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	<title>Friederike Westrich, Autor bei</title>
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	<description>Das offizielle Magazin der ÖH Innsbruck</description>
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		<title>Camphill Community: Wo sich Wohnen und Inklusion treffen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friederike Westrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Oct 2024 11:30:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unter vielen alternativen Wohnkonzepten sticht die sogenannte Camphill Community hervor: mit dem Grundsatz, Menschen mit Behinderung ein möglichst selbständiges und eingebundenes Leben zu ermöglichen. Dieser Erfahrungsbericht handelt von Komfortzonen, Wohnbedürfnissen&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Unter vielen alternativen Wohnkonzepten sticht die sogenannte Camphill Community hervor: mit dem Grundsatz, Menschen mit Behinderung ein möglichst selbständiges und eingebundenes Leben zu ermöglichen. Dieser Erfahrungsbericht handelt von Komfortzonen, Wohnbedürfnissen und dem Erlernen von Authentizität.</span></div>
<p><span id="more-20967"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich stand in der Küche, schnippelte hektisch an der Karotte und beantwortete minütlich, in welcher Größe Chris denn die Zucchini schneiden sollte. Mein anderer Helfer spähte gerade in den Kühlschrank, um sicherzugehen, dass seine Milch für die Teepause noch genau da war, wo sie vor fünf Minuten war. Heute gab es Curry und ich kochte für fast zwanzig Leute. Mehr als die Hälfte davon waren Menschen mit Behinderung. Bald würden sie von ihren Workshops wie Weberei, Töpferei, Garten, und vielen mehr herbei strömen und Hunger haben. Ich war gestresst, denn kochen hatte ich erst hier in der Camphill Community gelernt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Von weit her hörte ich die Geräusche, die der dritte Schüler machte. Ihn kannte ich nicht, denn er war ein Besucher, den die Rezeption heute Morgen zu mir geschickt hatte. Lange saß er vor der Waschmaschine, nun wollte er das Curry umrühren. Bei ihm drehte sich alles um Kreisbewegungen. Seine Geräusche wurden lauter und ich drehte mich um. Der Ofenhandschuh ging in einer riesigen Stichflamme auf. Er war in den offenen Herd gerutscht. Ich schnappte ihn mir und warf ihn raus. Mein Herz pumpte laut und von weitem hörte ich schon die anderen Schüler:innen, die auf dem Weg zum Mittagessen waren. Gleich würde hier das kleine Chaos ausbrechen, Arbeitsklamotten mussten ausgezogen werden, Hände gewaschen, und man musste für mindestens drei Personen mitdenken. Als ich dann den Schüler fragte, was wir machen, wenn wir ein Feuer sehen, sagte er: </span><em><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Wir sagen dem Feuer, es soll ausgehen.</span><span style="font-weight: 400;">“</span></em></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dann saßen alle am Tisch, in ruhiger Vorfreude aufs Essen. Ich schaute in die Runde, sah die verschiedensten Gesichter, hinter denen die verschiedensten Charaktere steckten, mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen. Sam saß auf einem riesigen Stuhl und hatte eine extra Tischerhöhung, die seiner Größe gerecht wurde. Lucy war in eine große Plastikschürze gehüllt, ihrer wilden Essensart geschuldet. Jack musste erinnert werden, das Essen auf seiner Gabel auch zu essen und nicht nur anzustarren. Und so ging das weiter: Jede Person ist so wunderbar individuell, und hier wurde genug Zeit und Raum geschaffen, all diesen Bedürfnissen gerecht zu werden.</span></p>
<h3><b>Das Konzept vom Camphill</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Wo ich ein Jahr lang lebte, war eine sogenannte Camphill Community in England. Hier leben Menschen mit geistigen, seelischen und körperlichen Beeinträchtigungen zusammen mit Betreuer:innen und Freiwilligen. Sie werden eingebunden in Betriebe mit biologisch-dynamischer Landwirtschaft, in Küchen, Bäckereien und in Werkstätten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Ziel ist ein möglichst selbstständiges Leben. Dahinter steckt ein anthroposophisches Menschenbild, nach dem alle Menschen mit und ohne Behinderung gleichwertige Individuen sind und ein Recht auf ein erfülltes Leben in Freiheit und Würde haben. Die Bewegung Camphill begann 1939 durch eine Gruppe jüdischer Flüchtlinge um das Wiener Ehepaar Karl und Tilla König, die eine Gemeinschaft mit Kindern mit Behinderung in Schottland gründeten. Mittlerweile gibt es Camphill Communities auf der ganzen Welt.</span></p>
<p><b><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone size-medium wp-image-20970" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/IMG_5681-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/IMG_5681-300x200.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/IMG_5681-1024x683.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/IMG_5681-768x512.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/IMG_5681-1536x1024.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/IMG_5681-2048x1365.jpg 2048w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/IMG_5681-1920x1280.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/IMG_5681-1170x780.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/IMG_5681-585x390.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/IMG_5681-263x175.jpg 263w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></b></p>
<h3><b>Wohnmodelle abseits des Mainstreams</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Die meisten Menschen wohnen in WGs, Pärchenwohnungen, Ein-Familien-Häusern. Im ersten Halbjahr 2023 lebten 60 Prozent der Erwachsenen in Deutschland als Paar zusammen. Gegenwärtig gilt als Treiber für veränderte Wohnverhältnisse vor allem die Individualisierung. Zum einen sehen wir die sinkenden Haushaltsgrößen und andererseits, als Gegenreaktion, ein gesteigertes Bedürfnis nach gemeinschaftlichem Wohnen. Ab den 1960er Jahren waren es vor allem Studierende, die eine Pionierrolle beim Entwickeln neuer Wohnformen einnahmen. Dabei stellten Wohngemeinschaften einen Protest gegen die dominante Wohnform der bürgerlichen Kleinfamilie dar.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In Wohngruppenmodellen beziehungsweise Communities wird durch gruppendynamische Abläufe und Lernprozesse eine Demokratisierung und der Abbau hierarchischer Ordnungen angestrebt. Sie verfolgen den Anspruch, soziale-integrative Funktionen wahrzunehmen und wollen daher explizit besonderen Wohnbedürfnissen gerecht werden. Sie zeigen daher einen sozialen Mehrwert, besonders bezogen auf Integration. </span></p>
<h3><b>Der Abschied von der Komfortzone</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Eigentlich wollte ich gar nicht in so eine Community. Ich wollte am liebsten nur ein halbes Jahr weg, kein Ganzes, nach Spanien oder Portugal oder Australien, und in einer Schule oder einem Kindergarten arbeiten. Dass ich im verregneten England landen würde, hätte ich nie gedacht. Nach sorgfältiger Verarbeitung weiß ich: Es war das Beste, das mir hätte passieren können. So weit aus meiner Komfortzone rauszukommen und in einem alternativen Wohnkonzept zu leben, sollte mein ganzes Leben verändern.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In meinem Haus lebten vier andere Freiwillige und fünf Schüler:innen, welche eine Behinderung hatten. Auf dem ganzen Gelände gab es fünf Häuser, eines davon eine Burg und meines, ein Waldorfhaus ohne rechte Winkel. Dazu gab es diverse Werkstätten, Stallungen, Felder und einen Garten. Der Garten war erstaunlich groß und das Gewächshaus schockierend zugewuchert. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Meine Hausmutter war Nikki Durham (50). Sie lebte ihr ganzes Leben in einem Camphill, ist sogar in einem aufgewachsen und hat mein Leben sehr bereichert. Neben einigen anderen Freiwilligen lebte auch Jonatan Gutiérrez (25) aus Kolumbien zusammen mit mir im Haus. Nachdem er zwischendurch nach Kolumbien zurückgekehrt war, hat er sich dann doch wieder dazu entschieden, langfristig zum Camphill-Leben zurückzukehren. Er schätzt die Atmosphäre und die Herzlichkeit der Menschen, die man unterstützt, mit denen man lebt und arbeitet. Auch Nikki kann sich von diesem Lebensstil nicht losreißen und sagt: </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Am meisten schätze ich am Camphill, dass ich mein Leben mit einer solchen Vielfalt von Menschen teilen kann, von den Schüler:innen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen, Perspektiven und Weltanschauungen, über die Mitarbeiter:innen mit ihren verschiedenen Kulturen und Hintergründen bis hin zu den Kolleg:innen, die aufgrund ihrer Rolle und Ausbildung unterschiedliche Einsichten mitbringen. Ich schätze es auch sehr, in einem Umfeld zu arbeiten, das die Schönheit in dem, was und wie wir es tun, schätzt und hochhält – von der Pflege des Hauses bis hin zur gegenseitigen Fürsorge</span><span style="font-weight: 400;">.“</span></p>
