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	<title>Michael Schlegel, Autor bei</title>
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	<description>Das offizielle Magazin der ÖH Innsbruck</description>
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		<title>Von Innsbruck in den Weltraum: 4 Fragen an ESA-Chef Josef Aschbacher</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Schlegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Apr 2021 10:50:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Alumnus der Uni Innsbruck ist seit dem 1. März Generaldirektor der Europäischen Weltraumagentur (ESA). Im Interview spricht Josef Aschbacher über den Mars, den Beitrag der Erdbeobachtung zur Klimaforschung, Weltraumschrott&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Ein Alumnus der Uni Innsbruck ist seit dem 1. März Generaldirektor der Europäischen Weltraumagentur (ESA). Im Interview spricht Josef Aschbacher über den Mars, den Beitrag der Erdbeobachtung zur Klimaforschung, Weltraumschrott und die Bedeutung seiner Studienzeit für sein Leben.</div>
<p>Josef Aschbacher wuchs als Sohn eines Bergbauern in der Gemeinde Ellmau im Tiroler Bezirk Kufstein auf. Nach der Matura studierte er am Institut für Meteorologie und Geophysik an der Universität Innsbruck und arbeitete dort zwischen 1985 und 1989 als wissenschaftlicher Mitarbeiter. 1990 begann seine Karriere bei der ESA, wo er maßgeblich an der Entwicklung des ESA-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus beteiligt war. 2016 wurde Aschbacher Direktor für Erdbeobachtungsprogramme und am 1. März 2021 löste er Jan Wörner als ESA-Generaldirektor ab. In einem exklusiven Termin mit Pressevertretern zu diesem Anlass stellt UNIpress vier Fragen an Josef Aschbacher.</p>
<p><strong>UNIpress: </strong><em>Welche Rolle spielte Ihre Zeit an der Uni Innsbruck für Ihren Werdegang bis hin zum ESA-Generaldirektor?</em></p>
<p><strong>Josef Aschbacher: </strong>Als ich studierte, habe ich mir verschiedene Studienrichtungen angeschaut. Ich habe mich danach umgesehen, mit welcher Disziplin man den Weltraum studieren kann. Zwei Fachrichtungen standen schließlich zur Auswahl: Die Astronomie und die Meteorologie und Geophysik. Ich habe dann Meteorologie und Geophysik gewählt. Weil Satellitendaten, die die Parameter der Erde messen, essenziell sind um unseren Planeten zu verstehen, aber auch um insgesamt unser Universum besser zu verstehen. Die Wahl meines Studienfachs war ein Baustein, der ganz bewusst so gewählt wurde, um im Weltraum aktiv zu werden. Im Weltraum zu arbeiten war ein Kindheitstraum von mir.</p>
<p><strong>UP: </strong><em>Elon Musk will auf den Mars aussiedeln und den Menschen zu einer multiplanetaren Spezies machen. Denken Sie, das wird wirklich passieren?</em></p>
<p><strong>Aschbacher: </strong>Ich habe den Vortrag gehört, in dem er das angekündigt hat. Das war ein spannender Vortrag, muss man wirklich sagen. Er wollte ja 2024 schon damit beginnen, die interplanetare Spezies zu gründen und Kolonien und Gesellschaften auf dem Mars anzusiedeln. Das wird aber sicher nicht passieren. Das wird bestenfalls in den 30er-Jahren passieren, selbst bei sehr aggressiven Plänen wie denen von Elon Musk. Zu Beginn werden ein paar Personen zum Mars fliegen und dann wieder zurückfliegen. In 50 bis 100 Jahren kann ich mir durchaus vorstellen, dass eine Kolonialisierung im kleinen Maße stattfindet. Allerdings muss man auch dazu sagen, dass der Mars nicht sehr wirtlich ist. Dort ist es saukalt. Auch aufgrund verschiedener anderer Umweltbedingungen ist es nicht angenehm, dort zu leben &#8211; außer man findet Möglichkeiten, eine Umwelt zu kreieren, die für Menschen tragbar ist. Ich kann ihnen sagen, dass die Erde mit Abstand schöner ist. Deshalb würde ich auch allen ans Herz legen sich auf die Erde zu konzentrieren und die Erde zu schützen, anstatt Gedanken zu hegen, auf dem Mars eine zweite Erde aufzubauen. Das wird nicht so einfach gehen.</p>
