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	<title>Jeremy Roose, Autor bei</title>
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	<description>Das offizielle Magazin der ÖH Innsbruck</description>
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		<title>So war das IFFI 2024</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jeremy Roose]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jun 2024 10:30:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vergangene Woche gab es wieder ein Highlight für alle Innsbrucker Kinoliebhaber:innen: Das Internationale Filmfestival Innsbruck, kurz IFFI, feierte sechs Tage lang im Leokino und Cinematograph den Film. Das IFFI findet&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Vergangene Woche gab es wieder ein Highlight für alle Innsbrucker Kinoliebhaber:innen: Das Internationale Filmfestival Innsbruck, kurz IFFI, feierte sechs Tage lang im Leokino und Cinematograph den Film.</div>
<p><span id="more-20754"></span></p>
<p>Das IFFI findet seit 1992 in Innsbruck statt. Seinem Namen – Internationales Filmfestival – wird es gerecht, schließlich werden Filme aus der ganzen Welt gezeigt. Der Fokus des IFFI liegt vor allem auf Filmen aus dem asiatischen Raum, Afrika, Lateinamerika sowie Osteuropa. Ziel des Festivals war es immer schon, Filmemacher:innen aus diesen Teilen der Erde eine Bühne bieten zu können, schließlich erfahren diese Regionen seit jeher in der globalen Kinolandschaft weder gebührend Beachtung noch Betrachtung.</p>
<h3>Ein Raum für neue Perspektiven: <em>ENTER THE CONTACT ZONE</em></h3>
<p>Dieses Jahr lud das IFFI mit dem Motto <i>ENTER THE CONTACT ZONE</i> zum Eintauchen in die Vielfalt des Kinos ein. <i>ENTER THE CONTACT ZONE</i> versteht das Filmfestival als einen Raum der Begegnung und des kreativen Austauschs, in dem Filmschaffende und Publikum in Kontakt treten und gemeinsam neue Perspektiven erschließen. Filme werden nicht nur als bloße Unterhaltung verstanden, sondern als Möglichkeit, einen Einblick in die unterschiedlichsten Lebenswelten und Kulturen zu gewinnen. Diese Vielfalt spiegelte sich im Programm wider. Mit 65 Filmen aus unterschiedlichsten Ländern, angesiedelt in verschiedenste Genres, war für jede:n Besucher:in etwas dabei.</p>
<p><i>ENTER THE CONTACT ZONE</i> war zugleich auch der Leitgedanke hinter der diesjährigen Retrospektive. In dieser widmete sich das IFFI dem Tashkent-Filmfestival, als dessen geistiger Nachfolger es sich versteht. Das Tashkent-Filmfestival zeigte als erstes internationales Festival zwischen 1968 und 1988 explizit Filme aus Afrika, Asien und Lateinamerika und bot damit einen Gegenentwurf zur von Hollywood und Europa dominierten Kinolandschaft. Auch wenn das Festival – mit seinem Sitz in der damaligen usbekischen Sowjetrepublik – zeitweise stark ideologisch aufgeladene bis teilweise propagandistische Filme zeigte, bot es dennoch stets einen Raum für Filmemacher:innen aus den vernachlässigten Regionen, um sich interkulturell auszutauschen, zu diskutieren und Kooperationsmöglichkeiten zu schaffen. Das Programm der Retrospektive widmete sich daher dem Tashkent-Filmfestival in einigen Filmen. Gezeigt wurden Filme, die in Tashkent spielen oder damals auch dort aufgeführt wurden. Aber auch neuere, die im Geiste des Tashkent-Festivals stehen.</p>
<h3>Ein breites Angebot: Vielfältige Programmpunkte</h3>
