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	<title>Manuel Tonezzer, Autor bei</title>
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	<description>Das offizielle Magazin der ÖH Innsbruck</description>
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		<title>Alles Wissenswerte zur Europawahl 2024</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Manuel Tonezzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 May 2024 10:30:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom 6. bis zum 9. Juni wählen die Bürger:innen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zum bereits zehnten Mal die Mitglieder des Europäischen Parlaments. In diesem Artikel findest du alles Wissenswerte&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Vom 6. bis zum 9. Juni wählen die Bürger:innen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zum bereits zehnten Mal die Mitglieder des Europäischen Parlaments. In diesem Artikel findest du alles Wissenswerte zur bevorstehenden Wahl, die in Österreich am Sonntag, dem 9. Juni, stattfindet.</div>
<p><span id="more-20690"></span></p>
<p>Ab dem 6. Juni ist es wieder soweit: Dann haben sämtliche Bürger:innen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union bis zum 9. Juni die Möglichkeit, die Mitglieder des Europäischen Parlaments zu wählen. Alle fünf Jahre können EU-Bürger:innen damit ihre Stimmen abgeben und an der einzigen europaweiten Direktwahl sowie der weltweit zweitgrößten demokratischen Wahl teilnehmen. Insgesamt können 350 Millionen Menschen an der Wahl mitwirken, die Mitglieder des Europäischen Parlaments werden dabei für jeden Mitgliedsstaat getrennt gewählt. Für die Durchführung der Wahl sind diese selbst verantwortlich – weswegen auch der Wahltermin der Länder variiert.</p>
<h3>Was wird genau gewählt, und welche Konsequenzen hat das Ergebnis?</h3>
<p>Das Europäische Parlament ist eines mehrerer Organe der Europäischen Union. Es ist die einzige EU-Institution, die direkt von den EU-Bürger:innen gewählt wird. Im Gegensatz dazu besteht beispielsweise der Rat der EU aus den Minister:innen der Mitgliedsstaaten. Seine Zusammensetzung hängt deswegen von den nationalen Wahlen ab. Das Parlament ist als direkt gewählte Institution also europaweit (und übrigens auch weltweit) einzigartig.</p>
<p>Das Parlament teilt sich mit dem Rat der EU die Gesetzgebungskompetenz. Es kann also, so wie der Rat, Änderungen für Gesetzesvorschläge anbringen, diesen zustimmen oder sie ablehnen. Die Ergebnisse der „Europawahl“ haben also eine Auswirkung darauf, welche Gesetze in Zukunft innerhalb der EU gelten sollen.</p>
<p>Weitere Aufgaben des Europäischen Parlaments sind die Kontrolle der Demokratie sowie die Kontrolle des EU-Haushalts und die Überwachung der EU-Kommission. Es setzt sich für die Wahrung der Menschenrechte, der Demokratie und der Freiheit ein und prüft die Verwendung der Mittel. Außerdem wählt das Europäische Parlament (aus den Nominierungen der Mitgliedsstaaten) die Mitglieder der Europäischen Kommission. Die Europäische Kommission ist die Exekutive der EU und für die Ausarbeitung und Umsetzung von EU-Rechtsvorschriften sowie das Tagesgeschäft der Europäischen EU zuständig. Da die Kommission das Initiativrecht hat, also als einziges Organ Gesetze <i>vorschlagen </i>darf (Parlament und Rat dürfen diesen nur zustimmen, sie abändern oder ablehnen), ist die Zusammensetzung der Kommission mitentscheidend für die Zukunft der EU.</p>
<div id="attachment_20692" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-20692" decoding="async" class="size-large wp-image-20692" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/05/frederic-koberl-x_0hW-KaCgI-unsplash-1024x682.jpg" alt="" width="1024" height="682" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/05/frederic-koberl-x_0hW-KaCgI-unsplash-1024x682.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/05/frederic-koberl-x_0hW-KaCgI-unsplash-300x200.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/05/frederic-koberl-x_0hW-KaCgI-unsplash-768x511.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/05/frederic-koberl-x_0hW-KaCgI-unsplash-1536x1022.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/05/frederic-koberl-x_0hW-KaCgI-unsplash-2048x1363.jpg 2048w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/05/frederic-koberl-x_0hW-KaCgI-unsplash-1920x1278.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/05/frederic-koberl-x_0hW-KaCgI-unsplash-1170x779.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/05/frederic-koberl-x_0hW-KaCgI-unsplash-585x389.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/05/frederic-koberl-x_0hW-KaCgI-unsplash-263x175.jpg 263w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-20692" class="wp-caption-text">Foto: Frederic Köberl via Unsplash</p></div>
<div class="bildunterschrift">Der Plenarsaal des Europäischen Parlaments in Straßburg, wo die Mitglieder zu Sitzungen zusammenkommen.</div>
<h3>Wie läuft die Wahl in Österreich ab?</h3>
<p>In Österreich wählen Wähler:innen nach dem Europawahlgesetz am 9. Juni eine Liste beziehungsweise Partei, können zusätzlich aber auch einen bestimmten Kandidaten respektive eine Kandidatin auf dieser Liste wählen – wodurch diese:r eine Vorzugsstimme erhält und die eigene Position innerhalb der Liste verbessern kann. Welche Kandidat:innen schlussendlich in das Europäische Parlament einziehen, ist also vom Wahlergebnis sowie von der Reihung innerhalb der Partei und den erhaltenen Vorzugsstimmen abhängig. Diese werden, nach Auszählung der nationalen Stimmen und deren Gewichtung, von den einzelnen Parteien nach Straßburg und Brüssel entsandt. Die Wahlergebnisse werden live auf der <a href="https://results.elections.europa.eu/de/">Wahlergebnis-Website</a> bekannt gegeben.</p>
