3 Prozent. Bereinigt und unbereinigt? Damit kann man uns auch nicht aus dem Konzept bringen: Der unbereinigte Gender Pay Gap ist per Definition „der Unterschied des durchschnittlichen Bruttostundenverdienstes zwischen Männern und Frauen“, also jene Lohnlücke, die beim Vergleich des Stundenlohns von Frauen und Männern sichtbar wird. Und der bereinigte Gender Pay Gap ist die kleinere Lücke, weil nur jene Einkommen von Vollzeitbeschäftigten in den jeweils gleichen Berufen, Positionen et cetera. betrachtet werden. Keine Sorgen, es müssen also auch gar nicht Birnen mit Äpfeln verglichen werden, damit die Lohnlücke mehr als 1 Prozent beträgt.</span></p>
<h3>„Also, so schlimm ist es dann zumindest nicht. Unter 10 Prozent im Vergleich zu 17,6 Prozent ist schon ein gewaltiger Unterschied.“</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie kann es im Jahr 2026 sein, dass es überhaupt noch einen nicht (vollständig) erklärbaren Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen gibt? Von über 6 Prozent? Natürlich, ob Frauen bis zum Equal Pay Day am 27. Februar „gratis“ arbeiten oder nur bis in den Jänner, macht einen Unterschied. Nur gerecht würde ich das noch lange nicht nennen. Und übrigens, den ganz realen Folgen im Alltag vieler Frauen ist es völlig egal, was aus dem unbereinigten Gender Pay Gap herausgerechnet wird. Dass sich neben Zeiten ganz ohne Einkommen auch die kleinen Prozentunterschiede über Jahre summieren, wird spätestens beim Blick auf erschreckend niedrige Frauenpensionen klar. Nach wie vor liegt die Durchschnittspension der Frauen in Österreich unter beziehungsweise nahe an der Armutsgefährdungsschwelle. Schließen wir den Gender Pay Gap, halbieren wir die Frauenarmutsrate.</span></p>
<h3>„Ja, aber wenn Männer und Frauen eben nicht die gleiche Arbeit machen, kann die Lohnlücke doch gar nicht geschlossen werden. Ungleiche Leistung wird eben auch ungleich bezahlt.“</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Fast, oder eigentlich ganz daneben. Die unterschiedlichen Branchen, in denen wir alle beschäftigt sind, machen verständlicherweise einen Unterschied. Aber die Forderung lautet auch nicht gleichen Lohn für gleiche Arbeit, sondern gleichen Lohn für gleich</span><i><span style="font-weight: 400;">wertige </span></i><span style="font-weight: 400;">Arbeit. Ist es fair, dass Pflegeberufe in Österreich erst seit diesem Jahr als Schwerarbeit gelten oder dass Menschen, die in Parkgaragen Autos überwachen, mehr bezahlt bekommen als Elementarpädagog:innen? Ja, warum werden die elementarsten Tätigkeiten, die unsere Gesellschaft am Laufen halten, so schlecht bezahlt? Ist mangelnde Leistungsbereitschaft der Grund, dass Care Arbeit, wie Kinderbetreuung, die Pflege älterer Angehöriger und das Tragen des Mental Load (Stichwort „Wer besorgt die Geburtstagskarten und -geschenke?“), gar nicht entlohnt wird?</span></p>
<h3>„Wenn Frauen mehr Teilzeit arbeiten, sind sie doch selbst schuld, wenn sie weniger verdienen. Oder vielleicht nicht schuld, aber das ist dann doch eine persönliche Entscheidung, die Familien selbst treffen sollten.“</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Danke für die Berichtigung, denn die „Schuld“ ist ganz sicher nicht bei Frauen zu suchen. Teilzeit bleibt aber einer der Hauptfaktoren für das Ausweiten der Lohnschere mit zunehmendem Alter. Im Jahr 2024 arbeiteten weniger als 15 Prozent aller Männer in Österreich in Teilzeit, aber mehr als die Hälfte aller Frauen, mit den entsprechenden Auswirkungen auf Aufstiegschancen und die Pension. Was ich mich auch immer frage, ist, wieso diese „persönliche“ Entscheidung in anderen europäischen Ländern ganz anders ausfällt. Unbezahlte Arbeit, allen voran Kinderbetreuung, ist nicht überall „Frauenarbeit“. Gehen in Island etwa  über 90 Prozent aller Männer nur in Karenz, weil die Eltern sonst gezwungen sind, auf drei Monate ihrer Karenz zu verzichten? Oder weil Väter sich genauso Zeit mit ihren Kindern wünschen und Mütter nicht zwischen Kindern und Karriere entscheiden müssen?</span></p>
<h3>„Ja, eh arg. Aber machen kann man halt nicht viel. Ich zumindest nicht.“</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">War die Entscheidung rund um Karenz gerade nicht noch eine höchstpersönliche? Habe ich da etwas verpasst? Vielleicht können wir nicht jede:r allein den Gender Pay Gap schließen, aber wir können die entsprechenden Rahmenbedingungen einfordern, im Job und insbesondere in der Politik. Ausbau der Kinderbetreuung wäre schonmal mein Favorit. Oder auch mehr Transparenz bei Bewerbungsgesprächen, wie es  ab Juni mit einer neuen EU-Richtlinie umgesetzt wird. Ab dann ist Schluss mit Rätselraten: Einstiegsgehalt und Gehaltsspanne sowie durchschnittliche Entgelthöhe müssen genannt werden. Wir können also danach fragen und alle auf gleicher Basis verhandeln. (Damit auch niemand in alte Muster zurückfällt und behauptet, Frauen müssten eben besser verhandeln.) Ich glaube, am Ende wollen wir doch alle nicht bis nach 2050 warten, bevor der Gender Pay Gap endlich geschlossen wird.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Viel Spaß beim Diskutieren und Happy International Women’s Day!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<author>
