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	<title>Gastbeitrag Archives - UNIpress</title>
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	<description>Das offizielle Magazin der ÖH Innsbruck</description>
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		<title>Vom Scheitern der Universität und Scheitern des Scheiterns</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nik König]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Feb 2023 11:30:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Inmitten der einfältigen und vielfältigen Perspektiven steht die Frage: Was kann die Universität sein? Ein poetisch-metaphorischer Versuch in Anlehnung an „Das älteste Systemprogramm des deutschen Idealismus“, verfasst von vermutlich Hölderlin,&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Inmitten der einfältigen und vielfältigen Perspektiven steht die Frage: Was kann die Universität sein? Ein poetisch-metaphorischer Versuch in Anlehnung an „Das älteste Systemprogramm des deutschen Idealismus“, verfasst von vermutlich Hölderlin, Hegel oder Schelling um 1797.</div>
<p><span id="more-18471"></span>– eine Universität. Worein die Menschen einst die Flucht in die Wissensfreiheit vollzogen, dort plagt nun das Gewissen, dass dieser Ursprungsgedanke zunehmend verschwinde. Der Glaube an den Baum ohne Wurzeln, die Saat ohne Erde, die Pflanzen ohne Licht betritt die Welt. Eine Universität ohne Freiheit, ohne kritische Vernunft! Was mag sie dann noch sein? Wird sie zu jenem heiligen Gebilde, das früher ausschließlich Kirchen zuteil war? Wird sie zum vollkommenen Baum objektiver Erkenntnis, der die Menschen wieder ins verbannte Paradies geleitet? Welch absurde Vorstellung, das Betreten der göttlichen Ebene, die dem Menschen doch von der Sekunde seiner Geburt an verwehrt zu sein schien, als gegenwärtige Leitidee der Universität zu diagnostizieren – kann das stimmen? Wird die Universität zu Gott?</p>
<p>Ob der Kipppunkt längst geschehen ist, derzeit geschieht oder noch geschehen wird, erörtert jede Disziplin aus ihrer eigenen Sicht. Und ehe wir uns dann versehen, waten wir gemeinsam durch den Tiefschnee, der uns Erdbehafteten jeden Halt mit jedem weiteren Schritt nimmt. Gelernt wird das, was aus dem Mund entspringt, was auf die Wände fällt, was auf den Tisch gelegt wird. Die Welt wird zum Text, ohne sich selbst zu enthalten. Der Mensch wird zum Tintenfleck, ohne sich selbst zu begreifen. Doch eben darin liegt die große Hoffnung: Das Scheitern der Wissensfreiheit kann nicht scheitern, ohne dass die Menschen gleichsam mitscheitern. Der Boden kann nicht entzogen werden, ohne dass die auf den Boden Angewiesenen gleichsam mitentzogen werden. Die Universität kann ihre Freiheit nicht verlieren, ohne dass die kritische Vernunft den Menschen unwesentlich wird.</p>
<p>Die Wissenschaft muss lebensweltlicher, die Lebenswelten wissenschaftlicher werden. So müssen sich nicht nur Aufgeklärte und Unaufgeklärte, sondern sich auch endlich Lehrende und Lernende die Hand reichen – die einen lernfähig, die anderen lehrfähig werden. Wir sehen allzu eindrücklich, welch zerstörerische Wucht der gottspielende Mensch bereitet. So darf die Universität nicht zu Gott werden. Was kann, was muss die Universität dann heute sein? Kein Paradies – das Feigenblatt muss wieder her! Erst dann wird sich der Mensch erneut als Mensch, das Göttliche erneut als Göttliches begreifen.</p>
<div class="lyreck">Weht der kalte Wind das Feigenblatt von dannen,<br />
finden sich sogleich paar Menschen warm zusammen,<br />
die aus Federn, Erde, Holz, Papier und Farbe<br />
neue Feigenblätter für die Universität erschaffen!</div>
<div><em>Dieses Essay entstand im Rahmen der Veranstaltungsreihe <a href="https://lebendige-uni.org/veranstaltungsreihe-wintersemester-2022-23/">Perspektiven auf die Universität – was kann sie sein?</a> Die besten Einreichungen werden hier auf unipress.at veröffentlicht.</em></div>
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