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	<title>Annalena Haller, Autor bei</title>
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	<description>Das offizielle Magazin der ÖH Innsbruck</description>
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		<title>Heimat finden in der Fremde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Annalena Haller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Nov 2024 11:30:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jährlich fliehen Millionen Menschen auf der ganzen Welt vor Krieg, Verfolgung und Armut aus ihren Heimatländern. Im Gepäck: Hoffnung auf ein besseres Leben. Ein Betroffener teilt seine Geschichte von der&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Jährlich fliehen Millionen Menschen auf der ganzen Welt vor Krieg, Verfolgung und Armut aus ihren Heimatländern. Im Gepäck: Hoffnung auf ein besseres Leben. Ein Betroffener teilt seine Geschichte von der Entscheidung zur Flucht bis zum Neuanfang in einem fremden Land.</span></div>
<p><span id="more-20976"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Die Gewährung von internationalem Schutz ist eine wichtige völker- und menschenrechtliche Verpflichtung.</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;"> So steht es auf der Internetseite des österreichischen digitalen Amtes. Im Jahr 2023 wurden hier rund 59 232 Asylanträge gestellt, 55 Prozent davon wurden bewilligt. Die meisten Menschen kamen aus Syrien, Afghanistan, Marokko und der Türkei. Drei Viertel aller Schutzsuchenden stammen aus diesen vier Ländern.</span></p>
<h3><strong>Österreichs humanitäre Verpflichtung</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein menschenunwürdiges Regime, radikale Politik, Verfolgung, Krieg, fehlende Zukunftsaussichten für die Familie. Das alles sind Gründe, die einen Menschen dazu bewegen, aus seiner Heimat zu fliehen. Ein funktionales und effizient strukturiertes Asylsystem stellt auch in Zukunft einen entscheidenden Faktor für eine erfolgreiche Integration in der EU und auch in Österreich dar. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Kein anderes EU-Land gewährt häufiger Asyl auf die Einwohnerzahl gerechnet als Österreich. Für Schutzsuchende ist es vielfach das erste Land in Europa, in dem sie zumindest ein einigermaßen funktionierendes Asylsystem vorfinden. Zwischen 2018 und 2021 wurde in Österreich in 58 000 Fällen Asyl oder subsidiärer Schutz gewährt – ein herausragender Wert im EU-weiten Vergleich. Wären die Asylbehörden in den anderen europäischen Demokratien ähnlich häufig zu positiven Entscheidungen gelangt, hätte Europa in diesem Zeitraum 3,3 Millionen Flüchtlingen einen entsprechenden Aufenthaltstitel verliehen. Tatsächlich erhielten jedoch lediglich 1,1 Millionen Menschen diesen Schutzstatus – also nur ein Drittel davon.</span></p>
<h3><strong>Neue Chancen: Ein Geflüchteter erzählt</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Zu jeder geflüchteten Person gehört eine individuelle Geschichte. Traurige Geschichten, aber auch schöne und hoffnungsvolle. Wertvolle Geschichten, bei denen es schade wäre, sie nicht zu erzählen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Geflüchtete stehen nach ihrer Ankunft in Österreich vor zahlreichen kulturellen und zwischenmenschlichen Herausforderungen, die es für sie zu bewältigen gilt. Das berichtet auch der Syrer Bilal in einem kurzen Gespräch.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span><span style="font-weight: 400;">Vor zehn Jahren floh er mit seinen Eltern und seinen beiden Geschwistern vom Krieg in Syrien und suchte Schutz in Österreich. Zu diesem Zeitpunkt war er gerade mal 19 Jahre alt. Anfangs sei es für ihn ganz schwierig zu akzeptieren gewesen, überhaupt Flüchtling zu sein. </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Ich hätte nie gedacht, dass es mich treffen könnte</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;">, meint er. Das Loslassen seines alten Lebens – der vertrauten Routinen, Freunde und seines Zuhauses – sei ihm alles andere als leicht gefallen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bei seiner Ankunft im Flüchtlingsheim in Österreich habe Bilal durchweg positive Erfahrungen gemacht. </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Ich erhielt die volle Unterstützung, die ich brauchte, um später in Österreich auf eigenen Beinen stehen zu können. Sowohl im Alltag als auch im Beruf.</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;"> Seiner Meinung nach hat Österreich eines der besten Integrationssysteme: </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Davon könnten sich andere Länder etwas abschauen.</span><span style="font-weight: 400;">“</span></p>
<blockquote><p><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Ich hätte nie gedacht, dass es mich treffen könnte.</span><span style="font-weight: 400;">“</span></p>
<p>&nbsp;</p></blockquote>
<p><span style="font-weight: 400;">Bis Bilal seine Aufenthaltsbescheinigung erhielt, durfte er nicht arbeiten. Er wusste seine Zeit aber sinnvoll zu nutzen und lernte als erstes die deutsche Sprache. Er habe sich auch intensiv mit der österreichischen Kultur und den Sitten auseinandergesetzt, um sich so schnell und so gut wie möglich an die Lebensweise der Menschen hier anzupassen. </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Das war mir besonders wichtig. Mir war bewusst, dass hier andere gesellschaftliche Normen gelten als in Syrien. Die Umstellung war nicht immer leicht, jedoch war es für mich und meine Familie eine Selbstverständlichkeit.</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;"> Der Großteil der anderen Flüchtlinge habe das seiner Meinung nach auch versucht. </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Es gab aber auch einige Ausnahmen. Ich finde, das hatte aber auch etwas damit zu tun, dass manche von ihnen echt sehr lange auf ihre Aufenthaltsbescheinigung gewartet haben und sich in dieser Zeit auch nicht sicher waren, ob sie überhaupt bleiben durften.</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Mittlerweile verlaufen Asylanträge in Österreich in der Regel deutlich schneller, als das noch bei Bilal der Fall war. Geflüchtete finden schneller Arbeit und eine Wohnung, was ihnen ermöglicht, sich innerhalb weniger Monate ein stabiles Leben aufzubauen. </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Das ist wichtig, denn so können sie aktiver an der Gesellschaft teilnehmen und Stigmata schneller durchbrechen</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;">, meint der junge Mann. Leider erlebte auch Bilal Rassismus und Vorurteile aufgrund seiner Herkunft.</span><span style="font-weight: 400;"> „</span><span style="font-weight: 400;">In 90 Prozent der Fällen traf ich aber auf freundliche Menschen, die mich sehr schnell aufnahmen. Ihnen war meine Herkunft egal.</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;"> Einige von ihnen seien bis heute gute Freund:innen von ihm.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein besonders schöner Moment in Österreich war für ihn das Erhalten der Aufenthaltsbescheinigung.</span><span style="font-weight: 400;"> „</span><span style="font-weight: 400;">In diesem Moment fühlte es sich für ihn so an, als könne mein neues Leben jetzt beginnen.</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;"> Rund neun Jahre und viel Arbeit später erlangte er die österreichische Staatsbürgerschaft. Er erinnert sich noch an den Moment, als er das erste Mal in Österreich gewählt hat. Wie stolz er war.</span><span style="font-weight: 400;"> „</span><span style="font-weight: 400;">Man fühlt sich endgültig als Teil der Gesellschaft, da man mitentscheiden kann</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;">, erzählt er. Sein absolutes Highlight in Österreich sei aber sein größtes Hobby, das Skifahren. In Syrien hätte er niemals gedacht, dass er jemals auf Skiern stehen würde, geschweige dass es ihm gefallen würde, und heute lässt er für frischen Powder alles stehen und liegen und schnallt sich die Ski um.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bilals Flucht ist zehn Jahre her. Mittlerweile fühle er sich weniger mit Syrien verbunden, er wolle seine Vergangenheit zurücklassen und loslassen. </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Das Aufwachsen in Österreich hat mich sehr geprägt. Das Land ist für mich mittlerweile nicht nur mein Zuhause, sondern auch meine Heimat.</span><span style="font-weight: 400;">“</span></p>
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		<title>Glaube, Götter und das große Finale</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Annalena Haller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Oct 2024 10:30:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von apokalyptischen Prophezeiungen bis hin zu kosmischen Zyklen, die das Ende einer Ära markieren: Es gibt verschiedene Vorstellungen vom Ende der Welt. Alle enden gleich: indem sie… enden. Oder? Das&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Von apokalyptischen Prophezeiungen bis hin zu kosmischen Zyklen, die das Ende einer Ära markieren: Es gibt verschiedene Vorstellungen vom Ende der Welt. Alle enden gleich: indem sie… enden. Oder? </span></div>
<p><span id="more-20926"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Konzept vom </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Untergang der Welt</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;"> fasziniert und beunruhigt die Menschheit seit jeher und findet in vielen Kulturen und Religionen eine Vielzahl von Interpretationen, die den Abschluss eines Zyklus oder eine transformative Phase widerspiegeln. Eins wird aber in allen Ansichten über das Ende deutlich: die Grenzenlosigkeit der menschlichen Vorstellungskraft und die nie endende Suche nach Sinn in Zeiten des Wandels.</span></p>
