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	<title>Romana Nagler, Autor bei</title>
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	<description>Das offizielle Magazin der ÖH Innsbruck</description>
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		<title>Fatale Plastizität: Mikroplastik im Gehirn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Romana Nagler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Oct 2023 10:30:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Studie der MedUni Wien konnte erstmals belegen: Mikroplastik kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Egal, ob in Plastikflaschen, Fertigspeisenverpackungen, Waschmittel oder sogar in unserem Gehirn: Plastik ist überall. Warum wir eher&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Eine Studie der MedUni Wien konnte erstmals belegen: Mikroplastik kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Egal, ob in Plastikflaschen, Fertigspeisenverpackungen, Waschmittel oder sogar in unserem Gehirn: Plastik ist überall. Warum wir eher vermeiden sollten, aus Plastikflaschen zu trinken – ein Plädoyer.</div>
<p><span id="more-19846"></span></p>
<p>Wien, am 21. April dieses Jahres. Eine Studie der Universität Wien lässt die Gemüter von so einigen aus Plastikverpackungen Trinkenden oder Essenden erschaudern. Demzufolge auch meines. Denn meine treue (eigentlich Einweg-, aber meinerseits mehrheitlich verwendete) Vöslauer-Plastikflasche begleitet mich Tag für Tag außer Haus. Doch nicht nur ich sollte mich besonders angesprochen fühlen…</p>
<p>Eine revolutionäre und erschreckende Nachricht dringt von den Wiener Laboratorien, in welchen über lange Zeit hinweg intensiv geforscht wurde, nach außen. Sie macht schnell die Runde. Es scheint, als wäre hinsichtlich der Folgen der uns tagtäglich konfrontierenden Umweltthematiken kein Ende in Sicht. Schon gar nicht fürs Plastik, denn das wurde nun neuerdings in Form von Mikro- und Nanoplastikpartikel – kurz: MNP – im Gehirn nachgewiesen. In Berichten darüber ist von einem der größten Umweltprobleme der Gegenwart die Rede. Dies zurecht. Denn die gesundheitlichen Auswirkungen seien nicht zu unterschätzen – sie könnten gar schwer sein.</p>
<p>Der Forschungsarbeit der MedUni Wien liegt eine Studie zugrunde, die an Tieren durchgeführt wurde. Dabei wurden ihnen Mikro- und Nanoplastikpartikel aus Polystyrol oral verabreicht. Polystyrol ist ein weit verbreiteter Kunststoff, der häufig in Lebensmittelverpackungen Verwendung findet. Das Forschungsteam unter der Leitung von Lukas Kenner kam durch ihre Untersuchungen zu der Einsicht, dass klitzekleine Polystrol-Teilchen bereits zwei Stunden nach der Aufnahme im Gehirn nachzuweisen sind. Das ist vor allem in der Hinsicht interessant (und erschreckend), als dass jegliches Material, um ins Gehirn vorzudringen, zuvor die sogenannte Blut-Hirn-Schranke passieren muss. Diese Blut-Hirn-Schranke schützt im Prinzip wie ein Wächter unser Denkorgan vor Eindringlingen. Sie gilt als wichtige Barriere auf zellulärer Ebene, um Krankheitserreger oder Gifte abzuwehren und ihnen ja keinen Eintritt ins Hirn zu gewähren.</p>
<p>Auch der Darm hat einen solchen Schutzmechanismus, den MNP jedoch laut diversen wissenschaftlichen Studien ebenso zu überwinden imstande sind. Da die Forschung zu Plastikteilchen im Körper durch Aufnahme des Magen-Darm-Trakts bereits intensiver praktiziert wurde als jene zum Gehirn, liegen diesbezüglich bereits vermehrt gesicherte und detaillierte Erkenntnisse vor. So wurde ein Zusammenhang zwischen MNP im Magen-Darm-Trakt und lokalen Entzündungs- und Immunreaktionen sowie Krebs nachgewiesen.</p>
<p>Auch hinsichtlich des Gehirns wurde eine gewisse Kausalität zwischen darin nachgewiesenen Plastik und gesundheitlichen Folgen bezeugt: Die sogenannte Neuroplastik als Eigenschaft des Gehirns beschreibt das Potenzial, sich an <i>Umweltveränderungen</i> anzupassen. Diese Anpassungsfähigkeit kann sich fatal auswirken. Lukas Kenner, Forscher am Klinischen Institut für Pathologie auf der MedUni Wien, meint, dass Plastikpartikel im Gehirn das Risiko von Entzündungen, neurologischen Störungen oder sogar neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson erhöhen können. Es sei jedoch in diesem Feld unbedingt noch weitere Forschung vonnöten, um zu tieferen und zuverlässigen Einsichten zu gelangen.</p>
