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	<title>Allgemein Archives - UNIpress</title>
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	<description>Das offizielle Magazin der ÖH Innsbruck</description>
	<lastBuildDate>Sun, 09 Mar 2025 13:02:08 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Zwanzigfünfundzwanzig – Retrospektive einer bewegten Zeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Elena Rieger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Mar 2025 11:30:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Jahreswechsel liegt schon ein Weilchen hinter uns, 2025 nimmt Fahrt auf. Ein Vierteljahrhundert voller Umbrüche, Innovationen und Herausforderungen hat die Welt geformt. Höchste Zeit für einen Blick zurück –&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Der Jahreswechsel <span style="font-weight: 400;">liegt schon ein Weilchen hinter uns, 2025 nimmt Fahrt auf. Ein Vierteljahrhundert voller Umbrüche, Innovationen und Herausforderungen hat die Welt geformt. Höchste Zeit für einen Blick zurück – und nach vorn.</span><span id="more-21232"></span></div>
<p>In den letzten 25 Jahren hat sich nahezu jeder Lebensbereich weiterentwickelt. Die Technik hat das Alltägliche revolutioniert, während der Gesundheitssektor, angetrieben von innovativen Technologien, neue Wege beschreitet. Doch dieser Fortschritt bleibt nicht ohne Folgen: Er wirft komplexe ethische und soziale Fragestellungen auf. Politische und gesellschaftliche Umbrüche prägen die globale Landschaft, und inmitten dieser Veränderungen hat die Digitalisierung nicht nur den Zugang zu Informationen transformiert, sondern auch die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren, in ein neues Licht gerückt.</p>
<h3><strong>Technik: Von Science-Fiction zur Realität</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Vor 25 Jahren war vieles, was heute selbstverständlich ist, noch reine Fantasie: Smarte Assistenten, Programme, die Aufgaben automatisiert erledigen, oder autonome Fahrzeuge, die selbstständig fahren. Auch künstliche Intelligenz (KI), die es Maschinen ermöglicht, aus Daten zu lernen und Entscheidungen zu treffen, ist am Vormarsch. Doch während diese Fortschritte unser Leben erleichtern, wächst die Sorge vor deren Kontrolle. Was passiert, wenn Maschinen bessere Entscheidungen treffen als Menschen? Der technologische Wandel könnte die menschliche Entscheidungsfindung beeinträchtigen und eine zunehmende Abhängigkeit schaffen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Daneben hat sich die Blockchain-Technologie als sicheres System zur Speicherung von Daten etabliert, das über Kryptowährungen hinausgeht. Sie verändert das Finanzwesen, den Gesundheitssektor und die Logistik. Mit der Einführung von 5G, der fünften Generation mobiler Kommunikation, und dem Internet der Dinge, wo alltägliche Geräte vernetzt sind, entstehen smarte Städte. Sensoren sammeln ständig Daten, die unser Leben verbessern sollen. Doch drängende Fragen bleiben: Wie schützen wir unsere Privatsphäre in einer dermaßen vernetzten Welt und wer profitiert tatsächlich von der digitalen Revolution?</span></p>
<h3><strong>Gesundheit: Von der Pandemie zur Heilung</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Die mRNA-Technologie hat während der COVID-19-Pandemie neue Maßstäbe gesetzt und bietet auch innovative Perspektiven für die Behandlung von Krebs und genetischen Erkrankungen &#8211; so nutzen die mRNA-Impfstoffe genetische Informationen, um eine Immunantwort auszulösen. Zudem ermöglicht CRISPR, eine Technologie zur präzisen Bearbeitung von Genen, bedeutende Fortschritte in der Medizin: Etwa die Möglichkeit, erbliche Krankheiten wie Mukoviszidose oder Sichelzellenanämie zu behandeln. Diese Entwicklungen geschehen jedoch nicht ohne ethische Bedenken: Wie weit dürfen wir in die menschliche DNA eingreifen? Die Debatte um „Designer-Babys“, bei denen Gene gezielt verändert werden, wird zunehmend relevant und könnte gesellschaftliche Normen herausfordern.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Telemedizin, also die Nutzung digitaler Kommunikation für Arztbesuche, hat den Zugang zur Gesundheitsversorgung revolutioniert. Patient:innen können nun Diagnosen per Video-Chat erhalten, während tragbare Technologien Gesundheitsdaten in Echtzeit überwachen. Solche Fortschritte bieten zahlreiche Vorteile, jedoch bleibt offen, ob alle Menschen gleichberechtigt von diesen Entwicklungen profitieren können. Die Gefahr einer ungleichen Verteilung der Gesundheitsressourcen könnte wachsen, wenn innovative Behandlungen nur für Wohlhabende zugänglich sind.</span></p>
<h3><strong>Politik und Gesellschaft: Der Aufstieg der Ungewissheit</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Die letzten 25 Jahre waren geprägt von politischen Umwälzungen, die alte Machtstrukturen ins Wanken gebracht haben. Globale Krisen wie der Klimawandel, Konflikte und die Pandemie haben Gesellschaften weltweit auf die Probe gestellt. Während einige Länder populistischen Bewegungen nachgeben, kämpfen andere um Demokratie und Freiheit. In diesem Kontext spielen digitale Technologien eine zentrale Rolle, indem sie sowohl als Instrumente für Aktivismus als auch als Kanäle für Desinformation dienen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zudem hat der Klimawandel nicht nur Auswirkungen auf die Umwelt, sondern auch auf die Politik. Grüne Technologien und nachhaltige Innovationen sind der neue Wettlauf, bei dem es darum geht, wer die Kontrolle über die Energiewende hat. Brennende Fragen wie diese werden in den kommenden Jahren die politischen Diskussionen prägen. Doch angesichts der Unsicherheiten wird vor allem die Fähigkeit der Gesellschaft, sich an neue Gegebenheiten anzupassen, entscheidend dafür sein, Fortschritte zu erzielen und eine gerechtere Zukunft zu gestalten.</span></p>
<h3><strong>Medien: Entstehung der digitalen Informationsgesellschaft</strong></h3>
<p>Der Mediensektor hat sich in den letzten 25 Jahren auf den Kopf gestellt: Digitale Medien revolutionierten die Informationslandschaft und demokratisierten den Zugang zu Nachrichten. Inzwischen kann jede und jeder über soziale Netzwerke und Blogs Informationen verbreiten. Doch mit dieser Freiheit kommen auch Hürden: Fake News und Filterblasen gefährden die Qualität der Informationen und das Vertrauen in die traditionellen Medien. Die Herausforderung besteht mehr und mehr darin, verlässliche Quellen zu finden und den eigenen Informationskonsum kritisch zu hinterfragen.</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch die Rolle von Influencer:innen hat sich verändert; sie beeinflussen zunehmend, wie Menschen Nachrichten konsumieren. Werbung ist mittlerweile oft kaum noch von journalistischen Inhalten zu unterscheiden, was Zweifel daran aufwirft, inwieweit wir zwischen Wahrheit und Meinung differenzieren können. In einer Ära, in der Algorithmen bestimmen, was wir sehen, muss die Welt lernen, mit dieser Informationsflut umzugehen und Medienkompetenz zu fördern, sodass informierte Entscheidungen getroffen werden können.</span></p>
<h3><strong>Ausblick: Was kommt als Nächstes?</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Das vergangene Vierteljahrhundert war voller Überraschungen – und das nächste verspricht nicht weniger aufregend zu werden. Neurotechnologien, künstliches Leben und vielleicht sogar die Entschlüsselung des bewussten Denkens könnten unsere Definition von Menschsein und Zukunft radikal verändern.</span></p>
<p>Die größte Aufgabe wird es jedoch sein, diese Fortschritte mit Bedacht zu nutzen. Wie können wir Technologie so gestalten, dass sie nicht nur wenigen Privilegierten, sondern der gesamten Gesellschaft zugutekommt? Wie lösen wir die ethischen Dilemmata, die diese Durchbrüche mit sich bringen? Die kommenden 25 Jahre könnten uns in eine Zukunft führen, die heute noch jenseits unserer Vorstellungskraft liegt – doch wir haben die Macht, gemeinsam ihren Kurs zu bestimmen.</p>
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		<title>Schluss mit dem Smartphone </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sophie Borbe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Oct 2024 10:30:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Radikaler Verzicht aufs Smartphone. Diesem Experiment stellt sich unsere Autorin. Ob die Trennung vom ständigen Begleiter zur Erleuchtung des Jahrhunderts oder doch nur zu lästigen Stunden führt? „Moderne ist Schicksal.&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Radikaler Verzicht aufs Smartphone. Diesem Experiment stellt sich unsere Autorin. Ob die Trennung vom ständigen Begleiter zur Erleuchtung des Jahrhunderts oder doch nur zu lästigen Stunden führt?</span></div>