			<name>Anna Mayr</name>
					</author>

		<title type="html"><![CDATA[Semesterbeginn und keine Wohnung: Drei Studierende erzählen von ihrer Wohnungssuche]]></title>
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		<id>https://www.unipress.at/?p=22087</id>
		<updated>2026-03-05T21:20:17Z</updated>
		<published>2026-03-05T13:24:05Z</published>
		<category scheme="https://www.unipress.at/" term="Campus" />
		<summary type="html"><![CDATA[<p>Studieren in Innsbruck bedeutet nicht nur Ausgehen und Skifahren, sondern vor allem: Wohnungsstress. Ob im Camper an der Autobahnraststätte, mit einer fremden Person im 14-Quadratmeter-Zimmer oder im gemischten Schlafsaal im&#8230;</p>
<p>The post <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at/campus/semesterbeginn-und-keine-wohnung-drei-studierende-erzaehlen-von-ihrer-wohnungssuche/">Semesterbeginn und keine Wohnung: Drei Studierende erzählen von ihrer Wohnungssuche</a> appeared first on <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at">UNIpress</a>.</p>
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					<content type="html" xml:base="https://www.unipress.at/campus/semesterbeginn-und-keine-wohnung-drei-studierende-erzaehlen-von-ihrer-wohnungssuche/"><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Studieren in Innsbruck bedeutet nicht nur Ausgehen und Skifahren, sondern vor allem: Wohnungsstress. Ob im Camper an der Autobahnraststätte, mit einer fremden Person im 14-Quadratmeter-Zimmer oder im gemischten Schlafsaal im Hostel – drei Studierende erzählen von ihrem holprigen Studienstart. Mit ihrer Erfahrung sind sie nur ein paar von vielen.</span></div>
<p><span id="more-22087"></span></p>
<h3 class="subtitle_up"><strong>„</strong>Erstmal war ich froh, dass ich angenommen wurde, und dann konnte ich mich wegen der Wohnungssuche gar nicht so recht freuen&#8221; <strong>–</strong> Mine, 19</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Als die 19-jährige Mine aus Deutschland Anfang September ihre Zusage für das Psychologiestudium in Innsbruck erhielt, war ihre Freude groß. Sie bewarb sich für WGs und träumte von einem schönen Zimmer für ihren neuen Lebensabschnitt. Niemals hätte sie gedacht, wie schwierig die Suche tatsächlich wird: Nach zwei Wochen noch immer keine Antwort auf nur eine einzige ihrer Anfragen. </span><span style="font-weight: 400;"> </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">All das hat mich sehr gestresst“, sagt sie rückblickend am Telefon. „Erstmal war ich froh, dass ich angenommen wurde, und dann konnte ich mich wegen der Wohnungssuche gar nicht so recht freuen.“ Mine holt sich die Premiumversion von </span><i><span style="font-weight: 400;">WG-gesucht</span></i><span style="font-weight: 400;">, die zeigt, wie viele Anfragen bestimmte Inserate seit Veröffentlichung bekommen haben: Ihr zufolge waren das im September teilweise 80 Bewerbungen pro Anzeige innerhalb von zwei Tagen. Dann endlich bekam sie eine Rückmeldung für ein Zimmer in Mieders und sagte notgedrungen zu. In die Stadt braucht sie von dort 45 Minuten, der letzte Bus fährt um 23 Uhr – und sie muss sich das Zimmer mit einer anderen Studentin teilen. 320 Euro zahlt Mine für ihre Hälfte der 14 Quadratmeter. Airbnb, Hostel, bis zu zwei Stunden Pendeln: In Mines Psychologiestudium gibt es viele, die Ähnliches erlebt haben. „Es ist echt krass“, betont sie.</span></p>
<h3>Vizebürgermeister: 1230 neue Wohnheimplätze seit 2019 geplant, 580 bereits übergeben</h3>
<p><span style="font-weight: 400;"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter wp-image-22100" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/4_20260302_074440_00012.jpg" alt="" width="363" height="454" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/4_20260302_074440_00012.jpg 1080w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/4_20260302_074440_00012-240x300.jpg 240w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/4_20260302_074440_00012-819x1024.jpg 819w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/4_20260302_074440_00012-768x960.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/4_20260302_074440_00012-585x731.jpg 585w" sizes="(max-width: 363px) 100vw, 363px" />Die Nachfrage nach Wohnraum, aber auch touristischen Unterkünften ist in Innsbruck besonders hoch und spiegelt sich dementsprechend im angespannten Wohnungsmarkt wider. Das betont auch Innsbrucks Vizebürgermeister Georg Willi auf schriftliche Anfrage der UNIpress: </span><span style="font-weight: 400;"> </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Wir sind als Universitätsstadt attraktiv für Studierende und Lehrende. Tourist:innen zieht das alpin-urbane Flair im Herzen der Alpen an. Innsbruck punktet als Wirtschaftsstandort im Zentrum von Mitteleuropa.