<h3><b><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone size-medium wp-image-20971" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/IMG_5194-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/IMG_5194-300x200.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/IMG_5194-1024x683.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/IMG_5194-768x512.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/IMG_5194-1536x1024.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/IMG_5194-2048x1365.jpg 2048w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/IMG_5194-1920x1280.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/IMG_5194-1170x780.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/IMG_5194-585x390.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/IMG_5194-263x175.jpg 263w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></b></h3>
<h3><b>Arbeit mit Menschen ist Gewöhnungssache</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">In der ersten Woche aß ich bei den gemeinsamen Mahlzeiten fast nichts, sondern sah zu, wie meine Tischnachbarin Lucy sich das kleingematschte Essen mit vielen Fingern in den Mund schob, ausspuckte und wieder reinstopfte. Schlucken und Kauen ging nicht. Als jemand auf die grandiose Idee kam, Nudeln zu kochen und ich diese an einem Ende schon fast verdauten Spaghetti am anderen Ende wieder aus Lucys Mund ziehen durfte, hatte ich alles gesehen. Mein Appetit kam zurück. Körperhygiene bei anderen ist auch nur eine Variante des Putzens, sagte ich mir. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich lernte, dass die Arbeit, das Essen und Leben und Feiern mit immer den gleichen Menschen am immer gleichen Ort in gleichen Konstellationen Spannungen, aber auch Langeweile förderten. Raus kam man selten, Einheimische außerhalb der gut abgeschlossenen Bubble lernte niemand kennen. Es ist eben ein sehr besonderes Lebensumfeld. An Ostern kreuzigten wir Brötchen, sprangen über das Feuer und aßen beim Silent Supper in absoluter Stille, an Weihnachten sangen wir für die Kühe, damit sie im nächsten Jahr Milch gaben. Gegessen wurde stets zusammen. Wenn man was vom anderen Tischende wollte, wurde es durch alle Hände gereicht, auch wenn Jack sich nur in unerträglicher Zeitlupe bewegte. Ich merkte, dass Geduld meine Schwachstelle ist und das Essentielle an dieser Arbeit. Ich lernte von den Schüler:innen, warum man authentisch sein soll. Sie besaßen gar nicht die Fähigkeit, sich zu verstellen und dies machte jede:n so einzigartig und wunderbar. Gerade die Eigenarten und besonderen Charakterzüge jeder Person sind das, was am meisten geschätzt und geliebt wird. Diese laut nach außen zu tragen, kann beängstigend sein, birgt aber Chancen für intensive Bindungen mit Menschen in sich. In dem Zuge lernte ich auch, dass ich meine Energie niemals dafür verschwenden sollte, es allen recht machen zu wollen. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p><em><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Das Beste am Camphill ist, dass man nie allein ist und das Schlimmste am Camphill ist, dass man nie alleine ist.</span><span style="font-weight: 400;">“</span></em><span style="font-weight: 400;"> – Motto von Nikki Durham, Hausmutter. </span></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<h3><b>Nun, auf ins Camphill?</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Sicherlich ist das Camphill Community Konzept, vor allem auf Dauer, nicht für jede Person was. Jonatan sagt dazu, dass es für manche Menschen sehr schwierig ist, am selben Ort zu leben und zu arbeiten. Außerdem kann es schwierig sein, sich von der „Außenwelt“ abzuschotten, wenn man länger hier ist. Genauso findet Nikki, dass das Camphill-Leben nicht für jede Person geeignet ist: Denn es ist mehr als ein Job, es ist eine Entscheidung, das Leben auf eine bestimmte Weise zu leben, und es ist sehr intensiv. Wenn es also nicht mit den eigenen Werten übereinstimmt, wird es zu stressig und schadet dem persönlichen Wohlbefinden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dennoch kann ich jeder Person empfehlen, es auszuprobieren. Der eigene Horizont erweitert sich und man wird aus dem engen Familien-Konzept rausgeschmissen, welches sich über die Jahre in unsere Vorstellungen vom Zusammenleben eingebrannt hat. Vorurteile werden abgebaut und man lernt unglaublich viel über sich, über Kommunikation und über Offenheit.</span></p>
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		<title>Das Defizit im Heterosex</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friederike Westrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Mar 2024 11:30:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen ist noch weit vom Optimum entfernt. Zu den betroffenen Bereichen gehört auch Sex. Die Orgasmuslücke beim Heterosex klafft erschreckend weit auseinander. In einer Zeit, in&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen ist noch weit vom Optimum entfernt. Zu den betroffenen Bereichen gehört auch Sex. Die Orgasmuslücke beim Heterosex klafft erschreckend weit auseinander. In einer Zeit, in der sexuelle Aufklärung eines der zentralen Themen ist.</div>
<p>95 Prozent der heterosexuellen Männer kommen meist oder immer beim Sex. Heterosexuelle Frauen nur <b>65 Prozent der Zeit</b>. Das sind ziemlich deutliche Zahlen – und wundern tut das wohl die wenigsten. Vermutlich aus eigener Erfahrung.</p>
<h3><b>Ab wann haben wir Sex?</b></h3>
<p>Unter „Vorspiel” wird die Vorbereitung auf den sexuellen Akt verstanden. Die Penetration. Penis in Vulva ist also das Ersehnte, aber <b>81,6 Prozent der Frauen kommen nicht allein durch Penetration</b>. Was also ist Sex? Gehört da nicht auch alles andere dazu? Streicheln, Lecken, Fingern, Blasen. Das männlich geprägte Verständnis von Sex, also die Penetration, schließt die klitorale Stimulation aus und packt dies in die Kategorie Vorspiel. Fängt der Sex aber nicht schon viel früher an? <b>Frauen kommen im Schnitt nach 14 Minuten während des gemeinsamen Sexes – durch Masturbation schon nach acht Minuten.</b> Natürlich weiß man selbst am besten, was einem gefällt. Das sollte sich in Form von Kommunikation in den gemeinschaftlichen Sex einbauen lassen, damit das sogenannte Vorspiel eine genauso zentrale Rolle spielt wie die Penetration.</p>
<h3><b>Die Spitze des Lustorgans</b></h3>
<p><b>5 bis 10 Prozent der Frauen haben noch nie einen Orgasmus erlebt.</b> Hängt das vielleicht mit der Aufklärung zusammen? In dieser wird die weibliche Sexualität und Anatomie meist komplett weggelassen. Um zu wissen, wie Frauen kommen, ist es wichtig zu verstehen, wie der Schwellkörper Klitoris überhaupt aussieht. Viele denken dabei nur an die kleine Perle und wissen gar nicht, dass sie nur die Spitze des Eisberges ist. Sie ist nur der kleine sichtbare Fortsatz. Der Großteil der Klitoris liegt im Körper. Sie besitzt rund 8000 Nervenenden, während die männliche Eichel nur einige hundert besitzt. Es kann also viel mehr stimuliert werden als die kleine Perle.</p>
<h3><b>Die Scham vor den Lippen</b></h3>
<p>Sprache hat einen großen Einfluss darauf, wie man denkt. Besonders bei den weiblichen Geschlechtsorganen wird dies deutlich. Kannst du meine Schamlippen berühren? Da kommunizieren einige Frauen lieber gar nicht im Bett. Wie wäre es denn stattdessen mit Venuslippen oder Lustlippen? Das Patriarchat und die männlichen Prinzipien sitzen tief. Ist das wohl auch der Grund dafür, dass <b>59 Prozent der Frauen schon mal einen Orgasmus vorgetäuscht haben?</b></p>
<p>Noch deutlicher wird das Problem beim Heterosex im Vergleich: <b>86 Prozent der homosexuellen Frauen kommen meist oder immer beim Sex, während es bei bisexuellen 66 Prozent und bei heterosexuellen Frauen nur 65 Prozent sind. </b>Es wird Zeit, dass sich nicht mehr alles nur um den Penis dreht.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Stolz und Vorurteil</title>
		<link>https://www.unipress.at/gesellschaft/stolz-und-vorurteil/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friederike Westrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jan 2024 11:40:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In unserer Gesellschaft immer noch ein Tabu-Thema: Geschlechtskrankheiten. Die Zahl der Infizierten steigt stetig an und dennoch wird kaum darüber geredet. Fehlendes Wissen und Scham spielen dabei eine große Rolle.&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">In unserer Gesellschaft immer noch ein Tabu-Thema: Geschlechtskrankheiten. Die Zahl der Infizierten steigt stetig an und dennoch wird kaum darüber geredet. Fehlendes Wissen und Scham spielen dabei eine große Rolle.</span></div>
