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	<title>Maike Kämmer, Autor bei</title>
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	<description>Das offizielle Magazin der ÖH Innsbruck</description>
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		<title>Spieglein, Spieglein an der Wand, was ist Schönheit in diesem Land?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maike Kämmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jun 2023 10:30:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie kein anderes Lebewesen auf der Welt hat der Mensch das Bedürfnis, seine Umgebung in Formeln zu verpacken. So schrecken wir auch nicht davor zurück, so abstrakte Begriffe wie Schönheit&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up"><span style="font-weight: 400;">Wie kein anderes Lebewesen auf der Welt hat der Mensch das Bedürfnis, seine Umgebung in Formeln zu verpacken. So schrecken wir auch nicht davor zurück, so abstrakte Begriffe wie Schönheit messen zu wollen.</span></div>
<p><span id="more-19746"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Während man früher noch dem Wort eines magischen Spiegels vertrauen musste, kann man heute für die Bewertung des eigenen Erscheinungsbilds wahlweise auf Apps oder eben ein einfaches Maßband zurückgreifen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein schönes Gesicht lässt sich nach den Maßen des Goldenen Schnitts berechnen. Das bedeutet die Teilung einer Strecke in zwei Teile, sodass sich der kleinere zum größeren wie der größere zur gesamten Fläche verhält. Sowohl der Augenabstand im Verhältnis zur Breite des gesamten Gesichts als auch der Abstand von Auge zu Mund im Verhältnis zur Länge des Gesichts sind dabei zu messen. Entsprechen die Strecken dem Verhältnis von 1 zu 1,6, gilt das Gesicht im europäischen Raum als schön.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dabei sollte der Mund 1,6 Längeneinheiten groß sein und die Nase genau eine Längeneinheit breit. Der Augenabstand selbst sollte 46 Prozent des Abstands zwischen den Schläfen ausmachen. Die Distanz der Pupille zum Mund wiederum sollte 36 Prozent der Entfernung des Haaransatzes diagonal zum Kinn betragen.</span></p>
<h2><strong>Wirklich das Maß aller Dinge?</strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">In Studien, in denen Malaysier die Gesichter anderer Malaysier bezüglich ihrer Schönheit beurteilen sollten, konnte man keine Korrelation zwischen dem Goldenen Schnitt und der Bewertung der Studienteilnehmer feststellen. Das deutet darauf hin, dass der Goldene Schnitt hauptsächlich das europäische Schönheitsideal widerspiegelt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Gleiche gilt für den gesamten Körper. Während hier schlanke Personen als attraktiv gelten, schätzt man in Entwicklungsländern als Symbol für Reichtum etwas fülligere Frauenkörper. Wissenschaftler der Universität in Texas untersuchten das Verhältnis von Taille zu Hüfte. Bei Männern ist ein Verhältnis zwischen 0,85 und 0,95 erwünscht. Bei Frauen liegt das Optimum zwischen 0,67 und 0,8.</span></p>
<h2><strong>Was ist eigentlich Schönheit?</strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Besonders signifikante Merkmale für die Bestimmung der Schönheit sind Gesundheit, Jugendlichkeit und geschlechtstypisches Aussehen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Drei verschiedene Hypothesen wollen dem Kern der Schönheit auf den Grund gehen. Die Durchschnittshypothese besagt, dass durchschnittliches Aussehen besonders attraktiv ist. Aus biologischer Sicht macht das Sinn, denn je normaler ein Mensch aussieht, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit von Mutationen. Die Symmetriehypothese begründet die Schönheit in der Symmetrie. Unter sexuellem Dimorphismus wiederum versteht man geschlechtstypisches Aussehen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Kurz gesagt: Es gibt unzählige Ansätze, Schönheit zu messen. Aber ob man mit Trends wie dem Thigh-Gap, Bikini-Bridge und Finger-Tap-Test wirklich entscheiden kann, ob eine Person schön ist oder nicht, bleibt fraglich. Letzten Endes geht es doch weniger um Zahlen und viel mehr um Ausstrahlung oder das Auge des Betrachters.</span></p>
