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	<title>Johann Katzlinger, Autor bei</title>
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	<description>Das offizielle Magazin der ÖH Innsbruck</description>
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		<title>Ich bin ein Erasmus-Baby</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Katzlinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 May 2021 14:55:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit 1987 sind 1.000.000 Kinder aus Erasmus-Beziehungen entstanden und 27% aller Erasmus-Studierenden finden die Liebe des Lebens im Erasmus-Semester. Ein etwas anderer Erfolgsbericht des Erasmus-Programms. Wir befinden uns in den&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Seit 1987 sind 1.000.000 Kinder aus Erasmus-Beziehungen entstanden und 27% aller Erasmus-Studierenden finden die Liebe des Lebens im Erasmus-Semester. Ein etwas anderer Erfolgsbericht des Erasmus-Programms.</div>
<p>Wir befinden uns in den 80ern, als ein spätsommerlicher Abend in der französischen Uni-Stadt Clermont-Ferrand gerade seinen gemütlichen Ausklang findet. Drei der zehn Lieder in den Bravo Jahrescharts zuhause in Österreich sind von Nena, Wham! hat gerade „Wake Me Up Before You Go Go“ herausgebracht und Studierende überall auf der Welt tragen die Haare zu lang und die Kleidung zu groß. Ein Tiroler Student aus dem Pitztal ist hier in Frankreich gerade auf Auslandsjahr und sitzt gemeinsam mit seinen internationalen Uni-Freunden auf der Wiese vor der Uni. Auch dabei ist eine Austauschstudentin aus Schottland. Er kann recht gut Englisch, sie passabel Deutsch – das wissen sie nicht, also sprechen sie Französisch, weil ihnen gesagt wurde, dass man das auf Erasmus halt so macht. Der Abend ist jung, das Auslandsjahr auch. Beide wissen an jenem Sommerabend noch nicht, dass sie eines Tages Eltern von zwei der 1.000.000 heutigen Erasmus-Babys werden.</p>
<p>Genau wie meine eigenen Eltern haben sich seit Beginn des Erasmus-Programms abertausende Paare im Ausland kennengelernt. Diejenigen unter euch, die bereits im Ausland waren, mag das bestimmt nicht überraschen, heißt es doch über Auslandsjahre oder -semester immer, dass dort eine ganz andere, viel lockerere Atmosphäre herrscht, wo Begegnungen gesucht, Freundschaften und eben auch Liebschaften gefunden werden. Doch kann es wirklich sein, dass in 32 Jahren eine Million Kinder während des Auslandsaufenthalts entstanden sind?</p>
<h3>Was ist Erasmus+ eigentlich?</h3>
<p>Bevor wir uns nun mit den überraschend fruchtbaren Nebenwirkungen des Erasmus-Programms befassen, hier ein kurzer „Erasmus-Crashkurs“: Das Erasmus-Programm ist ein EU-Förderprogramm für europäische Studierende, welches Studierenden ermöglicht, durch großzügige monatliche Unterstützungen und internationale Uni Partnerschaften verschiedene Facetten von Europa kennenlernen zu können. Mit Erasmus+ kann man also einen Teil des Studiums an Hochschulen in anderen Programmländern absolvieren.</p>
<p>Seit 2014 haben über 95.000 Personen aus Österreich eine Förderung durch das EU-Programm Erasmus+ erhalten. Diese großzügige Taschengeld-Initiative lässt sich die EU auch einiges kosten: Laut <em>FAZ</em> für den Zeitraum zwischen 2014 und 2021 an die 15 Milliarden Euro. Seit mittlerweile 32 Jahren haben Studierende die Möglichkeit mit dem Erasmus-Programm ins Ausland zu reisen und eine Weile dort zu studieren und zu leben.</p>
<h3>Good to know:</h3>
<p>• Studienleistungen, die wir „abroad“ erbringen, erkennt die Heimathochschule an, sofern sie dem vorher vereinbarten Studienplan entsprechen.</p>