<p><span id="more-20948"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">„Moderne ist Schicksal. Wer in der Moderne lebt, kann nicht woanders leben“, hallt es mir aus der Vorlesung vom letzten Semester nach. Dieser Behauptung werde ich mich diese Woche stellen: Ich verzichte sieben Tage auf mein Smartphone – und steige auf unser noch existierendes Haustelefon um. Das bedeutet: Kein Social Media, kein Google Maps, keine Uni-App, nichts. Nur das Tuten in der Telefonleitung. E-Mails und OLAT nutze ich ausschließlich über den Computer. </span></p>
<h3><b>Die Vorbereitung auf das Selbstexperiment</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">An einem Donnerstagnachmittag beschließe ich, das Experiment am Folgetag zu starten. Schnell wird mir klar, dass es einiges zu bedenken gibt. Ich übertrage meinen Kalender vom Smartphone auf einen analogen Kalender und schreibe mir die wichtigsten Telefonnummern heraus. Aus dem Nachtkästchen meiner Mutter krame ich einen alten Wecker aus, ein echter Goldfund: Neben Uhrzeit und Alarm ist sogar ein Radio integriert. Der Verlust von Spotify lässt sich damit hoffentlich ausgleichen. Auch meine alte Armbanduhr findet wieder ihren Weg an mein Handgelenk, allerdings ohne Batterie. Schnell führe ich noch die wichtigsten Telefonate und suche mein Smartphone auf wichtige Dinge ab. In den sozialen Medien hinterlasse ich noch einen letzten Post, der meine Abschottung ankündigt. Die Reaktionen darauf fallen überraschend positiv aus. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als ich dann am Abend meinen neuen Wecker stelle, ist mein Smartphone bereits im hintersten Eck meines Kastens versenkt. Ein mulmiges Gefühl breitet sich in meinem Bauch aus. Trotz Testversuch bin ich skeptisch, ob der Wecker auch wirklich funktioniert. </span></p>
<h3><b>Tag 1</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Das gnadenlose Piepsen, das mich in exaktem Metrum aus dem Schlaf trällert, nimmt mir diese Sorge. Nervös bin ich trotzdem. Es ist ein komischer Gedanke, dass ich ohne Smartphone aus dem Haus gehen werde. Während die Punktlandung zum Zug sonst meine größte Stärke ist, gehe ich heute lieber fünf Minuten früher los. Denn Uhr habe ich ja keine. Zumindest keine mit Batterie. Und nach dem fünften automatisierten Griff in meine Jackentasche checkt auch die letzte Gehirnzelle, dass das Smartphone immer noch im Kasten liegt. Beim Einsteigen in den Zug fühle ich mich so, als müsse es ein Geheimnis bleiben, dass ich ohne Smartphone unterwegs bin.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In der Uni angekommen habe ich erstmal keinen Plan, in welchem Raum mein Seminar stattfindet. Nach einem kleinen Irrgang durch den 8. und 9. Stock des Geiwi-Turms und Anstrengung meiner räumlichen Erinnerung ist das Problem behoben. Allerdings mit leichter Verspätung.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auf dem Nachhauseweg steuere ich das nächste Uhrengeschäft an, danach fahre ich heim. Die Zugzeiten weiß ich auswendig. Für einige Termine nächste Woche werden dann wohl Zug- und Buspläne (oder besser gesagt ich im Umgang mit ihnen) ihr Können beweisen müssen. Trotzdem fühlt es sich mittlerweile gut an, ohne Handy unterwegs zu sein. Dadurch fällt die ständige Versuchung nämlich automatisch weg. Das Warten auf den Zug fülle ich mit meinen Gedanken und beobachte das Geschehen um mich herum. Trotzdem ploppen mir in Gedanken immer wieder Ideen auf, die ich gerne googeln oder meinen Freunden mitteilen würde. Doch bevor ich daheim zum Festnetz greife, warte ich dann lieber aufs nächste Treffen. Mir gegenüber sitzt eine ältere Dame und ich frage mich, ob wir Gleichgesinnte sind. Wie hat sie den digitalen Wandel in ihrem Leben wahrgenommen? Ihre Erfahrung aus dem smartphonelosen Zeitalter würde immerhin authentisch widerspiegeln, was ich gerade nacherleben will.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Vergleich zu heute Morgen fühle ich mich schon viel vollständiger ohne das Smartphone. Denn irgendwie ist es ja doch so etwas wie ein Teil von uns. Zuhause angekommen, rufe ich eine Freundin an, mit der ich morgen verabredet bin. Ich besuche sie zum ersten Mal in ihrer neuen WG, dorthin muss ich also ohne Google Maps finden. Den Weg lasse ich mir am Telefon genau beschreiben. Ohne Smartphone zu leben, bedeutet auch, Dinge im Vorhinein besser zu planen und abzusprechen. Denn eine spontane Planänderung kommt vermutlich nicht mehr beim Gegenüber an.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am Abend mischt sich ein Gefühl der Entspanntheit dazu. Der ständigen Erreichbarkeit und ewigen Versuchung des Smartphones zu entkommen, fühlt sich ein wenig an wie Urlaub. Und da nun das Wochenende ansteht, ist es nochmal mehr okay, nicht erreichbar zu sein.</span></p>
<h3><b>Wochenende: Tag 2 &amp; 3</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Bei meiner Freundin angekommen, applaudieren mir erst mal alle. Tatsächlich habe ich bis heute schon ewig keinen Blick mehr auf den Busplan geworfen. Eine wichtige Erkenntnis ist, dass sich bis jetzt weniger ich selbst verändert habe, sondern mehr meine Herangehensweise an die Dinge. Man muss sich erst mal daran erinnern, wie früher alles funktioniert hat. Buspläne an Haltestellen und Bahnhöfen statt Apps; Wegbeschreibungen, Stadtpläne und Fragen stellen statt Google Maps.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Später sitze ich zuhause auf der Couch und frage meine Schwester nach der Schreibweise von einem Wort. Als Antwort bekomme ich nur, dass ich das jetzt im Duden nachschlagen muss. Sie hat jedenfalls verstanden, worum es in diesem Experiment geht.</span></p>
<h3><b>Tag 4 bis 7</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach der Ablenkung vom Wochenende sehne ich mich wieder nach dem warmen Gefühl meines Smartphones. Daher zünde ich mir heute protesthalber eine Kerze an und schreibe an diesem Text weiter – natürlich mit der Hand. Während ich in den letzten Tagen selbst keines hatte, blieb mehr Zeit, Menschen mit Smartphone zu beobachten. Müssen wir wirklich jeden Mini-Gedanken per Nachricht oder im Status teilen? Wollen wir unsere freien Minuten und Entspannungsphasen damit verbringen, uns mit Werbung berieseln zu lassen? Wenn wir 24/7 am Handy sind, machen wir es der Welt leicht, uns als Objekte mit Interessen auf Schritt und Tritt zu verfolgen. Stattdessen könnten wir Tagebuch schreiben, Sport machen, kreativ sein, einfach an die Decke starren. Näher bei uns selbst sein.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als ich meinen Hausarzt anrufen will, wird es interessant. Denn die Nummer darf ich ja nicht googeln. Also erinnere ich mich an unser Telefonbuch und krame es aus der Schublade. Nach kurzer Suche werde ich fündig. Aus Neugierde suche ich noch weitere Nummern heraus und bin fast schon überrascht, wie gut dieses System funktioniert. Die Jugend von heute.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Je weiter sich das Selbstexperiment dem Ende zuneigt, desto mehr Hindernisse stellt mir der Alltag. Onlinebanking gegen einen Zahlschein zu ersetzen, den ich erst aus der Bank im Nebenort bekomme, sprengt zum Beispiel meinen Zeitplan. Und jedes Mal, wenn ich das Haustelefon verwende, setzt das WLAN für einige Minuten aus. Verpasste Anrufe zeigt mir das Telefon nicht an, außer jemand spricht auf die Mailbox. Was nicht der Fall ist. Während ich die Abwesenheit meines Smartphones schätze, um meine Zeit sinnvoller zu nutzen, wird auch die gegenteilige Seite deutlich. Das Smartphone ist praktisch. Es erleichtert und ermöglicht vieles. Man kann überall ganz einfach den Weg finden, kann jede Frage googeln, hat Wanderwege auf Apps beschrieben, kann mit weit entfernten Freunden in Kontakt bleiben, Unterkünfte jederzeit buchen. Und trotzdem bin ich der Meinung, dass wir es falsch nutzen. Unnötig oft und zu unreflektiert. Auch wenn uns Instagram inspiriert, wollen wir wirklich täglich bis zu drei Stunden damit verbringen, das Leben anderer Leute zu beobachten? Oder würde zweimal pro Woche reichen? Das Smartphone ist wie ein Alles-Könner, das allem zuvorkommen will. Das führt in eine Abhängigkeit. Dabei sind Armbanduhr, Wecker, Taschenkalender, Notizblock, Land- und Wanderkarten sowie Kameras immer noch sinnvoll.