<p><span id="more-20309"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Chlamydien? Ich? Dafür habe ich doch viel zu wenig Sex. Ich fühle mich topfit. Ich bin schon lange in einer Beziehung. Das würde ich doch merken. Oder nicht?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Hand aufs Herz, wie häufig hast du dir Gedanken über Geschlechtskrankheiten gemacht und dann gedacht, dass dich das sicher nicht betrifft? Kennst du eigentlich die häufigsten STDs und deren Symptome? Und ist dir schon einmal der Unterschied bei der Testhäufigkeit zwischen Männern und Frauen aufgefallen? </span></p>
<h3><b>STDs im Vormarsch</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Abkürzung STD steht für „Sexually Transmitted Disease”, genau das Gleiche meint die Abkürzung STI mit „Sexually Transmitted Infection”. Das Gefährliche an den STDs sind die Tabuisierung, die Scham, die Wissenslücken und die diffusen oder gar fehlenden Symptome.  </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Tatsächlich sieht man an den Zahlen vom Robert-Koch-Institut, dass die Zahl der Infizierten immer mehr steigt. 2022 steckten sich in Deutschland mehr als 16.500 Menschen mit Hepatitis B und etwa 300.000 mit Chlamydien an. Somit haben sich die Zahlen seit dem Vorjahr fast verdoppelt. In Österreich infizieren sich pro Jahr rund 30.000 Menschen mit Chlamydien, acht von zehn aller Frauen und Männer stecken sich im Laufe ihres Lebens mit HPV an und ein bis zwei Menschen pro Tag mit HIV. Es wird davon ausgegangen, dass sich fast jeder sexuell aktive Mensch irgendwann mal mit HPV infiziert. </span></p>
<h3><b>Grippe oder HIV?</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Typische Symptome für viele STDs sind zum Beispiel Juckreiz, Hautveränderungen – heißt: Rötungen, kleine offene Wunden, Blasen, Knötchen, Ausfluss, Brennen beim Urinieren, Schmerzen im Unterbauch oder geschwollene Lymphknoten. Das Gemeine: In vielen Fällen treten gar keine Symptome auf, oder sie sehen wie die einer Grippe oder einer Magen-Darm-Infektion aus. Von vielen Expert:innen wird daher für sexuell aktive Menschen empfohlen, einmal pro Jahr eine ärztliche Kontrolle auf STDs durchführen zu lassen. </span></p>
<h3><b>„Ich benutz’ doch eh immer Kondome.”</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Neben Kondomen bieten auch Lecktücher Schutz. Zudem ist Hygiene wichtig und das Vermeiden von Kontakt mit Blut oder offenen Hautstellen. Auch sollten Sexspielzeuge nicht mit mehreren Personen gleichzeitig verwendet werden. Bei Drogenkonsum sollten die Utensilien nicht geteilt werden. Trotzdem kann eine Übertragung durch solche Maßnahmen nicht völlig ausgeschlossen werden. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die meisten Geschlechtskrankheiten sind sogenannte Schmierinfektionen, die auch oral übertragen werden. Sich danach mit dem Finger in den Mund oder in die Augen zu fassen, kann also auch zur Ansteckung führen. STDs wie Herpes, Syphilis oder HPV können außerdem auch andere Stellen befallen, über die kein Kondom kommt, wie Vulva, Damm oder Hodensack.</span></p>
<h3><b>Lästige Mitbewohner</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Neben den klassischen STDs zählen leider auch Parasiten zu sexuell übertragbaren Plagegeistern. So mögen Filzläuse, Trichomonaden und Skabies (Krätze) gerne engen Körperkontakt. Tatsächlich ist die Trichomonaden-Infektion die häufigste sexuell übertragbare Krankheit weltweit und kann zu Verklebung in den Eileitern, Unfruchtbarkeit und Nierenerkrankungen führen. Glücklicherweise wird man Parasiten relativ einfach wieder los, sei es mit Tabletten, Salben oder Teebaumöl (bewährt bei Krätze).</span></p>
<h3><b>Der Selbstversuch</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Als ich Menschen vom Selbstversuch erzählte, dachten einige, ich wollte testen, wie schnell ich mir STDs einfangen kann. Das wäre sicherlich auch abenteuerlich gewesen. Aber hier ging es darum, wie man sich am besten testen lassen kann, was in Innsbruck niederschwellig, kurzfristig und einfach beim </span><b>Zentrum Sexuelle Gesundheit Tirol</b><span style="font-weight: 400;"> geht. Auf deren Website kann man meist schon für die kommenden Tage (jedoch immer nur montags oder dienstags) einen Termin auswählen, sich einen anonymen Kennnamen geben und STDs auswählen, auf die man sich testen lassen möchte. Folgende stehen zur Auswahl: </span><b>HIV</b>, <b>Lues </b><span style="font-weight: 400;">(Syphilis), </span><b>Chlamydien</b><span style="font-weight: 400;">, </span><b>Gonorrhoe </b><span style="font-weight: 400;">(Tripper), </span><b>Hepatitis</b><span style="font-weight: 400;"> A/B/C und </span><b>HPV</b><span style="font-weight: 400;">. Der HIV-Labortest ist kostenlos. Die anderen kosten zwischen 15 und 40 Euro. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Folgende Aussage des Zentrums ist besonders hervorzuheben: </span><i><span style="font-weight: 400;">„Das Zentrum Sexuelle Gesundheit Tirol sieht sich als Protagonist der Normalisierung und tritt gegen Stigmatisierung, Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt auf, weist auf Diskrepanzen hin und gibt Menschen eine Stimme, die von der Norm abweichen.&#8221;</span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vor Ort läuft das Ganze unkompliziert ab. Man meldet sich an, wartet sitzend im Gang, bewundert Gender- und Aufklärungsposter und wird mit seiner, teilweise sehr lustigen, Kennung aufgerufen. Im kurzen Beratungsgespräch werden einem die Abläufe der Tests vorgestellt. Besonders bei HIV wird betont, dass die letzten sechs Wochen nicht in den Test reinzählen werden, und es wird gefragt, warum gerade auf diese Krankheiten getestet werden sollen. Ich entschied mich für HIV und Syphilis, da der HIV-Test eh kostenlos war und Syphilis sehr leicht übertragbar ist, und für Chlamydien, da sie so verbreitet sind und es bei dieser Erkrankung häufig keine Symptome gibt. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Gespräch läuft in einer sehr lockeren und entspannten Atmosphäre ab. Anschließend wird einem Blut am Arm abgenommen und das Testergebnis kann nach ein paar Tagen abgeholt werden. Alles in allem ein sehr positiver und lustiger Ausflug – zu dem ich meine ganze WG mitgenommen habe. Der Aufwand ist gering und ich kann jedem empfehlen, ohne oder mit Verdacht, sich einfach mal testen zu lassen. Im Gespräch mit Menschen aus meinem Umfeld fiel mir auf, dass eine Erkrankung mit Chlamydien gar nicht so selten ist und einige dies nur durch einen zufälligen Test herausgefunden haben.</span></p>
<div id="attachment_20314" style="width: 235px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-20314" decoding="async" loading="lazy" class="size-medium wp-image-20314" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/01/Zentrum-sexuelle-gesundheit1-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/01/Zentrum-sexuelle-gesundheit1-225x300.jpg 225w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/01/Zentrum-sexuelle-gesundheit1-768x1024.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/01/Zentrum-sexuelle-gesundheit1-1152x1536.jpg 1152w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/01/Zentrum-sexuelle-gesundheit1-1170x1560.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/01/Zentrum-sexuelle-gesundheit1-585x780.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/01/Zentrum-sexuelle-gesundheit1.jpg 1200w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /><p id="caption-attachment-20314" class="wp-caption-text">Bild: Friederike Westrich</p></div>
<h3>Info</h3>
<p><b>Gonorrhoe / Tripper</b></p>
<p><b>Symptome</b><span style="font-weight: 400;">: schleimig, eitriger Ausfluss aus Penis/Scheide, nach Oralverkehr Halsschmerzen, Schmerzen beim Urinieren. </span><b>Ansteckung</b><span style="font-weight: 400;">: Vaginal-/Anal-/Oralverkehr, Schleimhautkontakt, Übertragung durch Hände und Sexspielzeuge. </span><b>Folgen</b><span style="font-weight: 400;">: z.B. Unfruchtbarkeit. </span><b>Behandlung</b><span style="font-weight: 400;">: Antibiotika.</span></p>
<p><b>Lues / Syphilis </b></p>
<p><b>Symptome</b><span style="font-weight: 400;">: Geschwür am Penis, Scheide, After, Mund (1. Stadium), Hautausschlag an Fußsohlen und Handflächen (2. Stadium), Befall von Organen, Knochen, Nervensystem (3. Stadium). </span><b>Ansteckung</b><span style="font-weight: 400;">: Vaginal-/Anal-/Oralverkehr, Kontakt mit infektiösen Sekreten (sehr leicht übertragbar!). </span><b>Folgen</b><span style="font-weight: 400;">: z.B. Gleichgewichtsstörungen, Denkstörungen, geistiger Verfall. </span><b>Behandlung</b><span style="font-weight: 400;">: Antibiotika.</span></p>
<p><b>Chlamydien</b></p>