<p>• Studienaufenthalte von drei bis zwölf Monaten pro Studienzyklus werden gefördert (Bachelor, Master, PhD).</p>
<p>• Studierende können sogar mehrere Auslandsaufenthalte kombinieren, solange die Gesamtlänge ein Jahr nicht überschreitet.</p>
<p>• Laut <em>erasmusplus.at</em> beträgt die monatliche Fördersumme zwischen 300 und 400 Euro. Auf der UIBK-Homepage ist gar von noch höheren Summen zu lesen (Erasmus+ Zuschuss von ca. Euro 360-460 pro Monat)</p>
<p>• Wer im Ausland studiert, genießt den Luxus, an seiner Gasthochschule keine Studiengebühren zahlen zu müssen.</p>
<h3>Wie kann ich mich für Erasmus bewerben?</h3>
<p>Interesse geweckt? Deinen ersten Stopp kannst du beim International Relations Office in der Herzog-Friedrich-Str. 3 (Montag-Freitag 9-12 Uhr; Dienstag, Mittwoch 13.30-15 Uhr) einlegen. Dort beraten dich die Erasmus+ Coordinators. Bei ihnen und bei deinen Erasmus+ Departmental Coordinators erfährst du deine individuellen Bewerbungsfristen und Bewerbungskriterien, welche Sprachkenntnisse du mitbringen musst, wohin du gehen kannst, welche Kurse du belegen kannst und vieles mehr.<br />
Auf der <a href="https://www.uibk.ac.at/international-relations/erasmus/outgoing/">Homepage</a> der Universität Innsbruck kannst du herausfinden, welche Personen die Erasmus+ Departmental Coordinators deiner Studienrichtung sind. Wenn alles Organisatorische geklärt ist (Platzzusage etc.), wirst du in den Nominierungsprozess aufgenommen. Das Nominierungsformular steht ab Ende Jänner 2021 zur Verfügung. Es wird empfohlen, die Unterlagen so früh wie möglich beim International Relations Office abzugeben.</p>
<p>Solltest du Fragen haben, kannst du dich natürlich auch an das zuständige ÖH-Referat wenden: Das <a href="https://www.unipress.at/campus/oeh-fuer-dich-referat-fuer-internationales-und-esn/">ÖH-Referat für Internationales</a> ist unter der Mail-Adresse <a href="mailto:international@oeh.cc">international@oeh.cc </a>für dich da. Es berät dich auch über andere mögliche Austauschprogramme.</p>
<h3>Ist ein Erasmus+-Aufenthalt wirklich eine gute Entscheidung?</h3>
<p>Auf der Suche nach einem Interviewpartner wurde ich bei einem Mitstudenten fündig: Marco Troppmair (23) war in seinem Marketing-Bachelor ein Semester lang an der Universität in Vilnius.</p>
<p><strong>UNIpress:</strong> <em>Was hat dir deine Zeit auf Erasmus gebracht?</em><br />
<strong>Marco:</strong> In erster Linie eine großartige persönliche Entwicklung. Aber auch unglaublich viele Eindrücke und Erfahrungen, die man wohl auf keine andere Weise innerhalb eines Semesters zuhause sammeln kann.</p>
<p><strong>UP:</strong> <em>Was war dein Highlight in Litauen?</em><br />
<strong>Marco:</strong> Vilnius ist einerseits eine wahnsinnig schöne und historische Stadt, andererseits ein toller Ausgangspunkt, um andere Länder zu bereisen. Während meines Auslandsemester reiste ich viel, ich war insgesamt in acht verschiedenen Ländern.</p>
<p><strong>UP:</strong> <em>Was empfiehlst du Studierenden, die sich überlegen, auf ein Auslandssemester zu gehen?</em><br />
<strong>Marco:</strong> Fixiert euch nicht auf ein bestimmtes Land, sondern seid offen für alle Optionen. Die besten Erfahrungen sammelt man vermutlich nicht dort, wo man selbst oder schon jeder anderer auf Urlaub war. Es kommt immer darauf an, was man selber daraus macht und mit welchem Mindset man an die Sache rangeht.</p>
<p><strong>UP:</strong> <em>Hast du auch ein Erasmus-Baby?</em><br />
<strong>Marco:</strong> Nicht, dass ich wüsste.</p>