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Außerdem bin ich nun weniger abhängig von meinem Handy. Anstatt in Pausen sofort ans Smartphone zu denken, kann ich meine Gedanken nun besser ordnen. Und wenn mir langweilig wird, nehme ich öfter ein neues Projekt in die Hand. Besonders die Wartezeiten auf den Zug haben sich verändert: Schon lange wollte ich mehr Magazine lesen, kam aber selten dazu. Jetzt gibt es jede Menge Zeit dafür. Mir kommt auch die Idee, die Pflichttexte für die Uni ab sofort einfach im Zug zu lesen. Außerdem schränkt das Smartphone unsere Aufmerksamkeit ein, was das Lesen langer Texte betrifft. Es kommt uns anstrengender vor, weil wir die ständigen Stimuli gewohnt sind, für die wir uns nicht großartig anstrengen müssen. Es tut gut, öfter auf die Reize zu verzichten. Verändert hat sich auch meine Einstellung: Ich schätze das Smartphone jetzt mehr für seinen Nutzen und sehe es weniger als essenzielles Unterhaltungsmedium. Daher mein Rat: Wann immer es möglich ist, lieber einmal mehr dem Smartphone entkommen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ist die Moderne nun also wirklich ein unausweichlicher Schicksalschlag? Nein: Man kann ihr auch ein Stück weit entrinnen, ohne sich in die Geschichtswissenschaft stürzen zu müssen. Es gibt immer noch die Möglichkeiten, auf ein Leben ohne Smartphone umzusteigen. Bereits ewig existierende Medien wie das Buch oder Briefe sind bis heute präsent und werden nicht verschwinden. Buspläne, Karten, Zahlscheine und Co. gibt es nach wie vor. Aber: Die Erfindung des Smartphones liegt noch nicht allzu lange zurück. Es wäre schon schwieriger, nur mehr auf Pergament zu schreiben. Und ein Leben ohne Smartphone schottet ab. Oft setzen wichtige Mitteilungen über Studium, Arbeit oder das soziale Umfeld ein Smartphone voraus. Umso wichtiger ist es, mit kritischer Reflexion und Selbstbestimmung gerüstet zu sein. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Famous Last Words</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Isser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jun 2024 10:30:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Den letzten Äußerungen eines Menschen vor seinem Tod wird oft eine besondere Bedeutung zugemessen. Berühmte letzte Worte reichen von tragisch-komischen Bemerkungen bis zu tiefen spirituellen Einsichten. Eine Übersicht. Zitate und&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Den letzten Äußerungen eines Menschen vor seinem Tod wird oft eine besondere Bedeutung zugemessen. Berühmte letzte Worte reichen von tragisch-komischen Bemerkungen bis zu tiefen spirituellen Einsichten. Eine Übersicht.</div>
<p><span id="more-20712"></span></p>
<p>Zitate und Sprüche – das täglich Brot der Kalenderindustrie. Die Rendite ist dabei praktisch unabhängig vom Wahrheitsgehalt: Hätte Albert Einstein wirklich all die schlauen Aphorismen losgelassen, die ihm nachgesagt werden, hätte er wohl keine Zeit mehr für seine Physik gehabt. Für Zitatwebsiten rollt der Rubel trotzdem. Wichtiger als die Echtheit des Gesagten ist die Bekanntheit des angeblichen Sprechers.</p>
<p>Die Sprüche sind natürlich noch gewichtiger, wenn sie in entscheidenden Momenten gesagt werden: Beim Machen einer Entdeckung, nach Gewinnen einer Schlacht oder vor dem Verlieren der finalen – des Todeskampfes. Besonders die letzten Worte, die jemand der Nachwelt hinterlässt, stehen symbolisch für ein ganzes Leben.</p>
<h3>Schwanengesang und der Kreis des Lebens</h3>
<p>Es gibt Menschen, die nicht nur für ihre Kunst leben, sondern gewissermaßen auch dafür sterben. So beispielsweise die Primaballerina Anna Pavlova. Sie war ironischerweise vor allem bekannt für ihre Darbietung des Sterbenden Schwans, ein Tanz zur Musik von Camille Saint-Saëns, der speziell für sie choreografiert wurde. Als sie mit einer Lungenentzündung im Sterben lag, sollen ihre letzten Worte gewesen sein: „Bereite mein Schwanenkostüm vor!“ Sie starb, wie sie lebte. Eine lebensrettende Operation hatte sie abgelehnt, weil sie danach nie wieder hätte tanzen können.</p>
<p>Auch der griechische Mathematiker Archimedes hatte in seinem letzten Moment nur seine Disziplin im Kopf. Er soll gerade über geometrische Figuren nachgedacht haben, als ein römischer Soldat ihn angriff. „Störe meine Kreise nicht!“, sollen seine letzten Worte zu dem Soldaten gewesen sein, bevor er von diesem getötet wurde.</p>
<h3>Ein letztes Wort dem Henker</h3>
<p>Bevor das Erschießungskommando das Todesurteil gegen den Mörder James W. Rodgers vollstreckte, wurde dieser gefragt, ob er einen letzten Wunsch habe. Schlagfertig wie eh und je antwortete dieser: „Eine kugelsichere Weste.“</p>
<p>Ikonisch auch die letzten Worte des Tiroler Freiheitskämpfers und verehrten wie umstrittenen Volkshelden Andreas Hofer, der bei seiner Hinrichtung durch Erschießen zu den Schützen gesagt haben soll: „Ach, wie schießt ihr schlecht!“</p>
<h3>Freudige Erwartung aufs Jenseits</h3>
<p>Viele hoffen in ihren letzten Stunden auf ein eventuelles Wiedersehen mit ihren bereits verstorbenen Liebsten. Otto von Bismarcks Frau Johanna war einige Jahre vor ihm verstorben; mit seinen letzten Atemzügen soll er gesagt haben: „Gib, dass ich meine Johanna wiedersehe.“ Andere hoffen nicht auf ein Wiedersehen, sondern gar auf neue Bekanntschaften: Der Schriftsteller Theodore Dreiser starb angeblich mit den Worten: „Shakespeare, ich komme!“</p>
<h3>Mit Feuerwaffen spielt man nicht</h3>
<p>Besonders makaber sind jene letzten Worte, die keine hätten sein sollen. Der Musiker Johnny Ace spielte während einer Pause seiner Show mit einem Revolver und sagte: „Ich zeig dir, dass er nicht schießen wird.“ Ein Schuss löste sich und führte zu Aces Tod.</p>
<p>Ähnlich erging es Terry Kath, Mitglied der Band Chicago. Er hob im Scherz eine angeblich ungeladene Pistole zu seiner Schläfe und fragte ein Crewmitglied „Was denkst du, dass ich jetzt mache? Mir eine Kugel durch den Kopf jagen?“ Er drückte den Abzug, um zu demonstrieren, dass die Waffe ungeladen sei. Leider war sie das nicht, und Kath sofort tot.</p>
<h3>Der Kleriker und dessen großer Boss</h3>
<p>Sterbenden stehen oft Geistliche zur Seite, die beispielsweise die Krankensalbung durchführen, beten oder Seelsorge leisten. Nicht immer ist das erwünscht: Ein Priester soll an den im Sterben liegenden Dramatiker Wilson Mizner herangetreten sein und gesagt haben: „Sie wollen sicher mit mir sprechen.“ Mizner soll geantwortet haben: „Wieso sollte ich mit Ihnen sprechen? Ich habe gerade mit ihrem Boss gesprochen.“</p>
<p>Der Jesuit Alfred Delp wurde 1945 wegen seiner Rolle im katholischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus zum Tode verurteilt. Als überzeugter Christ wohl wartend auf das Leben nach dem Tod, sagte er kurz vor seiner Hinrichtung zum anwesenden Gefängnispfarrer: „In wenigen Augenblicken werde ich mehr wissen als Sie.“</p>
<h3>Das Unbekannte durch den Nebel sehen</h3>
<p>Was wirklich nach dem Tod kommt, kann keiner wissen, der noch lebt. Wer stirbt, muss ins Unbekannte übertreten. Die Dichterin Emily Dickinson soll verschieden sein mit den Worten: „Ich muss hineingehen, der Nebel steigt auf.“ Nicht besonders gut belegt, aber eindrucksvoll die angeblichen letzten Worte des französischen Autors François Rabelais: „Ich gehe, ein großes Vielleicht zu suchen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Tierische Triumphe: Lichtblicke aus der Welt der Fellnasen</title>
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					<comments>https://www.unipress.at/allgemein/tierische-triumphe-lichtblicke-aus-der-welt-der-fellnasen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Annalena Haller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 May 2024 10:30:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von Fortschritten im Artenschutz bis hin zu Tierbabys, die das Herz erwärmen – Inmitten aller Herausforderungen gibt es in der Tierwelt immer wieder strahlende Lichtblicke, die uns zeigen: Es ist&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Von Fortschritten im Artenschutz bis hin zu Tierbabys, die das Herz erwärmen – Inmitten aller Herausforderungen gibt es in der Tierwelt immer wieder strahlende Lichtblicke, die uns zeigen: Es ist unheimlich wichtig, die Vielfalt und Schönheit der Natur zu bewahren.</div>
<p><span id="more-20384"></span></p>
<h3><strong>Immer mehr freilebende Pandas in Chinas Wildnis</strong></h3>
<p>Pandas wurden einst aufgrund des massiven Verlustes ihres Lebensraums als stark gefährdet eingestuft. Über eine erfreuliche Wendung bei den freilebenden Pandas berichten nun Förster:innen in China vermehrt. In den 1980er Jahren schien ihre Existenz mit lediglich 1100 Tieren bedroht. Heute ist die Population laut der chinesischen Forstbehörde auf etwa 1900 angewachsen. Die Internationale Union zur Bewahrung der Natur (IUCN) hat den Status des Pandas von „stark gefährdet“ auf „gefährdet“ herabgestuft.</p>
<p>Pandas sind hauptsächlich in den Bergwäldern in der südwestlichen Provinz Sichuan anzutreffen. In der Provinzhauptstadt Chengdu wird ein aufwendiges Zuchtprogramm in einer großen Forschungsstation betrieben, die rund 230 Pandas beherbergt. Laut Angaben der Forstbehörde kooperiert China mit 20 Institutionen aus 18 verschiedenen Ländern, um den Erhalt der Pandas voranzutreiben. Rund 56 große Pandas wurden als Botschafter an zehn Zoos in Europa vermittelt. Jedes Pandababy, das außerhalb der Volksrepublik geboren wird, muss nach China gebracht werden.</p>