“ Dem Vizebürgermeister zufolge habe die Stadt viel getan, um die Situation auf dem Wohnungsmarkt zu entspannen. „Der größte Hebel für leistbares Wohnen sind die 17.500 Wohnungen, für die die Stadt das Vergaberecht hat“, so Willi. Dadurch seien die Zugangsbedingungen für Stadtwohnungen erleichtert und der Personenkreis erweitert worden, obwohl die Wartelisten lang seien. Trotzdem: </span><span style="font-weight: 400;"> </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Große Projekte sind in der Pipeline.“ So soll zum Beispiel das Projekt </span><i><span style="font-weight: 400;">Sicheres Wohnen</span></i><span style="font-weight: 400;"> des Landes Tirol einen Anreiz für Vermieter:innen schaffen, ihre Wohnungen am Markt anzubieten und nicht zum Beispiel über Airbnb. Außerdem wolle die Stadt Mieter:innen durch Mietzins- und Wohnbeihilfe sowie Kautionsfonds noch weiter unterstützen. Mit der Leerstandsabgabe, die die Stadt beim Land Tirol erkämpft hat, soll das Leerstehenlassen von Wohnungen unattraktiv gemacht werden. Ein großer Haken bleibt jedoch: </span><span style="font-weight: 400;"> </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Ohne den Bundesgesetzgeber, der die Mietsteigerungen für alle Wohnungen deckeln muss, kommen wir nicht weiter“, betont Willi. Für Studierende seien seit 2019 580 Wohnheimplätze übergeben worden, rund 150 seien kurz vor der Fertigstellung und weitere 500 stehen vor der Umsetzung. Die Stadt Innsbruck überträgt einen Teil der Vergabe von Heimplätzen an die ÖHs, die dafür eine eigene Vergaberichtlinie erarbeitet haben. </span><span style="font-weight: 400;"> </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Hier sind wir in der Finalisierung“, sagt Willi. Ausgelöst wurde dies mit der Studie </span><i><span style="font-weight: 400;">Studentisches Wohnen 2019</span></i><span style="font-weight: 400;">. Die Stadtplanung hatte dabei die Rahmenbedingungen und potenzielle Standorte für Studierenden-Wohnheime definiert und den Zimmerpreis mit rund 400 bis 500 Euro definiert.</span></p>
<h3>„Jede Person schreibt, sie ist naturverbunden. In Innsbruck hebt einen das nicht aus der Masse heraus&#8221; <span style="font-weight: 400;"><strong>–</strong> </span>Milo, 21</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Wer ein Zimmer in Innsbruck für unter 500 Euro findet – wenn es endlich eine Zusage gibt – kann sich glücklich schätzen. Der 21-jährige Milo aus Graz hat im November endlich eine Zusage für ein Zimmer für 430 Euro bekommen. Die ersten sechs Nächte seines Semesters verbrachte der Biologiestudent mit seinem Kumpel im Camper. Zunächst parkten sie bei der Technik, wichen nach einer Ermahnung jedoch an die Raststation bei der Autobahn aus. Anschließend kamen sie bei Bekannten von Bekannten unter. Bereits im Mai hatte er begonnen, sich nach Zimmern umzuhören, ab August suchte er dann intensiv. Vier Besichtigungen hatte er in dieser Zeit – darunter auch Massenbesichtigungen, wie er sie nennt. Erst vier Wochen nach Studienbeginn bekam er eine Zusage für eine Wohnung, die er mit seinem Kumpel für insgesamt 860 Euro teilt. Anderen Wohnungssuchenden rät er, bei der Bewerbung so genau wie möglich zu sein: „Jede Person schreibt rein, sie ist naturverbunden und viel in den Bergen unterwegs. In Innsbruck hebt einen das nicht aus der Masse heraus.“ Rückblickend hätte er, abgesehen davon, aber nichts anders gemacht: „Es war ein lässiger Monat und ich war auch bereit, mal nicht so komfortabel ins Studium zu starten.“</span></p>
<h3><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter wp-image-22093" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Milo-camper-Bild-2.jpeg" alt="" width="405" height="304" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Milo-camper-Bild-2.jpeg 1600w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Milo-camper-Bild-2-300x225.jpeg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Milo-camper-Bild-2-1024x768.jpeg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Milo-camper-Bild-2-768x576.jpeg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Milo-camper-Bild-2-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Milo-camper-Bild-2-1170x878.jpeg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Milo-camper-Bild-2-585x439.jpeg 585w" sizes="(max-width: 405px) 100vw, 405px" /></h3>
<div class="bildunterschrift"><span style="font-weight: 400;">Im Camper übernachtete der 21-jährige Milo mit seinem Kumpel für sechs Nächte, zuerst bei der Technik, dann auf der Autobahnraststätte (Foto: privat)</span></div>