<p>Was hat es jetzt mit diesen Erasmus-Babys auf sich? Keine Angst, hier handelt es sich nicht <em>(ausschließlich, Anm. d. Red.)</em> um Kinder, die aus unrühmlichen OneNight-Stands in Lissabon oder zweiwöchigen „doch-nicht-so-toll-Liebeleien“ in Stockholm entstanden, sondern um die Nachfahren jener Studierenden, die ab 1987 während ihres Auslandssemesters den Partner fürs Leben fanden und dann Kinder bekamen. Die Kinder, die aus diesen Beziehungen mit Erasmus-Ursprung stammen, nennt man also Erasmus-Babys. Oder zumindest kann man sie so nennen. Eine exakte Datenerfassung darüber, wie viele Kinder im wahrsten Sinne des Wortes im Auslandssemester „entstanden&#8221; sind, beschäftigt das UNIpress-Recherche-Team bis dato.</p>
<p>Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt, dass laut der ehemaligen EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou ganze 27% aller Erasmus-Studierenden die Liebe des Lebens im Erasmus-Semester finden. Laut Vassiliou sind so seit 1987 ca. eine Million Babys als Kinder von Erasmus-Beziehungen auf die Welt gekommen.</p>
<h3>Fazit: Studi-Austauschprogramm oder Anreizsystem für nachhaltige demografische Entwicklung?</h3>
<p>Vielen Regierungen in Europa stellt sich seit Jahren die Frage, wie die demografische Entwicklung positiv beeinflusst werden könnte. Gerade in der Bevölkerungsschicht der Hochschulabsolventinnen ist die Fertilitätsrate besonders niedrig. Durch welche Anreize kann die Geburtenrate erhöht werden und damit vielen sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Problemfeldern eine Antwort geboten werden? In Österreich waren in naher Vergangenheit Versuche wie der Familienbonus oder die Familienbeihilfe zu sehen.</p>
<p>Doch spätestens jetzt ist geklärt: Keine Angst, die EU hat 1987 mit dem Erasmus-Programm vorgesorgt! Das Erasmus-Programm ist kein Versuch einer Image-Politur der EU und auch kein reines Förderprogramm für zukünftige Akademiker, sondern schlicht eine Nachwuchsfabrik für bilingual aufwachsende Erasmus-Babys!</p>
<p>Die erfolgreichste Nachwuchspolitik in Europa seit Kaiserin Maria Theresia: „Vernetzung Europas durch Heirat und Nachwuchs.“ Liebe EU, liebes Erasmus-Programm, Maria Theresia wäre stolz! Eine kleine Änderung im Motto des Erasmus+-Logos wäre daher durchaus angemessen:</p>
<p>Aus “Enriching Lives, Opening Minds” werde “Producing Lives, Opening Minds”.</p>
<p><em>Dieser Artikel erschien erstmals in der <a href="https://unipress.at/archive/UP2019_6.pdf">November-Ausgabe 2019</a>.</em></p>
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		<title>Das umgestaltete Denkmal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Katzlinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Feb 2021 17:36:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Platz vor dem Hauptgebaude der Uni Innsbruck ist benannt nach dem Widerstandskämpfer Christoph Probst, das sich dort befindende Adler-Denkmal sorgte jahrzehntelang für Kritik. Im Rahmen der 350-Jahr-Feier der Leopold-Franzens-Universität&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Der Platz vor dem Hauptgebaude der Uni Innsbruck ist benannt nach dem Widerstandskämpfer Christoph Probst, das sich dort befindende Adler-Denkmal sorgte jahrzehntelang für Kritik. Im Rahmen der 350-Jahr-Feier der Leopold-Franzens-Universität wurde es umgestaltet.</div>