<h3>Ein Nashornbaby aus dem Reagenzglas?</h3>
<p>Von den nördlichen Breitmaulnashörnern gibt es nur noch zwei Exemplare auf der ganzen Welt – beides Weibchen. Doch künstliche Befruchtung soll nun die Rettung dieser Art sein. Zwar sei ein Embryonentransfer bis jetzt nur bei der südlichen Unterart im Jahr 2023 geglückt. Das sei jedoch ein wichtiges Etappenziel.</p>
<p>Im März 2013 starb der letzte Breitmaulnashorn-Bulle „Sudan“. Die beiden Kühe Najin und Fatu – Sudans Tochter und Enkelin – sind die einzigen Hinterbliebenen ihrer Art mit dem charakteristischen breiten Maul und den zwei Hörnern. Leider sind beide Kühe aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage, Nachwuchs selbst auszutragen. Forscher:innen des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung wagten sich jedoch an Methoden der Stammzellforschung und künstlichen Befruchtung. Die Hoffnung liegt bei den südlichen Breitmaulnashörnern, die als Leihmütter dienen sollen. Sollte sich diese Prozedur als erfolgreich erweisen, könnte man in Zukunft auf diese Weise auch andere gefährdete Tierarten vor dem Aussterben bewahren.</p>
<div id="attachment_20387" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-20387" decoding="async" class="size-medium wp-image-20387" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/rhinos-2675889_1280-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/rhinos-2675889_1280-300x225.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/rhinos-2675889_1280-1024x768.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/rhinos-2675889_1280-768x576.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/rhinos-2675889_1280-1170x878.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/rhinos-2675889_1280-585x439.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/rhinos-2675889_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-20387" class="wp-caption-text">Bild: Pixabay</p></div>
<h3>Das Bürstenschwanz-Rattenkänguru erholt sich</h3>
<p>Das australische Mini-Känguru gilt als eine vom Aussterben bedrohte Tierart. Im Jahr 2022 wurden 55 Tiere im australischen Pilliga-Nationalpark ausgewildert. Mittlerweile erobern sie Australien zurück. Denn die Population hat sich auf 110 verdoppelt.</p>
<p>Wildtierökologin Dr. Viki Stokes, die das Projekt ins Leben gerufen hat und seitdem betreut, beklagte heftige Überschwemmungen und Buschfeuer im Nationalpark. Doch zu ihrer Überraschung überstanden die kleinen Kängurus beide Naturkatastrophen unversehrt. Rund zweimal im Jahr werden sie eingefangen und gründlich untersucht. Ganz zur Freude der Forscher:innen sind die meisten gesund. Die kleinen Tiere vermehren sich weiterhin fleißig: Rund 70% und mehr der Weibchen haben bei den Untersuchungen Junge im Beutel.</p>
<p>Bürstenschwanz-Rattenkängurus sind wahre ökologische Helden. Sie verbringen einen großen Teil ihres Lebens damit, im Boden nach Nahrung zu graben. Im Schnitt graben die Kleinen fünf Tonnen Erde pro Jahr um. Dies ist sehr wichtig für unser Ökosystem.</p>
<div id="attachment_20388" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-20388" decoding="async" loading="lazy" class="size-medium wp-image-20388" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/Woylie_Bettongia_penicillata_at_Australian_Wildlife_Park_Albany_April_2022_03-1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/Woylie_Bettongia_penicillata_at_Australian_Wildlife_Park_Albany_April_2022_03-1-300x225.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/Woylie_Bettongia_penicillata_at_Australian_Wildlife_Park_Albany_April_2022_03-1-1024x768.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/Woylie_Bettongia_penicillata_at_Australian_Wildlife_Park_Albany_April_2022_03-1-768x576.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/Woylie_Bettongia_penicillata_at_Australian_Wildlife_Park_Albany_April_2022_03-1-1536x1152.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/Woylie_Bettongia_penicillata_at_Australian_Wildlife_Park_Albany_April_2022_03-1-2048x1536.jpg 2048w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/Woylie_Bettongia_penicillata_at_Australian_Wildlife_Park_Albany_April_2022_03-1-1920x1440.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/Woylie_Bettongia_penicillata_at_Australian_Wildlife_Park_Albany_April_2022_03-1-1170x878.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/03/Woylie_Bettongia_penicillata_at_Australian_Wildlife_Park_Albany_April_2022_03-1-585x439.jpg 585w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-20388" class="wp-caption-text">Bild: Wikimedia Commons</p></div>
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		<title>Polarlichtjägerinnen und -jäger aufgepasst: 2024 wird euer Jahr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sophie Borbe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Apr 2024 10:30:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einmal die Polarlichter zu sehen, steht oft auf der Wunschliste an die Zukunft. 2024 könnte das Jahr für diesen Traum sein. Die Sonnenaktivität erreicht ihr Maximum, was Polarlichter begünstigt. Auch&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Einmal die Polarlichter zu sehen, steht oft auf der Wunschliste an die Zukunft. 2024 könnte das Jahr für diesen Traum sein. Die Sonnenaktivität erreicht ihr Maximum, was Polarlichter begünstigt. Auch in unseren Breiten. </span></div>
<p><span id="more-20575"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Einmal die Polarlichter sehen: Davon träumen viele. Die Chance, dass dieser Traum auch wirklich in Erfüllung geht, steigt mit erhöhter Sonnenaktivität. Polarlichter entstehen nämlich durch Sonnenstürme. Einem Forschungsteam des Center of Excellence in Space Science India ist es jetzt gelungen, genauere Vorhersagen zum nächsten Sonnenmaximum zu treffen: Voraussichtlich soll es zwischen Jänner und September 2024 eintreffen. Derzeit befinden wir uns bereits in der ersten Phase des Maximums, so der Astrophysiker Volker Bothmer im Gespräch mit dem [kursiv] </span><i><span style="font-weight: 400;">Münchner Merkur [kursiv_Ende]</span></i><span style="font-weight: 400;">, und nähern wir uns damit dem Höhepunkt. Erst vor kurzem trat die stärkste Sonneneruption seit 2017 ein. Die erhöhte Sonnenaktivität kommt damit früher als erwartet.</span></p>
<h3><b>Wie Polarlichter entstehen</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Sonne besteht aus Plasma. Ein solcher Aggregatzustand ist durch die extrem hohen Temperaturen möglich. Dabei werden die Atome durch die Hitze zerlegt, das Resultat sind positiv geladene Ionen sowie negativ geladene Elektronen. Dann gibt es auf der Sonnenoberfläche dunkle Flecken, die stark magnetisch wirken. Der Magnetismus der sogenannten Sonnenflecken ist sogar 10-mal stärker als jener des Erdmagnetfeldes. Durch Eruptionen werden diese Magnetfelder gestört und Sonnenstürme entstehen. Strahlung wird freigesetzt und Plasma ins All geschleudert. Treffen die geladenen Teilchen auf das Magnetfeld der Erde, werden sie zu beiden Polen hingezogen. Die hochenergetischen Elektronen regen die Moleküle in der Erdatmosphäre an. Wenn die Moleküle wieder in den Grundzustand übergehen, wird Licht emittiert. Es entstehen Polarlichter. Sauerstoffatome ergeben grüne oder rote Farben, Stickstoffatome Blau-Grün oder Violett.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bei erhöhter Sonnenaktivität nehmen die Sonnenflecken auf der Sonnenoberfläche und der Ausstoß von Plasma ins All zu – so wie momentan. Laut [kursiv] Tagesschau [kursiv_Ende] sei 2023 kein einziger Tag ohne Sonnenflecken vorgekommen. Das war zum letzten Mal 2013, also zehn Jahre vorher, der Fall gewesen. Zum Vergleich: Beim letzten Aktivitätsminimum gab es an drei Viertel der Tage im Jahr gar keine Sonnenflecken. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Elf Jahre dauert ein Sonnenzyklus in etwa, erklärt der Astrophysiker Bothmer. Während eines Zyklus schwankt die Sonnenaktivität stark zwischen Minimum und Maximum, und es kommt insgesamt zu bis zu 10.000 Sonnenstürmen. Die meisten davon sind für die Erde harmlos. Kommt es zu größeren Stürmen, können aber Risiken entstehen. Gefährdet sind dann beispielsweise Satelliten, der Flugverkehr und Navigationssysteme sowie das Internet, die Stromversorgung und biologische Systeme. Allerdings erreichen nur zirka 50 der 10.000 Sonnenstürme eine so hohe Geschwindigkeit, dass es zu negativen Auswirkungen kommen könnte. Und davon gehen längst nicht alle Richtung Erde. „Es kommen unheimlich viele Faktoren zusammen, die man für einen Supersturm braucht“, beruhigt der Experte. Am stärksten sind die Stürme erfahrungsgemäß im Frühling und im Herbst. </span></p>