<p><strong>UP: </strong><em>Wie kann die ESA dabei helfen, mit der Klimakrise und ihren Folgen umzugehen?</em></p>
<p><strong>Aschbacher: </strong>Da gibt es sehr viel. Ich komme aus der Erdbeobachtung und habe in dem Feld in den letzten Jahrzehnten meine Karriere aufgebaut, deshalb ist das mein Lieblingsgebiet. Das Copernicus-Programm misst den Puls unseres Planeten. Damit können wir alle Parameter messen, die das System Erde definieren. Das sind die Atmosphäre, die Landoberfläche, die Ozeane und die arktischen Gebiete.</p>
<div id="attachment_9951" style="width: 986px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-9951" decoding="async" class="wp-image-9951 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/04/Copernicus_Sentinels_sat-constellation-976x1024.jpg" alt="" width="976" height="1024" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/04/Copernicus_Sentinels_sat-constellation-976x1024.jpg 976w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/04/Copernicus_Sentinels_sat-constellation-286x300.jpg 286w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/04/Copernicus_Sentinels_sat-constellation-768x806.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/04/Copernicus_Sentinels_sat-constellation-1464x1536.jpg 1464w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/04/Copernicus_Sentinels_sat-constellation-1170x1227.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/04/Copernicus_Sentinels_sat-constellation-585x614.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/04/Copernicus_Sentinels_sat-constellation.jpg 1920w" sizes="(max-width: 976px) 100vw, 976px" /><p id="caption-attachment-9951" class="wp-caption-text">© European Space Agency</p></div>
<div class="bildunterschrift">Die Satellitenmodelle der unterschiedlichen Missionen (&#8220;Sentinels&#8221;) des Erdbeobachtungsprogramms &#8220;Copernicus&#8221;.</div>
<p>Aber die Frage ist auch, wie dieses System zusammenhängt. Oft wird der Fehler gemacht, dass man CO<sub>2 </sub>aus dem Weltall beobachtet und glaubt, das Klimaproblem zu verstehen. CO<sub>2</sub> als Gas im Weltraum ist durch einen Kohlenstoffkreislauf verbunden mit dem Kohlenstoff auf der Erdoberfläche, im Ozean und im Wald. Um diesen Kreislauf zu verstehen, braucht man Satellitendaten. Von den 50 wesentlichen Klimavariablen werden mehr als die Hälfte entweder nur oder am besten von Satelliten gemessen. Für die Messung des Anstiegs des Meeresspiegels beispielsweise, kann man natürlich einen Pegel an der Küste aufstellen und schauen wie viele Millimeter der Meeresspiegel ansteigt. Um das allerdings global und auch im offenen Ozean machen zu können, braucht man Satelliten für die Erdbeobachtung. Andere Parameter sind die Schneeschmelze in der Antarktis oder die Oberflächentemperatur der Meeresoberfläche. Natürlich kann man mit einem Schiff auf den Ozean fahren und die Temperatur messen. Aber um das global machen zu können, braucht man Satelliten. Mit anderen Worten: Ohne Satelliten könnte man die Klimamessungen nicht genau durchführen und schon gar nicht das Klima vorhersagen.</p>
<p><strong>UP: </strong><em>In der Umlaufbahn der Erde sammelt sich immer mehr Schrott, auch weil beispielsweise Elon Musk mit seinem Projekt „Starlink“ zehntausende Satelliten in den Weltraum schießen möchte. Wie kann zukünftig besser mit dem Problem umgegangen werden?</em></p>