<p>Abseits der gezeigten Filme bot das Festival zahlreiche spannende Programmpunkte, welche einen Austausch – <i>ENTER THE CONTACT ZONE</i> – zwischen Filmschaffenden, anderen Vertreter:innen der Branche und Besucher:innen ermöglichte. So konnte man an Buchpräsentationen, Diskussionsrunden oder Q&amp;As mit den Filmschaffenden teilnehmen. Beispielsweise gab es bei einigen Filmvorführungen die Möglichkeit, Fragen an den:die Regisseur:in zu stellen. Dadurch erhielt man noch einen tieferen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Films oder die Motivation des:der Regieführenden. Den Anekdoten dieser zu lauschen, machte dem Publikum sichtlich Spaß. Am Festivalgelände luden die Bar und das Café zum Diskutieren über das Gesehene ein. Mit etwas Glück kam man ins Gespräch mit der ein oder anderen filmschaffenden Person. Am Samstagabend gab es neben der Preisverleihung, in der einige Festival-Filme in diversen Kategorien ausgezeichnet wurden, noch eine After-Party mit Live-DJ. Gemeinsam konnte man die Festivalwoche ausklingen lassen und zur Musik tanzen.</p>
<div id="attachment_20762" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-20762" decoding="async" class="wp-image-20762 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/06/240601-iffi-preise-56-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/06/240601-iffi-preise-56-1024x683.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/06/240601-iffi-preise-56-300x200.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/06/240601-iffi-preise-56-768x512.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/06/240601-iffi-preise-56-1536x1024.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/06/240601-iffi-preise-56-2048x1365.jpg 2048w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/06/240601-iffi-preise-56-1920x1280.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/06/240601-iffi-preise-56-1170x780.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/06/240601-iffi-preise-56-585x390.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/06/240601-iffi-preise-56-263x175.jpg 263w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-20762" class="wp-caption-text">Foto: Alena Klinger</p></div>
<h3>Filmtipps: <em>78 Days</em> und <em>If Only I Could Hibernate</em></h3>
<p>Zudem soll noch kurz auf zwei persönliche Favoriten hingewiesen werden, denn auch dieses Jahr gab es wieder einige Filmperlen zu entdecken. Der Film <i>78 Days</i> zeigt das Leben einer serbischen Familie während des Bosnienkrieges. Die drei Schwestern beginnen ihren Alltag in Form eines digitalen Tagebuchs mit ihrem Camcorder festzuhalten. Viel mehr zum Film soll hier auch nicht gesagt werden, denn dieser entfaltet seine volle Schlagkraft, indem man als Zuschauer:in so wenig wie möglich weiß. Erst den Film genießen, dann googlen, ist die Devise. <i>78 Days</i> konnte überzeugen, immerhin gewann dieser den diesjährigen IFFI-Spielfilm-Wettbewerb.</p>
<p>Mit ihrem Spielfilmdebüt <i>If Only I Could Hibernate</i> feiert Regisseurin und Drehbuchautorin Zoljargal Purevdash ihr Debüt. Das Drama, das in der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar spielt – genauer im armen Jurtenviertel, wo die Filmemacherin aufwuchs – ist ein Herzensprojekt für Purevdash. Der Film beleuchtet langanhaltende Probleme wie die extreme Armut in den Jurtenvierteln und die gravierende Luftverschmutzung der Stadt. Anhand seiner Hauptfigur betont dieser die entscheidende Rolle von Bildung als Möglichkeit, der Armut zu entkommen. Die besondere Filmmusik zusammen mit einer abwechslungsreichen Kameraarbeit runden den Film ab und bieten einen besonderen Einblick in die gegenwärtige mongolische Gesellschaft. Besonders den Jüngeren schien dieser Film zu gefallen: Der Film gewann den diesjährigen Jugendjury-Wettbewerb.</p>