<h3><br style="font-weight: 400;" /><strong>„I</strong>ch habe versucht, mich abzulenken. Wenn ich ständig im Hostel geblieben wäre, hätte ich wahrscheinlich nie aufgehört zu weinen&#8221; <strong>– </strong>Vanessa, 21</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Alles andere als komfortabel ist auch Vanessa aus Italien in Innsbruck gestartet. Die 21-Jährige studiert in Sardinien Translationswissenschaft und bekam im Mai ihre Zusage für ihr Auslandssemester in Innsbruck. Kurz darauf setzte sie sich auf die Wartelisten der Wohnheime. </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Ich habe dem Ganzen zu viel vertraut“, sagt sie rückblickend bei einem Spaziergang. Sie bekam eine Zusage für ein Wohnheimzimmer, überwies 300 Euro Kaution und 250 Euro Bearbeitungsgebühr. Das Wohnheim schrieb, dass sie sich wieder melden. Als Vanessa später nachhakte, kam keine Antwort. </span><span style="font-weight: 400;"> </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Es war so seltsam und sehr unprofessionell“, berichtet sie. Zwei Wochen vor ihrem Abflug dann die Rückmeldung: Das Zimmer sei an jemand anderen vermietet worden, es hätte ein Missverständnis gegeben, entschuldigung! Besorgt schrieb Vanessa WGs an, doch keine einzige Anfrage wurde auch nur beantwortet. Auf den 250 Euro Bearbeitungsgebühren des Wohnheims bleibt sie bis heute sitzen. „Ich habe mir sehr viele Sorgen gemacht“, sagt sie. Glücklicherweise unterstützten sie ihre Eltern und ermutigten sie, es zunächst ohne Unterkunft in Innsbruck zu versuchen. Schließlich zog sie Anfang des Semesters in einen Schlafsaal im Hostel, wo eine Nacht zwischen 40 und 50 Euro kostete.</span> <span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Ich habe versucht, mich abzulenken und bin ausgegangen. Wenn ich ständig im Hostel geblieben wäre, hätte ich wahrscheinlich nie aufgehört zu weinen“, blickt sie zurück.  </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Hostel lernte sie schließlich einen 23-jährigen Mitarbeiter aus Brasilien kennen, der ihr anbot, bei ihm einzuziehen. </span><span style="font-weight: 400;"> </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Zuerst war ich besorgt, ein Zimmer mit einem fremden Mann zu teilen, aber er ist sehr nett und es läuft gut”, sagt sie. Natürlich vermisse sie manchmal ihre Privatsphäre, aber es seien ja nur fünf Monate, meint Vanessa. Für die Hälfte vom Zimmer in zentraler Lage zahlt sie alles in allem 500 Euro. </span><span style="font-weight: 400;"> </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Es ist auf jeden Fall ein Abenteuer”, sagt sie lachend. Trotzdem betont sie, dass sie sich von den Erasmus-Organisationen in Innsbruck und Sardinien mehr Unterstützung erhofft hatte: </span><span style="font-weight: 400;"> </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Ich ziehe in eine fremde Stadt für mein Erasmus und bin komplett auf mich alleine gestellt.” Bei ihrem ersten Auslandssemester in Litauen habe sie innerhalb von einer Woche ein Zimmer gefunden. Nach Innsbruck kämen jedes Semester zwei Austauschstudierende aus Sardinien, wundert sie sich: Wieso könne man da nicht einen Abmachung treffen? Vier Wochen nach Unistart kann Vanessa endlich ihr Auslandssemester genießen: </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Ich liebe Innsbruck!“ </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Rückweg führt an der Innbrücke vorbei. Dort fällt sofort ein Flyer mit Bildern, Telefonnummer und E-Mai-Adresse auf, der an der Ampel hängt: Robin, 21, sucht einen Monat nach Studienstart immer noch nach einer Unterkunft. Damit ist er nur einer von vielen. </span></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter wp-image-22095" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Flyer-Bild-3-scaled.jpeg" alt="" width="485" height="364" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Flyer-Bild-3-scaled.jpeg 2560w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Flyer-Bild-3-300x225.jpeg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Flyer-Bild-3-1024x768.jpeg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Flyer-Bild-3-768x576.jpeg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Flyer-Bild-3-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Flyer-Bild-3-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Flyer-Bild-3-1920x1440.jpeg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Flyer-Bild-3-1170x878.jpeg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/03/Flyer-Bild-3-585x439.jpeg 585w" sizes="(max-width: 485px) 100vw, 485px" /></p>
<div class="bildunterschrift">„Wohnung oder WG gesucht”: Ein Student sucht selbst vier Wochen nach Unistart immer noch verzweifelt nach einer Unterkunft und versucht es per Flyer mitten in der Stadt. (Foto: Anna Mayr)</div>
<p>&nbsp;</p>
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		<title type="html"><![CDATA[Was wir als Erstis gern gewusst hätten]]></title>
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		<updated>2026-03-02T07:36:43Z</updated>
		<published>2026-03-02T07:36:43Z</published>