<p><b>Symptome</b><span style="font-weight: 400;">: meist keine / eitriger Ausfluss, Brennen beim Urinieren. </span><b>Ansteckung</b><span style="font-weight: 400;">: Vaginal-/Anal-/Oralverkehr, Petting, Übertragung durch Sexspielzeuge, Schmierinfektion! </span><b>Folgen</b><span style="font-weight: 400;">: z.B. Unfruchtbarkeit, Entzündungen der Rektum- und Vaginalschleimhaut, Gelenkentzündungen. </span><b>Behandlung</b><span style="font-weight: 400;">: Antibiotika. </span></p>
<p><b>HIV</b></p>
<p><b>Symptome</b><span style="font-weight: 400;">: Grippeähnlich. Schwächung des Immunsystems. </span><b>Ansteckung</b><span style="font-weight: 400;">: Vaginal-/Anal-/Oralverkehr, Blutkontakt. </span><b>Folgen</b><span style="font-weight: 400;">: Ansteckung an schweren Infektionen/ Erkrankungen durch geschwächtes Immunsystem (erst dieses Stadium heißt AIDS). </span><b>Behandlung</b><span style="font-weight: 400;">: Heilung nicht möglich. Medikamente verhindern die Vermehrung der HI-Viren, lebenslange Therapie. </span></p>
<p><b>Hepatitis A/B/C</b></p>
<p><b>Symptome</b><span style="font-weight: 400;">: Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit, kein Appetit, heller Stuhlgang, dunkler Urin, Gelbsucht, Müdigkeit, meist keine bei Hepatitis C. </span><b>Ansteckung</b><span style="font-weight: 400;">: Vaginal-/Anal-/Oralverkehr, Blut und andere Körperflüssigkeiten. </span><b>Folgen</b><span style="font-weight: 400;">: z.B. Leberschäden. </span><b>Behandlung</b><span style="font-weight: 400;">: Medikamente, Impfung für Hepatitis A, B. </span></p>
<p><b>Herpes</b></p>
<p><b>Symptome</b><span style="font-weight: 400;">: Jucken, Bläschen, Geschwüre an Lippen/ Scheide/ Penis/ After, Fieber, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen. </span><b>Ansteckung</b><span style="font-weight: 400;">: Vaginal-/Anal-/Oralverkehr, Schmierinfektion, Kontakt mit offenen Bläschen. </span><b>Folgen</b><span style="font-weight: 400;">: Immer wiederkehrende Krankheitsschübe, z.B. bei Stress. </span><b>Behandlung</b><span style="font-weight: 400;">: Erreger bleibt für immer im Körper. Salben, Tabletten gegen die Symptome. </span></p>
<p><b>HPV / Feigwarzen</b></p>
<p><b>Symptome</b><span style="font-weight: 400;">: keine / Warzen an Geschlechtsteilen. </span><b>Ansteckung</b><span style="font-weight: 400;">: Vaginal-/Anal-/Oralverkehr, Hautkontakt, Küssen. </span><b>Folgen</b><span style="font-weight: 400;">: z.B. Feigwarzen, Anal-/Gebärmutterhalskrebs. </span><b>Behandlung</b><span style="font-weight: 400;">: Entfernung der Warzen, Vorsorgeuntersuchungen für Krebs. Präventiv: Impfung. </span></p>
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		<item>
		<title>Die besten Orte in Innsbruck, um Anschluss zu finden                                                 </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friederike Westrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Oct 2023 10:30:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lokal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Menschen ansprechen, aus der Komfortzone treten, am besten an Orten, die dafür gute Gegebenheiten bieten. Der Studienstart ist keine Garantie, dass man Anschluss findet, es gibt aber viele Möglichkeiten in&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Menschen ansprechen, aus der Komfortzone treten, am besten an Orten, die dafür gute Gegebenheiten bieten. Der Studienstart ist keine Garantie, dass man Anschluss findet, es gibt aber viele Möglichkeiten in Innsbruck, die einem das Menschen-Kennenlernen erleichtern.</div>
<p><span id="more-19843"></span></p>
<p>Ich könnte diesen Artikel nun mit dem garstigem Corona-Virus einleiten, aber ganz ehrlich: Leute kennenzulernen und Anschluss in einer neuen Stadt zu finden, ist immer eine Herausforderung. Bevor ich zu den besten Orte komme, erstmal was zur Grundausstattung.</p>
<p>Du ziehst in eine neue Stadt, neuer Studiengang, neuer Anfang. Man sollte meinen, dass all die Menschen aus deinem Studiengang ausreichen sollten, um jemanden kennenzulernen. Aber oft finden sich Freund:innen eher außerhalb der Uni. Der anonyme Hörsaal scheint nicht einladend für Gespräche, die Sitznachbar:innen sitzen zwei Plätze weiter und haben verschlossene Gesichter. Aber du vielleicht auch? Zunächst mal ist es egal, an welche Orte du gehst, auf die Einstellung kommt es an. Willst du angesprochen werden, oder sprichst du an? Schaust du Menschen offen ins Gesicht oder scheust du Blickkontakt? Die größte Hürde ist wohl die bequeme, aber vielleicht einsame Komfortzone. Aus der wollen wir raus und das ist schwierig.</p>
<h3>Das Hindernis des Ansprechens</h3>
<p>Ich stelle mir immer die Frage: Was kann schon passieren? Eine Absage bekommen? Aber ist es das Risiko nicht wert, wenn ich die Möglichkeit bekomme, neue Menschen kennenzulernen? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, sagte Mama.</p>
<p>Also gut, jemanden ansprechen. Im Hörsaal zwei Plätze näher rücken, Hallo sagen, nach dem Namen fragen. Die andere Person traut sich wahrscheinlich genauso wenig wie du und ist froh, dass jemand auf sie zukommt. Oder sie möchte wirklich allein sein und das Gespräch stellt sich wieder ein. Das ist wohl das Schlimmste, was passieren kann. Sobald man redet, ist man vielleicht erstmal im Smalltalk gefangen, und jetzt kommt es auf die Fragen drauf an. Sei kreativ, geh auf das Gesagte ein und stelle interessierte Fragen. Und dann gibt es noch die Hürde zum Verabreden. Hast du vielleicht mal Lust, mit mir zum Rauschbrunnen hochzuwandern?</p>
<h3>Nun konkret: die Orte</h3>
<p>Egal wohin, am besten allein. Was war dein Hobby, bevor du nach Innsbruck gekommen bist? Hier bist du deiner Komfortzone noch am nächsten. Finde deine neue Laufgruppe, deinen neuen Chor, deinen neuen Literaturkreis, zum Beispiel mit Hilfe von Google, dann eine E-Mail an die Gruppe oder den Verein schreiben. Vielleicht gibt es ein Einsteigenden-Treffen oder du kannst direkt dazu kommen.<strong> </strong>Der aufregendste Moment ist wohl, wenn man sich zum ersten Mal auf den Weg macht ins Ungewisse. Wie werden die Menschen dort sein? Kann ich mithalten? Nervosität vorher ist nicht selten<strong>. </strong>Wenn es dir nicht gefällt oder dich nicht wohl fühlst, kannst du einfach wieder nach Hause fahren. Aber im besten Fall findest du Menschen, die dein Hobby oder deine Leidenschaft teilen und darüber kannst du leicht ins Gespräch kommen.</p>
<p>Nun ist die neue Stadt aber auch dafür da, was Neues auszuprobieren. Der Satz „Ich wollte schon immer mal… ausprobieren“ fällt bei vielen Menschen sehr häufig. Je öfter man über den eigenen Schatten springt, desto einfacher wird es. Mit am niederschwelligsten, um gleichzeitig was Neues ausprobieren und andere neugierige Menschen kennenlernen, sind wohl die Unisport-Kurse. Hier gibt es endlose Möglichkeiten von Aikido über Canyoning bis hin zu historischem Fechten. Manchmal hat man das Glück, dass Menschen fragen, ob man danach noch was trinken gehen möchte, wenn nicht, frag du doch einfach mal.</p>
<h3>Gruppen mit offenen Armen</h3>
<p>Auch wenn man in Innsbruck manchmal danach suchen muss, gibt es neben Sport auch noch andere Aktivitäten und Gruppen. Im offenem Improtraining im Bogentheater lernt man so richtig, aus seiner Komfortzone herauszutreten. Bei der UNIpress werden Schreibbegeisterte mit offenen Armen aufgenommen. Das Lindy Forum in der Bäckerei (Kulturbackstube) bietet einen Einstieg ins Swing Tanzen, mit einem Beginner Taster und danach offener Tanzfläche. Hier braucht man keinen Partner/ keine Partnerin mitbringen, nur Körperkontakt mit Fremden darf man nicht allzu sehr scheuen. Das gleiche gilt für das Acroyoga-Treffen vom Acroversum. Hier wird man herzlich aufgenommen, und wenn man zusammen an Übungen arbeitet, ist die Hürde zum Kennenlernen fast verblasst. Des Weiteren findet man bei der Jongliergruppe, beim Foodsharing oder bei politischen Gruppen guten Anschluss. Auch Events wie Open Mics, Poetry Slams und die Critical Mass (jeden letzten Freitag im Monat) sind Möglichkeiten, Menschen zu treffen. Das waren jetzt genug Vorschläge, jetzt liegt es an dir!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Konfliktthema Kraftwerk Kaunertal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friederike Westrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Mar 2023 11:30:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei der Premiere und Podiumsdiskussion im Leokino zum Film „Bis zum letzten Tropfen – Tirol und die Wasserkraft“ ging es um die Frage, was wir in der Energiekrise falsch machen.&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Bei der Premiere und Podiumsdiskussion im Leokino zum Film „Bis zum letzten Tropfen – Tirol und die Wasserkraft“ ging es um die Frage, was wir in der Energiekrise falsch machen.</div>