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		<title>Vom Sprayen und Gespraytwerden: Innsbrucks Graffitiszene</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maike Kämmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Mar 2023 11:30:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Urban Artist HNRX reiste für seine Kunst viele Jahre mit dem Zug durch Europa. Jetzt ist er mit seinem Atelier in Innsbruck und Hamburg zu Hause angekommen. In diesem Interview erzählt&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up" style="font-weight: 400;"><em>Urban Artist HNRX reiste für seine Kunst viele Jahre mit dem Zug durch Europa. </em><em>Jetzt ist er mit seinem Atelier in Innsbruck und Hamburg zu Hause angekommen. </em><em>In diesem Interview erzählt er von seinen Zielen und der Innsbrucker Graffitiszene.</em></div>
<p style="font-weight: 400;"><span id="more-18617"></span></p>
<p style="font-weight: 400;">HNRX aus Inzing bezeichnet sich selbst nicht als typischen Graffitikünstler, sondern eher als Straßenkünstler. Seine Kunst ist surrealistisch und entsteht meist spontan aus Emotionen heraus. Bei den dargestellten Objekten handelt es sich vor allen Dingen um Alltagsgegenstände. Sie sind mal seltsam deformiert, mal gestochen scharf. Immer stehen sie in inhaltlichem Kontrast zueinander. Mit seiner Kunst möchte HNRX den Betrachter dazu anregen, die alltäglichen Dinge wieder mehr zu schätzen.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Unipress:</strong> Du siehst dich selbst nicht als Graffitikünstler, sondern als Straßenkünstler. Was ist der Unterschied?</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>HNRX:</strong> Beim Graffiti geht es hauptsächlich darum, seinen Namen in Form von Buchstaben auf die Straße zu bringen. Es handelt sich um klassisches Style-Writing in Blockbuchstaben. Mit dem habe ich nur wenig zu tun. Ich komme mehr aus dem figurativeren Bereich und fühle mich eher mit der Mentalität des Graffiti verbunden, also der Form und Farbensprache.</p>
<p style="font-weight: 400;">Außerdem sehe ich meine Kunst als etwas breit Gefächertes. Ich bediene mich sehr vieler verschiedener Medien: Ich mache Plakate, Textil und Installation. Mein Gebiet ist größer als das des Graffiti, deshalb möchte ich mich nicht darauf festlegen. Ich würde meine Kunst als Urban Art bezeichnen.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Unipress:</strong> Du hast Innenarchitektur an einer Hochschule gelernt. Wie beeinflusst das deine Arbeit heute?</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>HNRX:</strong> Meine Arbeiten sind sehr grafisch und konstruiert. Ich glaube, das hat damit zu tun, dass ich fünf, sechs Jahre lang in diese Richtung gedrängt wurde. Und natürlich habe ich mich sehr viel mit Innenraum- und Außenraumgestaltung beschäftigt. Das mache ich in gewisser Weise noch heute. Jetzt bin ich jedoch eher auf der anderen Seite. Früher war ich der Planer und jetzt bin ich eher der Verschönerer, einer der sich mit dem, was schon da ist, auseinandersetzt.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Unipress:</strong> Gibt es ein Werk, das dir besonders am Herzen liegt? Welches und warum?</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>HNRX:</strong> Es gibt aus jeder Phase Werke, die mich mehr mitreißen als andere. Meistens sind das Umbruchwerke. Also die ersten Werke, die die Verwendung einer neuen Technik oder einer neuen Farbe einleiten.</p>
<p style="font-weight: 400;">Außerdem bin ich mit den Werken draußen emotionaler verbunden als mit meinen Leinwänden. Mit den Werken auf der Straße gehen viele Geschichten einher. Sie erinnern mich an Umstände und Menschen, die ich auf meinen Reisen kennen gelernt habe.</p>
<p style="font-weight: 400;">2018 habe ich sehr viel produziert. Das war das Jahr, in dem ich von Sprühdosen auf konventionelle Fassadenfarben umgestiegen bin. Ich glaube, da habe ich einige schöne Wände produziert, die auch viele Überraschungen für mich selbst bereitgehalten haben. Ich habe gemerkt, was alles möglich ist, wenn man sich traut, aus seiner Komfortzone herauszugehen.</p>