<p>In Österreich kandidieren folgende Parteien:</p>
<ul>
<li>  ÖVP (Österreichische Volkspartei) mit Spitzenkandidat Reinhold Lopatka</li>
<li>  SPÖ (Sozialdemokratische Partei Österreich) mit Spitzenkandidat Andreas Schieder</li>
<li>  FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich – Die Freiheitlichen) mit Spitzenkandidat Harald Vilimsky</li>
<li>  GRÜNE (Die Grünen – Grüne Alternative) mit Spitzenkandidatin Lena Schilling</li>
<li>  NEOS (NEOS – Das Neue Europa) mit Spitzenkandidat Helmut Brandstätter</li>
<li>  DNA (DNA – Demokratisch – Neutral – Authentisch) mit Spitzenkandidatin Maria Hubmer-Mogg</li>
<li>  KPÖ (Kommunistische Partei Österreichs – KPÖ Plus) mit Spitzenkandidat Günther Hopfgartner</li>
</ul>
<p>Orientierung bei der Wahlentscheidung kann zum Beispiel der <a href="https://www.wahlrechner.at/">Wahlrechner</a> geben. Hier kann man seine Meinung zu verschiedenen politischen Fragen abgeben. Das System vergleicht dann die Antworten mit jenen der wahlwerbenden Parteien und gibt an, wie hoch die jeweilige inhaltliche Übereinstimmung ist.</p>
<div id="attachment_20694" style="width: 782px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-20694" decoding="async" loading="lazy" class="size-full wp-image-20694" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/05/Stimmzettel_EU-Beitritt_1994.png" alt="" width="772" height="564" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/05/Stimmzettel_EU-Beitritt_1994.png 772w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/05/Stimmzettel_EU-Beitritt_1994-300x219.png 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/05/Stimmzettel_EU-Beitritt_1994-768x561.png 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/05/Stimmzettel_EU-Beitritt_1994-585x427.png 585w" sizes="(max-width: 772px) 100vw, 772px" /><p id="caption-attachment-20694" class="wp-caption-text">Foto: Amtliches Werk der Republik Österreich. &#8211; www.demokratiezentrum.org, Gemeinfrei.</p></div>
<div class="bildunterschrift">1994 entschied sich Österreichs Wählerschaft bei einer Volksabstimmung mehrheitlich für den Eintritt in die EU, der dann mit 1. Jänner 1995 vollzogen wurde.</div>
<div></div>
<p>Österreich ist beginnend mit der kommenden Wahlperiode 2024-2029 durch 20 Mitglieder (von insgesamt 720) im Europäischen Parlament vertreten. Die Anzahl an Mitgliedern pro Staat richtet sich nach deren Bevölkerungsanzahl und beträgt mindestens sechs sowie maximal 96 Abgeordnete. Durch den Austritt des Vereinigten Königreiches im Rahmen des „Brexits“ wurde die Anzahl der ursprünglichen Mandate von 751 auf zwischenzeitlich 705 reduziert, mit der kommenden Wahl steigt die Anzahl wieder auf 720. Die meisten Europaabgeordneten wählt 2024 Deutschland (96) vor Frankreich (81) und Italien (76). Die wenigsten Zypern, Luxemburg und Malta (je 6).</p>
<h3>Was passiert nach der Wahl?</h3>
<p>Auch wenn die Wahl von nationalen politischen Parteien bestritten wird, schließen sich die Abgeordneten des Europäischen Parlaments nach ihrer Wahl meist einer transnationalen politischen Gruppierung an – sogenannten Fraktionen. Diese vertreten gemeinsame Werte, Konzepte und Ideale. Sie sind nicht nach Staatsangehörigkeit organisiert, sondern schließen sich nach politischer Zugehörigkeit zusammen. Jede Fraktion besteht aus mindestens 23 Abgeordneten aus mindestens einem Viertel der EU-Länder. Aktuell gibt es im Europäischen Parlament sieben Fraktionen:</p>
<ul>
<li>  Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten)</li>
<li>  Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament</li>
<li>  Renew Europe Group</li>
<li>  Fraktion der Grünen/Freie Europäische Allianz</li>
<li>  Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer</li>
<li>  Fraktion Identität und Demokratie</li>
<li>  Fraktion die Linke im Europäischen Parlament – GUE/NGL</li>
</ul>
<p>(Einige Abgeordnete gehören übrigens auch keiner solchen Gruppierung an – sie gelten als fraktionslos.)</p>
<p>Nach der Wahl arbeiten die gewählten Abgeordneten daran, die bereits erwähnten Fraktionen zu bilden. Während der ersten Plenartagung, bei der alle Abgeordneten zusammenkommen, wählt das neue Parlament einen Präsidenten oder eine Präsidentin. In einer weiteren Sitzung wird das Parlament den neuen Präsidenten respektive die neue Präsidentin der Europäischen Kommission wählen und später das gesamte Kollegium der Kommissionsmitglieder prüfen und bestätigen. Und dann beginnt das politische Tagesgeschäft.</p>
<p>Die Legislaturperiode dauert fünf Jahre. Das nächste Mal schreitet Europa dann also 2029 wieder zur Wahlurne.</p>
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		<title>Druck, Einsamkeit und Verzicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Manuel Tonezzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Apr 2024 10:30:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele eifern dem Wunsch nach, Fußballprofi zu werden. Es ist der beliebteste Berufswunsch unter Kindern. Allerdings geben sie ihn öfter auf, als sie ihn verfolgen. Denn er wird nur kurz&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Viele eifern dem Wunsch nach, Fußballprofi zu werden. Es ist der beliebteste Berufswunsch unter Kindern. Allerdings geben sie ihn öfter auf, als sie ihn verfolgen. Denn er wird nur kurz Wirklichkeit.</span></div>