		<category scheme="https://www.unipress.at/" term="Campus" />
		<summary type="html"><![CDATA[<p>Der Anfang des Studiums ist eine aufregende, tolle, herausfordernde Zeit. Die Redakteurinnen und Redakteure von UNIpress verraten, was sie damals gern gewusst hätten. Katharina Isser (24): Es gibt so einiges,&#8230;</p>
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					<content type="html" xml:base="https://www.unipress.at/campus/was-wir-als-erstis-gern-gewusst-haetten/"><![CDATA[<div class="subtitle_up">Der Anfang des Studiums ist eine aufregende, tolle, herausfordernde Zeit. Die Redakteurinnen und Redakteure von UNIpress verraten, was sie damals gern gewusst hätten.</div>
<p><span id="more-21840"></span></p>
<p><b>Katharina Isser (24)</b>: Es gibt so einiges, was ich gerne gewusst hätte. Angefangen dabei, dass man die <a href="https://www.oesterreich.gv.at/de/themen/familie_und_partnerschaft/familienbeihilfe/Seite.080712">Familienbeihilfe verliert</a>, wenn man nach dem zweiten Semester das Studium wechselt. Auch, wenn man mehr als zweimal wechselt, erlischt der Anspruch. Hätte ich das gewusst, hätte ich vielleicht nicht erst im dritten Semester mein Studium gewechselt, sondern schon früher den Mut gefasst, auf mein Bauchgefühl zu hören. Denn was ich auch gerne gewusst hätte, ist: Den Studiengang zu wechseln, würde sich als eine der besten Entscheidungen meines Lebens herausstellen.</p>
<p>Außerdem: Uni-Romanzen können Freundesgruppen zerstören und Seminare sehr unangenehm machen – und sich trotzdem lohnen, allein für die Erfahrung. Vormittags-LVs sind manchmal hart, aber bringen dich aus dem Bett und lassen dich den Tag produktiv beginnen. Und es gibt unglaublich viele Angebote und Anlaufstellen für Studierende, zum Beispiel die <a href="https://www.oehweb.at/referate/">ÖH-Referate</a> oder das Zuhörtelefon <a href="https://www.nightline-innsbruck.at/">Nightline</a>, die du nutzen kannst und solltest, wenn du sie brauchst.</p>
<p><b>Lisa Heigl (27):</b> Was ich gerne gewusst hätte: das Selbsterhalterstipendium ist an eine Frist gekoppelt. Man muss seinen Master spätestens 30 Monate nach dem Abschluss des Bachelors beginnen, ansonsten entfällt die Förderung. Hätte ich das früher gewusst, wären so manche nächtliche Überlegungsschleifen entfallen, ich hätte meinen Job viel früher gekündigt und mich in meinen Master gestürzt.</p>
<p>Und dass man sich für die USI-Anmeldungen am besten den Wecker etwas früher stellt, um noch Kaffee-Zeit einzuplanen – das würde einige falsche Buchungen ersparen.</p>
<p><b>Selina Stadler (22):</b> Rückblickend erscheint mir vieles im Studium total logisch, aber als Ersti war ich einfach nur überfordert. Zum Beispiel wusste ich überhaupt nicht, dass man sich bereits vor Semesterbeginn zu den Kursen anmelden muss. Ich dachte, man geht in der ersten Woche einfach hin und bekommt dann Infos, wie und zu welchen Kursen man sich anmelden muss. Als ich dann erfahren habe, dass das alles schon vorher online und selbstständig passiert, wusste ich weder, wo ich mich anmelden muss, noch welche Kurse ich überhaupt wählen sollte.</p>
<p>Etwas, das ich auch erst später gelernt habe: Man sollte das studieren, was sich richtig anfühlt, und nicht das, was „alle anderen“ machen oder was man glaubt, machen zu müssen. Schließlich gestaltet man mit dieser Entscheidung seine eigene Zukunft. Ich habe das durch meinen Studienwechsel selbst erfahren und es war die beste Entscheidung überhaupt.</p>
<p>Ein weiterer Punkt ist das riesige Sportangebot der USI. Im ersten Semester habe ich nur gehört, dass andere zu Sportkursen gehen, und mich erst viel später selbst damit beschäftigt. Seitdem habe ich dort richtig tolle und abwechslungsreiche Kurse entdeckt, die nicht nur Spaß machen, sondern auch ein super Ausgleich zum Lernstress sind.</p>
<p>Und zuletzt ein kleiner, aber wichtiger Tipp: Bei manchen Studiengängen sind bereits Kurse aus dem ersten Semester Voraussetzung für jene im zweiten<b>. </b>Deshalb lohnt es sich, gleich beim ersten Prüfungstermin anzutreten. Wenn man die Prüfung nicht gleich besteht und den Kurs bis Semesterende nicht abschließt, kann man sich oft nicht für alle Kurse im nächsten Semester anmelden. Das kann sich über mehrere Semester ziehen und das Studium unnötig verlängern.</p>
<p><b>Marie Eisele (21): </b>Ich glaube, als Ersti ist jeder ein bisschen verloren. Ich zum Beispiel hatte anfangs starke Orientierungsprobleme. Am ersten Tag meines ersten Semesters stand ich total planlos in der Uni. Mit der Zahlenkombination 50105/2 SR konnte ich rein gar nichts anfangen. Der Campus Wegweiser in der App zeigte mir nur, in welchem Gebäude sich dieser mysteriöse Raum befand, aber leider nicht, in welcher Etage. Zum Glück kam ich auf die Idee, am Infopoint nachzufragen. Auch ältere Studierende konnten mir in meinen ersten Wochen häufig weiterhelfen. Mit der Zeit lernte ich die Uni besser kennen. Außerhalb des Geiwi-Turms habe ich das System, mit dem die Räume benannt werden, leider immer noch nicht durchblickt. Letzte Woche saß ich eine Viertelstunde lang im falschen Seminarraum, bis mir mein Fehler auffiel. Ich kann allen raten, zweimal zu checken, ob die Raumnummer in der App mit der Nummer am Raum übereinstimmt. Und am ersten Tag eines neuen Semesters lieber zu früh als zu spät in die Uni zu kommen.</p>