<p>Kaum ein Denkmal an der Universität Innsbruck war in der Vergangenheit so oft Grund für Proteste und Auseinandersetzungen wie das Adler-Denkmal auf dem Christoph-Probst-Platz vor dem Hauptgebäude. Das 1926 errichtete Denkmal besteht aus einem dreieckigen Betonsockel, auf dem ein Adler aus Kupfer steht. Vor allem aufgrund des geschichtlichen Hintergrunds des „Ehrenmals“ und den drei Worten, die auf dem Betonsockel stehen: „Ehre, Freiheit, Vaterland“, war der Adler sehr umstritten. Das Datum der Errichtung und die Beschriftung lassen schon einiges über die geschichtlichen Umstände erahnen. Das 1926 – also in der Zwischenkriegszeit – errichtete Denkmal war unter anderem auch erbaut worden, um den im ersten Weltkrieg gefallenen Personen der Universität Innsbruck zu gedenken. Darüber hinaus waren und sind die Worte auf dem Beton – vor allem durch den geschichtlichen Hintergrund – klar Anzeichen für eine Assoziation mit deutschnationalem Gedankengut.</p>
<p>Auf der Uni-Website ist zu lesen, dass der damalige Prorektor Theodor Rittler seine Ansprache zur Einweihung der Statue (welche online als „eine deutschnationale Kundgebung der Innsbrucker Professoren und Studierenden“ betitelt wird) unter anderem mit folgenden Worten eröffnete:</p>
<p><em>„Es zeigt uns den Adler, der die Wappen Deutschlands, Österreichs und Tirols schmückt. Wir wussten kein besseres Zeichen unseren Toten aufzuerrichten. Denn für Deutschlands Größe, Österreichs Ehre und die Einheit Tirols sind sie in den Kampf gezogen. Im Anblick des Adlers wollen wir uns der Kraft und Stärke unseres Volkstums getrösten und gläubig sprechen: Deutschland, Dein Reich komme!“</em></p>
<p>Im Zuge des 350-Jahr-Jubliäums im Jahr 2019 wurde die Geschichte der Universität Innsbruck wissenschaftlich neu aufgearbeitet: In zwei Bänden schreiben Prof. Margret Friedrich vom Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie und Prof. Dirk Rupnow vom Institut für Zeitgeschichte kritisch über die Entstehung und Entwicklung der Universität Innsbruck. Ein klarer Fokus liegt dabei auf der Auseinandersetzung mit der geschichtlichen Rolle der Uni Innsbruck während des 19. und 20. Jahrhunderts und ihrer Rolle in den großen Kriegen und der Zwischenkriegszeit in den 20ern und 30ern des 20. Jahrhunderts.</p>
<h3>Die roten Buchstaben und die weiße Rose</h3>
<p>Das Denkmal kann man seit der künstlerischen Intervention nun in veränderter Art bewundern. Dem Adler wurde eine weiße Rose zu Füße gelegt. Das hat laut dem Künstler Wolfgang Flatz verschiedene Gründe. Die weiße Rose ist – als Symbol der Nazi-Protestbewegung „Weiße Rose“ – als Gegensatz zum nationalistischen Adler zu verstehen und sei generell ein Zeichen für Frieden und Ehre. Die roten Schriftzüge, von welchen die Farbe wie Blut über die Wörter Ehre, Freiheit und Vaterland strömt, sollen die Begriffe hinterfragen. Aus Ehre, Freiheit, Vaterland wurde „Welche Ehre, welche Freiheit, welches Vaterland“. Man kann nun von der Art und Ausführung der künstlerischen Intervention halten, was man will, Kunst ist immer diskutabel. Doch eines ist sicher: Der untragbare Umstand, dass ein ursprünglich nationalistisches Denkmal auf einem Platz stand, der mit Christoph Probst nach einem durch die Nazis hingerichteten Mann benannt ist, ist behoben.</p>
<p><em>Dieser Artikel erschien erstmals in der November-Ausgabe 2019.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Geht Uni auf Distanz?</title>
		<link>https://www.unipress.at/campus/uni-fernlehre/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Katzlinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2020 12:15:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.unipress.at/?p=2889</guid>

					<description><![CDATA[<p>Einschätzungen, Erfahrungsbericht und Zwischenfazit zum Thema Distance Learning vom Vorsitzenden der ÖH Innsbruck, Johann Katzlinger. Wie die Fernlehre bisher funktioniert hat, welche Herausforderungen die Uni und die ÖH beschäftigen und&#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Einschätzungen, Erfahrungsbericht und Zwischenfazit zum Thema <em>Distance Learning</em> vom Vorsitzenden der ÖH Innsbruck, Johann Katzlinger. Wie die Fernlehre bisher funktioniert hat, welche Herausforderungen die Uni und die ÖH beschäftigen und was wir aus dem „Corona-Semester“ lernen können.</div>