<p><span id="more-18792"></span>Was ist denn nun wichtiger? Klimakrise oder Biodiversitätskrise? Moore oder Wasserkraft? Wilde Flüsse oder Energiegewinnung? Kohlenstoffsenke oder erneuerbare Energien? Das Land Tirol sagt, Moore gehören zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen weltweit. Dem stetigen Verlust durch Entwässerung, Torfabbau und intensive Bewirtschaftung soll etwas entgegen gesetzt werden, rund 90 Prozent der Tiroler Moorflächen sind bereits zerstört. Das Land Tirol rühmt sich mit der Initiative „Aktiv für Moore“ und der Moorrenaturierung im Karwendel.</p>
<p>Das noch intakte Moorgebiet mit 20 Hektar Fläche im Platzertal dagegen spielt wohl keine so große Rolle. Die Kraftwerkpläne der TIWAG zum Ausbau des Kraftwerks im Kaunertal durch einen Stausee im Platzertal sind schon lange ein heißes Thema. Wasser soll mit einem 120 Meter hohen Staudamm aufgestaut werden und das Wasser aus Venter und Gurgler Ache soll abgeleitet werden.</p>
<h3>Ausgebuchter Kinosaal</h3>
<p>Der Filmmacher Harry Putz fährt ins Platzertal, trifft Menschen und Meinungen. Das Ganze wird kompakt in 30 Minuten dargestellt, aus der Sicht der Gegner:innen des Kraftwerks und in Zusammenarbeit mit dem Verein WET – Wildwasser erhalten Tirol. Nun fand die Premiere im Leokino statt – kostenlos und ausgebucht. Viele auf Glück Hoffende versuchten, auch ohne Reservierung einen Platz zu erhaschen, doch der Andrang war zu groß.</p>
<p>Besonders spannend war wohl die Aussicht auf eine einstündige Podiumsdiskussion zwischen den Mitwirkenden: Michael Reischer (Tiroler Umweltanwaltschaft), Bettina Urbanek (WWF Österreich), Prof. Dr. Leopold Füreder (Universität Innsbruck), Liliana Dagostin (Österreichischer Alpenverein) und Produzent Harry Putz.  Allein Joseph Geißler aus der Tiroler Landesregierung hatte abgesagt.</p>
<h3>Keine Klimamaßnahme?</h3>
<p>Auf die Frage hin, wer sich von den Zuschauenden schon mit dem Thema beschäftigt hätten, meldete sich fast der gesamte Saal. Das Interesse scheint sehr groß, jedenfalls in der passenden Bubble.</p>
<p>In der Diskussion geht es dann um die Vorgehensweise, um die Einordnung in den Gesamtzusammenhang, um die Möglichkeiten zur Verhinderung. „Warum muss die Realisation in Tirol stattfinden?“, fragt sich Michael Reischer. Vom Kraftwerk in Kühtai geht der Großteil der Energie nach Deutschland, jedoch werde immer beworben, dass viele Haushalte in Tirol, nicht woanders in der Welt von der Energie profitieren können. Der Bau eines Wasserkraftwerks sei erstmal keine Klimamaßnahme, sagt Reischer. Energiequellen müssen reduziert werden, da führt kein Weg drumherum.</p>
<p>Zudem gäbe es in Österreich schon viele Pumpspeicherwerke, weltweit sind wir auf Platz acht, sagt Bettina Urbanek. Warum die TIWAG und das Land Tirol nicht andere Wege einschlagen, fragt sie sich. Man könne nicht nur auf Wasserkraft setzen. Auch sie findet, es brauche eine wirkliche Energiereduktion. Daraufhin sagt Liliana Dagostin, ein Tag Baggern verbrauche eine Tonne CO<sub>2</sub>. Zeitlich kann man die Klimaziele von Paris auf jeden Fall nicht erreichen. Sie setzt auf die Verbesserung von bestehenden Anlagen.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter wp-image-18794 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/v.l.n.r.-Mitwirkende-Putz-Goetsch-Reischer-Vogt-Urbanek-Dagostin-Fuereder-Steidl-Stevens-Scheiber-Rudig.-c-Stuart-Knowles-scaled-e1678989307192-1012x1024.jpg" alt="" width="1012" height="1024" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/v.l.n.r.-Mitwirkende-Putz-Goetsch-Reischer-Vogt-Urbanek-Dagostin-Fuereder-Steidl-Stevens-Scheiber-Rudig.-c-Stuart-Knowles-scaled-e1678989307192-1012x1024.jpg 1012w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/v.l.n.r.-Mitwirkende-Putz-Goetsch-Reischer-Vogt-Urbanek-Dagostin-Fuereder-Steidl-Stevens-Scheiber-Rudig.-c-Stuart-Knowles-scaled-e1678989307192-296x300.jpg 296w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/v.l.n.r.-Mitwirkende-Putz-Goetsch-Reischer-Vogt-Urbanek-Dagostin-Fuereder-Steidl-Stevens-Scheiber-Rudig.-c-Stuart-Knowles-scaled-e1678989307192-768x777.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/v.l.n.r.-Mitwirkende-Putz-Goetsch-Reischer-Vogt-Urbanek-Dagostin-Fuereder-Steidl-Stevens-Scheiber-Rudig.-c-Stuart-Knowles-scaled-e1678989307192-1517x1536.jpg 1517w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/v.l.n.r.-Mitwirkende-Putz-Goetsch-Reischer-Vogt-Urbanek-Dagostin-Fuereder-Steidl-Stevens-Scheiber-Rudig.-c-Stuart-Knowles-scaled-e1678989307192-1170x1184.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/v.l.n.r.-Mitwirkende-Putz-Goetsch-Reischer-Vogt-Urbanek-Dagostin-Fuereder-Steidl-Stevens-Scheiber-Rudig.-c-Stuart-Knowles-scaled-e1678989307192-585x592.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/v.l.n.r.-Mitwirkende-Putz-Goetsch-Reischer-Vogt-Urbanek-Dagostin-Fuereder-Steidl-Stevens-Scheiber-Rudig.-c-Stuart-Knowles-scaled-e1678989307192.jpg 1707w" sizes="(max-width: 1012px) 100vw, 1012px" /></p>
<h3>Raubbau an Ökosystemen</h3>
<p>Auch Leopold Füreder findet, eine nachhaltige Zerstörung der Landschaft dürfe nicht passieren. Moore können nicht so einfach wiederhergestellt werden, das bräuchte hunderte bis tausende Jahre. Wir sollten uns als Gesellschaft die Frage stellen, ob wir weiter den Weg gehen wollen, den wir die letzten 100 Jahre gegangen sind. So löse sich das Problem nicht. Zudem sind die Wechselwirkungen in den Mooren noch gar nicht ganz verstanden, und werden sie auch nicht, wenn diese vorher zerstört werden. Der Raubbau an den Ökosystemen müsse ein Ende haben.</p>
<p>Zuletzt gibt er einen Ratschlag: Nicht alles soll man glauben, wo das Etikett „gut“ draufsteht. Am Ende noch die Frage, wie das Ganze verhindert werden könnte. Sensibilisierung der breiten Masse und das Unterschreiben der Petition sei hilfreich. Ist der einzige Weg dagegen durch die Gesellschaft und Menschen auf der Straße? Es kann nur der Wille der Öffentlichkeit sein, etwas zu verändern, kommt es am Ende aus dem Publikum.</p>
<p>Intakte Natur, Ökosystemdienstleisungen, ein funktionierender Kreislauf gegen Klimaerwärmung. Das alles spricht gegen Flächenfraß und Verbauung, geschweige denn von den sozialen Problemen, die bei den Anwohnenden auftreten, vor allem in der Landwirtschaft, im Wassersport und im Tourismus. Der große Andrang auf die Premiere zeigt die Wichtigkeit des Themas. Daher wurde auch eine Zusatzveranstaltung organisiert – am 22.03.2023 im Patagonia Store. Zudem findet nun eine zweimonatige Filmtournee durch das ganze Oberland statt und ab Mai läuft der Film im Leokino.</p>
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		<title>In den Klauen des Winterblues</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friederike Westrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jan 2023 11:30:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele kämpfen zu dieser Jahreszeit mit depressiven Verstimmungen. Aber wann sollten diese als ernsthafte Depression gewertet werden? Es ist ein Kampf. Jeder Tag zieht sich unendlich in die Länge. Du&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Viele kämpfen zu dieser Jahreszeit mit depressiven Verstimmungen. Aber wann sollten diese als ernsthafte Depression gewertet werden?</div>
<p><span id="more-18331"></span></p>
<p>Es ist ein Kampf. Jeder Tag zieht sich unendlich in die Länge. Du bist unausgeglichen, gereizt, traurig. Gedrückt und schlapp schleichst du umher. Erschöpfung und Energielosigkeit folgen dir auf Schritt und Tritt. Dabei ist es gerade einmal 17 Uhr. Und doch hat dich die Bettschwere schon erreicht. Sie hängt dir Klötze an die Unternehmungslust. Wie ist damit umzugehen? Was ist überhaupt die Ursache?</p>
<p>Eine seltene, aber nicht ganz unwahrscheinliche Möglichkeit, ist eine sogenannte saisonal abhängige Depression. Auch SAD genannt.</p>
<p>Was genau aber ist das? SAD kommen meist im Zuge von Lichtmangel in den Wintermonaten auf. Die Symptome der krankhaft gedrückten Stimmung treten meist Anfang Herbst auf und klingen im Frühjahr automatisch wieder ab. Unterschieden werden muss somit von einer klassischen Depression. Allerdings sind SAD auch nicht das Gleiche wie der Winterblues, der viel milder verläuft. Diese Verwechslung führt oft dazu, dass Menschen überdiagnostiziert werden.</p>
<p>Wie erkennst du also eine echte Erscheinung von SAD und was kannst du dagegen tun?</p>
<h2>Du bist schlapp und meist todmüde?</h2>
<p>Der Wecker klingelt, doch es ist noch dunkel draußen. Du fühlst dich, als wärst du in der Nacht überfahren worden und musst alle nicht vorhandene Energie aufwenden, um dich aus dem Bett zu hieven. Die Aufgaben für heute scheinen unmöglich. Warum nicht – eingekuschelt zwischen Bären und Siebenschläfern – auf den Frühling warten?</p>