<h3><strong>2012 – Das Beinahe-Ende</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span><span style="font-weight: 400;">Vor rund 12 Jahren ließ die Prophezeiung der Maya vom Ende der Welt am 21.12.2012 die Menschheit zittern. Apokalyptische Vorstellungen sorgten für Unwohlsein und spalteten die Geister: Die einen rührten fleißig Zement für den Bau des eigenen Bunkers im Garten um, die anderen tanzten im Club zum damaligen Banger von Mike Candis </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">2012 (If the world would end)</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;">. Ob verkatert, erleichtert oder beides – am 22.12.2012 nahm das Leben für die meisten seinen gewohnten Gang. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span><span style="font-weight: 400;">An dem besagten Tag X endete lediglich ein Zyklus im Kalender der Maya, das 13. Baktun, dessen Ende eine neue Epoche markiert, vergleichbar mit der Jahrtausendwende im gregorianischen Kalender. Die Schöpfung ist nach Auffassung der Maya ein bis heute andauernder Prozess aus kontinuierlichen Phasen der Zerstörung und Neuanfängen – von Weltuntergang war eigentlich nie die Rede. Der mexikanische Tourismus hingegen schlug aus dem Irrglauben einen gewaltigen Gewinn heraus: Mit rund 52 Millionen Besucher:innen von Tempelanlagen des Landes boomte der Tourismus wie in keinem anderen Jahr. </span></p>
<h3><span style="font-weight: 400;"> </span><strong>Endzeit und Erlösung</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Bibel findet respekteinflößende Worte zum Ende der Welt. Sie nennt dabei keinen genauen Zeitpunkt, beschreibt aber, woran man es erkennen wird. Bei Lukas 21, 25 heißt es:</span><i><span style="font-weight: 400;">„</span></i><i><span style="font-weight: 400;">Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen, das Meer tobt und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden</span></i><i><span style="font-weight: 400;">“</span></i><i><span style="font-weight: 400;">. </span></i><span style="font-weight: 400;">Auch bei 2. Petrus 3, 10 wird auf das Ende der Welt verwiesen:</span><i><span style="font-weight: 400;">„</span></i><i><span style="font-weight: 400;">Dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden nicht mehr zu finden sein.</span></i><i><span style="font-weight: 400;">“</span></i><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Tag des Herrn ist der Höhepunkt der Serie von Ereignissen, in der Gott in die menschliche Geschichte eingreift. Im christlichen Glauben fällt hier das Urteil Gottes: Alles, was er erschaffen hat, wird zerstört, um einen neuen Himmel und eine neue Erde zu errichten. In der christlichen Tradition wird das Ende der Welt also in Verbindung mit der Wiederkunft Christi und dem Jüngsten Gericht gesehen, das Ungläubige bestraft und Gläubige belohnt, die dann im besten Fall in das ewige Leben übergehen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein ähnliches Konzept über das Ende der Welt findet man auch im Islam. Im muslimischen Glauben wird das Ende mit einer Auferstehung der Toten, im Koran auch bezeichnet als </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Leerung der Gräber</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;">, und der Ankunft des Jüngsten Gerichts assoziiert, das die Menschen in die ewige Seligkeit oder Verdammnis entlässt. Im Islam wird das Ende der Welt als </span><b>„</b><b>Qiyamah</b><b>“</b><span style="font-weight: 400;"> bezeichnet, was aber so viel heißt wie: </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Der Tag der Auferstehung</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;">. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Gemäß jüdischer Vorstellung wird die Endzeit mit der Ankunft des Messias eingeläutet und kann nur durch das Streben der Menschen nach Frieden und Gerechtigkeit herbeigeführt werden. Im Judentum gibt es keinen Glauben an eine Selbstzerstörung der Welt oder an einen globalen Untergang, sei es durch Katastrophen, Atomkriege oder Terrorismus. Im Gegenteil: Krieg, Not und Hunger werden enden, und eine Ära des weltweiten Friedens und Wohlstands wird anbrechen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Hinduismus wird das Ende der Welt als </span><b>„</b><b>Kali Yuga</b><b>“</b><span style="font-weight: 400;"> bezeichnet. An diesem Tag bricht ein Zeitalter der Dunkelheit an, geprägt von moralischem Verfall und spiritueller Unwissenheit. Es wird geglaubt, dass am Ende des Kali Yuga eine neue Ära beginnt, gezeichnet von spiritueller Erleuchtung und Reinheit.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die nordische Mythologie beschreibt das Ende der Welt als </span><b>„</b><b>Ragnarök</b><b>“</b><span style="font-weight: 400;">, eine Serie von apokalyptischen Ereignissen, die in einem finalen Kampf zwischen Göttern und dämonischen Kräften gipfeln, gefolgt von einer Neuschöpfung der Welt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Indigene Völker in Zentralamerika interpretieren den Weltuntergang eher als kosmischen Zyklus, der einen natürlichen Prozess von Geburt, Tod und Wiedergeburt darstellt. Diese Vorstellung betont oft die Verbundenheit der Menschheit mit der Natur, sowie die Relevanz des Gleichgewichts und der Harmonie.</span></p>
<h3><strong>Übergang in das Unbekannte</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Unterschiedliche Kulturen und Religionen haben unterschiedliche Vorstellungen. Diese weisen aber ein sich immer wiederholendes Muster auf, gefolgt von der Erkenntnis, dass keines der Enden ein tatsächliches Ende darstellt, sondern vielmehr einen Übergang von einem zerstörerischen Ende zu einem notwendigen Neuanfang.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Ethnologe Arnold Van Gennep veröffentlichte im Jahre 1909 das Werk „Les Rites de Passage“ und thematisierte die verschiedenen Rituale des Übergangs. Er hat bemerkt, dass nicht nur am Ende des gesellschaftlichen Lebens eines Individuums, sondern auch währenddessen viele Übergänge zwischen verschiedenen Lebensphasen oder sozialen Zuständen geschehen. Genannt werden hier als Beispiele der Übergang von Kindheit zum Erwachsensein, der Übergang in die Ehe, der Übergang vom Außenseiter zum eingeweihten Mitglied oder von der fremden äußeren Welt zur vertrauten heimischen Umgebung.</span></p>
<div id="attachment_20929" style="width: 210px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-20929" decoding="async" class="size-medium wp-image-20929" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/tom-brunberg-OSUIMUi4ajs-unsplash-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/tom-brunberg-OSUIMUi4ajs-unsplash-200x300.jpg 200w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/tom-brunberg-OSUIMUi4ajs-unsplash-683x1024.jpg 683w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/tom-brunberg-OSUIMUi4ajs-unsplash-768x1152.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/tom-brunberg-OSUIMUi4ajs-unsplash-1024x1536.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/tom-brunberg-OSUIMUi4ajs-unsplash-1365x2048.jpg 1365w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/tom-brunberg-OSUIMUi4ajs-unsplash-1920x2880.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/tom-brunberg-OSUIMUi4ajs-unsplash-1170x1755.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/tom-brunberg-OSUIMUi4ajs-unsplash-585x878.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/10/tom-brunberg-OSUIMUi4ajs-unsplash-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /><p id="caption-attachment-20929" class="wp-caption-text">Bild: Tom Brunberg via Unsplash</p></div>
<h3><strong>Das Ende in Phasen</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Übergangsrituale sind vor allem in sehr spirituellen Gesellschaften ein fester Bestandteil des sozialen Lebens. Dabei durchläuft jedes Ritual, unabhängig welcher Art, dieselben drei Phasen:</span><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Ablösungsphase: Das Individuum wird aus seiner ursprünglichen Position entfernt: Eine alte Situation wird aufgelöst.</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Zwischenphase: Es folgt der Zwischenzustand, in dem sich das Individuum weder in der alten noch in der neuen Position befindet.</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Integrationsphase: Das Individuum kommt in seine neue Position: Eine neue Ära beginnt.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Judentum feiern die Mädchen ihre Bat Mizwa und die Jungen ihre Bar Mizwa, im evangelischen Glauben die Konfirmation, die Bedeutung ist eine ähnliche: Der Übergang vom Kind zur jungen erwachsenen Person wird in fast allen Religionen und Kulturen mit einem Ritual vollzogen. In lateinamerikanischen und anderen spanischen und spanisch geprägten Kulturen markiert der 15. Geburtstag eines Mädchens, die </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Quinceañera</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;">, den Schritt ins Erwachsensein. Auch eine Hochzeit kann als ein Ritual gesehen werden, das den Eintritt in die Welt der Ehe und die Vereinigung von zwei Individuen symbolisiert. </span></p>