<div id="attachment_18747" style="width: 337px" class="wp-caption alignright"><img aria-describedby="caption-attachment-18747" decoding="async" class=" wp-image-18747" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Leinwand-300x300.jpg" alt="" width="327" height="327" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Leinwand-300x300.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Leinwand-1024x1024.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Leinwand-150x150.jpg 150w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Leinwand-768x768.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Leinwand-1170x1170.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Leinwand-585x585.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/Leinwand.jpg 1440w" sizes="(max-width: 327px) 100vw, 327px" /><p id="caption-attachment-18747" class="wp-caption-text">Foto: HNRX</p></div>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Unipress:</strong> Hast du eine Lieblingsfarbe?</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>HNRX:</strong> Nein, das würde ich nicht sagen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Ich war immer sehr vorbehalten, was die Farbe Orange angeht. Früher habe ich sie nie oder nur sehr selten verwendet. Zurzeit nutze ich Orange für fast jede Arbeit. Es ist sehr überraschend, wie sich Dinge immer wieder wenden können. Durch die lange Zeit, die ich schon kreativ bin, komme ich irgendwann an den Punkt, wo ich was Neues ausprobieren will. Und dann kann es passieren, dass ich meinen alten Glaubenssätzen widerspreche.</p>
<p style="font-weight: 400;">Orange ist nicht meine Lieblingsfarbe, aber mit Grün kann ich immer etwas anfangen. Ich mag alle Arten von Grün. Grün ist eine Farbe, die immer wieder Platz in meiner Arbeit findet.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Unipress:</strong> Du hast deine Kunst in vielen verschiedenen Städten hinterlassen, hast Ausstellungen gemacht und zwei Festivals organisiert. Was hast du noch für Ziele?</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>HNRX:</strong> Meine Hauptmotivation ist das Finden und Optimieren von Kompositionen, also von Formen und Farbspielen. Ich habe nicht das Ziel, in 10 Jahren so oder so viel Geld zu verdienen und so oder so bekannt zu sein. Das entsteht alles nebenher, nur aufgrund meiner Lust auf Schaffensprozesse. Ich möchte meine Kunst weiterentwickeln, aufs nächste Level bringen und mich selbst dabei überraschen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Jetzt gerade verbringe ich viel Zeit im Studio und arbeite an Leinwänden, weil ich Lust habe, in die Galeriewelt einzutauchen. Das wird auf jeden Fall eine Herausforderung und auch eine spannende Zeit werden.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Unipress:</strong> Was hat es mit der Inns’wurscht auf sich? Ist sie als Kritik an dem Motto der Stadt gedacht oder mehr eine liebevolle Hommage?</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>HNRX:</strong> Ich finde, viele Kunstwerke werden übererklärt. Meine Sprache ist die visuelle Sprache. Die Interpretation meiner Werke ist nicht meine Aufgabe, deswegen lasse ich das einfach mal so stehen.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Unipress:</strong> Du kennst die Szene in Innsbruck gut. Wie würdest du die Möglichkeiten für Graffitikünstler:innen beurteilen? Welche Künstler:innen in der Innsbrucker Szene muss man deiner Meinung nach kennen?</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>HNRX:</strong> Die Möglichkeiten, die man in Innsbruck hat, sind zahlreich. Wir haben viele legale Flächen, also Halls-of-Fame. Dort dürfen Künstler:innen jederzeit unangemeldet malen. Im Vergleich zu München und in Bezug auf die Größe der Stadt ist die Situation sehr fortschrittlich. Die Stadt ist bereit, Kooperationen einzugehen, deshalb weißt Innsbruck eine zufriedenstellende Größe und Qualität an Szene.</p>
<p style="font-weight: 400;">Ich glaube da gibt es einige Künstler:innen, die man nennen kann. ROK2 war, wie ich finde, seiner Zeit sehr voraus. Er war ungefähr bis 2008 aktiv, vielleicht ist er immer noch aktiv.</p>