<h3>Wie kann man sich davor schützen?</h3>
<p>Um die potenziellen Schäden von Mikro- und Nanoplastikpartikeln für Mensch und Umwelt zu minimieren, sei es von entscheidender Bedeutung, die Exposition zu begrenzen und ihre Verwendung einzuschränken, während die Auswirkungen von MNP weiter erforscht werden, bekräftigt Lukas Kenner.</p>
<p>In die Nahrungskette geraten MNP vor allem aus Verpackungsabfall. Wobei hier von fester sowie flüssiger Nahrung die Rede ist. Schon allein, wer die empfohlenen 1,5 bis 2 Liter Wasser pro Tag aus Plastikflaschen trinkt, nimmt laut der MedUni Wien nur dadurch ca. 90.000 Plastikpartikel pro Jahr in seinen Körper auf. Dabei wird Nanoplastik als Plastikteilchen mit einer Größe von unter 0,001 Millimeter festgelegt. Mikroplastik, mit 0,001 bis 5 Millimetern, könnte der ein oder andere mit gutem Augenlicht Gesegnete teils noch mit freiem Auge sehen. Ein Ratschlag, um vielleicht drastischen Folgen durch Flüssigkeitskonsum aus Plastikflaschen gegenzusteuern, wäre zum Beispiel, zu Leitungswasser zu greifen. Dies kann die aufgenommene Menge von Plastikpartikeln auf 40.000 beschränken.</p>
<p>Die MedUni Wien bietet mit ihren Erkenntnissen zweifellos einen Grundstock für weitere Forschung in diesem thematischen Feld. Ihr sei gedankt für diese Einsichten zum Mechanismus von MNP beim Überwinden von Schutzbarrieren im Körper. Und auch mein Körper wird mir wohl danken, wenn ich zukünftig mein Wasser in Glas- anstatt Plastikflaschen zur Uni befördern werde.</p>
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		<title>Das Durchhalten, der Erfolg &#038; die Paradoxie des Aufgebens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Romana Nagler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jul 2023 10:30:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Halte durch! Eine Phrase, die man nicht nur im Kino an Spiderman, der über dem Abgrund angestrengt an der Wand baumelt, richtet, sondern womöglich auch ab und an mal an&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Halte durch! Eine Phrase, die man nicht nur im Kino an Spiderman, der über dem Abgrund angestrengt an der Wand baumelt, richtet, sondern womöglich auch ab und an mal an sich selbst&#8230;</div>
<p><span id="more-19310"></span></p>
<p>In der Sporthalle bereits nach den ersten paar Sekunden bei den Planks heißt es (für mich zumindest nur mehr krampfhaft) durchzuhalten; dies ebenso für meine Freundin, die acht Stunden ohne eine Sitzgelegenheit hinter der Theke mit zwanghaft strahlender Miene sauer Zitroneneis vergibt sowie sicher für viele Studierende in der Prüfungszeit. Durchzuhalten gilt es wohl in allen möglichen Situationen: ob beim <em>Lösen</em> aus ungesunden Beziehungen; beim „Absitzen“ der (erst!) 47. Proseminarminute oder während der Zugfahrt nach Hause mit hungrigem Magen. Man kann demnach die Tatsache, dass das titelgebende Wort im Duden als „starkes Verb“ markiert ist, wohl als lustigen Zufall abtun; ich nutze die Gelegenheit, um sogleich zu unterstreichen, worum es im Folgenden eigentlich geht: Ums Durchhalten und (damit Hand in Hand) das Starksein.</p>
<p>Als ich in der zweiten Unterstufe Gymnasium im Soziales-Lernen-Unterricht saß, bekamen meine Schulkollegen und ich gleich zu Beginn eine spezielle Formel eingetrichtert, die sich – zumindest bei mir – bist heute in mein Gedächtnis eingebrannt hat: Erfolg = Wille + Geduld. Unglaublich banal, ziemlich plausibel; für mich gab es dazumal jedoch sogar so etwas wie einen kleinen <em>Aha-Effekt</em>. Den Erfolg lassen wir erstmals außen vor; so hat jeder seine eigene Definition von „<em>Erfolg haben“</em> selbst zu finden; denn die eine goldige Erfolgsvision, deren Realisierung einen auf dem Gipfel des Berges, der die Note, der Schlüssel zu einer ganzen Symphonie ist, wiederfinden lässt, die gibt es (meiner philosophisch betonten Meinung nach) nicht. Widmen wir uns also lieber dem zweiten Teil der Gleichung und demnach den Begrifflichkeiten <em>Wille</em> und <em>Geduld</em>, die für mich im gemeinsamen Zusammenspiel <em>formell</em> haargenau das<em> Durchhalten</em> umschreiben wie der Zopf den Pferdeschwanz.</p>
<p>Doch <em>materiell</em>? Das 1+1 sei in der Regel ja schnell gelernt. Doch bei den Ableitungen da hadert’s dann. Ein Tipp:</p>