<div id="attachment_20763" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-20763" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-20763 size-large" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/06/78-DANA-Spielfilmwettbewerb-1024x779.png" alt="" width="1024" height="779" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/06/78-DANA-Spielfilmwettbewerb-1024x779.png 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/06/78-DANA-Spielfilmwettbewerb-300x228.png 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/06/78-DANA-Spielfilmwettbewerb-768x584.png 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/06/78-DANA-Spielfilmwettbewerb-585x445.png 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2024/06/78-DANA-Spielfilmwettbewerb.png 1052w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-20763" class="wp-caption-text">Foto: IFFI</p></div>
<div class="bildunterschrift">Film 78 Days</div>
<p>Das IFFI 2024 hat erneut bewiesen, dass es ein bedeutendes Event für Filmliebhaber:innen und die Filmszene insgesamt ist. Es bietet nicht nur eine Plattform für Filme aus unterrepräsentierten Regionen, sondern fördert auch den interkulturellen Austausch. Mit einem abwechslungsreichen Programm sowie zahlreichen Gelegenheiten zum Diskutieren und zur Vernetzung bleibt das IFFI ein unverzichtbarer Termin im Kalender eines jeden Filmfans.</p>
<p><i>Zum Schluss noch ein Tipp des Autors: Im Rahmen einer jährlich stattfindenden Lehrveranstaltung an der Universität Innsbruck mit dem Titel „VU Der Film als künstlerisches und gesellschaftliches Medium 1: Internationales Filmfestival Innsbruck“ kann man als Student:in selbst ins IFFI schnuppern. Im Kurs lernt man vieles über den Festival-Betrieb und tauscht sich allgemein über das Medium Film aus. Man ist Teil des IFFI-Teams und hilft für einen Tag selbst am Festival mit. Nebenbei gibt es den Festivalpass geschenkt und 5 ECTS aufs Uni-Konto. Was will man mehr? Ideal als interdisziplinäres Wahlfach.</i></p>
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		<title>Innsbruck stirbt!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jeremy Roose]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 May 2024 10:30:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Clubszene in Innsbruck stirbt aus. Dieses Massensterben ist nicht nur ein Ärgernis für Feierwütige, sondern auch eine Bedrohung der Innsbrucker Kultur. Allein Ende letzten Jahres ist die Musik in&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Die Clubszene in Innsbruck stirbt aus. Dieses Massensterben ist nicht nur ein Ärgernis für Feierwütige, sondern auch eine Bedrohung der Innsbrucker Kultur.</div>
<p><span id="more-20685"></span></p>
<div>
<p>Allein Ende letzten Jahres ist die Musik in zwei heimischen Clubs dauerhaft verstummt. Anfang November im Dachsbau, und nur wenige Wochen später fiel dann das Cubique der Sensenhand zum Opfer. Die Debatte rund ums Clubsterben ist nicht neu. So musste bereits 2017 der beliebte Weekender Club seine Türen schließen. 2019 folgte das Veranstaltungszentrum Hafen. Der Grundbesitzer hatte andere Pläne, hieß es. Den Ersatz, den die Politik damals versprochen hatte, gab es nie.</p>
<p>Als Gründe fürs Schließen der Clubs werden meist dieselben genannt. Und sie klingen langsam wie alte Parolen, die uns immer und immer (und immer) wieder ins Ohr gesäuselt werden. Mit den leeren Versprechungen rund um Alternativen und Plänen. Zuckerbrot und Peitsche, nur ist ersteres langfristig wenig ergiebig und Innsbruck muss nach und nach verhungern. So haben die Coronapandemie und die Inflationskrise bestehende Probleme wie steigende Mieten und Betriebserhaltungskosten verschärft. Dazu kommen noch veraltete Lärmschutzverordnungen und komplizierte Bauvorschriften, die das Leben von Clubbetreibenden erschweren.</p>