<p style="font-weight: 400;">Dann gibt es noch einige Freunde wie Crazy Mister Sketch und Unknown, mit denen ich viel zusammengearbeitet habe und immer noch arbeite. Die meisten Künstler:innen in Innsbruck sind dem klassischen Graffiti zuzuordnen. Es gibt weniger figurative und konzeptuelle Streetart.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Unipress:</strong> Wie unterscheidet sich die Innsbrucker Szene von anderen Städten? Welche Stadt findest du am spannendsten?</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>HNRX:</strong> Wir haben viele Flächen, die mit der Landschaft spielen. Durch die Berge und notwendige Bauten wie Brücken und Dämme haben wir spannende Oberflächen. In München, Hamburg oder Berlin ist es sehr flach und dadurch gibt es solche architektonischen Möglichkeiten nicht.</p>
<p style="font-weight: 400;">Innsbruck ist auch eine Stadt mit sehr bunten Häusern. Und deshalb ist Farbe für die Stadt eigentlich nichts Neues. Außerdem gibt es die alte Tradition der Wandmalerei. Durch Graffiti hat sie ein neues Format angenommen. Es ist schön, die Tradition neu fortzuführen.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Unipress:</strong> Wie vernetzen sich Straßen- und Graffitikünstler:innen in Innsbruck?</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>HNRX:</strong> Die meisten Künstler:innen lernt man in der Hall-of-Fame kennen. Bei Aufträgen trifft man andere eher weniger und in den Innsbrucker Graffitishops sind zu wenig Leute, als dass man sich dort zufällig treffen würde. In größeren Städten wie Berlin oder Hamburg ist das anders. Viele Kontakte entstehen heute auch über Social Media.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Unipress:</strong> Was würdest du dir für die Künstler:innen in Innsbruck wünschen?</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>HNRX:</strong> Ich würde mir wünschen, weiterzumachen, Neues auszuprobieren und nicht stehen zu bleiben. Es wäre gut, anderen Künstler:innen Raum zu geben, auch wenn sie vielleicht noch nicht so gut sind. Jeder hat seinen Platz und darf ihn haben.</p>
<div id="attachment_18744" style="width: 715px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-18744" decoding="async" loading="lazy" class=" wp-image-18744" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/9BF26F88-9115-4A7B-B5C2-1FD9F8A464A9-300x195.jpg" alt="" width="705" height="458" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/9BF26F88-9115-4A7B-B5C2-1FD9F8A464A9-300x195.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/9BF26F88-9115-4A7B-B5C2-1FD9F8A464A9-1024x665.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/9BF26F88-9115-4A7B-B5C2-1FD9F8A464A9-768x499.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/9BF26F88-9115-4A7B-B5C2-1FD9F8A464A9-1170x760.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/9BF26F88-9115-4A7B-B5C2-1FD9F8A464A9-585x380.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/03/9BF26F88-9115-4A7B-B5C2-1FD9F8A464A9.jpg 1280w" sizes="(max-width: 705px) 100vw, 705px" /><p id="caption-attachment-18744" class="wp-caption-text">Foto: HNRX</p></div>
<p style="font-weight: 400;">Und wer noch nicht genug hat: HNRX Werke in Innsbruck kann man am Autobahnpfeiler bei der Feldgasse, in der Schlossergasse, bei Casinos Austria, an der Radunterführung/Kreisverkehr in der Olympiastraße, der Leopold-Franzens-Universität an der Durchfahrt zwischen altem Gebäude und dem Turm der Geisteswissenschaften sowie an der Egger-Linz-Straße beim WiFi und dem Tyrolia Haus an der Lieberstraße sehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Sonnenschutz und Deo: Wie Pflanzen sich an das Klima anpassen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maike Kämmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Feb 2023 11:30:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bis zum Jahr 2050 wird es Prognosen zufolge über 140 Millionen Klimaflüchtlinge geben. Menschen können vor Extremwettern fliehen, sofern sie die nötigen Mittel haben. Doch Pflanzen sind nicht in der&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Bis zum Jahr 2050 wird es Prognosen zufolge über 140 Millionen Klimaflüchtlinge geben. Menschen können vor Extremwettern fliehen, sofern sie die nötigen Mittel haben. Doch Pflanzen sind nicht in der Lage, innerhalb einer Generation den Ort zu wechseln. Wie können sie trotzdem überleben?</div>