<h3><strong>Deduktiv denken</strong></h3>
<p>Ist es das konstante Lernen deines absoluten Nicht-Lieblingsthemas, das dir oft jeden Tag aufs Neue recht viel abverlangt? Sind es deine schmerzenden Gliedmaßen, die nur mehr krampfen unter der Stimme des motivierten Jungtrainers, der dir beim ersten Personalcoaching mit hervortretenden Gesichtsadern zuschreit: „SCHNELLER!“? Oder ist es allgemein gesehen gar einfach dieses Durchhalten an sich? Diese eine eigene, innere Stimme, die dich nicht aufgeben lassen will; dem „<em>Erfolg“</em> näher.</p>
<h3><em>Erfolg</em> – eine Ansichtssache</h3>
<p>Fühltest du dich von ihr nach dem antik olympischen Motto „Citius, altius, fortius“ („Schneller, höher, stärker“) geleitet oder gar getrieben, so getraue ich mir dir anzuraten, deine Vision von Erfolg nochmals bewusst zu konkretisieren versuchen. Denn nicht ganz ausgeschlossen ist dabei, dass dir eher die Stimme unserer „Optimierungsgesellschaft“ ins Ohr flüstert, als du glaubst, deine eigene zu vernehmen.</p>
<p>Jene erachtet auch grundsätzlich Titel und Auszeichnungen für erbrachte Leistungen beziehungsweise angesehene berufliche Positionen (meist jene, in welchen man das meiste Geld verdient trotz geringer „Nützlichkeit für die Allgemeinheit“) unglücklicherweise – trotz starker gegenteiliger Tendenzen – noch immer als besser, <em>wertvoller,</em><em> </em>und deshalb<em> anerkannter</em> an, als das bei Tätigkeiten der Fall ist, die das Herz und die Seele manch Ausführenden entflammen, die Nerven auch noch heil und einen gut schlafen lassen. Deren Wert also nicht <strong>primär</strong> die gebotene Bezahlung bestimmt, sondern die schlicht eigene Freude an der Ausführung der <em>Beschäftigung</em>. Dabei gibt es natürlich keine klar gesteckten Grenzen und die Übergänge sind fließend und verschwommen; ich erachte jedoch das <em>lebhafte</em> Gefühl der Freude und des <em>eigenen</em> Glücks als gesündesten Anspruch, <em>erfolgreich</em> zu sein, und so hoch wie den Polarstern am Himmel, der einen zielvorgebend aus dunkler Unentschlossenheit führen kann.</p>
<p>Doch wie man sich beim Treffen seiner – mal mehr mal weniger – <em>lebensbeeinflussenden </em>Entscheidungen auch orientieren mag: E<em>rfolgreich</em> in welchem Sinn auch immer wird man wohl erst dann, wenn man den <em>Willen </em>sowie die <em>Geduld </em>aufbringt, einen Weg einzuschlagen, der einen zum <em>Ziel</em> bringt. Es gilt also <strong>durchzuhalten</strong>. Denn Aufgeben, das ist ja bekanntlich nur was für Loser.</p>
<h2>Oder?</h2>
<p>Fragte man mich nach meiner Meinung, so fände ich einen vermeintlichen „Loser“, der ein Liedchen trällernd mich beim Vorbeigehen anlächelt, auf Anhieb bewundernswerter als den chronischen Overachiever von nebenan, dessen Instagram Story mir im 10-Minutentakt einen Einblick in seine beziehungsweise ihre außergewöhnlich privilegierten Lebensgeschehnisse gestattet.</p>
<p>Ein Versager in den Augen anderer Menschen zu sein, bedeutet aus deren Sicht, <em>gescheitert</em> zu sein, <em>nichts Erstrebenswertes</em> <em>errungen</em> zu haben. Doch wie bereits oben angemerkt, so kreiert ein jeder (im besten Fall) seine eigene Überzeugung davon, was Erfolg denn überhaupt ist, nach eigenem Gesetz. Tut man dies nicht, so hängt man höchstwahrscheinlich den Erwartungen und Überzeugungen anderer hinsichtlich eines erstrebenswerten Lebens nach. Ein dünnes Eis (der Illusion), auf das man sich da begibt, denn wechseln die Zeiten, so taut jenes bald auf und man fällt ins kalte Wasser (der Realität).</p>
<p>Wirklich erstrebenswert ist demnach nur ein solcher Zustand, der einem erlaubt, unabhängig von äußeren, veränderlichen Zuständen seinen Seelenfrieden und damit einhergehend auch seine Glückseligkeit zu bewahren. Er ist erreichbar, indem man nicht unbedingt hoch geschätzte und anerkannte Errungenschaften anderer als Maßstab für das eigene <em>Gelten</em> heranzieht, sondern sich beispielsweise mit seinem gestrigen Ich vergleicht und sich lediglich an diesem zu <em>messen</em> versucht. Von außerordentlicher Wichtigkeit sei außerdem die Fähigkeit, in sich hineinhören zu können und sich im Klaren darüber zu sein, was man denn wirklich <strong>will</strong>. Dies ist oft gar nicht so einfach. Denn viele Optionen bieten sich uns meist in den unterschiedlichsten Lebenssituationen. Dennoch gilt: Um eine Entscheidung <em>authentisch</em> treffen zu können – egal wie klein sie auch sein mag – gilt es, Verantwortung zu übernehmen; vorrangig für sich selbst.</p>