<p><b>Sophie Gasser (21)</b>: Aller Anfang ist (potentiell) schwer – für viele oder gar die allermeisten auch der Start ins Studium. Wenn ich mich an meine Zeit als Ersti zurückerinnere, dann habe ich mich doch etwas verloren gefühlt – neue Stadt, neue Menschen, ein ungewohnter Studienalltag und das erste Mal so richtig von zuhause weg. Rückblickend war mein Motto <i>learning by doing</i>, auch wenn ich das zu jener Zeit weitaus weniger entspannt gesehen habe. OLAT, STEOP, Vorlesung ohne Anwesenheitspflicht, Proseminar mit Anwesenheitspflicht, GeiWi-Turm Stock 11 – naja, anfangs war alles ein wenig fremd, aber das hat sich schnell geändert. Als Ersti mag es sich einerseits so anfühlen, als würde man ins kalte Wasser geworfen werden, andererseits ist man aber nicht alleine damit – und so würde meine Empfehlung an alle diejenigen, die ihr Studium beginnen, lauten: Nutzt die Gelegenheit, neue Menschen kennen zu lernen. Lernt Mitstudierende kennen, knüpft Kontakte, tauscht euch aus. Das mag introvertierte Personen (wie auch ich es bin) nicht besonders erfreuen, es erleichtert den Alltag aber bedeutend – sei es, um ganz eigennützig an eine Mitschrift aus einem verpassten Seminar zu kommen, aber auch für ein wenig Gesellschaft in der kurzen Kaffeepause zwischen zwei Vorlesungen. Und wer weiß, vielleicht entsteht daraus auch die eine oder andere Freundschaft.</p>
<p>Und nun noch zu einem konkreten Tipp, den ich gerne in meinem ersten Semester gewusst hätte (und mir so die ein oder andere unangenehme Situation hätte sparen können): Die Arbeitsplätze in der Bibliothek werden über eine App im Voraus reserviert. Setzt man sich einfach auf einen vermeintlich freien Platz (der aber eigentlich schon reserviert ist), läuft man Gefahr, innerhalb der nächsten zehn Minuten verschickt zu werden <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p><b>Antonio Dordic (22): </b>Ich bestreite nun mein zweites Semester und fühle mich im Grunde immer noch wie ein Ersti, da ich so viele Dinge rund um das Studieren noch nicht ganz durchblickt habe. Die wichtigsten Dinge, wie Präsenz zu zeigen und die Sorgen tatsächlich nicht auf Morgen zu verschieben, klappen aber schon ganz gut. Ein guter Rat, speziell für jene, die im Sommersemester anfangen: Nicht alle Lehrveranstaltungen werden jedes Semester angeboten. Plant im Voraus, welche Lehrveranstaltungen ihr besuchen könnt und füllt die restlichen Ects mit anrechenbaren Wahlfächern ein, um kein Studier-Chaos im zweiten Semester zu haben. Der wichtigste Rat, den ich euch jedoch geben kann, ist immer nach Hilfe zu fragen, wenn etwas unklar ist. Eure Professoren sowie Kommilitonen helfen euch gerne. Ihr seid nicht allein!</p>
<p><b>Johanna Korell (22):</b> Viele meiner Fragen konnten mir damals schon bei der Beratungsstelle der Uni am Innrain oder bei den Ersti-Veranstaltungen beantwortet werden. Ich empfehle wirklich jedem, eine Campus-Tour und eine Bib-Tour zu besuchen.</p>
<p>Ich hätte jedoch gerne gewusst, dass 60 ECTS im ersten Semester sehr überfordernd sein können. Nicht unbedingt während des Semesters – da hatte alles noch Stundenplancharakter wie in der Schule. Der Eklat kam erst zum Semesterende, in der Klausurenphase und als die Schreibabgaben anstanden. Ich habe das absolut nicht geschafft und bin völlig versunken. Das Arbeitspensum ist nämlich nicht wie in der Schule auf die Lehrveranstaltungen selbst konzentriert, sondern erfordert viel Vor- und Nachbereitung, die man sich selbst einräumen muss. Mein Rat: Lieber entspannt ein Studium als drei auf einmal beginnen.</p>
<p>Dann zu ein paar kleineren Punkten, die ich erst viel später selbst entdeckt habe:</p>
<ul>
<li aria-level="1">Dass es eine Kopierkarte in der Studia gibt, die man mit Punkten aufladen kann – und dass die Drucker manchmal etwas zickig sind. Es liegt also nicht an der eigenen Inkompetenz, wenn sie mal nicht drucken.</li>
<li aria-level="1">Dass es coole Wahlpakete gibt, die es sich lohnt, im Vorhinein auszuchecken, um die richtigen Module dafür zu belegen.</li>
<li aria-level="1">Dass Seminararbeiten gar nicht so angsteinflößend sind und oft viel weniger Zeitaufwand brauchen, als man denkt, um eine positive Beurteilung zu bekommen.</li>
<li aria-level="1">Dass man nach drei Jahren Hauptwohnsitz in Innsbruck Anspruch auf Mietzinsbeihilfe mit bis zu 200 Euro Zuschuss haben kann.</li>
<li aria-level="1">Und dass man der UNIpress einfach eine E-Mail schreiben kann, wenn man mitmachen möchte.</li>
</ul>