<p><strong>Aschbacher: </strong>Als ein Copernicus-Satellit sich von der obersten Stufe der Rakete abgelöst hat und wir das Solar-Panel ausgefahren haben, haben wir eine Warnung aus dem Space Command in Amerika bekommen, dass ein Teilchen auf unseren neuen Satelliten zufliegt. Deshalb mussten wir ein Ausweichmanöver fliegen. Das war ein bisschen kompliziert, weil der Satellit ja noch nicht in Stellung war. Wir haben dann mit einem halb aufgefalteten Satelliten ein Ausweichmanöver geflogen, ihn dann wieder zurückgebracht auf seine Bahn und dann die Solarpanels aufgemacht. Das war ein sehr trickreiches Manöver. Das ist ein Beispiel dafür, dass man mehr solcher Probleme haben wird.</p>
<div id="attachment_9949" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-9949" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-9949 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/04/aeolus-wind-satellite-in-orbit-1024x577.jpg" alt="" width="1024" height="577" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/04/aeolus-wind-satellite-in-orbit-1024x577.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/04/aeolus-wind-satellite-in-orbit-300x169.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/04/aeolus-wind-satellite-in-orbit-768x432.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/04/aeolus-wind-satellite-in-orbit-1536x865.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/04/aeolus-wind-satellite-in-orbit-1920x1081.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/04/aeolus-wind-satellite-in-orbit-1170x659.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/04/aeolus-wind-satellite-in-orbit-585x329.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2021/04/aeolus-wind-satellite-in-orbit.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-9949" class="wp-caption-text">© European Space Agency</p></div>
<div class="bildunterschrift">Erdbeobachtungssatelliten wie dieser &#8220;Aeolus&#8221; sind zunehmend von Kollisionen mit Weltraumschrott gefährdet.</div>
<p>Es gab einen anderen Fall, bei dem wir mit einer Kamera entdeckt haben, dass im Solarpanel eines Satelliten eine 15-20 Zentimeter große Delle drin war. Das war das Ergebnis des Aufpralls eines Weltraumschrottteilchens. Es wird auch vermutet, dass der Umweltsatellit „Envisat“ von Weltraumschrott zerstört wurde. Plötzlich hatten wir keinen Kontakt mehr mit ihm. Es ist also heute schon ein Problem und es wird immer mehr zum Problem. Wir entwickeln gerade einen Satelliten namens Adrios, der Weltraumschrott entfernt. Der fliegt hoch, umklammert ein Teil und bringt es in eine niedrigere Umlaufbahn, damit es verbrennen kann. Salopp gesagt wäre das die Müllabfuhr im Weltraum. Das ist aber eine Sisyphosarbeit, es gibt natürlich sehr viele Schrottteilchen. Man braucht mehr Satelliten dieser Art, um das wirklich effizient zu machen.</p>
<p><strong>UP: </strong><em>Vielen Dank für das Gespräch!</em></p>
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		<title>ÖH für Dich: Umwelt und Nachhaltigkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Schlegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2020 13:53:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was ist die Antwort der Uni Innsbruck auf ökologische Krisen wie Klimawandel und Artensterben? Darüber sprachen wir mit dem Umweltreferenten der HochschülerInnenschaft im zweiten Teil unserer Artikelreihe über die ÖH-Referate.&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Was ist die Antwort der Uni Innsbruck auf ökologische Krisen wie Klimawandel und Artensterben? Darüber sprachen wir mit dem Umweltreferenten der HochschülerInnenschaft im zweiten Teil unserer Artikelreihe über die ÖH-Referate.<span id="more-7803"></span></div>