<h2>Hoch lebe das <em>Losertum</em></h2>
<p>Soweit die eigene Definition des Aufgebens für einen selbst einen so süßen Beigeschmack hat wie die Zuckerwatte vom Oktoberfest, also man sich heute mal erlaubt, trotz abgebrochener Sporteinheit lächelnd die Sporthalle zu verlassen, (ohne einen Kratzer am Selbstwert zu hinterlassen) so ist für einen selbst – wenn auch nicht für den Coach ohne Stimme – alles in Butter. Sich hin und wieder mal seinem <em>Losertum</em> zu ergeben, ist etwas, das gar mehr Mut erfordert als das Durchhalten. Dafür sollte man beinahe neben der bereits durch das <em>aufgegebene Durchhalten</em> gesteigerten Eudämonie noch einmal belohnt werden. Eine paradoxe Win-Win-Situation.</p>
<div></div>
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		<title>Mitarbeiter:innen im Hintergrund – Brennpunkt UbiChat</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Romana Nagler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Mar 2023 11:30:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The post <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at/campus/mitarbeiterinnen-im-hintergrund-brennpunkt-ubichat/">Mitarbeiter:innen im Hintergrund – Brennpunkt UbiChat</a> appeared first on <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at">UNIpress</a>.</p>
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			<div class="subtitle_up">Dass wir uns in der Uni ganz aufs Lernen konzentrieren können, haben wir etlichen Mitarbeiter:innen zu verdanken. Viele von ihnen arbeiten unbemerkt, abseits vom alltäglichen Studententrubel. Ein Besuch beim (vergleichsweise <em>sichtbaren</em>) Mitarbeitsteam des Ubi-Chat.</div>
<p><span id="more-18525"></span>Ganz nobel ist es heutzutage unter Studierenden, die sich zumindest gelegentlich an der Geiwi aufhalten, sich statt dem üblichen großen Braunen oder Vanillechino ein Heißgetränk beim <em>UbiChat </em>zu gönnen; gelegentlich sogar mit Hafermilch. Speisen haben sie auch gute anzubieten, diverse belegte Brote und jeden Tag andere Warmgerichte im Angebot. Doch anders als bei den etlichen Automaten, die geradezu in Reih und Glied die Gänge säumen und mechanisch, in funktionellen Schritten den Doppelmokka zusammenmixen, steckt hinter der Zubereitung der zu kaufenden Produkte im UbiChat (vielleicht bis auf den Kaugummi, den Mars und den Redbull) menschliche Bedienung. Dabei sei vor allem die Gewissenhaftigkeit vorangestellt. Denn bezüglich jener haben manche Kaffee- und Snackmaschinchen unsere (nur aufs Mindeste gerichteten) Erwartungen wohl teils schon auf Bitterste enttäuscht; je nach Schwere der eigenen Geldbörse hat der geschluckte Euro mal mehr, mal weniger wehgetan. Doch man soll sich’s doch gutgehen lassen im Leben: Also ab in die „Mensa“ für diejenigen, die noch nie je in eine solche einen Schritt getan haben. Für alle anderen geht es ab ins UbiChat.</p>
<h3><em>Einen Cappuccino mit Hafermilch bitte!</em></h3>
<p>Und das auch nur, wenn dafür Zeit ist. Denn gefragt ist er ja, der Cappuccino mit Hafermilch; die Schlange von ungeduldigen, tagträumenden oder in Gespräche vertieften Menschen zieht sich teils so lang und dicht bis quer über den Gang, sodass mir hierfür „atmende Feuerschutzmauer“ gut als beschreibende Metapher dient ( – sich langsam starr in eine Richtung bewegend und undurchdringbar, wobei ich hier Credits an den Probe-Feuerwehreinsatz in der Geiwi geben muss, dem ich schmunzelnd beiwohnen durfte und der diesen spontanen gedanklichen Vergleich initiiert hat).</p>
<p>Ist man dann jedoch mal bis ganz vorne an die Theke gelangt, so begegnet man dahinter meist einem freundlich lieben Blick und man wird sogleich gefragt, was man denn bekomme.</p>
<p>Dabei ist einem das Gesicht zu jenem gefälligen Blick möglicherweise bereits schier vertraut – sofern dies nicht der erste Besuch im UbiChat ist- , denn das Geiwi-Mensen-Kollegium bleibt im Grunde immer gleich. Auch wenn sich die Belegschaft manchmal um einen weiteren Mitarbeiter oder eine weitere Mitarbeiterin erweitern oder reduzieren mag; das <em>Kernteam</em> bleibt immer bestehen. Dieses ist wohl auch sehr gefragt, deshalb findet man es derzeitig – während gegenwärtigen Umbaus des üblichen Standorts – auch in der wirklich wortwörtlichen Mensa im CCB in gewohnter „führender“ und andere Gehilfen dirigierender Stellung.</p>