<p>Winterschlaf als Form des Energiesparens erscheint das einzig sinnvolle in der dunklen Jahreszeit. Schließlich fährt die Natur im Winter komplett herunter. Nur der Mensch muss es mal wieder anders machen und fährt nun richtig hoch: Mit den Tourenski die schlappen Schneehühner aufscheuchen oder beim Nachtrodeln die Gämse erschrecken. Mit elektrischem Licht und Koffein halten wir uns wach, obwohl auch unsere biologische Uhr an die Lichtverhältnisse angepasst ist.</p>
<p>Für Menschen mit SAD sind ein ausgeprägtes Schlafbedürfnis und Antrieblosigkeit typische Symptome. Im Winter herunterzufahren, sollte daher normalisiert werden. Solange man nicht vergisst, dazwischen etwas frische Luft zu schnappen. Denn indem du dich aufraffst, beugst du der Müdigkeit ein wenig vor.</p>
<h2>Du hast null Bock und bist das Gegenteil von aktiv?</h2>
<p>Deine Freundin sagt dir für heute Abend ab und du bist unendlich erleichtert. Du kannst im warmen Bett bleiben. Die Hausarbeit schleppt sich seit Wochen mühsam dahin und selbst für das KI (Kletterzentrum) kannst du dich nur sehr schwer motivieren. Durch Serienschauen lässt sich die Ermattung besser ertragen, die To-Do-Liste, die nebenbei immer länger wird, leichter ignorieren. Manchmal ist es fast am erträglichsten, im Zimmer zu sitzen und die Wand anzustarren.</p>
<p>Doch richtig behandeln lassen sich SAD-Symptome wie Lustlosigkeit, Energielosigkeit und Mattigkeit auch mit Lichttherapie. Sich eine UV-Lampe für den Schreibtisch zuzulegen, ist eine Überlegung wert. Manche schwören auch auf Vitamin-D-Präparate – diese sind rezeptfrei in jeder österreichischen Apotheke erhältlich. Wobei: Wissenschaftlich belegt ist das nicht. Zwar bekommst du im Winter weniger Sonne als im Sommer ab, aber zu einem Vitamin-D-Mangel führt das nicht zwingend. Denn dein Körper kann in den Muskeln und im Fettgewebe Reserven anlegen. Dazu reicht es schon, dreimal die Woche Sonne auf die Haut zu lassen (nur so lange, dass man keinen Sonnenbrand bekommt). Die Einnahme solltest du also vorher trotzdem mit einem Arzt abklären.</p>
<p>Zudem könntest du versuchen, deine Energie einzuteilen. Überlege dir, was dir wirklich Freude bringt. Und welche Menschen in deinem Leben vielleicht mehr Energie ziehen als geben.</p>
<h2>Du verspürst einen Drang, allein zu sein, fühlst dich aber auch einsam?</h2>
<p>Du sitzt in einem Seminar oder einer total überfüllten Vorlesung, kennst aber gefühlt keinen.<span class="Apple-converted-space">  </span>Du gehst in die Bib zum Lernen, findest aber nur einen Platz neben Fremden. Zu Hause sind deine Mitbewohner mal wieder alle mit sich selbst beschäftigt. Prüfungsphase halt. Dein Reflex ist, dich zurückzuziehen. Denn die Wahrheit ist, dass du dich momentan überall und jederzeit einsam fühlst – egal, wie viele Menschen sich physisch um dich herum befinden. Keiner trägt zum Zusammengehörigkeitsgefühl bei. Also wozu?</p>
<p>Wenn du es satthast, “allein” zu sein, ist es wichtig, das Problem nicht durch Isolation zu verstärken. Umzingle dich mit Familie und Freunden. Plane Zeit in jeden Tag ein, um mit ihnen persönlich, per E-Mail, Social Media, Sprachanruf oder Textnachricht in Kontakt zu bleiben. Rede mit Menschen, denen du vertraust, und teile deine Gefühle mit ihnen. Lass alles raus. Finde Aktivitäten, die dir Spaß machen, finde zurück zu einem alten Hobby oder nehme an einem Kurs teil, um etwas Neues zu lernen. Vielleicht triffst du ja mehr Leute mit ähnlichen Interessen.</p>
<h2>Es fällt dir schwer, Self-Care zu betreiben?</h2>
<p>Duschen fühlt sich wie ein Verdienst an. Es ist so viel einfacher, dein fettiges, verknotetes Haar in einen Messy Bun zu binden, als nach einer Bürste zu greifen. Gesicht waschen, Zähne putzen, Nägel schneiden – das ist alles zu viel verlangt. Du versteckst dich lieber vor der Welt. Isst nichts. Oder bestellst alle deine Mahlzeiten bei Lieferando. Das Fitnessstudio, die Homeworkouts oder das Training lässt du ganz aus.</p>
<p>Bist du einmal im sprichwörtlichen Depressionsloch drinnen, vergisst du nämlich, dass das, wofür du scheinbar keine Energie hast, genau das ist, was dir Energie gibt. Ein Bad zu nehmen. Den Dreck des Tages abzuschrubben. Eine frische Mahlzeit zu essen. Generell Maßnahmen zu ergreifen, die deine Gesundheit erhalten. Vernachlässigst du deine Selbstfürsorge, verlierst du immer mehr das Gefühl, diese verdient zu haben. Daher ist es wichtig, deine Routinen beizubehalten. Du kannst sie sogar mit entspannenden Aktivitäten ausbauen, statt dich selbst einzuschränken. Sei einfach nett zu dir. Geduldig mit dir.</p>
<h2>Rettende Unterstützung</h2>
<p>Die gute Nachricht ist also: Es gibt viele nichtinvasive Heilmittel für SAD. Bei allen Praktiken ist der Wert einer richtigen Psychotherapie und stärkeren Medikamenten – also Psychopharmaka – allerdings nicht zu unterschätzen. Da SAD mit dem Serotoninspiegel verbunden sind, werden häufig Antidepressiva der zweiten Generation gewählt, die auf Neurotransmitter abzielen. Unter diesen sind selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) eine häufige Wahl. Insbesondere Fluoxetin (Markenname: Prozac), wird vielfach zur Behandlung eingesetzt, aber auch Bupropion (Markenname: Wellbutrin). Der erste Schritt ist, einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Fällt es dir schwer, die Energie dazu aufzubringen, oder ist die Hürde zu groß, dann wende dich an enge Vertraute. Frag sie, ob sie dir dabei helfen können. Menschen mit SAD können bürokratische Schwellen oft nur mit großer Mühe überwinden. Hilfe bei der Recherche und beim Telefonieren tragen zur rettenden Unterstützung bei.</p>
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		<title>Die besten Orte in Innsbruck, um Silvester zu feiern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friederike Westrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Dec 2022 11:30:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jedes Jahr die gleiche ermüdende Frage: Wo wird gefeiert? Oder wichtiger: Mit wem? Wer zieht großes Tamtam vor, wer die Leere des Alkohols, wer die Ruhe und wer die Einsamkeit?&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Jedes Jahr die gleiche ermüdende Frage: Wo wird gefeiert? Oder wichtiger: Mit wem? Wer zieht großes Tamtam vor, wer die Leere des Alkohols, wer die Ruhe und wer die Einsamkeit? Innsbruck hat viel zu bieten.<span id="more-18047"></span></div>
<h3>Trubel und Heiterkeit</h3>
<p>Beginnen wir bei den von der Stadt groß angepriesenen Events zum sogenannten Bergsilvester. Zur Einstimmung auf Partygefühle kann ab 17 Uhr am Inn geschlendert werden, um das 3D-Fassadenmapping zu bestaunen. Die bunte Häuserreihe und Hofburg, Hofkirche, Dom zu St. Jakob und Rathaus werden lebendig und zeigen die Tiere der Bergwelt, vielleicht schonmal als umsichtige Entschuldigung für das Feuerwerk, welches die Bergtiere hautnah vom Ursprung, der Seegrube, aus erleben dürfen. Ab 21 Uhr darf sich vor der Hofburg zur Queen-Tribute-Show und DJ mit unbekannt-überraschendem Genre wild ausgelassen werden. Nach dem ersehnten Wechsel ins Neue (nach Mitternacht) feiert man und mensch im Congress Innsbruck zu „Silvester Beats“. DJ- und Produzentenduo SUBSURFACE und das sogenannte Senkrechtstarter-Duo RIPPLE laden ein, das Tanzbein zu schwingen. Wer eher die Hüfte schwingen möchte, kann sich zum Club Salsa Libre zur Silvestermuffel Party begeben.  Das Casino Innsbruck lockt mit Austropop-Live-Musik und Gewinnspiel-Verlosungen. Das Treibhaus schweigt berechtigterweise. Wem Gedränge und Trubel mit fremden Menschen suspekt sind, der kann zu stickigen Hauspartys in engen Studenten-WGs greifen. In Innsbruck finden sich häufig Wohnungen ohne Fenster in der Küche oder im Esszimmer, was einer Party einen düsteren Club-Vibe geben kann. Atmen kann man im neuen Jahr.</p>
<h3>Vorsätze schon vorher umsetzen</h3>
<p>Innsbruck wäre nicht Sporthochburg, wenn es kein sportliches Event gäbe. Der Silvesterlauf beginnt um 16 Uhr, also genug Zeit, um sich erst auf 5 Kilometern auszupowern und dann die Nacht durchzutanzen, ein Klacks für die muskulöse Beinmuskulatur des durchschnittlichen Innsbruckers. Für 11 Euro läuft es sich ungefedert auf Asphalt durch die Innenstadt, wobei Kostüme genauso gerne gesehen werden wie die leistungsorientierte Sportmontur. Wer also Vorsätze wie <em>fitter</em> und <em>sportlicher</em> ins Tagebuch geschrieben hat, kann damit schon motiviert vor dem Starrpunkt der allgemeinen Verbesserung beginnen.</p>
<h3>Aufi! Der Berg ruft</h3>
<p>Wem eher nach Ruhe und Natur zumute ist, dem sind Winterräume diverser Hütten ans Herz zu legen. Eng gedrängt mit den Liebsten und einigen Fremden wird es sicher nicht kalt, aber vielleicht etwas stickig. Reservieren ist meistens nicht möglich, also sollte man genügend Zeit einplanen, um wieder umzudrehen und abzufahren/runterzuschlittern/zu rodeln, wenn das Nest schon besetzt ist. Den Bewegungsdrang sollte man vorher befriedigen, denn in der Hütte kann man sich gerade so um die eigene Achse drehen. Auch das zu kochende Essen sollte mit Bedacht gewählt werden, da Zwiebelsuppe und Linsen zu ungewollten Gasen führen. Die schwierige Entscheidung zwischen frischer, angenehmer, sauerstoffgesättigter Luft und klirrender Kälte und dem Entlassen der wertvollen Wärme kann so manche Gemüter erhitzen. Draußen herrscht gefrorene Stille, gepufferter Frieden. Weit weg von der lärmenden Stadt und hoch oben am Berg gönnt sich die Fauna Ruhe, bis die Hüttentruppe den mühsam hochgeschleppten Glühwein öffnet. Ohne Ausflucht aus dem kleinen warmen Raum und mit dem Ausgesetzt-Sein zu immerwährender Konversation muss eben Ablenkung geschaffen werden.</p>