<p><span id="more-18480"></span></p>
<p>Das Geheimnis nennt sich Polyploidie. Es bedeutet, dass Pflanzen mehr DNA besitzen als andere Lebewesen vergleichbarer Komplexität. Die zusätzlichen DNA-Kopien kommen entweder von der gleichen oder einer verwandten Art.<br />
Bei Veränderung der äußeren Umgebung werden die darauf liegenden Gene an- oder abgeschaltet. Das führt zu Bildung bestimmter Proteine, die zum Beispiel den Stoffwechsel regulieren. Damit passt sich die Pflanze an Trockenzeiten oder die jeweilige Saison an.</p>
<h3>Wenn Pflanzen nicht „schwitzen“</h3>
<p>Pflanzen produzieren aus Kohlenstoffdioxid und Wasser mit Lichtenergie Sauerstoff und Zucker. Diesen Prozess nennt man Photosynthese.</p>
<p>Bei besonders hoher Trockenheit und Hitze schließen Pflanzen ihre Poren, um Wasserverlust zu verhindern. In diesem Fall können sie aber auch kein Kohlenstoffdioxid mehr aufnehmen und Zucker produzieren. Also auch keine Photosynthese betreiben. Stattdessen verwenden sie den produzierten Sauerstoff und stellen Kohlenstoffdioxid her. Das ist eine Art Notlösung und verhindert, dass sich giftige Stoffe in der Pflanze anreichern. Doch es verlangsamt auch das Wachstum.</p>
<p>Eine Lösung ist die Verwendung eines anderen Proteins für die Bindung von Kohlenstoffdioxid. Dieses Protein bindet Kohlenstoffdioxid auch bei sehr geringen Konzentrationen und geschlossenen Poren. Die Forscher des C4-Rice Projekts arbeiten daran, Reis mit diesem anderen Protein herzustellen. Da dies jedoch mit dem Aufbau einer anderen Zellstruktur verbunden ist, ist die Forschung langwierig. Manche Pflanzen wie Sukkulenten öffnen ihre Poren nur in der Nacht. Tagsüber schließen sie ihre Poren wieder und bilden aus dem aufgenommenen Kohlenstoffdioxid Zucker. Beide genannten Techniken ermöglichen ein normales Wachstum trotz Hitze.</p>
<p>Als Sonnenschutz dienen den Pflanzen sogenannte Anthocyane. Dabei handelt es sich um Farbstoffe, die zum Beispiel in Brombeeren vorkommen. Wie das Melanin in unserer Haut schützen diese Farbstoffe vor UV-Licht. Ihre Konzentration steigt mit der Lichtstärke.</p>
<h3>Die Arche Noah der Pflanzen</h3>
<p>Doch nicht alle Pflanzen sind so gut an Trockenheit und Hitze angepasst. Der Wald in Österreich wird in seinem jetzigen Bestand nicht überleben. Er besteht hauptsächlich aus Fichten, Buchen, Lärchen, Kiefern, Tannen und Eichen. Fichten machen 55 Prozent des Waldes aus. Da sie aber nicht resistent gegen Trockenheit sind, müssen sie Stück für Stück durch andere Arten ersetzt werden.</p>
<p>Ganze 90 Prozent der Pflanzenvielfalt sind seit Beginn des 20. Jahrhunderts verloren gegangen. Von weltweit etwa 400.000 verschiedenen Pflanzenarten nutzt der Mensch etwa 20.000 als Nahrungsmittel. Lediglich sieben davon ernähren die Welt. Durch Züchtung haben wir den Handlungsspielraum, auf klimatische Veränderungen zu reagieren, leider enorm eingeschränkt. Um Pflanzen zu züchten, die der Zukunft gewachsen sind, wird die gesamte Vielfalt der Pflanzen benötigt.</p>
<p>Deshalb hat der Welttreuhandfonds für Kulturpflanzenvielfalt gehandelt und zum Schutz der biologischen Vielfalt den Svalbard Global Seed Vault in Spitzbergen errichtet. Dort lagern etwa 1.195.000 Samen von etwa 6.000 Arten aus der ganzen Welt. Vakuumverpackt in Aluminiumbeuteln und durch eine Temperatur von -18 °C geschützt sind sie sehr lange, aber nicht ewig haltbar. Hauptsächlich als Back-up gedacht können sie im Katastrophenfall die Ernährung der Menschheit ermöglichen.</p>
<h3>Die Ernährung der Zukunft</h3>
<p>Bis zum Jahr 2050 könnten Prognosen zufolge neun Milliarden Menschen auf der Erde leben. Dabei wird die weltweite Nachfrage nach Nahrungsmitteln um mindestens 50 Prozent zunehmen. Um die Folgen der Klimakrise nicht zu verstärken, sollte jedoch nicht noch mehr Wald dem Acker weichen.<br />