<p>Aber nicht nur sie sind betroffen. Das Leben in Innsbruck ist für viele Menschen zu teuer geworden – was sich auch auf das Ausgehverhalten auswirkt. Abgesehen von den finanziellen und rechtlichen Hürden hat Innsbruck noch einige weitreichendere Probleme.</p>
<h3>Junge Menschen fühlen sich im Stich gelassen</h3>
<p>In Gesprächen mit Studierenden wird vor allem eines deutlich: Viel Frustration gepaart mit dem Gefühl, von der Politik vergessen zu werden. Kein Wunder. Denn abseits von schließenden Clubs, die als wichtiger Ort des Zusammentreffens junger Menschen gelten, sind auch andere Veranstaltungsorte betroffen. Konsumfreie Räume wie die Sillschlucht, in der partyfreudige Menschen zusammenkommen, um gemeinsam zu tanzen, ohne dabei tief in die Tasche greifen zu müssen. Die privat organisierten Raves wurden seitens der Stadt mit der Begründung verboten, sie seien zu unsicher. Das Resultat – noch mehr Unmut.</p>
<p>Eine ähnliche Diskussion löste das umstrittene Bauvorhaben am Sonnendeck aus. Ebenfalls ein wichtiger konsumfreier Raum für Studierende und Veranstaltungsort für Musikbegeisterte, der jedoch immer weiter den Händen der Heimischen entgleitet. Oder besser gesagt: entzogen wird. Clubs, Sillschlucht, Sonnendeck. Alle haben eines gemeinsam: Sie bieten Menschen die Möglichkeit, den Alltagsstress für einen Moment zu vergessen. Zusammen mit Freund:innen Spaß haben und einfach mal Dampf ablassen. Verschwinden diese Räume, sollte es niemanden wundern, dass sich junge Menschen vernachlässigt fühlen.</p>
<p>Zum urbanen Leben gehört mehr als unzählige überteuerte Shoppingmöglichkeiten, Tourismusfallen und verwässerter Kaffee mit Ausblick auf die Betonböden des Innsbrucker Fleckenteppichs. Der Fokus sollte nicht nur auf dem Tourismus liegen, sondern vor allem auf den Menschen, die Innsbruck ein Zuhause nennen. Sämtliche Räume kulturellen Austauschs – Bars, Clubs oder konsumfreie Räume wie das Sonnendeck – <i>müssen</i> geschützt werden. Nur so wird die Stadt ihrem Image als „Student:innenstadt“ auch wirklich gerecht.</p>
<h3>Clubs als Kultur</h3>
<p>Wer in den letzten Monaten Vertreter:innen der Innsbrucker Clubkommission – eine Interessenvertretung aller Beteiligten in der Tiroler Clubkultur – zugehört hat, vernimmt vor allem folgende Botschaft: Clubs müssen endlich als wichtiges Kulturgut betrachtet werden. Clubs werden von der Politik seit jeher als unangenehmer Beigeschmack des Innsbrucker Alltags in Kauf genommen statt als wichtige Kulturstätten wertgeschätzt. Clubs sind Begegnungsräume. Orte, wo Menschen sich treffen, austauschen und leben können. Sich entfalten, sich finden, sich verlieren. Einfach sind. Wenn jedoch immer mehr dieser Räume wegfallen, dann auch wichtige Orte für Begegnung.</p>
<p>Andere Kunst- und Kulturräume wie Theater werden als Hochkultur angesehen und bekommen (immerhin) ein gewisses Maß an Förderung.  Diese Unterscheidung zwischen minderwertigen und höherwertigen Kulturinstitutionen ist keiner kunstschaffenden Person und keinem Kulturbetrieb dienlich. Dass das Geld im Kulturbetrieb im Allgemeinen knapp ist, ist bekannt. Gerade deswegen ist es wenig hilfreich, Kulturbetriebe gegeneinander auszuspielen, indem die einen gelobt, die anderen belächelt werden. Indem den einen geraten wird, doch tagsüber bitte Autos zu waschen, wenn sie sich über Wasser halten wollen. Hochkultur und Clubkultur haben zwar eine ähnliche Funktion, genießen jedoch in der Politik keineswegs denselben Stellenwert.</p>