<h3><b>Nordlichter über Tirol</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Normalerweise sind Polarlichter nur um den Polarkreis des Nordpols oder im Süden in der Antarktis zu sehen. Selbst die südlicheren Regionen von Norwegen und Schweden liegen außerhalb des Bereichs. Nimmt die Sonnenaktivität aber zu – wie momentan –, kann sich das ändern. Im Extremfall können Polarlichter sogar bis zum 20. Breitengrad reichen: 1959 waren sie über Hawaii und der Karibik sichtbar. Auch 2023 waren vereinzelt Nordlichter in Deutschland, aber auch in Tirol zu sehen. Nachdem die Sonnenaktivität 2024 ihr Maximum erreichen soll, stehen die Chancen außergewöhnlich gut.</span></p>
<h3><b>So gelingt die Sichtung</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Um nicht erst am Folgetag von den Nordlichtern über Tirol zu hören, hier ein paar Tipps. Zu den idealen Bedingungen für deine Nordlichter-Jagd gehört ein dunkler Himmel fern von Lichtverschmutzung und Wolken. Auch Vollmond trübt die Sicht. Eine Fahrt aufs Land oder der Blick vom Berg erhöhen die Chancen auf gute Sichtbedingungen. Dann sollte man logischerweise in Richtung Norden Ausschau halten – zumindest, wenn man sich auf der Nordhalbkugel befindet. Auf der Südhalbkugel kann man auf das Südlicht hoffen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein weiterer Tipp ist das Installieren einer Nordlichter-App aufs Smartphone. Die App [kursiv] Meine Polarlicht-Vorhersage [kursiv_Ende] gibt aktuelle Prognosen angepasst an den Nutzerstandort. Der KP-Index zeigt die Wahrscheinlichkeit, zum momentanen Zeitpunkt Polarlichter zu sehen. Außerdem gibt es eine Karte, auf der die weltweite Aktivität angezeigt wird. Daten zu Wetterverhältnissen, Sonnengeschwindigkeit, Sonnenwind und Einschätzungen für die kommenden Tage erleichtern die Planung. Zudem gibt die App Benachrichtigungen, wie die Chancen gerade stehen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Polarlichter sind auf der Kamera besser sichtbar als mit bloßem Auge. Meist reicht dafür schon die Handy-Kamera. Das liegt daran, dass unsere Augen mit der Lichtempfindlichkeit einer elektronischen Kamera nicht mithalten können. Wer Zweifel hegt, ob es sich tatsächlich um Polarlichter handelt, kann so einen Test versuchen. Oft sieht man das Nordlicht nämlich vorerst als grün- oder rötliche Wolke. Bei steigender Aktivität wird es stärker sichtbar und beginnt wortwörtlich am Himmel zu tanzen. Spätestens dann sollten alle Zweifel verflogen sein. Und als letzter Tipp: viel Geduld (!), warme Kleidung und Tee mitbringen. </span></p>
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		<title>„Junge Menschen lesen nicht mehr!“ – Wahrheit oder Mythos?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah Waltl]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Mar 2024 11:30:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Junge Menschen lesen nicht mehr!“ „Sie hängen lieber den ganzen Tag an ihren Smartphones, anstatt ein Buch in die Hand zu nehmen.“ – Das sind Aussagen, die jungen Menschen heutzutage&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">„Junge Menschen lesen nicht mehr!“ „Sie hängen lieber den ganzen Tag an ihren Smartphones, anstatt ein Buch in die Hand zu nehmen.“ – Das sind Aussagen, die jungen Menschen heutzutage immer wieder an den Kopf geworfen werden. Stimmt das?</div>
<p><span id="more-20404"></span></p>
<p>Egal ob in diversen Artikeln, Fernsehbeiträgen oder beim Familientreffen, jungen Menschen wird vor allem von älteren Personen immer wieder der Vorwurf gemacht, dass sie keine Bücher mehr lesen. Aber wie sieht es im echten Leben aus? Diese Frage hat uns Aleksandra, eine junge Buchhändlerin aus einer örtlichen Buchhandlung, beantwortet.</p>
<h3>Der Wandel im Buchmarkt</h3>
<p style="font-weight: 400;">„Gelesen wurde schon immer. Die Frage war viel eher, ob das, was junge Menschen lesen wollten, auch angeboten wurde“, so Aleksandra. Laut einer <a href="https://de.statista.com/statistik/info/unser-research-versprechen">Statistik</a> aus Deutschland hat sich das Leseverhalten von jungen Menschen in den Jahren 2021 bis 2023 verändert. Die Zahlen der regelmäßigen Leser:innen (die täglich bis mehrmals pro Woche lesen) sind in den vergangenen Jahren gestiegen.  Auch Aleksandra bestätigt: Immer mehr junge Menschen kommen zu ihr in die Buchhandlung, um Bücher zu kaufen. Zusätzlich bestellt die jüngere Generation viel online. Außerdem sind auch E-Books in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Das kann ein Grund sein, warum den jungen Menschen so oft vorgeworfen wird, dass sie nicht mehr lesen. Aber nur weil sie primär keine <em>Print</em>bücher konsumieren, bedeutet das nicht, dass sie nicht lesen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Der Markt hat sich in den letzten Jahren gewandelt.  „Das Spannende hier ist eigentlich, dass der Buchmarkt das Angebot für junge Menschen und deren Lesegeschmack in den letzten Jahrzehnten laufend erweitert hat. Für junge Erwachsene hat sich dann das Angebot mittels &#8216;New Adult&#8217; in den letzten Jahren deutlich vergrößert. Bevor Verlagshäuser das Angebot aber erweiterten, gab es auch schon viele Leser:innen. Diese haben sich dann aber auf Fanfiction-Seiten oder Plattformen wie <em>Wattpad</em> befunden. Wo früher junge Erwachsene eventuell im Internet Lesestoff gefunden haben, werden sie jetzt auch in Buchhandlungen fündig“, wie Aleksandra erklärt. Das Angebot wird immer weiter vergrößert und somit können immer mehr Menschen im Allgemeinen angesprochen werden können.</p>
<h3>Der Einfluss von „BookTok“, „Bookstagram“ und Co.</h3>
<p style="font-weight: 400;">Geläufige Social-Media-Plattformen wie Instagram und TikTok nehmen immer mehr Einfluss auf die Buchszene. Auf „BookTok“ und „Bookstagram“ findet die Lese-Community auf den verschiedenen Plattformen ein Zuhause. Diese Entwicklungen hat Aleksandra auch im Buchhandel bemerkt: „Früher hat der Markt viel mitbestimmt, was herausgebracht und verkauft wird. Nun können durch diese neue Öffentlichkeit auch die Leser:innen indirekt mitbestimmen. Man merkt, welche Bücher viel auf den sozialen Medien besprochen werden und dementsprechend auch sehr nachgefragt sind. Da passt sich der Literaturbetrieb der Nachfrage an und die Nachfrage ist da.“ Auf TikTok und Instagram werden Bücher rezensiert, beworben und verbreitet. Es gibt sogar sogenannte „Bookfluencer“, deren gesamter Content aus Buchthemen besteht.</p>
<p>Die Aussage „Junge Menschen lesen nicht mehr!“ ist nicht wahr. Junge Menschen lesen heutzutage sogar recht viel und es werden immer mehr Leser:innen. Nur die Kontexte und Formate haben sich verändert, ebenso wie der Buchmarkt und das Angebot. Ein Mythos also.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Durchhalten, der Erfolg &#038; die Paradoxie des Aufgebens</title>
		<link>https://www.unipress.at/allgemein/das-durchhalten-der-erfolg-die-paradoxie-des-aufgebens/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Romana Nagler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jul 2023 10:30:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Halte durch! Eine Phrase, die man nicht nur im Kino an Spiderman, der über dem Abgrund angestrengt an der Wand baumelt, richtet, sondern womöglich auch ab und an mal an&#8230;</p>
<p>The post <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at/allgemein/das-durchhalten-der-erfolg-die-paradoxie-des-aufgebens/">Das Durchhalten, der Erfolg &#038; die Paradoxie des Aufgebens</a> appeared first on <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at">UNIpress</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Halte durch! Eine Phrase, die man nicht nur im Kino an Spiderman, der über dem Abgrund angestrengt an der Wand baumelt, richtet, sondern womöglich auch ab und an mal an sich selbst&#8230;</div>
<p><span id="more-19310"></span></p>
<p>In der Sporthalle bereits nach den ersten paar Sekunden bei den Planks heißt es (für mich zumindest nur mehr krampfhaft) durchzuhalten; dies ebenso für meine Freundin, die acht Stunden ohne eine Sitzgelegenheit hinter der Theke mit zwanghaft strahlender Miene sauer Zitroneneis vergibt sowie sicher für viele Studierende in der Prüfungszeit. Durchzuhalten gilt es wohl in allen möglichen Situationen: ob beim <em>Lösen</em> aus ungesunden Beziehungen; beim „Absitzen“ der (erst!) 47. Proseminarminute oder während der Zugfahrt nach Hause mit hungrigem Magen. Man kann demnach die Tatsache, dass das titelgebende Wort im Duden als „starkes Verb“ markiert ist, wohl als lustigen Zufall abtun; ich nutze die Gelegenheit, um sogleich zu unterstreichen, worum es im Folgenden eigentlich geht: Ums Durchhalten und (damit Hand in Hand) das Starksein.</p>