<p>Als ich meinen Verlängerten bestelle und erlebe, wie – wahrscheinlich – ein Neuling in dieser Branche die Kaffeemaschine auf eine spezielle Weise zu bedienen versucht und gleich eine kurze, spontane Einschulung bekommt, denke ich mir, dass ich in solch einem Umfeld sicherlich auch gern in die <em>Lehre </em>gehen würde. Wolle man ein Wort ausmachen wollen, welches im Sprachgebrauch des UbiChat Kernteams am häufigsten vorkomme, so wäre es – nicht zu verkennen – „Bitte“ und „Danke“. Sie sind nicht nur ihren <em>Lehrlingen</em> gegenüber äußerst zuvorkommend und offen für Fragen, sondern vor allem natürlich gegenüber ihrer Kundschaft. Als eine jener bin ich oft sehr dankbar, wenn auch noch Verständnis für meine Entscheidungsschwäche dargebracht wird, die meine Entschlussfassung, welches belegte Brot mich denn am stärksten anlacht, mindestens aufs dreifache der Entscheidungszeit eines <em>Durchschnittsstudis </em>hinauszögert. Immer liebevoll und gewissenhaft wird es mir überreicht und das „Danke“ fällt nicht weniger enthusiastisch aus als sonst.</p>
<p>Außerdem bin ich ein großer Fan von <em>Selbstverwirklichung </em>und jene bereits länger dort Beschäftigten scheinen mir eine recht <em>originelle Note</em>, eine besonders <em>ausgefeilte Persönlichkeit</em> zu haben, was sich unter anderem an ihren sehr einmaligen und teils skurrilen Witzen zeigt.</p>
<p>Des Weiteren scheint ein besonders charismatischer Herr des Kernteams einen besonders ausgefeilten und trainierten <em>Adlerblick</em> zu haben. Mit schnellem Schritt sehe ich ihn – nun im CCB – durch das Café schreiten, wobei er einen schnellen und inspizierenden Blick in Richtung der einzelnen Salate, aus dem Augenwinkel zu den Muffins wirft und wahrscheinlich noch am Boden auszumachende Staubkörner zählt.</p>
<p>Sitzend auf meinem Lieblingshochtisch am Fenster schaue ich von dem letzten Kaffeeschlücklein hoch, der sich noch in der Tasse befindet. Denn ich höre es in der Küche (wortgetreu) klirren und scheppern. Es signalisiert mir, dass sie bald schließen. Wortwörtlich zugemacht werden jedoch nur die Türen; Studis bleiben draußen, drinnen geht es heiß her: Das Geschirr wird gewaschen, die Tische werden geputzt, die Theke gereinigt und die Kaffeemaschine für den nächsten Tag poliert.</p>
<h3>In der Ruhe&#8230;</h3>
<p>Ich denke, es ist Zeit für mich zu gehen, dennoch trinke ich meinen letzten Schluck genüsslich und in innerer Ruhe. Gelernt habe ich vom UbiChat-Team nämlich wieder eines: Das, was man tut, <em>voll</em> zu machen, auf Multitasking vorzüglich verzichten. Auch wenn die Warteschlange an hungrigen Studis nicht kürzer, gar immer länger zu werden scheint, so lässt sich der Mitarbeiter bzw. die Mitarbeiterin an der Kassa den inneren Frieden nicht nehmen – die Freundlichkeit bleibt.</p>
<h3>&#8230; liegt die Kraft.</h3>
<p>Der Spruch, der auf der schwarzen Wandtafel vorm UbiChat mit Kreide geschrieben steht, scheint ihnen wohl bereits in Blut und Seele übergegangen sein:</p>
<p>„get in when you fit in</p>
<p>go on and shine</p>
<p>clear your mind</p>
<p>now’s the time: put your salt on the shelf, go on and love yourself, cause everything’s gonna be alright“.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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			</item>
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		<title>Die besten Orte in Innsbruck, um… eine Identitätskrise zu durchleben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Romana Nagler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2022 10:30:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein geführter Spaziergang zu dir selbst. Wer bist du eigentlich? Ich bin mir sicher, du hast einen schönen Namen. Doch das soll hier – anders als beim Checken der Anwesenheit&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Ein geführter Spaziergang zu dir selbst.</div>
<p><span id="more-17438"></span></p>
