Die Rektorswahl im Überblick

von Tobias Jakober
Lesezeit: 2 min
Von vielen unbemerkt geht momentan die Rektorswahl an der Uni Innsbruck über die Bühne. Hier die wichtigsten Infos zu den Kandidat:innen und dem Ablauf der Wahl.

Elf Bewerberinnen und Bewerber stellten sich vergangene Woche am 13. und 14. Juni in den Hearings den Fragen des Uni-Senats und der Öffentlichkeit. Bestimmt werden soll der oder die Nachfolgende von Tilmann Märk. Er ist seit 2011 Rektor der Uni Innsbruck und legt sein Amt nächsten März etwas früher als geplant zurück. Insgesamt gab es 23 Bewerbungen auf den Posten – aus diesen hat der Senat diese elf ausgewählt, die meisten sind bereits Professor:innen an unserer Uni:

  • Hubert Huppertz  (Institut für Allgemeine, Anorganische und Theoretische Chemie, Uni Innsbruck)
  • Veronika Sexl (Institut für Pharmakologie und Toxikologie, MedUni Wien)
  • Jan Palmowski (Generalsekretär der Guild of European Research-Intensive Universities)
  • Ulrike Tanzer (Vizerektorin für Forschung, Uni Innsbruck)
  • Florian Schaffenrath (Institut für Klassische Philologie und Neulateinische Studien, Uni Innsbruck)
  • Markus Walzl (Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und -geschichte, Uni Innsbruck)
  • Suzanne Kapelari (Institut für Fachdidaktik, Uni Innsbruck)
  • Ivo Hajnal (Institut für Sprachwissenschaft, Uni Innsbruck)
  • Ruth Breu (Institut für Informatik, Uni Innsbruck)
  • Helmut Staubmann (Institut für Soziologie, Uni Innsbruck)
  • Dirk Rupnow (Institut für Zeitgeschichte, Uni Innsbruck)

An den Vormittagen des 13. und 14. gab es die öffentlichen Anhörungen, nachmittags mussten sich die Kandidat:innen dann erneut einer intensiven Befragung des Senats und des Universitätsrats stellen. Der Senat besteht übrigens aus Vertreter:innen der Professorenschaft, des akademischen „Mittelbaus“ (d.h. aller anderen wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen) sowie der Studierenden (drei von der AG, zwei von den GRAS und einer vom VSStÖ).

In seiner nächsten Sitzung am 23. Juni wird sich der Senat auf einen Vorschlag von drei Kandidat:innen einigen. Allerdings gibt es auch im Vorhinein schon einen Dreier-Vorschlag der Findungskommission, in der Mitglieder des Senats, des Rats sowie Externe mit dabei sind. Diese drei hat die Kommission schon vor den Hearings ausgewählt und dem Senat vorgeschlagen – der aber muss sich nicht daran halten, sondern kann mit guter Begründung und mit den Erkenntnissen aus den Hearings auch andere Kandidat:innen auswählen. Dieser endgültige Dreier-Vorschlag kommt dann wiederum zum Universitätsrat, der daraus unsere zukünftige Rektorin oder unseren zukünftigen Rektor auswählt. Dafür hat der Rat vier Wochen Zeit – das heißt etwa Mitte oder Ende Juli werden wir bereits das neue Gesicht im Rektorat kennenlernen.

Die Funktionsperiode im Rektorat dauert dann vier Jahre – sie beginnt mit dem Abtreten Märks im Frühjahr 2023. Nach diesem Zeitraum gibt es wieder eine Rektorswahl, bei der der oder die Amtierende sich halten kann (insgesamt maximal zwölf Jahre) oder seinen beziehungsweise ihren Platz räumen muss.

1 Kommentar

David ganz 19. September 2024 - 16:58

Es ist eine Schande, dass Palmowski auf diese Liste steht, denn in London 2010 hat er Lehrstellen annulaient und Kollegen entlassen. Die Geschichte von sein Versprechen an prof Dr Shalom Lapin, seine Lehrstelle sei sicher, und 2 Montage danach, Entlassungesversuch (durch Lappin’s Rechtsanwalt beendet, denn Palmowski musste sich genegen Antisemitismus Vorwurfe verteidigen) Palmoswski ist ein gute Wahl, wenn eine Universitat ohne Lehrpersonal funktionieren will. Mit Recht ist er in Leipzig und anderswo als Rektor abgelehnt.

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