<h3><strong>Höhepunkt und Hoffnung</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Tod und Endzeit werden nicht als endgültiges Ende, sondern lediglich als Ende des sterblichen Lebens gesehen. Sie sind mehr der Übergang in eine andere Existenz. In Mexiko werden beispielsweise mit dem </span><span style="font-weight: 400;">„</span><span style="font-weight: 400;">Día de los Muertos</span><span style="font-weight: 400;">“</span><span style="font-weight: 400;">, dem Tag der Toten, die Verstorbenen und ihr Übergang in eine andere Welt gefeiert.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die drei Phasen von Übergangsritualen spiegeln sich in den Ideologien vom Ende der Welt in den verschiedenen Kulturen wieder. Es kommt zu einer Zerstörung, gefolgt von einem Zeitalter des Friedens, der Reinheit und der Wiedergeburt. Alle Endzeitvorstellungen weisen Parallelen zu jeden kleinen Übergängen im menschlichen Leben auf. Übergangsrituale spenden nicht nur Sicherheit, sondern auch Hoffnung. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die verschiedenen Vorstellungen vom Ende der Welt zeigen, dass jeder Wendepunkt im Leben etwas Neues birgt, und navigieren die Menschen so durch die Zyklen des Daseins. Endzeitvorstellungen sind seit jeher die Brücken, die das Alte und das Neue, das Ende und den Neuanfang, Tod und Wiedergeburt miteinander verbinden und uns so auch helfen, loszulassen. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Overachieving: Mehr Mut zum Chillen</title>
		<link>https://www.unipress.at/gesellschaft/ein-appell-an-die-overachiever-chillt-mal/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Annalena Haller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Jun 2024 11:30:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wird Leistung großgeschrieben, fällt das Entspannen immer schwerer. Das Produkt: Overachiever, die stets auf dem Gipfel des Multitaskings balancieren; die Nebenwirkungen: FOMO und Burnout. Ein Appell, endlich mal wieder mehr&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Wird Leistung großgeschrieben, fällt das Entspannen immer schwerer. Das Produkt: Overachiever, die stets auf dem Gipfel des Multitaskings balancieren; die Nebenwirkungen: FOMO und Burnout. Ein Appell, endlich mal wieder mehr zu chillen.</div>
<p><span id="more-20857"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wer vor zehn Jahren noch als Streberin und übereifrig, oder – etwas positiver – ambitioniert und zielstrebig galt, ist nun Ziel einer neuen Zuschreibung geworden: „Overachiever“. Diese bewundernswerten, aber oft belächelten Individuen scheinen jede Minute ihres Tages in ein episches Abenteuer zu verwandeln, indem sie gleichzeitig berufliche Glanzleistungen erbringen, Triathlons bestreiten, zwischendurch eine Skitour einschieben, ehrenamtlich im Tierheim arbeiten, am Wochenende als DJ auflegen und in der Uni mit einem Einserschnitt glänzen. In beiden ihrer gewählten Studiengänge natürlich: Medizin und nebenbei, weil sich&#8217;s ausgeht, Jura. Während sich die einen glücklich schätzen, mal pünktlich aus dem Haus zu kommen und den Kaffee nicht überkochen zu lassen, jonglieren diese Überflieger scheinbar mühelos mehrere Projekte, Hobbys und soziale Verpflichtungen zugleich. Werfen wir also einen Blick in die faszinierende Welt der Übereifrigen und auf ihre unermüdlichen Versuche, das Unmögliche möglich zu machen – und dabei vielleicht doch ein kleines bisschen zu viel des Guten zu wollen.</span></p>
<h3><b>Unter Druck entstehen nicht immer Diamanten</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">In unserer Leistungsgesellschaft wird oft das Bild vermittelt, dass Erfolg gleichbedeutend mit ständiger Aktivität und unablässigem Engagement ist. Es ist daher nicht abwegig, dass man sich verpflichtet fühlt, diesem Ideal zu entsprechen. Man möchte als erfolgreich, fleißig und produktiv wahrgenommen werden, was dazu antreibt, sich ständig zu überanstrengen und immer neue Aufgaben anzunehmen. Overachiever sind auch oft Perfektionisten, die stets danach streben, alles, was sie tun, mit größter Exzellenz zu erledigen. Ihr innerer Kritiker lässt ihnen dabei oft keine Ruhe, bis jede Aufgabe perfekt abgeschlossen ist.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Tief im Inneren vieler Overachiever sitzt die Angst, wenn auch ganz versteckt, nicht gut genug zu sein oder als Versager dazustehen, wenn man nicht all diese Dinge macht und erlebt. Dies treibt sie dazu an, immer mehr zu tun, um sich und anderen zu beweisen, dass sie tatsächlich fähig und wertvoll sind. </span><span style="font-weight: 400;">Die permanente Herausforderung, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu bewältigen, kann auch einen gewissen Adrenalinkick mit sich bringen. Man erlebt eine Art Hochgefühl, wenn unter Druck gearbeitet wird und diese Arbeit womöglich Erfolg mit sich bringt. Dieses Hochgefühl kann sogar süchtig machen und dazu führen, dass immer wieder nach neuen, noch anspruchsvolleren Aufgaben gesucht wird.</span></p>
<div id="attachment_20860" style="width: 222px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-20860" decoding="async" loading="lazy" class="size-medium wp-image-20860" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/06/chicken-4052352_1280-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/06/chicken-4052352_1280-212x300.jpg 212w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/06/chicken-4052352_1280-724x1024.jpg 724w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/06/chicken-4052352_1280-768x1086.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/06/chicken-4052352_1280-585x827.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/06/chicken-4052352_1280.jpg 905w" sizes="(max-width: 212px) 100vw, 212px" /><p id="caption-attachment-20860" class="wp-caption-text">Bild: CDD20 via Pixabay</p></div>
<h3><b>Born to chill, forced to overachieve</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Hand aufs Herz: Wohl kaum ein Individuum hat noch nie am eigenen Leibe den gesellschaftlichen Druck verspürt, mehr zu leisten und in allen Lebensbereichen erfolgreich zu sein. Menschen können auch in die Rolle des Overachievers gedrückt werden, ohne es zu bemerken. In einer Kultur, die Produktivität und ständige Aktivität glorifiziert, entsteht schnell das Gefühl, dass Stillstand gleichbedeutend mit Rückschritt ist. Dieser Druck wird durch das Phänomen der </span><i><span style="font-weight: 400;">Fear of Missing Out</span></i><span style="font-weight: 400;">, auch bekannt unter „FOMO“, noch verstärkt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wer sich auf Social Media rumtreibt, wird sekündlich mit dem scheinbar perfekten, gesunden, spannenden und erfolgreichen Leben anderer konfrontiert. Perfekter Nährboden für die Angst, wichtige Chancen zu verpassen oder nicht genug aus seinem eigenen Leben zu machen. Dieser ständige Vergleich und die daraus resultierende Unsicherheit treiben Menschen dazu, immer mehr Aufgaben und Verpflichtungen auf sich zu laden, in der Hoffnung, damit der gesellschaftlichen Erwartung von Erfolg und Erfüllung gerecht zu werden. Doch statt Erfüllung zu finden, führt dies oft zu Überforderung und Erschöpfung, während der eigentliche Lebensgenuss auf der Strecke bleibt. Dieser übermäßige Ehrgeiz kann letztlich zu Burnout führen und hinterlässt ein Umfeld, in dem die ständige Jagd nach Perfektion das menschliche Miteinander und die Wertschätzung des gegenwärtigen Moments überschattet.</span></p>
<h3><b>Eile mit Weile</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">An dieser Stelle sei eines betont: Jeden Tag hart für seine Ziele zu arbeiten, dabei einige Überstunden zu machen und nach Feierabend dennoch seinen Hobbys nachzugehen – das ist nicht nur bewundernswert, sondern verdient höchsten Respekt. Aber – das mag zwar für manche schwer zu glauben sein – es ist völlig in Ordnung, auch mal nichts zu tun und sich eine Auszeit zu gönnen. Manchmal ist es wichtig zu erkennen, dass wahre Erfüllung nicht nur aus ständiger Produktivität und Höchstleistungen entsteht, sondern auch aus Momenten der Ruhe und Besinnung. Die Welt dreht sich weiter, selbst wenn man sich mal für einen Nachmittag auf die Couch legt, ohne dabei die Mails zu checken. Lassen wir den Perfektionismus los und genießen wir die Freiheit des Nichtstuns. Die To-Do-Listen und Weltrettungspläne können ruhig einen Tag warten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Tierische Triumphe: Lichtblicke aus der Welt der Fellnasen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Annalena Haller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 May 2024 10:30:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von Fortschritten im Artenschutz bis hin zu Tierbabys, die das Herz erwärmen – Inmitten aller Herausforderungen gibt es in der Tierwelt immer wieder strahlende Lichtblicke, die uns zeigen: Es ist&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Von Fortschritten im Artenschutz bis hin zu Tierbabys, die das Herz erwärmen – Inmitten aller Herausforderungen gibt es in der Tierwelt immer wieder strahlende Lichtblicke, die uns zeigen: Es ist unheimlich wichtig, die Vielfalt und Schönheit der Natur zu bewahren.</div>
<p><span id="more-20384"></span></p>
<h3><strong>Immer mehr freilebende Pandas in Chinas Wildnis</strong></h3>
<p>Pandas wurden einst aufgrund des massiven Verlustes ihres Lebensraums als stark gefährdet eingestuft. Über eine erfreuliche Wendung bei den freilebenden Pandas berichten nun Förster:innen in China vermehrt. In den 1980er Jahren schien ihre Existenz mit lediglich 1100 Tieren bedroht. Heute ist die Population laut der chinesischen Forstbehörde auf etwa 1900 angewachsen. Die Internationale Union zur Bewahrung der Natur (IUCN) hat den Status des Pandas von „stark gefährdet“ auf „gefährdet“ herabgestuft.</p>
<p>Pandas sind hauptsächlich in den Bergwäldern in der südwestlichen Provinz Sichuan anzutreffen. In der Provinzhauptstadt Chengdu wird ein aufwendiges Zuchtprogramm in einer großen Forschungsstation betrieben, die rund 230 Pandas beherbergt. Laut Angaben der Forstbehörde kooperiert China mit 20 Institutionen aus 18 verschiedenen Ländern, um den Erhalt der Pandas voranzutreiben. Rund 56 große Pandas wurden als Botschafter an zehn Zoos in Europa vermittelt. Jedes Pandababy, das außerhalb der Volksrepublik geboren wird, muss nach China gebracht werden.</p>
<h3>Ein Nashornbaby aus dem Reagenzglas?</h3>