<p>Als ich in der zweiten Unterstufe Gymnasium im Soziales-Lernen-Unterricht saß, bekamen meine Schulkollegen und ich gleich zu Beginn eine spezielle Formel eingetrichtert, die sich – zumindest bei mir – bist heute in mein Gedächtnis eingebrannt hat: Erfolg = Wille + Geduld. Unglaublich banal, ziemlich plausibel; für mich gab es dazumal jedoch sogar so etwas wie einen kleinen <em>Aha-Effekt</em>. Den Erfolg lassen wir erstmals außen vor; so hat jeder seine eigene Definition von „<em>Erfolg haben“</em> selbst zu finden; denn die eine goldige Erfolgsvision, deren Realisierung einen auf dem Gipfel des Berges, der die Note, der Schlüssel zu einer ganzen Symphonie ist, wiederfinden lässt, die gibt es (meiner philosophisch betonten Meinung nach) nicht. Widmen wir uns also lieber dem zweiten Teil der Gleichung und demnach den Begrifflichkeiten <em>Wille</em> und <em>Geduld</em>, die für mich im gemeinsamen Zusammenspiel <em>formell</em> haargenau das<em> Durchhalten</em> umschreiben wie der Zopf den Pferdeschwanz.</p>
<p>Doch <em>materiell</em>? Das 1+1 sei in der Regel ja schnell gelernt. Doch bei den Ableitungen da hadert’s dann. Ein Tipp:</p>
<h3><strong>Deduktiv denken</strong></h3>
<p>Ist es das konstante Lernen deines absoluten Nicht-Lieblingsthemas, das dir oft jeden Tag aufs Neue recht viel abverlangt? Sind es deine schmerzenden Gliedmaßen, die nur mehr krampfen unter der Stimme des motivierten Jungtrainers, der dir beim ersten Personalcoaching mit hervortretenden Gesichtsadern zuschreit: „SCHNELLER!“? Oder ist es allgemein gesehen gar einfach dieses Durchhalten an sich? Diese eine eigene, innere Stimme, die dich nicht aufgeben lassen will; dem „<em>Erfolg“</em> näher.</p>
<h3><em>Erfolg</em> – eine Ansichtssache</h3>
<p>Fühltest du dich von ihr nach dem antik olympischen Motto „Citius, altius, fortius“ („Schneller, höher, stärker“) geleitet oder gar getrieben, so getraue ich mir dir anzuraten, deine Vision von Erfolg nochmals bewusst zu konkretisieren versuchen. Denn nicht ganz ausgeschlossen ist dabei, dass dir eher die Stimme unserer „Optimierungsgesellschaft“ ins Ohr flüstert, als du glaubst, deine eigene zu vernehmen.</p>
<p>Jene erachtet auch grundsätzlich Titel und Auszeichnungen für erbrachte Leistungen beziehungsweise angesehene berufliche Positionen (meist jene, in welchen man das meiste Geld verdient trotz geringer „Nützlichkeit für die Allgemeinheit“) unglücklicherweise – trotz starker gegenteiliger Tendenzen – noch immer als besser, <em>wertvoller,</em><em> </em>und deshalb<em> anerkannter</em> an, als das bei Tätigkeiten der Fall ist, die das Herz und die Seele manch Ausführenden entflammen, die Nerven auch noch heil und einen gut schlafen lassen. Deren Wert also nicht <strong>primär</strong> die gebotene Bezahlung bestimmt, sondern die schlicht eigene Freude an der Ausführung der <em>Beschäftigung</em>. Dabei gibt es natürlich keine klar gesteckten Grenzen und die Übergänge sind fließend und verschwommen; ich erachte jedoch das <em>lebhafte</em> Gefühl der Freude und des <em>eigenen</em> Glücks als gesündesten Anspruch, <em>erfolgreich</em> zu sein, und so hoch wie den Polarstern am Himmel, der einen zielvorgebend aus dunkler Unentschlossenheit führen kann.</p>
<p>Doch wie man sich beim Treffen seiner – mal mehr mal weniger – <em>lebensbeeinflussenden </em>Entscheidungen auch orientieren mag: E<em>rfolgreich</em> in welchem Sinn auch immer wird man wohl erst dann, wenn man den <em>Willen </em>sowie die <em>Geduld </em>aufbringt, einen Weg einzuschlagen, der einen zum <em>Ziel</em> bringt. Es gilt also <strong>durchzuhalten</strong>. Denn Aufgeben, das ist ja bekanntlich nur was für Loser.</p>
<h2>Oder?</h2>
<p>Fragte man mich nach meiner Meinung, so fände ich einen vermeintlichen „Loser“, der ein Liedchen trällernd mich beim Vorbeigehen anlächelt, auf Anhieb bewundernswerter als den chronischen Overachiever von nebenan, dessen Instagram Story mir im 10-Minutentakt einen Einblick in seine beziehungsweise ihre außergewöhnlich privilegierten Lebensgeschehnisse gestattet.</p>
<p>Ein Versager in den Augen anderer Menschen zu sein, bedeutet aus deren Sicht, <em>gescheitert</em> zu sein, <em>nichts Erstrebenswertes</em> <em>errungen</em> zu haben. Doch wie bereits oben angemerkt, so kreiert ein jeder (im besten Fall) seine eigene Überzeugung davon, was Erfolg denn überhaupt ist, nach eigenem Gesetz. Tut man dies nicht, so hängt man höchstwahrscheinlich den Erwartungen und Überzeugungen anderer hinsichtlich eines erstrebenswerten Lebens nach. Ein dünnes Eis (der Illusion), auf das man sich da begibt, denn wechseln die Zeiten, so taut jenes bald auf und man fällt ins kalte Wasser (der Realität).</p>
<p>Wirklich erstrebenswert ist demnach nur ein solcher Zustand, der einem erlaubt, unabhängig von äußeren, veränderlichen Zuständen seinen Seelenfrieden und damit einhergehend auch seine Glückseligkeit zu bewahren. Er ist erreichbar, indem man nicht unbedingt hoch geschätzte und anerkannte Errungenschaften anderer als Maßstab für das eigene <em>Gelten</em> heranzieht, sondern sich beispielsweise mit seinem gestrigen Ich vergleicht und sich lediglich an diesem zu <em>messen</em> versucht. Von außerordentlicher Wichtigkeit sei außerdem die Fähigkeit, in sich hineinhören zu können und sich im Klaren darüber zu sein, was man denn wirklich <strong>will</strong>. Dies ist oft gar nicht so einfach. Denn viele Optionen bieten sich uns meist in den unterschiedlichsten Lebenssituationen. Dennoch gilt: Um eine Entscheidung <em>authentisch</em> treffen zu können – egal wie klein sie auch sein mag – gilt es, Verantwortung zu übernehmen; vorrangig für sich selbst.</p>
<h2>Hoch lebe das <em>Losertum</em></h2>
<p>Soweit die eigene Definition des Aufgebens für einen selbst einen so süßen Beigeschmack hat wie die Zuckerwatte vom Oktoberfest, also man sich heute mal erlaubt, trotz abgebrochener Sporteinheit lächelnd die Sporthalle zu verlassen, (ohne einen Kratzer am Selbstwert zu hinterlassen) so ist für einen selbst – wenn auch nicht für den Coach ohne Stimme – alles in Butter. Sich hin und wieder mal seinem <em>Losertum</em> zu ergeben, ist etwas, das gar mehr Mut erfordert als das Durchhalten. Dafür sollte man beinahe neben der bereits durch das <em>aufgegebene Durchhalten</em> gesteigerten Eudämonie noch einmal belohnt werden. Eine paradoxe Win-Win-Situation.</p>
<div></div>
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		<title>Ein einzigartiges Angebot für Studierende</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa Schmitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Feb 2023 11:30:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Michael Niedertscheider, Geschäftsführer der Studia, erklärt, bei welchen Angeboten Studierende vielleicht gar nicht wissen, dass sie ihnen offenstehen. Die Studia ist unverzichtbar für Studierende der Universität Innsbruck. Sie, 1976 gegründet,&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Michael Niedertscheider, Geschäftsführer der Studia, erklärt, bei welchen Angeboten Studierende vielleicht gar nicht wissen, dass sie ihnen offenstehen.</span></div>
<p><span id="more-18562"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Studia ist unverzichtbar für Studierende der Universität Innsbruck. Sie, 1976 gegründet, ist der Wirtschaftsbetrieb der HochschülerInnenschaft. Aufgabe der Studia ist es, die Studierenden bestmöglich während ihres Studiums – und darüber hinaus – mit allen Unterlagen, Büchern, Skripten und sonstigen Hilfsmitteln auszustatten. Beschäftigt sind hier über 20 Mitarbeiter:innen. Es werden Leistungen aus den Gewerben Buchhandel, Copyshop, Buchverlag, Buchbinderei und Büroservice angeboten. Das ist in dieser Form einzigartig. Darauf kann Geschäftsführer Michael Niedertscheider mit seinem Team stolz sein </span><span style="font-weight: 400;">– </span><span style="font-weight: 400;">und ist es auch. Warum genau, erläutert er im Interview mit UNIpress.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>UNIpress:</strong> Viele Studenten laufen während des Semesters täglich an einem der fünf Standorte der Studia vorbei – ohne sich dessen Wertes für sie bewusst zu sein. Woran liegt das?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>Michael Niedertscheider:</strong> Ja, das stimmt zu einem gewissen Teil sicher. Oft sind die Studierenden in ihrem Alltag und ihrem Handeln an gewisse Abläufe gewöhnt. Der Griff zu einer „Bestellapp“ auf dem Handy ist schneller als der Weg in eine Studia-Filiale oder auf unsere Homepage. Wahrscheinlich könnten wir noch mehr in die Bewerbung unserer Dienstleistungen investieren.</span></p>
