Bestimmt ist euch beim Einkaufen schon aufgefallen, dass manche Produkte im Laufe des Jahres gewaltigen Preisschwankungen unterliegen. Der Grund liegt in der Saisonalität: Im Sommer, während der Erntezeit, ist Salat etwa drei mal so billig wie im Winter. Im Gegensatz dazu sind beispielsweise Orangen im Sommer um einiges teurer.
Wer auf die Saison achtet und nicht sofort die ersten Erdbeeren oder Eierschwammerl „der Saison” kauft, kann sich einiges sparen. Ein derzeitiges Paradebeispiel ist der Kürbis: Vor wenigen Wochen waren die Preise nahezu doppelt so hoch, wohingegen sie jetzt an ihrem Tiefpunkt angekommen sind. Daher zeige ich euch heute, wie man die perfekte Kürbissuppe zubereitet.
Selber kochen ist healthy
Pizzateig vom Kühlregal muss wirklich nicht sein. Es ist nicht nur so, dass darin Zutaten enthalten sind, die man ohne zu stottern nicht aussprechen kann; sondern auch, weil um denselben Preis fünf Kilogramm Mehl gekauft werden können. Mit so viel Mehl könnte man Pizza für die gesamte Wohnstraße und nicht nur zwei Personen backen. Viele Fertiggerichte sind zwar praktisch, doch die meisten können sehr schnell und kostengünstig (und gesünder) selbst zubereitet werden.
Auch Kürbissuppe muss nicht aus der Packung stammen. Bevor ich zu kochen beginne stelle ich mir immer eine Frage: Was würde Oma tun? Oma würde saisonalen Kürbis einkaufen und diesen verwerten. Natürlich dauert die Zubereitung etwas länger, doch diese maximal 30 Minuten nehmen einen Bruchteil des Tages in Anspruch. Zeit, die jede*r ohne Problem der Gesundheit seines Körpers widmen könnte. Tipp: Die Suppe schmeckt auch nach 3 Tagen noch gut – sie eignet sich hervorragend als Meal-Prep.
Nun aber zum Rezept:
Lisas Kürbissuppe
- Kürbis hat derzeit Saison und ist dementsprechend sehr günstig.
- Das Gemüse enthält viele Vitamine (beta-Carotin, C und A) sowie Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen.
- Vitamin A ist unter anderem wichtig für die Augen und die Haut. Besonders für Studierende, die aufgrund von Corona viel vor dem Bildschirm sitzen und das Sehorgan stark beanspruchen, wirkt es unterstützend.
- Beta-Carotin wird im Körper zum Teil zu Vitamin A umgewandelt. Es wirkt zellschützend und antioxidativ, d.h. verjüngend.
- Vitamin C: stärkt das Immunsystem, was besonders in Zeiten von Corona und der beginnenden Erkältungszeit immer ein Bestandteil in der Ernährung sein sollte.
- Kalium & Magnesium sind wichtig für Muskeln, Herz und Nerven.
- Die Kokosmilch gibt dem Gericht eine außergewöhnliche Note. Damit der Geschmack nicht zu dominant ist, sollte die fettarme Variante der Kokosmilch und davon bloß eine kleine Dose verwendet werden. Im Zweifel kann diese auch durch Crème fraîche, Sahne oder Cremefine ersetzt werden.
- Die Suppe kann mit Brot, Käse (besonders gut eignen sich Feta und gebratener Halloumi), Tofu, Shrimps oder (gerösteten) Bohnen serviert werden. So wird sie noch gehaltvoller.
Zutaten für 3 mittlere Portionen:
- 750 g Kürbis
- 450-600 ml Wasser oder Gemüsesuppe (lieber am Anfang etwas weniger und anschließend noch mehr hinzufügen)
- 1 Zwiebel
- 1 Karotte
- 2 Knoblauchzehen
- 165 ml Kokosmilch light (die kleine Dose)
- Salz, Pfeffer, Muskatnuss
- Eventuell Olivenöl, Basilikum, Feta/Parmesan, Chili, Curry, …
Und so wird’s gemacht:
- Das gesamte Gemüse in grobe Würfel würfeln und mit Wasser oder Gemüsesuppe aufkochen. Anschließend für 15-20 Minuten leicht dahinköcheln lassen.
- Alles in einen Standmixer füllen und mixen, oder mit einem Pürierstab pürieren.
- Die Suppe zurück in den Topf gießen, die Kokosmilch und gegebenenfalls noch Wasser hinzufügen (je nach gewünschter Konsistenz).
- Die Suppe erneut aufkochen und mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss abschmecken.
Zum Verfeinern beim Servieren gibt es allerlei Möglichkeiten. Es kann Brot gereicht werden, auch Feta, Parmesan oder gebratener Halloumi eignen sich großartig als geschmackserweiternder Zusatz. Alternativ können Tofu, Shrimps, (geröstete) Bohnen, Olivenöl oder Chili darübergestreut werden. Alle Varianten sind unheimlich geschmackvoll. Mahlzeit!