<p><span id="more-2889"></span></p>
<p>Leere Hörsäle, verlassene Gänge, ruhige Bibliotheken und heiß laufende Laptops. In wenigen Worten ist jener Zustand beschrieben, der seit dem 10. März 2020 das Leben und Lernen an der Universität Innsbruck prägt.</p>
<p>Keine Präsenzlehre mehr, ab jetzt Fernlehre oder <em>Distance Learning</em>. Zu Beginn ein Statement, das sehr viel Unsicherheit auslöste, sowohl bei Studierenden als auch bei Lehrenden. Es ist kein Geheimnis, dass unter Studierenden die Meinungen zur Umsetzung des Lehrangebots auf Online-Möglichkeiten weit auseinandergehen. Von sehr zufriedenen Studis, die <em>Adobe-Connect-Sessions</em> und <em>Screencasts</em> genießen, bis hin zu Studierenden mit mehr Fragen als Antworten im Kopf – durch schlecht oder gar nicht umgestellte Kurse. Mittlerweile ist die Quote der erfolgreich umgestellten Kurse höher, die Livestreams, <em>Online-Classrooms</em> und Arbeitsaufträge nicht mehr Neu – sondern Gewohnheit.</p>
<p>Die Universität Innsbruck war eine der ersten Bildungsinstitutionen in Österreich, die sich dafür entscheiden musste, in ihrem Herrschaftsbereich keinen Personenkontakt mehr zuzulassen. Die Präsenzlehre wäre nicht mehr verantwortbar gewesen, die Anzeichen für einen baldigen breiten Ausbruch von Covid-19 waren zu hoch. Nun herrscht, nach anfänglichen Stolpersteinen (z.B. Sonnendeck-Causa), zum Glück weitestgehend Akzeptanz für die strengen Richtlinien.</p>
<div>
<hr />
<p><img decoding="async" class="“image-gastautor" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2020/04/John.jpg" /></p>
<h5>Johann Katzlinger</h5>
<p><em>Vorsitzender der ÖH Innsbruck.</em></p>
<hr />
</div>
<h3>Über 3.200 Studierende bei ÖH-Umfrage</h3>
<p>Als österreichweit erste Universitätsvertretung hatte die ÖH Innsbruck eine repräsentative Umfrage zu Maßnahmen von Seiten der Universitäten zur Bekämpfung des Coronavirus durchgeführt. Die Ergebnisse der unter mehr als 3.200 Studierenden durchgeführten Umfrage zeigten sehr durchmischte Ergebnisse.</p>
<p>Lob gab es für einzelne Lehrende, die gute virtuelle Lehre anbieten, doch viele Lehrende ließen mit brauchbaren Informationen auf sich warten und meldeten sich nicht. Die Umstellung der Lehrveranstaltungen auf <em>Distance Learning</em> war nur teilweise rasch erfolgreich: 41 Prozent der Studierenden gaben an, dass eine ausreichende Anpassung &#8220;nur vereinzelt&#8221; gegeben sei. Des Weiteren bedeutet die Fernlehre aus Sicht der Mehrheit der Studierenden einen erheblichen Mehraufwand. Zwei Drittel aller Studierenden gaben an, das Gefühl zu haben, mehr Leistung erbringen zu müssen.</p>
<h3>Forderungen der ÖH und Reaktionen darauf</h3>
<p>Auf Basis der Umfrage, viel Austausch mit anderen Hochschulvertretungen und Stakeholdern in Politik und Gesellschaft ist ein ÖH-Forderungskatalog entstanden. In unserer Pressemeldung fanden wir klare Worte:</p>
<blockquote><p>Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Die ÖH kämpft dafür, dass auch die Stimmen der Studierenden von Seiten der Politik berücksichtigt werden, und alle Studierenden ihr Studium trotz der Coronakrise fortsetzen können. Die Forderungen von uns Studierenden sind sinnvoll, durchdacht, repräsentativ und müssen gehört werden.</p></blockquote>
<p>Doch wurde unsere Stimme gehört? Wurden unsere Forderungen aufgenommen und unsere Vorschläge umgesetzt?</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Universität</span></strong><br />