<h3>Nicht nur labern, sondern handeln</h3>
<p>Wir halten fest: Die Nachtkultur liegt im Sterben. Clubs und Bars können sich kaum noch über Wasser halten. Studierende fühlen sich von der Politik betrogen. Seit Jahren fordert die Clubkommission mehr Unterstützung und setzt sich dafür ein, dass das Nachtleben endlich als Kultur anerkannt und dementsprechend gefördert werden muss. Die Politik macht Versprechungen, gehandelt wird aber nicht. Das liegt oft an den Mehrheitsverhältnissen im Gemeinderat. Obwohl es sich hier sehr wohl um ein überparteiliches Thema handelt, scheiterten Konzepte und Anträge dort ständig an Blockaden.</p>
<p>Dennoch – der Druck auf die politischen Verantwortlichen wird immer größer. Sonnendeck, Sillschlucht, Clubsterben. Viele Studierende haben genug. Und in Anbetracht der Gemeinderatswahl im Frühling 2024 schien so langsam auch der und die Letzte verstanden zu haben, dass man mit diesen Themen bei der jungen Wählerschaft punkten kann. Versprechen und Zugeständnisse während des Wahlkampfes sind aber mit Vorsicht zu genießen. Entscheidend ist die Arbeit der politischen Verantwortlichen nach der Wahl. Daran sollten sie auch gemessen werden.</p>
<p>Innsbruck steht an einem kritischen Scheideweg. Die Stadt läuft Gefahr, sich zu einer primär auf Tourismus ausgelegten Stadt zu entwickeln und dabei die Interessen und Bedürfnisse der eigenen Bevölkerung zu vernachlässigen. Wenn nicht bald umfassende Maßnahmen ergriffen werden, um diesen Trend umzukehren, droht der Stadt eine Entwicklung, die die Lebensqualität der eigenen Bevölkerung beeinträchtigt. Diese Lebensqualität ist abhängig vom kulturellen Angebot der Stadt. Dazu zählt auch die Clubkultur. Nur durch solche Maßnahmen kann Innsbruck als lebenswerte Stadt für alle erhalten bleiben. Wir fordern: Nicht nur labern, sondern handeln.</p>
</div>
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		<title>Der Dachs begibt sich in den Winterschlaf&#8230; Dieses Mal für immer.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jeremy Roose]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Nov 2023 19:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vergangenen Samstag veranstaltete der Dachsbau zum letzten Mal eine Riesenparty mit zahlreichen unterschiedlichen DJs. Dachsbaubesitzer Frederik Lordick erzählt, warum der Dachsbau schließen und was sich in Innsbruck dringend ändern muss.&#8230;</p>
<p>The post <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at/kultur/der-dachs-begibt-sich-in-den-winterschlaf-dieses-mal-fuer-immer/">Der Dachs begibt sich in den Winterschlaf&#8230; Dieses Mal für immer.</a> appeared first on <a rel="nofollow" href="https://www.unipress.at">UNIpress</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="subtitle_up">Vergangenen Samstag veranstaltete der Dachsbau zum letzten Mal eine Riesenparty mit zahlreichen unterschiedlichen DJs. Dachsbaubesitzer Frederik Lordick erzählt, warum der Dachsbau schließen und was sich in Innsbruck dringend ändern muss.</div>
<p><span id="more-19985"></span></p>
<p>Der lang andauernde Spätsommer hat sein Ende gefunden. Bunte Blätter fallen von den Bäumen. Es ist kalt. Und die Hochsaison der Innsbrucker Clubkultur beginnt wieder. Wer kennt es nicht – es ist drei in der Früh und man stolpert völlig betrunken und mit voller Motivation aus dem Dachsbau, um sich nach dem ganzen Getanze den wohlverdienten Döner beim Chili zu holen. Doch auch diese Zeiten sind nun vorbei. Nachdem er sieben Jahre lang unzählige Menschen mit vielfältiger Musik begeistern konnte, schloss der Dachsbau mit Sonntag Morgen für immer seine Tore.</p>