<p><span id="more-20542"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Sie sind die Rockstars unserer Zeit. Millionen von Kindern in hunderten von Ländern eifern ihnen fast täglich nach, jubeln ihnen zu und wollen irgendwann genauso werden wie ihre großen Idole. Fußballprofis. Sie spielen in ausverkauften Stadien, erzielen Traumtore und werden von einem riesigen Publikum gefeiert. Dass dieser Traum nie Realität wird, ahnen sie dabei noch nicht. Denn der Weg dorthin ist nicht nur äußerst steinig, sondern mit wesentlich mehr verbunden als nur Talent, Leidenschaft und Liebe zum Sport. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Beim Österreichischen Fußballbund sind aktuell über 200.000 aktive Spieler:innen registriert. Davon jagen rund 125.000 Kinder und Jugendliche in tausenden Nachwuchsmannschaften Woche für Woche dem Ball nach. Beruflich übten 2021 in Österreich allerdings nur 1.375 Menschen den Sport aus, so eine Statistik von statista.de. Also weniger als ein Prozent. Eine durchaus geringe Quote, besonders in Anbetracht dessen, wie populär der Fußball hierzulande ist und wie viele Jugendliche – zumindest für eine gewisse Zeit – nach der großen Karriere streben. Grund dafür ist, dass die talentiertesten Kinder im Laufe ihres Lebens meist einer sogenannten „Fußball-Akademie“ beitreten müssen, um dem Traum vom späteren Profi-Dasein überhaupt nacheifern zu können. Davon gibt es in Österreich aktuell 16 Stück – 15 für Männer, eine für Frauen. Sie koordinieren den Fußball mit der Schule und bestimmen ab dem Beitritt das Leben ihrer Auszubildenden. Im Schnitt schafft dabei meist nur ein Talent pro Jahrgang den Sprung in die Bundesliga, viele Spieler:innen bleiben derweil auf der Strecke.</span></p>
<h3><strong>Die harte Realität</strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Um die geringe Chance dennoch zu ergreifen, bedeutet dies für viele Kinder und Jugendliche oft den frühen Schritt aus dem Elternhaus und den Wechsel in ein anderes Bundesland – gelegentlich sogar ins Ausland. Dabei müssen sie früh lernen, Verantwortung zu übernehmen und mit Hindernissen umzugehen, auf die sie nicht vorbereitet wurden. So sehen sie sich auf dem Platz tagtäglich mit Druck, Konkurrenzkampf und Aufopferung konfrontiert. Und abseits davon häufig mit Einsamkeit und Verzicht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Sie leben meist ein anderes Leben als ihre Freunde. Stehen täglich auf dem Fußballplatz und am Wochenende nicht in Clubs oder Bars. Sie leben in Internaten, fern von Familie und Bekannten und ordnen ihrem Traum alles unter. Ohne die Garantie, dass der Aufwand und die Mühen später belohnt werden. Eine mentale Belastung, die nicht minder herausfordernd ist als die körperliche. Weil ein falscher Schritt, eine ungünstige Entscheidung oder ein kleiner Fehler den Traum sofort platzen lassen könnten. Die Angst vor dem Aus ist dabei omnipräsent und zieht sich den Aussagen vieler Fußballprofis zufolge auch über die gesamte Karriere hinweg durch.</span></p>
<h3><strong>Das Leben danach </strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Zu präsent sind die Geschichten um hochgejubelte Talente und Spieler:innen, die es augenscheinlich bereits geschafft hatten. Die zu den Besten der Besten zählten, anschließend aber doch gescheitert sind. Weil Talent und Hingabe nicht allein entscheidend sind, und auch physische Voraussetzungen und allen voran Glück eine essenzielle Rolle einnehmen. Dazu kommen noch die subjektiven Einschätzungen von Trainer:innen und Nachwuchsleiter:innen, die den Traum maßgeblich beeinflussen und schon für viele Talente das Ende bedeuteten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Diese sehen sich anschließend mit einem für sie unbekannten Leben konfrontiert, in dem nicht mehr für alles gesorgt ist und in dem die Leidenschaft plötzlich wieder zur Nebenfigur verkommt. In dem die schulischen Leistungen von Bedeutung sind und der Schritt ins Arbeitsleben kurz bevorsteht. Eine Phase, in der sich laut den Aussagen mehrerer Sportpsychologen viele Athlet:innen oft mit mentalen Problemen konfrontiert sehen. Mit Vorwürfen an die eigene Person, Selbstzweifel, Existenzängsten und allen voran dem Gefühl des „Gescheitertseins“. Sie haben Jahre „verschwendet”. Nichts erreicht. Sagen sie sich dann.</span></p>
<h3><strong>Bessere Vorbereitung auf den Fall X </strong></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Sportpsycholog:innen sprechen sich deswegen häufig für eine umfangreichere psychologische Betreuung der Nachwuchstalente und eine bessere Vorbereitung auf den doch realistischen Fall X aus, dass der Schritt eben nicht klappt. So erhalten die Spieler:innen in einer Akademie zwar schulische Betreuung, an deren Ende auch die Matura steht, haben mit der Arbeitswelt bis dahin aber noch keine Berührungspunkte gesammelt. Genauso fordern einige auch eine Anlaufstelle für Aussortierte, an welche diese sich wenden können, um mentalen Problemen nach dem Aus vorzubeugen. Auch das Leben des talentiertesten Fußballspielers sollte nicht darauf reduziert werden, ob sein Potential genutzt, sein Traum erreicht wurde. Denn auch wenn dieser platzt, gibt es noch genügend Zeit für weitere. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Fußballprofi zu sein, erscheint auf den ersten Blick wie der Traumberuf schlechthin. Viel Geld, schöne Urlaube, Massen an Fans. Dabei fristet der harte und lange Weg dorthin meist nur ein Schattendasein und wird von außen nur minder wahrgenommen. Ebenso wie die 99 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die es nicht in den Profibereich geschafft haben. Sie sind deswegen aber keineswegs gescheitert, sondern eifern fortan lediglich anderen Träumen nach.</span></p>