<p>Von den nördlichen Breitmaulnashörnern gibt es nur noch zwei Exemplare auf der ganzen Welt – beides Weibchen. Doch künstliche Befruchtung soll nun die Rettung dieser Art sein. Zwar sei ein Embryonentransfer bis jetzt nur bei der südlichen Unterart im Jahr 2023 geglückt. Das sei jedoch ein wichtiges Etappenziel.</p>
<p>Im März 2013 starb der letzte Breitmaulnashorn-Bulle „Sudan“. Die beiden Kühe Najin und Fatu – Sudans Tochter und Enkelin – sind die einzigen Hinterbliebenen ihrer Art mit dem charakteristischen breiten Maul und den zwei Hörnern. Leider sind beide Kühe aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage, Nachwuchs selbst auszutragen. Forscher:innen des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung wagten sich jedoch an Methoden der Stammzellforschung und künstlichen Befruchtung. Die Hoffnung liegt bei den südlichen Breitmaulnashörnern, die als Leihmütter dienen sollen. Sollte sich diese Prozedur als erfolgreich erweisen, könnte man in Zukunft auf diese Weise auch andere gefährdete Tierarten vor dem Aussterben bewahren.</p>
<div id="attachment_20387" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-20387" decoding="async" loading="lazy" class="size-medium wp-image-20387" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/rhinos-2675889_1280-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/rhinos-2675889_1280-300x225.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/rhinos-2675889_1280-1024x768.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/rhinos-2675889_1280-768x576.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/rhinos-2675889_1280-1170x878.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/rhinos-2675889_1280-585x439.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/rhinos-2675889_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-20387" class="wp-caption-text">Bild: Pixabay</p></div>
<h3>Das Bürstenschwanz-Rattenkänguru erholt sich</h3>
<p>Das australische Mini-Känguru gilt als eine vom Aussterben bedrohte Tierart. Im Jahr 2022 wurden 55 Tiere im australischen Pilliga-Nationalpark ausgewildert. Mittlerweile erobern sie Australien zurück. Denn die Population hat sich auf 110 verdoppelt.</p>
<p>Wildtierökologin Dr. Viki Stokes, die das Projekt ins Leben gerufen hat und seitdem betreut, beklagte heftige Überschwemmungen und Buschfeuer im Nationalpark. Doch zu ihrer Überraschung überstanden die kleinen Kängurus beide Naturkatastrophen unversehrt. Rund zweimal im Jahr werden sie eingefangen und gründlich untersucht. Ganz zur Freude der Forscher:innen sind die meisten gesund. Die kleinen Tiere vermehren sich weiterhin fleißig: Rund 70% und mehr der Weibchen haben bei den Untersuchungen Junge im Beutel.</p>
<p>Bürstenschwanz-Rattenkängurus sind wahre ökologische Helden. Sie verbringen einen großen Teil ihres Lebens damit, im Boden nach Nahrung zu graben. Im Schnitt graben die Kleinen fünf Tonnen Erde pro Jahr um. Dies ist sehr wichtig für unser Ökosystem.</p>
<div id="attachment_20388" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-20388" decoding="async" loading="lazy" class="size-medium wp-image-20388" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/Woylie_Bettongia_penicillata_at_Australian_Wildlife_Park_Albany_April_2022_03-1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/Woylie_Bettongia_penicillata_at_Australian_Wildlife_Park_Albany_April_2022_03-1-300x225.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/Woylie_Bettongia_penicillata_at_Australian_Wildlife_Park_Albany_April_2022_03-1-1024x768.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/Woylie_Bettongia_penicillata_at_Australian_Wildlife_Park_Albany_April_2022_03-1-768x576.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/Woylie_Bettongia_penicillata_at_Australian_Wildlife_Park_Albany_April_2022_03-1-1536x1152.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/Woylie_Bettongia_penicillata_at_Australian_Wildlife_Park_Albany_April_2022_03-1-2048x1536.jpg 2048w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/Woylie_Bettongia_penicillata_at_Australian_Wildlife_Park_Albany_April_2022_03-1-1920x1440.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/Woylie_Bettongia_penicillata_at_Australian_Wildlife_Park_Albany_April_2022_03-1-1170x878.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/Woylie_Bettongia_penicillata_at_Australian_Wildlife_Park_Albany_April_2022_03-1-585x439.jpg 585w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-20388" class="wp-caption-text">Bild: Wikimedia Commons</p></div>
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		<title>Die neue Pornowelle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Annalena Haller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jan 2024 14:54:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Interesse an ethisch vertretbaren Inhalten in der Erwachsenenunterhaltung wächst: Immer öfter stößt man auf verantwortungsvolle Erotik. Einvernehmlichkeit, Diversität und Wertschätzung rücken hier in den Fokus. Die Pornografie – ein&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Das Interesse an ethisch vertretbaren Inhalten in der Erwachsenenunterhaltung wächst: Immer öfter stößt man auf verantwortungsvolle Erotik. Einvernehmlichkeit, Diversität und Wertschätzung rücken hier in den Fokus.</span></div>
<p><span id="more-20320"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Pornografie – ein verruchtes, kontrovers diskutiertes Thema und das wohl am meisten totgeschwiegene Konsumprodukt. Millionen von Menschen kommen durch die einen oder anderen Filmchen auf ihre Kosten. Einschlägige Portale haben einen Stammplatz in vielen Suchleisten. Über fünf Milliarden Stunden liefen die Videos auf den Bildschirmen im Jahre 2019, und das nur auf Pornhub. Doch schon lange ziehen dunkle Wolken über den Himmel der herkömmlichen Pornoseiten. Potentielle Ausbeutung, Missbrauch, fehlende Einwilligung, minderjährige Darsteller:innen, das alles verleiht dem Genuss des Pornokonsums einen bitteren Beigeschmack.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In vielen Industrien, wie der Kleider- oder Lebensmittelindustrie, ist die Message von einem fairen Konsum bereits angekommen und wird auch schon von vielen Konsument:innen berücksichtigt. Doch mit einem ethischen Konsum von pornografischen Inhalten sind die wenigsten vertraut.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In den letzten Jahren konnte man eine wachsende Bewegung für ethische und faire Pornografie verfolgen, die sich klar von den negativen Auswirkungen anderer pornografischen Produktionen abgrenzt. Auf Seiten wie Cheex oder Pink Label TV stehen Gleichberechtigung, Konsens, Diversität und Respekt an erster Stelle und bringen einen neuen Schwung in die Welt der Lust.</span></p>
<h3><strong>Eine Revolution der Pornografie</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Durch die Einhaltung von ethischen Standards und Konsens haben die Darsteller:innen ein höheres Maß an Kontrolle der Inhalte und Szenarien, an denen sie beteiligt sind. Anders als bei herkömmlichen Seiten, die kostenlos sind, müssen Konsument:innen für die meisten ethischen Inhalte zahlen. Dafür setzen faire Pornoseiten auf eine angemessene Entlohnung, gute Arbeitsbedingungen und Schutz der Darsteller:innen und Mitarbeiter:innen. Auch Nutzer:innen stehen beim Besuch von fairen Pornoseiten unter Schutz, da die Seiten virenlose Inhalte, keine Pop-ups, keinen Datenverkauf an Dritte und ein rundum werbefreies Vergnügen garantieren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Diversität und Inklusion sind wichtige Werte der ethischen Pornografie. Das Angebot bietet eine authentische Vielfalt von Körpern, Identitäten, sexuellen Orientierungen und Geschlechtern und schafft somit eine inklusivere und realitätsnähere Darstellung von Sexualität, die auch verschiedene Vorlieben berücksichtigt und somit ein breiteres Publikum anspricht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Faire und sichere Pornoseiten beinhalten neben dem Unterhaltungsfaktor auch Bildungsinhalte und Gespräche über die Vielfalt der Sexualität und Beziehungen. Themen wie sexuelle Gesundheit, Einvernehmlichkeit und sexuelle Orientierung sollen das Bewusstsein der Zuschauer:innen in dieser Hinsicht schärfen, um zu einer positiven Veränderung der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Sexualität beizutragen. Stereotype und Stigmatisierungen sollen abgebaut und ein gesünderer und offenerer Diskurs über sexuelle Praktiken und Beziehungen geschaffen werden.</span></p>
<h3><strong>Gewissensbisse ade?</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Herkömmliche Pornoseiten werden trotz der Existenz der neuen Rivalen nicht weniger besucht. Auch wenn vieles für die neuen und sicheren Pornoseiten spricht, gibt es trotzdem einige Kritikpunkte: Kritiker:innen sehen diese neue Art der Pornografie trotz ethischer Ansprüche letztendlich nur als eine Branche, die kommerzielle Interessen verfolgt. Auch könnte die positive Auffassung der ethischen Pornografie dazu führen, dass herkömmliche Pornografie als minderwertig angesehen wird, und Menschen, die in dieser Branche arbeiten, stigmatisiert werden. Dennoch bietet das Konzept der fairen Pornografie eine alternative und zeitgemäße Perspektive auf die Erwachsenenunterhaltungsbranche. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Pornografie ist unterhaltend, jedoch darf man nicht vergessen, dass es dabei nicht immer ganz ethisch zugeht. Die Probleme der herkömmlichen Webseiten sind bekannt, Besuche von fairen und sicheren Pornoseiten durchaus empfehlenswert und ein frischer Wind für jene, die das eine oder andere Mal mit Gewissensbissen beim Höhepunkt zu kämpfen hatten.</span></p>