<p>Tobias Natterer ist Verantwortungsträger für die Umwelt. „Nachhaltigkeit war mir schon früh ein Anliegen und durch mein Politikstudium habe ich angefangen, mich noch mehr für das Thema zu interessieren“, erzählt der 21-jährige Student im Zoom-Call. Als er diesen Sommer auf die Ausschreibung für die Stelle als Referent für Umwelt und Nachhaltigkeit an der ÖH Innsbruck stieß, bewarb er sich darauf und wenig später hatte er den Job in der Tasche. Mit seinem Bachelor in Politikwissenschaft ist er inzwischen fertig, jetzt studiert er Wirtschaftswissenschaften. Das Referat leitet er ehrenamtlich.</p>
<h3><strong>Die Sicht der Studierenden einbringen<br />
</strong></h3>
<p>Als Referent ist es eine von Tobias‘ Hauptaufgaben, Ansprechperson für Studierende zu sein: „Alle Studierenden, die sich für Umwelt und Nachhaltigkeit an der Uni engagieren wollen, können mir jederzeit eine Mail schreiben. Dann kann ich weiterhelfen.“ Er ist bestens vernetzt und steht im Kontakt mit Studierenden, die sich für das Thema einsetzen &#8211; zum Beispiel mit der „Initiative Nachhaltige Universität Innsbruck“ (INUI) und auch mit dem Rektorat. Derzeit ist er an der Erarbeitung eines Nachhaltigkeitskonzepts für die Uni beteiligt. Dafür sei Vizerektor Wolfgang Streicher auf ihn zugekommen. „Er hat uns ins Boot geholt, damit wir die Sicht der Studierenden mit einbringen können,“ sagt Natterer. Näheres darf er dazu noch nicht verraten. Aber er plant, einen Fragebogen an Studierende zu schicken, über den er Vorschläge und Erkenntnisse sammeln will, die er in das Nachhaltigkeitskonzept mit einbringen möchte.</p>
<blockquote><p><strong><em>Ich würde mir an der Uni viel mehr Radlabstellplätze wünschen</em></strong></p></blockquote>
<p>Fragen der ökologischen Nachhaltigkeit betreffen fast alle Lebensbereiche. Deshalb gibt es an der Uni viele Stellschrauben, an denen man drehen könnte, um in dieser Hinsicht etwas zu verbessern. Zum Beispiel, wenn es darum geht, die klimafreundliche Mobilität von Studierenden zu fördern. „Ich würde mir an der Uni viel mehr Radlabstellplätze wünschen. An der SoWi zum Beispiel ist oft gar kein Platz mehr für ein Radl. Dann muss man es irgendwo an irgendeinem Zaun abstellen,“ sagt Tobias. Auch einen weiteren Ausbau von Radwegen, vor allem außerhalb des Stadtzentrums, und ein günstigeres Semesterticket würde Studierende dabei unterstützen, emissionsarm unterwegs zu sein, glaubt Natterer. Einen weiteren möglichen Ansatzpunkt für Verbesserungen sieht Tobias beim Essen an der Uni: „Es wäre wichtig gewesen, die Mensen zu evaluieren, was wir gerade nicht machen können, weil sie nicht offen sind.“ Allerdings fügt er lobend an: „Dort achtet man meiner Erfahrung nach schon sehr auf Müllvermeidung und Mehrwegsysteme. Außerdem setzen die Mensen sehr häufig auf Regionalität und Bio-Lebensmittel.&#8221; Positiv sieht er auch, dass die Universität Teil der „Allianz nachhaltige Universitäten Österreich“ ist. Die Allianz möchte die Nachhaltigkeit ihrer Partneruniversitäten in der Forschung, der Lehre und dem Universitätsmanagement verbessern, trägt zum Wissensaustausch bei und vermittelt gemeinsame Forschungsprojekte.</p>
<p>Im Bildausschnitt seines Zimmers, in dem sich Natterer während des Onlinegesprächs befindet, kann man hinter ihm an der Wand eine Weltkarte aus Glas erkennen. An jeder ihrer beiden oberen Ecken hängt ein türkiser Mund-Nasen-Schutz an seinem Gummiband. Der Coronakrise kann Tobias auch Positives für die Umwelt abgewinnen: „Viele Treffen, für die man sonst Auto fahren oder womöglich sogar fliegen müsste, werden auf online umgestellt. Ich sehe eine riesige Chance darin, das auch nach der Krise beizubehalten.“ Doch man müsse aufpassen, dass nicht der gegenteilige Effekt Eintritt: „Es gibt die Angst, dass nach der Krise die Gemütlichkeit des Autofahrens bleibt.“ In jedem Fall hofft Tobias darauf, bald wieder zusammen mit seinen Kommiliton*innen im Hörsaal und im Seminarraum sitzen zu können: „Es will natürlich niemand, dass es unser restliches Leben lang nur noch distant learning gibt.“</p>