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		<title>Die Erde brennt: Ein Löschversuch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friederike Westrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Nov 2022 11:30:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Unihörsaal 3 an der GEIWI ist seit 16. November von Aktivist:innen besetzt. Sie fragen sich, warum sie für ein System lernen sollten, das keine Zukunft hat. International unter dem&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Der Unihörsaal 3 an der GEIWI ist seit 16. November von Aktivist:innen besetzt. Sie fragen sich, warum sie für ein System lernen sollten, das keine Zukunft hat.</span></div>
<p><span id="more-17870"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">International unter dem Namen </span><i><span style="font-weight: 400;">End Fossil, Occupy!</span></i><span style="font-weight: 400;"> und im deutschsprachigen Raum unter </span><i><span style="font-weight: 400;">Erde Brennt</span></i><span style="font-weight: 400;">: Weltweit werden diesen Herbst/Winter Universitäten von der Klimagerechtigkeitsbewegung besetzt mit dem Leitsatz „Wir werden nicht aufgeben, bis die fossile Ära zu Ende ist!“. In Österreich findet sich die Bewegung in Wien, Salzburg und Innsbruck. Prinzipiell soll drei großen Prinzipien gefolgt werden: Jugendgeführt, Klimagerechtigkeit, Besetzen bis zum Erfolg.</span></p>
<h3><strong>Die Anfänge</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Ende Oktober gibt es eine erste große Regung in Innsbruck: eine Infoveranstaltung in der Kulturbackstube Bäckerei. Neugierig drängen sich 33 Menschen in den Raum und lauschen den Ausführungen über die Entstehung, die Leitlinien und die Konzepte. In der Mitte stehen Getränke und Kuchen und jede:r Anwesende darf sich kurz vorstellen. Sowohl alte Hasen aus der Klimabewegung als auch interessierte Neulinge haben sich zusammengefunden. Nun also, worum geht’s? Unis sollen besetzt werden; von der Jugend, die als revolutionäres Subjekt gesehen wird; im November, genauer weiß es aber noch niemand; mit dem Ziel, Menschen aus verschiedensten Lebensrealitäten zu erreichen. Ein Raum soll geschaffen werden, in dem sich auf die Fragen „Wie sieht eine Welt aus, die wir wollen?” und „Wie könnte es anders gehen?“ Antworten finden sollen. Ziel ist es, einen aktiven Raum gegen Hoffnungslosigkeit, gegen Ausbeutung und Profit und für den Zusammenschluss verschiedener Gruppen entstehen zu lassen.<br />
</span></p>
<h3><strong>„Menschen mitnehmen, Medienrummel veranstalten“</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Aber was genau kann man sich unter einer Besetzung vorstellen? Genaue Antworten gibt es noch keine, man darf also fröhlich selbst mitformen. Es soll eine niederschwellige Besetzung sein, mit Sicherheitskonzepten und bunten Räumen. Zum Ende hin werden Plakate und Listen auf die Tische gelegt, auf denen man Ideen sammeln und seine Nummer hinterlassen darf. Es scheint alles noch in den Kinderschuhen zu stecken. Welche Forderungen konkret an die Universität und die Politik gestellt werden? Das soll dann in den besetzten Räumen ausgearbeitet werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">An einem Sonntagnachmittag Anfang November, zehn Tage vor Besetzungsbeginn, finden wir uns im Hofgarten wieder. Verabredet sind wir mit Anna und Matthias, die uns mehr über </span><i><span style="font-weight: 400;">Erde Brennt </span></i><span style="font-weight: 400;">in Innsbruck erzählen können. Im Park ist es kalt, aber sonnig, und als unsere Gesprächspartner:innen eintreffen, setzen wir uns auf die Wiese. Anna und Matthias heißen in Wahrheit anders. Doch Innsbruck selbst und insbesondere die klimaaktivistische Szene ist überschaubar. Sich mit echtem Namen in einer Zeitung zu äußern, ließe wahrhaftig wenig Raum für Verwechslungen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dies wirft zunächst natürlich die Frage auf, ob die Besetzung eines Hörsaales denn illegal ist. Auf Nachfragen erfahren wir, dass es im Fall einer Räumung durch die Polizei zu Verwaltungsstrafen kommen könnte. Da sich </span><i><span style="font-weight: 400;">Erde Brennt</span></i><span style="font-weight: 400;"> jedoch klar von Gewalt und Sachbeschädigung distanziere und dazu geneigt sei, mit der Direktion der Universität zusammenzuarbeiten, werde diesem Fall vorgebeugt. Wichtig ist außerdem, dass Besucher:innen des besetzten Hörsaales nicht mit rechtlichen Konsequenzen zu rechnen haben. </span></p>
<h3><strong>Stören, um etwas zu verändern!</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Trotz der geplanten Zusammenarbeit mit der Universitätsleitungen betonen Anna und Matthias, dass das universitäre und damit das öffentliche Leben gestört werden müsse. Es gehe nun einmal darum, auf sich aufmerksam zu machen. Aus dieser Notwendigkeit heraus sei es gerechtfertigt, den Universitätsalltag zu behindern. Es müsse endlich aktiv daran gearbeitet werden, weitreichenden Wandel herbeizuführen. Klimagerechtigkeit, soziale Gerechtigkeit, Reformen in der Bildung: die Liste sei lang.</span></p>
<blockquote><p><i><span style="font-weight: 400;">Wir wollen die Uni besetzen, um einen Raum zu schaffen, in dem wir zusammenkommen und die multiplen Krisen unserer Zeit besprechen können; in dem wir uns über die Anliegen der Menschen austauschen können.<br />
</span></i></p></blockquote>
<p><span style="font-weight: 400;">Schnell wird klar: Es geht </span><i><span style="font-weight: 400;">Erde Brennt</span></i><span style="font-weight: 400;"> darum, einen Raum zu schaffen. In diesem Raum soll Austausch stattfinden; es sollen Forderungen gemeinsam ausgearbeitet werden, Diskussionen sollen stattfinden und ein abwechslungsreiches Programm soll nicht nur Studierende zur Mitarbeit einladen, sondern auch Menschen, die in ihrem Alltag keine oder kaum Berührungspunkte mit der Universität haben. Jedem und Jeder, der sich informieren möchte oder gewillt ist, aktiv mitzuarbeiten, soll dieser Raum geöffnet werden. Denn der Bewegung ist es wichtig, dass viele verschiedene Perspektiven zu relevanten Themen aufeinandertreffen. Nur so könne gemeinschaftlich ausgearbeitet werden, was genau sich ändern müsse. Daher sei das Erarbeiten von Forderungen der Bewegung ein Prozess, der im Laufe der Hörsaal-Besetzung stattfinden solle.</span></p>
<h3><strong>Die Rolle der Universität</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Diese Bewegung im universitären Kontext durchzuführen, habe den Grund, dass Universitäten eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Bevölkerung darstellen. Laut Anna und Matthias sollten diese Räume vermehrt genutzt werden, um Menschen gemäß den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen auszubilden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als Gegner der Bewegung möchte man nun kommentieren, dass mit der Besetzung der Universität das Gegenteil erreicht werde, schließlich beeinträchtige man das universitäre Leben. Anna und Matthias meinen, dass dies nur ein Teil der Wahrheit sei. So seien in den meisten Lehrveranstaltungen der Studiengänge an der Universität Innsbruck zukunftsweisende Themen klar unterrepräsentiert. Dabei wäre es die Aufgabe der Universität, die aktuellen Krisen in das Zentrum unseres kollektiven Bewusstseins zu rücken. <em>Erde brennt</em> sieht sich in der Verantwortung, Aufmerksam zu erzeugen und auf diese Art einen Wandel in der universitären Bildung zu erwirken.<br />
</span></p>
<h3><strong>Warum wir hier sind?</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">… steht mittig auf einem Plakat im Hörsaal H3 geschrieben. Drum herum in bunter Schrift stehen Begriffe wie Veränderung, Freiräume, Druck. Der Hörsaal an der Geiwi des Hauptgebäudes der Uni ist nun seit dem 16. November besetzt. Um 17 Uhr haben sich nach der Vorlesung „Ethik 1“ ungefähr vierzig Teilnehmer:innen der Besetzung dort versammelt. Die Umstehenden wurden zum Bleiben aufgefordert, danach fand eine Rede zu Klimagerechtigkeit, zum Selbstverständnis und dem Programm von </span><i><span style="font-weight: 400;">Erde Brennt</span></i><span style="font-weight: 400;"> statt. Danach war es Zeit zum Einrichten – schließlich ist es geplant, für einen längeren Zeitraum den Hörsaal zu besetzen.</span></p>
