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	<title>Museumsguide Archives - UNIpress</title>
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	<description>Das offizielle Magazin der ÖH Innsbruck</description>
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		<title>Zeughaus – Vom Waffenarsenal zur Kulturhochburg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Gasser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Dec 2020 11:42:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Museumsguide]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Museen sperren wieder auf – der Fortsetzung unseres Museumsguides steht nichts mehr im Wege. Dieses Mal geht es um das Zeughaus. Redakteur Stefan Gasser hat die Ausstellung für euch&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Die Museen sperren wieder auf – der Fortsetzung unseres Museumsguides steht nichts mehr im Wege. Dieses Mal geht es um das Zeughaus. Redakteur Stefan Gasser hat die Ausstellung für euch unter die Lupe genommen.</div>
<p><span id="more-8268"></span></p>
<p>Entweder mit dem F direkt von der Hauptuni aus oder mit der 1er von der Haltestelle Terminal Marktplatz ist man in jeweils ungefähr 10-15 Minuten in direkter Umgebung des Innsbrucker Zeughauses. Im Innenhof des rechteckigen Gebäudes wurden früher Kanonen und Munition gelagert. Heute dient es als Museum, in dem Exponate von der Bronzezeit bis zum zweiten Weltkrieg ausgestellt werden, die sich mit der Geschichte und Entwicklung Tirols beschäftigen. Außerdem finden im Sommer immer wieder Freiluftvorstellungen verschiedener Filme in den ehrwürdigen Mauern des früheren Waffendepots statt. Besonders Menschen, die sich entweder mit der Vergangenheit ihrer Wahlheimat auseinandersetzen wollen, oder den eigenen Volksschulbesuch im Zeughaus nostalgisch wiedererleben möchten (wie ich selbst), kann man einen Besuch im Zeughaus nur ans Herz legen.</p>
<h3>Historischer Rundgang</h3>
<p>Das Grundkonstrukt des Gebäudes stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist selbst von besonderer geschichtlicher Bedeutung (die Konstruktionsweise ist Thema einer kleinen baugeschichtlichen Nebenausstellung, die man für einen kleinen Aufpreis extra besuchen kann). Die Hauptausstellung des Museums ist modern arrangiert und steht in einem fast schon künstlerischen Kontrast zur Bausubstanz. In Form eines Rundgangs zieht man durch das Obergeschoss des Museums, um die geschichtliche und politische Entwicklung Tirols nachzuvollziehen, die anhand bestimmter Meilensteine, wie etwa den Bauernaufständen unter Andreas Hofer, dargestellt ist. Dabei stößt man auf die eine oder andere Kuriosität (wie Teile von Hofers Lederhose) und erhält einen Einblick in die etwas verschrobene Volksseele der durchaus eigenbrötlerischen Urtiroler*innen.</p>
<h3>Zwischen Brutalität und Prosperität</h3>
<p>Wenn man sich für die lokale Geschichte begeistern kann, wird man oft eine widersprüchliche Beziehung von Tradition und Entwicklung vorfinden. Tirol war auf der einen Seite Zentrum des Handels und der Münzprägung im Spätmittelalter, andererseits aber auch Hochburg der Hexenverfolgung – einige der damals gängigen Folterinstrumente können im Zeughaus begutachtet werden. Auch die Einstellung vieler Tiroler*innen, den anderen österreichischen Bundesländern gegenüber, hat sich nicht über Nacht entwickelt. Bereits im 17. Jahrhundert brauchten diese stets eine ‚Extrawurscht‘ – wie man am Sonderstatus Tirols unter den anderen österreichischen Provinzen sehen kann, der von Kaiser Maximilian festgelegt wurde und immerhin bis ins 19. Jahrhundert aufrecht erhalten blieb. Erst mit den Niederlagen gegen Bayern und Napoleon um 1810 verlor Tirol seine besonderen Rechte. Natürlich widmet sich die Ausstellung auch ausführlich der jüngeren Geschichte, die ebenfalls eine kuriose wie eine sehr dunkle Seite vorzuweisen hat. Anhand vergilbter Plakate, Eintrittskarten, Prospekte und Souvenirs kann man Zeitzeugen der schon mehr als 100 Jahre bestehenden Tourismus- und Winterurlaubtradition bestaunen, für die das westliche Bundesland besonders in Deutschland immer noch bekannt und beliebt ist. Doch nur wenige Schritte entfernt, werden die fröhlichen Werbungen für den Arlberg und St. Moritz gegen Propaganda von Schuschnigg, Dollfuß und später auch der NSDAP eingetauscht, die sich auch in Tirol besonderer Beliebtheit erfreut hat.</p>
<p>Für einen Besuch sollte man sich etwa eineinhalb Stunden Zeit nehmen. Es ist auch wichtig mit der richtigen Erwartungshaltung hinzugehen. Natürlich kann das kleine Museum kaum mit Wiener oder Münchner Größen wie dem kunsthistorischen Museum oder dem Haus des Meeres mithalten. Nichtsdestotrotz hat das Zeughaus eine kleine, aber feine Ausstellung zu bieten, die die Wolken eines verregneten Samstagnachmittags vertreiben kann – besonders, wenn man aus Rücksicht auf Andere die gängigen ‚Coronahotspots‘ vermeiden will, aber keine Lust hat zuhause zu versauern.</p>