<p>Wer bist du eigentlich? Ich bin mir sicher, du hast einen schönen Namen. Doch das soll hier <span lang="DE">– </span> anders als beim Checken der Anwesenheit im Proseminar <span lang="DE">–</span> nicht viel zur Sache tun. Um deinetwillen weise ich dich dazu an: Lies meine Frage nochmal. Und zwar mit dem Auge, das sich sonst gerne blind stellt. Denn nicht alles Gesehene will einem sogleich ganz in den Kram passen; man ist doch mit Uni und seiner Topfpflanze im WG-Zimmer, die <span lang="DE">– </span>uiuiui <span lang="DE">– </span>vertrocknet wie Stroh aussieht und heute noch nicht gegossen wurde, gedanklich schon genug beschäftigt. Dennoch: Dein Name soll bei der Beantwortung der ersten Frage nicht von großer Relevanz sein<strong>.</strong> Denn zugegebenermaßen ist dein Name mit dir selbst, deiner Physis sowie Psyche, so wenig verbunden wie der Wasserfloh mit dem Wasser: Namentlich wird zwar ein Teil seiner Existenzbedingung (das Dasein des Wesens an sich) bezeichnet; jedoch war es das dann auch schon wieder. Um auf die aufgeworfene Frage antworten zu können, sei es vorerst einmal unabdingbar, von seiner eigenen Existenz zu sprechen bzw. sich dieser sicher sein zu können. Dabei kann es wohl sein, dass du deine Existenz nicht wie Descartes mit dem Satz begründest: „Ich denke, also bin ich“, weil du nach deinen gescheiterten Prüfungen wohl eher am Hinterfragen bist, ob dein Denkorgan überhaupt irgendeine Arbeit leistet.  Dennoch hoffe ich für dich und dein mentales Wohlbefinden, dass du dir deines Daseins ziemlich sicher bist oder – was wohl noch besser wäre<strong> – </strong>es nie jemals hinterfragt hast<strong>.</strong> Ist die Unsicherheit wohl vielleicht doch zu groß, so würde ich einige wenige Tage die Finger vom fragwürdigen Pilzgulasch lassen und dir nach allfällig nicht eingetretener Besserung raten, lieber deinen Humor zu trainieren als deinen Bizeps. Keine Sorge, letzterer wird schon nicht allzu schnell erschlaffen… denn zu verlieren hast du nun wortwörtlich nichts mehr; das hast du dich ja selber schon.</p>
<h3>Nicht verzagen&#8230;</h3>
<p>Lassen wir den Extremfall der erlebten Fragwürdigkeit über seine eigene Existenz mal außer Acht und widmen uns der nüchternen Verunsicherung über die eigene Identität. Sie befindet sich auf der Skala der Verwirrung eine Stufe darunter. Wir finden dort die schlichte <em>Identitätskrise</em>. Einem über die Schulter schauen tut sie wohl allemal. Und zwar dann, wenn man von sich behaupten kann, dass einem das Gefühl für den Sinn und Zweck des eigenen Lebens sowie das Gefühl, selbstbestimmt zu leben, abhanden gekommen zu sein scheint<b>.</b></p>
<p>Konkret beschreibt sie das Problem der Fragilität oder der Zersplitterung des eigenen Selbstbildes. Sie beruht auf den Zweifeln der eigenen z.B. ethnischen, sozialen oder geschlechtlichen Identität, entstanden durch Unsicherheiten im eigenen Handeln und bei Entscheidungen bzw. durch Orientierungslosigkeit. Es sind Unsicherheiten in Bezug darauf, ob der „richtige“ Weg gewählt wurde, oder Ängste, nicht zu wissen, zu wem man sich in der Zukunft entwickelt oder auch welche Werte und Normen als die eigenen übernommen werden sollen. Die Zeit, in welcher man studiert, sei für Krisen solcher Art besonders gefährdet.<strong><br />
</strong></p>
<p>Doch was sagst du? Sowas schon mal erlebt? Auch wenn du (noch) nicht von dir behaupten kannst, dich in deiner Identität so diffus wie schwebendes Wasser in der Luft zu fühlen bzw. gefühlt zu haben, so möchte ich dir doch helfen, die unmittelbare Zeit, während der du deinen inneren Kompass fürs Leben einzustellen versuchst, noch intensiver zu erleben. Denn „Quantität vor Qualität“ sei hier angesagt und nicht „Augen zu und durch“. Präsentieren will ich dir dazu folglich die besten Orte, um eine Identitätskrise zu durchleben.</p>
<h3>&#8230;lass dich von deinen Beinen tragen:</h3>
<p>Vielleicht sollten wir in der Uni wohl eher nach dem Ausschlussprinzip gehen, doch dann wäre nicht nur <em>Schluss mit lustig,</em> sondern auch mit dem Text. Doch behalten wir uns bitte eine positive Grundhaltung bei; so schlimm ist die Uni nun auch wieder nicht. Und wenn du das Gegenteil empfindest: Die Tür nach draußen ist immer offen (obwohl man das bei der Schiebetür nahe der Bib wohl so manches Mal für wenige Millisekunden bezweifeln mag).</p>
<h3>Vertraue dir selbst</h3>
<p>Auf der Suche nach der eigenen Identität ist ein Besuch des Spiegels in den Unitoiletten unabdingbar; denn aller (wenn auch noch so kleiner Funken) Hoffnung Ursprung bist du. Blicke dir selbst in die Augen und frage dich: Wer zur verdammten Hölle ist denn diese Person, die mich da gegenüber anstarrt? Aber&#8230; was fällt ihr eigentlich ein? Unverschämt.</p>