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		<title>5 Arten von Menschen am Christkindlmarkt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Annalena Haller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Dec 2023 13:01:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Weihnachten steht vor der Tür und mit ihm auch die alljährliche Tradition des Besuchs auf dem Weihnachtsmarkt. Ein magischer Ort, an dem die Menschen zusammenkommen, um die festliche Atmosphäre zu&#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Weihnachten steht vor der Tür und mit ihm auch die alljährliche Tradition des Besuchs auf dem Weihnachtsmarkt. Ein magischer Ort, an dem die Menschen zusammenkommen, um die festliche Atmosphäre zu genießen, sich in Glühwein zu ertränken, Tassen in allen Farben zu ergattern oder auch über die Festtage zu grummeln.<span id="more-20232"></span></div>
<p>Des einen Freud ist des anderen Leid. Während die einen den Starttermin des Christkindlmarktes im Kalender rot umrandet haben, können die anderen es schon vor seinem Aufbau nicht mehr erwarten, bis dieser wieder zu Ende ist. Das Verhalten am Weihnachtsmarkt verrät dabei das ein oder andere über die Persönlichkeit der Menschen.</p>
<h3>Der Tourist aka der Tassensammler</h3>
<p>Nach stundenlanger Fahrt kommt der Reisebus endlich zum Halt. Die Türen öffnen sich in Zeitlupe und der Rauch der Abgase erzeugt zusätzlich noch einen theatralischen Effekt. Er steigt aus. Er fühlt sich das ganze Jahr schon bereit für diesen Moment. In seiner Tasche findet man außer einem Batzen Bargeld nicht viel, schließlich wird jetzt fleißig eingekauft. Schon im September wurde im Schrank Platz für die ganzen Tassen gemacht, die er auch dieses Jahr in allen Farben wieder als Souvenirs mitnehmen will. Ein anderes Design haben diese nicht, nur der Tassenpfand stieg auf saftige vier Euro. Zugegeben, die mit Gold überzogene Jubiläumstasse ist aber auch schön.</p>
<p>Alle Stände, die Mützen, Handschuhe oder Schmuck für den Weihnachtsbaum verkaufen, wurden abgeklappert und leergekauft. Zum Abschluss werden noch zwei köstliche Glühweine gekippt und ein paar Bilder von der prunkvollen Dekoration in der Stadt geschossen. Er setzt sich wieder auf seinen Platz im Bus. Die Taschen voll mit Mitbringseln, leicht beschwipst von zwei Glühweinen und voll von frittierten kulinarischen Köstlichkeiten blickt er auf einen glorreichen Tag zurück und nickt dem Markt noch einmal symbolisch zu, bevor der Busfahrer wieder aufs Gas tritt. Auch dieses Jahr war der Besuch des Weihnachtsmarkts ein voller Erfolg. Etwas anderes hat er sich aber auch nicht erwartet.</p>
<h3>Der Sparfuchs</h3>
<p>Mit ihrer Kostenkalkulation und einem fixen Budget macht sich auch sie auf den Weg zum Weihnachtsmarkt. Die Preise hat sie schon davor genauestens studiert. Sie bringt Verständnis für die Preiserhöhungen wegen der Inflation auf, jedoch sind dann acht Euro für eine Brotscheibe mit Käse in ihren Augen eine bodenlose Frechheit. Mit ihrer wiederverwendbaren Thermos-Tasse bestellt sie sich ihren ersten und wahrscheinlich einzigen Glühwein, den sie dann so langsam wie möglich über ihre Geschmacksknospen laufen lässt. Schließlich wird dieser in der Thermos-Tasse ja nicht kalt. Dass sie bei jedem Getränkestand fragt, ob sie diese auch noch ausspülen könnten, macht natürlich keine Umstände.</p>
<p>Langsam grummelt ihr Magen, doch an das fettige, überteuerte Essen ist nicht zu denken. Sie hat schon vorgesorgt und öffnet die Dose mit den selbstgemachten Keksen. Schmecken ihrer Meinung nach eh besser und sind mit einem durchschnittlichen Preis von 39 Cent pro Keks ein wahrer Schnapper. Nicht mal der Preis für den Weihnachtszauber ist in ihren Augen verhandelbar.</p>
<h3>Die Enthusiastin</h3>
<p>Ihr Herz schlägt im Takt von Jingle Bells, ihr Blut besteht wahrscheinlich aus einer Mischung aus Glühwein und Zimt. Während der Rest der Welt sich noch mit Kürbissen und Herbstlaub beschäftigt, hat sie bereits ihr Zelt vor dem Platz aufgeschlagen, wo in einigen Wochen der Weihnachtsmarkt in aller Pracht erscheint.  Ihre Liebe zu Glühwein ist so groß, dass sie sicherlich glaubt, er sei das Elixier der Unsterblichkeit. Jeder ihrer Schneeflockenmusterpullover schreien förmlich: „Ich liebe Weihnachten mehr als du!“ Das Knirschen von überfüllten Plastiktüten und der Geruch von fettigem Essen beflügeln ihre Sinne förmlich. Der Weihnachtsmarkt ist ihr Paradies, ihr Zuhause. Die Geldbörse wird nach jedem Stand leichter und in die Menschenmasse reingequetscht wärmt sie nicht nur ihre Hände, sondern auch ihr Herz.</p>
<h3>Der Weihnachtsmuffel</h3>
<p>Inmitten des festlichen Glanzes und der fröhlichen Klänge der Weihnachtslieder findet man den verbissenen Weihnachtsmuffel, eingehüllt in eine unsichtbare Wolke aus Ärger, die Grinch-Vibes abgibt. Für ihn ist der Christkindlmarkt kein idyllischer Ort der Freude, sondern vielmehr ein Alptraum aus blinkenden Lichtern, überdrehten Menschenmassen und unerträglichen Weihnachtsmelodien. Während die anderen ihre köstlichen Heißgetränke und Leckereien genießen, schleicht er sich durch die Buden wie ein unwilliger Geist, von jeder frohen Geste abgestoßen. Er möchte doch einfach nur nach Hause, doch die vermeintliche Abkürzung durch den Weihnachtsmarkt entpuppt sich als ein Spaziergang durch die Hölle. Für ihn ist der Duft von Glühwein gleichbedeutend mit dem Geruch von gequälten Nerven, und die festliche Atmosphäre wird lediglich als eine lästige Pflicht betrachtet, die er am liebsten überspringen würde.</p>
<p>Das Ende des Marktes ist in Sicht, das Ziel zum Greifen nah. Bald hat er es geschafft und er lässt diese Clown-Show zurück. Doch jemand ergreift ihn an seinem Ärmel, es ist ein Bekannter von ihm. „Ach, komm schon. Wenn du schon hier bist, kannst du doch einen Glühwein mit mir trinken, geht auch auf mich!“, lädt dieser ihn ein. Er nimmt einen kleinen Schluck vom Glühwein, stellt diesen wieder ab und sagt nüchtern: „Nicht meins.“ Es hat ihm himmlisch gut geschmeckt, das wird er aber nie zugeben.</p>
<h3>Die Glühweingenießerin</h3>
<p>Der Duft von Zimt und gebrannten Mandeln liegt auf dem Weihnachtsmarkt in der Luft, aber hin und wieder entzückt auch der feine Geruch einer Glühwein-Fahne die Nase des ein oder anderen Vorbeigehenden. Für die Glühweingenießer:innen bedeutet der Beginn des Weihnachtsmarkts vor allem eines: jeden Tag wieder gottlos Glühwein bechern. Ob nach der Vorlesung, vor der Vorlesung oder statt der Vorlesung, man findet schon ein Zeitfenster. Warum nicht mal Glühwein am Morgen? Schließlich ist es irgendwo auf der Welt immer fünf Uhr nachmittags. Die Zeit, in der man sich das genüsslich dampfende und aromatische Heißgetränk gierig in den Schlund gießen kann, ist knapp. Man sollte sie besser ausnutzen.</p>
<p>Ein Glühwein kommt selten allein und so wissen auch die schlauen Rechner: Mit dem Tassenpfand, den man von seinem letzten Glühwein zurückbekommt, ist der nächste Glühwein so gut wie gratis! So passiert es nicht selten, dass man in einer Endlosschleife des Glühwein-Konsums gefangen ist und erst wieder rausgerissen wird, wenn die kleinen Häuschen ihre Klappe schließen.</p>
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		<title>Male Gaze, Female Gaze – wie Medien unseren Blick auf Frauen prägen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Annalena Haller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Nov 2023 11:30:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie Frauen in Filmen inszeniert werden, beschreiben in der Filmwissenschaft die Begriffe “Male Gaze” und “Female Gaze”. Diese Darstellungen beeinflussen auch den Blick auf Frauen in der realen Welt. In&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Wie Frauen in Filmen inszeniert werden, beschreiben in der Filmwissenschaft die Begriffe “Male Gaze” und “Female Gaze”. Diese Darstellungen beeinflussen auch den Blick auf Frauen in der realen Welt.</div>
<p><span id="more-20035"></span></p>
<p>In den 1970er-Jahren verwendete die Filmwissenschaftlerin Laura Mulvey den Begriff des „Male Gaze“ erstmals. Seitdem wird der Ausdruck inflationär verwendet, besonders in den sozialen Medien. Heutzutage geschieht das nicht nur im Kontext einer Filmanalyse, sondern auch in Beschreibungen von Alltäglichem.</p>
<p>Das Konzept des „Male Gaze“ und seine Antwort, die Theorie des „Female Gaze“, stützen sich auf ein binäres Geschlechtermodell. Manche Menschen lehnen die Begriffe daher ab. Die Theorien ließen keinen Platz für Menschen, die sich weder als männlich noch als weiblich identifizieren. Dass das Konzept auf Generalisierungen und Vereinfachungen beruhen würde, merkte Laura Mulvey schon bei der Verfassung ihrer Schrift „Visual Pleasure and Narrative Cinema“ an. Allgemein bleibt anzumerken, dass es viele verschiedene „Gazes“, also Blickwinkel und Sichtweisen, gibt. Sie sind einander nicht unter- oder überlegen – sie unterscheiden sich nur.</p>
<h3><b>Der Male Gaze </b></h3>
<p>Film an. Zu sehen ist eine Frau mit perfektem Körper, stets in knappen Outfits gekleidet. Sie schraubt an Autos und scheut sich nicht davor, es ihrem Mann zwischen Kochen und Abspülen, ohne lang zu meckern, so richtig zu besorgen. Das ist sie. Die perfekte Frau, in den Augen eines Mannes halt. Sie existiert nur, um das Leben des Mannes so angenehm wie möglich zu machen. Das will man(n) sehen, so will man(n) es haben. A woman written by a man, eben.</p>
<p>Diesen männlichen Blick, fachsprachlich „Male Gaze“ genannt, findet man nicht selten in der Bücher- und Filmwelt. Innerhalb der feministischen Filmtheorie wird der Begriff des „Male Gaze&#8221; verwendet, um die Sichtweise eines männlichen, heterosexuellen Betrachters auf Frauen zu beschreiben, also die Herangehensweise des Regisseurs oder des Autors.</p>
<p>Der Begriff an sich entsprang der Filmtheorie der 1970 Jahre. „Gaze“, englisch für „Blick“, als alleinstehender Begriff soll beschreiben, wie Zuschauer:innen visuelle Medien empfinden. Der „Male Gaze“ ist also ein männlicher, sexualisierter Blick, der weibliche Protagonistinnen stark objektiviert. Ob Megan Fox in Transformers, Harley Quinn in Suicide Squad oder die Bond-Girls, Frauen sind oft nur aus ästhetischen Gründen Teil eines Films, während der Mann, der Macher und das Alphatier, mal eben so die Welt rettet.</p>
