AURORA – Netzwerk und Alliance

von Laura Kogler
Lesezeit: 4 min
Gut vernetzt: Die Uni Innsbruck ist jetzt Teil des AURORA-Netzwerks, eines Zusammenschlusses europäischer Universitäten. Was bedeutet das für Studierende der Leopold-Franzens-Universität?

Die Organisation

Aurora gliedert sich in die Alliance und das Netzwerk, wobei dessen verschiedene Unterorganisation jeweils andere Ziele anvisieren. Das Netzwerk ist 2016 durch die VU Amsterdam ins Leben gerufen worden. Seit 2019 ist die Universität Innsbruck ein Teil davon. Insgesamt sind neun Universitäten aus ganz Europa vertreten: University of Iceland, Universitat Rovira i Virgili, Copenhagen Buisness School, University of East Anglia, Universität Duisburg-Essen, University of Naples, VU Amsterdam und die Palacky University. Ziel ist der transuniversitäre Austausch mit europäischen Werten und Identitäten. Das Netzwerk hat einen gesellschaftlichen Auftrag: „matching research excellence with societal impact and engagement”. Organisiert wird das Netzwerk durch Working Groups.

Die Aurora European University Alliance möchte bis 2024 eine Kooperation von bis zu 20 europäischen Universitäten schaffen, um Lehre und Forschung zu revolutionieren. Diese Idee geht auf eine Rede des französischen Präsidenten Emmanuel Macron an der Sorbonne zurück. Das Ziel ist es, Studierenden einen erleichterten Zugang zu universitären Mobilitätsprogrammen zu bieten und damit verbundene Sprachbarrieren abzubauen. Diese Idee ist nun zu Erasmus+ weiterentwickelt worden. Dies in Kombination bildet die Aurora European University Alliance und gilt seit 01.11.2020 als europäische Pionierinitiative neben den 41 weiteren europäischen Universitätsnetzwerken und wird von der EU gefördert. In Zahlen sieht Aurora aktuell folgendermaßen aus: 260.000 Studierende, 30.000 Angestellte, 673.922 Alumni, sowie 112 Fakultäten und 813 Research Groups.

© Aurora

Die Schwerpunkte

Das Ziel dieser europäischen Kooperation ist es, neue Inputs für Lehre und Forschung, Third Mission sowie die Verbesserung der Verwaltung umzusetzen und einen europaweiten gemeinsamen Campus zu gestalten. Durch diese Zusammenarbeit ist es für die Universität einfacher, Förderungen für Projekte im Rahmen der Aurora Goals zu bekommen und die Förderungen auch beizubehalten. Die Qualität, Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Wissensaustausch kann und soll dadurch zusätzlich gestärkt werden.

Die übergeordneten Themen der Projekte von Aurora sind folgende: Sustainability und Climate Change, Digital Society und Global Citizenship, Health und Well-being, sowie Culture: Diversity und Identity, allgemein als Sustainable Development Goals (SDGs) bezeichnet. Diese übergeordneten Projektthemen sollen als Rahmen dienen, um Studierenden und ForscherInnen das „skillset & mindset“ zu lehren um globale Herausforderungen in internationaler Zusammenarbeit bewältigen zu können. Ziel ist es, Social Entrepreneurs und InnovatorInnen zu erziehen, die selbstlos für eine bessere und fairere Welt arbeiten und forschen.

© aurora-network.global

Umsetzung und Angebot

Die Angebote sollen sich vor allem an alle Studierenden in Bachelor-, Master- oder Doktoratsstudien, sowie alle ForscherInnen richten. Es geht darum, die Mobilität zu erhöhen und somit Barrieren zu minimieren. Die Angebote gehen von gemeinsamen Lehrveranstaltungen mit den Partneruniversitäten bis hin zu verschiedenen Mobilitätsformaten. Die praktische Umsetzung steckt jedoch noch etwas in der bürokratischen Phase, da es zeitweise schwierig ist, für alle gleichzeitig gemeinsame transuniversitäre Lehrveranstaltungen zu organisieren.

Angebote und Möglichkeiten für Studierende

Um die Interessen der Studierenden zu wahren und dieser breiten Gruppe des Universitätslebens eine eigene Unterorganisation zu bieten, gibt es das Aurora Student Council (ASC). Die VertreterInnen der Uni Innsbruck sind Johann Katzlinger und Julia Staudegger. Derzeit kann man sich für verschiedene Summerschool Projekte bewerben. Die diesjährigen sind jedoch vor allem für Masterstudierende ausgeschrieben. Das aktuelle Angebot kann auf dieser Website gefunden werden.

Darüber hinaus gibt es noch das Aurora Student Champion Scheme. Hier können Studierende als Bindeglied der Alliance und des Netzwerks auf internationaler Ebene fungieren. Dies steigert die Bekanntheit des Projektes und bietet Chancen für Studierende. Für dieses Projekt gibt es eine jährliche Ausschreibung. Die Aufgaben bestehen unter anderem daraus, Aurora nach außen zu tragen und die Botschaft der Alliance zu verbreiten. Nähere Informationen und die Bewerbungsmaske findet ihr hier.

Zukünftig wird sich zeigen, ob Aurora mehr als Prestige und Innovation ist. Wir haben in den letzten Monaten viel Erfahrung mit digitaler Lehre und neuen Lehrmethoden sammeln dürfen und können mit diesen Erfahrungen transuniversitäre Lehr- und Forschungsmethoden einfacher in unseren Alltag integrieren. Die Goals und Motive von Aurora könnten auf jeden Fall ein erstrebenswertes Ziel unseres täglichen universitären Arbeitens sein.

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