<p>Hast du sogar die Frauentoilette direkt hinter der Studia in der Hauptuni erwischt, so gratuliere ich dir: Glückstreffer! Das Vulvatier, welches dich von der Wand aus grüßt, mag dein ohnehin schon verwirrtes Gehirn wohl auch noch hinterfragen lassen, ob du gerade einen bösen Albtraum lebst, in dem Pink Fluffy Unicorns mutiert sind.</p>
<h3>Sei realistisch</h3>
<p>Ich glaube, es ist Zeit, dein Gehirn auszulüften. Gehe dazu doch einfach den Gang des Universitätsgebäudes entlang nach draußen. Auf dem Weg werden dir  wohl einige Menschen begegnen. Suche den Augenkontakt mit einem von ihnen und fühle dich kurzzeitig in der Haut Friedrich Nietzsches, wenn er sagt: „Wenn du lange genug in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein<strong>.</strong>“ Ein Kaffee, um wach zu werden, ist dann gar nicht mehr vonnöten, denn die unheimliche Tiefgründigkeit der Seele, welche hinter dem äuglichen Tor liegt, hat dir wohl fürs erste einen ausreichend heftigen Schlag in die Magengrube gegeben. Wieder mal Geld gespart.</p>
<h3>Deine Gedanken schaffen deine Realität</h3>
<p>Laufe weiter, den Inn entlang, und halte dabei Ausschau nach einer Sandbank, die auch betretbar ist – wenn auch nur durch Überklettern einer vermeintlichen Absperrung. Doch bekanntlich kreiert jeder seine eigene Realität selbst im Kopf. Warum dann nicht auch eigene Regeln? Am Flussufer angelangt, steht es dir frei, einen Stein deiner Wahl oder ein sandiges Plätzchen auszusuchen und dich darauf niederzulassen. Lege dein Augenmerk für eine Weile auf das an dir vorbeifließende Wasser, dem du dich nur allzu verbunden fühlst – diffus und in Veränderung, das seid ihr beide. Obwohl diese Erkenntnis Kenner der heraklitischen Formel „alles fließt<em>“</em> wohl nicht allzu sehr vom Hocker hauen wird.</p>
<p>Um dem großen Fragezeichen, das sich um dein Ich spannt, noch ein wenig Glitzer und Glamour beizufügen, blicke in das fließende Nass und versuche unmittelbar alle Farben auszumachen, die darin für dich sichtbar werden. Trifft deine Wahrnehmung auf das grelle Neontürkis <span lang="DE">– welches </span>sich zuvor wahrscheinlich nie deiner Aufmerksamkeit erfreuen durfte <span lang="DE">– </span>soll dies nicht als Zeichen vom himmlischen Oben gedeutet werden, dein Glück und neue Orientierung in der ÖVP zu suchen.</p>
<h3>Betrachte die Dinge mal anders</h3>
<p>Viel eher soll es dir zeigen, dass es möglich ist, Dinge zu sehen oder sich in den Geist zu rufen, die sich deiner bewussten Wahrnehmung zuvor nicht unmittelbar zeigten. Vielleicht trifft dies auch auf die vermeintliche Tatsache zu, dass du noch nicht den möglichen Gedanken gefasst hast, über deine Identität beim Schwenken eines Gläschen Weins zu sinnieren. Also was wartest du noch? Ab in die erstbeste Weinschenke. Hat man das Zählen der <em>Gläschen</em> dann auch mal aufgegeben, so sei ganz unbesorgt. Dein kleines privates Identitätsproblem kann kurz geistig beiseite bleiben. Denn was man (im Moment) nicht weiß, das macht einen auch nicht heiß.</p>
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		<title>Akademische Abgehobenheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Romana Nagler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Oct 2022 10:30:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom Fliegen und den Folgen der Bodenlosigkeit Schon mal abgehoben? Im Flugzeug? Heißluftballon? Oder im Traum als fliegendes Einhorn gefühlt? Egal ob dieses oder jenes, das Hinabschauen aus höchster Höhe&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Vom Fliegen und den Folgen der Bodenlosigkeit</div>
<p><span id="more-17304"></span></p>