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		<title>Europa rückt nach rechts – und wählt 2024</title>
		<link>https://www.unipress.at/politik/europa-rueckt-nach-rechts-und-waehlt-2024-redigiert/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Manuel Tonezzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Nov 2023 11:30:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Politisch rechte Parteien sind in Europa aktuell so erfolgreich wie schon lange nicht mehr. Dies könnte Konsequenzen für die kommende EU-Wahl haben. Dass sich der politische Wind in Europa derzeit&#8230;</p>
<p>The post <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at/politik/europa-rueckt-nach-rechts-und-waehlt-2024-redigiert/">Europa rückt nach rechts – und wählt 2024</a> appeared first on <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at">UNIpress</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up" style="font-weight: 400;">Politisch rechte Parteien sind in Europa aktuell so erfolgreich wie schon lange nicht mehr. Dies könnte Konsequenzen für die kommende EU-Wahl haben.</div>
<p><span id="more-20073"></span></p>
<p style="font-weight: 400;">Dass sich der politische Wind in Europa derzeit nach rechts dreht, lässt sich wohl nur schwer abstreiten. In Italien gingen im Jahr 2022 die jetzige Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und ihre rechtsextreme Partei „Fratelli d’Italia“ als klare Sieger hervor, in Finnland sitzt die rechtspopulistische Partei „Die Finnen“ mit in der Regierung. In Frankreich setzte sich Präsident Emmanuel Macron nur knapp vor der rechtspopulistischen Marine Le Pen durch, bei den Parlamentswahlen in der Schweiz zeichnete sich im vergangenen Oktober ein deutlicher Sieg der nationalkonservativen schweizerischen Volkspartei (SVP) ab.</p>
<p style="font-weight: 400;">Und auch im Nachbarland Deutschland verzeichnet die „AfD“, deren Landesverband in Sachsen-Anhalt von der Verfassungsschutzbehörde als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft wurde, Umfragewerte in Rekordhöhe. So wurde die Partei bei den Landtagswahlen in Bayern beispielsweise von 14,6 Prozent der Wähler:innen gewählt und verzeichnete damit nicht nur eine neue Bestmarke, sondern auch eine Platzierung vor den Grünen, der SPD sowie der FDP – und damit sämtlichen Parteien in der Bundesregierung.</p>
<p style="font-weight: 400;">Um den Trend zu beobachten, benötigt es allerdings nicht einmal den Blick ins Ausland, denn auch bei uns in Österreich liegt die FPÖ in verschiedenen Umfragen seit Monaten auf dem ersten Platz. Eine von der Zeitung „Der Standard“ in Auftrag gegebene Umfrage im letzten September sah die Partei mit 29 Prozent an der Spitze und damit vor SPÖ (24 Prozent), ÖVP (22 Prozent) und den Grünen (10 Prozent).</p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Krisen als Nährboden</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;">Als Ursache für diesen europaweiten Aufschwung werden von Expert:innen unterschiedliche Gründe ausgemacht. Allen voran ist dieser aber den unsicheren und krisenreichen Zeiten geschuldet, die als idealer Nährboden für Parteien fungieren, die das bestehende System stark anzweifeln und eben hauptsächlich aus der rechten Riege stammen. Diese Parteien offerieren ein Gegenangebot, versprechen mit diesem eine vollumfängliche Besserung der Umstände und einen Wandel.</p>
<p style="font-weight: 400;">Damit geht oft auch eine Art Europafeindlichkeit einher, die insbesondere angesichts der bevorstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament im kommenden Juni eine Rolle spielen könnte. Rechte Parteien nehmen nämlich trotz ihrer Abneigung gegenüber der Europäischen Union an dieser teil. Allerdings nicht, um das Europäische System oder die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten zu verbessern, sondern um dieses gar zurückzudrängen und den Fokus wieder vermehrt auf eine klare Abgrenzung zwischen den einzelnen Mitglieder zu legen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Ersten Umfragen zufolge soll die rechtsextreme Fraktion „Identity and Democracy“ (ID), zu der unter anderem die AfD und die FPÖ gehören, ebenso wie die Rechtsfraktion „die Europäischen Konservativen und Reformer (EKR)“ dann mehrere Sitze dazugewinnen. Womit diese Umfragen ein Spiegelbild der aktuellen Situation in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union abgeben und den Trend quasi bestätigen.</p>
<h2>Wahl in Polen als (Gegen-)Beispiel</h2>
<p style="font-weight: 400;">Dass die Situation aber etwas komplexer ist und eine Regierung mit rechten Parteien trotz starker Umfragewerte und Wahlergebnisse nicht fix ist, zeigt die vergangene Parlamentswahl in Polen, die erst im Oktober stattfand. Bei dieser war die nationalkonservative PiS zwar die stärkste Kraft, sie verfehlte allerdings deutlich eine Mehrheit. Und auch wenn deren Ministerpräsident Mateusz Morawiecki vom polnischen Präsidenten Andrzej Duda zur Regierungsbildung beauftragt wurde, wird er diese Mission nicht erfolgreich bewältigen können. Weil ihm mit dem oppositionellen Dreierbündnis, bestehend aus der liberalkonservativen Bürgerkoalition (KO), dem christlich-konservativen Dritten Weg (14,4 Prozent) und dem Linksbündnis Lewica (8,61 Prozent) eine Gegenbewegung gegenübersteht, die bereits einen Koalitionsvertrag unterzeichnet hat und damit als Sinnbild für andere Länder oder gar die Europawahl stehen könnte.</p>