<p><em>Weitere Informationen:</em></p>
<p>Der Eintrittspreis für Studierende liegt bei 8 Euro (+1 Euro für die Nebenausstellung)</p>
<p><a href="https://www.tiroler-landesmuseen.at/haeuser/zeughaus-in-innsbruck/">Zeughaus</a></p>
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		<title>Schloss Ambras &#8211; Das älteste Museum der Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina Brillinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2020 09:11:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Museumsguide]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Noch auf der Suche nach einem Ausflugsziel für Oktober? Nicht nur das Schloss Ambras ist definitiv einen Besuch wert, sondern auch das dazugehörige Museum – das älteste Museum der Welt.&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Noch auf der Suche nach einem Ausflugsziel für Oktober? Nicht nur das Schloss Ambras ist definitiv einen Besuch wert, sondern auch das dazugehörige Museum – das älteste Museum der Welt.</div>
<p><span id="more-7129"></span></p>
<p>Erbaut wurde das Schloss im 10. Jahrhundert. Ab 1363 gehörte es zu den Besitztümern der Habsburger. Erzherzog Ferdinand II. ließ die mittelalterliche Burg als Geschenk an seine Frau ausbauen. Dabei wurde eine Museumsanlage errichtet, die dem Schloss vorgelagert ist. Damit ist <a href="https://www.schlossambras-innsbruck.at/">Schloss Ambras</a> das älteste Museum der Welt.</p>
<p>Das Schloss wurde zwischenzeitlich für viele verschiedene Zwecke genutzt, etwa als Militärspital und Kaserne. Zum Besitz der Republik Österreich wurde Schloss Ambras erst wieder 1919. Grund dafür war die Abschaffung der Monarchie und das daraufhin erlassene Habsburgergesetz.</p>
<h3>Von Grotten und Gärten</h3>
<p>Schloss Ambras hat auch eine weitläufige Parkanlage zu bieten, die seit 2007 unter Denkmalschutz steht. Dort findet man die Bacchusgrotte, den Keuchengarten und einen künstlichen Wasserfall. Neben dem Schloss und dem Museum kann man auch die St. Nikolauskapelle sowie den Paradies- und Arzneimittelgarten besichtigen. Das Herzstück des Schlosses ist der Innenhof. Dieser ist verziert mit Malereien, die Szenen aus der römischen Geschichte und der antiken Mythologie darstellen.</p>
<p>Im Innenteil des Schlosses sollte unbedingt das Bad der Philippine Welser – der Frau von Erzherzog Ferdinand II. – besichtigt werden. Das Besondere an dieser Badeanlage ist, dass es die einzige noch vollständige Badeanlage des 16. Jahrhunderts ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_7132" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-7132" decoding="async" class="wp-image-7132 size-full" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2020/10/SchlossAmbras_Brillinger.jpeg" alt="" width="1024" height="1365" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2020/10/SchlossAmbras_Brillinger.jpeg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2020/10/SchlossAmbras_Brillinger-225x300.jpeg 225w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2020/10/SchlossAmbras_Brillinger-768x1024.jpeg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2020/10/SchlossAmbras_Brillinger-585x780.jpeg 585w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-7132" class="wp-caption-text">© Nina Brillinger</p></div>
<div class="bildunterschrift">Das Herzstück des Schlosses – der Innenhof.</div>
<h3>Das erste Museum der Welt</h3>
<p>Das Museum ist auf drei Stockwerke aufgeteilt und beinhaltet neben der berühmten Habsburger Porträtgalerie auch eine Sammlung gotischer Skulpturen und die Glassammlung Strasser. Die Ausstellungsstücke sind verteilt auf drei Rüstkammern, die Kunst- und Wunderkammer und das Antiquarium. Dort sind Rüstungen, Waffen, Gemälde, kostbare Kunstkammerstücke und noch viel mehr ausgestellt. Ein weiteres Highlight ist der von Erzherzog Ferdinand II. 1569-1572 errichtete Spanische Saal. Dieser zählt zu den schönsten freistehenden Saalbauten der Renaissance.</p>
<p>Funfact: Schloss Ambras gehörte eigentlich nicht zu Innsbruck, sondern zum heutigen Stadtteil Ambras, der früher ein eigenständiges Dorf war.</p>
<p><em>Das Schloss ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Im November ist es für Besucher geschlossen. Es können vor Ort Audio-Guides ausgeliehen werden und auch Jahreskarten und Führungen werden angeboten. Außerdem gibt es einen ermäßigten Preis für Studierende unter 25.</em></p>
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