Nach einigen Wochen mit Corona und einigen Lehrveranstaltungen vor dem PC können wir als ÖH sehr viel Bereitschaft und Einsatz der Universitätsleitung um Rektor Tilmann Märk und Vizerektor Bernhard Fügenschuh (Ressort: Lehre und Studierende) unterstreichen. Regelungen in den Bereichen Studienbeiträge, angepasste Prüfungsmodalitäten und laufende Verbesserung der Fernlehre verfolgen alle das Ziel, die Fernlehre so gut wie möglich anzupassen. Wir sind natürlich noch nicht am Ziel angelangt, viele Kurse sind immer noch nicht perfekt. Einiges muss noch angedacht und umgesetzt werden, doch die Uni-Seite zeigt Wille und Arbeitsbereitschaft. Es bleibt abzuwarten, wie gut die flächendeckenden Online-Prüfungen schlussendlich sein werden. Wir als ÖH werden jedenfalls Erfahrungsberichte einholen und Informationen über Details und Abläufe – sobald wir sie erhalten haben – weiterleiten!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Professoren</strong></span><br />
Wir befinden uns als Land in einer Ausnahmesituation. Es muss bis zu einem gewissen Grad von uns auch Verständnis für Lehrende aufgebracht werden, die sich mit den digitalen Lehrmethoden noch schwer tun, aber unsere Geduld ist erschöpft. Natürlich gibt es einzelne Lehrende, manche schwarze Schafe, die einfach schwer für die Online-Gegebenheiten der Fernlehre zu begeistern sind. Da muss ich ehrlich sein: Wir als ÖH haben kein Verständnis für Lehrende, die es bis jetzt immer noch nicht bewerkstelligt haben, Livestreams, Screencasts oder zumindest ordentliche Kursunterlagen auf OLAT zur Verfügung zu stellen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Regierung/Ministerium</strong></span><br />
Auch das Familienministerium kommt uns Studierenden mit Regelungen, wie der Fortzahlung der Familienbeihilfe bis September und der Verlängerung der Bezugsdauer für Stipendien und Beihilfen um ein Semester, entgegen. Die Verlängerung der Einzahlungsfrist für Studienbeitrag und ÖH-Beitrag ist einer der neuen Schritte in Richtung Erleichterung für uns Studierende.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Land Tirol/VVT</strong></span><br />
Die Landesregierung hat gemeinsam mit der Wirtschaftskammer einen ArbeitnehmerInnenfonds eingerichtet, der auch Studierenden zugutekommt. Für sozial Schwache und Neo-Arbeitslose gibt es bei erfolgreicher Antragstellung bis zu 600 Euro Soforthilfe. Die Möglichkeit, das Semesterticket gegen teilweise Rückerstattung zurückzugeben, kommt uns Studierenden zwar entgegen, war unseren Informationen zufolge jedoch auch vor der „Coronazeit“ möglich.</p>
<h3>Fazit: Ein Semester, das in Erinnerung bleiben wird</h3>
<p>Dass für uns Studierende im Semester im Großen und Ganzen ein gewisser Nachteil entstanden ist und entstehen wird, ist wohl bereits absehbar. Das ist ärgerlich und frustrierend für uns alle. Doch in einer Krisenzeit, wo Menschenleben, Arbeitslosigkeit und Existenzverlust die Gesellschaft prägen, sind in das nächste Semester verschobene ECTS, ein erhöhter Arbeitsaufwand, mühsamere Prüfungsvorbereitung oder verpasste Frühlingsabende unter Freundesgruppen, so schön sie alle auch gewesen wären, der Preis, den wir Studierende zahlen müssen, damit unser Umfeld geschützt bleibt und unsere Gesellschaft diese Krise gut und gemeinsam überstehen kann.</p>
<p>Ich möchte mich für all die freundlichen, positiven Rückmeldungen auf den sozialen Medien zu unserer Arbeit und unseren Einsatz bedanken und bitte um Geduld, bis weitere Forderungen umgesetzt werden.</p>
<p><em>Euer ÖH-Vorsitzender</em><br />
<strong>Johann Katzlinger</strong></p>
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