<p><strong> </strong><span style="font-weight: 400;"><strong>UP:</strong> Wessen Aufgabe ist das?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>Niedertscheider:</strong> In erster Linie natürlich unsere. Wir haben eine Homepage mit umfangreichen Bestellmöglichkeiten, eine Facebook-Seite, einen Instagram-Account, sind auf LinkedIn aktiv. Aber wir sollten uns auch gemeinsam mit der ÖH vermarkten. Jede Fachschaft, jedes Tutorium, jede Feierlichkeit – wo’s Sinn macht – da sollte irgendwo die Studia zumindest helfend dabei sein. Wir gehören ja der ÖH und unterstützen sie in ihren Tätigkeiten. [Ende]</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>UP:</strong> Was genau macht die Studia?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>Niedertscheider:</strong> Unser Auftrag ist ganz klar, die Studierenden zu unterstützen. Dabei versorgen wir sie mit Büchern, Skripten, Papier, Lernunterlagen, Büromaterial, Kopiermöglichkeiten, Buchbindungen und vielem mehr. Als Wirtschaftsbetrieb der ÖH in Innsbruck fördern und unterstützen wir auch Studierenden-Aktivitäten und -Projekte. Dieses Ziel wird seit 1976 stetig verfolgt und die Mittel werden laufend ausgebaut. Mit unserem Webauftritt ist uns nun der nächste wichtige Schritt gelungen – wir kombinieren einen Webshop im Bereich Buchhandel und Copyshop. Damit können Studierende auch von zu Hause bequem und einfach alle Leistungen der Studia nutzen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>UP:</strong> Was ist an der Studia einzigartig?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>Niedertscheider:</strong> Ganz neu haben wir einen Online-Konfigurator geschaffen, mit welchem Studierende ihre Abschlussarbeiten bequem bestellen und dabei sogar jede einzelne Seite noch bearbeiten können. Und: Wir veröffentlichen Bücher – im eigenen Verlag. Da sind Abschlussarbeiten dabei, deren Thema besonders interessant oder aktuell ist oder die vielversprechende Ergebnisse zeigen, aber auch ganz andere Themen wie private Lebensgeschichten, Gedichte oder Kochbücher.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>UP:</strong> Was ist Ihrer Meinung nach etwas, von dem zu wenige Studierende wissen?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>Niedertscheider:</strong> Sicherlich, dass wir Marktführer im Bereich Copyshop sind und durch unsere drei stationären Copyshops direkt vor Ort mit dem Selbstbedienungsbereich, kombiniert mit dem neuen Online-Copyshop, überall erreichbar sind. Wir sind sehr transparent bei den Preisen und haben keine versteckten Gebühren, Tricks oder andere nachträgliche Zuschläge.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bei den Büchern ist viel zu wenig bekannt, dass Bücher im deutschsprachigen Raum überall gleich viel kosten – dank der Preisbindung. Der oft verlockende Weg zu einem großen Mitbewerber ist somit finanziell kein Vorteil.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch die Beratung im Buchhandel vor Ort ist sicherlich oft zu wenig bekannt. Unsere erfahrenen Mitarbeiter:innen können Student:innen genau zeigen, welche Literatur sie brauchen – denn wir kennen ihre Dozenten, ihre Seminare und haben alles, was sie brauchen. Nur lesen müssen sie noch selbst. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>UP:</strong> Wie steht die Studia finanziell da?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>Niedertscheider:</strong> Natürlich geht auch die Coronakrise und die Teuerung an uns nicht spurlos vorbei. Wir haben aber darauf bestmöglich reagiert und sind nach wie vor – wenn man wirklich Gleiches mit Gleichem vergleicht – absolut unschlagbar bei den Preisen für die Studierenden. Klar ist sicherlich, dass wir Kunden über das Studium hinaus benötigen. Dennoch liegt der Fokus auf den Ausbildungsstätten. </span></p>
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		<title>Fünf Fragen an die Fraktionen: AG</title>
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		<dc:creator><![CDATA[UNIpress]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 May 2021 21:04:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Johann Katzlinger: Der Innsbrucker Spitzenkandidat der AG (AktionsGemeinschaft) im Interview zur ÖH-Wahl. UNIpress: In einem Satz: Was möchtest du erreichen? Johann Katzlinger: Wir als AktionsGemeinschaft möchten uns weiterhin für alle&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><b>Johann Katzlinger: </b>Der Innsbrucker Spitzenkandidat der AG (AktionsGemeinschaft) im Interview zur ÖH-Wahl.</div>
<p><span id="more-10771"></span></p>
<p><strong>UNIpress:</strong> <em>In einem Satz: Was möchtest du erreichen?</em></p>
<p><strong>Johann Katzlinger:</strong> Wir als AktionsGemeinschaft möchten uns weiterhin für alle Studierenden der Uni Innsbruck als ÖH ins Zeug legen, sie professionell vertreten, ihr verlässlicher Ansprechpartner sein und wollen uns dafür stark machen, dass das Leben in Innsbruck leistbarer wird und wir das Studium nach der Corona-Krise wieder zur besten Zeit unseres Lebens machen können!</p>
<p><strong>UNIpress:</strong> <em>Was ist dein Standpunkt zu Aufnahmetests und Studiengebühren?</em></p>
<p><strong>Katzlinger: </strong>Das ist für uns ganz klar: Studiengebühren lehnen wir ab, denn der Geldbeutel der Eltern darf nicht darüber entscheiden, ob man studieren kann oder nicht. Glücklicherweise kommen wir in Innsbruck großteils ohne Aufnahmeverfahren aus. Wir bekennen uns hier zum freien Hochschulzugang, betonen aber auch die Wichtigkeit der Studierbarkeit, also der Qualität des Studiums und das Betreuungsverhältnis. Das heißt, wenn die Qualität eines Studiums stark unter der (zu) hohen Zahl an Studierenden leidet, dann müssen Wege gefunden werden, das Betreuungsverhältnis zu verbessern. Es gibt allerdings einige Wege, die dieses Problem weitaus besser lösen als Aufnahmetests: Zuerst muss geprüft werden, ob die Uni das Betreuungsverhältnis durch mehr Räumlichkeiten oder mehr Personal verbessern kann. Erst, wenn hier das Maximum erreicht ist, dann sind unserer Ansicht nach Motivationsschreiben oder persönliche Beratungsgespräche zur Studienwahl effektive Methoden, um allen ihr Wunschstudium zu ermöglichen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_10824" style="width: 710px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-10824" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-10824 size-full" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/05/AG_Aktionsgemeinschaft_Innsbruck_Johann_Katzlinger.jpg" alt="" width="700" height="920" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/05/AG_Aktionsgemeinschaft_Innsbruck_Johann_Katzlinger.jpg 700w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/05/AG_Aktionsgemeinschaft_Innsbruck_Johann_Katzlinger-228x300.jpg 228w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/05/AG_Aktionsgemeinschaft_Innsbruck_Johann_Katzlinger-585x769.jpg 585w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /><p id="caption-attachment-10824" class="wp-caption-text">© AG Innsbruck</p></div>
<div class="penci-column column-1-4">
</div>
<div class="penci-column column-last column-1-2">
<h5></h5>
<h5></h5>
<h5></h5>
<h5></h5>
<h5>Johann Katzlinger</h5>
<p><em>Johann Katzlinger ist Spitzenkandidat der AG </em><em>(AktionsGemeinschaft Innsbruck</em>)<em><br />
</em></p>
</div>
<div class="clearfix"></div>
<hr />
<div dir="ltr"></div>
<p><strong>UNIpress:</strong> <em>Was ist deiner Meinung nach das größte Problem der Studierenden und wie würdest du es lösen?</em></p>
<p><strong>Katzlinger: </strong>Innsbruck ist die mit Abstand teuerste Universitätsstadt in Österreich, gleichzeitig hat Innsbruck vergleichsweise wenig zu bieten. Wir sagen ganz klar: Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt nicht! Wir fordern wieder die Mietzinsbeihilfe ab dem 1. Tag: das ist ein Konzept, das es so in Innsbruck bereits gab und bei dem die Stadt Innsbruck auch finanziell positiv aussteigen würde. Zudem fordern wir leistbare Öffis auch für Studierende über 27.<br />
Wir wollen ein attraktives Freizeitangebot und endlich wieder lässige Lokale zum Ausgehen. Denn wir wollen das Studium zur besten Zeit unseres Lebens machen. Wenn man mit ehemaligen Studierenden redet, dann reden die über Freizeit- und Partymöglichkeiten wie von einer ganz anderen Welt. Hofgarten – abgebrannt! Weekender geschlossen! Stadtcafé – abgerissen! Hafen – jetzt ein Parkplatz!<br />
Also: Innsbruck muss nicht nur spürbar leistbarer werden, sondern auch eine attraktivere Stadt für uns Studierende, insgesamt ja 40.000 im Raum Innsbruck.</p>
<p><strong>UNIpress:</strong> <em>Was entgegnest du kritischen Stimmen, die sagen, dass Hochschulpolitik wenig bewirken kann?</em></p>