<p>Höchste Zeit, nochmal das Besondere am Dachsbau und die Ursachen für die Schließung zu ergründen.</p>
<h3><strong>Ein Keller der Musik</strong></h3>
<div id="attachment_19992" style="width: 235px" class="wp-caption alignright"><img aria-describedby="caption-attachment-19992" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-19992 size-medium" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Frederik-Lordick-Dachsbau-_-Mona-Paschinger-@mona.mimosa-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Frederik-Lordick-Dachsbau-_-Mona-Paschinger-@mona.mimosa-225x300.jpg 225w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Frederik-Lordick-Dachsbau-_-Mona-Paschinger-@mona.mimosa-768x1024.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Frederik-Lordick-Dachsbau-_-Mona-Paschinger-@mona.mimosa-1152x1536.jpg 1152w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Frederik-Lordick-Dachsbau-_-Mona-Paschinger-@mona.mimosa-1536x2048.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Frederik-Lordick-Dachsbau-_-Mona-Paschinger-@mona.mimosa-scaled.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Frederik-Lordick-Dachsbau-_-Mona-Paschinger-@mona.mimosa-1170x1560.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/Frederik-Lordick-Dachsbau-_-Mona-Paschinger-@mona.mimosa-585x780.jpg 585w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /><p id="caption-attachment-19992" class="wp-caption-text">Foto: Mona Paschinger</p></div>
<p>„Ich werde dafür bezahlt, Musik zu hören” , antwortet Dachsbaubesitzer Frederik Lordick mit einem Augenzwinkern auf die Frage, wie sein Joballtag aussieht. Dass seine Tätigkeit als Besitzer sehr umfangreich und mit viel Stress verbunden ist – Künstler:innen buchen, Personal managen und wöchentliche Reparaturen im Club selbst durchführen – sollte nicht überraschen. Mit seiner anfänglichen Aussage möchte er zunächst aber seine Leidenschaft und Liebe zur Musik betonen, die als seine Hauptmotivationsfaktoren für die Eröffnung und das Führen des Clubs dienten. Der Dachsbau war stets ein Ort, wo vor allem viele kleinere Künstler:innen eine Chance bekommen haben, ihre Musik zu teilen. Das familiäre Klima und der respektvolle Umgang miteinander machten den Dachsbau zu einem besonderen Ort, der in Innsbruck seines Gleichen sucht.</p>
<p>Die Nachricht, dass dieser nun schließen muss, schockierte viele Fans und Kulturbegeisterte. Damit geht wieder ein wichtiger Bestandteil der Innsbrucker Clubszene verloren. Die Gründe für die Schließung könnten aber banaler nicht sein.</p>
<h3><strong>Das Leben ist zu teuer geworden</strong></h3>
<p>„Die Coronapandemie und jetzt noch die Inflationskrise haben dafür gesorgt, dass wir pleite sind“, sagt Lordick. „Innsbruck ist über die Jahre hinweg viel zu teuer geworden, die Mieten sind zu hoch und die Leute müssen irgendwo sparen. Am einfachsten spart es sich beim Ausgehen.“ Die Menschen würden, so Lordick, teilweise auf Konzerte kommen und nur nach Leitungswasser fragen. Einfach, weil sie sich schlichtweg nicht mehr leisten können. Das Leben sei zu teuer, sowohl für Clubbetreiber:innen als auch die Besucher:innen.</p>
<p>Eine schnelle Lösung für das Problem gibt es nicht. Allerdings hat Lordick einige Ansätze: „Innsbruck muss langfristig wieder leistbar werden. Mittels Sozialbau, Mietpreisdeckel und so weiter. Und Clubs müssen Anerkennung kriegen und als Kultur gesehen werden.“ Clubkultur – so wie sie momentan betrieben wird – könne sich sonst nicht halten. Da muss sich die Stadt öffnen. „Und Kulturbereiche, die nicht tragbar sind, subventionieren“, führt Lordick aus.</p>