<p>Eine solche Objektifizierung bringt den negativen Effekt mit sich, dass Zuschauer:innen unbewusst diesen Blick übernehmen und zu Objektbetrachter:innen werden. In vielen Fällen werden Frauen in unserer Gesellschaft auf ihr äußeres Erscheinungsbild reduziert, was dazu führt, dass ihre menschlichen Eigenschaften nicht ausreichend gewürdigt werden.  Sie existieren nur, um der Männerwelt zu gefallen. Derartige Objektifizierungen in Film, Serie und Buch tun den Frauen keinen Gefallen, im Gegenteil. Sie bestärken nur ein misogynes Weltbild, das auch heute noch viele Menschen verinnerlicht haben.</p>
<h3><b>Picassos Blicke</b></h3>
<p>Die Darstellung einer Frau durch den Blick eines Mannes kann man nicht nur in Film und Literatur, sondern auch in der Kunst beobachten. Pablo Picasso, der Frauen auf der Straße mit seinen Augen förmlich durchdrang, war bekannt für seinen Blick auf Frauen und dafür, wie er diese in seiner Kunst darstellte.</p>
<p>Picassos Gemälde zeugen von einer einzigartigen Beobachtung, wie seine zahlreichen Liebesbeziehungen ihn dazu anregten, verschiedene Stilrichtungen aufzugreifen. Oft wird darauf hingewiesen, dass Picassos Verwendung dieser unterschiedlichen Stile eine völlig neue künstlerische Darstellung der Frau hervorgebracht hat. Seine Frauen waren seine Musen, nicht selten wurde ihm nachgesagt, er würde Frauen nur lieben, um einen Grund zum Malen zu haben. Ein Kunstwerk veranschaulicht dies deutlich. In „<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/File:Les_Demoiselles_d%27Avignon.jpg">Les Demoiselles d&#8217;Avignon</a>“ malte Picasso fünf Frauen in einem Bordell, deren Körper sehr eckig und kantig dargestellt sind. Das Bild sorgte damals für kritische Reaktionen. Auch aus heutiger Sicht bleibt es ein kontrovers diskutiertes Gemälde. Es scheint so, als würden sich die fünf nackten Frauen ihren Betrachter förmlich anbieten. Dies ist aber auch nur eine mögliche Interpretation des Kunstwerkes.</p>
<p>Der Male Gaze, der sich wie ein Schleier über die Film-, Kunst- und Literaturlandschaft legt, ist in Wahrheit oftmals eine trügerische Linse, die unser Weltbild verzerrt. Dabei bleibt die Vielfalt der Frauen verborgen, während die Rolle des männlichen Protagonisten auf ein Podest gestellt wird, was an veraltete Machtstrukturen erinnert. Jeder  klischeehafte Schnitt und jede stereotype Beschreibung verfestigt ein Narrativ einer Gesellschaft, in der Frauen als nichts anderes wahrgenommen werden als ein beachtliches Schmuckstück.</p>
<h3><b>Der Female Gaze</b></h3>
<p>Der Female Gaze beschreibt den weiblichen Blick. Die Filmtheorie definiert ihn zum einen als die Erzählweise einer Filmemacherin. Ihr Frausein beeinflusse dabei ihre Arbeit. Das Geschlecht beziehungsweise die Geschlechtsidentität der Filmfiguren spielt keine Rolle: Auch die Betrachtung einer männlichen Figur kann Aspekte des Female Gaze beinhalten. Andererseits beschreibt der Female Gaze das subjektive Erfahren einer weiblichen Filmfigur. Ein Female-Gaze-Film zeigt: Das bedeutet es, als Frau in unserer Gesellschaft zu leben. Auch in den sozialen Medien wird das Konzept aufgegriffen. Dort kleidet man sich für den Female Gaze, also um Frauen statt Männern zu gefallen.</p>
<p>Die Regisseurin und Autorin Joey Salloway, die maßgeblich zur Definition des Konzepts rund um den Female Gaze beigetragen hat, betont jedoch eines: Der Female Gaze beschreibe nicht die bloße Umkehrung des Male Gaze. Somit befürworte er nicht die Objektifizierung von Männern, sonders spreche sich lediglich für einen tiefgehenden Blick auf die Lebensrealitäten von Frauen aus. Die auf TikTok groß gewordene Bezeichnung „Men written by a woman“ zeigt außerdem beispielhaft, dass besonders männliche Film- und Buch-Charaktere nicht zwangsläufig von einer weiblichen Perspektive profitieren. Männliche Charaktere „written by a woman“ sind oft weiß und niemals dick. Sie sind immer groß, schlau und charmant, sie zitieren hin und wieder eine feministische Theorie, bezahlen den Kaffee ihrer Partnerin, halten ihr die Tür auf und sie dennoch für gleichwertig. Die amerikanische Autorin Colleen Hoover geht noch weiter: Die männlichen Love-Interests in ihren Büchern sind eifersüchtig, besitzergreifend, dominant und manipulativ – aber dabei natürlich unfassbar heiß. Die Beziehung zwischen der weiblichen Hauptfigur und dem männlichen Love-Interest wird dabei als stark und „empowering“ dargestellt. Colleen Hoover wird vorgeworfen, ihr Schreiben sei stark durch internalisierte Misogynie gekennzeichnet, und damit das Gegenteil von feministisch.</p>
<h3><b>Diskriminierung, Wut und kleine Feuer überall</b></h3>
<p>Das schicke amerikanische Vorstadt-Haus der Familie Richardson brennt. Verursacht haben das Feuer viele kleine Flammen. Die Mutter der Familie, Elena Richardson, nimmt die Schuld auf sich: Sie habe das Feuer gelegt. Von Beginn an stellt sich die Frage: Wie konnte es so weit kommen?</p>
<p>Die Serie „Kleine Feuer überall“ erschien im Jahr 2020 auf der Streaming-Plattform Hulu und handelt von zwei Familien in den 1980er-Jahren in den USA. An der Erstellung des Skripts und der Produktion waren fast ausschließlich Frauen beteiligt. In der Serie nehmen die männlichen Charaktere kaum Einfluss auf das Geschehen, statt ihnen handeln die Frauen. Die beiden Familien, auf die sich die Handlung konzentriert, sind das Produkt der unermüdlichen Bemühungen der jeweiligen Mutter. Besonders deutlich wird das in dem Kalender der Vorzeige-Mutter Elena Richardson: Unzählige Post-Its in verschiedenen Farben weisen auf Verpflichtungen und Verantwortungen hin. Dieser Kalender wird konstant von ihrer Familie belächelt, vor allem von ihrem Ehemann. Bill Richardson hält sich aus dem Leben seiner Frau, ihren Problemen und Sorgen, weitestgehend zurück. „Kleine Feuer überall“ ist dahingehend einzigartig, dass Elenas Bemühungen, ihren Verpflichtungen nachzukommen, nicht belächelt, sondern respektvoll betrachtet werden.</p>
<h3><b>Männer als Statisten</b></h3>
<p>Besonderen Wert legt die Serie auf die Beziehungen zwischen den Frauen. Mia Warren ist die Mutter der anderen Familie. Als Elena Richardson sie als ihre Haushälterin einstellt, entsteht zwischen ihnen ein ungleiches Machtverhältnis. Elena ignoriert dieses, genauso wie die Tatsache, dass Mia eine schwarze Frau ist. Für sie spiele die Hautfarbe einer Person keine Rolle, sagt Elena – dass sie Martin Luther King bewundert, bringt sie in Anwesenheit schwarzer Menschen dennoch pausenlos zur Sprache. Mia bringt Elenas Versuche, dieses ungleiche Machtverhältnis zu ignorieren, in einem Gespräch wutentbrannt zur Sprache: „Warum möchten alle immer mit ihrem Dienstmädchen befreundet sein?“</p>
<p>Die Wut der Frauen spielt eine zentrale Rolle in der Serie. Dies ist interessant, da wütende Frauen oft als unweiblich wahrgenommen oder als hysterisch abgetan werden. In der Serie sind die Frauen wütend aufeinander, aber auch über Dinge wie Sexismus, Rassismus, gesellschaftliche Normen und den Mythos, als Frau in den 1980er-Jahren eine freie Wahl zu haben. In einem Zeitsprung sehen wir Elena, die durch eine Abtreibung die Geburt ihres vierten Kinders verhindern will. „Leute wie wir machen so etwas nicht“, sagt ihre Mutter, und Elena gebärt das Kind.</p>
<p>Die Bildsprache der Serie ist ruhig, der Blick geduldig. Die Kamera lässt sich Zeit, aber nicht, um die Handlung mit überflüssigem Zoomen auf weibliche Körperstellen aufzuhalten. Stattdessen zeigt sich der weibliche Blick in „Kleine Feuer überall“ durch einen Sinn für Details und für den Rhythmus sowie die Muster des Lebens einer Frau in den 1980er-Jahren: Man spürt die Frau im Raum.</p>
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		<title>Für- und Widerspruch: Wer trägt die Verantwortung beim Konsum?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Annalena Haller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Nov 2023 11:30:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Klimakrise spaltet die Gemüter. Niemand fühlt sich verantwortlich und die Schuld schieben sich alle gegenseitig zu – dabei sollte doch eigentlich am selben Strang gezogen werden. Die Macht liegt&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Die Klimakrise spaltet die Gemüter. Niemand fühlt sich verantwortlich und die Schuld schieben sich alle gegenseitig zu – dabei sollte doch eigentlich am selben Strang gezogen werden.</span></div>
<p><span id="more-20081"></span></p>
<h2><span style="font-weight: 400;">Die Macht liegt bei dem Volk</span></h2>
<div class="fusnote bildunterschrift"><span style="font-weight: 400;">von Annalena Haller</span></div>
<p><span style="font-weight: 400;">Ignoranz ist out. Wer sich heutzutage nicht um die Umwelt sorgt, tanzt aus der Reihe. Wie Hollywood-Schauspielerin Emma Watson schon sagte: “As consumers, we have so much power to change the world just by being careful in what we buy.” Mag plausibel klingen, ist für viele jedoch schwer umsetzbar. Vor allem wenn man die Tatsache berücksichtigt, dass ein Wocheneinkauf aus B</span><span style="font-weight: 400;">iopro</span><span style="font-weight: 400;">dukten das halbe Monatsgehalt fordert.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dies ist aber keine Ausrede. Es gibt genug Baustellen, an denen man als Normalsterblicher ganz leicht anknüpfen kann. Denn wenn man sich für eine Jacke aus dem Vintage-Store entscheidet, die anhand ihrer Abnutzung eine Wertsteigerung von 200 Prozent erfahren hat, sieht man nicht nur gut dabei aus, sondern lässt jeden Großkonzernbesitzer vor Neid erblassen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Direkt ausführen lässt sich das neu gewonnene Schmuckstück mit einer Fahrt in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Es ist förmlich unsere Bürgerpflicht, noch umweltbewusster zu reisen und uns nicht auf den Scheiterhaufen der Umweltsünden auszuruhen. Ungelogen, es hat auch seinen Charme, sich in stickigen, überfüllten Zügen stundenlang abzuquälen, vorausgesetzt man kann die CEOs, die weiterhin fröhlich in ihren edlen Privatjets über die Wolken schweben und die Sektgläser klirren lassen, ausblenden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Solange die Reichen mit Leichtigkeit über dem Thema Nachhaltigkeit stehen können, liegt Verantwortung eben bei den Kleinen. Und wenn die sich für den Beitrag zum Umweltschutz auch noch auf die Schulter klopfen dürfen, dann mag das wohl das i-Tüpfelchen auf dem selbstlosen Verzicht sein. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="font-weight: 400;">Wir haben die Wahl</span></h2>