<p>Zu erwähnen ist an dieser Stelle auch die spanische Parlamentswahl aus dem vergangenen Juli, in welcher die konservative Partei „PP&#8221; zwar ebenfalls die meisten Stimmen sammeln konnte, aufgrund eines (umstrittenen) Zusammenschlusses der sozialistischen Partei „PSOE&#8221;, des Linksbündisses „Sumar&#8221; und der Stimmen katalanischer und baskischer Separatisten dennoch nicht an die Macht kam.</p>
<h2>Systemkritik als Hindernis</h2>
<p>Ein Fall, der keine Ausnahme bildet und vielerorts zur Normalität werden könnte. Weil politisch rechte Parteien in ihren Ansichten oft so extrem agieren, fehlt ihnen bei einer nicht erreichten absoluten Mehrheit nämlich oft der nötige Koalitionspartner. Andere Parteien mit unterschiedlichen Ansichten könnten sich dann gar verbünden, um eine Regierung dieser Parteien zu verhindern.</p>
<p>So wurde beispielsweise auch in Österreich und Deutschland bereits von einigen Parteien eine mögliche Zusammenarbeit mit FPÖ respektive AfD ausgeschlossen. Vor allem der umstrittene FPÖ-Chef Herbert Kickl ist für Parteien ein Ausschlusskriterium. Wodurch rechte Parteien mitsamt ihren extremen und systemkritischen Ansichten womöglich ihr eigener und damit größter Gegner sein könnten.<strong> </strong></p>
<h2>Kommende Wahltermine im Überblick</h2>
<p>17. Dezember 2023: Parlamentswahl in <strong>Serbien</strong></p>
<p>10. März 2024: Parlamentswahl in <strong>Portugal</strong></p>
<p>16. April 2024: Präsidentschaftswahl in der <strong>Slowakei</strong></p>
<p>Frühjahr: Parlamentswahl in <strong>Belgien</strong></p>
<p>6. Juni 2024: Wahl zum <strong>Europäischen Parlament</strong> (Europawahlen)</p>
<p>Sommer 2024: Parlamentswahlen in <strong>Kroatien</strong></p>
<p>Herbst 2024: Nationalratswahlen in <strong>Österreich</strong></p>
<p>Oktober 2024: Parlamentswahl in <strong>Georgien</strong></p>
<p>Winter 2024: Präsidentschaftswahl in <strong>Kroatien</strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Warum wir Atomkraftwerke (nicht) benötigen</title>
		<link>https://www.unipress.at/wissenschaft/warum-wir-atomkraftwerke-nicht-benoetigen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Manuel Tonezzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Oct 2023 10:30:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Einsatz von Atomkraftwerken zur Energiegewinnung polarisiert. Denn während einige in diesem die Lösung in der Eindämmung des Klimawandels sehen, sind sie für andere doch nicht mehr als eine tickende&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Der Einsatz von Atomkraftwerken zur Energiegewinnung polarisiert. Denn während einige in diesem die Lösung in der Eindämmung des Klimawandels sehen, sind sie für andere doch nicht mehr als eine tickende Zeitbombe.<span id="more-19860"></span></div>
<p>Wird über die Möglichkeiten zur Energiegewinnung diskutiert, so fällt immer wieder der Begriff des Kernkraftwerks. Die Atomkraft als Möglichkeit zur Energiegewinnung sorgte in der Vergangenheit zwar immer wieder für Kontroversen – in Österreich wurde, wie allgemein bekannt, im Jahr 1978 gar eine Volksabstimmung über die Inbetriebnahme eines solchen Kraftwerks durchgeführt. Die Kernkraft soll der Meinung zahlreicher Expert:innen zufolge allerdings eine der Lösungen sein, sich von der Nutzung fossiler Brennstoffe zu entfernen, und eine klimafreundlichere Alternative darstellen.</p>
<h3>Abkehr von fossilen Brennstoffen</h3>
<p>Um den Klimawandel einzudämmen, bedarf es einer erheblichen Reduktion der CO2-Emissionen, an deren Ende eine Minimierung des Ausstoßes von Netto-Treibhausgasen auf die Zahl Null steht. Zum Vergleich: Im Jahr 2021 wurden weltweit mehr als 37 Millionen Tonnen CO<sub>2</sub> ausgestoßen, wovon die Mehrheit aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe stammte – also einer Energiequelle, die nicht erneuerbar ist. Um diese starke Abhängigkeit zukünftig zu schmälern, benötigt es nun Alternativen, um den Energiebedarf weiterhin – allerdings auf klimaschonendere Weisen – zu deckeln. Neben erneuerbaren Energien, zu welchen beispielsweise Wasserkraft, Windenergie und Geothermie zählen, wird deswegen immer wieder auf die Option der Kernkraftwerke verwiesen.</p>
<p>Energie gewinnen diese durch einen Prozess der kontrollierten Kernspaltung. Größere Kernkraftwerke, wie sie in den meisten Ländern vorzufinden sind, bestehen meist aus mehreren Blöcken, die voneinander unabhängig elektrischen Strom erzeugen. Mit der Alternative der Kernkraftwerke zur breiteren Energiegewinnung ist auch eine breitere Elektrifizierung verschiedener Sektoren notwendig, damit diese anschließend von dem gewonnenen Atomstrom profitieren könnten. Hier sind unter anderem Elektromotoren oder Elektroboiler zu nennen, die zwar schon existieren, denen aktuell jedoch noch vermehrt die durch fossile Brennstoffe betriebene Alternative vorgezogen werden.</p>
<h3>Klimaschonende Produktion und konstanter Energielieferant</h3>