Technologien wie Laborfleisch und vertikale Landwirtschaft sind vielversprechende Alternativen zur herkömmlichen Landwirtschaft. Bei vertikaler Landwirtschaft handelt es sich um den Anbau von Pflanzen in Gewächshäusern. Über LEDs einer bestimmten Wellenlänge kann das Wachstum der Pflanzen verstärkt werden. Beide Technologien sind im Anbau deutlich platzsparender und führen zum Ausstoß von nur wenig Treibhausgasen. Leider verbrauchen sie aber auch deutlich mehr Energie. Ob sie halten, was sie versprechen, wird die Zukunft zeigen.</p>
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		<title>Wenn der Berg ruft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maike Kämmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2023 11:30:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Reportage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Ende November ist es wieder in aller Munde: das Skifahren. Doch der Winter lässt immer länger auf sich warten. Ist es überhaupt noch sinnvoll, Skifahren zu lernen? Schmerz pocht&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Seit Ende November ist es wieder in aller Munde: das Skifahren. Doch der Winter lässt immer länger auf sich warten. Ist es überhaupt noch sinnvoll, Skifahren zu lernen?</div>
<p><span id="more-18299"></span></p>
<p>Schmerz pocht durch meinen Körper. Licht sticht meine Augen. Nach unzähligen Drehungen liege ich ohne Orientierung seltsam verdreht am Hang. Die Stecken immer noch fest in der Hand, doch sie helfen mir nicht mehr beim Aufstehen.</p>
<p>So oder so ähnlich habe ich mir das Ende meiner ersten Abfahrt nach den Erzählungen anderer Anfänger ausgemalt. Als jemand, der Geschwindigkeit verabscheut und in seiner ersten Fahrstunde auf der Autobahn von einem LKW überholt wurde, hatte ich nie ein großes Interesse daran, diesen Sport zu erlernen.</p>
<p>Doch dann habe ich Anna kennengelernt, die als Skilehrerin unzähligen Kindern die Bewegung auf Ski beigebracht hat.</p>
<p>Seit Ende November erlebe ich keine Unterhaltung mehr, in der nicht einmal das Wort Skifahren fällt. In den Vorlesungen wird der Lawinenbericht gecheckt und an jedem freien Tag trifft man sich auf der Piste, sofern man denn Fahren kann. Um nicht zu vereinsamen, muss man sich wohl oder übel der Herausforderung stellen.</p>
<p>Unten an der Talstation steht die Menge drängelnd. Kinder, die in ihren bunten Skianzügen laufen wie kleine Astronauten, steht die Erwartung ins Gesicht geschrieben. Ungeduldig sehnen sie die Piste herbei. Urlauber, das beste Angebot diskutierend, schlängeln sich an den Kassen.</p>
<p>Wir schaffen es vor ihnen in die Gondel und verschwinden langsam im Nebel, der durch die Sprühwolken der Schneelanzen noch verstärkt wird. Die Gondelfahrt erinnert an das Durchqueren einer Waschanlage, frisch gewaschen und geföhnt erreichen wir den Gipfel. Dieser präsentiert sich weiß und wolkenverhangen neben einer Scheibe Sonne. An Tellerliften hängen Skifahrer wie Marionetten, die Maschinerie der Piste läuft fast unaufhaltbar – langsam und stetig, immer dem Berg entgegen.</p>
<h3>Der Wahn der Skiindustrie in Zahlen</h3>
<p>In den Alpen wird im Winter dreimal so viel Wasser versprüht, wie München pro Jahr verbraucht. Das Wasser stammt leider nicht nur aus Schneeschmelze und Niederschlag. Häufig wird es aus Trinkwasserwerken, tiefer liegenden Bächen und dem Grundwasser im Tal gepumpt und verstärkt damit die Wasserknappheit in den Bergen.</p>
<p>Die österreichischen Beschneiungsanlagen verbrauchen etwa 250 &#8211; 655 GWh/Jahr. Das entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 150.000 &#8211; 400.000 Durchschnittshaushalten.</p>
<p>Angesichts solcher Zahlen stellt sich die Frage, ob Skifahren in der Zukunft überhaupt noch möglich ist. Tatsächlich werden nur 4 Prozent der Energie für die Präparierung der Piste benötigt. Ganze 38 Prozent entstehen durch die Anreise mit dem Auto. Das bedeutet, ein Großteil des Problems lässt sich durch die Anreise mit dem Zug und das Bilden von Fahrgemeinschaften lösen. Aufgrund der steigenden Temperaturen wird die Beschneiung in Zukunft jedoch trotzdem immer aufwendiger und Skifahren immer teurer.</p>