<p>Abschließend sei gesagt: Im Gespräch mit anderen habe ich festgestellt, dass sehr viele im ersten Semester struggeln – und dass die Welt nicht untergeht, wenn man mal durch eine STEOP-Prüfung fällt, sich von einem Seminar abmeldet oder es wiederholt. Alle sind ein bisschen lost – auch wenn es nicht so wirkt: Ihr schafft das!</p>
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			<name>Katharina Isser</name>
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		<title type="html"><![CDATA[Großes Theater auf kleiner Bühne: Die „alte Dame“ besucht Schwaz]]></title>
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		<updated>2026-02-22T14:05:42Z</updated>
		<published>2026-02-22T14:05:42Z</published>
		<category scheme="https://www.unipress.at/" term="Kultur" />
		<summary type="html"><![CDATA[<p>Mit dem Besuch der alten Dame nimmt sich das Theater im Lendbräukeller eines Stücks von Weltbedeutung an. Die Inszenierung (Regie Markus Plattner) von Dürrenmatts brillanter Tragikomödie rund um Geld, Rache&#8230;</p>
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					<content type="html" xml:base="https://www.unipress.at/kultur/grosses-theater-auf-kleiner-buehne-die-alte-dame-besucht-schwaz/"><![CDATA[<div class="subtitle_up">Mit dem<em> Besuch der alten Dame</em> nimmt sich das Theater im Lendbräukeller eines Stücks von Weltbedeutung an. Die Inszenierung (Regie Markus Plattner) von Dürrenmatts brillanter Tragikomödie rund um Geld, Rache und Schuld ist gelungen – und bereits vollständig ausverkauft. <span id="more-22068"></span></div>
<p>Seit dem obligatorischen Gymnasiums-Ausflug in die Silberbergwerke hat mich nichts mehr nach Schwaz bewogen. Bis heute. Es ist Valentinstag, und ich habe eine Verabredung mit Friedrich Dürrenmatt im Theater im Lendbräukeller.</p>
<p>Zuhause, in meinem Bücherregal neben dem Schreibtisch, stehen neun Werke des großen Schweizer Schriftstellers: Von den <em>Physikern</em> über <em>Romulus den Großen</em> bis zur <em>Panne</em>, ich bin Dürrenmatt-Veteranin. Doch angefangen hat alles mit dem <em>Besuch der alten Dame</em> – damals Schullektüre und Stoff für die endjährliche Theateraufführung (mit mir als Alfred Ill in der Hosenrolle meines Lebens). Im Gegensatz zu so manchen Reclam-Heften, die unangetastet im Schulrucksack blieben, bis sie wieder eingesammelt wurden, habe ich das Werk verschlungen. Bis heute bleibt es eines meiner Lieblingsbücher.</p>
<p>Was ist so faszinierend an dem Klassiker? Dürrenmatt zeigt, wie Geld korrumpiert (oder Armut wenig Wahl lässt). Wie Moral und Prinzipien zum Mordwerkzeug verkommen, ein ganzes Dorf sich etwas schönredet, und wie kollektive Schuld entsteht. Alle waren’s, also war’s keiner.</p>
<p>Dabei ist das Stück nicht belehrend oder schwer, sondern tatsächlich wahnsinnig unterhaltsam. Das bewirken groteske Charaktere, eine übertriebene Sprache und das bewusste Spiel mit Theaterkonventionen (beispielsweise müssen die Dorfbewohner auch als Bäume fürs Bühnenbild herhalten). Dürrenmatt verfremdet unsere Welt – hält uns dabei aber einen schonungslos ehrlichen Spiegel vor.</p>
<h3><strong><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter wp-image-22080" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Buch_Besuch-der-alten-Dame-768x1024.jpeg" alt="" width="500" height="667" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Buch_Besuch-der-alten-Dame-768x1024.jpeg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Buch_Besuch-der-alten-Dame-225x300.jpeg 225w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Buch_Besuch-der-alten-Dame-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Buch_Besuch-der-alten-Dame-1170x1560.jpeg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Buch_Besuch-der-alten-Dame-585x780.jpeg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Buch_Besuch-der-alten-Dame.jpeg 1536w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></strong></h3>
<h3><strong>„Güllen für einen Mord, Konjunktur für eine Leiche“</strong></h3>
<p>Güllen ist „ein Dorf, das es nie gegeben hat, und doch überall gibt“, hält Markus Plattner in der Einführung zum Stück fest. Ein durch und durch ruiniertes Städtchen, dessen Einwohner:innen praktisch allesamt von der Arbeitslosenunterstützung leben. „Leben? – Vegetieren. – Krepieren“, so ein Austausch zwischen Dorfbewohnern.</p>
<p>Doch nun soll sich alles ändern. Claire Zachanassian, in Güllen geboren und aufgewachsen als Kläri Wäscher, nunmehr Milliardärin, kehrt zurück in das mittlerweile verarmte Städtchen ihrer Jugend. Die Güllener:innen erhoffen sich eine großzügige Spende und tun dafür alles. In der Begrüßungsrede des Bürgermeisters schwärmt dieser von den schulischen Leistungen der jungen Kläri, die in Wahrheit ein ungezogenes Kind mit miserablen Noten war. Außerdem wartet das Dorf mit Turnvorführungen, einem gemischten Chor und dem einzigen Zylinder der Stadt (von Kopf zu Kopf wandernd) auf.</p>