<p>Gelingt dieser Umstieg, so gilt die Atomkraft, neben der Wasser- und Windenergie, als vielversprechendstes Mittel. Dafür spricht vor allem die klimaschonende Produktion der Energie, da Strom bereits mit niedrigem Treibhausgasausstoß gewonnen werden kann. Gelungen ist dieser Wandel bereits in Frankreich, wo lediglich zehn Prozent des Stroms aus fossilen Brennstoffen stammen und der Rest aus Atomenergie (67 Prozent) sowie aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Dadurch zeigt sich, dass Atomenergie als Quelle auch im großen Rahmen als konstanter und zuverlässiger Energielieferant funktionieren kann. Dazu kommt der bereits erwähnte, sich quasi auf den Faktor Null belaufende Beitrag an Treibhausgasausstoßen in der Energieproduktion, der das Potential hat, fossile Brennstoffe zukünftig obsolet zu machen. Dazu sind Kernkraftwerke im Betrieb, verglichen mit anderen Energielieferanten, relativ günstig und durch technischen Fortschritt stetigen Optimierungen sowie Weiterentwicklungen unterlegen.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;"><strong>Katastrophen als Mahnmal</strong></span></h3>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Doch so positiv einige Aspekte von Kernkraftwerken sein mögen, so sehr bringen diese auch eine Vielzahl an Negativpunkten mit. Dabei sticht zweifelsohne die von ihnen ausgehende Gefahr hervor, die in der jüngeren Vergangenheit bereits des Öfteren unter Beweis gestellt wurde. Zu erwähnen sind hier nicht nur die Katastrophen in Tschernobyl und Fukushima, sondern auch die aktuell brenzlige Lage im Ukraine-Krieg, in dessen Konfliktfeld auch immer wieder die dortigen Atomkraftwerke geraten. Die Gefahr geht somit nicht nur von menschlichen Fehlern, sondern auch von unvorhersehbaren Naturkatastrophen, Kriegen und terroristischen Akten sowie technischen Komplikationen aus, die durch die teils veralteten Reaktoren sowie die Schwierigkeit deren Reparatur stets gegeben sind. Dazu kommt, dass eventuelle Unfälle nicht nur Auswirkungen für die nähere Umgebung haben, sondern auch in einem weitaus größeren Radius, und die betroffene Region zudem langfristig heftiger Strahlung ausgesetzt ist. So ist das Gebiet um Tschernobyl aufgrund der dortigen Strahlenexposition als Sperrzone auch 37 Jahre nach der Katastrophe nicht bewohnbar. Wann in der Region sicheres Leben wieder möglich ist, ist unklar.</span></p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Atommüll birgt Risiken</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Zudem ist der Energiebetrieb eines solchen Kraftwerks zwar selbst klimaneutral, der Abbau des dafür nötigen Urans ist es jedoch nicht. Die Brennstoffaufbereitung sowie die Ungewissheit ob der Entsorgung der abgenutzten Brennstäbe tragen ebenfalls ihren Teil zum Umweltrisiko bei. Das bereits erwähnte Uran ist dazu begrenzt, wodurch die Kapazität beschränkt ist und Atomkraftwerke selbst ein Ablaufdatum haben. Zu erwähnen ist selbstverständlich auch der zu entsorgende Atommüll, also radioaktiver Abfall, der zwar kurzfristig in Abklingbecken oder Zwischenlagern aufbewahrt werden kann, langfristig aber ein isoliertes Endlager benötigt, damit durch die Strahlung keine Gefahr für Menschen und Umwelt besteht. Technologie und Ansätze für das Recycling des Atommülls sind wohl schon gegeben, bedürfen allerdings noch der Entwicklung und Optimierung, um eine tatsächlich relevante Option zu werden. Der selbstständige Abbau der im Atommüll befindlichen Produkte, darunter beispielsweise Plutonium-239, ist darüber hinaus keine Option – dieses verfällt nämlich erst nach in etwa 24.000 Jahren zu schwach-radioaktivem Uran, welches mit einer Halbwertszeit von über 700 Millionen Jahren über einen langen Zeitraum weiter strahlt.</span></p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Atomkraftwerke per Gesetz verboten</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Dazu dauert der Bau eines Kernkraftwerks mitsamt der Planungsphase  in der Regel zwischen zehn und 15 Jahren. Eine lange Zeit, die uns in der Bekämpfung des Klimawandels womöglich nicht mehr bleibt. Der Zwentendorf-Abstimmung folgend existiert in Österreich zudem seit 1978 das Atomsperrgesetz, das den Bau sowie die Inbetriebnahme von Kernkraftwerken im ganzen Land verbietet – und etwaige Gedankenspiele damit recht nichtig macht.</span></p>
<p><br style="font-weight: 400;" /><br style="font-weight: 400;" /></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Gefilterte Schönheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Manuel Tonezzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jun 2023 10:30:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Soziale Medien verändern unser Bild von Schönheit. Ob wir wollen oder nicht. Die in sozialen Medien dargestellte Welt hat nur wenig mit der Realität gemein – ein Fakt, der in&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="s4 subtitle_up">Soziale Medien verändern unser Bild von Schönheit. Ob wir wollen oder nicht.</div>
<p><span id="more-19659"></span></p>
<p>Die in sozialen Medien dargestellte Welt hat nur wenig mit der Realität gemein <span class="s5"><span class="bumpedFont15">– </span></span>ein Fakt, der in unserer Gesellschaft durchweg als Tatsache gilt. Die Kluft zwischen dem virtuellen und dem echten Bild unser selbst wird zunehmend größer und dennoch gelingt es Instagram, Facebook &amp; Co. immer wieder, Nutzer:innen zu täuschen und in ihrer trügerischen Welt aus Bildern und Videos zu verschlucken. Insbesondere Menschen zwischen 14 und 29 Jahren gelten dafür als besonders anfällig.</p>