<div class="bildunterschrift"><span style="font-weight: 400;">von Laura Klemm</span></div>
<p><span style="font-weight: 400;">Auf der Suche nach den Verantwortlichen der größten Ungerechtigkeit unserer Zeit, der Klimakatastrophe, wird mit Vorliebe der gemeine Mensch zum Sündenbock gemacht. Politik und Industrie zeigen gern mal anklagend auf das Individuum – statt ihren Versprechen nachzukommen. Zufrieden richten die Mächtigen unserer Zeit also Appelle an eh schon sensibilisierte, urbane, linksgrüne Mittelschichtsveganer und düngen damit fleißig den Nährboden, auf dem sich individualistische Freiheitskämpfer und moralisch Überlegene gegenseitig den Tag versauen. Klimafreundliche Produkte sind nur ein weiterer Konsumbereich. Radfahrer die wahren Klimakiller. Denn die gleichen ihr Kaloriendefizit womöglich mit Fleisch aus Massentierhaltung aus.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dabei sind Politiker als gewählte Vertreter dazu verpflichtet, Signale aus der Bevölkerung zu sehen und politische Anstrengungen zu unternehmen. Das ist nicht einmal schwer – denn der Mensch ist von Natur aus gierig und „tendenziell faul”, sagt zum Beispiel Klimasoziologe Tobias Rüttenauer. Es braucht finanzielle Anreize statt Appelle, praktische Alternativen statt Verbote (wobei diese ein guter Anfang wären). Aus Angst vor dem Beinamen „Ökodiktatur” machen Kanzler Karl und Olaf aber lieber – man ahnt es bereits – gar nichts. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Sowieso ist der Begriff „Individuum” im Klimakontext ein Witz. Die ökologischen Fußabdrücke von verschwenderischen Superreichen (erst kürzlich gießt auf Instagram Theo, 18, seine Blumen mit Champagner) und am Existenzminimum lebenden Niedrigkonsument</span><span style="font-weight: 400;">en</span><span style="font-weight: 400;"> lassen sich nun einmal nicht vergleichen. Es bringt also nichts, wenn wir uns mit dem Waschlappen säubern, statt unter die Dusche zu hüpfen, wie Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried vorschlägt. Wir Kleinen können kaum etwas verändern – deswegen haben wir ja gewählt.</span></p>
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			</item>
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		<title>Die erste o. UV-Sitzung &#8211; Die Karten werden neu gemischt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Annalena Haller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Nov 2023 11:30:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die erste UV-Sitzung unter der Führung des neuen ÖH-Vorsitzes sorgte für Diskussionen und die eine oder andere Unstimmigkeit. Das Publikum zuhause musste sich aufgrund unzureichender Mikrofone mit einer mangelhaften Zoom-Übertragung&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Die erste UV-Sitzung unter der Führung des neuen ÖH-Vorsitzes sorgte für Diskussionen und die eine oder andere Unstimmigkeit. Das Publikum zuhause musste sich aufgrund unzureichender Mikrofone mit einer mangelhaften Zoom-Übertragung und fragmentierten Sätzen zufriedengeben.</div>
<p><span id="more-20017"></span></p>
<p>Am Morgen des 25. Oktobers öffnete die Vorsitzende der Österreichischen Hochschüler:innenschaft Innsbruck (ÖH),  Sophia Neßler (GRAS), um 10:03 Uhr die erste Sitzung des Universitätsvertretungsgremiums (UV) im Wintersemester 2023/24 im Ágnes-Heller-Haus. An ihrer Seite saß Hannah Gratl (VSStÖ), stellvertretender Vorsitz, bereit, die kommenden Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Die Sitzung wurde dieses Mal wieder auf Zoom übertragen, jedoch konnte man der Sitzung aufgrund der ungeeigneten Mikrofone von Zuhause leider gar nicht folgen. Die etwas aufgeheizte Stimmung im Raum verriet, dass die einen oder anderen Seitenhiebe seitens der JUNOS und der AG, die zuvor den ÖH-Vorsitz bildeten, zu erwarten waren. Die Mitglieder der fünf Fraktionen, GRAS, VSStÖ, KSV-LiLi, AG und JUNOS, saßen alle aufmerksam an ihren Plätzen, als nach einer herzlichen Begrüßung und der Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung die Sitzung mit der Genehmigung der Tagesordnung und des Protokolls der vorherigen Zusammenkunft begann.</p>
<p>Es folgte die Besprechung der üblichen Formalitäten und ein kurzer Bericht von Neßler über die Aktivitäten der letzten Monate, wie zum Beispiel das Fördern eines veganen Angebotes in der Mensa. Auch das Thema Sonnendeck, das in den letzten Wochen und Monate für viel Gesprächsstoff gesorgt hat, wurde angeschnitten. Ein paar Wochen zuvor traf sich der ÖH-Vorsitz mit Vertreter:innen der Universität und der Stadt Innsbruck, um mit ihnen die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Das (damalige) Ergebnis: Eine Verbreiterung der Innmauer soll mehr Sitzmöglichkeiten schaffen. Ein Gitter solle sich trotzdem noch über die Franz-Gschnitzer-Promenade ziehen, um die Sicherheitsmaßnahmen gewährleisten zu können. Besonders bei der AG und bei den JUNOS kam dieser Vorschlag aber nicht gut an, denn sie plädieren für ein freies Sitzen auf der Innmauer am Sonnendeck, ohne Gitter. Daraufhin erklärte Neßler (GRAS), dass dies alles noch unter Verhandlungen steht und noch keine Nägel mit Köpfen gemacht wurden.</p>
<p>Nach dem freiwilligen Rücktritt von KSV LiLi Abgeordneten Lola Fürst, die zuvor das Amt des 2. stellvertretenden Vorsitzes innehatte, erfolgte die Wahl eines neuen 2. stellvertretenden Vorsitzenden. Die Wahl fiel auf <strong>Benedikt Elias Drexler</strong>, ein weiterer Abgeordneter der KSV-LiLi-Fraktion, der daraufhin an der Seite von Neßler Platz nahm.</p>
<div id="attachment_20020" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-20020" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-20020 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/OEH-IBK_Vorsitz-012_edited-1920x1439-1-1024x767.jpg" alt="" width="1024" height="767" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/OEH-IBK_Vorsitz-012_edited-1920x1439-1-1024x767.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/OEH-IBK_Vorsitz-012_edited-1920x1439-1-300x225.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/OEH-IBK_Vorsitz-012_edited-1920x1439-1-768x576.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/OEH-IBK_Vorsitz-012_edited-1920x1439-1-1536x1151.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/OEH-IBK_Vorsitz-012_edited-1920x1439-1-1170x877.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/OEH-IBK_Vorsitz-012_edited-1920x1439-1-585x438.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/OEH-IBK_Vorsitz-012_edited-1920x1439-1.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-20020" class="wp-caption-text">Bild: ÖH Innsbruck</p></div>
<h3>Das sind die neuen Referent:innen der ÖH</h3>
<p>Aus den Reihen des VSStÖ tritt Rosa Tauber das Amt als Referentin für Sozialpolitik an, während Tobias Köhle sich dem Wirtschaftsreferat widmet. Anton Rauch wird das Amt des Referenten für internationale Angelegenheiten und ESN besetzen. Daniela Hackl wird Referentin für Frauen, Gleichbehandlung und queere Belange, während Daniel Seifert für das Referat für Heime und Wohnen verantwortlich ist. Vincent Gogala wird als neuer Basisreferent ebenfalls eine wichtige Säule sein, während sich Nick Grüner dem Referat für Plagiatsprüfung widmen wird.</p>
<p>Unter den Mitgliedern der GRAS ist Ralph Eichhübl Referent für Öffentlichkeitsarbeit, während Nathalie Nocker das Amt der Referentin für Umwelt und Nachhaltigkeit und Lino Mathoi die Position  als Referent für Bildungspolitik belegt. Tobias Lenz besetzt das Referat für den Verbund der Lehrer:innenbildung West.</p>
<p>Das Referat für Student:innen- &amp; Maturant:innenberatung belegt Lena Lagger (fraktionslos) und für das Referat für Studieren mit Beeinträchtigung(en) ist Georg Ebster (fraktionslos) der Ansprechpartner an der ÖH.</p>
<p>Alle genannten Referent:innen wurden bereits interimistisch eingesetzt und bestätigt.</p>
<p>Auch bei der UNIpress hat sich etwas getan, denn ab jetzt wird Katharina Isser das Amt als Chefredakteurin und Referentin belegen und somit ihre Vorgängerin Rosa Schmitz ablösen, die ab jetzt die neue Vize-Chefredakteurin sein wird.</p>
<div id="attachment_20024" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-20024" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-20024 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Die-Sitzverteilung-der-Universitaetsvertretung-1024x810.png" alt="" width="1024" height="810" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Die-Sitzverteilung-der-Universitaetsvertretung-1024x810.png 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Die-Sitzverteilung-der-Universitaetsvertretung-300x237.png 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Die-Sitzverteilung-der-Universitaetsvertretung-768x607.png 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Die-Sitzverteilung-der-Universitaetsvertretung-1170x925.png 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Die-Sitzverteilung-der-Universitaetsvertretung-585x463.png 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Die-Sitzverteilung-der-Universitaetsvertretung.png 1330w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-20024" class="wp-caption-text">Grafik: Annalena Haller</p></div>