<p>Die Zachanassian ist von den Darbietungen höflich unbeeindruckt, enthüllt aber, dass sie zu einer großzügigen Spende bereit ist. Unter einer Bedingung.</p>
<blockquote><p><strong>„Eine Milliarde für Güllen, wenn jemand Alfred Ill tötet.“</strong></p></blockquote>
<p>Dieser Alfred Ill (der Nachname bitte zu lesen wie das englische Wort für „krank“, nicht als „der Dritte“, wie das schon manchem Leser passiert sein soll) war Kläri Wäschers große Jugendliebe. Doch als Ill sie schwängerte, bestritt er die Vaterschaft und bestach sogar zwei Zeugen im folgenden Gerichtsprozess. Kläri Wäscher unterlag in der Vaterschaftsklage, wurde aus dem Dorf verstoßen und durch ihre Umstände in die Prostitution gezwungen. Das Kind musste sie an eine fremde Familie abgeben, in deren Obhut es mit einem Jahr verstarb. Zu ihrem Vermögen kam das junge Mädchen durch die Heirat mit dem alten Milliardär Zachanassian – er fand sie in einem Bordell.</p>
<p>Nun ist Claire Zachanassian selbst alt geworden, und will abrechnen. Ill, der vorher wegen seiner Jugendliaison mit der Milliardärin der beliebteste Bürger der Stadt war, wird zum Gejagten. Denn obwohl die Güllener:innen anfangs beteuern, sich auf den Deal nicht einlassen zu wollen, beginnen sie, immer mehr Schulden zu machen&#8230;</p>
<h3><strong>Gelungene Darbietung vor vollem Haus</strong></h3>
<p>Die Tragikomödie kann offenbar viele Tiroler Fans vorweisen: Die Inszenierung des Theaters im Lendbräukeller ist bereits vor der Premiere, trotz Zusatzvorstellungen, restlos ausverkauft. Das Endprodukt enttäuscht nicht: Im Gegenteil beweist das kleine alternative Theater, dass große Kunst keine große Bühne verlangt. Der begrenzte Platz und die wenigen Requisiten werden clever und passend eingesetzt. Das Blocking, also die Aufstellung der Schauspieler:innen auf der Bühne, ist besonders hervorzuheben. Regisseur Markus Plattner arbeitet mit Dreieckskompositionen: Die Güllener – mit Ausnahme von Ill – stehen meist im Trio auf der Bühne, während die Zachanassian hinten auf einer Leiter thront wie auf der Spitze einer Pyramide, zu ihrer Rechten ihr Bodyguard, zu ihrer Linken ihr achter Ehemann (oder wars der neunte?), wie die Dreifaltigkeit einer Rachegöttin.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone size-large wp-image-22075" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Ensemble_Besuch-1024x726.jpg" alt="" width="1024" height="726" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Ensemble_Besuch-1024x726.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Ensemble_Besuch-300x213.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Ensemble_Besuch-768x545.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Ensemble_Besuch-1170x830.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Ensemble_Besuch-585x415.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2026/02/Ensemble_Besuch.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" />Das Ensemble rund um Beate Palfrader und Peter Hörhager liefert, mit Ausnahme ein paar zu früher Einsätze, eine überzeugende Darbietung ab. Leider wurde der Text an manchen Stellen großzügig gekürzt; dabei hätte das kurzweilige Stück ruhig noch 10 Minuten länger gehen können.</p>
<p>Toll ist der Einsatz der Kostüme, die gelungen nachzeichnen, wie die Güllener:innen von ruinierten Städtern zu Menschen von geliehenem Wohlstand und flexibler Moral übergehen. Am Ende werden die abgelegten Regenmäntel zu einem mächtigen Symbol der Summierung individueller Teilschuld zum kollektiven Verbrechen.</p>
<h3><strong>Zum Lachen, zum Weinen</strong></h3>
<p>Das Zusammenspiel aus Ernst und Absurdität ist gelungen. Vielleicht weil gerade Fasching ist, driftet die raffinierte Tragikomödie in dieser Inszenierung aber leider doch ein-, zweimal in den Klamauk ab. Das vom Bürgerchor angestimmte „schlichte Volkslied“ – im Originaltext durch das Dröhnen eines vorbeifahrenden Zuges übertönt – ist in Schwaz „Aramsamsam, Aramsamsam, Gülli [sic!] Gülli Gülli, Ramsamsam“ und geht mit „Kohlrabi, Kohlrabi“ weiter. Ein paar billige Lacher werden dadurch eingesammelt, wirklich passend ist es aber nicht. Auch andere Stellen, an denen Musik eingesetzt wurde, sind eher ablenkend als unterstützend.</p>
<p>Nichtsdestotrotz hat das Theater im Lendbräukeller mit dieser Inszenierung Großes geleistet. Visuell stimmig, überzeugend gespielt, clever inszeniert: Diese „alte Dame“ bringt zum Lachen, bis es einem im Hals stecken bleibt.</p>
<p>Wie bereits erwähnt, ist <em>Der Besuch der Alten Dame</em> bereits restlos ausverkauft. Leser:innen, die Lust auf das Stück bekommen haben, sei auch der Originaltext (unter anderem verfügbar zum Ausleihen in der ULB) empfohlen. Und: Als nächste Produktion zeigt das Theater im Lendbräukeller <em>Herzliche Grüße aus Grado</em> von Franz Xaver Kroetz. Premiere ist am 9. Mai; Karten (für Studierende zum Preis von €20) sind noch auf der Website des Theaters erhältlich.</p>
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