<p>Schon mal abgehoben? Im Flugzeug? Heißluftballon? Oder im Traum als fliegendes Einhorn gefühlt? Egal ob dieses oder jenes, das Hinabschauen aus höchster Höhe bietet – abgesehen vom dumpfen Gefühl in der Magengrube – einen gewissen Reiz für die Nerven. Für die Nerven, die vom Stress des Alltagsgeschehens doch sowieso schon derart überstrapaziert sind. In schwindelerregender Höhe zu sein, übt auf die Nerven wiederum eine solche Wirkung aus, wie wenn Minus und Minus zu Plus wird und die Menschen dann – sobald sie wieder festen Boden unter ihren Füßen zu spüren bekommen – paradoxerweise entspannter sind als vor dem Abflug. Mag dies auf den oben angeführten mathematischen Grundsatz zurückzuführen sein oder darauf, dass jene Menschen einfach nur froh sind, lebend gelandet zu sein… Es gibt auch eine dritte Hypothese: Trotz der Tatsache, dass sowohl Menschen als auch Adler der Kategorie der Landwirbeltiere zugeordnet werden, werden sich viele womöglich dennoch nicht als Herrscher der Lüfte fühlen. Das Erlebnis, in höchster Höhe zu sein, bewirkt nichtsdestotrotz einen kurz- oder langfristigen Gefühlsrausch des Glücks. Natürlich nur, sofern man nicht der Höhenangst erliegt. So hoch oben und weit entfernt von der Erdoberfläche scheint so manchen der ungewohnte Perspektivenwechsel wie ein Eintauchen in eine andere „Realität“. Diese – von den meisten nur selten – erlebte Realitätsferne ist ein Nebeneffekt des Abhebens vom Boden, der – im Gegenzug zum Luftraum – als Lebensrevier für den Menschen gilt.</p>
<p>Ob man nun mit dem Flugzeug oder auf der Skischanze kurz abhebt – das Erleben des Abhebens, und dadurch auf die Welt unter sich von oben herabblicken zu können, scheint nun umfassend erläutert worden zu sein. Auf dem Wege der Analogie lässt sich nun ein Bezug zu einer weiteren Kategorie des Abhebens ausmachen. Schon mal was von akademischer Abgehobenheit gehört?</p>
<p>Nicht? Naja… Dann wohl Themenwechsel. Ich studiere Jus, und du? Ja, ja genau, richtig gehört, ich studiere Jus. Du bist nicht der Erste, dessen Lippen ein zumindest kleines „O“ formen. Doch um deine Frage zu beantworten: Nein, das Studium ist gar nicht so trocken. Durch meine Tränen ist es eigentlich sogar ziemlich nass.</p>
<h3>Das innere Potenzial erkennen</h3>
<p>Doch bleiben wir mal am Boden der Tatsachen und sind ganz ehrlich. Wo in der juristischen oder – um es allgemeiner zu formulieren – in der akademischen Gesellschaft einst der „Geist“ wehte, gibt es heute oft nur noch laue Lüftchen. Wie viele Studenten und Studentinnen gibt es, die sich mit ihrer Studienwahl allein ihr Image hochschrauben oder ab und zu mal einen Ego-Boost beim Zusammentreffen der Großfamilie absahnen wollen?</p>
<p>Doch weiten wir unseren Blick von der Mikroebene auf die Makroebene aus: Muss man sich nach der Matura schämen, eine Lehre anstatt eines Studiums an der Universität oder Hochschule anzugehen? Mit satirischem Beigeschmack sage ich: „Allemal!“ Was haben denn unsere Eltern alles für uns getan, damit unsereins es mal besser hat als sie! Wir wollen unsere Eltern doch stolz machen! Außerdem: So groß (im Geiste) will man dann doch sein, dass man bei Begegnungen mit akademisch gebildeten Leuten nicht den Kopf in den Nacken legen muss.</p>
<p>Nichts für ungut, doch denkst du so, so will ich dir vorerst Hermann Hesses Buch zum Eigensinn in die Hand drücken und notwendigerweise vor die Augen pinnen.</p>
<h3>Dem eigenen Gesetz folgen</h3>
<p>Bewundernswert sei nicht ein erarbeiteter akademischer Grad; viel eher sei es ein Mensch, der sein innerstes Potenzial entweder durch ein Studium oder eine Berufsausbildung auszuschöpfen vermag. Jeder Mensch trägt ein solches in sich. Noch schlummernd wartet es bei manchen nur darauf, mit brennendem Eifer entfacht und tätig werden zu können, doch diese Auffassung sei den meisten Menschen nicht genehm. Denn noch zu überstrapaziert sind die Nerven, die bei einem selbst ganz blank lagen, als die Eltern für den Kampf um den Einzug ins Gymnasium beim Juristen mehr hinlegten als den Feriallohn des Sommerjobs. Nicht umsonst haben die Eltern und wir selbst uns zur Matura durchgeschlagen; denn die fünf verlorenen Lebensmonate aufgrund des Stresses hätten wir uns auch sparen können.</p>
<p>Hat man sich aus der symbiotischen Beziehung mit den Eltern dann gelöst, so gilt es, sich einer anderen als der parentalen Rechtsordnung zu fügen. Eine Orientierungsmöglichkeit sei durch Hermann Hesse geboten:</p>
<blockquote><p>Wer eigensinnig ist, gehorcht einem andern Gesetz, einem einzigen, unbedingt heiligen, dem Gesetz in sich selbst, dem &gt;Sinn&lt; des &gt;Eigenen&lt;</p></blockquote>
<p><em>Dieser Artikel erschien erstmals in der <a href="https://www.unipress.at/ueber-uns/archiv/oktober-2022/">Oktober-Ausgabe 2022</a>.<br />
</em></p>
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