<div id="attachment_17873" style="width: 235px" class="wp-caption alignright"><img aria-describedby="caption-attachment-17873" decoding="async" loading="lazy" class="size-medium wp-image-17873" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2022/11/signal-2022-11-27-171608_003-225x300.jpeg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2022/11/signal-2022-11-27-171608_003-225x300.jpeg 225w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2022/11/signal-2022-11-27-171608_003-768x1024.jpeg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2022/11/signal-2022-11-27-171608_003-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2022/11/signal-2022-11-27-171608_003-1170x1560.jpeg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2022/11/signal-2022-11-27-171608_003-585x780.jpeg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2022/11/signal-2022-11-27-171608_003.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /><p id="caption-attachment-17873" class="wp-caption-text">Bild: Friederike Westrich</p></div>
<p><span style="font-weight: 400;">Jetzt finden sich bunte Plakate und Banner am Eingang und im Hörsaal. „Eine andere Welt ist möglich“, „Dieser Hörsaal ist besetzt“, „Realpolitische Forderungen“, ein Zeitplan und To-Dos laden zum Umschauen und Lesen ein. Im Eingangsbereich fordern Plakate auf, einzutreten und zu diskutieren, zu schlafen und zu chillen. Infomaterial zu verschiedenen Themen und Organisationen im Bezug zu Klimakrise, Sexismus, Rassismus und vielem Weiteren liegen bereit. Beim Eintreten lädt ein rotes Sofa zum Sitzen ein. Wie lange der Hörsaal besetzt bleiben soll? So lange, wie Menschen und Energie da sind. Bisher scheint beides genügend vorhanden zu sein, denn der Zeitplan ist voll und stets befinden sich Menschen im Hörsaal. Seit 13 Tagen finden sogenannte kritische Frühstücke, verschiedene thematisch passende Vorlesungen, Podiumsdiskussionen und regelmäßige Plena statt. Verschiedene Arbeitsgruppen organisieren, planen und machen Öffentlichkeitsarbeit.</span></p>
<h3><strong>Sprech- und Hörsaal 3</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">… wird als Umbenennung im Plenum am dritten Besetzungstag vorgeschlagen. Neben der Frage, ob der Raum für Obdachlose geöffnet werden soll und wie die Forderungen an der Uni konkretisiert werden sollen, wird auch diskutiert, wie sich auch Menschen aus anderen Bubbles eingeladen fühlen können. Rassismus- und sexismusfreie Kommunikation gehört zum Aktionskonsens, jedoch soll ein Raum geschaffen werden, in dem man keine Angst haben muss, Fehler zu machen. Beim Moderieren und Protokollschreiben wird sich abgewechselt und über Handzeichen wird in der großen Gruppe kommuniziert – Zustimmung, Bedenken, Fragen, Redebeiträge. Im Hintergrund wird gekocht, denn abends wird zum gemeinsamen Essen eingeladen. Foodsharing und Spenden liefern dafür die Grundlage. Und nachts? Es werden Isomatten und Schlafsäcke ausgerollt und das Licht ausgeknipst.</span></p>
<div id="attachment_17872" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-17872" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-17872 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2022/11/signal-2022-11-27-171608_002-1024x768.jpeg" alt="" width="1024" height="768" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2022/11/signal-2022-11-27-171608_002-1024x768.jpeg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2022/11/signal-2022-11-27-171608_002-300x225.jpeg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2022/11/signal-2022-11-27-171608_002-768x576.jpeg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2022/11/signal-2022-11-27-171608_002-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2022/11/signal-2022-11-27-171608_002-1170x878.jpeg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2022/11/signal-2022-11-27-171608_002-585x439.jpeg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2022/11/signal-2022-11-27-171608_002.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-17872" class="wp-caption-text">Bild: Friederike Westrich</p></div>
<h3><strong>„Wir freuen uns auf einen Prozess des kritischen Dialogs und Austausches“</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Das steht am Ende des Forderungspapiers an den Rektor und die Vizerektor:innen, welches letzten Freitag abgesendet wurde. Unter anderem wird folgendes gefordert: Krisenauseinandersetzung in allen Curricula, Einrichtung eines Vizerektorats für Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit, Abbau diskriminierender Strukturen, Teilhabe für alle, das Schaffen selbstorganisierter Räume und eine strukturelle Demokratisierung. Zum Schluss steht noch ein Glossar, in dem zum Beispiel kritisches Hinterfragen und Klimagerechtigkeit erklärt wird. Schließlich muss ja bei den Grundlagen angefangen werden. Eine Kritik, die exponiert und machtvollen Interessen entgegensteht, sei „von einer Universität zu erwarten, die ernsthaft um eine Beschreibung dieser Welt ringt.“</span></p>
<p><em>Dieser Artikel erschien auch in der <a href="https://www.unipress.at/ueber-uns/archiv/jaenner-2023/">Jänner-Ausgabe 2023</a>.</em></p>
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		<title>Städtisches Radfahren als Extremsport</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friederike Westrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2022 11:32:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Glosse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fahrradwege können in Innsbruck ganz unterschiedlich genutzt werden. Sie fungieren als buchstäblich alles. Als Parkplatz, als Rennstraße, als Ort für Fotoshootings, als Ort zum Verweilen. Als beliebte Route von Elektroscooter&#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Fahrradwege können in Innsbruck ganz unterschiedlich genutzt werden. Sie fungieren als buchstäblich alles. Als Parkplatz, als Rennstraße, als Ort für Fotoshootings, als Ort zum Verweilen. Als beliebte Route von Elektroscooter und Autos. Verkehrstechnisch sind sie eine Anomalie. Auf ihnen gibt es keine Gesetze. Nur Chaos.</div>
<p><span id="more-17766"></span></p>
<p>Sucht man den typischen Innsbrucker Adrenalinkick, wenn der Berg gerade aber zu weit entfernt ist, kann man sich auch mit dem Fahrrad an den Regenbogen-Zebrastreifen vorbei wagen. Genauso wie im hochalpinen Bereich kann man sich hier lebensmüde bewegen und den nötigen Puls erreichen. Die eine Hand immer in Bremsennähe, Augen wachsam auf alle sich bewegenden Objekte. Besonders spaßig wird’s neben großen Gefährten wie Bussen. Geht’s um eine Kurve, dürfen Radfahrende ein gefährliches Spiel mit der Vorderflanke des Busses spielen.</p>
<p>Sonst machen auch Wettrennen mit der Straßenbahn Laune, zwischen deren Schienen der Radweg immer wieder verläuft. Ein Meter Platz wird zur Verfügung gestellt… in dem Herumgeeier (Schwankungen) zum Beispiel durch starken Föhnwind, alkoholische Anheiterung oder einen gesunden Schulterblick strukturell ausgeschlossen wird. Die deutsche Sprache wird zudem noch bereichert durch neue hippe Ausdrücke – wie das sogenannte “Dooring”. Heißt: Sich öffnende Autotüren, die Radfahrende umreißen. Mit deren Hilfe bekommen die neuen Gefahren einen Namen.</p>
<p>Durch genügend Erholungsmöglichkeiten auf den Radwegen kommt man in Innsbruck aber kaum ins Schwitzen. Ob man nun aufgrund von auf Pausen angelegter Ampelschaltung oder von ein- und aussteigenden Passagieren der Busse und Straßenbahnen Luft holen kann: Fahrradfahren in Innsbruck ist ein toller Kontrast zum sonst so schnellen und hektischen modernen Leben.</p>
<p>Zudem ist die Geschwindigkeit beim Fahren reguliert – zwar nicht durch Verkehrsschilder, sondern durch sich langsam bewegende Fahrradfahrende. Häufig erlebt man ein Gefühl von Gruppenzugehörigkeit in der langen Schlange, in der es niemand wagt, auf dem schmalen Radweg zu überholen. So kann man sich in Wertschätzung der Umgebung üben und die Umwelt aktiv wahrnehmen.</p>
<p>Auch die Kreativität wird auf dem Fahrrad gefördert. Plötzlich endende Radwege, Überwindungen von Gehsteigkanten und weitere spannende Herausforderungen regen das Gehirn zum schnellen Denken und Handeln an. Lösungsorientiertes Radfahren kann zur Steigerung des Selbstbewusstseins anregen! Schließlich kann man sich sonst schwer im Verkehr durchsetzen. Endlich kann man es sich auch mal erlauben, sich gegen die Regeln zu verhalten. Schließlich geht es hier um Selbstschutz und um den Ankommenswillen – weshalb auch die bravsten Menschen mal in den Genuss der illegalen Tätigkeiten kommen dürfen.</p>
<p>Zum Ausbau der Radwege kann es aber natürlich nicht kommen, denn die Berge sind im Weg. Ein Verteilungsproblem kann es nicht sein, schließlich ist die allgemeingültige Autodominanz unbestritten.</p>
<p>&nbsp;</p>
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