<p>Laut einer 2022 veröffentlichten Studie des Vereins „Media Server“ verbringen Personen dieses Alters täglich etwa 420 Minuten im Internet, wobei der größte Teil davon auf Social Media entfällt&#8230; Dort teilen, liken, posten und kommentieren sie, werfen aber vor allem kritische Blicke auf die Körper anderer – und gleichzeitig auf den eigenen.</p>
<p>Sie vergleichen sich, manchmal bewusst, aber noch häufiger unbewusst. Mit jedem weiteren in die Timeline gespülten Bild oder Video entwickelt sich ein Schönheitsideal, das der Perfektion nicht näher sein könnte und dem augenscheinlich und insbesondere durch die Wirkung von Algorithmen als Multiplikatoren auch die meisten Personen auf den jeweiligen Plattformen zu entsprechen scheinen. Wer schön ist, ist meist auch erfolgreich, führt ein glamouröses Jetset-Leben und kann sich vor Fashion-Shows und Werbeangeboten von Luxus-Marken kaum noch retten. Schöne Menschen sind umgeben von schönen Menschen, insgesamt wirkt alles frei von jeglichen Makeln, nur man selbst scheint nicht so wirklich in diese perfekte Welt zu passen.</p>
<h2>Mehr Schein als Sein</h2>
<p>Dabei vergessen viele, dass diese Darstellung von Perfektion mehr Schein als Sein ist. Sie verfügt über die Macht, unser Bild von Schönheit und allen damit einhergehenden Aspekten nachhaltig zu verändern. Mit diesem Perfektionismus geht auch der Drang einher, stets auf der Suche nach Verbesserungen zu sein, mit einem ewigen Gefühl der Unvollkommenheit, das über natürliche Wege nur selten befriedigt werden kann. Als Umweg dient häufig eine Symbiose aus Bildbearbeitungsprogrammen und Filtern, die in kürzester Zeit ein Idealbild erschaffen und die eigenen Fotos einwandfrei in die Social-Media-Welt eingliedern kann.</p>
<p>Die Haut soll auf den Fotos heller aussehen? Oder doch etwas dunkler? Die Lippen sind zu dünn? Die Nase zu klein? Der Pickel auf der Stirn doch etwas zu groß? All diese „Probleme“ lassen sich mit Filtern innerhalb von Sekunden beheben und machen es für Nutzer:innen selbst auf den zweiten Blick schwer ersichtlich, ob es sich um ein bearbeitetes oder natürliches Foto handelt. Es gibt wenig, was Filter nicht können, aber umso mehr, was sie anrichten können. Auch, da sie das eigene Selbstwertgefühl durch die suggerierte Makellosigkeit meist nicht einmal verbessern – weil sich die Personen doch darüber bewusst sind, dass die Realität eine andere ist.</p>
<p>Durch permanentes Vergleichen und den von sozialen Netzwerken ausgehenden Druck nach Schönheit und Vollkommenheit können nämlich durchaus auch psychische Probleme entstehen. Bestätigt wurde dies beispielsweise durch die Etablierung der sogenannten „Selfie-Dysmorphie&#8221;, die inzwischen als Krankheit anerkannt wurde. Forscher der Boston University School of Medicine beschrieben dieses Phänomen zu Beginn des Jahres 2018 als „Snapchat-Dysmorphia“, weiteten den Begriff später jedoch aus. Konkret leitet sich die Bezeichnung von „Dysmorphophobie“ ab, einer Störung der Wahrnehmung des eigenen Körpers, bei der sich Betroffene unschön, oft sogar enstellt fühlen und deren Gedanken sich unentwegt um ihr Aussehen und dem stundenlangen Suchen nach vermeintlichen Fehlern und Makeln, die objektiv nicht als solche zu erkennen sind, drehen. Erkennbar machen sich diese Zweifel in bestimmten Verhaltensweisen, unter anderem durch häufiges Betrachten im Spiegel, Kratzen und Zupfen an der Haut, aber auch ständiges Vergleichen.</p>
<h2>Schwerwiegende Konsequenzen</h2>
<p>„Selfie-Dysmorphie&#8221; vereint diese Aspekte, allerdings mit dem Zusatz, dass für die ständige Unzufriedenheit über das Äußere vor allem der Vergleich mit Filtern und Effekten, deren Idealbild ohnehin unerreichbar ist, ursächlich ist. Eine im Internet vorgelebte Realität, die so nicht existiert. Diese Symptome können für Betroffene des Öfteren auch schwerwiegende Folgen nach sich ziehen und in Depressionen, sozialem Rückzug und auch Suizid gipfeln. Nicht selten unterziehen sich Leidtragende auch speziellen Eingriffen, in der Hoffnung, der Obsession dadurch zu entfliehen.</p>
<p>Laut Forschern funktioniert dies jedoch nur selten und führt meist eher dazu, dass sich entsprechende Komplexe gar verschlimmern. Sie sehen die Lösung vor allem in Gesprächen, Verhaltenstherapien und einer besseren Aufklärung, nicht aber in chirurgischen Eingriffen.</p>
<p>Schönheitsoperationen, die den Schein des Internets schließlich in die Realität übertragen sollen, nehmen laut Experten und Statistiken seit einigen Jahren stetig zu und haben ein Maß an Popularität erlangt wie nur selten zuvor. Auch, weil in sozialen Medien vermehrt von ihnen geschwärmt wird und sie dort als Ausweg für alles gelten. Schönheitsoperationen werden auf Instagram &amp; Co. vor einem (meist jungen) Publikum vermarktet und beworben, als wären sie keine medizinisch (hoch-)riskanten Eingriffe, sondern das Normalste der Welt. Etwas Alltägliches, das jede:r einfach in Anspruch nehmen könnte, wenn irgendetwas am eigenen Körper stört. Dabei wird jedoch nur selten über die Risiken solcher Eingriffe aufgeklärt, im Fokus steht meist nur das Ergebnis. Dieses wird mit Vorher-Nachher-Vergleichen nochmal besonders in den Vordergrund gestellt und dient damit für nicht wenige als positives Beispiel für die Sinnhaftigkeit solcher Eingriffe.</p>