<p>Im Jahr 2050 werden in Österreich mit den heute bestehenden Beschneiungsanlagen nur noch 50 Prozent der Skigebiete schneesicher sein. Bei Aufrüstung sind es immerhin 80 Prozent. „Schneesicher“ sind Skigebiete, wenn die Schneehöhe an mindestens 100 Tage einer Skisaison mindestens 30 Zentimeter misst. Momentan liegt die Höhengrenze der schneesicheren Gebiete bei 1.500 Metern. Mit jedem Temperaturanstieg um 1°C erhöht sich die Grenze um 150 Meter.</p>
<h3>Die Eleganz der Anfänger</h3>
<div id="attachment_18361" style="width: 235px" class="wp-caption alignright"><img aria-describedby="caption-attachment-18361" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-18361 size-medium" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/01/IMG-20230129-WA0002_resized_20230129_053816324-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/01/IMG-20230129-WA0002_resized_20230129_053816324-225x300.jpg 225w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/01/IMG-20230129-WA0002_resized_20230129_053816324-768x1024.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/01/IMG-20230129-WA0002_resized_20230129_053816324-585x780.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/01/IMG-20230129-WA0002_resized_20230129_053816324.jpg 1152w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /><p id="caption-attachment-18361" class="wp-caption-text">Bild: privat</p></div>
<p>Den Zahlen zum Trotz ist es dann so weit: Ich stehe zum ersten Mal auf Ski.<br />
Gemeinsam mit Anna male ich Fischgrätenmuster in den Schnee, bezwinge einen kleinen Hügel, als würde ich seitwärts Treppen laufen, und fahre ihn Schuss wieder hinunter. Noch sind meine Bewegungen unelegant und holprig. Ich bewege mich im Watschelgang wie ein Pinguin, bleibe immer wieder stehen und setzte die ersten Kurven in den Tiefschnee.<br />
Doch nach zwei Stunden intensiver Übung erahne ich die Eleganz dieses Sports und bewege mich in weiten Schwüngen durch den Schnee. Spüre, wie er mal nur mit Widerstand krustig knirschend nachgibt oder weich unter mir zerfließt.</p>
<p>Mit der Zeit merke ich, dass ich nicht unbedingt Angst vor dem Berg, sondern eher vor anderen Anfängern oder zu übermutigen Profis haben sollte. Nicht nur einmal sehe ich Kinder schreiend im Schuss den Berg runter brettern, während die Eltern oben in Schock erstarren. Profis dagegen missbrauchen meine Übungsliftstrecke, nur weil die richtige Piste einem Meer aus Eisplatten gleicht. Es ist nicht einfach, sich aufs Fahren zu konzentrieren, wenn an beiden Seiten Skifahrer wie im Sturzflug an dir vorbei rasen.</p>
<p>Schließlich sind ganze 85 Prozent der Verletzungen im organisierten Skiraum laut österreichischem Kuratorium für Alpine Sicherheit auf Kollisionen zurückzuführen.</p>
<h3>Auswirkungen des künstlichen Schnees</h3>
<p>Doch ab und an habe ich auch meine Ruhe und kann die morgendliche Frische der Piste ungestört genießen. Sie ähnelt in ihrer Lockerheit gerechter Erde. Nach dem Planieren ist der Boden jedoch nachweislich stärker verdichtet und weniger bewachsen. Für die Pflanzen hat der Kunstschnee jedoch eine hohe Bedeutung. Er schützt sie vor Skikanten oder Pistenbullies. Außerdem wirkt er wärmeisolierend und verhindert das Erfrieren der Blütenknospen durch wiederkehrende Fröste. Durch den höheren Gehalt an Nährstoffen und Mineralien im Vergleich zu normalem Schnee verändert sich jedoch die Vegetation auf der Piste. Es wachsen vor allen Dingen Pflanzen, die feuchtere, nährstoffreichere Böden bevorzugen. Der künstliche Schnee bleibt außerdem bis zu vier Wochen länger liegen. Das verkürzt wiederum das Wachstum der Pflanzen.</p>
<p>Nach einem halben Tag finde ich mich in der Gondel wieder. Die Muskeln zitternd, die Knochen müde und der Magen brüllend vor Hunger komme ich wieder im Alltag der Stadt an. Beim Blick zurück kommt mir der Tag vor wie im Traum.</p>
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		<title>Die Dosis macht das Gift: So wirkt Koffein auf den Körper</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maike Kämmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Dec 2022 11:30:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kaffee ist ständiger Begleiter in Studium und Job. Pro Kopf werden in Österreich etwa 5 kg Kaffee im Jahr konsumiert &#8211; wie der Konsum sich auf den Körper auswirkt, wird&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Kaffee ist ständiger Begleiter in Studium und Job. Pro Kopf werden in Österreich etwa 5 kg Kaffee im Jahr konsumiert &#8211; wie der Konsum sich auf den Körper auswirkt, wird hier erklärt.</div>