<h3>Neue Anträge bei jüngster Sitzung vorgestellt</h3>
<p>Der ÖH-Vorsitz präsentierte sechs Anträge, die ausgearbeitet wurden. Alle wurden mit der Mehrheit angenommen.</p>
<p>Im ersten Beschluss verpflichtet sich die ÖH nun zu einer intensiven Diskussion über die 16 Tage gegen patriarchale Gewalt, wofür GRAS, VSStÖ und KSV-LiLi stimmten, AG und JUNOS aber dagegen. Für die Einführung einer Trans Awareness Week haben alle Fraktionen mit Ausnahme der AG mit Ja gestimmt.</p>
<p>Eine weitere Initiative ist die Erweiterung und Bezahlbarkeit von Betreuungsplätzen für Studierende mit Kindern. Sie wurde einstimmig angenommen. Auch dem Antrag, dass die ÖH Innsbruck einen Kampfsportkurs für FLINTA*s (Frauen, Lesben, Intergeschlechtliche, Nichtbinäre, Transgender und Agender) einführen sollte, wurde von allen Fraktionen zugestimmt.</p>
<p>Nicht nur wurden zwei neue Förderungstöpfe eingeführt – einer zur Deckung der Nebenkosten der Studierenden und ein allgemeiner Fond zur Förderung innovativer Projekte – sondern auch der Sozialfördertopf wurde aufgestockt, während der Fonds für psychotherapeutische Unterstützung weiterhin bestehen bleibt. Abschließend wurde noch ein Positionspapier verfasst, welches darauf abzielt, den Studierenden eine bessere Balance zwischen Studium und Arbeit zu ermöglichen, wofür auch alle Fraktionen waren.</p>
<p>Nach ungefähr sechs Stunden wurde die erste ordentliche UV-Sitzung in diesem Wintersemester von Neßler beendet. Man hofft auf eine positive Entwicklung und auf bessere Mikrofone für die Übertragung der nächste Sitzung.</p>
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		<title>Das Bohren nach dem schwarzen Gold</title>
		<link>https://www.unipress.at/politik/das-bohren-nach-dem-schwarzen-gold/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Annalena Haller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Nov 2023 11:30:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erdöl – der Energieträger, an dem das meiste Blut klebt. Das Willow-Projekt sorgte im März dieses Jahres für weltweite Empörung. Am 13. März 2023 nahm US-Präsident Joe Biden seine Feder&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up" style="font-weight: 400;">Erdöl – der Energieträger, an dem das meiste Blut klebt. Das Willow-Projekt sorgte im März dieses Jahres für weltweite Empörung.</div>
<p><span id="more-19237"></span></p>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Am 13. März 2023 nahm US-Präsident </span><span style="font-weight: 400;">Joe Biden</span><span style="font-weight: 400;"> seine Feder in die Hand und brach mit seiner Unterschrift zur Genehmigung des </span><span style="font-weight: 400;">Willow-Projekts</span><span style="font-weight: 400;"> eines seiner einst entscheidenden Wahlversprechen zu Klima und Umwelt. Es ist eines größten Erdöl-Förderungsprojekte, seine Folgen sind fatal. Was kann man sich darunter vorstellen und warum wird es genau jetzt, am heißesten Punkt in unserer Klimakrise, angegangen?</span></p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Was ist das Willow-Projekt?</strong></h3>
<p>Das Willow-Projekt ist ein sehr umstrittener Plan zur Förderung von Erdölgewinnung im US-Bundesstaat Alaska. Gründer des Projekts ist der texanische Energiekonzern ConocoPhillips. Dieser beantragte ursprünglich fünf Bohrstellen. Genehmigt wurden nur drei, was die Situation aber nicht weniger drastisch macht. Zudem fallen auch noch alle dazu nötigen Straßen und Pipelines an.</p>
<p>Bereits 2020 wurde das Projekt einmal vorgeschlagen und wurde von der Trump-Regierung zunächst genehmigt. Nach dem Präsidentenwechsel folgte von Joe Biden vorerst die Ablehnung. An der noch unberührten Nordküste Alaskas sollen jetzt aber doch in den kommenden 30 Jahren bis zu 95 Milliarden Liter Erdöl aus dem Boden gepumpt werden, das entspricht 180.000 Barrel Öl pro Tag. Die Kosten belaufen sich auf rund 8 bis 10 Milliarden US-Dollar.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Wie rechtfertigt die US-Regierung dieses Projekt?</strong></h3>
<p>Wie kann ein Projekt in diesem Ausmaß, in einer Zeit, in der unser Erdthermometer unkontrolliert steigt, überhaupt genehmigt werden?</p>
<p>ConocoPhillips besitzt gültige Pachtverträge und ein damit gesetzlich verankertes Recht auf Bohrungen in der Region Alaska. Eine Kündigung dieser Pachtverträge würde unzählige Gerichtsprozesse nach sich ziehen, die hohe Strafen für die US-Regierung mit sich ziehen würden. Darauf folgte der Kompromiss beider Seiten: aus den ursprünglich fünf geplanten Bohrstellen wurden drei. Joe Bidens Regierung hat dem Projekt schließlich zugestimmt, weitere Öl- und Gas-Bohrungen im Arktischen Ozean aber untersagt. Dies reicht aber nicht aus. Diverse Umweltorganisationen und Aktivist:innen sind mit dieser Entscheidung unzufrieden und reichten Klagen ein. Ob diese aber Gehör finden, bleibt abzuwarten.</p>
<p>Die Vereinigten Staaten haben es sich schon länger zum Ziel gesetzt, unabhängiger von ausländischen Öl-Importen zu werden. Man würde mit diesem Projekt auch die inländische Wirtschaft ankurbeln. Das ist aber auch der einzige Vorteil, positive Auswirkungen für den Rest der Welt wird dieses Projekt eher mäßig mit sich bringen. Bis das Erdöl, das mit dem Willow-Projekt gewonnen wird, den Markt erreicht, würden noch Jahre verstreichen.</p>
<p>Zudem wird das Projekt laut ConocoPhillips während seiner Bauphase 2.500 Arbeitsplätze und langfristig 300 Arbeitsplätze schaffen. Dem US-Staat bringt das Projekt schmackhafte Summen in Milliardenhöhe durch Steuern und Lizenzgebühren, weshalb es auch in der Region Alaska recht herzlich begrüßt wird – vom Eisbären eher weniger.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Was bedeutet das für die Umwelt?</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Die Folgen dieses Projektes für das Klima und die Umwelt? Desaströs. Schätzungsweise würden während der Laufzeit des Willow-Projekts 260 Millionen Tonnen CO</span><span style="font-weight: 400;">2 </span><span style="font-weight: 400;">in die Erdatmosphäre gestoßen werden.. Zum Vergleich: Ganz Österreich produziert die gleiche Menge in 3,5 Jahren. Auch das gefährliche Gas Methan wird bei der Durchführung des Projektes freigesetzt.</span></p>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Die Infrastruktur rund um die Bohrungen und den Bau des dazugehörigen Systems minimieren den ohnehin massiv bedrohten Lebensraum der Tiere und der Pflanzen. Das Eis schwindet, Böden tauen auf, der Meeresspiegel steigt , Artensterben ist absehbar.</span></p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong><em>#stopthewillowproject</em> – die Reaktionen auf Social Media</strong></h3>
<p>Wer in der heutigen Zeit auf Instagram, TikTok oder anderen sozialen Medien seine Zeit verstreichen lässt, weiß: Don’t mess with people on the internet!</p>
<p>Weltweit zeigen Menschen Courage und engagieren sich gegen dieses äußerst kontroverse Projekt zum Schutz der Umwelt und des Klimas. Unter dem Hashtag <em>#stopthewillowproject</em> wurden Millionen von Beiträgen und Videos von Aktivist:innen, Content-Creator:innen oder einfach nur wütenden Privatpersonen veröffentlicht, die schlichtweg dessen müde sind, die eigene Zukunft und die der Erde ständig in die Hände von Menschen legen zu müssen, die Profit über das Klima stellen. Weltweit gibt es viele Petitionen, die Unterschriften gegen dieses Projekt gesammelt. Eine große Petition gegen das Willow-Projekt findet ihr unter diesem Link: <a href="https://www.change.org/p/joseph-r-biden-biden-administration-and-conocophillips-say-no-to-the-willow-project-fa8e4c47-d855-45ae-9029-6f9de5d94054?source_location=search" target="_blank" rel="noopener">www.change.org</a></p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Aktuelles</strong></h3>
<p>Mittlerweile sind einige Monate vergangen, seitdem US-Präsident Joe Biden das Projekt genehmigt hat. Die Biden-Regierung gab bekannt, alle bestehenden Pachtverträge für Öl- und Gasbohrungen im Schutzgebiet für National Arctic Wildlife in Alaska, die von der Trump-Regierung verkauft wurden, aufzuheben. Somit werden Bohrungen auf 13 Millionen Hektar (das ist mehr als die Hälfte der nationalen Erdölreserve) verboten, <span id="[203,210]" class="word">wodurch</span> <span id="[211,214]" class="word">ein</span> <span id="[215,220]" class="word">neuer</span> <span id="[221,227]" class="word">Streit</span> <span id="[228,231]" class="word">mit</span> <span id="[232,235]" class="word">den</span> <span id="[236,249]" class="word">Republikanern</span> <span id="[250,254]" class="word">über</span> <span id="[255,258]" class="word">den</span> <span id="[259,265]" class="word">Zugang</span> <span id="[266,268]" class="word">zu</span> <span id="[269,277]" class="word">fossilen</span> <span id="[278,290]" class="word">Brennstoffen</span> <span id="[291,294]" class="word">auf</span> <span id="[295,305]" class="word">Bundesland</span> <span id="[306,317]" class="word">angezettelt</span> <span id="[318,322]" class="word">wurde. </span>Die neuen Regulierungen haben jedoch keinen Einfluss auf das Willow-Projekt, das weiterhin bestehen bleibt. Das Projekt würde weiterhin mehr Vorteile mit sich bringen, laut Biden, um es doch nicht in die Tat umzusetzen. Klimaaktivist:innen weltweit fordern immer noch von der Biden-Regierung die vollständige Auflösung aller Pachtverträge für Öl- und Gasbohrung.</p>
<p style="font-weight: 400;">In welchem Ausmaß dieses Projekt stattfinden wird, zeigt die Zukunft. Auf 100 Prozent nachhaltige Energiegewinnung umzusteigen, sollte die größte Priorität sein.</p>
<p style="font-weight: 400;">Doch wehe dem, der Klima- und Artenschutz, eine noch lang bestehende Erde und das Wohl der Tiere und der Menschheit eintauscht gegen ein paar schwarze, klebrige Papierscheine.</p>
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