<p>Dabei ist es genau dieser als selbstverständlich und unproblematisch deklarierte Schönheitsdrang, der unser Bild und Denken nicht nur verändert, sondern auch entfremdet. Der Schönheit nicht nur auf den ästhetischen Aspekt reduziert, sondern auch mit Erfolg, Glück und Reichtum, gar einem Lifestyle gleichgesetzt. Ein Drang, der immer weiter wächst <span class="s5"><span class="bumpedFont15">– </span></span>und der ohne Social-Media in dieser Form vermutlich nicht existieren würde.</p>
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		<title>Wieso Klimaaktivist:innen recht haben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Manuel Tonezzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Apr 2023 10:30:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wo immer Klimaaktivist:innen Thema werden, sind hitzige Diskussionen angesagt. Doch bei all den Debatten um ihre Aktionen und ihr Wirken ist zumindest eins gewiss: Sie haben recht. Dienstagabend. Die deutsche&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Wo immer Klimaaktivist:innen Thema werden, sind hitzige Diskussionen angesagt. Doch bei all den Debatten um ihre Aktionen und ihr Wirken ist zumindest eins gewiss: Sie haben recht.</div>
<p><span id="more-19142"></span></p>
<p style="font-weight: 400;">Dienstagabend. Die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer sitzt im Studio der Puls4-Show „Pro und Contra“ und zerpflückt mit spielerischer Leichtigkeit jede noch so nichtssagende Phrase und sämtliche kleingeistigen Argumente der nur wenig jugendlichen Jugend-Staatssekretärin Claudia Plakolm. Neubauer ist dabei sachlich, bleibt faktenbasiert und liefert Argumente, die nur schwer zu entkräften sind. Wer diese Diskussion mitbekommen hat? Zumindest in der breiten Masse nur wenige.</p>
<h2>Das Streben nach Aufmerksamkeit</h2>
<p style="font-weight: 400;">Falls man sich also fragt, wieso Klimaaktivist:innen zu Methoden wie Sitzstreiks, Demonstrationen oder den heftig diskutierten Klebe-Aktionen greifen, dann ist diese Diskussion wohl die passende Antwort darauf.  Wird sachlich argumentiert und aufgeklärt, sorgt das nämlich für wesentlich weniger Aufmerksamkeit, als es sämtliche andere Vorgangsweisen tun. Dies bedeutet nun im Umkehrschluss nicht, dass diese Aktionen deswegen allesamt zielführend, richtig und angebracht sind, variieren sie doch sehr in Art und Wirkung, bedeutet aber, dass diese zumindest ein größeres Publikum erreichen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Aufmerksamkeit, die in der Klima-Frage eine zentrale Rolle spielt. Nun kann man natürlich über eben diese Aktionen diskutieren, ihren Sinn und ihre Effizienz ergründen (was allerdings schon zu genüge getan wurde), muss sich zeitgleich aber auch die Frage stellen, was Menschen überhaupt dazu veranlasst, zu solchen Maßnahmen zu greifen?</p>
<h2>Spiel mit der Zukunft</h2>
<p style="font-weight: 400;">Hierbei spielt insbesondere die Empathie eine große Rolle. Denn genauso wie Autofahrer:innen zu verstehen sind, die aufgrund der Klebe-Aktionen in den daraus resultierenden Staus viel Zeit verlieren , gilt es auch, sich in die Aktivist:innen hineinzuversetzen. Diese protestieren nämlich nicht, weil sie daran unglaublichen Spaß haben oder dadurch ihren Lebensunterhalt finanzieren. Auch nicht für Ruhm und Ehre, denn großteils schlägt ihnen bekanntlich heftige Kritik entgegen. Sie protestieren, weil sie offensichtlich recht haben.</p>
<p style="font-weight: 400;">Weil die Fakten auf dem Tisch liegen, ihre Anliegen auf einer fachlichen Grundlage basieren und die Zukunft auf dem Spiel steht. Sie protestieren, weil sie in Diskussionsrunden immer noch mit wissenschaftsfeindlichen und realitätsverweigernden Menschen konfrontiert werden. Weil uns die Klimakatastrophe mitsamt ihren Auswirkungen vor der eigenen Nase präsentiert wird. Weil der Klimawandel von manchen weiterhin geleugnet wird, obwohl er doch schon von zahlreichen Expert:innen belegt wurde (u.a. Klaus Hasselmann, Träger des Physik-Nobelpreises).</p>
<p style="font-weight: 400;">Weil viele weiterhin das Offensichtliche leugnen und lediglich damit glänzen, dass sie den Unterschied zwischen Wetter und Klima immer noch nicht verstanden haben. Weil Parteien für Stimmenfang entgegen ihres eigenen Leitbilds handeln und der nahen Zukunft deutlich mehr Bedeutung beigemessen wird als der fernen. Weil Menschen nicht dazu bereit sind, die Fehler ihres Tuns einzugestehen und auf etwas Luxus zu verzichten.</p>
<h2>Moralische Vertretbarkeit</h2>
<p style="font-weight: 400;">Man mag von den Aktionen der Aktivist:innen nicht überzeugt sein und man kann sie selbstverständlich auch kritisieren. Man darf zeitgleich aber nicht vergessen, dass sich diese Menschen für eine Zukunft einsetzen, von der nicht nur sie allein – sondern auch ihre Kritiker:innen – profitieren. Man darf auch nicht vergessen, dass der Einsatz für die Rettung des Planeten zumindest moralisch richtig ist. Und man darf auch nicht vergessen, dass diesen Menschen, trotz Argumenten und immer deutlicheren Beweisen, weiterhin zu wenig Gehör geschenkt wird.</p>
<p style="font-weight: 400;">Und wenn all das nicht mehr reicht, um Aufmerksamkeit auf ein Thema zu lenken, dem offenkundig nicht jene Wichtigkeit beigemessen wird, die es verdient hätte, welche Möglichkeiten bleiben sonst? Wer Klimaaktivist:innen ernsthaft mit Terroristen vergleicht, der sollte wohl etwas weniger Zeit auf Telegram verbringen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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