<p><span id="more-18018"></span></p>
<p>Der Geruch von Kaffee war der Auslöser: Etwa 800 verschiedene Aromastoffe – von denen immer noch nicht alle genau definiert wurden – verführten mich zum ersten Schluck. Nur um von der Bitterkeit der Chlorogensäuren sowie des Koffeins wieder abgeschreckt zu werden&#8230;</p>
<p>Geschätzt werden diese Bestandteile wegen ihrer antioxidativen und wach machenden Wirkung. Doch wie funktioniert dieser Effekt eigentlich genau?</p>
<p style="font-weight: 400;">Koffein hat die gleiche Struktur wie Adenosin. Dieser Stoff wird besonders bei Energie verbrauchenden Prozessen in hohem Maß von den Zellen produziert und schützt das Gehirn vor Überanspruchung. Er blockiert nämlich die Ausschüttung von aktivierenden Botenstoffen und die Synthese von cAMP.  Dadurch wird die Pulsfrequenz im Herz erhöht, der Bereitstellung von Zucker aus dem Zuckerspeicher der Leber beigewirkt und zur Calciumausschüttung als Teil der Muskelkontraktion beigetragen.</p>
<h2>Konkurrenz zwischen Adenosin und Koffein</h2>
<p style="font-weight: 400;">Wie bei dem Spiel „Reise nach Jerusalem“ konkurrieren Adenosin und Koffein um die gleichen Plätze, also Bindungsstellen im Gehirn. Koffein bindet an diese, ohne die Wirkung von Adenosin auszulösen. Das führt dazu, dass der Körper ohne Ermüdungserscheinungen weiterarbeiten kann. Besonders stark ist die Wirkung 30 Minuten nach der Einnahme.</p>
<p style="font-weight: 400;">Durch Koffein wird die Konzentration erhöht und das Erinnerungsvermögen gesteigert. Durch die Kontraktion der Meningealgefäße (Blutgefäße im Gehirn) wird die Durchblutung im Kopf verbessert und Kopfschmerzen gelindert. Dabei kann die Wirkung von Schmerztabletten unterstützt werden. Doch dieser Effekt hält nicht ewig: Nach etwa vier Stunden ist die Hälfte des Koffeins wieder abgebaut.</p>
<p style="font-weight: 400;">Bei regelmäßigem Kaffeekonsum produziert der Körper mehr Bindungsstellen für Adenosin, es kommen also wieder mehr Stühle ins Spiel. Adenosin kann wieder vermehrt binden und die Ermüdungserscheinungen treten wieder auf. Die Dosis an Koffein muss also erhöht werden, um noch eine wach machende Wirkung zu verspüren. Gleichzeitig ist die Zufuhr an Koffein auch notwendig, um überhaupt das normale Energielevel zu erreichen. Wir werden abhängig. Dem kann leicht entgegengewirkt werden, indem für eine Zeit aktiv auf Kaffee verzichtet oder der Konsum verringert wird. Auch die Wahl der Sorte ist entscheidend: So enthalten Robustabohnen deutlich mehr Koffein und Chlorogensäuren als der milde Arabica Kaffee.</p>
<h2>Nicht mehr als 4 Tassen pro Tag</h2>
<p style="font-weight: 400;">Generell gilt: die Dosis macht das Gift. Pro Tag empfiehlt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit nicht mehr als 400 Milligramm Koffein (entspricht circa 4 Tassen Kaffee) zu sich zu nehmen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Neben dem Effekt der Leistungssteigerung kann auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert werden. Durch die Stimulation der Nierenfunktion wird das Risiko für Gicht sowie Nieren und Gallensteine verringert. Depressionen kann entgegen gewirkt und der Effekt von Antidepressiva ab 60 mg Koffein pro Tag unterstützt werden.</p>
<p style="font-weight: 400;">Doch Kaffee hat auch Nebenwirkungen. Nach dem Bundesinstitut für Risikobewertung kann er bei manchen Menschen Angstzustände, Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen und Wahrnehmungsstörungen auslösen. Generell können die enthaltenen Bitterstoffe Magenschleimreizungen auslösen und die Aufnahme von Eisen verringern.</p>
<p style="font-weight: 400;">Letztendlich muss also jeder selbst entscheiden, ob er möchte, dass in seinem Kopf Reise nach Jerusalem gespielt wird. Wenn man auf seinen Körper hört, steht dem Kaffee in der Pause aber nichts mehr entgegen.</p>
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