<p>Ändert sich nichts, droht Innsbruck ein Clubsterben. Schlimmer: Die Stadt läuft Gefahr, dass das Nachtleben völlig ausstirbt. Als Beispiel nennt Lordick Salzburg. Dort ist in den letzten Jahren das Nachtleben regelrecht weggebrochen. Aber auch in Innsbruck ist bereits seit einiger Zeit ein besorgniserregender Trend beobachtbar. In den letzten Jahren mussten so einige namenhafte Clubs wie das Weekender, der Hafen oder der Hofgarten schließen.</p>
<p>Innsbruck ist eine Student:innenstadt mit vielen jungen und ausgehfreudigen Menschen. Dieses Umstands müssen sich die politischen Verantwortlichen endlich bewusst werden – und Maßnahmen gegen diese Entwicklungen setzen. Nur so kann ein Raum für junge musikbegeisterte Menschen erhalten bleiben. Sonst verkommt Innsbruck zu einer reinen Tourist:innenstadt, aus der die Jungen nach und nach verdrängt werden. Undenkbar.</p>
<div id="attachment_19996" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-19996" decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-19996" src="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/DachsbauTV-Wolkenkratzer-©-Michael-Winkler-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/DachsbauTV-Wolkenkratzer-©-Michael-Winkler-1024x683.jpg 1024w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/DachsbauTV-Wolkenkratzer-©-Michael-Winkler-300x200.jpg 300w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/DachsbauTV-Wolkenkratzer-©-Michael-Winkler-768x512.jpg 768w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/DachsbauTV-Wolkenkratzer-©-Michael-Winkler-1536x1024.jpg 1536w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/DachsbauTV-Wolkenkratzer-©-Michael-Winkler-2048x1365.jpg 2048w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/DachsbauTV-Wolkenkratzer-©-Michael-Winkler-1920x1280.jpg 1920w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/DachsbauTV-Wolkenkratzer-©-Michael-Winkler-1170x780.jpg 1170w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/DachsbauTV-Wolkenkratzer-©-Michael-Winkler-585x390.jpg 585w, https://www.unipress.at/wp-content/uploads/2023/11/DachsbauTV-Wolkenkratzer-©-Michael-Winkler-263x175.jpg 263w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-19996" class="wp-caption-text">Foto: Michael Winkler</p></div>
<h3><strong>Ein Ort voller Erinnerungen</strong></h3>
<p>Allerdings ist auch wichtig zu betonen: Obwohl der Dachsbau nun schließen muss, bleiben die unzähligen Erinnerungen, die viele junge partybegeisterte Menschen dort gemacht haben. Als Clubbesitzer hat Lordick so einige unvergessliche Geschichten zu erzählen: „Einmal wurde ein Rollstuhl im Club stehen gelassen. Also jemand ist mit Rollstuhl reingekommen und hat den dann stehengelassen, keine Ahnung, wie man das geschafft hat”. Ein anderes Mal sei der ehemalige Barchef so besoffen gewesen, dass er nackt auf der Bar stand und Shots verteilte.</p>
<p>Die Liste an eindrücklichen Anekdoten ließe sich hier noch endlos fortsetzen, ein paar schöne Schlussworte gibt uns Lordick aber noch mit auf den Endspurt, damit der Club in den Mündern seiner treuen Fans weiterleben kann: „Ausgehen ist mehr, als nur zu saufen. Es gibt Musik zu entdecken, und es kann ein Prototyp  einer schönen Welt entstehen, wo sich jeder gern und zusammen Spaß hat. Das ist was wert und das darf nicht verloren gehen”.</p>
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