<div id="attachment_7823" style="width: 778px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-7823" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-7823" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2020/11/Unbenannt-300x168.png" alt="" width="768" height="430" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2020/11/Unbenannt-300x168.png 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2020/11/Unbenannt-585x328.png 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2020/11/Unbenannt.png 642w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><p id="caption-attachment-7823" class="wp-caption-text">(c) Michael Schlegel</p></div>
<div class="bildunterschrift">Tobias Natterer in seinem Zimmer während des Zoom-Gesprächs mit Unipress.</div>
<h3><strong>Jede*r einzelne kann etwas tun</strong></h3>
<p>Zusätzlich zu den Maßnahmen, die ergriffen werden können, damit die Uni strukturell nachhaltiger wird, gibt Natterer auch alltägliche Tipps für jede*n einzelne*n Student*in dafür, wie man nachhaltiger studieren kann. Zum Beispiel könne man in der Mittagspause darauf achten, wenig verpacktes Essen zu kaufen und den produzierten Müll sorgfältig zu trennen. Oder man könne seine eigene Trinkflasche mitnehmen, anstatt immer wieder eine neue Flasche aus Plastik zu kaufen. Ein weiterer Tipp, den er gibt, ist es, den Computer zwischendurch auszumachen, anstatt ihn ständig laufen zu lassen. „Das sind so kleine Sachen, für die niemand viel ändern muss. Das kann ich eigentlich von heute auf morgen umstellen,“ sagt Tobias. Regional und saisonal zu essen sei eine weitere Möglichkeit, mit Konsumentscheidungen seinen eigenen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Und auch wenn er wisse, dass dieses Thema durchaus kontrovers diskutiert wird, meint er: „Es ist sicher viel damit geholfen, wenn man versucht, ein bisschen weniger Fleisch zu essen.“</p>
<p>Natterer ist sich dessen bewusst, dass Essensentscheidungen etwas sehr Persönliches, beinahe Intimes, sind und mit vielen Emotionen verbunden werden. Er weiß, dass er selbstverständlich niemandem vorschreiben kann, was er oder sie essen soll. Und doch sprechen die Zahlen eine klare Sprache: In der Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln werden beträchtlich viel weniger Ressourcen und Land verbraucht und viel weniger Treibhausgase ausgestoßen als in der Produktion von tierischen Lebensmitteln. Er bringt es vereinfacht so auf den Punkt: „Ein Tier isst auch was, und ein Tier isst viel.“</p>
<blockquote><p><strong><em>Es fehlt nur der letzte Schritt, um das klar zu bündeln</em></strong></p></blockquote>
<p>Sobald es wieder möglich ist, werde das Nachhaltigkeitsreferat Workshops zu verschiedenen Themen organisieren, zum Beispiel zur Müllvermeidung. Diese würden auf fruchtbaren Boden fallen, glaubt Tobias: „Ich habe das Gefühl, dass der Großteil der Studierenden sich der Problematik und der Notwendigkeit, etwas zu tun, bewusst ist.“ Zudem seien viele Studierende bei den Fridays for Future-Demonstrationen dabei gewesen oder engagieren sich in der Studenteninitiative INUI. „Es fehlt nur der letzte Schritt, um das klar zu bündeln,“ meint Natterer.</p>
<p>Tobias Natterer schließt das Gespräch mit einem Appell: „Wir sitzen alle im gleichen Boot und müssen alle gemeinsam etwas ändern. Das geht nicht von oben herab, sondern das ist eine gemeinsame Bemühung, die wir machen müssen. Je mehr sich beteiligen, desto besser.“</p>
<p>The post <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at/campus/oeh-fuer-dich-umwelt-und-nachhaltigkeit/">ÖH für Dich: Umwelt und Nachhaltigkeit</a> appeared first on <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at">UNIpress</a>.</p>
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