<p><strong>Katzlinger: </strong>Wenn wir als Aktionsgemeinschaft während der Krise eines bewiesen haben, dann, dass man sich als Studentin, als Student, auf eine AG-geführte ÖH verlassen kann. Ich war als ÖH-Vorsitzender in etlichen Corona Task Force Sitzungen der Uni, wir haben verlässlich Corona Updates gepostet zu Einreisebestimmungen und der hybriden Lehre.<br />
Aus Erfahrung: Die ÖH wird von der Uni, dem Landeshauptmann oder dem Bürgermeister sehr wohl ernst genommen. Aber die ÖH ist ja nicht nur auf der nationalen Bühne im politischen Einsatz, sondern als Interessenvertretung auch bei kleineren Problemen essentiell. Wer hätte denn sonst Studierende bei Problemen mit unfairen Prüfungen unterstützen sollen, wer würde sonst sich für eine bessere Umstellung der Lehre einsetzen?<br />
Es können sich im Übrigen auch die eigenen Projekte sehen lassen: Etliche Studierende mit der ÖH Academy weitergebildet, 250.000 € für Projekte wie den Corona Hilfsfonds, Teststationen an der Uni oder das Mobilitätsstipendium bereitgestellt.</p>
<p><strong>UNIpress:</strong> <em>Welche Forderung der anderen Fraktionen findest du am sinnvollsten?</em></p>
<p><strong>Katzlinger: </strong>Solarzellen an Uni-Dächern, Campus-Begrünung, klimaneutrale Uni: Wer die Forderungen der GRAS im Bereich Umwelt gut findet, findet auch unsere AG Forderungen spitze. Denn: es sind haargenau dieselben.</p>
<p>Studierende, welche sich für Umweltschutz und Nachhaltigkeit interessieren, meinen wohl, dass sie GRAS wählen sollten. Wer aber wirklich möchte, dass hier nicht nur gefordert, sondern auch gehandelt wird, muss die Aktionsgemeinschaft wählen. Während die GRAS ein ganzes Jahr lang kein einziges Mal den ÖH-Ausschuss für Nachhaltigkeit einberufen hat, war eine meiner ersten Amtshandlungen als Vorsitzender, das ÖH-Referat für Umwelt und Nachhaltigkeit einzuberufen, das zum Beispiel auch vorangetrieben hat, dass an der Uni nun ein Green Office zur Koordination sämtlicher Nachhaltigkeitsagenden entsteht.</p>
<p>Zusätzlich hätte eine attraktivere Gestaltung vom Campus den Vorteil, dass endlich an der Uni mehr Leben entsteht, was für uns als AG ein Hauptziel ist, denn Uni muss auch Freude bereiten!</p>
<p><strong>UNIpress:</strong> <em>Vielen Dank für deine Antworten!</em></p>
<p><strong>Weitere Infos: </strong><a href="https://agibk.info/">Aktionsgemeinschaft Innsbruck</a></p>
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		<title>Fünf Fragen an die Fraktionen: RFS</title>
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		<dc:creator><![CDATA[UNIpress]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 May 2021 20:59:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gudrun Kofler: Die Innsbrucker Spitzenkandidatin des RFS (Ring Freiheitlicher Studenten) im Interview zur ÖH-Wahl. UNIpress: In einem Satz: Was möchtest du erreichen? Gudrun Kofler: Wir möchten erreichen, dass die Uni&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><strong>Gudrun Kofler</strong>: Die Innsbrucker Spitzenkandidatin des <strong>RFS</strong> (Ring Freiheitlicher Studenten) im Interview zur ÖH-Wahl.</div>
<p><span id="more-10767"></span></p>
<p><strong>UNIpress: </strong><em>In einem Satz: Was möchtest du erreichen?</em></p>
<p><strong>Gudrun Kofler:</strong> Wir möchten erreichen, dass die Uni wieder ein Hort der Wissenschaft, Bildung und Freiheit wird, ohne Einschränkungen der eigenen Meinung und der eigenen Individualität und ohne Zugangsbeschränkungen im Sinne einer Test- und Impfpflicht.</p>
<p><strong>UNIpress: </strong><em>Was ist dein Standpunkt zu Aufnahmetests und Studiengebühren?</em></p>
<p><strong>Kofler:</strong> Wir lehnen Studiengebühren grundsätzlich ab, da Bildung ein Recht für alle sein soll, unabhängig von der sozialen Herkunft. Wir sehen hier den Staat in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass jeder, der studieren möchte, es auch kann. Dazu gehört auch, dass die geeignete Infrastruktur zur Verfügung steht und auch die Qualität der Lehre nicht darunter leidet. Im Moment ist das aufgrund fehlender Ressourcen nicht möglich, sodass Aufnahmetests den Zugang behindern. Wir sprechen uns dagegen aus und fordern stattdessen, dass Struktur und Personal langfristig ausgebaut werden und so eine qualitativ hochwertige Lehre gewährleistet werden kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone wp-image-10768 size-full" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/05/Gudrun-Kofler-rotated.jpg" alt="" width="1024" height="1536" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/05/Gudrun-Kofler-rotated.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/05/Gudrun-Kofler-200x300.jpg 200w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/05/Gudrun-Kofler-683x1024.jpg 683w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/05/Gudrun-Kofler-768x1152.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/05/Gudrun-Kofler-585x878.jpg 585w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<div class="penci-column column-1-4">
</div>
<div class="penci-column column-last column-1-2">
<h5></h5>
<h5></h5>
<h5></h5>
<h5></h5>
<h5>Gudrun Kofler</h5>
<p><em>Gudrun Kofler ist Spitzenkandidatin des RFS </em><em>(Ring Freiheitlicher Studenten</em> <em>Innsbruck</em>)<em><br />
</em></p>
</div>
<div class="clearfix"></div>
<hr />
<div dir="ltr"></div>
<p><strong>UNIpress: </strong><em>Was ist deiner Meinung nach das größte Problem der Studierenden und wie würdest du es lösen?</em></p>
<p><strong>Kofler:</strong> Das größte Problem der Studenten ist, dass das Studieren an den Unis mittlerweile sehr verschult ist und ein Studium im Eilverfahren und möglichst im Alleinstudium gestaltet werden soll. Darunter leiden die Qualität und die Wissenschaftlichkeit, da kaum Austausch zwischen Lehrenden und Studenten stattfindet und auch die Interdisziplinarität viel zu kurz kommt. Ein weiteres Problem ist, dass es aufgrund der Verschulung schwer möglich ist, einem Nebenjob nachzugehen, obwohl die meisten Studenten diesen brauchen, da sie sich ihr Studium und das Wohnen in Innsbruck sonst kaum mehr leisten können. Das führt in eine Spirale von Druck und Stress durch das Studium, das teilweise viel Anwesenheit und hohen Arbeitsaufwand erfordert und andererseits von finanziellen Sorgen und Zukunftsängsten. Dem muss entgegengewirkt werden.</p>
<p><strong>UNIpress: </strong><em>Was entgegnest du kritischen Stimmen, die sagen, dass Hochschulpolitik wenig bewirken kann?</em></p>
<p><strong>Kofler:</strong> Hochschulpolitik kann nur deshalb wenig bewirken, weil sie nicht ordentlich gemacht wird und die hohe Politik zu wenig gefordert wird. Man erkennt an der geringen Wahlbeteiligung, dass die Studenten von der ÖH wie sie bisher war, die Schnauze voll haben. Im Moment bekommen sie von der ÖH zu wenig Servicepolitik und zu viel allgemeinpolitisches, ideologisches Hickhack. Besonders auf Bundesebene geht es schon lange nicht mehr um die Studenten und deren Vertretung in Studienbelangen, sondern um linke Gesellschaftspolitik, für die unser aller ÖH-Gelder beim Fenster rausgeworfen werden. An der Uni Innsbruck hingegen suhlt sich die AG in ihrer Vormachtstellung und verkauft das Wenige, das die ÖH erreicht, als alleinigen AG-Verdienst. Wenn man sich den Problemen der Studenten wirklich annehmen würde, dann könnte man über die Regierung sehr viel erreichen, Erfolge für die Studentenschaft erzielen und echte Vorteile schaffen. AG und GRAS hätten derzeit sowohl im Land Tirol, als auch auf Bundesebene ihre Mutterparteien in der Regierung, in der Stadt Innsbruck sogar einen grünen Bürger- und schwarzen Vizebürgermeister, und könnten – wenn sie die Belange der Studenten wirklich ernst nehmen würden &#8211; sie direkt dort deponieren und die Dinge voranbringen.</p>
<p><strong>UNIpress: </strong><em>Welche Forderung der anderen Fraktionen findest du am sinnvollsten?</em></p>
<p><strong>Kofler:</strong> Wir gehen mit allen Forderungen mit, die den Studenten wirklich etwas nützen und uns alle weiterbringen, zum Beispiel den Ausbau konkreter studienrelevanter Services. Das würde die ÖH endlich wieder zu einer ECHTEN Studienvertretung werden lassen. Weitere sinnvolle Forderungen, die andere Fraktionen unter anderem auch fordern, sind die Abschaffung des ÖH-Zwangsbeitrages und der Ausbau der Flexibilität des Studiums. Was wir leider bei den anderen Fraktionen vollends vermissen, ist die Forderung nach freier Bildung, nämlich ohne Test- und drohendem Impfzwang an unserer Universität.</p>
<p><strong>UNIpress:</strong> <em>Vielen Dank für deine Antworten!</em></p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong> <a href="https://studenten.fpoe.tirol/">RFS</a></p>
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